Erste Zuneigungsbekundungen

Dabei
24 Sep 2017
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#1
Hello,
da wir es in einem anderen Thema davon hatten und ich mir auch schon dachte, dass es eigentlich ein eigenes Thema wert ist, mach ich das mal.

Im Forum wird oft von vorschnellen, meistens verbalen, Liebesbekundungen abgeraten - wäre ich nicht immer mit dem Mobilgerät im Forum, würde ich Links zu Themen posten, in denen das passiert. Aber warum?
Habt ihr schonmal zu schnell Zuneigung ausgedrückt? Woran habt ihr gemerkt, dass es zu schnell war?
Habt ihr schonmal zu früh gehört, dass euch jemand mag? Hat das etwas in eurer Beziehung zueinander zerstört? Hat es dafur gesorgt, dass eure Beziehung inniger wird?
Ab wann ist für euch die richtige Zeit dafür, gibt es einen Auslöser, ein Gefühl?
Seid ihr eher die Person, die den ersten Schritt macht?
Wie unattraktiv ist das falsche Timing und wieso? Zu viel Druck? Nicht nachvollziehbar? Zu einfach?
Wie sieht es mit späten Zuneigungsbekundungen aus? Hat euch eine mal davon abgehalten, eine Trennung durchzuziehen? Hat es etwas gebracht?
Was fällt sonst noch zum Thema ein? Irgendwelche Tipps?
Ich persönlich bin jemand, der sehr lange braucht. Vielleicht bin ich demisexuell?...

Meine Partnerin war sich schnell sicher und hat das auch sehr früh sehr direkt ausgedrückt, was mich beeindruckt und gleichzeitig abgeschreckt hat, trotzdem haben wir es versucht und nach diesen Startschwierigkeiten läuft es ganz gut - aber ich kann nicht sagen, woran es liegt.
 
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Dabei
22 Mai 2010
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#2
Also - Ich denke ein zu frühes "Ich liebe dich" kann das Gegenüber abschrecken und verjagen. Es zeigt eine Abhängigkeit. Fühlt man als Angesprochener selbst nicht so eine Abhängigkeit bzw. Verliebtheit, dann kann sich das Erdrückend anfühlen. Damit kann die "Beziehung" bereits in der Kennenlernphase zu Bruch gehen - obwohl daraus mit etwas mehr Zeit mehr hätte werden können.

Ich denke es ist sinnvoll zu warten bis beide eine gewisse Anziehung aufgebaut haben und diese dann auf dem entsprechenden Level mitzuteilen.
Heißt, wenn ich merke, dass mein Gegenüber verliebt ist und ich es auch so fühle, dann spreche ich es aus.
Merke ich, dass mein Gegenüber nicht verliebt ist, dann mache ich keine Liebesbekundigen.
Bei Unklarheiten versuche ich mehr herauszufinden. ;-) Sei es durch weitere Treffen, Andeutungen usw.. mit ein wenig Empathie kann man dann heraushören, ob da mehr ist.

Da Menschen aber unterschiedlich sind, ist das kein allgemeinnütziges Rezept. Ich persönlich bin damit ganz gut gefahren. Persönlich würde ich auch direkte Liebesbekundigen nie zuerst aussprechen, wenn es nicht notwendig ist.
 
Dabei
22 Aug 2011
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#3
Ich kenne eher die inkrementelle Vorgehensweise. Erstmal ein relativ harmloses "Du bist echt süß" (oder was auch immer auf die betreffende Person zutrifft - bei nem 2.10m Rocker würde ich vielleicht ein anderes Attribut wählen), dann "Ich mag Dich", "Ich hab Dich gern", "Hab Dich lieb" ... "Ich liebe Dich" wäre erst die letzte Stufe. Und auf die nächste Stufe gehe ich erst, wenn die vorherige akzeptiert und bestenfalls irgendwie erwidert wurde. Es sei denn, ich halte es gar nicht mehr aus ... Da ich glaube, dass Gefühle am besten genau dann ausgesprochen werden, wenn man das Gefühl hat, sie unbedingt aussprechen zu wollen/müssen, ist das nur eingeschränkt rational kontrollierbar.

