Konservativer Lebensstil vs. Partnersuche?

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Croque Monsieur

Gast
#1
Guten Tag werte Community,

ich denke, dass ich hier richtig bin. Es geht um eine Gegebenheit, die mich ein wenig beschäftigt und zum Nachdenken anregt.

Gegenwärtig bin ich auf der Suche nach einer Partnerin. Damit werde ich hier wohl nicht alleine sein, sodass das zunächst ganz unspektakulär klingt.

Ich bin ein Mann um die 30, der - gemessen an der heutigen Zeit - einen sehr konservativen Lebensstil führt. Mit diesem Lebensstil fühle ich mich auch sehr wohl und sehe an und für sich keine Veranlassung, dahingehend etwas zu ändern.

Dieser konservative Lebensstil äußert sich in verschiedenen Dingen, im Folgenden ein paar Beispiele:

- Ich halte sehr viel von höflichen Umgangsformen. Dazu zählt unter anderem, dass ich fremde Personen nicht einfach ungefragt mit "Du" anspreche, wie das ja heutzutage oftmals praktiziert wird. Jemanden einfach zu duzen ist in meinen Augen ein erheblicher Fauxpas, der jede weitere Konversation unmöglich macht. Ich stelle ich mich bevorzugt mit meinem Zunamen vor und nicht, wie viele das machen, mit meinem Vornamen (es sei denn, die Atmosphäre ist locker genug). Eine Ausnahme sind eben Plattformen im Internet, wo das "Du" Gang und Gäbe ist und das Siezen unhöflich erscheint. Auch die kleinen Dinge wie anderen Personen die Tür aufzuhalten, bitte und danke zu sagen, einer Frau beim Rendezvous den Mantel abzunehmen usw. sind für mich eine Selbstverständlichkeit. Wesenszüge, die dem zuwider sind, empfinde ich als grob unhöflich.

- Darüberhinaus bin ich ein Frend des gepflegten Understatements. Ich mag es nicht, mit guten Eigenschaften "herumzuprahlen". Nur sehe ich in diesem Thread die Notwendigkeit, ein wenig in diese Richtung zu gehen, damit ihr wisst, was ich meine.

- Mein Kleidungsstil ist ebenfalls konservativ. Ich trage gerne Anzüge (manchmal auch mit Krawatte) und kann mit so mancher Mode überhaupt nichts anfangen. Nun kann sich jeder kleiden wie er/sie mag, aber was ich manchmal bei Jugendlichen sehe, lässt mir offen gestanden einen Schauder über den Rücken laufen. Aber nun gut, wenn sie es so wollen, bedarf es da nicht meiner Wertung.

- Mein digitales "Ich" ist - so mag mancher denken - auch nicht so recht zeitkonform. Mit Dingen wie Facebook oder WhatsApp kann ich nichts anfangen und wenn ich ehrlich sein soll, will ich das auch gar nicht haben. Es ist mir mal passiert, dass ich deswegen als "seltsam" bezeichnet wurde.

Wie gesagt, das sind nur ein paar Beispiele.

Damit der Begriff "konservativ" nicht falsch verstanden wird, möchte ich noch anführen, dass ich damit unter anderem nicht das veraltete Familienmodell vertrete (Mann arbeitet, Frau sitzt daheim, putzt, kocht usw.). Die Haltung, dass eine Frau in die Küche gehören würde, ist in meinen Augen verstaubt und auch ein Stück weit frauenverachtend. Das einzige, worauf ich bestehen würde, wäre auf eine Eheschließung vor dem Kind und nicht umgekehrt.

Weiterhin vertrete ich die Auffassung, dass ein respektvoller Umgang allgemein ein hohes Gut ist. Es scheint mir leider so zu sein, dass das in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich ist, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht.

Das war sehr viel Text, daher komme ich nun zu meiner Frage.

Kann ein derart konservativer Lebensstil, wie ich ihn pflege und hüte, abschreckend auf eine Frau meiner Altersklasse wirken? Oder vielleicht zu "brav"?

Ich bin zwar nicht dafür, dass man seine Persönlichkeit für andere Menschen, die zudem noch gar nicht Erscheinung getreten sind, ändert... Aber andererseits kann man sich ja auch sehr gut selber im Wege stehen. ;-)

Ich bedanke mich sehr im Voraus für eure Beiträge und wünsche euch einen schönen Sonntag.

Viele Grüße,
Croque Monsieur
 
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Dabei
20 Mrz 2010
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316
#2
Hallo Croque.

Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es für Männer wie dich nur sehr schwer wird, seriös eine Partnerin mit ähnlichen Ansichten zu finden.

Die meisten Frauen sind bei ihren Auswahlkriterien recht primitiv. Wenn du deinen sozialen Status in der Gesellschaft nicht gut genug rüberbringen kannst, bzw. du keinen hast und zudem nur durchschnittlich ausschaust, wird es verdammt schwer, eine halbwegs interessante Frau zu finden.

Hier meinte mal ein User, dass man in einer längeren Beziehung zu einer Frau als Mann immer interessant bleiben muss, damit die Frau das Interesse nicht verliert. In anderen Worten, du musst den Hampelmann spielen müssen. Klingt alles sicher sehr hart zu lesen und es mag sicherlich auch bizarr klingen, doch es ist meine bisherige Erfahrung mit Frauen.
Frauen entscheiden halt sehe emotional. ....d.h. nach biologischen Instinkten.

