Partnersuche, Frauen mit Kind/ern – Was ist zu beachten?

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Hobie

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#1
Hallo Forum,

ich, m, Anfang bis Mitte 30, suche nach einer Frau, die altersmäßig zu mir passt. Sie sollte zwischen 27 und Mitte 30 sein.

Nun ist es ja so, dass unter den Frauen um die 30 bis Mitte 30 auch oft schon Frauen mit einem Kind oder mehreren Kindern bei sind. Und ich denke mir: Warum eigentlich nicht? Eine Frau kann ja auch mit Kind(ern) gut zu mir passen. Und mit Kindern an sich habe ich keine Probleme – ich sehe sie weder als Hindernis an noch nerven sie mich. Außerdem ist mir klar, dass Kinder viel Zeit und Aufmerksamkeit erfordern und eine Mutter für ihre Kinder da sein muss – alles in Ordnung und klar wie Kloßbrühe. :)

Aber ich möchte auch nicht einfach so drauf los suchen und möchte daher hier um Tipps und Anregungen bitten. Was müsste ich beachten? Was spricht vielleicht doch dagegen oder wo sollte ich Vorsicht walten lassen? Und wie verhält es sich mit geschiedenen Frauen (finanziell)?

Mir ist halt wichtig, dass eine Frau, die ein Kindern oder mehrere Kinder hat, mich nicht nimmt, nur damit ich die Kinder durchfüttere. Und ein eigenes Kind möchte ich auch auf jeden Fall haben. Familienzuwachs sollte für eine Frau also eine Option sein.

Lieben Dank im Voraus und LG,
Hobie
 
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Dabei
6 Mrz 2013
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#2
Das ist doch eine prima Ausgangsposition, wenn du gegenüber Kindern offen bist, schon fast ein Aleinstellungsmerkmal :002:
Bei der Partnersuche hast du doch generell das „Problem„ dass du den Menschen erst mal kennen lernen musst. Traust du deinem Instinkt nicht, dass du es schon rechtzeitig bemerken wirst, wenn dich zB jemand ausnutzen will? Die Grenzen dürften da außerdem fließend sein.
wenn du dich vor vielen Angeboten retten willst, schreib halt erst mal nicht, dass du gegenüber vorhandenen Kindern offen bist.
 
Dabei
9 Feb 2021
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#3
Da brauchst du keine Wissenschaft draus machen. Musste erstmal schmunzeln, denn mein erster Gedanke war: "Autokauf- Neuwagen oder Gebrauchter? Worauf muss ich achten?".
Du hast den ersten Schritt vollbracht und für dich entschieden, dass es schonmal kein Ausschlusskriterium ist und bist dir aus dessen bewusst, dass Kinder nunmal auch Zeit in Anspruch nehmen und euer Dating beeinflussen. Lern doch einfach Frauen kennen, unabhängig davon ob nun Kinder da sind oder nicht. So Grundsatzthemen wie: Familienzuwachs, gewünschte Wohnsituation, etc. wirst du mit jeder Frau klären müssen. Natürlich besteht bei Frauen mit Kindern natürlich die Gefahr, dass sie keine mehr wollen, doch das muss man wie gesagt besprechen. Wie Twinlight sagt: Vertrau auf deine Instinkte und lerne den Menschen erstmal kennen
 
Dabei
2 Mrz 2015
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#4
Aber ich möchte auch nicht einfach so drauf los suchen und möchte daher hier um Tipps und Anregungen bitten. Was müsste ich beachten?
Aus Erfahrung kann ich dir ein paar Dinge auf den Weg geben, auf die du achten solltest.

1. Es ist selbstverständlich, dass das Kind an erster Stelle steht. Leider wird auch gerne das Kind auch gerne vorgeschoben. Es werden ständig Treffen abgesagt und verschoben. Das Kind ist plötzlich krank, etc. Will sie dich Treffen wird sie auch Zeit finden.

2. Die Dates sollten zu zweit stattfinden, nicht zu dritt. Das Kind sollte erst involviert werden, wenn sich eine Partnerschaft abzeichnet.
Wenn das Kind z.B. involviert wird, bevor ihr überhaupt intim wurdet, ist es schon mal ein schlechtes Zeichen und bedeutet, dass sie eher einen "Vater" sucht, als einen Partner. Unternehmung, die schon beim ersten, zweiten oder dritten Date das Kind mit einbezieht ist weder gut für euch, noch für das Kind.

