Unterschiedliche Einstellung zur Sexualität - wie damit umgehen?

Dabei
18 Mrz 2021
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#91
Du sagst, du kannst dich nicht erinnern dieses Detail genannt zu haben... klingt aber nicht so, als wärst du dir da 100%ig sicher. Vielleicht hast du es doch mal beiläufig zumindest angedeutet oder deine Frau hat dir angemerkt, woran deine vorherige Beziehung gescheitert ist und hat dann Angst bekommen und wollte einfach ehrlich sein? Ich denke nicht, dass sie dir das erzählt hat, um dir eins reinzudrücken oder so... eher, dass sie wirklich Angst hat/hatte, dass du sie nicht mehr lieben könntest, weil du eine falsche Idealvorstellung von ihr hast, die sie in früheren Jahren nicht erfüllt hat. Und so ganz unbegründet scheint ihre Angst ja nicht zu sein.

Trotzdem sollte doch viel wichtiger sein, was für ein Mensch sie heute ist und nicht was für einer sie früher war. Du nimmst dir das teilweise so sehr zu Herzen, als hätte sie quasi innerhalb eurer Beziehung einen ONS gehabt oder ihr Charakter hätte sich dir gegenüber plötzlich verändert.
 
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Dabei
18 Mrz 2021
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#93
Du sagst, du kannst dich nicht erinnern dieses Detail genannt zu haben... klingt aber nicht so, als wärst du dir da 100%ig sicher. Vielleicht hast du es doch mal beiläufig zumindest angedeutet oder deine Frau hat dir angemerkt, woran deine vorherige Beziehung gescheitert ist und hat dann Angst bekommen und wollte einfach ehrlich sein? Ich denke nicht, dass sie dir das erzählt hat, um dir eins reinzudrücken oder so... eher, dass sie wirklich Angst hat/hatte, dass du sie nicht mehr lieben könntest, weil du eine falsche Idealvorstellung von ihr hast, die sie in früheren Jahren nicht erfüllt hat. Und so ganz unbegründet scheint ihre Angst ja nicht zu sein.

Trotzdem sollte doch viel wichtiger sein, was für ein Mensch sie heute ist und nicht was für einer sie früher war. Du nimmst dir das teilweise so sehr zu Herzen, als hätte sie quasi innerhalb eurer Beziehung einen ONS gehabt oder ihr Charakter hätte sich dir gegenüber plötzlich verändert.
Ich kann eigentlich ausschließen, dass ich das vorher auch nur angedeutet habe. Wir haben jetzt durch diesen Vorfall alle unsere Vergangenen Beziehungen besprochen und ich konnte ihrer Reaktion entnehmen, dass sie das erst seit jetzt weiß.

Natürlich gehts darum, was für ein Mensch sie heute ist. Aber das weiß ich nicht mehr, eben aufgrund des ONS und ihrer Aussagen dazu jetzt. Sie sagt ja, sie bereut es nicht, wollte es probieren, ist in vollem Bewusstsein da rein gegangen, er war ein Gentleman etc....
 
Dabei
24 Sep 2017
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#94
Ok, also dieser Logik folgend: Wenn ich die Grundeinstellung habe, das Sex nicht ohne Gefühle geht, muss ich alle Zeiten mal ins Puff um zu testen, obs noch immer so ist?!?
Ein Anfang wäre nicht sauer auf selbst zu sein, wenn es den Wunsch gäbe, ein Bordell zu besuchen. Einen anderer zu reflektieren, warum einen das so abstößt. Nächster Schritt wäre vielleicht Menschen nicht zu verurteilen, die in diesem Gewerbe arbeiten oder die Dienste in Anspruch zu nehmen. Oder sich selbst nicht zu hassen, wenn man mal dort war. Das gehört auch dazu, sich selbst in Frage zu stellen. Jemand, der sein Nazi-Tattoo weglasern lässt ist jemand ohne Nazi-Tattoo.
 