Ich habe mit Mitte 20 auch ähnlich gelebt wie du...und nur um Zugang zu Frauen zu erhalten, musste ich mich den "modernen" Gegebenheiten anpassen und mir auch ein Smartphone etc. zulegen und mejne Mode anpassen. In anderen Worten: Man muss sich verstellen , um auf sich aufmerksam zu machen. Natürlich eine miserabele Grundlage für eine Beziehung.

Doch gibst du einer gewöhnlichen Frau von heute mit deiner Art zu Leben ins Haus, wirst du sie sicherlich sofort abschrecken. Was ich bisher gelernt habe ist, dass eine Frau von heute in ihrem Umfeld mit dem Partner Ansehen erzielen möchte. Und konservativ und steifer Umgang zieht heutzutage einfach bei den meisten Frauen nicht mehr. ....ausser bei Alleinerziehenden, die noch einen Versorger suchen (sorry).

Es gäbe dennoch einen Schlag von Frauen, die sich ernsthaft nach einem Partner wie dir sehnen könnte. Und zwar sind das Frauen, die selbst wissen was sie wollen, eigenständig denken können und wirklich emanzipiert sind.... diese Frauen sind jedoch äusserst selten.

Ich kann dir das Buch "Der dressierte Mann" von Esther Vilar zur Lektüre und generell MGTOW -Content auf YouTube. Lass die Thematik sacken und sieh es nüchtern. Als Mann wirst du immer nur als Entertainer, Versorger und Bespasser gesehen. Persönlichkeit zählt absolut nichts bei der Masse von Frauen.

Ein Schulfreund von mir ist auch ein super Beispiel. Er ist sehr belesen, kleidet sich klassisch, ist sehr kultiviert und schaut auch sehr gut aus. Und er hat einfach immer nur Pech mit Frauen....da er ihnen auf Dauer immer zu langweilig ist und er zudem nur ein normales Einkommen hat.


Sicher werden das hier die meisten User das völlig anders sehen. Ist jetzt aber meine Meinung.
 
Dabei
3 Feb 2013
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718
#3
Hallo Croque Monsieur,

Ich nehme mal an deine gegenwärtige Suche nach einer Partnerin verläuft bisher wenig Erfolgreich, was wohl der Grund ist wieso du dich hier anmeldest, leider erzählst du hier so gut wie Garnichts über dein Liebesleben beziehungsweise bzw. über Begegnungen mit Frauen in freier Wildbahn. Um deine Frage spezifischer beantworten zu können wäre es schon gut hier mehr Informationen zu haben.

Zu dem was du generell schreibst.

Ich glaube nicht das höfliche Umgangsformen jemanden abschrecken, ich selber bin auch jemand der eigentlich im normalen Umgang sehr höflich ist. Ich wüsste jetzt nicht ob ich das als konservatives Gedankengut bezeichnen würde Höflichkeit ist für mich einfach eine Basis für menschliches Zusammenleben, aber das muss hier jetzt auch nicht das Thema sein.
Ich persönlich (Ich sehe mich selbst im übrigen als sozial links-liberal und Fiskal moderat, nach rechts lehnend nur falls du dich das fragst) sehe das mit dem Sie zwar überhaupt nicht, aber das kann auch kulturelle Gründe haben wieso wir das anders sehen, ich stelle mich immer mit meinem Vornamen vor und rutsche sehr schnell ins Du. Aber ich glaube nicht dass per se sich davon jemand abschrecken lässt dass du ihn siezt. Eher dann vielleicht wenn man dir das du anbietet und du weiterhin auf ein Sie bestehst. Sie es einfach mal von der Seite...unsere Gesellschafft wird von unserem Lebensstil und unserer Popkultur beeinflusst das Internet ist heute ein großer Teil davon und so ist es nicht ungewöhnlich das Angewohnheiten aus dem Internet auch auf das reale Leben übergreifen. Vielleicht ist es deshalb mittlerweile verbreiteter sich zu duzen und das hat nichts mit Unhöflichkeit zu tun.

Auch bei deinem Kleidungsstil wüsste ich nicht wie das Leute abschrecken soll, Anzüge und Krawatten haben zudem in den letzten 10 Jahren (nicht zuletzt durch HIMYM) eine gewisse Renaissance erlebt. Manch einer mag auf anderes stehen aber der nächste steht wieder da drauf.

Was WhatsApp angeht, nun, ich würde das nicht als seltsam bezeichnen aber ich kann schon verstehen dass das jemand etwas nervig findet. Ich verstehe das wenn jemand bedenken hat aber die Vorteile von WhatsApp überwiegen die Nachteile so dermaßen. Es gibt einen Unterschied zwischen Konservativ sein und ein Dinosaurier sein.
Facebook ist glaub nicht so schlimm...das ist übrigens mittlerweile schon wieder out...Instagramm und Snapchat ist was aktuell in ist.

Was ich eher abschreckend finde von dem was du schreibst ist das du hier scheinbar sehr schnell sehr wertend bist. Wenn dich jemand duzt ist das ein erheblicher Fauxpas, der Kleidungsstil von jungen Leuten lässt dir einen schaue über den Rücken laufen. Versteh mich nicht falsch jede ältere Generation schaut auf die jüngere Generation und denkt sich bei irgend etwas "was?" ich denk auch teilweise diese Kiste mit den Hosen so hoch tragen das man die Knöchel sieht was jetzt cool ist bei uns damals hieß das "flood season" "hochwasser" im deutschen. Aber ich nehme dich schon so wahr das du sehr wertend unterwegs bist und das finden Leute schon eher nicht so cool glaube ich.

