Einfluss von Kindheitserfahrungen auf Partnerwahl: Wie damit umgehen?

Dabei
1 Feb 2023
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6
#1
Hallo zusammen,

es geht um den Einfluss von Problemen aus der Kindheit, die in die Partnerwahl mit reinspielen und ich würde gerne wissen, wie ihr darüber denkt (Drogen und Gewalt lasse ich mal außen vor).

Angenommen ein Kind wurde vernachlässigt und hat unterschwellig als Erwachsener immer das Gefühl zu kurz zu kommen, dass keine Rücksicht genommen wird, dass die eigenen Gefühle und Wünsche nicht wichtig sind, etc. Ich vermute, dass nur wenige Kindheiten problemlos verliefen und dass die Mehrheit ein Päckchen, welcher Art auch immer, mit sich herumträgt.
Aus meinen Erfahrungen ist es so (und man sagt es ja auch im Volksmund), dass (zumindest scheinbar die Frauen) sich Arsch*** als Partner suchen, während die Netten niemand will.

Aus psychologischen Gründen ist es ja scheinbar erwiesen, dass man sich immer die Partner sucht, die diese unterdrückten negativen Kindheitserfahrungen triggern, sodass man diese Gefühle immer wieder aufs Neue durchlebt, weil sie nicht verarbeitet wurden (so jedenfalls hab ich das mal verstanden).

Dazu wird dann immer geraten, diese Schlaufe zu durchbrechen und sich eben doch an einen Netten zu binden.

Nach dem was ich bisher erlebt und gesehen habe, fällt dies den meisten aber schwer. Ich behaupte, dass viele, die so etwas tun, unterschwellig sich eine andere Beziehung wünschen und in dem Fall auch die nicht verarbeiteten Probleme aus der Kindheit weiter gären. Davon abgesehen, dass man den netten Partner gar nicht 100% liebt, sondern aus Bequemlichkeit bei ihm ist.

Ich würde eher sagen, wenn es um Themen wie "Vernachlässigung" oder "sich durchsetzen" etc. geht, sollte man doch eigentlich bei der Person bleiben, die das triggert und lernen, dass man mehr auf sich selbst achtet und auch mal seine Meinung sagt. Wenn das dann gelingt und der Partner dann entweder mitmacht oder eben geht, dann müssten die Probleme doch ein Stück weit verarbeitet sein und man achtet bei der nächsten Partnerwahl von alleine auf andere Charaktereigenschaften.
Ausgenommen davon sind natürlich Gewalt und Drogen, bei denen man immer sofort gehen sollte.

Wie denkt ihr darüber?
 
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Dabei
24 Sep 2017
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#2
Hey,
was bedeutet "nett"?
Nee, finde, man kann sich reflektieren und an sich arbeiten ohne in ner scheiß Beziehung zu sein.
Inklusive mit jemandem zusammen sein, den man nicht liebt (?!).
 
Dabei
9 Feb 2021
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#3
Ich würde eher sagen, wenn es um Themen wie "Vernachlässigung" oder "sich durchsetzen" etc. geht, sollte man doch eigentlich bei der Person bleiben, die das triggert und lernen, dass man mehr auf sich selbst achtet und auch mal seine Meinung sagt.
Das würde mMn nur funktionieren, wenn man die Schäden, die man aus den Erfahrungen erlitten hat, schon aufgearbeitet hat. Ansonsten bleibt man in dem Hamsterrad, weil das Selbstbewusstsein fehlt. Aus deinem Thread wird mir aber auch nicht klar, was du nun genau "nett" und "Arschloch" definierst, wenn du Gewalt (darunter fasse ich nämlich nicht nur physische sondern auch psychische) und Drogen ausschließt.
Dazu wird dann immer geraten, diese Schlaufe zu durchbrechen und sich eben doch an einen Netten zu binden.
Wer rät denn sowas? Also man soll sich an jemanden binden, den man eigentlich nicht anziehend findet nur weil diese Person nett ist und damit man sich selbst heilt?

Also in erster Linie ist jeder für sich selbst verantwortlich und der Partner sollte niemals der Therapeut sein! Wenn die Auswirkungen der Kindheit wirklich so gravierend sind, dann gibt es genug Anlaufstellen um diese Aufzuarbeiten. Wer sich selbst genug ist, braucht weder einen toxischen Partner noch irgendeinen der "nur nett" ist.

Aus meinen Erfahrungen ist es so (und man sagt es ja auch im Volksmund), dass (zumindest scheinbar die Frauen) sich Arsch*** als Partner suchen, während die Netten niemand will.
Die harmonischen Paare fallen halt nicht so auf wie die Negativbeispiele. Und man umgibt sich ja häufig mit ähnlichen Personen in ähnlichen Lebenslagen, daher kanns natürlich sein, dass man häufiger von Menschen in toxischen Beziehungen umgeben ist oder von Menschen, die zielsicher die Beziehungsunfähigen anziehen
 
Dabei
6 Mrz 2013
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7.370
#4
Mir ist die Frage zu abstrakt. Wo in deinem Leben tritt das Problem denn auf und auf welcher Seite stehst du?
 
Dabei
6 Sep 2010
Beiträge
39
#5
Hallo zusammen,


Aus psychologischen Gründen ist es ja scheinbar erwiesen, dass man sich immer die Partner sucht, die diese unterdrückten negativen Kindheitserfahrungen triggern, sodass man diese Gefühle immer wieder aufs Neue durchlebt, weil sie nicht verarbeitet wurden (so jedenfalls hab ich das mal verstanden).

Dazu wird dann immer geraten, diese Schlaufe zu durchbrechen und sich eben doch an einen Netten zu binden.

Nach dem was ich bisher erlebt und gesehen habe, fällt dies den meisten aber schwer. Ich behaupte, dass viele, die so etwas tun, unterschwellig sich eine andere Beziehung wünschen und in dem Fall auch die nicht verarbeiteten Probleme aus der Kindheit weiter gären. Davon abgesehen, dass man den netten Partner gar nicht 100% liebt, sondern aus Bequemlichkeit bei ihm ist.

JA !

......und die Erkenntnis aus den Therapien, das die Eltern A****löcher waren, ändert noch lange nicht die eigenen Emotionen und schwupp hat man wieder ein A*****loch als Partner*in.
 
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