Liebeskummer & traurig sein

Dabei
5 Jun 2015
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Hallo Idcat
Für mich klingt Hintertüre auch unpassend.
das könnte man sagen, wenn du in einer definierten Beziehung zu einem von beiden Männern befinden würdest
Aber das ist ja nicht so.
wenn man eine Beziehung als das Haus betrachten würde, wo es Vorder und Hintertüren gäbe,
existiert das ja noch gar nicht.
Ich finde die Reaktion von B auf deine Erklärung auch überraschend, da solch eine Haltung selten ist,
aber ich finde das völlig in Ordnung, so lange alle mit offenen Karten spielen.
ich war noch nie in einer solchen Situation, darum ist es schwer für mich, es gefühlsmäßig nachzuvollziehen.
ich würde vermuten, das es sich nicht so frei und unabhängig in dir anfühlt wie die Seelenlage von B
angeblich oder tatsächlich stattfindet.
Ich finde es völlig in Ordnung für dich abzwarten, was nun passiert, wie sich eure Geschichten entwickeln.
Und ich sähe es auch nicht als verwerflich eine Beziehung zu zwei Männern zu haben,
auch wenn unsere derzeitige Moral das als Unding betrachtet.
wer entscheidet denn so etwas?
Das können doch nur die Protagonisten nach ihren Moralvorstellungen selbst entscheiden.
ich persönlich glaube nicht, das unsere Gesellschaft auf Dauer in diesen Zweierbeziehungen stecken bleibt.
Als ich jung war, war Homosexualietät ZB noch eine Straftat, wenn sie mit einem Partner gelebt würde.
und bis zu meinem Geburtsjahr, viel das Vermögen einer Frau an den Ehegatten bei Eheschließung
und bis in die 70zieger konnten Ehemänner bestimmen, ob Ehefrauen einer bezahlten Arbeit nachgehen dürfen.
Unsere Gesellschaft ist sehr im Wandel, was ihre Wertebegriffe angeht,
Dar sah man in meiner Jugend, der Flower-Power Zeit, das mit dem Zweierbeziehungen als spießieges Establishment
an.
Das ist nun grad wieder ganz anders und die Traumhochzeit in Rosa ist angesagt.
Vor ein paar Jahren wäre es auch meine Situation noch undenkbar gewesen,
ich wohne ohne offizielle Scheidung noch bei meinem Ex und habe Beziehungen zu anderen Männern.
Allerdings immer nur einer ;)
in meiner Nachbarschaft wird das nun schon als Modell für friedliche Trennungen gehandelt :)

ich finde Ehrlichkeit am wichtigsten.
Vor allem sich selbst gegenüber.
Wir sind alles Menschen, wir haben alle schwache und starke Seiten.
es ist in Ordnung eine Weile im Unklarem zu sein,
Aber es wäre für mich auch in Ordnung willentlich zwei Beziehungen zu führen,
wenn alle damit einverstanden sind.
Für mich ist eine Beziehung kein Wert an sich,
Sondern ein Ort, an dem ich meine Bedürfnisse nach Nähe, Wachstum, Unterhaltung usw befriedige,
solange das paßt,( für alle) ist es doch gut, wenn nicht, muß derjenige etwas ändern,
der unbefriedigt damit ist.
Um Optimierung bitten oder, wenn es nicht möglich ist, sich trennen.
 
Dabei
23 Nov 2016
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Ich bin gespannt ob A jemals so richtig in der Friendzone sein wird. Kann man sich wenn derjenige noch "aktuell" ist irgendwie immer so schwer vorstellen.
Ich weiß, liebe Idkat. Wenn die Gefühle gerade da sind, dann geht das auch nicht.

Man kann sich irgendwie immer schwer vorstellen, dass man mal anders sein wird. Denn so, wie man gerade ist und fühlt, ist es ja gut. Es wäre wahrscheinlich ziemlich plemplem, wenn man denken würde: jetzt bin ich verliebt in XY, aber das bin ich in 6 Monaten sicher nicht mehr, weil ich mich dann verändert habe oder weil ich XY dann anders sehe. Dann könnte man sich das Verlieben gleich sparen.

Es kann außerdem natürlich sein, dass A nie so richtig in der friendzone ankommen wird. Aber sehr wahrscheinlich ist das nicht. Es hört sich abgedroschen an, aber es ist alles eine Frage der Zeit.

Es gibt nur wenige Männer, in die ich mich bisher ernsthaft verliebt habe (ich glaube 4, meine 1. Liebe mit 17 mitgerechnet). Ich hatte also schon ziemlich tiefe Gefühle für meinen Kollegen, den ich mittlerweile immerhin fast 12 Jahre lang kenne. Da hat es natürlich einige Zeit gedauert, bis ich "über ihn hinweg" war, zumal ich ihn wirklich noch oft sehe. Es hat da auch Überschneidungen zu meinem jetzigen Freund gegeben, in der Anfangs/-Kennenlernzeit (natürlich nur gefühlsmäßig, zweigleisig im körperlichen Sinn bin ich nie gefahren).

Es ist einfach so, dass bei mir irgendwann angekommen ist, dass mein Kollege auch Schwächen hat, die mich in einer Beziehung früher oder später unglücklich machen würden (immerhin hat er seine Frau hintergangen und nicht den Mumm, seine kaputte Ehe zu flicken,,sondern suchte einen feigen Ausweg), und dass er trotz vieler Gemeinsamkeiten doch nicht "der Richtige" ist. Wenn man anfängt, den anderen so zu sehen, wie er ist und nicht so zu sehen, wie man es sich wünschen würde, und das akzeptiert und seinen Frieden damit macht, kann man auch eine Freundschaft finden. Aber den anderen eben so zu sehen, wie er ist, haben wir nicht immer in der Hand. Das braucht Zeit.

