Unterschiedliche Einstellung zur Sexualität - wie damit umgehen?

Dabei
18 Mrz 2021
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#61
Ich habe jetzt nur den Eingangspost von dir gelesen und nicht den Rest des Threads.


Drei fragen die du dir vielleicht stellen solltest.

Du bist heute 40, ist deine Einstellung zu allen Sachen heute exakt die selbe wie vor 18 Jahren?

Hast du jemals etwas getan um jemand anderen zu beeindrucken und hast hinterher, 5, 10, 15 Jahre später gedacht, eigentlich war das ziemlich doof.

Hast du nie einen Fehler gemacht in deinem Leben?

Ist das nicht ein Großteil unserer Jugend? Das war dumme Sachen machen um Leute zu beeindruckend, die in 5 Jahren keine Bedeutung mehr für uns haben?

Und vor allem solltest du dich fragen, warum triggert dich das so?
Was ändert das an euren über 10 Jahren Beziehung dass sie Jahre bevor sie dich kennen gelernt hat mit einem Typen Sex hatte der ihr nichts bedeutet hat weil sie dachte wenn sie das nicht macht verliert sie den Respekt ihrer Freundinnen?

Ist Eure Ehe deshalb schlechter? Ist einer der letzten 3650 Tage deshalb schlechter? Wegen dieser einen Nacht?

Was ändert das an deiner Frau? Wird sie dadurch wirklich ein Komplett anderer Mensch?
Du schreibst das ist deine Ansicht dass Intimität und Sex nur mit Gefühlen einhergehen kann und das ihr das übereinstimmend als Eckfeiler eurer Beziehung definiert habt.
Nun... der Eckfeiler ist weg, aber die Beziehung ist noch da.
Die besten Ansichten sind wertlos wenn die Person welche sie hat die Falsche ist.

Aber wenn ihr es 10 Jahre miteinander ausgehalten habt, würde ich sagen die Person ist wohl nicht die Falsche.
Also ist es vielleicht einfach Zeit die Ansicht leicht Anzupassen.
Intimität und Sex kann nur mit Gefühlen einhergehen aber man kann sich auch ausprobieren. Es ist nicht so dass sie 10 Jahre bevor ihr euch kennen gelernt habt jeden Tag auf Swinger Parties gegangen ist.
Man kann sagen das man Drogen nicht gut findet und mal in der Runde gehockt haben in der ein Joint gekreist ist und einen Zug genommen haben, das ist nicht das selbe wie wenn man Jahrelang täglich schwarzes Heroin geraucht hat.

Sind ne Menge Fragen jetzt die du dir stellen solltest, ist vielleicht etwas viel.
Falls Ja frag dich einfach.
Steht eure Ehe wirklich auf einem so schwachen Fundament dass etwas das Sie vor 18 Jahren gemacht hat das alles zum Einsturz bringt?
Oder ist es nicht vielleicht an der Zeit wahre Größe zu zeigen und einfach zu sagen, was damals war, war damals aber das was ihr hier und jetzt habt ist jetzt.

Lebe in die Windschutzscheibe, nicht im Rückspiegel.
Hallo,

danke nochmals für deine ausführliche Antwort.
Bezüglich deiner Fragen kann ich folgendes für festhalten:
"Du bist heute 40, ist deine Einstellung zu allen Sachen heute exakt die selbe wie vor 18 Jahren?"
Eigentlich schon. Also zu den wichtigen Dingen, meinen Grundprinzipien. Mag sein, dass sich Hobbies verändert haben, mal auch die eine oder andere politische Ansicht. Aber nicht so grundsätzliches meiner Lebens- und Liebeseinstellung.

"Hast du jemals etwas getan um jemand anderen zu beeindrucken und hast hinterher, 5, 10, 15 Jahre später gedacht, eigentlich war das ziemlich doof."
Ich denke nicht, dass das damit zu tun hat. Sie hat nicht Sex gehabt, um ihre Freundinnen zu beindrucken. Sie hats ihnen ja nicht mal erzählt. Sie hat eher Sex gehabt, um sich selbst zu beeindrucken denke ich.

"Hast du nie einen Fehler gemacht in deinem Leben?"
Doch, genug. Aber zum Glück keinen in einem Bereich, der meine Frau so triggert wie mich dieses Thema.

Und jetzt zur Frage, warum mich das so triggert: Ich weiß es nicht. Ich denke es geht wohl darum, dass wir uns in dem Punkt von Anfang an einig waren und dieser Punkt uns somit sehr verbunden hat. Es waren auch Situationen, wo die besagte Person dabei war, wo ich mir im Nachhinein recht blöd vorkomme und ich mir denke, dass das nicht sehr partnerschaftlich ist, mich so auflaufen zu lassen. Vielleicht liegts auch ein Stück weit an der gekränkten krankhaften Männlichkeit meinerseits. Mir ist ja das grundsätzlich eh alles bewusst, wie lächerlich das ist. Mein Kopf weiß das. Aber der springende Punkt ist: Wie bringe ich das meinem Herzen, meinen Gefühlen, meinen Emotionen bei? Die lassen sich nämlich nicht durch rationale Argumente überreden. Da brauche ich eine Technik, die mir das ermöglicht oder irgendwas in der Richtung, dass mich dieser Punkt nicht mehr so trifft. Oder ich muss ein Stück weit versuchen, die Emotionalität aus der Beziehung rauszunehmen. Die Frage ist halt, ob das dann gut ist, für eine Beziehung, die ja per Definition eben auf Emotionen aufbaut.

Generell denke ich nicht, dass unsere Ehe auf einem so schwachen Fundament steht, dass die Sache von vor 18 Jahren dieses jetzt zum Einsturz bringt. Ich spiele ja auch nicht mit dem Gedanken einer Trennung. Ich frage mich aber trotzdem, ob und wie ich das Thema verwinden kann. Die Vergangenheit hat halt Menschen zu dem gemacht, was sie sind. Das wurde schon es öfteren fest gestellt. Somit ist die Vergangenheit eines Menschen nicht unerheblich, sie macht uns zu dem, was wir sind und sagt was über uns aus. Und die Aussage tut nun einfach sehr weg.
 
