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Erdbär
- Dabei
- Feb. 2013
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Hallo an euch alle und danke schonmal an diejenigen, die das hier hoffentlich gleich durchlesen (wird eine etwas längere Geschichte).
Ich bin momentan echt verzweifelt. Aber erstmal eine Kleinigkeit zu mir: ich bin 25 Jahre alt, habe nach dem Abitur eine Ausbildung zur Fachwirtin abgeschlossen, und danach noch eine Zeit lang in meiner Stammfiliale gearbeitet. Zu dieser Zeit habe ich meinen derzeitigen Freund kennengelernt, und es war für ihn wie für mich schon ein wichtiges Kriterium, dass man eine gute Ausbildung, sowie Arbeit hat. Er hat eine ähnliche Ausbildung wie ich und alles war schick. Bitte versteht mich nicht falsch, deswegen hat es nicht gefunkt, aber wir haben halt ein Bisschen drauf geachtet. (Er vielleicht etwas mehr). Kurz zur Beziehung, anfangs war natürlich alles wie auf Wolke 7, wir haben viel zusammen gemacht und er hat mir sehr viele nette Dinge gesagt, geschrieben, etc. alles perfekt also!
Das ging auch lange so, gestört hat mich eigentlich nur die Tatsache, dass wir bei Problemen kaum reden konnten, weil er nicht wollte und meistens wenn ich etwas angesprochen habe, den Spieß umgedreht hat und ich immer als Verlierer und mit einem total schlechten Gefühl aus der Sache gegangen bin. Anfangs hieß es ja, wir können über alles reden und er hat auch zu mir gesagt, wir müssen auf unsere Liebe aufpassen, was ich auch wunderschön fand, denn kleinere Streits gibts immer und ich bin in solchen Situationen meist unsicher und das hat mir gewissermaßen die Angst genommen.
So, jetzt aber zur eigentlichen Sache. Nach ca. 9 Monaten Beziehung lief mein Arbeitsvertrag aus. Er war befristet, und ich muss ehrlich sein, ich war damals erstmal erleichtert, dort raus zu sein, da aufs übelste gemobbt wurde (ich war 3 Monate in stationärer psychiatrischer Behandlung, weil ich eine Depression hatte und es ging auch nicht nur mir so).
Danach war es für mich sehr schwer, eine adäquate Stelle zu finden, da bei uns in der Region auch nicht viel los ist und ich ehrlich gesagt ein kleiner Nesthocker bin, hätte also gerne etwas im Umkreis von ca. 70 km gehabt. Anschließend habe ich dann in einer Zeitarbeitsfirma eine Anstellung gehabt, und für weitere 9 Monate war ich in Arbeit, bis mein Einsatz in dem Unternehmen beendet war und mir mangels kaufmännischer Stellen gekündigt wurde. So, toll, wieder arbeitslos, für mich echt das Schlimmste! Ich habe dann, damit ich nicht untätig bin eine Weiterbildung angefragt und diese auch bekommen, die habe ich gleich begonnen und im November abgeschlossen (ging 6 Monate lang). Und seitdem habe ich eben keine Anstellung gefunden, was mich total fertig macht, ich bin ständig am grübeln und weinen. Schreibe auch fleißig Bewerbungen, meistens scheitere ich an der mangelnden Berufserfahrung oder an den beiden kurzen Arbeitsverhältnissen. Dass das meinem Freund nicht gefällt, kann ich verstehen, es leidet auch die Beziehung darunter, es ist mir auch klar. Er ist nicht mehr so liebevoll zu mir, ignoriert mich oder sucht sich andere Beschäftigungen, nimmt mich selten in den Arm. Ich brauche aber die Nähe und umso schlimmer ist es, dass ich an der Situation Schuld bin. Das belastet mich. Mein Freund schimpft auch oft wegen Kleinigkeiten mit mir, z.Bsp. wenn ich etwas vergesse oder fallen lasse, weil ich zur Zeit auch sehr angespannt bin. Gestern ist das dann eskaliert, ich habe in meinem Auto einen Kanister nicht richtig zugemacht und es ist was ausgelaufen. Mein Freund hat das festgestellt und ist dann zur Arbeit. Ich hab den ganzen Tag voll Angst gehabt, was am Abend passiert. Und mein Freund kam dann und fing ein Gespräch an, bei dem ich nicht gut wegkam. Er meinte, es kotze ihn an, dass ich keine Arbeit habe, dass ich mir endlich mal einen Job suchen soll und dass er mir nicht vertraut, wenn ich sage, ich schreibe Bewerbungen. Ich habe ihm angeboten, ihm alles zu zeigen, aber das wollte er nicht. Ich habe erklärt, dass ich mich bemühe und mittlerweile auch nicht mehr wählerisch bin, aber das hatte keinen Sinn. Er meinte dann, dass ihn andauernd Leute drauf ansprechen, was ich nun mache und er sich schämt, wenn er sagen muss, dass ich momentan keine Arbeit habe. Was mir richtig wehgetan hat ist, dass er gesagt hat, er will nicht mit einem Sozialfall zusammen sein. Ich liege ihm aber nicht auf der Tasche, ich bezahle meine Dinge von Erspartem und ich verlange NICHTS von ihm, möchte ich auch nicht, dazu bin ich zu stolz. Ich bin dann aufgrund der ganzen Vorwürfe in Tränen ausgebrochen, weil er auch nicht gesagt hat, wie das alles weitergehen soll,... Er hat halt nur gesagt, dass ich mit meinen 25 Jahren noch nichts auf die Reihe bekommen hab. Er hat einen tollen Job und ich bin echt neidisch, er macht echt viel, auch freiwillig und ich bin auch stolz auf ihn. Aber mir gegenüber ist er immer so verständinslos. Er meinte, er wird mir ewig vorhalten, dass ich damals meinen Vetrag hab auslaufen lassen. Er möchte im Alter mal viel Geld haben und anscheinend kann ich das für ihn nicht erwirtschaften. Ich habe erklärt, dass ich eine gute Ausbildung habe und nicht dumm bin und er antwortet nur "Was noch zu beweisen wäre." Ich war so gekränkt aber ich denke, das war ihm egal. Wegen dem kleinen Auslöser hat er gestern alle Wut rausgelassen und kein gutes Haar an mir gelassen. Sogar Sachen von vor 3 Jahren hat er mir vorgeworfen, worüber er sonst kein Wort verloren hat, weil er ja nicht reden will.