Oft wissen wir auch ganz genau um die Schwächen des Angebeteten. Aber es dauert einfach, bis es im Herzen ankommt.

Weil es bei mir auch im Herzen angekommen ist, hat mein Kollege keine Chance mehr. Das Fenster ist zu. Aber als Kumpel kann ich ihm seine charakterlichen Schwächen verzeihen und mich über seine Witze auf der Arbeit amüsieren.

Was ich damit sagen will: Es kommt irgendwie immer anders als man denkt.

Die Buddhisten sagen: Nichts ist so beständig wie der Wandel.

Schau einfach, wohin sich die Dinge entwickeln, Idkat. Sie werden sich entwickeln und es wird eine "Lösung" für A und B geben.
 
Dabei
23 Nov 2016
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Das oben hatte ich gestern nachmittag geschrieben, aber irgendwie jetzt erst abgeschickt, deswegen passt die Antwort nicht so genau.

Ich finde es völlig in Ordnung, mal nicht genau zu wissen, wohin es gefühlsmäßig geht. Es ist auch okay, es dann laufen zu lassen, solange man niemanden verletzt. Und das tust du ja nicht.

Also ich find's stark, das offene Gespräch von gestern !
 
Dabei
27 Aug 2012
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Was ich damit sagen will: Es kommt irgendwie immer anders als man denkt.

Die Buddhisten sagen: Nichts ist so beständig wie der Wandel.
Die Zitate kann man aber auch so weiterspinnen, dass man wieder rückfällig wird :razz:

Anyway, auch wenn ich das Gespräch nicht gesucht hätte, ist der Ausgang für idkat natürlich optimal, es passt perfekt für ihre momentane Situation und jetzt kann sie unbeschwert erstmal so weitermachen. Freut mich!
 
Dabei
6 Feb 2017
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Danke euch allen, ihr seid schon echt nett :)

Cybele, ich habe bei einem Satz von dir sehr lange überlegt, wie genau du ihn gemeint haben könntest:
ich würde vermuten, das es sich nicht so frei und unabhängig in dir anfühlt wie die Seelenlage von B angeblich oder tatsächlich stattfindet.
Was genau meinst du mit der Seelenlage von B? Was vermutest du?

Badesalz, ich hab jetzt auch länger darüber nachgedacht, wie ich die beiden jeweils sehe oder wahrnehme und wie viel Wunschvorstellung da wohl dabei ist. Ich glaube von letzterem gar nicht sooo viel.
Ich denke, dass ich in A vor allem viel von mir selbst sehe. Ich glaube wir sind beide sehr emotional, nachdenklich, impulsiv und im Denken zwar reflektiert, aber doch noch sehr jung. Während unseres Verhältnisses hat er öfter mal gesagt, dass er mich sehr widersprüchlich findet, weil ich einerseits immer so selbstbewusst wirke und es dann aber manchmal Momente gibt in denen ich so eine starke Verletzlichkeit ausstrahle. Genauso habe ich ihn eigentlich auch wahrgenommen. Bei uns beiden spielt sich aber so etwas eher im Untergrund ab, würde ich sagen.
Und B finde ich als Menschen ziemlich interessant, weil ich ihn schwer einordnen kann, er ist eine ungewöhnliche Mischung. Aber auch da scheint es so zu sein, dass es auf Gegenseitigkeit beruht. B hat schon die letzten Treffen angefangen mich manchmal als "Paradox" zu bezeichnen und auch bei unserem letzten Gespräch gestern hat er gesagt, dass er es interessant findet, dass bei mir immer etwas ganz anderes kommt als er es erwartet hätte. Ich halte ihn für ziemlich klug und glaube, dass er eigentlich eine sehr gut trainierte Menschenkenntnis hat. Ich merke auch, dass er mich analysiert und versucht Muster zu erkennen. Aber nichts scheint so richtig zu passen und genauso geht es mir umgekehrt mit ihm auch. Es fasziniert mich. So habe ich ihm das gestern am Ende unseres Gespräches auch gesagt und er meinte "Faszinierend ist das Wort, das in meinen Augen wohl auch am besten auf dich passt".

Und Twin, ich habe B gestern übrigens auch nach seinem Persönlichkeitstypen gefragt. Er meinte er würde sich vermutlich schon unter "Beziehungstyp" einordnen, wobei das nur dann der Fall ist, wenn sich so eine Beziehung ergibt. Er meint, wenn er Single ist dann hat er keinen Bedarf nach einer und dann lebt er sehr unverbindlich, bis sich eben irgendwo Gefühle ergeben. In dem Fall ergibt sich aus diesen Gefühlen für ihn als nächsten Schritt dann aber eine Beziehung. Vorausgesetzt die Gefühle werden erwidert natürlich.
 
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Dabei
18 Okt 2012
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Sehr interessant. Wünsche dir auf jeden Fall viel Glück und auch Spaß mit Beiden. Ich glaube ja immer noch, dass bald C um die Ecke kommt^^

Bis dahin immer schön weiter analysieren ;)
 
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18 Dez 2011
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Also: Auslöser dass ich jetzt doch das Gespräch gesucht habe war, dass ich in der Nacht von Samstag auf Sonntag jetzt spontan A getroffen hatte und mir danach eingestehen musste, dass auch wenn ich vorgebe eine Sache zu beenden und eine andere zu starten, ich in Wirklichkeit eigentlich gerade zwei Sachen laufen lasse. Da entwickelte ich dann doch ein Gewissen gegenüber B, weil er als einziger nicht über die Situation in der er sich befand aufgeklärt war.