Auch habe ich den Eindruck dass dir das sehr wichtig ist dich unbedingt über deinen konservativen Lebensstil (den ich gar nicht mal so super konservativ finde) zu definieren. Warum ist dir das so wichtig dir ein "lable" zu verpassen?

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Dabei
5 Jun 2015
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#4
Hallo Croque Monsieu
das was mein Vorredner schrieb, hat mir gut gefallen.
ich stehe als Frau sehr auf Stil und gepflegtem Auftreten,
solange es nicht mit einer geistigen Unbeweglichkeit und einer gewissen Arroganz gepaart ist.
mir ist wichtig, ob ein Mann sein Herz "auf dem rechten Fleck" hat,
ob er "ein ganzer Kerl" ist und ob er mitfühlend und humorvoll ist.
wie das "verpackt" ist, ist für mich persönlich zweitrangig.
nun gehöre ich zu einer Generation,
die deine Wertvorstellunge noch mit der Muttermilch vermittelt bekommen haben,
doch auch meine Töchter, die deinem Alter entsprechen, würden das ähnlich sehen wie ich.
ich glaube, es liegt ganz daran, wo du die passende Frau suchst, ob du fündig wirst.
was hast du denn bisher unternommen und was kam dabei heraus?
 
Dabei
2 Mrz 2015
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619
#5
[h=2]Konservativer Lebensstil vs. Partnersuche?[/h]
Das war deine Überschrift und dein Text handelt eigentlich nur von deinem Lebenstil, wobei das Thema Partnersuche völlig untergeht.
Was mir hier fehlt ist der Zusammenhang...

In wiefern beeinflusst dein Lebenstil deine Partnersuche ?
Wie laufen deine Dates ab ?
Wie reagieren Frauen ?
Was sind deine bisherigen Erfahrungen ?

Ohne dein "Datingverhalten" zu kennen, wird es schwer deine Fragen zu beantworten.
 
Dabei
6 Mrz 2013
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6.686
#6
Ich finde das Meiste von dem was du schreibst nicht "konservativ" (ok, ich gehörde vom Alter her nicht mehr ganz zu deiner Zielgruppe :mrgreen: )

- Duzen:

Im Job duze ich erst mal niemanden, das ist bei uns nicht üblich. Wenn ich um die 30 wäre und jemanden privat kennen lernen würde, würde ich ihn allerdings duzen und fände es auch strange, von ihm gesiezt zu werden.

- Höfliche Umgangsformen

Höflichkeit finde ich gut. Diese geschlechtsspezifische Höflichkeit von Männern Frauen gegenüber in Form von Türaufhalten, Mantel hinhalten usw finde ich überflüssig, stört mich aber nicht, solange es nicht übertrieben wird (ums Auto herum rennen und mir die Autotür aufhalten, wenn ich eine Hose anhabe und nicht rausgehoben werden muss).

- gepflegtes Understatement

Finde ich genauso unsinnig wie Prahlerei. Ich mag ein authentisches gesundes Selbstbewusstsein am liebsten.

- Kleidungsstil

Je nach Job sind Anzüge ok. Bei privaten Anlässen fände ich das overdressed.

- Facebook und Whatsapp

Nutze ich auch nicht. Finden Leute in deinem Alter schräg, und es ist, wenn man Kontakte pflegen will, auch unpraktisch, weil heutzutage Kommunikation ohne Whatsapp fast nicht denkbar ist (mit meinen Freunden klappt es aber, wir kennen das Handy auch noch als Telefon :002: ). Damit grenzt man sich aus, das sollte einem bewusst sein.

- Das einzige, worauf ich bestehen würde, wäre auf eine Eheschließung vor dem Kind und nicht umgekehrt.

Fänd ich auch vernünftig.

Was ich eher abschreckend finde von dem was du schreibst ist das du hier scheinbar sehr schnell sehr wertend bist.
Das ist mir auch aufgefallen. Dein Beitrag wirkt auf mich so: Ich will mich nicht ändern, weil ich was anderes blöd fände, und bin sauer, dass ich so wie ich bin von meiner Zielgruppe anscheinend nicht akzeptiert werde.
 
Dabei
23 Sep 2018
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#7
Hallo liebe Mitglieder,

vielen Dank für eure Antworten. Ich werde schauen, dass ich auf alles eingehe.

Zum Beitrag von humanor82:

Wenn ich ehrlich sein darf, tue ich mich mit deiner Antwort ein wenig schwer. Das soll keine Wertung sein, daher bitte ich darum, das nicht krumm zu nehmen. Was mir den Umgang damit schwer macht, ist das Bild der Frauen, das Du vermittelst. Für mich liest sich dein Beitrag so, als wären Frauen größtenteils oberflächlich und süchtig nach Entertainment. Bestimmt gibt es solche, aber das ist nicht das, was ich mir vorstelle.

Was ich mir vorstelle, und das dürfte für alle interessant sein, ist das ich eine seriös anmutende, bodenständige Frau suche, die fest im Leben steht und weiß, was sie will. Sie sollte zudem verstanden haben, dass ein Mensch nur im Gesamtpaket zu beurteilen ist - sie sollte demnach eine gewisse Tiefgründigkeit aufweisen, ohne das jedoch der Humor abhanden gekommen ist.