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Dabei
18 Mrz 2021
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#62
@thecaliforniakid nice post!


Das Ding ist doch, dass wir alle Heuchler:innen sind. Den einen ist es nur bewusster als den anderen. Sind es wirklich Gefühle und Romantik, die entscheidend sind, mit wem man intim wird, oder ist es "nur" die Tatsache, in einer Beziehung zu sein? Wenn es in deiner Logik verkehrt ist, dass du mit ihr geschlafen hast (und so verstehe ich dein Konzept ja auch, es geht um Liebe und nicht um den Beziehungsstatus?) obwohl du dir gefühlsmäßig nicht sicher bist, dann hast du ja dein eigenes Credo verletzt. Dabei ist es doch unerheblich, was du damit bezwecken wolltest, wie zum Beispiel die emotionale Nähe wieder herzustellen. Damit bist du doch auch in einer Situation mit einem "Fehltritt", auc wenn du deinen verständlicherweise als nicht so schlimm bewertest...
Der Podcast heißt "Ist das normal?" und ist auf Spotify zu finden - ich glaube, Links zu posten ist hier nicht so gern gesehen :)
Danke für den Podcast-Tipp, werde mal reinhören.
 
Dabei
18 Mrz 2021
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#63
Verstehe ehrlich gesagt auch nicht, wie etwas, was schon ewig in der Vergangenheit liegt und lange vor eurer Zeit war, eure Beziehung so stark erschüttern und beeinflussen kann. Jeder macht mal Fehler, vor allen in jungen Jahren. Ihre Ansichten haben sich dahingehend verändert und weiterentwickelt. Vielleicht hat sie damals eben geglaubt, dass Sex und Gefühle nicht zwingend zusammengehören müssen und hat nach dem ONS dann gemerkt, dass Sex und Gefühle für sie eben doch zusammengehören. War ja scheinbar eine einmalige Sache.

Hat nicht jeder von uns früher mal Dinge getan, wo man sich heute denkt, dass man das nicht nochmal tun würde?

Warum trägst du ihr das jetzt so nach? Wichtig ist doch nur, was für ein Mensch sie heute ist und nicht, was für einer sie damals war... ist ja nicht so, als hätte sie deswegen jetzt eine dunkle Vergangenheit und hätte ein schweres Verbrechen begangen oder so.
Ja, kann ich nachvollziehen. Tut halt weh, dass Sie mal anders dachte, das hätte ich ihr vom Wesen her nicht zugetraut.
 
Dabei
18 Mrz 2021
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#64
Mal unparteiisch betrachtet: wir haben hier zwei Personen, die ihre Beziehung auf mindestens zwei Eckpfeilern aufgebaut haben:
1) Man ist sich einig, dass Sex ohne Emotionen doof ist.
2) Man ist sich einig, dass man einander lieben und achten will - in guten und in schlechten Zeiten.

Nun stellt sich heraus, dass die Frau sich ihrer Einstellung zu Punkt 1 in sehr jungen Jahren, bevor sie ihren Mann kennengelernt hat, nicht völlig sicher war, und sich deshalb auf die Probe gestellt hat. Im Ergebnis dieses Tests war sie sich dann sicher. Der Mann hingegen hatte schon immer diese Einstellung und sah nie eine Notwendigkeit, dies zu hinterfragen. Gemeinsam ist beiden, dass sie diese Einstellung zu Beginn ihrer Beziehung (also als besagter Eckpfeiler errichtet wurde) hatten und seitdem nie daran gezweifelt haben.

Infolge der Erkenntnis, dass die Frau auf einem etwas weniger geradlinigen Weg zu besagter Einstellung gelangt ist, zweifelt der Mann nun an seiner Liebe zu seiner Frau, er erklärt sogar, dass seine Liebe zu ihr mal da ist, und dann wieder verschwindet. Ihm ist bewusst, dass dies seine Frau sehr verletzt. Trotzdem kann er nicht anders - und zerstört damit den zweiten oben genannten Eckpfeiler. Und das WÄHREND der Beziehung - also nachdem die entsprechenden Versprechen gegeben wurden.

Zwischenstand: die Frau hat während der gesamten Beziehung an beiden Eckpfeilern festgehalten. Sie hatte zu Beginn die ablehnende Einstellung zu Sex ohne Gefühle, und sie hat sie immer noch. Und sie hat nie aufgehört, ihren Mann zu lieben und zu achten.

Der Mann hingegen hat aufgehört, sie zu lieben und zu achten. Und ist damit so stark von Eckpfeiler 2 abgewichen, dass der Bestand der Beziehung gefährdet ist.

Ich mag vielleicht etwas weltfremd sein - aber für mich bedeutet "... lieben und achten, in guten und in schlechten Zeiten" unter anderem, dass man einander Fehler und Schwächen vergibt. Das ist vielleicht nicht immer möglich - insbesondere nicht, wenn einer sein Fehlverhalten nicht einstellt und nie um Vergebung bittet -, aber in diesem Fall hat die Frau ein einziges Mal eine Nacht lang einem Zweifel nachgegeben und das schon 8 Jahre vor Beginn der Beziehung wieder eingestellt. Und eine Wiederholung ist auch nicht zu erwarten, denn das Thema war längst Geschichte, bevor die Beziehung begann, und die Rahmenbedingungen sind nun völlig anders. Was daran ist unmöglich zu vergeben?

Auf der anderen Seite verstößt der Mann seit Wochen gegen sein Versprechen, sie zu lieben und zu achten. Und das während der Beziehung. Und ein Ende ist nicht abzusehen, und eine Wiederholung nicht auszuschließen - denn was unvermittelt nach 10 Jahren Beziehung passieren kann, kann unter denselben Rahmenbedingungen genauso unvermittelt auch nach 12, 15 oder 25 Jahren noch einmal passieren. Ich frage mich, ob es überhaupt möglich ist, das zu vergeben.