Also klärte ich B heute auf. Ich sagte, dass es da noch jemanden gäbe mit dem das nicht wirklich abgeschlossen sei, den ich auch noch ab und an treffen würde, mit dem auch immer wieder mal noch was passiert und bei dem ich es auch nicht ausschließen kann, dass ich zu irgendeinem Zeitpunkt nicht doch noch mal etwas mit ihm versuchen wollen würde.
B's Reaktion war ... interessant. Er war neugierig warum ich ihm das jetzt erzähle, hatte kein Problem damit und meinte dass er - wo wir gerade so ehrlich sind - auch noch zwei andere treffen würde und sich jetzt fast schlecht fühlen würde kein Gewissen mir gegenüber gehabt zu haben, was ihn dazu bewogen hätte mir davon zu erzählen. Das fand ich lustig.
(...)
das ist generell ja erstmal ok. vor allem kannst du dir damit auch ziemlich sicher sein, dass B wohl auch zukünftig keine feste beziehung eingehen wird. für ihn bist du eine von dreien. solange das für dich ok ist, schadet ihr ja niemanden. es kommt halt darauf an was du willst.
 
Dabei
5 Jun 2015
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"Ich würdevermuten, das es sich nicht so frei und unabhängig in dir anfühlt wie die Seelenlage von B angeblich oder tatsächlich anfühlt"

Ich wollte damit sagen, das ich nicht weiß, ob B so cool ist, oder ob er da eine Rolle spielt,
aber darum ging es nicht, sondern darum, ob es sich in dir so unabhängig anfühlt, wie B sich präsentiert.
und das ich vermute, das dein Herz/ deine Gefühlslage tendenziöser sind.
auf deutsch : wie frei und unbeschwert bist DU gerade tatsächlich?
oder viel Traurigsein ist noch da?
 
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18 Okt 2012
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Ich wollte damit sagen, das ich nicht weiß, ob B so cool ist, oder ob er da eine Rolle spielt,
aber darum ging es nicht, sondern darum, ob es sich in dir so unabhängig anfühlt, wie B sich präsentiert.
und das ich vermute, das dein Herz/ deine Gefühlslage tendenziöser sind.
auf deutsch : wie frei und unbeschwert bist DU gerade tatsächlich?
oder viel Traurigsein ist noch da?
Diese Vermutung hab ich auch (gerade, weil ich sie als Kopfmensch kennengelernt habe). Kann mich da aber auch täuschen. Aber lassen wir es doch einfach mal laufen und schauen, was passiert.
 
Dabei
6 Feb 2017
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Achso. Meine Gefühlslage hat sich geändert. Ich bin immer noch etwas traurig, aber jetzt aus anderen Gründen. Ich habe Samstag Nacht den wahren Grund erfahren, warum er es beendet hat und frage mich inzwischen, ob A und ich gegenseitig nicht gut füreinander waren. Es ist so, dass wir beides Menschen sind, die sich sehr ungerne einschränken lassen und sich sehr leicht eingeschränkt fühlen. Weil wir uns selbst so ungern einschränken lassen, würden wir niemals etwas von dem anderen fordern - auch nicht indirekt. Ich hab manchmal gespürt, dass er Gefühle wie Unsicherheit, Eifersucht oder Verletztheit zurückhält, um mich frei zu lassen und mich nicht zu beeinflussen. Ich habe aber nichts damit gemacht. Umgekehrt habe ich mich genauso verhalten.
Der wahre Grund warum er es beendet hat war, dass er fremdgeküsst hat und es mir nicht erzählen konnte/wollte. Er hat es mir jetzt Samstag erzählt.

