Bin fix und fertig - Cholerischer Partner!

Das liest sich für dich im ersten Moment vielleicht komisch/lächerlich, ein Versuch ist es jedoch immer wert, denn außer Papier, Zeit und vielleicht 1,50 € Porto hast du nichts zu verlieren.

Abgesehen davon, dass er den Brief aus dem Briefkasten holt und liest.

Sie hat ja vor, in eine eigene Wohnung zu ziehen. Und sofern sie das wirklich durchzieht, ist das schon mal ein wichtiger Schritt, um wieder zu sich selbst zu finden. Danach sieht sie hoffentlich klarer...
 
Hallo,

danke für dein Interesse an meiner Situation, minze. Ich werd euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.
Wie wir dann das Ganze Familie und Freunden beibringen wollen, weiß ich auch noch nicht so richtig.
Ich denke, bei meiner Familie werde ich es selbst machen, bei Leuten nur aus meinem Freundeskreis auch. Seiner Familie und auch einem Teil der gemeinsamen Freunde muss er das schon selbst sagen. Schau mich zur Zeit nach Wohnungen um, drückt mir mal die Daumen, hab was gefunden, was mir sehr gut gefallen würde und bezahlbar wäre... Freie Wohnungen sind hier nur immer heftig umkämpft. ;) Aber irgendwas wird sich finden.
 
Also dein Freund scheint sich nicht unter Kontrolle zu haben. Mir äre das zu gefährlich auf Dauer...
Aber du musst selbst deine Grenzen ziehen und entscheiden wie tolerant du ihm gegenüber bist. Abstand könnte euch gut tuen! Ich würde das vllt mal ausprobieren. Er wird nachdenken, wenn du nicht mehr ständg da bist und nach seiner Pfeife tanzt.

Ich lese heraus, dass du viel für ihn tust, aber wenig vin ihm kommt...
Er sollte sich auch bemühen . Tut er auch was für dich? Bekommst du auch genug zurück?
Meiner Meinung nach tust du zuviel für ihn und zu wenig für dich selbst!

Zieh doch für ein paar Tage mal aus, schau in dich hinein, atme mal auf. Lass dich verwöhnen, lass es dir gut gehen- OHNE IHN!
Vielleicht wird er sich dann Gedanken machen.
Du musst auch mal an dich denken. Und das mit der therapie. Abwarten, wie ernst er es auch danmit meint. Ich würde auch Ergebnisse sehen wollen, und die Beziehung so lange auf Eis legen.

Ich kann dich gut verstehen, sowas ist NIE einfach. Aber man muss sich auch nicht alles gefallen lassen!!! Oder? Eine Beziehung besteht aus beiden Partnern die ein gesundes Verhältnis zueinander haben sollten, ein Geben und Nehmen.
Du musst doch nicht si auf EINEN Mann fixiert sein! Du musst mal wieder raus! Wenn du merkst, dass auch andere Männer Interesse zeigen, wird es dir gut tuen, und du wirst dir nicht mehr allzu viel gefallen lassen!

Denk an dich. Das ist das WICHTIGSTE!
 
Hallo nochmal,

ja, es ist schwierig... Wir reden zur Zeit furchtbar viel, er weint fast den ganzen Tag, versucht natürlich mich umzustimmen, weil er denkt, ein Auszug bedeutet das Ende.
Leider kann ich ihn da auch nicht wirklich beruhigen, beides ist beim derzeitigen Stand möglich. :(
Finde es auch total anstrengend mir die ganze Zeit darüber Gedanken zu machen, geschweigedenn mir zu überlegen, wann und wir uns dann noch sehen, will eigentlich einfach nur mal weg und Abstand gewinnen. Kann auch nicht mehr essen, mir ist immer schlecht.
Vorhin hat er seine Eltern angerufen und ihnen alles erzählt, das finde ich schonmal sehr gut. Die waren natürlich etwas geschockt und sehr traurig...
Habe mittlerweile noch eine zweite Wohnung im Auge, rufe gleich Montag morgen an. Wünscht mir Glück, dass es mit einer klappt.
Ich melde mich wenns was neues gibt.
 