Letztendlich ist durch ihr Verhalten das Vertrauen in ihre Unfehlbarkeit als junge Frau zerstört. Durch sein Verhalten ist das Vertrauen in seine Liebe nach 10 gemeinsamen Jahren zerstört. Der Unterschied ist: sie hat vermutlich nie versprochen, unfehlbar zu sein. Er hingegen hat versprochen, sie zu lieben ....

Keine mir bekannte Trauformel lautet "... sie zu lieben und zu ehren - außer wenn sie mal einen Fehler gemacht hat, dann reicht es, sie 2-3 Tage zu lieben und dann wieder wie Luft zu behandeln."

Martin, die Entscheidung liegt bei Dir. Entweder Du schaffst es, Dein Ehegelöbnis zu halten - oder eben nicht. Wenn Deine Liebe so schwach ist, dass sie nicht einmal einen einmaligen Fehler 8 Jahre vor Beginn eurer Beziehung verzeihen kann, dann ist es wohl besser, getrennte Wege zu gehen. Denn eine Ehe kann es überstehen, wenn Pfeiler 1 nicht auf einer gradlinig erworbenen Überzeugung errichtet wurde, sondern auf einer Überzeugung, die vor Jahren einmal angezweifelt wurde. Immerhin hat sogar Jesus denen vergeben, die gezweifelt haben - und das hat gereicht, um darauf eine komplette Weltreligion aufzubauen. Da sollte es doch auch möglich sein, auf einer einst angezweifelten Überzeugung eine Ehe aufzubauen.

Ich bezweifle allerdings ernsthaft, dass es möglich ist, eine Ehe zu führen, deren Eckpfeiler 2 dermaßen brüchig ist ....
Danke auch für deine ausführliche Erklärung, ist ein wirklich tolles Post. Du hast grundsätzlich Recht und mein Kopf sieht das genau so. Ob mein Herz und meine Emotionen wieder in diese Richtung gelenkt werden können, es auch so zu sehen, daran muss ich arbeiten - wie weiß ich noch nicht. Ich habe sie jedenfalls schon mehrmals um Geduld und Nachsicht gebeten und sie hat mir dies auch zugesichert. Ich hoffe, dass sich die Situation also durch den Faktor Zeit verbessern kann.
 
Dabei
22 Aug 2011
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#65
Ob mein Herz und meine Emotionen wieder in diese Richtung gelenkt werden können, es auch so zu sehen, daran muss ich arbeiten - wie weiß ich noch nicht.
Danke für Deine Rückmeldung.

Gefühle lassen sich natürlich schwer steuern. Und sollte Dir aus diesem Anlass klar werden, dass Du Deine Frau tatsächlich nicht mehr liebst (was dann sicher schon vorher so war, Liebe verschwindet ja nicht einfach über Nacht), dann sag ihr das. Aber bitte ehrlich - versteck Dich nicht hinter einem "Du hattest vor 18 Jahren einen ONS, Du bist schuld am Scheitern der Ehe", sondern steh dazu, dass Deine Liebe wohl irgendwie unbemerkt verloren gegangen ist, und Du jetzt gemerkt hast, dass sie nicht einmal mehr reicht, um ihr diesen lange zurück liegenden kurzen Irrweg zu verzeihen.

Und dann könnt ihr GEMEINSAM entweder an einer Trennung ohne Schuldzuweisungen arbeiten - oder daran, einander wiederzufinden und neu lieben zu lernen.

Was Du dafür tun kannst, ist zuerst einmal "Gedankenhygiene". Jedes Mal, wenn Du Dich dabei erwischt daran zu denken, was sie alles falsch gemacht hat, denk bitte genauso intensiv an drei Dinge, die Du an ihr liebst. Und an drei schöne Dinge, die Du mit und wegen ihr erlebt hast. Das müssen nicht immer neue Dinge sein (Du denkst ja auch immer an denselben Fehler).

Falls Du fürchtest, dass Dir mitten in einer Phase voller düsterer Grübelei und verletztem Stolz schwer fallen wird, Dir die positiven Dinge ins Gedächtnis zu rufen, dann schreib Dir in einer guten Phase ne Liste. Schau alte Photos an. Lies alte Liebesbriefe. Stell Dich ans Bett eurer schlafenden Kinder ...

Ich drück Dir die Daumen ...
 
Dabei
18 Mrz 2021
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#66
Danke für Deine Rückmeldung.

Gefühle lassen sich natürlich schwer steuern. Und sollte Dir aus diesem Anlass klar werden, dass Du Deine Frau tatsächlich nicht mehr liebst (was dann sicher schon vorher so war, Liebe verschwindet ja nicht einfach über Nacht), dann sag ihr das. Aber bitte ehrlich - versteck Dich nicht hinter einem "Du hattest vor 18 Jahren einen ONS, Du bist schuld am Scheitern der Ehe", sondern steh dazu, dass Deine Liebe wohl irgendwie unbemerkt verloren gegangen ist, und Du jetzt gemerkt hast, dass sie nicht einmal mehr reicht, um ihr diesen lange zurück liegenden kurzen Irrweg zu verzeihen.

Und dann könnt ihr GEMEINSAM entweder an einer Trennung ohne Schuldzuweisungen arbeiten - oder daran, einander wiederzufinden und neu lieben zu lernen.

Was Du dafür tun kannst, ist zuerst einmal "Gedankenhygiene". Jedes Mal, wenn Du Dich dabei erwischt daran zu denken, was sie alles falsch gemacht hat, denk bitte genauso intensiv an drei Dinge, die Du an ihr liebst. Und an drei schöne Dinge, die Du mit und wegen ihr erlebt hast. Das müssen nicht immer neue Dinge sein (Du denkst ja auch immer an denselben Fehler).

Falls Du fürchtest, dass Dir mitten in einer Phase voller düsterer Grübelei und verletztem Stolz schwer fallen wird, Dir die positiven Dinge ins Gedächtnis zu rufen, dann schreib Dir in einer guten Phase ne Liste. Schau alte Photos an. Lies alte Liebesbriefe. Stell Dich ans Bett eurer schlafenden Kinder ...