Ich hab jetzt reflektiert wie das damals war und die Reihenfolge war, dass er eine Klausur hatte, die ihn über Wochen total eingenommen und belastet hat. Ich wollte ihm seinen Freiraum geben, hatte aber selbst einen Umschwung in meinem Leben, der mich belastet hat und habe mich dann mit meinem Exfreund verabredet. Nur so, um sich mal wieder auszutauschen, A wusste ja auch, dass wir noch Kontakt hatten und er hatte ja auch noch welchen zu seinen Exfreundinnen. Jedenfalls schrieb er schließlich diese Klausur und sie lief sehr sehr schlecht. Ich war für den Abend mit meinem Ex verabredet und er unternahm noch was mit seinen Kommilitonen. An dem Abend küsste er diese eine Kommilitonin bei der ich schon die ganze Zeit scherzhaft angemerkt hatte, dass sie auf ihn stehen würde. Ich erinnere mich noch genau an den Abend, weil ich nach der Verabredung mit meinem Ex zum Fitness ging und ich einfach ein richtig richtig schlechtes Gefühl hatte. Ich hab ständig auf mein Handy geguckt und ich hatte so viel Kondition wie noch nie, weil ich so aufgewühlt war. Ich konnte mir das damals nicht so richtig erklären, weil A schon immer nur sporadisch am Handy war und ich es eigentlich gewohnt war, dass er nicht schrieb, wenn er mit Leuten unterwegs war, aber an dem Abend fühlte es sich irgendwie anders an. Am nächsten Tag sahen wir uns und er suchte viel meine Nähe, also verwarf ich mein unwohliges Gefühl und dachte mir, dass das nur meine Unsicherheit wäre und ich ihn damit nicht belasten müsste. Ich fuhr dann zu meinem Opa. Während meiner Zeit dort hielten wir Kontakt, aber es fühlte sich distanzierter an. Daraufhin verabredete ich mit einer Freundin auf eine Singleparty zu gehen, wenn ich wieder zurück sein würde. Ich kam zurück, er reiste ab, wir sahen uns dazwischen nicht. Und dann während seiner Fahrt schrieben wir von unseren Plänen und ich schrieb, dass wir auf diese Singleparty gehen würden, aber nur weil wir schon lange neugierig wären wie das da so ist etc. Und auf diese Nachricht antwortete er dann, dass er sich auch eh noch nicht bereit für eine Beziehung fühlen würde und schon darüber nachgedacht hätte es zu beenden, weil er mir nicht so viel geben könne wie ich ihm geben würde. Das ergab für mich damals gar keinen Sinn, aber mit dem Kuss jetzt schon eher. Und ich war verletzt davon, aber schrieb dass ich erleichtert wäre, weil ich ja schon gespürt hatte dass irgendetwas nicht ganz richtig wäre. Und er war bestimmt verletzt davon, aber schrieb dass er erleichtert ist, dass ich das so sehe. Dann lernte ich B beim feiern kennen und das verletzte ihn bestimmt auch, aber er meinte nur dass er hofft dass er mir gut tut. Und er lernte dann beim feiern L. kennen und ich meinte, dass zwar wenn er mit ihr jetzt eine Beziehung eingeht seine lächerliche Lüge mir gegenüber auffliegt (da kannte ich den wahren Grund noch nicht), aber dass ich ihm eigentlich nur wünsche dass er findet was er sucht.
Das ist auch gar nicht gelogen. Mir liegt wirklich so viel an ihm und ich denke mir immer "was man liebt, das lässt man frei.", aber natürlich verletzt es mich wenn ich merke etwas stimmt nicht, er distanziert sich, er beendet es mit mir, er hat eine Neue. Aber ich denke es verletzt auch ihn, wenn ich meinen Ex treffe, auf eine Singleparty gehe, erleichtert bin dass er es beendet und dann B date.
Ich gucke zur Zeit so eine Serie - "Better Call Saul" - und da gibt es ein Paar, Jimmy und Kim, bei dem man anfangs dachte dass sie ein richtig gutes Paar wären, weil sie sich gegenseitig so sehr wertschätzen und so füreinander da sind. Und jetzt so langsam sieht man dieses Paar zerfallen, weil sie andauernd verletzt sind und es aber nicht sagen und der andere es zwar spürt aber auch nichts machen kann oder machen will. Und das ist für mich wirklich anstrengend zu gucken, weil ich mich davon so an die letzte Zeit mit A zurückerinnert fühle. Da habe ich auch zugeguckt wie es langsam zerfällt und das war auch sehr belastend. Ich hatte da auch immer wieder körperliche Beschwerden, die nach der "Trennung" auf einmal alle weg waren. Ich hab das auf einen Hormonwechsel damals geschoben, aber timingmäßig ist es schon verdächtig. Ich lag so oft gekrümmt am Boden und es ging mir einfach nur schlecht und seit es vorbei ist hatte ich das nicht mehr.
Die Vorstellung, dass ich ihn im Prinzip eigentlich schon etwas wie Liebe für ihn fühle und ihm aber vielleicht einfach nicht gut getan habe und umgekehrt er bei mir genauso macht mich jetzt traurig.

Ob B nur so cool tut, weiß ich nicht. B hat sich nach unserem Gespräch zumindest nicht distanziert, sondern ist noch so präsent wie vorher. Er meinte er hätte erwartet, dass ich ein Gespräch suche um ihn zu fragen was es eigentlich genau mit uns ist und er hätte nicht gewusst was er mir darauf hätte antworten sollen. Also vielleicht war er auch wirklich einfach cool damit.
Wie frei es sich in mir anfühlt.. Naja, kommt drauf an, wie man Freiheit definiert. Ich bin in erster Linie gedanklich mit meinen eigenen Emotionen beschäftigt und denke viel über diese nach und im Vergleich eher sehr wenig darüber, was A oder B für mich fühlen könnten.
 
Dabei
6 Mrz 2013
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Hm, ich weiss schon warum ich in Bezug auf Männer ein so eindimensionales Leben führe ... Das ist doch ein Riesen Gefühlsdurcheinander, das ihr da alle miteinander produziert. Cool und locker sieht anders für mich aus.
Klar braucht mein "Freund" (ich weiss gar nicht mehr was A zu dir war) nicht fremdzuküssen, aber ich brauch auch nicht, wenn er eine schwere Klausur hat, meinen Ex zu daten und auf Singleparties zu gehen. Da braucht man sich nicht zu wundern wenn am Ende alle "verletzt" sind ...
 
Dabei
18 Okt 2012
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Wirklich viel Text ;-) aber interessant.

Aber ist das denn nicht auch deine Intension? Unabhängig sein, nicht eingeschränkt sein, nicht binden, lieber alles ganz locker auf sich zukommen lassen, eben jemanden haben aber trotzdem einfach sein Leben leben. Halt nicht so das typische "Beziehungsgeplänkel".
 