Liebe Pogona,
ach wenn ich Jesse Blue's Argumentation sehr einleuchtend finde, erkenne ich doch, dass du dich nicht von deinem Choleriker trennen möchtest.
Deshalb gebe ich mir jetzt mal die Mühe und versuche mich in diese Situation hineinzuversetzen.
Auch wenn ich nicht so handeln würde wie du und meinen nun folgenden Rat nicht für den für dich sichersten, ungefährlichsten halte.
Da du zu ihm halten wirst, wäre es sicher für ihn (!) und seinen Therapieerfolg nicht vorteilhaft, wenn du aus eurer gemeinsamen Wohnung ausziehen würdest. Ich denke eher das würde einen Ausraster deines Freunds herausfordern. Er scheint übrigens emotional sehr abhängig von dir zu sein (du auch von ihm, aber auf andere Weise), da er dir auch beim Streit hinterherrennt und sich nicht beruhigen kann, dich sofort anruft, du sollst zurückkommen, ohne dass er euch mal die Zeit gibt nachzudenken.
Du sagst nächste Woche sei der erste Therapietermin. Dann sieh mal ob er den wahrnimmt. Falls nicht, würde ich das nicht hinnehmen. Dann ist irgendwo die letzte Hoffnung auf Besserung futsch oder? Falls er hingeht, gib ihm doch die Chance, sich zu ändern. Aber das tust du ja sowieso...
Das Schlimme an deiner Situation finde ich die Unvorhersehbarkeit. Aus dem Nichts entsteht ein heftiger Streit, auf Autobahnen lebensgefährlich, und zwar ohne dass du es provozierst oder auch nur irgendetwas falsch machst! Du musst dir der Gefahr in der du dich befindest bewusst sein.
Ich selbst kenne das, wenn der Fahrer wie bekloppt aufs Lenkrad einschlägt und droht uns beide gegen die Leitplanke zu fahren (jedoch hatte ich nicht die Möglichkeit abzuhauen da es sich um meine Erziehungsperson handelte und ich es von klein auf so erlebt hatte, sodass es für mich Normalität war und gleichzeitig auch Liebe zur Erziehungsperson vorhanden war). Ich kenne es wenn "im Affekt" mit dem Totschlag gedroht wird ("renn zu den Nachbarn oder ich schlag dich tot") und ich kann dir versichern, dass du diesen Menschen NICHT helfen kannst, und dass du auch nichts dafür kannst, dass du nicht Mutter Theresa spielen musst. Dein Freund ist eben krank und du hast die Wahl zu gehen oder zu bleiben. Meine Erziehungsperson hat (leider viel zu spät) ebenfalls eine Therapie gemacht. Die tatsächlich erstaunlich schnell geholfen hat die Wutausbrüche zu minimieren und das dauerhaft. Und die Gründe zu erkennen. Das nur als Lichtblick am Ende des Tunnels.
Doch stimmt es was manche dir hier geschrieben haben- dass du es nie vergessen wirst. Selbst wenn du das verzeihen kannst.
Im Prinzip rate ich dir also nicht zum Auszug, wenn du diese Beziehung weiterführen willst.
Bei Ausrastern hau sofort ab und warte bis sich die Lage entspannt hat bevor du da wieder hingehst.
Wenn er nicht nächste Woche motiviert zur Therapie geht, pack deine Sachen.
So brauchst du dich nicht behandeln lassen.
 
Da du zu ihm halten wirst, wäre es sicher für ihn (!) und seinen Therapieerfolg nicht vorteilhaft, wenn du aus eurer gemeinsamen Wohnung ausziehen würdest. Ich denke eher das würde einen Ausraster deines Freunds herausfordern. Er scheint übrigens emotional sehr abhängig von dir zu sein (du auch von ihm, aber auf andere Weise), da er dir auch beim Streit hinterherrennt und sich nicht beruhigen kann, dich sofort anruft, du sollst zurückkommen, ohne dass er euch mal die Zeit gibt nachzudenken. [...] Im Prinzip rate ich dir also nicht zum Auszug, wenn du diese Beziehung weiterführen willst.