Ich drück Dir die Daumen ...
Gute Ideen, danke schön
 
Dabei
5 Jun 2015
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#67
Das habe ich schon am Anfang der ganzen Posts gedacht, einen Mann, der mich für einen solchen„Fehler“ vor der Ehe nach vielen Ehejahren so behandeln würde, den würde ich nicht lange sonderlich nachsichtig behandeln, da ich mich nicht gewertschätzt und geliebt fühlen würde, ich denke, bei so viel Selbstgerechtigkeit meines Partners würde ich mich erst mal stark distanzieren und über Trennung nachdenken
 
Dabei
18 Mrz 2021
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#68
Das habe ich schon am Anfang der ganzen Posts gedacht, einen Mann, der mich für einen solchen„Fehler“ vor der Ehe nach vielen Ehejahren so behandeln würde, den würde ich nicht lange sonderlich nachsichtig behandeln, da ich mich nicht gewertschätzt und geliebt fühlen würde, ich denke, ich würde mich erst mal trennen
Danke für diese Ehrlichkeit. Diese Gefahr sehe ich ohnehin auch. Ist ja nicht so, als wenn ich das nicht bei einer früheren Beziehung von mir schon mal so gehabt hätte...
 
Dabei
5 Jun 2015
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#69
es geht nur Liebe oder Recht haben wollen in einer Beziehung
Beides gleichzeitig läuft nun mal nicht
 
Dabei
24 Sep 2017
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#71
Das, was Chef:innen also geraten wird: Ignoriere die Schwächen und fordere die Stärken.
Das ist vermutlich auch ein guter Beziehungstipp.
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#72
Hier haben dir ja schon viele sehr gute und interessante Dinge geschrieben.

Was ich mich nach wie vor frage, ist, warum sie dir etwas, wovon sie weiß, dass es dich triggern wird, aufgezwungen hat.

Sie hegt schon lange den Wunsch, unsere vergangenen Beziehungen auf den Tisch zu legen, was ich eigentlich nie wollte - weil ich selbst weiß, wie ich da gestrickt bin. Aber sie hat mich dann irgendwann breit geschlagen.
Was mag denn hinter diesem Wunsch stecken? Abgesehen davon, dass ein ONS keine "vergangene Beziehung" ist. Was hat sie denn damit bezweckt? Wollte sie etwas aus dir herauskitzeln, oder wollte sie ein Idealbild, das du von ihr hast, zurechtrücken, und warum? Ihr muss ja klar gewesen sein, dass sie mit ihrer ONS-Erzählung einen Keil zwischen euch treiben wird, der letztlich zur Zerstörung eurer Beziehung führen könnte. Wenn das von ihr nicht komplette Dummheit war, kann es ja nur Absicht gewesen sein ...
 
Dabei
3 Feb 2013
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#73
Hallo,

danke nochmals für deine ausführliche Antwort.
Bezüglich deiner Fragen kann ich folgendes für festhalten:
"Du bist heute 40, ist deine Einstellung zu allen Sachen heute exakt die selbe wie vor 18 Jahren?"
Eigentlich schon. Also zu den wichtigen Dingen, meinen Grundprinzipien. Mag sein, dass sich Hobbies verändert haben, mal auch die eine oder andere politische Ansicht. Aber nicht so grundsätzliches meiner Lebens- und Liebeseinstellung.
Hallo Martin, kein Thema.
Du sagst erst eigentlich schon und unten schreibst du Hobbys ändern sich und mal die ein oder andere politische Ansicht.
Also eigentlich doch nicht.
Du schreibst zwar deine Grundprinzipien nicht aber was Grundsätzlich ist ist ja nicht nur von Mensch zu Mensch unterschiedlich sondern auch von Lebensphase zu Lebensphase mit 20 waren die sicher noch Sachen super wichtig die dir heute nicht mehr so wichtig sind, umgekehrt sind dir sicher heute auch Sachen wichtig die dir damals nicht so wichtig waren.


"Hast du jemals etwas getan um jemand anderen zu beeindrucken und hast hinterher, 5, 10, 15 Jahre später gedacht, eigentlich war das ziemlich doof."
Ich denke nicht, dass das damit zu tun hat. Sie hat nicht Sex gehabt, um ihre Freundinnen zu beindrucken. Sie hats ihnen ja nicht mal erzählt. Sie hat eher Sex gehabt, um sich selbst zu beeindrucken denke ich.
Du hattest geschrieben: „Und ihre Freundinnen haben das auch alle gemacht jetzt hat sie sich irgendwie im Gruppenzwang gedacht, sie muss das auch mal probieren. „

Das wort Gruppenzwang beinhaltet für mich dass sie es gemacht hat aus Angst in ihrer peer group also ihren damaligen Freundinnen sonst weniger respektiert zu sein.
Aber wenn wir es so auslegen dass sie das gemacht hat um sich selbst was zu beweisen spricht dass sogar nicht mehr für sie. Da es generell besser ist sich selbst etwas beweisen zu wollen als anderen.
Und das Ergebnis zu den sie ja kam war dass sie dass doch nicht braucht.


[QUOTE="Martinstmk, post: 459359, member: 28637"
Und jetzt zur Frage, warum mich das so triggert: Ich weiß es nicht. Ich denke es geht wohl darum, dass wir uns in dem Punkt von Anfang an einig waren und dieser Punkt uns somit sehr verbunden hat. Es waren auch Situationen, wo die besagte Person dabei war, wo ich mir im Nachhinein recht blöd vorkomme und ich mir denke, dass das nicht sehr partnerschaftlich ist, mich so auflaufen zu lassen. Vielleicht liegts auch ein Stück weit an der gekränkten krankhaften Männlichkeit meinerseits. Mir ist ja das grundsätzlich eh alles bewusst, wie lächerlich das ist. Mein Kopf weiß das. Aber der springende Punkt ist: Wie bringe ich das meinem Herzen, meinen Gefühlen, meinen Emotionen bei? Die lassen sich nämlich nicht durch rationale Argumente überreden. Da brauche ich eine Technik, die mir das ermöglicht oder irgendwas in der Richtung, dass mich dieser Punkt nicht mehr so trifft. Oder ich muss ein Stück weit versuchen, die Emotionalität aus der Beziehung rauszunehmen. Die Frage ist halt, ob das dann gut ist, für eine Beziehung, die ja per Definition eben auf Emotionen aufbaut. [/QUOTE]