Und deswegen würde ich auch immer zum Abwarten raten, wenn jemand in einem Forum fragt, ob er es sagen soll. Denn wer so etwas fragt, ist sich nicht sicher, hat nicht das dringende, unwiderstehliche Gefühl, es sagen zu wollen. Und das sind m.E. genug Gründe, noch zu warten.

Ich glaube allerdings auch nicht, dass man eine funktionierende Beziehung durch zu frühe Geständnisse zerstören kann. Ich hatte zwar im Freundeskreis mal den Fall, dass der Mann nach dem ersten "Ich liebe Dich" seiner Freundin (nachdem sie ungefähr 5 Monate zusammen waren) vor Schreck Schluss gemacht hat, aber nach paar Monaten hat er sich dann doch wieder eingekriegt und die Erklärung nicht nur erwidert, sondern ihr sogar ein halbes Jahr später einen Antrag gemacht.

Allerdings kann eine Liebeserklärung m.E. dafür sorgen, dass eine noch nicht gefestigte Beziehung keine weitere Chance bekommt, sich weiter zu entwickeln. Nämlich genau dann, wenn der/die andere dann eine ähliche Panikreaktion zeigt wie der oben beschriebene Herr, aber noch nicht genug Gefühle hat, um dann doch wieder zurückzukehren.
 
Dabei
3 Jan 2019
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#4
..."Ich mag Dich", "Ich hab Dich gern", "Hab Dich lieb" ... "Ich liebe Dich" wäre erst die letzte Stufe. Und auf die nächste Stufe gehe ich erst, wenn die vorherige akzeptiert und bestenfalls irgendwie erwidert wurde.
Sehe ich genauso. Ich hab' einmal zu früh "Ich liebe Dich" gesagt und wurde prompt darauf hingewiesen, dass ich das doch noch gar nicht wissen könne. Es hatte zwar keine weiteren Konsequenzen, aber seitdem bin ich da vorsichtiger. Durch die magischen 3 Worte setzt man den Partner ganz schön unter Druck, weshalb ich mir dieses "Stufenmodell" angewöhnt habe. (Nur schade, dass da jegliche Spontaneität auf der Strecke bleibt.)
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#5
Ich drücke sowas gar nicht auf diese Weise - „Ich liebe dich/ finde dich toll/ möchte mit dir eine Beziehung“ - aus. Das ist mir zu platt bzw zu pathetisch. Bei mir mir merkt man das durch Verhalten, Gesprächsinhalte usw. Da kann dann auch nichts schief gehen von wegen zu früh/ zu eindeutig.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#6
Was auch manchmal ein Problem ist, ist die Frage, in welche Richtung das Kennenlernen geht. Also: Ob's romantisch oder freundschaftlich ist!
Ich weiß, dass sich heterosexuelle Menschen auch sehr daran stören können.
Ich weiß auch, dass manche das lieber nonverbal klären, aber das erfordert Übung, oder?
 
Dabei
8 Aug 2022
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#7
Ich drücke sowas gar nicht auf diese Weise - „Ich liebe dich/ finde dich toll/ möchte mit dir eine Beziehung“ - aus. Das ist mir zu platt bzw zu pathetisch. Bei mir mir merkt man das durch Verhalten, Gesprächsinhalte usw. Da kann dann auch nichts schief gehen von wegen zu früh/ zu eindeutig.
Genauso handhabe ich das auch.

Bekundungen führen absolut nirgendwo hin als in einen mündlichen Vertrag. Man sagt es, damit das Gegenüber es erwidert. Dann ist es "beschlossene Sache", und falls es schiefgeht, kann man sich lamentierend darauf berufen, dass das Gegenüber einem doch "Gefühle gestanden" hätte.