Sie MUSS ausziehen. Ihr Problem, das sie zu dieser Situation gebracht hat, ist ja doch gerade, dass sie nie auf sich geachtet hat, ihn stets verteidigt und entschuldigt hat und dabei immer mehr zum Opfer wurde. Ob er das also aushält oder ob er hinterherrennt oder gar einen Wutausbruch deswegen bekommt, darf nicht nur kein Grund sein, um auszubrechen sondern ist ganz im Gegenteil eher ein Grund zum gehen. Oder soll sie in stetiger Angst leben, nie frei entscheiden zu können, weil sie sich vor seinen möglichen Taten fürchtet oder sich in einem stetigen Schuldkomplex befindet?

Nein, die Fragestellerin braucht vor allem den Abstand, um wieder klar zu denken. Denn klar denken kann sie zum derzeitigen Zeitpunkt nur sehr begrenzt. Und bis sie fähig ist, Entscheidungen zu treffen, die nicht auf ein höriges Opfer hindeuten, wird es ihr immer schlecht gehen.
 
Hi,

ich gebe in dem Fall euch beiden Recht. Ehrlich gesagt denke ich wie Leilani (tut mir leid was da mit deiner Erziehungsperson war, das klingt echt mies :?) auch, dass es für seinen Therapieerfolg selbst eventuell besser wäre, ich würde nicht ausziehen. Der Halt im Alltag würde meinem Freund sicher einiges erleichtern, auch Fortschritte ließen sich so viel besser überprüfen. Es wird ja schwer für ihn Erfolgserlebnisse zu haben, an denen er wachsen kann, wenn kaum Alltagsstreitereien aufkommen, in denen sozusagen das Gelernte angewendet werden kann. Allerdings muss ich sagen, bin ich mir da dann wichtig genug, um das erstmal in Kauf zu nehmen. Ich bin nach all der Zeit immernoch irgendwie da und unterstütze ihn, da muss ich mich nicht auch noch verpflichtet fühlen, ihm den möglichst einfachen Weg zu Ebnen, wenn ich dabei auf der Strecke bleibe. Und das wäre so... Ich merke einfach, dass ich krank werde, wenn ich hier bleibe. Das wird er mit Hilfe des Therapeuten schon hinkriegen, ob ich noch mit ihm zusammenwohne, oder nicht. Das Gute ist, dass mittlerweile geklärt ist, dass er die Wohnung vorerst auch für sich alleine weiterfinanzieren kann, vorallem weil er sich zur Zeit noch nach einem Nebenjob umsieht, was ich auch überaus positiv finde, vorallem weil er dann auch außerhalb des Studiums eine Beschäftigung hat. Ich denke der Umzugsstress wäre jetzt viel zu viel. Dass er da hin geht kann ich euch fast versprechen, zumal er vor wenigen Wochen auch schonmal einen Termin hatte, den er auch wahrgenommen hat. Da wurde ihm allerdings jemand bestimmtes empfohlen, deswegen hat es jetzt einen Moment gedauert, bis ein neuer Termin stand und die Therapie nun losgehn kann.

Mein Auszug und seine Therapie (bzw. auch meine, will ja auch ein paar Mal mit dem Psychologen sprechen und hören was er zu sagen hat) stehen also definitiv fest.
 
Das hört sich nach einer Borderline Störung an oder einer Form von ADHS - da sind solche extremen Impulsivitätsdurchbrüche an der Tagesordnung.

Du solltest das nicht länger hinnehmen und ihn zu einem Psychologen oder besser noch Psychiater begleiten. Die können entsprechende Tests vornehmen.

Mit "behindert" hat das nichts zu tun. Wenn du einen verknacksten Knöchel hast, gehst du halt zum Orthopäden und wenn es mental irgendwas ist oder ein Verhalten worunter du selbst oder dein Partner leidet, dann zum Psychodoc.