Nun komme ich zu dir, thecalifoniakid:

Um deine Frage zu beantworten: Ja, das stimmt. Ich neige sehr schnell dazu, andere wertend zu betrachten - was ich allerdings für legitim halte, bis zu einem gewissen Grad. Ein Beispiel: Ich kenne Personen aus dem beruflichen Umfeld, denen es fremd ist, zu grüßen oder bitte und danke zu sagen. Das habe ich auch schon angesprochen, weil ich das als grob unhöflich empfinde. Als Reaktion darauf kamen Ausflüchte wie "Ich habe nicht immer Zeit dafür..." oder "Ich verstehe das nicht...", solche Sprüche. Und das sind dann Dinge, wo ich mir eine Wertung erlaube. Solche kleinen Dinge sind für mich im Übrigen eine Frage der Kinderstube.

Ich lebe mit der Grundhaltung, anderen Personen gebührenden Respekt zu zollen. Und der fängt mit diesen Dingen nach meiner Sicht an.

Zum Thema "duzen/siezen": Wenn man mir das Du anbietet - vorausgesetzt, mein Gegenüber ist (sichtlich) älter - dann habe ich nichts dageben, schnell zum Du überzugehen. Andernfalls bestehe ich darauf, es selber anzubieten, wenn ich der ältere Part bin. Leider habe ich aber auch schon erlebt, das Personen, die sichtlich maximal Anfang 20 sind, mich einfach so gedutzt haben, was für mich - wie ich schon gesagt habe - ein grober Fauxpas ist. Das finde ich respektlos. Ich würde mir auch nicht erlauben, eine Person, die nach Augenmaß älter ist, einfach zu duzen. Auch wäre ich nicht bereit, zum Du überzugehen, wenn ich erstmal darauf aufmerksam machen muss, dass es bisher nicht abgesprochen war. Ich gestehe ein, dass das so manche Kommunikation erschweren mag, aber Respekt und Höflichkeit ist ein Grundprinzip, welches ich nicht untergraben möchte. Und das zeige ich auch.

Du sprichst von einem "Label". Ich denke, ich verstehe, was Du meinst. Meine insgesamt konservative Haltung ist aber kein "Label", mit dem ich mich schmücke, vielleicht kam es so rüber. Vielmehr ist es einfach meine Persönlichkeit, die ich relativ früh entwickelt habe. Nur, weil ich einen Anzug trage, heißt das noch lange nicht, dass ich erst dadurch jemand bin. Was wäre dann wohl, wenn ich diesen Anzug nicht mehr hätte? :) Meine Persönlichkeit kommt von innen - der Anzug ist nur ein äußerliches Resultat; auch im T-Shirt denke ich nicht anders als wie im Anzug.

Dann komme ich nun zu dir, Cybele:

Deine Frage möchte ich gerne beantworten... Ich unternehme, so denke ich, Dinge, die jeder Mann macht, wenn er eine Partnerin sucht. Ich gehe auf Veranstaltungen, ich halte beim Einkaufen meine Augen offen, ich suche sogar online... Ich gedenke zudem, einen Tanzkurs zu besuchen. Ich bin also nicht untätig.

Durch meine Redegewandtheit kann ich auch gut mit anderen Personen sprechen. Manch' einer sagt, dass ich etwas zu geschwollen rede.

Ich komme in Kontakt mit Frauen, habe aber den Eindruck, dass die Damen manchmal nicht so recht wissen, wie sie mit mir umzugehen haben. Das hört sich jetzt sicherlich sehr skurril an, aber ich glaube manchmal, dass ich für so manche Damen eine Art "Herausforderung" darstelle und sie sich deswegen gar nicht erst auf mich einlassen, weil es mit anderen Männern eben leichter ist bzw. das andere Männer leichter zu handhaben sind als ich.

Online ist es so, dass ich Frauen gemäß meinem Naturell anschreibe. Das heißt, ich stelle mich vor, beschreibe mich ein wenig, versuche mich in gebotener Lockerheit und rege zum Antworten an (durch Rückfragen etc.). Mein Profil ist ebenfalls ausführlich ausgefüllt und stellt mich authentisch dar... Aber ich weiß, dass Online-Dating eine Sache für sich ist.

Im Übrigen pflichte ich dir bei hinsichtlich der Arroganz. Das mag ich auch nicht. Arroganz ist für mich ein Schutzschild, der eine Schwäche verbergen soll. Da ich mit meinem Leben zufrieden bin und nicht darunter leide, dass ich derzeit Single bin, sehe ich keine Veranlassung, mir einen Schutzschild zuzulegen. Ganz davon ab, dass Arroganz abstößt.

Zu guter Letzt zu Izzy:

Im Grunde kann ich dir das Gleiche sagen wie schon zu Cybele. Nur mit der Ergänzung, dass ich lange Zeit keine Dates mehr hatte. Interessant finde ich deine erste Frage, wie mein Lebensstil die Partnersuche beeinflusst. Im Grunde genommen ist das ja genau die Frage, die ich habe. :)

Einen sehr interessanten Aspekt habe ich aber noch für euch: Ich hatte vor längerer Zeit eine Freundin, die 5 Jahre jünger war als ich. In der Zeit kurz bevor wir aufeinander getroffen sind, war ich nicht anders als wie jetzt. Wir trafen uns zum Rendezvous und wie ich nunmal bin, habe ich ihr erstmal den Mantel abgenommen, habe für sie das Essen mitbestellt und darüberhinaus war es für mich selbstverständlich, dass ich bezahle - ich hätte aber auch getrennte Rechnungen akzeptiert, wenn sie darauf bestanden hätte (nur damit das nicht falsch verstanden wird).