3. Klare Verhältnisse. Der Vater wird immer eine Rolle spielen. Du musst also damit rechnen, dass er immer wieder vor der Tür steht. Gerade getrennt/geschieden, eifersüchtiger Ex, etc. sind ein rotes Tuch.

4. Auch wenn sie sagt, dass sie keinen Vaterersatz sucht, ist es spätestens in einer Beziehung unumgänglich.

5. Auf Zeit zu Zweit achten. Sowohl am Anfang, als auch später. Sobald das Kind involviert ist, bricht es nämlich schnell ein mit der Zweisamkeit.

6. Was viele gar nicht auf dem Schirm haben ist eine evtl. Trennung. Sei dir bewusst, dass du keinerlei Rechte hast. Sollte die Beziehung nach 2-3-4-5 Jahren enden und du das Kind ins Herz geschlossen hast, musst du dich darauf einstellen, dich von zwei Menschen zu trennen.

Mir ist halt wichtig, dass eine Frau, die ein Kindern oder mehrere Kinder hat, mich nicht nimmt, nur damit ich die Kinder durchfüttere.
Wenn du die o.g. Punkte beachtest, sollte es dir nicht passieren.
Meiner Meinung nach erkennt man diese Frauen auch sehr schnell.
z.B. wenn deine Vaterqualitäten abgeklopft werden, bevor ihr überhaupt intim miteinander seid.

Erst Daten, Flirten, Sex und Unternehmungen zu Zweit.... dann kann auch später das Kind mit einbezogen werden.
Niemals umgekehrt.
 
Dabei
23 Nov 2016
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#6
Tut mir leid, aber ich bekomme bei so einem Beitrag wie den von Izzy Hörner! 😡

Wieviele Frauen mit Kind hast du denn gedatet? 100? 1000?

"Frau mit Kind" ist ungefähr so eine eingrenzbare Kategorie wie "Mann mit Bart".

Jede Frau ist unterschiedlich, jedes Kind, jede Situation. Daher sind solche "Anleitungen" komplett daneben.

Ich war mit 34 allein mit 2 Kindern und habe einen neuen Partner gesucht und gefunden.

Weil es immer noch diese breit gelatschten Vorurteile gegen alleinerziehende Frauen gibt, ist es tatsächlich ein "Alleinstellungsmerkmal", wenn mal ein Mann offen ist und nicht direkt denkt:

"sie will doch nur einen Versorger" oder

"der Ex wird immer eine Rolle spielen"

Bullshit.

1. Mir geht es finanziell nach der Scheidung sehr viel besser. Ich habe einen gut bezahlten Job und kann seeeeehr gut mich und meine Kinder selbst versorgen!

Würde auf diese Versorger-Nummer auch jemand kommen, wenn es eine Frau ist, die einen Mann mit Kind datet?

2. Ja, die Kinder sehen ihren Vater regelmäßig, aber eine Rolle in MEINEM Leben spielt er NULL.

Mein jetziger Lebensgefährte hat auch Null komma null mit ihm zu tun.

Also hör doch mal bitte auf, dein konservatives Frauenbild hier breitzutreten, Izzy. Das war ja schon in dem anderen Thread kaum mehr auszuhalten.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#7
Ich finde halt schon wichtig, dass das Kind nicht überfordert wird. Eltern können das einschätzen. Es gibt Kinder, für die das super schlimm ist, wenn eine Bezugsperson verschwindet - wobei ich auch sagen muss, dass Kinder sowas manchmal besser wegstecken als man denkt. So intuitiv hätte ich aber auch gesagt, dass es besser ist, das Kind erst zu involvieren wenn man das Gefühl hat, es passt.
Und zum Thema "man verliert zwei geliebte Personen bei einer Trennung", das kann ich so unterschreiben.
 