Emotionen entwickeln sich ausschließlich nonverbal, dort entfalten sie - falls es denn so kommt, ihre Wirkung. Der erbärmliche Versuch hingegen, vollkommen individuelle Emotionen in starre verbale Schablonen zu pressen, ist im besten Fall überflüssig und im schlimmsten Fall ein Killer jeglicher aufkeimenden leichtfüßigen Zuneigung.

Was mich betrifft, sind Liebesbekundungen allenfall als Spielerei unter gestandenen Paaren dienlich. In der Kennenlernphase drückt es für mich aus:

- Kontrollfreak
- Kann den Moment nicht ohne Vorabgarantie genießen
- Unfähigkeit, echte Zuneigung aufzubauen und will durch ein Geständnis die Schäfchen ins Trockene bringen
- emotionale Unreife
- nicht ernstzunehmend

Und dann bin ich entweder sofort weg oder spätestens nach dem Sex.
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#8
Was auch manchmal ein Problem ist, ist die Frage, in welche Richtung das Kennenlernen geht. Also: Ob's romantisch oder freundschaftlich ist!
Ich weiß, dass sich heterosexuelle Menschen auch sehr daran stören können.
Ich weiß auch, dass manche das lieber nonverbal klären, aber das erfordert Übung, oder?
An was meinst für dass Heteros sich stören können und wieso kommt es für dich drauf an ob das Heteros sind?

Ich denke nicht dass das Übung erfordert, ich hab das jedenfalls noch nie anders gemacht. Wahrscheinlich erfordert es eher Intuition, und eben eine Abscheu für Pathos, dann geht es eh nicht anders :mrgreen:

Was mich betrifft, sind Liebesbekundungen allenfall als Spielerei unter gestandenen Paaren dienlich. In der Kennenlernphase drückt es für mich aus:

- Kontrollfreak
- Kann den Moment nicht ohne Vorabgarantie genießen
- Unfähigkeit, echte Zuneigung aufzubauen und will durch ein Geständnis die Schäfchen ins Trockene bringen
- emotionale Unreife
- nicht ernstzunehmend

Und dann bin ich entweder sofort weg oder spätestens nach dem Sex.
Hm, also den Sex nimmst du dann doch noch mit, bevor du die Frau dann wegkickst, weil mind. einer der o.g. Punkte zutrifft? Das finde ich dann auch daneben.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#9
An was meinst für dass Heteros sich stören können und wieso kommt es für dich drauf an ob das Heteros sind?
Naja, es gibt diese Idee der "Friendzone" - oder schlimmer, dass Frauen sich eine Bande Männer warm halten würden, die mehr erwarten, aber als Partner nicht in Frage kämen und nur fürs Selbstbewusstsein da seien oder so; ich hatte in meinem Leben öfter mit Mädels das Problem nicht zu wissen, wie man es hinbekommt, dass es eine sexuelle oder romantische Beziehung ist - ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass das böswillig/absichtig sei oder gar die Schuld der anderen Person. Bei heterosexuellen Freund:innen höre ich das aber andauernd und hier im Forum auch. Meinst du, dass es kein Problem der heterosexueller Menschen ist? Ist da von vornherein klar, wie es läuft? Das würde einiges erklären, ich hatte mal ein Date mit einem Mann, von dem ich nicht wusste, dass es ein Date ist (wir waren zum Jammen verabredet, also jetzt nicht sauromantisch). Und als weiblich sozialisierte Person wird einem doch auch beigebracht, Männern ja bloß keine falschen Hoffnungen zu machen und darauf zu achten, weil wie verwerflich man sich da doch verhält, bösartig! Man trägt da doch 100% die Verantwortung!
Wie war das denn so bei euch?
 