Dabei
18 Mrz 2021
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#95
Ein Anfang wäre nicht sauer auf selbst zu sein, wenn es den Wunsch gäbe, ein Bordell zu besuchen. Einen anderer zu reflektieren, warum einen das so abstößt. Nächster Schritt wäre vielleicht Menschen nicht zu verurteilen, die in diesem Gewerbe arbeiten oder die Dienste in Anspruch zu nehmen. Oder sich selbst nicht zu hassen, wenn man mal dort war. Das gehört auch dazu, sich selbst in Frage zu stellen. Jemand, der sein Nazi-Tattoo weglasern lässt ist jemand ohne Nazi-Tattoo.
Ich habe das nur als Erklärung gebraucht, um die Logik hinter deiner Aussage zu hinterfragen. Rein menschlich habe ich weder etwas gegen Sexworkerinnen, noch gegen promiskuitive Männer und Frauen. Ich will nur nicht mit ihnen in einer Beziehung sein.
 
Dabei
18 Mrz 2021
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#96
Natürlich gehts darum, was für ein Mensch sie heute ist. Aber das weiß ich nicht mehr, eben aufgrund des ONS und ihrer Aussagen dazu jetzt. Sie sagt ja, sie bereut es nicht, wollte es probieren, ist in vollem Bewusstsein da rein gegangen, er war ein Gentleman etc....
Da war sie wohl einfach in dem Moment neugierig und abenteuerlustig oder wie auch immer man es nennen will. Das ist nicht immer unbedingt klug, aber auch nicht unbedingt falsch. Das sie es nicht bereut würde ich einfach so deuten, dass sich dadurch überhaupt ihre Ansichten erst gefestigt haben, dass Sex ohne Gefühle nichts für sie sind und das hat vielleicht auch dazu beigetragen, dass sie heute überhaupt erst diese Einstellung hat.

Das sie es nicht bereut bedeutet sicher nicht, dass sie es super toll fand. Bereuen tut man eigentlich nur Fehler, aus denen man nichts gelernt hat. Für sie ist das aber alles ja kein Thema mehr, sie würde es ja auch heute niemals wieder so tun. Aber ihr macht daraus grad irgendwie ein riesen Thema.
 
Dabei
3 Feb 2013
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#97
Was ich nicht versteh... Warum tut man was nie wieder, wenn mans nicht bereut?

Mit dem Rest, geb ich dir recht, danke für deine Ausführungen. Ich muss mich dieser Frage jetzt wohl stellen.
Nicht alles ist gleich und im meinen schlecht.
Manche Sachen können kurzfristig sogar gut tun sind aber auf lange Sicht schlecht.
Ich meide zum Beispiel gewisse Lebensmittel nicht weil sie mir nicht schmecken, wenn ich die esse schmecken sie mir sehr gut, aber ich merke 1-2 Tage später dass es mir eigentlich nicht gut tut Sachen mit viel Zucker, Salz, etc. zu essen.
Nicht der beste Vergleich aber vielleicht verstehst du was ich meine.
Nicht die Erfahrung an sich ist schlecht aber dass wo das auf Dauer hinführt.
Es gibt auch andere Möglichkeiten.
Man muss nicht etwas schlimm finden im es nicht mehr tun.
Es reicht auch wenn man es nicht so gut fand im es nochmal zu tun.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#98
Ich habe das nur als Erklärung gebraucht, um die Logik hinter deiner Aussage zu hinterfragen. Rein menschlich habe ich weder etwas gegen Sexworkerinnen, noch gegen promiskuitive Männer und Frauen. Ich will nur nicht mit ihnen in einer Beziehung sein.
Das verstehe ich, nur was ich versuche mitzuteilen ist, dass deine Frau keine promiskuitive Person ist und es auch nie war, basierend auf deinen Infosm
 
Dabei
18 Mrz 2021
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#99
Da war sie wohl einfach in dem Moment neugierig und abenteuerlustig oder wie auch immer man es nennen will. Das ist nicht immer unbedingt klug, aber auch nicht unbedingt falsch. Das sie es nicht bereut würde ich einfach so deuten, dass sich dadurch überhaupt ihre Ansichten erst gefestigt haben, dass Sex ohne Gefühle nichts für sie sind und das hat vielleicht auch dazu beigetragen, dass sie heute überhaupt erst diese Einstellung hat.