Dabei
3 Jan 2019
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#8
So intuitiv hätte ich aber auch gesagt, dass es besser ist, das Kind erst zu involvieren wenn man das Gefühl hat, es passt.
Aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur recht geben. Ich hatte damals meine Freundin kennen gelernt, nicht ihre Kinder. Ich wusste zwar, dass es sie gab, aber sie waren trotzdem zunächst außen vor. Wir mussten ja erstmal schauen, ob es zwischen uns passen könnte. Im Endeffekt hat es eben nicht gepasst, wie sich nach 2 1/2 Jahren herausstellte. Aber die Kinder bekamen von all dem zum Glück nicht viel mit.

Izzy kann ich hier auch ganz gut verstehen. Es gibt durchaus Frauen, die einen "Versorger" wollen - meinetwegen auch Männer im umgekehrten Fall. Die suchen aber keinen Partner, sondern eben den/die Versorger:in. Der/die Ex spielt insofern immer eine Rolle, weil es sich um die Erzeuger der Kinder handelt. Die Rolle als Lebenspartner:in ist davon ja unberührt.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#9
Ich verstehe das mit dem Versorger nur bedingt. Nur die wenigsten Familien kommen mit "(s) ein Gehalt reicht völlig aus" um die Runden. Alleinerziehende werden gefördert, wenngleich auch meiner Meinung nach nicht genug. Aber es wird jungen Männern halt gern eingetrichtert, dass sie sich davor hüten sollen, finanziell ausgenutzt zu werden, ganz egal, wie die Realität aussieht, es passt halt ins patriarchale Bild von "der Mann bringt das Geld, die Frau hütet die Kinder". Und solange man den Einstieg nach der Elternzeit so unnötig schwer macht, solange Väter keine richtige Elternzeit nehmen dürfen, solange Kinder bei einer Trennung häufiger bei der Mutter bleiben, solange werden alleinerziehende Mütter weniger Geld zur Verfügung haben als Single Männer und so lange werden diese Angst um "ihr" Geld haben.
 
Dabei
2 Mrz 2015
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#10
Wieviele Frauen mit Kind hast du denn gedatet? 100? 1000?

"Frau mit Kind" ist ungefähr so eine eingrenzbare Kategorie wie "Mann mit Bart".
Genügend. Und mir Einer war ich auch mehrere Jahre zusammen.

"Frau mit Kind" ist ungefähr so eine eingrenzbare Kategorie wie "Mann mit Bart".
In deinen Augen hart ein Bart also genau so viel Einfluss auf einer Beziehung/Dating wie ein Kind?
Tut mir leid, aber das ist völliger Quatsch.

Ich war mit 34 allein mit 2 Kindern und habe einen neuen Partner gesucht und gefunden.
Das freut mich für dich, ehrlich.

1. Mir geht es finanziell nach der Scheidung sehr viel besser. Ich habe einen gut bezahlten Job und kann seeeeehr gut mich und meine Kinder selbst versorgen!
Das ist nur leider nicht immer der Fall. Viele arbeiten teilzeit, 450 EURO oder gar nicht.
Davon abgesehen dreht es nicht nur rein um den finanziellen Aspekt.

2. Ja, die Kinder sehen ihren Vater regelmäßig, aber eine Rolle in MEINEM Leben spielt er NULL.

Mein jetziger Lebensgefährte hat auch Null komma null mit ihm zu tun.
Auch das ist nicht immer gegeben. Wenn die Verhältnisse klar geregelt sind, ist es auch kein Problem.
Aber eine saubere Trennung auf Elternebene ist leider nicht immer Realität.
Spätestens wenn ein neuer Partner im Spiel ist, kippt das angeblich gute Verhältnis ganz schnell.

Also hör doch mal bitte auf, dein konservatives Frauenbild hier breitzutreten, Izzy. Das war ja schon in dem anderen Thread kaum mehr auszuhalten.
Tut mir leid, wenn du dich auf den Schlips getreten fühlst, aber es sind legitime Punkte, die ich anspreche.
Diese Punkte gelten natürlich auch für den alleinerziehenden Vater.

Aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur recht geben. Ich hatte damals meine Freundin kennen gelernt, nicht ihre Kinder. Ich wusste zwar, dass es sie gab, aber sie waren trotzdem zunächst außen vor. Wir mussten ja erstmal schauen, ob es zwischen uns passen könnte.
So soll es auch sein. Erst schauen, ob die Paarebene funktioniert und dann die Familienebene. Und jede alleinerziehende Frau, die eben keinen "Ersatzpapi / Versorger" sucht, wird dafür auch Verständnis haben und das Kind erst einmal außen vor lassen.