Dabei
8 Aug 2022
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#10
Hm, also den Sex nimmst du dann doch noch mit, bevor du die Frau dann wegkickst, weil mind. einer der o.g. Punkte zutrifft? Das finde ich dann auch daneben.
Weswegen daneben? Sex hat man einvernehmlich. Wenn die Frau utopische Erwartungen an den Sex knüpft, ist das nicht mein Problem. Ich mute der Frau zu, mündig genug zu sein, um ihre Entscheidung eigenständig zu verantworten. Und weswegen sollte ich mir den Sex verkneifen, wenn sie mich zwar sexuell anspricht, mir aber mental zu unreif für alles ist, was über Sex hinausgeht? Die Alternative wäre, über ihren Kopf hinweg zu entscheiden, was gut für sie ist. Und das wäre m.E. voll daneben.
 
Dabei
8 Aug 2022
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#12
Wenn mir jemand zu unreif für alles was über Sex hinausgeht ist, würde mich derjenige auch sexuell nicht ansprechen.
Das würde implizieren, dass Du nur Sex haben kannst, wenn Du Dir davon eine Beziehung etc. versprichst und nicht etwa den Sex als Genuss für sich siehst.

Aber so sind die Geschmäcker eben verschieden.
Das stimmt. Und ich würde meinen bestimmt nicht von irgendeiner für mich unzumutbaren Verantwortung gegenüber einer Fremden abhängig machen. Deswegen könnte ich auch nie eine Frau ernstnehmen, die zuerst mit einem Typen ins Bett steigt und sich danach beschwert, sie wurde ausgenutzt. Jeder entscheidet und verantwortet seine eigenen Entscheidungen, nicht die von anderen.
 
Dabei
3 Jan 2019
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#13
Das würde implizieren, dass Du nur Sex haben kannst, wenn Du Dir davon eine Beziehung etc. versprichst und nicht etwa den Sex als Genuss für sich siehst.
Wenn überhaupt würde das implizieren, dass ich nur Sex haben will, wenn ich mir davon eine Beziehung usw.

Allerdings ist es so, dass ich ein gewisses Niveau an meine Partnerin stelle. Das hätte dann auch durchaus das Potential für eine Beziehung, was sich aber erst nach und nach herausstellen wird. Aber für die schnelle Nummer nur weil sie gut aussieht, aber sonst uninteressant ist, bin ich nicht (mehr) zu haben. Ich kann mich dann auch nicht wirklich fallen lassen und es wäre weder für sie, noch für mich schön.
 
Dabei
8 Aug 2022
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#14
Naja, ich lasse mir sowas offen. Wenn mich eine Frau sexuell total anturnen würde, ich aber aus irgendeinem Grund einer möglichen Beziehung auf Ablehnungskurs stehen würde, könnte ich nicht ausschließen, dass ich den Sex mitnehmen würde. Man lebt schließlich nur 1x, und Sex wurde von meiner Seite ohnehin immer spontan entschieden, nicht im Voraus geplant. Kommt also auf meine Laune und die übrigen Umstände an.
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#15
Wenn ein Mann mir zu erkennen geben würde, dass er sich von dem Kontakt mit mir irgendwas verspricht, was ich überhaupt nicht sehe, bin ich raus. Sowas turnt mich ab, außerdem hab ich keinen Bock auf Komplikationen, so wichtig ist es mir nicht, einen Typen ins Bett zukriegen.

@ZG, ich kapier deinen Punkt immer noch nicht :eusa_wall:
Dass Leute andere zum Aufpolieren ihres Selbstbewusstseins brauchen kommt doch unabhängig von der sexuellen Orientierung vor.
Was ich mir schon vorstellen kann, ist, dass eine Frau Schwierigkeiten damit haben kann, mit einer anderen Frau zu klären, dass es ihr nicht um Freundschaft sondern um was Erotisches geht. Die meisten Menschen sind halt vermutlich hetero …
 
Dabei
6 Mrz 2020
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#16
Weswegen daneben? Sex hat man einvernehmlich. Wenn die Frau utopische Erwartungen an den Sex knüpft, ist das nicht mein Problem. Ich mute der Frau zu, mündig genug zu sein, um ihre Entscheidung eigenständig zu verantworten. Und weswegen sollte ich mir den Sex verkneifen, wenn sie mich zwar sexuell anspricht, mir aber mental zu unreif für alles ist, was über Sex hinausgeht? Die Alternative wäre, über ihren Kopf hinweg zu entscheiden, was gut für sie ist. Und das wäre m.E. voll daneben.
Das finde ich voll fies und absolut rücksichtslos. Dir ist offensichtlich völlig egal, dass du mit diesem Verhalten Frauen sehr verletzen kannst.