Das sie es nicht bereut bedeutet sicher nicht, dass sie es super toll fand. Bereuen tut man eigentlich nur Fehler, aus denen man nichts gelernt hat.
Ja, genau so erklärt sie es auch. Ach ich weiß auch nicht. Für mich stimmt irgendwas am Gesamteindruck dieser Geschichte in Kombination mit ihrer Person nicht. Ich kanns nicht benennen. Aber ich hab mir auch vorgenommen, nicht mehr so naiv und blauäugig zu sein. Vielleicht daher meine Grundskepsis...
 
Dabei
18 Mrz 2021
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Nicht alles ist gleich und im meinen schlecht.
Manche Sachen können kurzfristig sogar gut tun sind aber auf lange Sicht schlecht.
Ich meide zum Beispiel gewisse Lebensmittel nicht weil sie mir nicht schmecken, wenn ich die esse schmecken sie mir sehr gut, aber ich merke 1-2 Tage später dass es mir eigentlich nicht gut tut Sachen mit viel Zucker, Salz, etc. zu essen.
Nicht der beste Vergleich aber vielleicht verstehst du was ich meine.
Nicht die Erfahrung an sich ist schlecht aber dass wo das auf Dauer hinführt.
Es gibt auch andere Möglichkeiten.
Man muss nicht etwas schlimm finden im es nicht mehr tun.
Es reicht auch wenn man es nicht so gut fand im es nochmal zu tun.
Ja, ich versteh schon, worauf ihr hinaus wollt. Aber auch diese Logik denke ich mal konsequent zu ende: Was wäre, wenn sie Drogen genommen hätte und drauf gekommen wäre, das is nichts für sie? Ist auch was, was einem momentan gut tut und langfristig schadet.
 
Dabei
18 Mrz 2021
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Das verstehe ich, nur was ich versuche mitzuteilen ist, dass deine Frau keine promiskuitive Person ist und es auch nie war.
Promiskuitiv eh nicht, aber sie hatte Sex ohne Gefühle. Das ist für mich, die ich dachte ich kenne sie genau ein dermaßen starker Stilbruch, dass ich noch immer geschockt bin. Aber man kann in keinen Menschen rein schauen, auch nicht in einen, den man vermeintlich in und auswendig kennt. Vielleicht ist das grad mein Problem.
 
Dabei
22 Aug 2011
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Aber die, auf die ich mich bezogen hatte ist daran gescheitert, dass sie ein sehr promiskuitives Leben vor mir führte. Wobei aber meine Grundeinstellung nicht dadurch entstanden ist, die hatte ich auch schon vorher - auch in dieser Ausprägung. Kann mich aber nicht erinnern, ihr dieses Detail genannt zu haben - Gespräche über unsere Vergangenen Beziehungen waren ja bis vor kurzem Tabu.
Diese Gespräche waren tabu, weil Du nicht drüber reden wolltest, richtig?

Das ist Vogel-Strauß-Taktik. Du hast gewusst, dass Du dazu neigst, Deine Partnerin für Dinge zu verurteilen und zu bestrafen, die lange vor Deiner Zeit passiert sind. Und hast beschlossen, dann einfach nichts über die Vergangenheit Deiner Partnerin erfahren zu wollen.

Jede Wette, dass ihr das in den 10 Ehejahren irgendwann bewusst geworden ist. Und seitdem lebt die Ärmste auf einem Pulverfass - immer mit dem Bewusstsein, dass Du ihr Deine Liebe entziehen würdest, sobald Du von ihrer Vergangenheit erfährst. Schlimmer noch - sie lebt in dem Bewusstsein, dass Du nicht sie liebst, sondern eine Idealfrau, die nur in Deinem Kopf existiert.