Ich kenne solche Ausbrüche von meiner Mutter. Natürlich hab ich sie lieb - sie ist meine Mutter - aber ich habe inzwischen selbst ein Kind und beim letzten Ausbruch hatte mein Kind so eine Angst bekommen dass es das Bett vor dir Tür schob. Und da hat es mir dann gereicht. Ich bin selbst Mutter und muss mein Kind schützen - es blieb mir keine Wahl.

So einen Schutz solltest du dir auch zulegen - zumal du ihm deutlich machen solltest, dass es dich extrem abwertet, kränkt und verletzt, wenn er dich "Dreckshure" nennt. Du solltest - trotz der Liebe zu deinem Partner - erst einmal dich selbst lieben und dazu gehört auch, Grenzen zu setzen und sich nicht alles gefallen zu lassen oder gleich einzulenken, wenn ihn nach einem Wutausbruch wieder die Reue packt.
 
Nachtrag.... Mit "es blieb mir keine Wahl" bedeutet: 100%iger Kontaktabbruch - denn diese "Wutausbrüche" meiner Mutter begleiten mich schon mein halbes Leben und ich habe ihr gesagt, solange sie nicht an sich gearbeitet hat, braucht sie hier nicht mehr antanzen.

PUNKT.

Es war hart, aber ich hoffe wirkungsvoll ..... die Ruhe tut mir jedenfalls gut und meinem Kind auch.

Manchmal muss man jemandem auch die Tür vor der Nase zuschlagen und ihn im Regen stehen lassen, damit er etwas begreift, so weh einem das auch selber tut
 
Abgesehen davon, dass er den Brief aus dem Briefkasten holt und liest.

Jesse Blue, du weißt sehr wohl, daß er sich damit strafbar macht ?


Pogona

Du bist und bleibst anscheinend beratungsresistent. Wenn du dir so wenig Wert bist und lieber in ständiger Angst leben willst.

Nur scheint dein Titel ja wohl nicht ganz zu stimmen, wenn du nämlich so fix und fertig wärst, dann würdest du ohne wenn und aber deine Konsequenzen ziehen, dir was gutes tun und diesen Typen in den Wind schießen.

Du willst nicht... Gut des Menschen Wille ist sein Himmelreich, bleibt dir nur zu wünschen, daß er dich beim nächsten "Ausraster" nicht grün und blau schlägt, aber selbst dann wirst du noch irgendwelche fadenscheinigen Entschuldigungen für ihn finden.

Viel Glück.
 
Jesse Blue, du weißt sehr wohl, daß er sich damit strafbar macht ?

Das käme dem gleich, einem Kampfhund auf einem vollen Kinderspielplatz zu sagen, er solle nicht auf dem Rasen pinkeln.

Du bist und bleibst anscheinend beratungsresistent.

Wo siehst Du da eine Beratungsresistenz? Sie hat einen sinnvollen Vorschlag angenommen und will ausziehen, um Abstand zu gewinnen. Ein mehr als guter Schritt in die richtige Richtung und mehr als die meisten beziehungshörigen Opfer in ihrer Situation machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du bist und bleibst anscheinend beratungsresistent.

Ich seh da auch keine beratungsresistenz,......sie macht das richtig, der Auszug ist für Ihn ein Signal bis daher und nicht weiter.

Und wenn Sie trotzdem mit Ihm zusammenbleiben will auch nicht verkehrt, mit dem nötigen Abstand ist es leichter konsequent zu bleiben.

daß er dich beim nächsten "Ausraster" nicht grün und blau schlägt

Er ist "nur" cholerisch.
 
Nicht jeder der manchmal in Rage Gegenstände zerstört und rumbrüllt schlägt gleich Leuten das Gesicht zu Brei und frisst kleine Kinder zum Frühstück... Klar ist sein Verhalten alles andere als akzeptabel, aber man sollte ihn nicht gleich als Schwerverbrecher abstempeln. Und dass ich versuchen würde dafür noch eine Entschuldigung zu finden, ist hoffentlich ein schlechter Scherz...
Heute steht n Besichtigungstermin an, Daumen halten. ;)
 
Nicht jeder der manchmal in Rage Gegenstände zerstört und rumbrüllt schlägt gleich

Das Herumstoßen hast Du vergessen. Und doch, es sagt einiges darüber aus, wie das Gewaltpotenzial und -bereitschaft des jeweiligen Menschen ist. Jemand wie er hat sich nicht im Griff. Eine Zeitbombe ohne jegliche Contenance. Auf jeden Fall ist kein bisschen berechenbar, was das betrifft.