Aber was hat sich daran geändert?
Seit ihr euch kennt wär ihr euch in dem Punkt doch einig nur weil sie 8 Jahre bevor ihr eine Beziehung hattet als ihr euch nichtmal kanntet für eine Nacht daran gezweifelt hat?

ich habe, jetzt wo ich ein paar mehr Sachen in dem Thread hier gelesen habe ein wenig den Eindruck von dir dass du etwas zu schwarz weiß denken neigst. Ich gewinne etwas den Eindruck für dich gibt es da nur 0 und 1 richtig und falsch, schwarz und weiß. So wie Rohrschach in Watchmen oder dessen Vorlagen The Question und Mister A.
Das problem ist die welt ist off weder schwarz noch weiß sondern grau. Und schwarz weiß denken ist vielleicht praktisch wenn man eine Comic Figur ist aber in realen Leben führt schwarz weiß denken meistens zu erhöhten psychischen Stress.

Du schreibst dein Kopf weiß wie lächerlich es eigentlich ist dass jetzt wegen sowas eure Ehe in einer tiefen Krise steckt aber dass dein Herz nunmal so fühlt.
Aber das Grundprinzip das jetzt so erschüttert wurde hat sich ja nicht dein Herz ausgedacht sondern dein Kopf.
Und wenn dein Kopf vielleicht akzeptiert dass du deine Grundprinzipien auch anpassen kann wird dein Herz vielleicht folgen.
Selbst Verfassungen von Staaten haben Zusätze. Also selbst das Fundament auf dem Staaten gebaut sind wird immer mal angepasst.

Ich möchte hier auch nochmal auf das was @Zufallsgenerator geschrieben hinweißen.
Wir sind alle Heuchler und man sollte auch nicht unbedingt damit aufhalten jetzt wegen etwas das 8 Jahre vor der Beziehung war alles in Frage zu stellen.

Wenn dein Herz nicht folgt solltest du dir dann vielleicht die Frage stellen warum dass so ist und dann sind wir bei den was Nixe gesagt hat.
Diese Sache war dann nur der Funken aber das erklärt nicht wie dass Pulverfass dorthin gekommen ist denn dass war schon vorher da.
Du solltest dich in dem Fall vielleicht auch fragen ob ihr nach 10 Jahren Beziehung nicht so viel mehr Sachen haben solltet die euch verbinden als diese eine Sache die euch zu Beginn eurer Beziehung verbunden hat.
 
Dabei
18 Mrz 2021
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#74
Hier haben dir ja schon viele sehr gute und interessante Dinge geschrieben.

Was ich mich nach wie vor frage, ist, warum sie dir etwas, wovon sie weiß, dass es dich triggern wird, aufgezwungen hat.


Was mag denn hinter diesem Wunsch stecken? Abgesehen davon, dass ein ONS keine "vergangene Beziehung" ist. Was hat sie denn damit bezweckt? Wollte sie etwas aus dir herauskitzeln, oder wollte sie ein Idealbild, das du von ihr hast, zurechtrücken, und warum? Ihr muss ja klar gewesen sein, dass sie mit ihrer ONS-Erzählung einen Keil zwischen euch treiben wird, der letztlich zur Zerstörung eurer Beziehung führen könnte. Wenn das von ihr nicht komplette Dummheit war, kann es ja nur Absicht gewesen sein ...
Bis jetzt bin ich davon ausgegangen, dass sie einfach nur ehrlich zu mir sein wollte. Aber vielleicht bin ich auch in dem Punkt zu naiv und blauäugig - mal wieder...
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#75
seinem Partner eine Täuschung in einem wesentlichen Eckpfeiler der Beziehung zu verzeihen?
Nachdem du dir das aktuell mit deinem Kopf eingeredet hast, denke mal mit deinem Kopf nach, worin hier eine "Täuschung" liegen soll. Ihr findet beide, dass Sex und Gefühl zusammengehören (kann man übrigens auch bei einem ONS haben). Selbst wenn sie in ihrer Jugend da noch anderer Meinung gewesen wäre, zumindest seit dem ONS war sie dieser Meinung, also schon lange bevor sie dich kennen gelernt hat. Als ihr euch kennen gelernt habt, hat sie dir wahrheitsgemäß vermittelt, dass sie wie du der Meinung ist, dass Sex und Gefühl zusammengehören. Da liegt keine Täuschung vor.
Genau das ist der springende Punkt. Ich dachte, dieser Punkt ist bei meiner Frau so fest verankert, dass sie das nicht probieren musste. Das probieren allein schwächt den Standpunkt doch enorm ab.
Nö, das verstärkt den Standpunkt eher. Die Liebe ist auch besonders stark, wenn sie existiert, obwohl der andere gewisse Schwächen hat. (Demnach scheint deine Liebe zu ihr übrigens nicht besonders stark zu sein)
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#76
Bis jetzt bin ich davon ausgegangen, dass sie einfach nur ehrlich zu mir sein wollte. Aber vielleicht bin ich auch in dem Punkt zu naiv und blauäugig - mal wieder...
Was heißt "ehrlich"? Wie ich soeben geschrieben habe ist sie dadurch nicht unehrlich, dass sie dir etwas nicht erzählt hat, was für eure Beziehung unbedeutend ist.
Trotzdem kannst du dir die Frage stellen, warum sie ausgerechnet (erst) jetzt das Bedürfnis hatte, dir so einen Trigger auf die Nase zu binden.
In welchem Gesprächs- und Beziehungskontext geschah das denn?
 
Dabei
18 Mrz 2021
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#77
Hallo Martin, kein Thema.
Du sagst erst eigentlich schon und unten schreibst du Hobbys ändern sich und mal die ein oder andere politische Ansicht.
Also eigentlich doch nicht.
Du schreibst zwar deine Grundprinzipien nicht aber was Grundsätzlich ist ist ja nicht nur von Mensch zu Mensch unterschiedlich sondern auch von Lebensphase zu Lebensphase mit 20 waren die sicher noch Sachen super wichtig die dir heute nicht mehr so wichtig sind, umgekehrt sind dir sicher heute auch Sachen wichtig die dir damals nicht so wichtig waren.