Klar, die Frau hat sich einvernehmlich auf Sex eingelassen. Eine Mitschuld trägt sie deswegen auch. Mit Betonung auf MITschuld.

Man kann nämlich Rücksicht nehmen, wenn man im Vornherein schon merkt, dass eine Frau oder natürlich auch ein Mann mit nur Sex nicht wird umgehen können. Oder es zumindest deutlich machen, dass es für einen nur Sex und nichts weiter ist. Dann kann die andere Person selber entscheiden, ob sie sich darauf einlassen will.

Es denken nun mal nicht alle so wie du.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#17
Was ich mir schon vorstellen kann, ist, dass eine Frau Schwierigkeiten damit haben kann, mit einer anderen Frau zu klären, dass es ihr nicht um Freundschaft sondern um was Erotisches geht.
Hahaha. Oh ja!!
I don't wanna be your friend, I wanna kiss your lips... 😘
@ZG, ich kapier deinen Punkt immer noch nicht :eusa_wall:
Dass Leute andere zum Aufpolieren ihres Selbstbewusstseins brauchen kommt doch unabhängig von der sexuellen Orientierung vor.
Okay, ich versuche es nochmal anders.
In unserer Gesellschaft gibt es ja mich immer ein Ungleichgewicht aufgrund der Genitalien und der sozialen Erfindungen, die dem zugeschrieben werden - also dass Frauen ja bloß keine Schlampen sein sollen und dass sie immer eine Teilschuld haben egal was ihnen passiert (niemand will ein Schloss, das bei allen Schlüsseln aufgeht, etc. Blabla) . Dass ihnen gewisse Dinge zugeschrieben werden, zum Beispiel, dass die "innere Uhr" tickt und sie dann schnell machen müssen.
Gerade die Sache mit der Verantwortung, also dass Frauen Männer warmhalten um eventuell später im Notfall schnell einen Samenspender in der Rückhand zu haben und so Zeug. Also so frauenfeindliche Kacke. Und dass eher ihnen dann die Schuld daran gegeben wird, dass sich ein Mann mehr oder schneller etwas von einer Situation erhofft und Leute absichtlich in niederer Absicht in einem Zustand gehalten werden, in dem sie eine Karotte vorgeworfen kriegen, die sie nicht essen dürfen oder so.
Dass das alle Menschen unabhängig ihrer sexuellem Orientierung machen könnten oder machen ist dabei gar nicht im Fokus, sondern halt die blöden Weiber aus Sicht der armen Männer. Also, dass es Frauen im Verhältnis öfter von Männern vorgeworfen werden als Frauen es Frauen oder Männern Männer vorwerfen als es passiert - also, wenn alle es gleich oft machen, wird es den anderen schwerer vorgeworfen.
Haha sorry, ich bin mit meiner Sprache am Ende. 😅
Vielleicht sind auch weniger Friend zones das Problem, vielleicht ist es einfach nur Sexismus. Aber auch lehne ich mich vermutlich nicht allzu sehr aus dem Fenster wenn ich sage, dass man damit in heterosexuellen Beziehungen eher Probleme damit hat. Nicht, weil heterosexuelle Menschen problematisch sind, ich hab kein Problem mit denen und ich hab auch heterosexuelle Freunde, die sollen das alles nur bitte mal privat machen und nicht an der Bushaltestelle.
 