Dabei
18 Okt 2012
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Hm, ich weiss schon warum ich in Bezug auf Männer ein so eindimensionales Leben führe ... Das ist doch ein Riesen Gefühlsdurcheinander, das ihr da alle miteinander produziert. Cool und locker sieht anders für mich aus.
Klar braucht mein "Freund" (ich weiss gar nicht mehr was A zu dir war) nicht fremdzuküssen, aber ich brauch auch nicht, wenn er eine schwere Klausur hat, meinen Ex zu daten und auf Singleparties zu gehen. Da braucht man sich nicht zu wundern wenn am Ende alle "verletzt" sind ...
ich kann es nicht so gut schreiben aber das meine ich auch.:lol:

So was kommt von so was
 
Dabei
6 Feb 2017
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Twin hat gesagt.:
Da braucht man sich nicht zu wundern wenn am Ende alle "verletzt" sind ...
Ach so, also wenn du meinen Text so interpretiert haben solltest, dass ich mich jetzt darüber wundere, dass wir uns verletzt haben, dann kann ich aufklären, dass dem nicht so ist.
 
Dabei
6 Feb 2017
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goodbrother hat gesagt.:
Und der Rest von Twins Beitrag?
Ich habe ihn jetzt noch ein paar Mal durchgelesen, weil mein erster Eindruck nicht war, dass da noch mehr drinstand. Ich verstehe ihn vielleicht einfach nur nicht - auf mich wirkt es, als ob sie alles was ich da oben schon selbst geschrieben habe, einfach nur noch mal knapp zusammengefasst hat. Ich weiß nicht, was ich damit machen soll.
 
Dabei
23 Nov 2016
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Hey du,

also für mich hört sich die Geschichte mit A so an, als hättet ihr euch beide aus Angst nicht richtig aufeinander eingelassen.

Wenn man sich sicher ist und es Beziehung und Liebe nennt, dann würde man nicht auf eine Single-Party gehen, auch nicht aus Neugier. Aber du warst dir nicht 100% sicher (wahrscheinlich nicht mal zu 80%).

Vielleicht warst du nicht sicher, weil du gespürt hast, dass er nicht sicher ist. Und er war nicht sicher, weil er gespürt hat, dass du nicht sicher bist. Aber weil du eben stark und selbstbewusst wirkst, hat er deine Unsicherheit möglicherweise als Zweifel an ihm als Mann gedeutet.
Ihr hattet irgendwie beide Angst, mehr zu geben als der andere. Und das, obwohl ihr euch so mögt.

Ich denke, dass das hinter dieser - entschuldig dass ich das so direkt sage - vorgeschobenen Unabhängigkeit und auch dem Stolz steckt.

Wie gesagt, es ist nur eine Vermutung und ich kann auch daneben liegen. Im Endeffekt kennst nur du deine Gefühlslage.

Dass er eine andere an dem Abend geküsst hat, zeugt ja auch von einem Selbstbewusstsein, das nach der versemmelten Klausur gerade am Boden war. Wärst du an dem Tag bei ihm gewesen, hättest du die Chance gehabt ihm zu zeigen, dass du für ihn da bist, wenn es gerade gar nicht gut läuft. Na ja, aber das bringt dir jetzt auch nichts.

Ich würde mich selbst als nicht besonders eifersüchtig einordnen, aber es würde mich tatsächlich auch verletzen oder besser gesagt sehr verunsichern, wenn der Mensch, für den sich gerade ernste Gefühle entwickeln, auf eine Singleparty gehen oder sich mit dem Ex zum Sport verabreden würde.

Das soll jetzt bitte nicht als Kritik an dir aufgefasst werden, Idkat. Ich könnte mir nur vorstellen, dass es gefühlsmäßig anstrengend sein kann, mit jemandem"zusammen" zu sein, auf dessen Loyalität man noch nicht zu 100% vertrauen kann. Das ist wahrscheinlich genauso anstrengend wie mit jemandem zusammen zu sein, der ständig an einem klebt. So ein Mittelweg wäre gut, denke ich.

Das mit dem 100% Vertrauen ist so eine Sache. Es braucht seine Zeit, bis sich das aufbaut.
 
Dabei
6 Feb 2017
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:) Dankeschön Badesalz; keine Sorge, du bist mit nichts in deinem Beitrag zu direkt, dafür formulierst du viel zu rücksichtsvoll. ;)

Ich habe es damals ja auch weder Beziehung noch Liebe genannt. Eine Beziehung war es ja besprochener Weise nicht und von daher war das höchste der Gefühle, das ich ihm gegenüber geäußert habe "ich mag dich wirklich gern". Ich war mir überhaupt gar nicht sicher mit ihm. Ich war mir sicher, dass ich Gefühle hatte und dass ich die besser zurückentwickeln sollte.

Dass er meine Unsicherheit als Zweifel an sich gedeutet hat glaube ich eigentlich nicht, weil wir ja viel geredet haben und ich ihm einiges aus der vergangenen Beziehung erzählt habe, was viel für ihn geklärt hat. Aber er hat daraufhin meinen Exfreund ziemlich verabscheut und ich glaube es hat ihn insgesamt sauer gemacht, dass ich mit ihm immer noch gut gestellt bin. Er gönnt es ihm nicht. Das hat er auch genauso mal gesagt und ich glaube er konnte akzeptieren, dass ich meinen Ex nicht von Grund auf hasse und meide, aber ich glaube, dass ich aktiv den Kontakt suche um ihn um Rat zu fragen, hat ihn vermutlich schon ziemlich gestört. Das denke ich aber eben erst jetzt.