Aber es wird jungen Männern halt gern eingetrichtert, dass sie sich davor hüten sollen, finanziell ausgenutzt zu werden, ganz egal, wie die Realität aussieht, es passt halt ins patriarchale Bild
Es geht hierbei nicht nur um den finanziellen Aspekt. Sondern vor allem um den Einfluss eines Kindes auf das Kennenlernen bzw. die Beziehung.
Eine Frau mit Kind, die sogar Vollzeit arbeitet, wird entsprechend wenig Zeit haben. Vieles muss geplant und organisiert werden.
Auch wenn ich Verständnis für die Situation habe, muss ich mich nicht zwangsläufig darauf einlassen.
Wenn zum Teil 4 Wochen zwischen den Dates liegen, spontane Aktivitäten nicht realisierbar sind, kaum Zeit für Zweisamkeit aufkommt, verliere ich das Interesse. Das ist einfach nicht meine Welt.
Viele dieser Punkte ändern sich doch auch nicht.

Zu sagen, dass es am Patriarchale Bild liegt ist völliger Quatsch und eher ein Todschlagargument.
Ein Kind hat Einfluss aufs Kennenlernen und vor allem auf die Beziehung. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um eine alleinerziehende Frau oder einen alleinerziehenden Mann handelt.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#11
Dabei
2 Mrz 2015
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#12
Dann habe ich das falsch verstanden. Was ist dann mit "Versorger" gemeint?
Spätestens in einer Beziehung hat man entsprechende Aufgaben und gewisse Pflichten.
Sei es finanziell, haushaltstechnisch als auch erzieherisch. Man ist unweigerlich der "Ersatzpapa".

Hä, wieso?
Es ging darum, dass das "Versorger-Ding" historisch daraus erwachsen ist. Warum sollte das Quatsch sein?
Es ist biologisch in uns verankert, dass es uns primär um den eigenen Nachwuchs / die eigenen Gene geht und nicht um den Nachwuchs eines Anderen.
Das spielt selbstverständlich heute immer noch eine gewisse Rolle.
Sowohl bei Frauen, als auch bei Männern.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#13
Es ist biologisch in uns verankert, dass es uns primär um den eigenen Nachwuchs / die eigenen Gene geht und nicht um den Nachwuchs eines Anderen.
Nee, das glaube ich nicht. Biologische eigene Kinder zu haben wird glorifiziert, elterliche Gefühle und Liebe kann man bei allen Kindern haben und adoptieren funktioniert.
Fuck Biologie dann? Wir tun so vieles, das nicht unserer "Biologie" entspricht und es geht uns gut, also Zeit für eine andere Biologie.
 
Dabei
2 Mrz 2015
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#14
Nee, das glaube ich nicht. Biologische eigene Kinder zu haben wird glorifiziert, elterliche Gefühle und Liebe kann man bei allen Kindern haben und adoptieren funktioniert.
In den meisten Fällen wird aber adoptiert, wenn der normale Weg wegfällt.
Eigenen Nachwuchs zu zeugen und aufzuziehen ist unsere Hauptaufgabe.
Eine Frau mit Kinderwunsch wird auch nicht sagen "Ich suche mir einfach einen alleinerziehenden Vater.", wenn sie selbst noch Kinder zeugen kann und möchte.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#15
In den meisten Fällen wird aber adoptiert, wenn der normale Weg wegfällt.
Mag sein, ist aber scheiße. Würde darum nicht sagen, dass es weiterhin so sein muss.
Eigenen Nachwuchs zu zeugen und aufzuziehen ist unsere Hauptaufgabe.
Haha, meine nicht.
Eine Frau mit Kinderwunsch wird auch nicht sagen "Ich suche mir einfach einen alleinerziehenden Vater.", wenn sie selbst noch Kinder zeugen kann und möchte.
Mag sein, ist aber auch scheiße.
Und ich weiß, Ausnahmen und so, aber bei mir war das so. Ich könnte eigene Kinder haben, war aber mit einer alleinerziehenden Frau zusammen. 💜 Und es war für mich ein Pluspunkt beim Kennenlernen, dass sie bereits ein Kind hatte.
 