Du wirfst ihr vor, dass sie Dich getäuscht hat. Hast ihr aber gleichzeitig nie die Chance gegeben, über ihre Beziehungsvergangenheit zu reden. Was genau hätte sie denn unter diesen Bedingungen anders machen können?


Ich bin mir sicher, dass ich die Beziehung retten will. Aber nur, wenn ich mich dabei auch wieder gut fühlen kann. Eine Zweckehe will ich nicht führen.
Dann wirst Du entweder gehen müssen - oder endlich, nach 10 Jahren, lernen, Deine Frau zu lieben. So, wie sie ist. Sie hat lange genug ohne das leben müssen. Schlimmer noch - sie musste 10 Jahre lang mit ansehen, dass Du eine andere, nicht existierende Frau liebst, und Dich weigerst, die Frau wirklich zu sehen, die mit Dir lebt, Dir Kinder geboren hat und Dich genug geliebt hat, um trotzdem bei Dir zu bleiben.
 
Dabei
18 Mrz 2021
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Diese Gespräche waren tabu, weil Du nicht drüber reden wolltest, richtig?

Das ist Vogel-Strauß-Taktik. Du hast gewusst, dass Du dazu neigst, Deine Partnerin für Dinge zu verurteilen und zu bestrafen, die lange vor Deiner Zeit passiert sind. Und hast beschlossen, dann einfach nichts über die Vergangenheit Deiner Partnerin erfahren zu wollen.

Jede Wette, dass ihr das in den 10 Ehejahren irgendwann bewusst geworden ist. Und seitdem lebt die Ärmste auf einem Pulverfass - immer mit dem Bewusstsein, dass Du ihr Deine Liebe entziehen würdest, sobald Du von ihrer Vergangenheit erfährst. Schlimmer noch - sie lebt in dem Bewusstsein, dass Du nicht sie liebst, sondern eine Idealfrau, die nur in Deinem Kopf existiert.

Du wirfst ihr vor, dass sie Dich getäuscht hat. Hast ihr aber gleichzeitig nie die Chance gegeben, über ihre Beziehungsvergangenheit zu reden. Was genau hätte sie denn unter diesen Bedingungen anders machen können?

Dann wirst Du entweder gehen müssen - oder endlich, nach 10 Jahren, lernen, Deine Frau zu lieben. So, wie sie ist. Sie hat lange genug ohne das leben müssen. Schlimmer noch - sie musste 10 Jahre lang mit ansehen, dass Du eine andere, nicht existierende Frau liebst, und Dich weigerst, die Frau wirklich zu sehen, die mit Dir lebt, Dir Kinder geboren hat und Dich genug geliebt hat, um trotzdem bei Dir zu bleiben.
Starker Tobak, aber du hast wohl recht. Ich habe eine nicht existierende Frau geliebt und sie hat wohl einige Macken nur deswegen entwickelt, weil sie das gespürt bzw. erkannt hat. Das heißt aber im Umkehrschluss auch, wir stehen wieder am Beginn und müssen uns beide Entscheiden, ob wir unter diesen Vorzeichen einen Neubeginn wagen wollen oder nicht - und das gilt für mich und für sie. Sehe ich das richtig?
 
Dabei
24 Sep 2017
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Und du würdest vorbehaltlos eine Beziehung mit einer ehemals drogensüchtigen eingehen wollen?
Ja, warum nicht? Bei stofflichen Abhängigkeiten gibt es Dinge zu beachten, aber sonst?
Wieviel ist eine Einstellung wert, wenn sie nie geprüft und nie stand gehalten hat? Wie glaubwürdig ist deine Einstellung, Sex nie nur zur Befriedigung haben zu wollen, wenn du dem nie nachgegangen bist? Vielleicht ist es genau dein Ding ohne es zu wissen. Vielleicht ist Heroin ja auch genau MEIN Ding, ich habe es nie ausprobiert, aber aus Angst und fehlendem Angebot. Da könnte natürlich auch behaupten, das sei meine Einstellung als unfehlbare straight edge person. Wenn ich es mir so überlege, hat deine Frau den high ground.
 
