Ist das wirklich das erste Mal in Deinem Leben, wo Du in einer "ich will das zwar, aber ich schaffe es nicht" - Situation steckst? Wenn ja, dann wird es höchste Zeit zu akzeptieren, dass Du nicht Superman bist. Ich wollte es mit 40 auch noch nicht wahrhaben - aber wir alle haben Grenzen. Und je mehr Lasten das Leben uns auf die Schultern wirft, desto deutlicher werden diese Grenzen erkennbar. Und desto enger ziehen sie sich zusammen.
Man kann natürlich die Fürsorge für einen anderen Menschen über die Fürsorge für sich selbst stellen. Mache ich seit 18 Jahren - und hocke deswegen gerade beim Arzt und hab Zeit zum Schreiben

Nur sind meine Fürsorgeobjekte minderjährig und noch nicht ganz fähig, ihr Leben selbstständig zu führen. Deine Bekannte hingegen ist erwachsen, hat nen Partner, und vielleicht auch noch andere Kontaktpersonen. Warum also solltest Du ihren Kummerkasten und ihr allzeit verfügbares Helferlein spielen, wenn es Dir nicht gut tut? Und das ist keine rhetorische Frage. Warum solltest Du? Und warum ausgerechnet Du und nicht ein anderer?