Damals war es für mich so, dass ich mir beruflich sehr unsicher war und nicht wusste ob ich kündigen wollte oder nicht und A hatte dafür einfach keinen Kopf frei. Dann war ich bei dem Geburtstag meiner Stiefmutter und hatte ein ziemlich emotionales Gespräch mit meinem Vater in dem ich ihm einiges ins Gesicht gesagt hatte, was ich von mir selbst nicht erwartet hatte, schrieb A noch dass ich eben so ein emotionales Gespräch hatte und er fragte mich nie weiter danach. Ich hab manchmal überlegt, ob ich diese Themen die mich beschäftigen ansprechen soll, aber ich wollte ihm dann in seinen Klausurstress nicht reinreden und ich wollte auch nicht signalisieren dass ich von ihm jetzt erwarte, dass er mit mir darüber spricht als ob er mein Freund wäre. War er ja nicht.

Als ich mich dann mit meinem Ex verabredet habe, hab ich kurz überlegt, ob ihn das stören würde, aber er meinte er wäre nicht eifersüchtig, er wäre nur neugierig warum. Ich meinte dann, mich interessiere nur seine Meinung zu meinem Problem in der Arbeit, weil er meine Situation da aus Erzählungen schon relativ gut kennt und er eher die wirtschaftliche Sicht auf Dinge hat, während ich eher die emotionale habe. Mehr war es auch nicht. Ich habe überlegt "ok, an wen von meinen Leuten wende ich mich am besten damit?" und das war dann nunmal mein Ex. Dass A da gerade eine blöde Klausur schrieb usw, ok.. Ich hab schon daran gedacht. Ich hab auch daran gedacht, dass es ihn stören könnte. Aber zu der Zeit damals dachte ich, dass er mir eben vertrauen muss und danach dann ja merken wird, dass es wirklich nichts weiter als dieses eine kurze Gespräch ist. (Ich war mit dem auch nicht beim Sport, das wurde falsch verstanden. Wir waren essen und dann bin ich alleine zum Sport.) Aber es gab ja nicht wirklich ein "danach", weil er dann direkt fremdgeküsst hat, sich distanziert hat, ich mir eine Singleparty rausgesucht habe, er mit mir Schluss gemacht hat, ich B kennen gelernt habe, er L kennen gelernt hat und wir unsere Sache einfach verkackt haben.

Vielleicht sollte es dann auch einfach nicht sein.
Ich wünschte wirklich ich wäre besser zu ihm gewesen. Aber in den Momenten damals war ich es nicht und es hatte sicher einen Grund.
Die Sache ist, ich weiß nicht mal ob meine Vermutung, dass er das mit meinem Ex als verletzend empfunden hat stimmt. Und ich glaube er würde es mir auch nicht sagen. Er würde mir nie im Leben einen Vorwurf für irgendetwas machen und allein schon zu äußern, dass ihn etwas stört oder verletzt würde er als indirekten Vorwurf an mich interpretieren und daher auch lassen. Ich bin da aber wie gesagt ganz ähnlich. Wenn er jetzt nachts mit seiner Kommilitonin was trinken gegangen wäre, hätte ich auch niemals etwas gesagt. Nach seinen Exfreundinnen habe ich nie gefragt und bei dem Gedanken, dass er seine Ex noch trifft, bin ich natürlich etwas unsicher geworden, aber ich hätte das nie im Leben ihm gegenüber geäußert.

Ich weiß nicht, ob ich etwas anders machen würde. Ich glaube ich bin einfach diese Art Mensch.
 
Dabei
6 Feb 2017
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Badesalz hat gesagt.:
vorgeschobenen Unabhängigkeit und auch dem Stolz
Könntest du das vielleicht noch näher erklären? Ich hab darüber nachgedacht... Ich fühle mich eigentlich nicht, als ob ich besonders stolz wäre. Ich hab auch als ich das mit dem Kuss erfahren habe, nicht mit verletztem Stolz reagiert, nicht mal insgesamt verletzt.
Wir standen da gerade in einer Umarmung als er meinte er hätte sie geküsst. Ich hab dann zu ihm hochgeguckt, meinte "Während wir etwas hatten?"; Er "An dem Abend nach meiner schlechten Klausur."
Dann hab ich meinen Kopf wieder an seine Brust gelegt und meinte "Oh.. Aber das macht so viel Sinn. Dann hast du es deshalb beendet."
Und er hat mich fest gedrückt, seinen Kopf auf meinem abgelegt und meinte "Ja ich hab danach dann einfach viel nachgedacht und ich dachte wenn ich zu so etwas in der Lage bin, dann ist es vielleicht einfach nicht richtig mit uns."
Und da habe ich dann erst mal nichts mehr gesagt, nur überlegt und wir standen eben noch kurz so da bevor wir weiter gegangen sind.

"Verletzter Stolz"... Ich weiß nicht .... Wo siehst du den denn bei mir? Ich glaube so Dinge wie die Singleparty waren eher Vorsicht und schon mal eine Anfreundung mit dem Gedanken, dass es bald vorbei sein könnte.
 
Dabei
27 Aug 2012
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Könntest du das vielleicht noch näher erklären? Ich hab darüber nachgedacht... Ich fühle mich eigentlich nicht, als ob ich besonders stolz wäre. Ich hab auch als ich das mit dem Kuss erfahren habe, nicht mit verletztem Stolz reagiert, nicht mal insgesamt verletzt.
Ich weiß nicht ob Stolz das richtige Wort ist, aber...

Aus meiner Sicht: Am Ende des Tages ist es dir super wichtig, nicht als der Verlierer in einer Situation da zu stehen. Alles andere ist nebensächlich. Du willst immer "on top of things" sein oder es soll zumindest nach außen so aussehen. Du kannst nicht die Position einer geschwächten, verletzlichen Person einnehmen - das entspricht nicht deinem Naturell. Du steckst lieber heimlich heim und lachst dann noch drüber, während sich Andere den Kopf kratzen, warum du so reagierst. Niemand darf wissen, wenn du eine Niederlage erfahren hast Du nimmst erheblichen Aufwand auf dich, um dieses Bild dieses unerschütterlichen Felsens aufrecht zu erhalten, egal zu welchem Schaden oder Preis. Du sagst nicht, bis wo du kannst und wo nicht mehr. Was du brauchst. Was du willst.