Wir waren dann auch relativ schnell ein Paar. Da meine Ex-Partnerin - um es nett auszudrücken - ein wenig schlichter gestrickt war als ich und ich damals mehr oder weniger "blind" vor Liebe war, habe ich mich schleichend, ohne es richtig zu realisieren, angepasst. Als dann Probleme auftraten, die letztlich zur Trennung führten, gingen mir die Augen auf. Ich war geschockt.

Möglicherweise war mein Fehler damals, dass ich zu schnell auf eine Beziehung einging. Wie dem auch sei: Sowas möchte ich nicht wieder haben. Eine Partnerin soll sich auf dem gleichen Niveau bewegen wie ich.

So, das war jetzt sehr viel Text. Ich hoffe, dass ich alles soweit beantwortet habe. Nun stellt sich für mich die Frage, was ich zu tun habe...

Ich mag nicht so recht meine Persönlichkeit ändern. Aber vielleicht gibt es ja das eine oder andere, was ich ändern könnte. Vor Vorschläge bin ich immer offen, denn es soll mir ja helfen. Und Einsicht ist auch eine Sicht. ;)

Vielen Dank und beste Grüße
Croque Monsieur
 
Dabei
23 Sep 2018
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#8
Nachträglich auch danke an Twi-n-light. Ich habe vor lauter schreiben gar nicht mehr mitbekommen, dass noch eine Antwort einging. :)

Das ist mir auch aufgefallen. Dein Beitrag wirkt auf mich so: Ich will mich nicht ändern, weil ich was anderes blöd fände, und bin sauer, dass ich so wie ich bin von meiner Zielgruppe anscheinend nicht akzeptiert werde.
Da könnte etwas dran sein. Ich würde aber nicht sagen, dass ich deswegen sauer bin. Jeder kann ja so leben, wie er möchte, das ist das eine - ob es mir gefällt oder nicht, ist in meinen Augen etwas anderes.

Aber vielleicht liegt ja auch genau dort der Hase im Pfeffer. Akzeptanz contra Persönlichkeit... Das wäre vielleicht miteinander in Einklang zu bringen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 26705

Gast
#9
Bonjour,

um ehrlich zu sein, verstehe ich das Problem nicht. Das geht allen Menschen so, die nicht völlig mainstream sind. Und wer ist das schon?

Ich hatte gerade ein Date mit jemandem, den andere auch als konservativ und old school empfinden. Ich mag das sehr. Kenne auch einige andere Menschen, die konservative Werte leben und vertreten und habe nicht das Gefühl, dass sie deshalb keinen Partner finden.

Beziehungen bestehen nun mal unter anderem auch aus Kompromissen und einer Annäherung, weil man eben auf einen gemeinsamen Nenner kommen sollte... wenn bestimmte Dinge für dich nicht verhandelbar sind, ist das ok. Eine Partnerin sollte das dann eben wissen und kann dir in diesen Punkten entgegenkommen, wie du es bei anderen für sie tun würdest, oder auch nicht, dann passt es eben nicht.
 
Dabei
23 Sep 2018
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#10
Hallo Prithivi,

um ehrlich zu sein, verstehe ich das Problem nicht.
Vielen Dank für deine Antwort. Per se ist meine Lebensart kein Problem für mich. Es steht eher der Gedanke im Raum, wie meine Lebensart für eine eventuelle Partnerin ein Problem sein könnte bzw. ob ich gegenüber Frauen zu steif, streng, langweilig, anspruchsvoll oder wie auch immer wirke. Darum geht es im Kern.

So wie ich dich verstehe, sprichst Du von einer Annäherung, sobald eine Beziehung zu Stande gekommen ist oder sich anbahnt. Bei mir geht es um eine Änderung der Persönlichkeit, um überhaupt für eine Frau attraktiver zu wirken, als wie ich es jetzt möglicherweise bin.
 
G

Gelöschtes Mitglied 26705

Gast
#11
Möchtest du dich denn verändern?

Bist du denn steif, streng und langweilig?

Anspruchsvoll zu sein ist kein Fehler.

Ja nachdem, wie adaptiv man ist, färben Menschen, mit denen man sich umgibt, auf einen ab. Diese Erfahrung hast du ja auch in deiner letzten Beziehung gemacht.

Gerade bei dem Menschen, mit dem man am meisten Zeit verbringt und mit dem die Verbindung am engsten ist, kann, darf und sollte man deshalb meiner Meinung nach auch nicht allzu anspruchslos sein.

Wenn du dich jetzt sozusagen nach Marketing-Gesichtspunkten optimierst, ist eben auch die Frage, ob du dann Frauen anziehst, die zu dir passen.
 
Dabei
23 Sep 2018
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#12
Möchtest du dich denn verändern?

Bist du denn steif, streng und langweilig?
Nein und nein.

Die vielen Dinge, die ich genannt habe - die Wahrung respektvoller Umgangsformen und altmodischer Werte, das weitestgehend analoge Leben, das Tragen von Anzügen usw. - sind fester Bestandteil meiner Persönlichkeit. Ganz lapidar gesagt: So bin ich, und so wie ich bin, will ich auch sein.

Wenn du dich jetzt sozusagen nach Marketing-Gesichtspunkten optimierst, ist eben auch die Frage, ob du dann Frauen anziehst, die zu dir passen.
Je mehr ich darüber schreibe, umso mehr frage ich mich, wie ich mich optimieren könnte, ohne dabei ein "Einbußen" meiner Persönlichkeit oder eines Bereiches meiner Persönlichkeit in Kauf zu nehmen. Überhaupt, ich selbst betrachte mich ja als "optimal". Optimal in der Hinsicht, dass ich mit meiner Identität voll und ganz im Reinen bin und diese nicht erst noch finden muss.