Abschließend meinte er auch noch, dass ich froh sein soll, dass wir 2 Katzen haben und die nicht trennen könnten. So unter dem Motto ich bin auf ihn angewiesen und er schleift mich der Katzen wegen durch. Anschließend ist er noch an den Laptop gegangen und ich lag im Bett, konnte natürlich nicht schlafen.
Er kam dan später auch, hat mich in den Arm genommen und mich auch nicht mehr losgelassen. Aber ich habe trotzdem voll Angst. Ich liebe ihn und weiß, dass es für ihn nicht schön ist, aber für mich auch nicht. Ich sehe mich nicht als Sozialfall, ich habe 2 x die ALG 2 bezogen und mir ist das unangenehm. Ich habe sonst nichts beantragt, auch Wohnung und Strom trage ich selber und ich stehe jeden Tag 06:00 Uhr auf, um nicht einzurosten.
Habt ihr denn einen Rat für mich, oder könnt ihr mir sagen, wie ihr das seht? Ich wollte mal mit neutralen Menschen darüber reden, ich selber habe keinen klaren Blick, nur Angst, bin sogar grade am Zittern.
Naja, es wäre schön, wenn sich jemand meldet.
Vielen Dank!!!
Ich bin momentan echt verzweifelt. Aber erstmal eine Kleinigkeit zu mir: ich bin 25 Jahre alt, habe nach dem Abitur eine Ausbildung zur Fachwirtin abgeschlossen, und danach noch eine Zeit lang in meiner Stammfiliale gearbeitet. Zu dieser Zeit habe ich meinen derzeitigen Freund kennengelernt, und es war für ihn wie für mich schon ein wichtiges Kriterium, dass man eine gute Ausbildung, sowie Arbeit hat. Er hat eine ähnliche Ausbildung wie ich und alles war schick. Bitte versteht mich nicht falsch, deswegen hat es nicht gefunkt, aber wir haben halt ein Bisschen drauf geachtet. (Er vielleicht etwas mehr). Kurz zur Beziehung, anfangs war natürlich alles wie auf Wolke 7, wir haben viel zusammen gemacht und er hat mir sehr viele nette Dinge gesagt, geschrieben, etc. alles perfekt also!
Das ging auch lange so, gestört hat mich eigentlich nur die Tatsache, dass wir bei Problemen kaum reden konnten, weil er nicht wollte und meistens wenn ich etwas angesprochen habe, den Spieß umgedreht hat und ich immer als Verlierer und mit einem total schlechten Gefühl aus der Sache gegangen bin. Anfangs hieß es ja, wir können über alles reden und er hat auch zu mir gesagt, wir müssen auf unsere Liebe aufpassen, was ich auch wunderschön fand, denn kleinere Streits gibts immer und ich bin in solchen Situationen meist unsicher und das hat mir gewissermaßen die Angst genommen.
So, jetzt aber zur eigentlichen Sache. Nach ca. 9 Monaten Beziehung lief mein Arbeitsvertrag aus. Er war befristet, und ich muss ehrlich sein, ich war damals erstmal erleichtert, dort raus zu sein, da aufs übelste gemobbt wurde (ich war 3 Monate in stationärer psychiatrischer Behandlung, weil ich eine Depression hatte und es ging auch nicht nur mir so).