Dabei
18 Mrz 2021
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Ja, warum nicht? Bei stofflichen Abhängigkeiten gibt es Dinge zu beachten, aber sonst?
Wieviel ist eine Einstellung wert, wenn sie nie geprüft und nie stand gehalten hat? Wie glaubwürdig ist deine Einstellung, Sex nie nur zur Befriedigung haben zu wollen, wenn du dem nie nachgegangen bist? Vielleicht ist es genau dein Ding ohne es zu wissen. Vielleicht ist Heroin ja auch genau MEIN Ding, ich habe es nie ausprobiert, aber aus Angst und fehlendem Angebot. Da könnte natürlich auch behaupten, das sei meine Einstellung als unfehlbare straight edge person.
...ja... kann alles sein. Vielleicht ist auch genau mein Ding, Sch... zu fressen, hab ich auch nur noch nie ausprobiert. Sorry, nicht bös gemeint, aber auch dieses Gedankenexperiment kann man auf die absurde Spitze treiben. Ich sehe darin keinen Zugewinn in meinen Bestrebungen, das Geschehene Emotional verarbeiten zu können. Aber danke trotzdem für den Versuch.
 
Dabei
24 Sep 2017
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Naja, aber dein Kink ist doch diese Sex-Überzeugung. Den erfüllt deine Frau besser als du. Wenn es hier um eine Punktzahl in Moral ginge, verliert doch jemand, der sich nicht getraut, Fehler zu machen gegen den, der mutig war und daraus gelernt hat?
 
Dabei
18 Mrz 2021
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Naja, aber dein Kink ist doch diese Sex-Überzeugung. Den erfüllt deine Frau besser als du. Wenn es hier um eine Punktzahl in Moral ginge, verliert doch jemand, der sich nicht getraut, Fehler zu machen gegen den, der mutig war und daraus gelernt hat?
Warum erfüllt meine Frau die Sex-Überzeugung besser als ich? Dein Argument versteh ich nicht. Weil sie den Fehler schon gemacht hat, ist sie da straighter in ihrer Ansicht wie ich? Klingt recht unlogisch.
 
Dabei
24 Sep 2017
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Warum erfüllt meine Frau die Sex-Überzeugung besser als ich? Dein Argument versteh ich nicht. Weil sie den Fehler schon gemacht hat, ist sie da straighter in ihrer Ansicht wie ich? Klingt recht unlogisch.
Ja. Aus dem Grund hat Adolph Knigge ja sein berühmtes Buch geschrieben und es steht auch quasi schon im Vorwort: Warum sollte man auf das hören, was er zu sagen hat? Weil er schon alles falsch gemacht hat, was es falsch zu machen gibt.
Deine Frau kann ihre eigene Einstellung viel besser begründen als du. Du kannst nur sagen 'Das ist meine Einstellung'. Sie kann es bewerten, sie kann sagen, warum sie es damals gemacht hat, bei ihr kann man sicher sein, dass sie es nicht nochmal macht, wenn die Gelegenheit bietet, sie ist in ihrer Moral viel gefestigter und reflektierter. Du kannst nur "ich mach das nicht" sagen, aber es niemals zu machen (sagtest du nicht noch, man vermisse nichts, was man nicht kenne?) ist eine Stufe unter "es war okay, ich bereu es nicht, aber ich weiß, dass das nichts für mich ist".
 