Ich glaube, ich denke zu viel. ;)
 
G

Gelöschtes Mitglied 26705

Gast
#13
Es schadet nicht, sich von Zeit zu Zeit mal selbst zu hinterfragen.

Vielleicht kannst du deine Erwartungshaltung an Frauen etwas optimieren? Diese Glaubenssätze, dass Frauen dich so wie du bist als langweilig, steif, streng usw. einschätzen einfach mal ablegen und stattdessen annehmen, dass sie dich als interessanten Mann mit einer gefestigten Persönlichkeit und eben konservativen Werten wahrnehmen?
 
Dabei
2 Mrz 2015
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619
#14
Interessant finde ich deine erste Frage, wie mein Lebensstil die Partnersuche beeinflusst. Im Grunde genommen ist das ja genau die Frage, die ich habe. :)
Deswegen frage ich ja, wie deine bisherigen Erfahrung zum Thema Flirten / Dates aussehen.
Du wirst ja in irgendeiner Hinsicht gemerkt haben, dass es die Partnersuche beeinflusst bzw. erschwert.

Ich komme in Kontakt mit Frauen, habe aber den Eindruck, dass die Damen manchmal nicht so recht wissen, wie sie mit mir umzugehen haben. Das hört sich jetzt sicherlich sehr skurril an, aber ich glaube manchmal, dass ich für so manche Damen eine Art "Herausforderung" darstelle und sie sich deswegen gar nicht erst auf mich einlassen, weil es mit anderen Männern eben leichter ist bzw. das andere Männer leichter zu handhaben sind als ich.
Ich denke, weil du unbewusst durch deine Art eine Distanz herstellst. Ein gutes Beispiel ist da z.B. das "siezen", es schafft in erster Linie Distanz bzw. einen Abstand zum Gegenüber. Besonders, wenn es ums andere Geschlecht geht, will man doch Distanz abbauen und nicht schaffen.

Ein weiterer Punkt ist, dass Frauen bei deiner Art skeptisch sind.
Auf dem "Markt" gibt es eine Menge Männer die solch ein Verhalten an den Tag legen nur um eine Frau zu beeindrucken.
 
Dabei
23 Sep 2018
Beiträge
7
#15
Das gefällt mir sehr gut, da ich genau solch eine Partnerin suche, die das, was Du sagst, in mir sieht. Daher suche ich eine eher tiefgründig denkende Frau, die nicht nur auf die äußere Hülle achtet, sondern auch den Kern erforschen will. Dass das ich dies nicht lediglich vorgebe, sondern tatsächlich bin, kommt mir da sicherlich zugute.

An Izzy:

Ich denke, weil du unbewusst durch deine Art eine Distanz herstellst. Ein gutes Beispiel ist da z.B. das "siezen", es schafft in erster Linie Distanz bzw. einen Abstand zum Gegenüber. Besonders, wenn es ums andere Geschlecht geht, will man doch Distanz abbauen und nicht schaffen.

Ein weiterer Punkt ist, dass Frauen bei deiner Art skeptisch sind.
Auf dem "Markt" gibt es eine Menge Männer die solch ein Verhalten an den Tag legen nur um eine Frau zu beeindrucken.
Natürlich möchte ich die Distanz abbauen. Sonst würde es ja nie zu einer Annäherung kommen. Wo wir schon nochmal speziell über das "Siezen" sprechen... Bei einer Frau, die nicht sichtlich älter ist als ich, würde ich es mir icht erlauben, diese einfach zu duzen. Aber ich würde schon direkt fragen, ob ich Du sagen darf. Das ist für mich ein kleiner Unterschied. Daran merkt die Dame auch direkt, wo sie bei mir dran ist.

Diese Skepsis, die Du ansprichst, klingt schlüssig und war offen gestanden auch ein Teil meiner Überlegung, die mich zu der Frage in diesem Forum geführt hat. Weil es eben Männer gibt, die absichtlich dieses aufgesetzte Gentleman-Gehabe anwenden, um eine Frau zu verführen.

Nur, sollte ich wegen solchen Männern meine Art ändern? Zumal sie authentisch ist und nicht aufgesetzt... Als Frau merkt man doch, wann ein Mann an sie heran will.
 
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G

Gelöschtes Mitglied 26705

Gast
#16
Einen Menschen, der sich nicht nur für die Oberfläche, sondern auch den Kern, wie du so schön sagst, interessiert, wünschen sich ja die Allermeisten.

Wie unterschiedlich die Bewertungen ausfallen, siehst du hier sehr schön. Während du erwartest, dass das Hemmnisse für ein Kennenlernen sein könnten, vermutet Izzy dazu maximal gegensätzlich, dass dies als Masche zur Schau getragen wird, um Frauen zu beeindrucken.

Stell dir vor, viele Männer gehen regelmäßig zum Friseur, um mit gut sitzender Frisur Frauen zu beeindrucken. Solltest du deshalb dein Verhalten ändern und aufhören, zum Friseur zu gehen?
 