Du hattest geschrieben: „Und ihre Freundinnen haben das auch alle gemacht jetzt hat sie sich irgendwie im Gruppenzwang gedacht, sie muss das auch mal probieren. „

Das wort Gruppenzwang beinhaltet für mich dass sie es gemacht hat aus Angst in ihrer peer group also ihren damaligen Freundinnen sonst weniger respektiert zu sein.
Aber wenn wir es so auslegen dass sie das gemacht hat um sich selbst was zu beweisen spricht dass sogar nicht mehr für sie. Da es generell besser ist sich selbst etwas beweisen zu wollen als anderen.
Und das Ergebnis zu den sie ja kam war dass sie dass doch nicht braucht.


[QUOTE="Martinstmk, post: 459359, member: 28637"
Und jetzt zur Frage, warum mich das so triggert: Ich weiß es nicht. Ich denke es geht wohl darum, dass wir uns in dem Punkt von Anfang an einig waren und dieser Punkt uns somit sehr verbunden hat. Es waren auch Situationen, wo die besagte Person dabei war, wo ich mir im Nachhinein recht blöd vorkomme und ich mir denke, dass das nicht sehr partnerschaftlich ist, mich so auflaufen zu lassen. Vielleicht liegts auch ein Stück weit an der gekränkten krankhaften Männlichkeit meinerseits. Mir ist ja das grundsätzlich eh alles bewusst, wie lächerlich das ist. Mein Kopf weiß das. Aber der springende Punkt ist: Wie bringe ich das meinem Herzen, meinen Gefühlen, meinen Emotionen bei? Die lassen sich nämlich nicht durch rationale Argumente überreden. Da brauche ich eine Technik, die mir das ermöglicht oder irgendwas in der Richtung, dass mich dieser Punkt nicht mehr so trifft. Oder ich muss ein Stück weit versuchen, die Emotionalität aus der Beziehung rauszunehmen. Die Frage ist halt, ob das dann gut ist, für eine Beziehung, die ja per Definition eben auf Emotionen aufbaut.
Nun ja, sie hat ja nicht die eine Nacht gezweifelt, sie hat gemeint, irgendwie wollte sie das immer mal probieren. Also was schon damals eine Grundeinstellung, die nicht mit der meinen Kompatibel war. Ich sehs weniger als Ausrutscher einer Nacht denn als einen Sprung mit Anlauf. Und dann wars wohl nur Zufall, dass ihr der Sprung nicht gefallen hat bzw. wohl auch nur deswegen, weil sie meinte, sie hätte den Mann enttäuscht.

Dein letzter Satz ist auch sehr entscheidend für mich: "diese Sache, die euch zu Beginn eurer Beziehung verbunden hat." - das hat es eben nicht. Das ist ja mein Problem.
 
Dabei
18 Mrz 2021
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#78
Nachdem du dir das aktuell mit deinem Kopf eingeredet hast, denke mal mit deinem Kopf nach, worin hier eine "Täuschung" liegen soll. Ihr findet beide, dass Sex und Gefühl zusammengehören (kann man übrigens auch bei einem ONS haben). Selbst wenn sie in ihrer Jugend da noch anderer Meinung gewesen wäre, zumindest seit dem ONS war sie dieser Meinung, also schon lange bevor sie dich kennen gelernt hat. Als ihr euch kennen gelernt habt, hat sie dir wahrheitsgemäß vermittelt, dass sie wie du der Meinung ist, dass Sex und Gefühl zusammengehören. Da liegt keine Täuschung vor.

Nö, das verstärkt den Standpunkt eher. Die Liebe ist auch besonders stark, wenn sie existiert, obwohl der andere gewisse Schwächen hat. (Demnach scheint deine Liebe zu ihr übrigens nicht besonders stark zu sein)
Sie hat mich denken lassen, sie hätte das nie getan. Sogar ziemlich direkt. Das ist die Täuschung.

Ich meinte damit, das schwächt den Standpunkt für die grundsätzliche Ablehnung von ONS, nicht für oder gegen die Liebe.
 
Dabei
18 Mrz 2021
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#79
Was heißt "ehrlich"? Wie ich soeben geschrieben habe ist sie dadurch nicht unehrlich, dass sie dir etwas nicht erzählt hat, was für eure Beziehung unbedeutend ist.
Trotzdem kannst du dir die Frage stellen, warum sie ausgerechnet (erst) jetzt das Bedürfnis hatte, dir so einen Trigger auf die Nase zu binden.
In welchem Gesprächs- und Beziehungskontext geschah das denn?
Ok, dann ersetze "ehrlich" mit "offen".
Nun ja, wir hatten vorher schon eine Diskussion weil sie besoffen über ihre früheren Beziehungen schwadroniert hat. Da war ich der Meinung, sie sei emotional noch drinnen verhaftet, wenn das jetzt im Rausch rauskommt. Dann hat sie mir klar gelegt, warum das nicht mehr so ist - und das war auch sehr verständlich und glaubhaft. Und ein paar Stunden späte hat sie mir dann noch eine Nachricht geschickt mit der Info zum ONS.
 