Dabei
18 Mrz 2021
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Ja. Aus dem Grund hat Adolph Knigge ja sein berühmtes Buch geschrieben und es steht auch quasi schon im Vorwort: Warum sollte man auf das hören, was er zu sagen hat? Weil er schon alles falsch gemacht hat, was es falsch zu machen gibt.
Deine Frau kann ihre eigene Einstellung viel besser begründen als du. Du kannst nur sagen 'Das ist meine Einstellung'. Sie kann es bewerten, sie kann sagen, warum sie es damals gemacht hat, bei ihr kann man sicher sein, dass sie es nicht nochmal macht, wenn die Gelegenheit bietet, sie ist in ihrer Moral viel gefestigter und reflektierter. Du kannst nur "ich mach das nicht" sagen, aber es niemals zu machen (sagtest du nicht noch, man vermisse nichts, was man nicht kenne?) ist eine Stufe unter "es war okay, ich bereu es nicht, aber ich weiß, dass das nichts für mich ist".
Pfff.... ja... ok... hat auch was für sich.
Gegenargument ist aber, wenn mans schon mal gemacht hat, kann man dem ja nicht so kategorisch ablehnend gegenüber sein, als wenn man sich doch dazu verleiten ließ. Ist jetzt aber eh ein Streit um des Kaisers Bart.
Eigentlich brauch ich für mich ja eine Lösung, wie es mir und damit unserer Ehe wieder besser geht. Auf der emotionalen Ebene, nicht auf der Kopfebene. Dafür hab ich noch immer keine Lösung. Vielleicht kanns aber auch nur der Faktor Zeit richten.
 
Dabei
18 Mrz 2021
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Ich glaub ich tu mir auch deswegen so schwer, weil ich nicht verstanden habe, warum das jetzt auf Basis dieses Ereignisses, dass sie ja eh nicht bereut, er ein Gentleman war auf einmal so kategorisch nichts für sie ist. Das ist das unstimmige, auch wenn ich mich wiederhole.
 
Dabei
24 Sep 2017
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Pfff.... ja... ok... hat auch was für sich.
Gegenargument ist aber, wenn mans schon mal gemacht hat, kann man dem ja nicht so kategorisch ablehnend gegenüber sein, als wenn man sich doch dazu verleiten ließ. Ist jetzt aber eh ein Streit um des Kaisers Bart.
Eigentlich brauch ich für mich ja eine Lösung, wie es mir und damit unserer Ehe wieder besser geht. Auf der emotionalen Ebene, nicht auf der Kopfebene. Dafür hab ich noch immer keine Lösung. Vielleicht kanns aber auch nur der Faktor Zeit richten.
Natürlich kann man kategorisch gegen etwas sein, das man ausprobiert hat. Sonst hätte ja niemand eine fundierte Meinung über irgend etwas.
Emotionale Eben nimmt man aber auch gern als Ausrede, weil der Kopf es entweder doch nicht versteht oder mit irgendwas nicht rausrückt. Wie ist es sonst, wenn sich bei dir im Freundes- oder Kollegenkreis moralisch verwerflich verhält und ihr darüber sprecht?
 
Dabei
22 Aug 2011
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Starker Tobak, aber du hast wohl recht. Ich habe eine nicht existierende Frau geliebt und sie hat wohl einige Macken nur deswegen entwickelt, weil sie das gespürt bzw. erkannt hat. Das heißt aber im Umkehrschluss auch, wir stehen wieder am Beginn und müssen uns beide Entscheiden, ob wir unter diesen Vorzeichen einen Neubeginn wagen wollen oder nicht - und das gilt für mich und für sie. Sehe ich das richtig?
Ich fürchte, diese Entscheidung musst Du treffen. Sie kämpft ja um eure Ehe ... und das, obwohl Du ihre schlimmsten Befürchtungen durch Dein Verhalten gerade bestätigt hast.

Auf jeden Fall müsstest Du Dich übrigens erst einmal von dieser Traumfrau in Deinem Kopf trennen ... Schaffst Du das?
 
Dabei
18 Mrz 2021
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Natürlich kann man kategorisch gegen etwas sein, das man ausprobiert hat. Sonst hätte ja niemand eine fundierte Meinung über irgend etwas.
Emotionale Eben nimmt man aber auch gern als Ausrede, weil der Kopf es entweder doch nicht versteht oder mit irgendwas nicht rausrückt. Wie ist es sonst, wenn sich bei dir im Freundes- oder Kollegenkreis moralisch verwerflich verhält und ihr darüber sprecht?
Ich hab auch schon männlichen Freunden gesagt, dass ich von ihrer Einstellung zu Sex ohne Gefühle nichts halte, wenn du das meinst.
 
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