Dabei
2 Mrz 2015
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#16
Das es scheiße ist, interessiert der Biologie nur herzlich wenig.

Und ich weiß, Ausnahmen und so, aber bei mir war das so. Ich könnte eigene Kinder haben, war aber mit einer alleinerziehenden Frau zusammen. 💜 Und es war für mich ein Pluspunkt beim Kennenlernen, dass sie bereits ein Kind hatte.
Ich war auch mit einer zusammen. Mehrere Jahre. Es liegt halt zum Großteil an der Frau. Siehe meine oben genannten Punkte. Es muss eben nicht unbedingt ein Hindernis sein. Ein Pluspunkt war es denn noch nicht. Und die meisten sehen es als Minuspunkt, weil es eben auch großen Einfluss aufs Dating und die Beziehung hat.
Das muss man einfach akzeptieren und eben hinnehmen. Daher ist es auch ratsam als Alleinerziehende/r eine/n Alleinerziehende/n zu daten.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#17
Das es scheiße ist, interessiert der Biologie nur herzlich wenig.
Biologie ist nicht in Stein gemeißelt und wie gesagt, fuck it. Wenn es besser ist, es anders zu machen, setzt es sich durch.
Und die meisten sehen es als Minuspunkt, weil es eben auch großen Einfluss aufs Dating und die Beziehung hat.
Und weil die Gesellschaft manchmal spinnt. Richtung "Frauen sind Autos".
Daher ist es auch ratsam als Alleinerziehende/r eine/n Alleinerziehende/n zu daten.
Dann kumulieren doch die Zeit-Probleme, oder?
 
Dabei
2 Mrz 2015
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#18
Biologie ist nicht in Stein gemeißelt
Aber lässt sich eben auch nicht wegdiskutieren.

Und weil die Gesellschaft manchmal spinnt.
Das ein Kind Einfluss auf die Beziehung und das Dating hat ist Fakt.
Darum bevorzugen eben viele Frauen und Männer ohne Kinder.

Dann kumulieren doch die Zeit-Probleme, oder?
Nicht zwangsläufig. Der- oder diejenige weiß aber nun mal wie es ist, wenn ein Kind involviert ist.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#19
Aber lässt sich eben auch nicht wegdiskutieren.
Doch natürlich, wir machen das doch ständig? Beim Essen, beim Alltag, unseren Geschlechterrollen... wir haben uns sehr viel antrainiert, haha.
Nicht zwangsläufig. Der- oder diejenige weiß aber nun mal wie es ist, wenn ein Kind involviert ist.
Das stimmt wohl - ich denke, das kann man aber auch wissen und Verständnis dafür haben, wenn man nicht in der gleichen Situation ist.
 
Dabei
2 Mrz 2015
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#20
Doch natürlich, wir machen das doch ständig? Beim Essen, beim Alltag, unseren Geschlechterrollen... wir haben uns sehr viel antrainiert, haha.
Da gibt es aber nun mal nichts zu diskutieren. Wenn jemand kein Interesse an einer Frau mit Kind hat, ist das so.

Das stimmt wohl - ich denke, das kann man aber auch wissen und Verständnis dafür haben, wenn man nicht in der gleichen Situation ist.
Haben doch auch welche.
Ich habe auch Verständnis, heißt aber nicht, dass sie ich sie daten würde.
 
Dabei
23 Nov 2016
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#22
Ich find's gut, Izzy, dass du einige Jahre selbstlos den Versorger für deine Freundin und ihre Kinder gemacht hast. Hut ab! Warst du es dann am Ende Leid, ausgenutzt zu werden? Oder ist es aus anderen Gründen schließlich in die Brüche gegangen? 🤔

Finde ich krass diskriminierend und arrogant, dieser "Versorger-Scheiß", wenn man an alleinerziehende Frauen denkt.

Klar gibt es Frauen, die sich aushalten lassen wollen. Die gibt es unter den Männern GENAUSO. Das hat nichts damit zu tun, ob man ein Kind hat oder nicht. Es ist eine grundsätzliche Einstellung, ob man das als primäres Lebensziel hat: sich aushalten lassen. Dieses erst mal Alleinerziehenden auf Partnersuche quasi vorab zu unterstellen, finde ich extrem abwertend.