Dabei
3 Feb 2013
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709
#80
Nun ja, sie hat ja nicht die eine Nacht gezweifelt, sie hat gemeint, irgendwie wollte sie das immer mal probieren. Also was schon damals eine Grundeinstellung, die nicht mit der meinen Kompatibel war. Ich sehs weniger als Ausrutscher einer Nacht denn als einen Sprung mit Anlauf. Und dann wars wohl nur Zufall, dass ihr der Sprung nicht gefallen hat bzw. wohl auch nur deswegen, weil sie meinte, sie hätte den Mann enttäuscht.
Du bewegst dich hier wieder fast ausschließlich in schwarz weiß Denkweise.
Die neusten Menschen zweifeln, und nur weil wir etwas tun heißt dass nicht das wir uns da sicher sind.
Wie du die Geschichte erzählt hast Sie hat gedacht dass sie das wohl auch mal tun müsse weil all ihre Freundinnen das schon getan haben hat dich Zweifel einmal quer drüber geschrieben.
Du schreibst dich stört dass sie die Nacht nicht bereut hat.
Wem wäre den geholfen wenn sie die Nacht derart bereut hätte da sie sich von dem dude benutzt gefühlt hätte so dass sie danach 3 Stunden weinend unter der Dusche gehockt und sich 1 Jahr als Schlampe gefühlt hätte (sorry für die Wortwahl und graphische Darstellung but trying to make a point).
Ginge es dir dann damit besser?
Ihr sicher nicht.

sie hat es getan
Sie hat es nie wieder getan
Aber sie hat es auch nicht bereut
Wieso auc? bereuen ist für Leute die im Rückspiegel leben.

Dein letzter Satz ist auch sehr entscheidend für mich: "diese Sache, die euch zu Beginn eurer Beziehung verbunden hat." - das hat es eben nicht. Das ist ja mein Problem.
Auch hier wieder
Schwarz Weiß
ich hab gedacht dass es genau so und so ist aber es war leicht anders jetzt ist alles schlecht

Grau
Damals hat es euch verbunden, weil du von der Sache nicht wusstest.
Jetzt hat sie…sie hat nicht mal gelogen…sie hat ihre Sichtweise nur leicht ausgeschmückt, sie hat seit ihr euch kennt so gelebt. War dir immer treu, etc. etc. pp.
Nur da war diese eine Sache Jahre bevor ihr euch kanntet.
Wie wichtig kann denn eine Sache die vor 18 Jahren war gegen all das was ihr 10 Jahre zusammen aufgebaut habt die Zeit und Emotionen die ihr in die Beziehung gegeben habt.
Du schreibst von deiner gekränkten Männlichkeit und dass ist gut dass du dir das eingestehen kannst dass das ein Grund sein könnte.
Aber weißt du was wirklich männlich ist?
Sachen zu machen die andere oder auch man selbst als unmännlich sehen.
Schau tief in den Spiegel und sei ehrlich zu dir selbst.
Und wenn du sie noch liebst und mit ihr leben willst dann gesteh dir selbst ein dass ein Grundprinzip extrem kleinlich und borniert ist wenn du bereit bist darüber eine 10 jährige Beziehung zerbrechen zu lassen. Oder anders formuliert
Was ist dir lieber 10 Jahre Beziehung aufzugeben oder sich einzugestehen dass man einen Grund Prinzip einfach all die Jahre Zuviel Gewichtung gegeben hat.
Und wenn der Kopf führt wird dein Herz folgen!
 
Dabei
18 Mrz 2021
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85
#81
Du bewegst dich hier wieder fast ausschließlich in schwarz weiß Denkweise.
Die neusten Menschen zweifeln, und nur weil wir etwas tun heißt dass nicht das wir uns da sicher sind.
Wie du die Geschichte erzählt hast Sie hat gedacht dass sie das wohl auch mal tun müsse weil all ihre Freundinnen das schon getan haben hat dich Zweifel einmal quer drüber geschrieben.
Du schreibst dich stört dass sie die Nacht nicht bereut hat.
Wem wäre den geholfen wenn sie die Nacht derart bereut hätte da sie sich von dem dude benutzt gefühlt hätte so dass sie danach 3 Stunden weinend unter der Dusche gehockt und sich 1 Jahr als Schlampe gefühlt hätte (sorry für die Wortwahl und graphische Darstellung but trying to make a point).
Ginge es dir dann damit besser?
Ihr sicher nicht.

sie hat es getan
Sie hat es nie wieder getan
Aber sie hat es auch nicht bereut
Wieso auc? bereuen ist für Leute die im Rückspiegel leben.



Auch hier wieder
Schwarz Weiß
ich hab gedacht dass es genau so und so ist aber es war leicht anders jetzt ist alles schlecht

Grau
Damals hat es euch verbunden, weil du von der Sache nicht wusstest.
Jetzt hat sie…sie hat nicht mal gelogen…sie hat ihre Sichtweise nur leicht ausgeschmückt, sie hat seit ihr euch kennt so gelebt. War dir immer treu, etc. etc. pp.
Nur da war diese eine Sache Jahre bevor ihr euch kanntet.
Wie wichtig kann denn eine Sache die vor 18 Jahren war gegen all das was ihr 10 Jahre zusammen aufgebaut habt die Zeit und Emotionen die ihr in die Beziehung gegeben habt.
Du schreibst von deiner gekränkten Männlichkeit und dass ist gut dass du dir das eingestehen kannst dass das ein Grund sein könnte.
Aber weißt du was wirklich männlich ist?
Sachen zu machen die andere oder auch man selbst als unmännlich sehen.
Schau tief in den Spiegel und sei ehrlich zu dir selbst.
Und wenn du sie noch liebst und mit ihr leben willst dann gesteh dir selbst ein dass ein Grundprinzip extrem kleinlich und borniert ist wenn du bereit bist darüber eine 10 jährige Beziehung zerbrechen zu lassen. Oder anders formuliert
Was ist dir lieber 10 Jahre Beziehung aufzugeben oder sich einzugestehen dass man einen Grund Prinzip einfach all die Jahre Zuviel Gewichtung gegeben hat.
Und wenn der Kopf führt wird dein Herz folgen!
Was ich nicht versteh... Warum tut man was nie wieder, wenn mans nicht bereut?

Mit dem Rest, geb ich dir recht, danke für deine Ausführungen. Ich muss mich dieser Frage jetzt wohl stellen.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#84
Ja aber widerspricht sich das nicht? Wenn ichs nicht bereu, wars ja nicht so schlecht. Das dann nie wieder machen zu wollen, das ist für mich nicht stimmig...
Also, ich mag keinen Rosenkohl. Mir hat jemand mal gesagt, er könne den zubereiten, dass er superlecker wäre. Ich war misstrauisch, aber neugierig, ich habe nicht viel erwartet und wurde trotzdem enttäuscht. Ich bereue es nicht, es probiert zu haben, denn ich weiß nun, dass ich von Anfang an recht hatte. Trotzdem würde ich es nicht wieder probieren, das Thema ist durch. Es gibt einfach Ambivalenzen, die man als erwachsene Person aushalten muss.
 