And this is why you always fail.
 
Dabei
6 Feb 2017
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Ich glaube ich weiß, was du meinst YKMN, aber ich glaube die Formulierung "nicht verlieren wollen".. Ich glaube du meinst es anders, als ich denke dass es bei mir ist.

Es gibt ja Ausnahmen. Das hat jeder hier schon von mir erlebt. Es gibt Momente, da reagiere ich verletzt und sensibel und die Folge ist jedes Mal klar. Menschen ziehen sich zurück, wollen sich nicht mehr mit einem beschäftigen, zweifeln die Grundlage der Freundschaft an, halten Abstand und Funkstille erstmal für sinnvoll, trauen sich nicht mehr ehrlich zu sein und fangen an Dinge heimlich zu tun, missbrauchen das Vertrauen, hintergehen einen.

Ich habe zu meinem Vater nur wieder eine Verbindung, weil ich das Telefon in die Hand genommen hab und ihm so weit entgegengekommen bin, dass er keinen einzigen Finger für mich krümmen musste. Auch User hier sind schon auf Abstand gegangen, weil ich emotional oder verletzt reagiert habe.

Man wird nur dann von Menschen gemocht, wenn man es ihnen einfach macht.
 
Dabei
23 Nov 2016
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YKMN hat perfekt beschrieben, wie ich das mit dem Stolz meinte.

Auch A wirkt auf mich ziemlich stolz, wenn er dir das z.B niemals sagen würde, dass ihn ein Treffen mit dem Ex verletzen würde.

Es hätte dir ja geholfen, wenn er das konkret formuliert hätte. Aber es hätte seine eigene Verletzlichkeit gezeigt und wäre auch nicht mit seinem Selbstbild von einem Mann, der da drüber steht, kompatibel gewesen.

Ich kenne das Problem aber von mir selbst auch: Da hat man eine bestimmte Vorstellung von Moral oder wie man selbst am besten zu reagieren hätte ( Beispiel: Ich bin nicht eifersüchtig auf andere Frauen, na klar kann er eine andere beste Freundin haben oder klar kann er seinen Hobbies nachgehen, ich mache das ja auch und schränke nicht ein usw.), aber das Herz sagt etwas ganz anderes als der Verstand (z.B. ich möchte doch gerne den Abend mit ihn verbringen, ich bräuchte ihn jetzt, etc.). Aber man lässt den Kopf regieren, verbietet sich diese Gefühle selbst, setzt seinen Verstand durch. Kurz: Man ist nicht ganz ehrlich mit sich selbst. Man kommuniziert dem anderen das, was man selbst gerne wäre. Aber nicht, was man selbst tatsächlich ist.

Manchmal ist man so gut darin, ein bestimmtes Bild von einem selbst zu postulieren, dass man seine wirklichen Bedürfnisse erst gar nicht sieht.

Das rächt sich früher oder später leider.
 
Dabei
5 Jun 2015
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"Man wird nur dann von Menschen gemocht, wenn man es ihnen einfach macht."

das mag deine Erfahrung für dich sein Idcat,
aber so plakativ formuliert stimmt das für mich nicht.

meine Erfahrung ist eher, das der andere den Eindruck haben muß, auch helfen zu können,
mit seiner Anwesenheit/Nähe etwas bewirken zu können, um aktiv zu werden.

wenn du in deiner Sofware gespeichert hast, ich muß einfach sein, sonst mag mich keiner,
dann wird das Programm wohl so auch laufen.

doch werder die Männer ( Menschen) die du dir für deine Interaktaktionen ausgesucht hast,
noch dein Vater, der dein Bild von Zwischenmenschlichen Interaktionen nachhaltig negativ geprägt hat,
sind der durchschnittluche menschliche Maßstab.
da bin ich sicher.

Aus meiner Sicht ist es so, das sehr vielschichtige und kopflastige Menschen, zu dehnen ich mich auch zähle,
es zum einen schwer haben, sich "einfach" genug auszudrücken um im Kern ihres Anluegens verstanden zu werden,
und zum anderen, es genauso schwer haben, bei all den Erwägungen und all der Analyse, die ständig im Kopf stattfinden,
selber zu den eigenen Bedürfnissen und Wünschen zu finden und die dann auch konsequent zu fousieren.

das was YouNowMyName dir schrieb, hätte er auch an mich richten können.
ich glaube ich bin dir da sehr ähnlich.

ich habe sehr viel Gruppenarbeit und auch Therapiestunden gebraucht um wirklich zu mir und meinen Bedürfnissen finden zu können,
daß heist aber auch heute nicht, das ich wirklich vertrauensvoll bin.
Aber ich gebe mir Mühe mich mehr und mehr einzulassen und es zu wagen mich auch mit meinen Schwächen und Verletzlichkeiten zu präsentieren.
Vor allem in meiner Herkunftsfamilie fällt mir das sehr schwer.
aber ich glaube nicht, das sie mich deshalb nicht mögen, weil ich es ihnen nicht einfach genug mache.
Ich bin sicher, dass sie um meine hohe Sensibilität wissen und zum einen Angst haben, mit mir umzugehen und zum andere vermuten, ich interrresiere mich nicht wirklich für sie.

ich weiß nicht, ob du da Paralelen für dch findest, aber ich denke oft, wenn ich zu einer anderen Zeit aufgewachsen wäre, wäre ich in meinen Beziehungsgeschichten ähnlich wie du gewesen.