Dass es vielen Alleinerziehenden (m/w) finanziell nicht gut geht, ist ein gesellschaftliches und politisches Problem und hat nichts mit der Partnersuche zu tun.

Ob eine Frau ein Kind hat, sagt genauso viel aus darüber, ob man zueinander passt, wie wenn ein Mann ein Bart trägt. Ich erkläre dir das etwas ausführlicher, damit du nicht denken musst, das sei "Quark" :

Sagt ein Kind etwas darüber aus, ob eine Frau geizig oder eifersüchtig oder chaotisch ist? Ob man sich auf sie verlassen kann, ob sie zielstrebig oder kleinkariert ist? Ob sie tolerant oder religiöse oder gern modisch gekleidet ist? Ob sie zu Übergewicht neigt, depressiv ist, vegan lebt oder Tiere mag? Ob sie gerne vereist, musisch begabt, humorvoll ist oder die Elektrik im Haus selbst verlegt?

Genau: es sagt nichts über das Wesen der Frau aus. Es sagt nichts darüber aus, wie gut sie zu dir passt. Genau wie ein Bart nichts darüber aussagt, ob sein Träger zu einem passt.

Ich habe es beim Online-Dating ausprobiert: einmal ein Profil mit der wahrheitsgemäßen Angabe meiner Kinder angelegt, einmal eins ohne. Die Reaktion der Männer war krass unterschiedlich, nur wegen dieser Angabe. Beim ersten Profil vielleicht 1 Reaktion pro Woche, beim anderen 5 pro Tag. Bin ich wegen dieser Angabe eine andere Person?

Ich war erschüttert, in welchen Stereotypen die Leute denken. Aber klar, wenn das ein Auswahl-Kriterium ist, bitteschön, das ist ja jedem selbst überlassen. Wenn ich keinen Bartträger will, dann selektierte ich die schon mal aus. Macht ja Sinn.

Der Mensch denkt gerne in Kategorien, sonst könnte er die Welt nicht erfassen. Das macht es doch sehr viel einfacher. Deswegen gönne ich dir auch deine Ansichten, Izzy.
 
Dabei
2 Mrz 2015
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#23
Warst du es dann am Ende Leid, ausgenutzt zu werden? Oder ist es aus anderen Gründen schließlich in die Brüche gegangen? 🤔
Nein, sie hat mich betrogen und anschließend abserviert.

Sagt ein Kind etwas darüber aus, ob eine Frau geizig oder eifersüchtig oder chaotisch ist? Ob man sich auf sie verlassen kann, ob sie zielstrebig oder kleinkariert ist? Ob sie tolerant oder religiöse oder gern modisch gekleidet ist? Ob sie zu Übergewicht neigt, depressiv ist, vegan lebt oder Tiere mag? Ob sie gerne vereist, musisch begabt, humorvoll ist oder die Elektrik im Haus selbst verlegt?
Darum ging es mir nicht. Es hat nun mal Einfluss auf das Kennenlernen und auch auf die Beziehung.
Den Stress wollen sich viele eben nicht antun. Ist auch vollkommen in Ordnung.

Ich habe es beim Online-Dating ausprobiert: einmal ein Profil mit der wahrheitsgemäßen Angabe meiner Kinder angelegt, einmal eins ohne. Die Reaktion der Männer war krass unterschiedlich, nur wegen dieser Angabe. Beim ersten Profil vielleicht 1 Reaktion pro Woche, beim anderen 5 pro Tag. Bin ich wegen dieser Angabe eine andere Person?
Das Kinder für viele ein Manko ist, ist nichts Neues.
Das gilt für viele Angaben im Profil.
Ein Unternehmensberater wird mehr Matches bekommen, als ein Arbeitsloser.
Ein 1.80m Mann wird mehr Matches bekommen, als ein 1.60m Mann.
Und jemand mit Kinder bekommt weniger Matches, als jemand ohne.

Ich war erschüttert, in welchen Stereotypen die Leute denken. Aber klar, wenn das ein Auswahl-Kriterium ist, bitteschön, das ist ja jedem selbst überlassen. Wenn ich keinen Bartträger will, dann selektierte ich die schon mal aus. Macht ja Sinn.
Ja, also. Dann verstehe ich nicht, warum du ein Problem damit hast, als Alleinerziehende aussortiert zu werden.
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#24
Ich finde es da ehrlich gesagt besser für alle Beteiligten, wenn die "Fronten" von Anfang an klar sind.