Dabei
18 Mrz 2021
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#85
Also, ich mag keinen Rosenkohl. Mir hat jemand mal gesagt, er könne den zubereiten, dass er superlecker wäre. Ich war misstrauisch, aber neugierig, ich habe nicht viel erwartet und wurde trotzdem enttäuscht. Ich bereue es nicht, es probiert zu haben, denn ich weiß nun, dass ich von Anfang an recht hatte. Trotzdem würde ich es nicht wieder probieren, das Thema ist durch. Es gibt einfach Ambivalenzen, die man als erwachsene Person aushalten muss.
Ja, ok. Aber Rosenkohl probieren und seine Intimität und Sexualität ohne Gefühle herzugeben, sorry, das sind schon zwei Paar Schuhe. Vor allem, Rosenkohl muss ich kosten um zu wissen, ob er schmeckt. Meine Grundeinstellung muss ich nicht testen, weil dann wärs per se keine Grundeinstellung. Dann ist es halt was anderes, abgeschwächteres als eine Grundeinstellung. Eine Meinung vielleicht. Mir wars halt wichtig, dass es eine Grundeinstellung ist. Mag jetzt vielleicht pedantisch klingen, aber macht einen großen Unterschied.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#86
Ja, ok. Aber Rosenkohl probieren und seine Intimität und Sexualität ohne Gefühle herzugeben, sorry, das sind schon zwei Paar Schuhe. Vor allem, Rosenkohl muss ich kosten um zu wissen, ob er schmeckt. Meine Grundeinstellung muss ich nicht testen, weil dann wärs per se keine Grundeinstellung. Dann ist es halt was anderes, abgeschwächteres als eine Grundeinstellung. Eine Meinung vielleicht. Mir wars halt wichtig, dass es eine Grundeinstellung ist. Mag jetzt vielleicht pedantisch klingen, aber macht einen großen Unterschied.
Nee, sie kannte ja Sex vorher schon, nur nicht diese Art. Genau, exakt das Gleiche wie das Beispiel mit dem Rosenkohl. :D
Natürlich muss man seine Grundeinstellung testen. Man muss sie immer wieder testen und in Frage stellen, wie in der Wissenschaft.
 
Dabei
18 Mrz 2021
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Nee, sie kannte ja Sex vorher schon, nur nicht diese Art. Genau, exakt das Gleiche wie das Beispiel mit dem Rosenkohl. :D
Natürlich muss man seine Grundeinstellung testen. Man muss sie immer wieder testen und in Frage stellen, wie in der Wissenschaft.
Ok, also dieser Logik folgend: Wenn ich die Grundeinstellung habe, das Sex nicht ohne Gefühle geht, muss ich alle Zeiten mal ins Puff um zu testen, obs noch immer so ist?!?
 
Dabei
22 Aug 2011
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#88
Bis jetzt bin ich davon ausgegangen, dass sie einfach nur ehrlich zu mir sein wollte. Aber vielleicht bin ich auch in dem Punkt zu naiv und blauäugig - mal wieder...
Ich hoffe wirklich, dass sie einfach nur ehrlich sein wollte. Ihr wart eh gerade bei dem Thema, da bietet es sich an, gleich alles zu erzählen.

Die einzige andere Möglichkeit, die mir einfallen würde, wäre, dass sie die ganze Zeit Angst hatte, dass Du nicht wirklich sie liebst, sondern nur eine idealisierte Version von ihr, die nur in Deinem Kopf existiert. Und dass sie diese Angst einfach nicht weiter ertragen hat, sondern lieber Gewissheit wollte, als so weiter zu leben. Neben einem Mann, dessen Gefühle wahrscheinlich verschwinden werden, sobald er sieht, dass sie nicht schon immer die Frau war, die er geheiratet hat. Dann lieber sofort verlassen werden, statt in 10 Jahren, wenn er es zufällig über Dritte rausfindet (was natürlich deutlich schlimmer wäre).

Darf ich fragen, woran Deine frühere Beziehung gescheitert ist? Du hast ja geschrieben, dass es da eine ähnliche Situation gab. Wusste Deine Frau davon?
 
Dabei
18 Mrz 2021
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#89
Ich hoffe wirklich, dass sie einfach nur ehrlich sein wollte. Ihr wart eh gerade bei dem Thema, da bietet es sich an, gleich alles zu erzählen.

Die einzige andere Möglichkeit, die mir einfallen würde, wäre, dass sie die ganze Zeit Angst hatte, dass Du nicht wirklich sie liebst, sondern nur eine idealisierte Version von ihr, die nur in Deinem Kopf existiert. Und dass sie diese Angst einfach nicht weiter ertragen hat, sondern lieber Gewissheit wollte, als so weiter zu leben. Neben einem Mann, dessen Gefühle wahrscheinlich verschwinden werden, sobald er sieht, dass sie nicht schon immer die Frau war, die er geheiratet hat. Dann lieber sofort verlassen werden, statt in 10 Jahren, wenn er es zufällig über Dritte rausfindet (was natürlich deutlich schlimmer wäre).

Darf ich fragen, woran Deine frühere Beziehung gescheitert ist? Du hast ja geschrieben, dass es da eine ähnliche Situation gab. Wusste Deine Frau davon?
Nun, ich hatte drei vergangene Beziehungen. Aber die, auf die ich mich bezogen hatte ist daran gescheitert, dass sie ein sehr promiskuitives Leben vor mir führte. Wobei aber meine Grundeinstellung nicht dadurch entstanden ist, die hatte ich auch schon vorher - auch in dieser Ausprägung. Kann mich aber nicht erinnern, ihr dieses Detail genannt zu haben - Gespräche über unsere Vergangenen Beziehungen waren ja bis vor kurzem Tabu.
 
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