Dabei
23 Sep 2018
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7
#17
Prithivi, ich kann beide Ansichten irgendwie nachvollziehen. ;) Es läuft tatsächlich darauf hinaus, dass die Meinungen auseinander gehen. Und das viele Männer sich so verhalten, wie ich es lebe, nur um einer Frau schöne Augen zu machen, ist ja kein Seemannsgarn. Der Unterschied zwischen mir und solchen Männern ist: Jene spielen es vor, während ich es einfach nur lebe.

Ich werde nicht umhinkommen, mich zu entscheiden... Entweder ändere ich meine Persönlichkeit, oder ich bleibe meiner Linie treu. Entscheidend ist offenbar nicht, was ich tue, sondern wie ich es selber wahrnehme und betrachte - so ist jedenfalls mein Eindruck.
 
G

Gelöschtes Mitglied 26705

Gast
#18
Das kann dir aber doch egal sein. Wenn du das bist und es nicht spielst, kannst du auf lange Sicht erstens nur gewinnen und zweitens hast du den Vorteil, dass du dich nicht verstellen und dann die Enttäuschung der Damen aushalten musst, wenn die Fassade blättert ;-)
 
Dabei
3 Feb 2013
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718
#19
Nun komme ich zu dir, thecalifoniakid:

Um deine Frage zu beantworten: Ja, das stimmt. Ich neige sehr schnell dazu, andere wertend zu betrachten - was ich allerdings für legitim halte, bis zu einem gewissen Grad. Ein Beispiel: Ich kenne Personen aus dem beruflichen Umfeld, denen es fremd ist, zu grüßen oder bitte und danke zu sagen. Das habe ich auch schon angesprochen, weil ich das als grob unhöflich empfinde. Als Reaktion darauf kamen Ausflüchte wie "Ich habe nicht immer Zeit dafür..." oder "Ich verstehe das nicht...", solche Sprüche. Und das sind dann Dinge, wo ich mir eine Wertung erlaube. Solche kleinen Dinge sind für mich im Übrigen eine Frage der Kinderstube.

Ich lebe mit der Grundhaltung, anderen Personen gebührenden Respekt zu zollen. Und der fängt mit diesen Dingen nach meiner Sicht an.

Zum Thema "duzen/siezen": Wenn man mir das Du anbietet - vorausgesetzt, mein Gegenüber ist (sichtlich) älter - dann habe ich nichts dageben, schnell zum Du überzugehen. Andernfalls bestehe ich darauf, es selber anzubieten, wenn ich der ältere Part bin. Leider habe ich aber auch schon erlebt, das Personen, die sichtlich maximal Anfang 20 sind, mich einfach so gedutzt haben, was für mich - wie ich schon gesagt habe - ein grober Fauxpas ist. Das finde ich respektlos. Ich würde mir auch nicht erlauben, eine Person, die nach Augenmaß älter ist, einfach zu duzen. Auch wäre ich nicht bereit, zum Du überzugehen, wenn ich erstmal darauf aufmerksam machen muss, dass es bisher nicht abgesprochen war. Ich gestehe ein, dass das so manche Kommunikation erschweren mag, aber Respekt und Höflichkeit ist ein Grundprinzip, welches ich nicht untergraben möchte. Und das zeige ich auch.

Du sprichst von einem "Label". Ich denke, ich verstehe, was Du meinst. Meine insgesamt konservative Haltung ist aber kein "Label", mit dem ich mich schmücke, vielleicht kam es so rüber. Vielmehr ist es einfach meine Persönlichkeit, die ich relativ früh entwickelt habe. Nur, weil ich einen Anzug trage, heißt das noch lange nicht, dass ich erst dadurch jemand bin. Was wäre dann wohl, wenn ich diesen Anzug nicht mehr hätte? :) Meine Persönlichkeit kommt von innen - der Anzug ist nur ein äußerliches Resultat; auch im T-Shirt denke ich nicht anders als wie im Anzug.
Ja, aber abgesehen von dem Siezen und den sonstigen höflichkeitsformen. Die für mich halt garnichts mit konservativ sein zu tun haben. Worüber definierst du denn deinen Konservatismus? Siehst du dich eher als Stukturkonservativ oder Wertkonservativ? Bist du Religiös und siehst deine Religion als eine wichtige Säule deines Lebens.

Dann komme ich nun zu dir, Cybele:

Deine Frage möchte ich gerne beantworten... Ich unternehme, so denke ich, Dinge, die jeder Mann macht, wenn er eine Partnerin sucht. Ich gehe auf Veranstaltungen, ich halte beim Einkaufen meine Augen offen, ich suche sogar online... Ich gedenke zudem, einen Tanzkurs zu besuchen. Ich bin also nicht untätig.
Was sind dass denn zum Beispiel für Veranstaltungen?
Konzerte? Vereine? Ausstellungen? Kirchenchor? Pfadfinder? Freiwillige Feuerwehr? Bist du in einer Partei Aktiv?


Durch meine Redegewandtheit kann ich auch gut mit anderen Personen sprechen. Manch' einer sagt, dass ich etwas zu geschwollen rede.

Ich komme in Kontakt mit Frauen, habe aber den Eindruck, dass die Damen manchmal nicht so recht wissen, wie sie mit mir umzugehen haben. Das hört sich jetzt sicherlich sehr skurril an, aber ich glaube manchmal, dass ich für so manche Damen eine Art "Herausforderung" darstelle und sie sich deswegen gar nicht erst auf mich einlassen, weil es mit anderen Männern eben leichter ist bzw. das andere Männer leichter zu handhaben sind als ich.
Das könnte vielleicht ein Punkt sein, Redegewand sein ist ne super Sache wenn man ein Publikum oder einen Vorgesetzten beeindrucken möchte. Aber beim Daten kann das eher hinderlich sein. Muss es nicht kann aber schon sein. Ist dir mal gekommen dass die Frauen vielleicht es anstrengend finden dir zu folgen oder zuzuhören wenn du vielleicht die ganze Zeit mit Fremdworten und Schachtelsätzen um dich wirfst?