Wenn ich ein Kind hätte, wäre ich drauf angewiesen, dass ich, wenn überhaupt, einen Partner hätte, der mit meinem Kind - also zunächst mal mit der Tatsache dass es das Kind überhaupt gibt - klarkommt. Es gibt ja nun mal Menschen, die möchten keine Kinder, und dann gibts auch welche, die möchten sich mit fremden Kindern nicht befassen. Gibt auch Menschen, die sich lieber mit fremden Kindern befassen als eigene zu haben. Kann auch vorkommen, dass sich die Einstellung durch Praxis wandelt, darauf würde ich mich aber nicht verlassen wollen.

Ich finde es genauso legitim zu sagen "ich will nur einen Partner ohne Kind" wie "ich will keine Karrierefrau" oder "ich will nicht in 2 getrennten Wohnungen mit meinem Partner leben". Die Gründe wären mir dann fast egal. Gerade jemand, der schon mal in einer Konstellation auf die Schnauze gefallen ist, sollte sich vielleicht nicht unbedingt wieder in genau diese Konstellation begeben, und als "Nachfolgerin" würde ich das auch nicht ausbaden wollen.
 
Dabei
2 Mrz 2015
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#25
Ich finde es da ehrlich gesagt besser für alle Beteiligten, wenn die "Fronten" von Anfang an klar sind.
Der Meinung bin ich auch. Daher ist es auch in Ordnung wie der TE danach zu fragen, worauf er achten sollte.

Wenn ich ein Kind hätte, wäre ich drauf angewiesen, dass ich, wenn überhaupt, einen Partner hätte, der mit meinem Kind - also zunächst mal mit der Tatsache dass es das Kind überhaupt gibt - klarkommt.
Sowas sollte immer frühzeitig kommuniziert werden.
Aber es ist eben auch gängige Praxis, dass bereits viel zu früh das Kind mit einbezogen und der Mann auf Vaterqualitäten abgeklopft wird.
Insbesondere dieses Verhalten finde ich daneben und zeugt davon, dass eher ein Vaterersatz als ein Partner gesucht wird.
Aus diesen Grund sollte man auf solches Verhalten achten.

Daher verstehe ich auch auf die Reaktion von Badesalz nicht. Denn eine vernünftige Frau, wird doch mit meinen o.g. Punkten kein Problem haben, sondern Verständnis.
Das Alleinerziehende einen derartigen Ruf haben, insbesondere in Singlebörsen, kommt nicht von irgendwo her.
 
Dabei
23 Nov 2016
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#26
Ich bin auch für klare Verhältnisse und Ehrlichkeit und habe meine Kinder bei Dates nie verschwiegen. Ich habe nur eine kleine persönliche Erhebung mit meinen beiden Profilen durchgeführt, weil es mich interessiert hat wie Männer ticken.

Mein Kritikpunkt ist genau der:

Das Alleinerziehende einen derartigen Ruf haben, insbesondere in Singlebörsen, kommt nicht von irgendwo her.
Schön, dass du das nochmal so auf den Punkt gebracht hast. Das ist genau das beknackte Vorurteil, das mir widerfahren ist und das ich verurteile. Denn damit scherst du alle Frauen mit Kind über einen Kamm. Ich kann eh nichts daran ändern, dass du dein Vorurteil pflegst, aber ganz ehrlich wüsste ich nicht, inwiefern ich als Frau automatisch und von Vornherein eine schlechtere Bewertung erhalte als die Frauen ohne Kind. Das empfinde ich als diskriminierend. Und die erhalte ich ja nur, weil Männer sofort denken "die sucht n'en Versorger und Ersatzpapa für ihre Kinder". Das ist eine Unterstellung und schlicht nicht wahr.

Wenn jemand grundsätzlich nichts mit Kindern zu tun haben will, ist das etwas anderes und hat mit mir als Frau ja nichts zu tun. Wenn ich dann ein Kind habe, ist es ja klar, dass das nicht zusammen passt. Das ist für mich aber ein anderer Umstand als direkt diesen abwertenden "Versorger- und Nutznießer"-Blödsinn auszupacken.

