In beste Freundin verliebt (lesbisch)

Dabei
13 Jun 2019
Beiträge
18
#1
Hallo,
Wie im titel schon steht, habe ich Gefühle für meine beste Freundin.
Sie ist weiblich, 19 und bisexuell.

Jedenfalls haben wir uns, von Anfang an, abgesehen von kleinen Flirtereien, freundschaftlich kennengelernt.
Auch wenn sie auf Partnersuche war.
Also es ist kompliziert zu erklären, einerseits hatte sie Liebeskummer wegen ihrer Ex.
War relativ frisch getrennt damals.
Andererseits, wollte sie wen Neues.

Jedenfalls habe ich aufgrund der Trennung auch eh nicht an Beziehung etc gedacht.
Ich wollte stattdessen für sie da sein und irgendwann landete ich darum dann leider in der friendzone. Eigener Fehler. Ich hätte früher flirten sollen und das Richtig...

Aber naja, damals hatte ich auch noch keine Gefühle und es war ok. Das muss man dazu sagen.

Wir nannten uns gegenseitige beste Freunde und haben dauernd telefoniert etc.

Doch dann fing sie an mit Hoffnung machen, ein Tag später hat sie dann wieder von anderen dates erzählt und mich damit indirekt gekorbt.
Also mal hat sie mir Hoffnung gemacht und mich im nächsten Moment wieder so richtig gekorbt.

Sie hat mich einmal ,,Schwester" genannt.
Das war sehr hart zu lesen haha.

Jedenfalls habe ich ihr dann später meine Gefühle gestanden, weil wir uns versprachen ehrlich zueinander zu sein.

Ich habe mich allerdings selber ins aus geschossen, da ich ihr auch direkt das ,,Nein ich will eh nichts." In den Mund gelegt hab.

Ich wollte ihr halt zeigen, dass ich wirklich nur wegen Ehrlichkeit das Geständnis mache, nicht weil ich Hoffnung hatte.

Zwar habe ich angesprochen, dass die Gefühle erst richtig entflammt sind, als sie paar Andeutungen machte.
Aber alles in allem, habe ich gesagt, dass ich ja eh weiß, dass sie andere datet und mich nicht will. Sie konnte kaum was anderes sagen, ich gab ihr nur die Möglichkeit, da ich leider sehr negativ an das Gespräch ran ging. Sich selber gut zu präsentieren sähe anders aus.

Trotzdem zu meiner Verwunderung, meinte sie darauhin, dass sie nicht ja und nicht nein sagen kann, weil ich charakterlich perfekt wäre.
Aber sie eigentlich auf einen anderen Typ Frau vom Äußeren her steht.

Ich hab das ,,Jain" akzeptiert und fuhr nach Hause.
Ab da ging unsere Freundschaft den Bach runter.
Sie meinte, sie fühlt sich unwohl und ich müsste ja wissen, was sie fühlt.
Und ich hätte es nicht sagen sollen.

Naja jedenfalls wurde es die letzten Monate sehr distanziert und langsam nähern wir uns wieder etwas an.
Aber trotzdem ist es anders.

Ich merke zudem, dass ich doch noch zu viel fühle.
Weil eigentlich dachte ich, ich könnte eine Freundschaft führen, weil ich sie nicht als Mensch verlieren wollte.

Aber, wie nicht anders zu erwarten, ist es sehr schwierig.
Und wir haben uns 2 Monate nicht gesehen und trotzdem fühle ich noch zu viel.
Und gleichzeitig tu ich bei ihr auf heile Welt. Was auch falsch ist/war...aber ich habs mir auch länger eingeredet das die heile Welt existieren würde..

Ich überlege nun deswegen den Kontakt abzubrechen. Mal realistisch und logisch zu denken.


Ich habe aber Angst, dass ich aktuell einfach nur sehr emotional bin und es ein Fehler wäre.
Vielleicht treffe ich ja bald meine Traumfrau und sie kann wirklich eine plantonische Freundin bleiben...

Sie hat mich so lange begleitet und mir vor dem Geständnis immer so gut getan...

Und denkt ihr, es könnte auch sein, dass doch noch Hoffnung besteht?
Weil sie mich ja nicht so hundertprozentig gekorbt hat und auch früher immer paar Andeutungen da waren.

Vielleicht kann der Abstand auch helfen, dass sie merkt, sie empfindet doch was?
Ich meine aktuell lauf ich ihr nur hinterher und sie soll sehen, dass ich auch nicht alles mit mir machen lasse.

Was meint ihr?

Liebe Grüße
 
Dabei
15 Jun 2019
Beiträge
122
Alter
20
#2
Hallo,

es ist immer mit einem Risiko behaftet, wenn einer plötzlich Gefühle entwickelt und aus Freundschaft für diese Person mehr wird. Es kann schief gehen und manchmal hält die Freundschaft es nicht aus, dass eine mehr fühlt als die andere. Den Vorwurf von ihr, dass du ihr es besser nicht hättest sagen sollen, finde ich aber wirklich unterste Schublade. Damit schiebt sie dir allein den schwarzen Peter zu, dabei gehören zum Zerbrechen einer Freundschaft immer zwei Seiten. Wie sieht es denn aus, hast du ihr nach deinem Geständnis i-wie das Gefühl gegeben, dass sie sich schnell entscheiden müsse, sie quasi unter Druck gesetzt?
Es war trotzdem richtig, ihr von deinen Gefühlen für sie zu erzählen. Es hat dich sicher deinen ganzen Mut gekostet, dafür verdienst du wirklich Respekt!

Wenn sie sich aber immer weiter distanziert, dann fürchte ich, dass man nicht mehr viel retten kann. Es bringt auf die Dauer nichts, wenn du ihr nachläufst und dabei dein eigenes Leben auf der Strecke bleibt. Manchmal verlieren wir eine gute Freundin, das kommt vor und nur die wenigsten Freundschaften halten wirklich ein Leben lang. Du wirst dafür aber auch neue Freundschaften schließen.

Um dir erst mal selbst wieder über deine Gefühle klar zu werden und nach vorn blicken zu können, ist ein Kontaktabbruch glaube ich das beste. Vielleicht könnt ihr irgendwann mal wieder Freunde sein. Wer weiß schon, was die Zukunft bringt? Aber im Moment halte ich es für das beste, wenn du versuchst, ein Leben ohne sie zu leben; neue Leute kennenlernen und dich vielleicht auch wieder in jemanden verliebst.
 
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