Möglicherweise war mein Fehler damals, dass ich zu schnell auf eine Beziehung einging. Wie dem auch sei: Sowas möchte ich nicht wieder haben. Eine Partnerin soll sich auf dem gleichen Niveau bewegen wie ich.

So, das war jetzt sehr viel Text. Ich hoffe, dass ich alles soweit beantwortet habe. Nun stellt sich für mich die Frage, was ich zu tun habe...


Ich mag nicht so recht meine Persönlichkeit ändern. Aber vielleicht gibt es ja das eine oder andere, was ich ändern könnte. Vor Vorschläge bin ich immer offen, denn es soll mir ja helfen. Und Einsicht ist auch eine Sicht.
War dass denn eine schlechte Beziehung für dich? Immerhin hast du es 5 Jahre mit ihr ausgehalten.
Nur weil das Ende schlecht war muss die Beziehung nicht schlecht gewesen sein.
Ich meine so schlecht klingt dass doch alles gar nicht und ohne dich auf eine Beziehung oder zumindest Dating einzulassen kannst du ja auch nicht rausfinden ob die Frau auf deinem Niveau ist.
 
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23 Sep 2018
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#20
Worüber definierst du denn deinen Konservatismus? Siehst du dich eher als Stukturkonservativ oder Wertkonservativ? Bist du Religiös und siehst deine Religion als eine wichtige Säule deines Lebens.
Ich definiere meinen Konservatismus im Wesentlichen über Werte und Umgangsformen, insbesondere im Vergleich zu vielen anderen im Bereich meiner Alterklasse bis Anfang 20. Ich habe unter anderem viele Kolleginnen, die ungefähr gleich alt sind oder Anfang bis Mitte 20. Ich sehe demnach jeden Tag, wie sie sich geben, artikulieren etc. Das ist nur ein Beispiel. Auch das, was ich weiter oben schon sagte, nämlich diese inhaltslosen Ausreden, mit denen Unhöflichkeiten gerechtfertigt werden... Solche Sachen beobachte ich häufig und meine daher, dass ich in Sachen Stilsicherheit, Benehmen etc. einer Minderheit innerhalb der Alterklasse 20-30 angehöre.

Und im finalen Vergleich dazu sehe ich in mir als Resultat diesen Konservatismus. Gestärkt wird das dadurch, weil mich insbesondere Menschen jenseits der 40, 50 usw. ebenfalls so sehen (und das auch gutheißen, aber das ist eben nicht meine Zielgruppe).

Auf den religiösen Aspekt möchte ich gerne nicht eingehen, da bitte ich um Verständnis.

Was sind dass denn zum Beispiel für Veranstaltungen?
Konzerte? Vereine? Ausstellungen? Kirchenchor? Pfadfinder? Freiwillige Feuerwehr? Bist du in einer Partei Aktiv?
Konzerte und Ausstellungen, die mich interessieren, sind solche Beispiele. Oder Stadtfeste, Kirmessen.... Solche Dinge. Schwerpunkte habe ich nicht, aber was mich am meisten interessiert, sind kulturelle Dinge oder reines Entertainment.

Das könnte vielleicht ein Punkt sein, Redegewand sein ist ne super Sache wenn man ein Publikum oder einen Vorgesetzten beeindrucken möchte. Aber beim Daten kann das eher hinderlich sein. Muss es nicht kann aber schon sein. Ist dir mal gekommen dass die Frauen vielleicht es anstrengend finden dir zu folgen oder zuzuhören wenn du vielleicht die ganze Zeit mit Fremdworten und Schachtelsätzen um dich wirfst?
Nein. Redegewandtheit ist für mich ein Ausdruck von Intelligenz und Stilsicherheit. Wenn ich lese, wie manche Leute schreiben - und ich weiß, dass es jetzt wieder wertend wird - dann bereitet es mir einfach nur Kopfschütteln. Ich lege für mich persönlich höchsten Wert darauf, dass ich mich eher gehoben und ausdrucksstark artikuliere. Außerdem bin ich stets bestrebt, Missverständnisse zu vermeiden, womit sich die Verschachtelung erklären lässt.

Aber ich nehme das gerne mal mit.

War dass denn eine schlechte Beziehung für dich? Immerhin hast du es 5 Jahre mit ihr ausgehalten.
Nur weil das Ende schlecht war muss die Beziehung nicht schlecht gewesen sein.
Ich meine so schlecht klingt dass doch alles gar nicht und ohne dich auf eine Beziehung oder zumindest Dating einzulassen kannst du ja auch nicht rausfinden ob die Frau auf deinem Niveau ist.
Nein, es waren keine 5 Jahre. Sie war 5 Jahre jünger als ich. ;) Die Beziehung war anfangs sogar super. Wären nicht die Dinge vorgefallen, die die Trennung herbeigeführt haben, wären wir noch zusammen und ich würde mich auf einem niedrigeren Niveau bewegen.

Letzten Endes bin ich froh, dass es so gekommen ist und icht dadurch wieder auf das Niveau hinaufklettern konnte, auf dem ich auch vor der Beziehung war.
 
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