Hoffe, das war jetzt verständlich formuliert.

@ Izzy: Im Übrigen ist dann ja deine Beziehung zu der Frau offenbar nicht in erster Linie an den Kindern gescheitert, sondern weil sie es mit der Treue und Wahrheit nicht ernst genommen hat. Das kann dir aber mit jeder anderen Frau auch passieren. Deshalb jetzt diese schlechte Erfahrung auf Alleinerziehende per se zu übertragen, halte ich nicht für fair.
Anders sieht der Fall aus, wenn du nach deiner Erfahrung zu dem Schluss kämst, dass du dir grundsätzlich kein Leben mit Kindern vorstellen kannst.
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#27
aber ganz ehrlich wüsste ich nicht, inwiefern ich als Frau automatisch und von Vornherein eine schlechtere Bewertung erhalte als die Frauen ohne Kind. Das empfinde ich als diskriminierend.
Das verstehe ich total, dass dich das ärgert, aber was willst du da machen? Das ist nun mal eben - leider - so.
Wer in Internetbörsen nach einem Partner sucht (u.a. genau aus diesem Grund nicht mein Ding), sortiert eben gnadenlos aus, damit die Suche effizient ist. Und da darf jeder die Kriterien und Vorurteile anwenden, die er anwenden möchte. Und wenn einer auf Klischees a la "alleinerziehende Frauen wollen dich tendenziell ausnutzen" was gibt, wär er doch eh nicht der richtige Partner für dich.

Daher finde ich das Kennenlernen im RL (das geht dann halt langsamer und man findet uU jahrelang niemand Passenden, verkämpft sich dafür aber auch nicht) besser, wenn man eine spezielle Konstellation wie "alleinerziehend" vorzuweisen hat. Da lernt dich vielleicht ein Kollege einfach als sympathische, faire, kompetente, humorvolle Kollegin kennen, man trifft sich hie und da, und wenn es passt, unternimmt man mal was mit den Kindern, usw.
 
Dabei
2 Mrz 2015
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599
#28
aber ganz ehrlich wüsste ich nicht, inwiefern ich als Frau automatisch und von Vornherein eine schlechtere Bewertung erhalte als die Frauen ohne Kind. Das empfinde ich als diskriminierend. Und die erhalte ich ja nur, weil Männer sofort denken "die sucht n'en Versorger und Ersatzpapa für ihre Kinder". Das ist eine Unterstellung und schlicht nicht wahr.
Das Selbe gilt doch für andere Faktoren. Ein Mann der arbeitslos ist, wird doch auch "weggewischt" und verurteilt.
Da denkt die Frau nämlich "Sicher ein fauler Kerl, der sein Leben nicht auf die Reihe hat."
Hinter der Fassade zu schauen, diese Mühe macht sich da auch niemand. Vor allem nicht im Onlinedating.

Deshalb jetzt diese schlechte Erfahrung auf Alleinerziehende per se zu übertragen, halte ich nicht für fair.
Meine schlechte Erfahrung resultiert nicht aus der Beziehung mit meiner Ex, sondern den Datingerfahrungen aus dem letzten 1-2 Jahren.
Bevor es überhaupt zum Kuss geschweige denn zu Intimitäten kommt, werden bereits die Kinder einbezogen. Ich habe nichts gegen Alleinerziehende, wenn sie es richtig angehen und auch Verständnis haben.
Das bedeutet eben, dass das Kind erstmal außen vor gelassen wird, bis sich etwas Ernstes abzeichnet.
 
Dabei
3 Jan 2019
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1.019
#29
Das bedeutet eben, dass das Kind erstmal außen vor gelassen wird, bis sich etwas Ernstes abzeichnet.
Ich kenne das leider auch, dass noch bevor man sich näher kam, abgeklopft wurde, ob man (ich lass' den "Versorger" mal weg) als finanzkräftiger Partner überhaupt in Frage kommen könnte. Das wird dann noch verstärkt durch das schnelle Einbeziehen der Kinder...

Andererseits ist das doch legitim, die Interessenten bei der Partnersuche einzuordnen. Wenn ich dann eben merke, dass ich andere Kriterien habe, dann passt es eben nicht. Punkt.
 
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