 
Dabei
6 Feb 2017
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Liebste Cybele,

ich habe es dann vielleicht ein bisschen radikal ausgedrückt.
"Mögen" tun sie mich vielleicht noch - trotzdem wird der Umgang mit mir unehrlich.

meine Erfahrung ist eher, das der andere den Eindruck haben muß, auch helfen zu können,
mit seiner Anwesenheit/Nähe etwas bewirken zu können, um aktiv zu werden.
(...)
Aus meiner Sicht ist es so, das sehr vielschichtige und kopflastige Menschen, zu dehnen ich mich auch zähle,
es zum einen schwer haben, sich "einfach" genug auszudrücken um im Kern ihres Anluegens verstanden zu werden,
und zum anderen, es genauso schwer haben, bei all den Erwägungen und all der Analyse, die ständig im Kopf stattfinden,
selber zu den eigenen Bedürfnissen und Wünschen zu finden und die dann auch konsequent zu fousieren.
Genau so etwas meine ich mit eigentlich mit "einfach sein". Wieviel mehr kann man einem Menschen denn entgegenkommen?
So fühlen sich meiner Erfahrung nach andere aber auch nur temporär bei einem wohl. Irgendwann fühlen sie sich schlecht neben einem, weil sie eben nicht der Held in der Geschichte sind, sondern irgendwie nur der Kellner, der die Bestellung aufnimmt und bearbeitet.
Aber wenn man dann wieder Dinge für sich behält und versucht mehr mit sich selbst zu klären, dann ist das wieder unehrlich von einem selbst und man setzt damit die Grundlage dafür, dass der andere auch wieder unehrlich wird.

Ich sehe irgendwie keinen Weg da raus.
Ich sammel wirklich die unterschiedlichsten Menschen in meinem Umfeld von sehr emotional bis sehr rational und die Anzahl derer, die sich nicht zurückziehen, lügen oder betrügen, wenn sie sich unwohl fühlen, und das als gerechtfertigt empfinden ist wirklich enorm gering. Und ich kann es auf keinen bestimmten Persönlichkeitstypen festmachen.
 
Dabei
27 Aug 2012
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Ich sammel wirklich die unterschiedlichsten Menschen in meinem Umfeld von sehr emotional bis sehr rational und die Anzahl derer, die sich nicht zurückziehen, lügen oder betrügen, wenn sie sich unwohl fühlen, und das als gerechtfertigt empfinden ist wirklich enorm gering. Und ich kann es auf keinen bestimmten Persönlichkeitstypen festmachen.
Why bother?

Handel doch einfach mal maximal in deinem eigenen Interesse bzw. halte nichts mehr zurück. Und wie die Leute darauf reagieren ist dann zweitrangig; Hauptsache du fährst eine klare und offene Linie. Wer darauf scheiße reagiert, wird halt aussortiert, weil diese Leute benötigst du auch nicht um dich rum.
 
Dabei
21 Jan 2013
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Hey du,

also für mich hört sich die Geschichte mit A so an, als hättet ihr euch beide aus Angst nicht richtig aufeinander eingelassen.

Wenn man sich sicher ist und es Beziehung und Liebe nennt, dann würde man nicht auf eine Single-Party gehen, auch nicht aus Neugier. Aber du warst dir nicht 100% sicher (wahrscheinlich nicht mal zu 80%).

Vielleicht warst du nicht sicher, weil du gespürt hast, dass er nicht sicher ist. Und er war nicht sicher, weil er gespürt hat, dass du nicht sicher bist. Aber weil du eben stark und selbstbewusst wirkst, hat er deine Unsicherheit möglicherweise als Zweifel an ihm als Mann gedeutet.
Ihr hattet irgendwie beide Angst, mehr zu geben als der andere. Und das, obwohl ihr euch so mögt.

Ich denke, dass das hinter dieser - entschuldig dass ich das so direkt sage - vorgeschobenen Unabhängigkeit und auch dem Stolz steckt.

Wie gesagt, es ist nur eine Vermutung und ich kann auch daneben liegen. Im Endeffekt kennst nur du deine Gefühlslage.
Solch eine Geschichte habe ich auch mal erlebt.
Ich sage aber immer (zumindest aus Sicht einer empathischen Person ist das so) Je größer die Liebe, desto stärker die Angst..
Warum und wovor sollte jemand, der nicht liebt, Angst haben?
Doch liebe IDKAT, du sprichst in deinen beiträgen ja immer wieder von Gefühlen.. wieso warst du dir dennoch nicht sicher?
Weil, das einzig sichere in der Liebe sind doch irgendwo die Gefüle, die man hat.
Wobei diese zugegebenermaßen ja nicht bei jedem Menschen gut sein müssen bzw. nicht jeder Mensch mit diesen Gefühlen umzugehen weiß. Man selbst oftmals am allerwenigsten.
Ich bin jedenfalls gespannt, wie es bei dir weitergeht, obwohl ich zugegebenermaßen momentan nicht so durchblicke ... solche Situationen sind bei mir echt lange her. :D
Einerseits bin ich froh darüber, andererseits fühle ich mich dann schon so alt.
Wobei ich mich im Alter besser fühle und nicht nochmal zwanzig sein wollen würde.
Das Thema Altern ist auch etwas für sich, aber dann wohl doch zu sehr OT hier.

liebe Grüße schickt die Love
 
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