Dabei
3 Jan 2019
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#22
Ah... okay:. Frage mit 'ner Gegenfrage beantwortet. Ich benachteilige (hoffentlich) niemanden. Ich lüge auch (fast) nie. Ich bin einzigartig. :D
 
Dabei
24 Sep 2017
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#23
Achso! Nein, ich meine, dass man Männern und Frauen Lügen erzählt und die dann weitergeben werden.
Bei Kindern zum Beispiel, dass Rosa eine Mädchenfarbe ist und blau für Buben. Ist ja erstmal keine Benachteiligung (?), nur irgendeine erzwungene Zuteilung. Womit Kinder spielen "dürfen". Was Kinder werden können. Wie wir reden, wen wir ausschließen. Was uns zuhause vorgelebt wird. Wer macht den Haushalt, wer kocht, wer erzieht die Kinder, wer geht zum Elternabend. Wen wir trösten, wessen Verhalten wir entschuldigen. Wem wir glauben, wem wir zutrauen, etwas zu wissen. Wessen Geschichten wir erzählen. Wer das Geld hat, wer die Finanzen regelt. Wer riskiert was, wer tötet Fahrradfahrer:innen mit Autos...

Das machen wir ja alle, ich auch. Das wird uns mitgegeben und es wäre komisch, wenn wir uns völlig anders verhalten würden, auch wenn das vielleicht schön wäre.
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#24
Also ZG, vielleicht hatte ich deinen Punkt ja doch kapiert (nur jetzt wieder nicht, was „die“ Störendes nicht an Bushaltestellen machen sollen), aber einfach nicht wahrhaben wollen, dass du und offenbar deine FreundInnen mit so einem super antiquierten Rollenbilder aufgewachsen bist.Das ist mir sowas von fremd!! Klar gibt es immer wieder Leute die mit solchen „Lügen“ erzogen wurden, aber schon in meiner Generation sind das so wenige dass man ihnen locker aus dem Weg gehen kann. Bestimmt habe ich mir auch (mehr oder weniger aktiv) ein Umfeld gesucht, wo die Entwicklung schon weiter fortgeschritten war als anderswo. Weder in meinem Studium noch in meinem Job hat das Geschlecht eine besondere Bedeutung.
 
Dabei
8 Aug 2022
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#25
Das finde ich voll fies und absolut rücksichtslos. Dir ist offensichtlich völlig egal, dass du mit diesem Verhalten Frauen sehr verletzen kannst.

Klar, die Frau hat sich einvernehmlich auf Sex eingelassen. Eine Mitschuld trägt sie deswegen auch. Mit Betonung auf MITschuld.

Man kann nämlich Rücksicht nehmen, wenn man im Vornherein schon merkt, dass eine Frau oder natürlich auch ein Mann mit nur Sex nicht wird umgehen können. Oder es zumindest deutlich machen, dass es für einen nur Sex und nichts weiter ist. Dann kann die andere Person selber entscheiden, ob sie sich darauf einlassen will.
Wenn eine Frau mit Sex nicht umgehen kann, sollte sie kein Sex haben. Das ist allein ihre Sache, nicht die des Gegenübers. Wenn ein Mann eine Frau babysitten muss, wie kann er sie dann ernstnehmen? Es gibt somit keine "Mitschuld". Jeder trägt für sich selbst die Verantwortung für seine eigenen Entscheidungen - und zwar ausschließlich. Wenn eine Frau also Sex hat, obwohl sie mit Sex nicht umgehen kann, ist das ihre eigene Entscheidung und hat sie auch selbst zu verantworten. Und das ist auch gut so. Alles andere wäre nämlich total erbärmlich und würde die Frau in erster Linie als eigenständige Person entmündigen.

Ohne Eigenverantwortung gibt es nunmal weder Respekt noch Augenhöhe. Eine Frau sollte sich also entscheiden, was sie sein will bzw. wie sie wahrgenommen werden will: Als gestandene Persönlichkeit, die für ihre Entscheidungen vollumfänglich allein geradestehen kann oderals Kleinkind, für dessen Wohl man zu sorgen hat. Als Kleinkind hat sie dann aber auch sonst kein Mitspracherecht (so wie alle anderen Kleinkinder, die man erzieht).
 
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