Danach war es für mich sehr schwer, eine adäquate Stelle zu finden, da bei uns in der Region auch nicht viel los ist und ich ehrlich gesagt ein kleiner Nesthocker bin, hätte also gerne etwas im Umkreis von ca. 70 km gehabt. Anschließend habe ich dann in einer Zeitarbeitsfirma eine Anstellung gehabt, und für weitere 9 Monate war ich in Arbeit, bis mein Einsatz in dem Unternehmen beendet war und mir mangels kaufmännischer Stellen gekündigt wurde. So, toll, wieder arbeitslos, für mich echt das Schlimmste! Ich habe dann, damit ich nicht untätig bin eine Weiterbildung angefragt und diese auch bekommen, die habe ich gleich begonnen und im November abgeschlossen (ging 6 Monate lang). Und seitdem habe ich eben keine Anstellung gefunden, was mich total fertig macht, ich bin ständig am grübeln und weinen. Schreibe auch fleißig Bewerbungen, meistens scheitere ich an der mangelnden Berufserfahrung oder an den beiden kurzen Arbeitsverhältnissen. Dass das meinem Freund nicht gefällt, kann ich verstehen, es leidet auch die Beziehung darunter, es ist mir auch klar. Er ist nicht mehr so liebevoll zu mir, ignoriert mich oder sucht sich andere Beschäftigungen, nimmt mich selten in den Arm. Ich brauche aber die Nähe und umso schlimmer ist es, dass ich an der Situation Schuld bin. Das belastet mich. Mein Freund schimpft auch oft wegen Kleinigkeiten mit mir, z.Bsp. wenn ich etwas vergesse oder fallen lasse, weil ich zur Zeit auch sehr angespannt bin. Gestern ist das dann eskaliert, ich habe in meinem Auto einen Kanister nicht richtig zugemacht und es ist was ausgelaufen. Mein Freund hat das festgestellt und ist dann zur Arbeit. Ich hab den ganzen Tag voll Angst gehabt, was am Abend passiert. Und mein Freund kam dann und fing ein Gespräch an, bei dem ich nicht gut wegkam. Er meinte, es kotze ihn an, dass ich keine Arbeit habe, dass ich mir endlich mal einen Job suchen soll und dass er mir nicht vertraut, wenn ich sage, ich schreibe Bewerbungen. Ich habe ihm angeboten, ihm alles zu zeigen, aber das wollte er nicht. Ich habe erklärt, dass ich mich bemühe und mittlerweile auch nicht mehr wählerisch bin, aber das hatte keinen Sinn. Er meinte dann, dass ihn andauernd Leute drauf ansprechen, was ich nun mache und er sich schämt, wenn er sagen muss, dass ich momentan keine Arbeit habe. Was mir richtig wehgetan hat ist, dass er gesagt hat, er will nicht mit einem Sozialfall zusammen sein. Ich liege ihm aber nicht auf der Tasche, ich bezahle meine Dinge von Erspartem und ich verlange NICHTS von ihm, möchte ich auch nicht, dazu bin ich zu stolz. Ich bin dann aufgrund der ganzen Vorwürfe in Tränen ausgebrochen, weil er auch nicht gesagt hat, wie das alles weitergehen soll,... Er hat halt nur gesagt, dass ich mit meinen 25 Jahren noch nichts auf die Reihe bekommen hab. Er hat einen tollen Job und ich bin echt neidisch, er macht echt viel, auch freiwillig und ich bin auch stolz auf ihn. Aber mir gegenüber ist er immer so verständinslos. Er meinte, er wird mir ewig vorhalten, dass ich damals meinen Vetrag hab auslaufen lassen. Er möchte im Alter mal viel Geld haben und anscheinend kann ich das für ihn nicht erwirtschaften. Ich habe erklärt, dass ich eine gute Ausbildung habe und nicht dumm bin und er antwortet nur "Was noch zu beweisen wäre." Ich war so gekränkt aber ich denke, das war ihm egal. Wegen dem kleinen Auslöser hat er gestern alle Wut rausgelassen und kein gutes Haar an mir gelassen. Sogar Sachen von vor 3 Jahren hat er mir vorgeworfen, worüber er sonst kein Wort verloren hat, weil er ja nicht reden will.
Abschließend meinte er auch noch, dass ich froh sein soll, dass wir 2 Katzen haben und die nicht trennen könnten. So unter dem Motto ich bin auf ihn angewiesen und er schleift mich der Katzen wegen durch. Anschließend ist er noch an den Laptop gegangen und ich lag im Bett, konnte natürlich nicht schlafen.
Er kam dan später auch, hat mich in den Arm genommen und mich auch nicht mehr losgelassen. Aber ich habe trotzdem voll Angst. Ich liebe ihn und weiß, dass es für ihn nicht schön ist, aber für mich auch nicht. Ich sehe mich nicht als Sozialfall, ich habe 2 x die ALG 2 bezogen und mir ist das unangenehm. Ich habe sonst nichts beantragt, auch Wohnung und Strom trage ich selber und ich stehe jeden Tag 06:00 Uhr auf, um nicht einzurosten.
Habt ihr denn einen Rat für mich, oder könnt ihr mir sagen, wie ihr das seht? Ich wollte mal mit neutralen Menschen darüber reden, ich selber habe keinen klaren Blick, nur Angst, bin sogar grade am Zittern.
Naja, es wäre schön, wenn sich jemand meldet.
Vielen Dank!!!