Ist echt besorgniserregend, wie leichtfertig Du solche No-Gos abtust.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,
sofern er nicht zugibt, gerne und absichtlich Dinge zu zerstören und Dich rumzuschubsen, da es so ein gutes Ventil für seine Wut ist, ist das ein Kontrollverlust. Wenn das so ist, kann keiner sagen, was er tun wird. Das liegt in der Natur der Sache. Er nicht, Du nicht.....

Das muss man einfach klar sehen. Das hat ja nichts mit "Schwerverbrecher" zu tun, aber Du verteidigst ihn schon wieder. Warum?

Gruß
 
Du verteidigst ihn schon wieder. Warum?

Nicht ihn, mich. ;)
Weil ich mir nicht unterstellen lasse, ich wäre mit einem Frauenschläger zusammen und würde auch noch versuchen ihn zu entschuldigen. Klar ist das Ganze wie Jesse Blue sagt der Anfang von Gewalt, vielleicht sogar schon etwas mehr! Und schon garnicht berechenbar. Aber deswegen stelle ich ja zur Zeit die Beziehung in Frage, ziehe aus und bestehe auf seine Therapie. Ich kann euch versichern, bei der ersten Ohrfeige o.ä. wäre ich für immer Weg und der entsprechende Kerl hätte ne Anzeige am Hals. Ich weiß dass mir das jetzt wieder keiner glaubt, aber keine Sorge, so viel Selbstachtung und Grips hab ich dann doch.:045:
 
Klar ist das Ganze [...] der Anfang von Gewalt, vielleicht sogar schon etwas mehr! Und schon garnicht berechenbar. [...] Ich kann euch versichern, bei der ersten Ohrfeige o.ä. wäre ich für immer Weg und der entsprechende Kerl hätte ne Anzeige am Hals. Ich weiß dass mir das jetzt wieder keiner glaubt

Also angesichts dessen, dass Du Dich vor ein paar Tagen noch so gelesen hast:

Er wird mir garantiert NICHT aus heiterem Himmel einen Zahn ausschlagen.

hast Du Dich durchaus etwas gewandelt und siehst klarer. Insofern hast Du gute Chancen es zu schaffen, wenn Du Deinen Kurs hältst.
 
hallo pogona ich hoffe, du liest dies hier noch,

hör mal die Frage "Will ich wirklich, dass dieser Mann später mal meine Kinder so anschreit und fertig macht?" ist eine wichtige Frage! Denn ich bin eine Tochter eines Cholerikers und ich rate dir, such dir jemand anderen. Meine Kindheit war von täglichem Anschreiben, Beleidigungen, Psychoterror geprägt. Freude, Reihheit, Diskussion, Erfahrung... gab es nicht. Denke ich heute darüber nach, denk ich manchmal, ich habe mir das alles nur eingebildet, denn seit ich vor vielen Jahren ausgezogen, bekomme ich das nicht mehr mit. Doch Wenn ich deine Beschreibungen lese, stellen sich mir die Nackenhaare auf, denn du klingst wie meine Mutter klang und klingt, die ihn immer verteidigt hat und sich maltretierte und zurück nahm. Und nun: Heute ist sie in Therape und nimmt seit einem Monat Antidepressiva, weil ihr ganzer Charakter zerstört wurde in den ganzen Jahren Ehe, so dass sie nun ganz andere Probleme im Beruf hat etc. weil sich die Reaktionskreisläufe zwischen Ursache und Wirkung in all der Zeit verschoben haben. Zusammen sind sie immer noch. Aber glücklich nicht. Waren sie nie. Nur wenn andere Menschen um uns waren. Über mich will ich gar nicht reden.

Ich möchte auch keine Romane schreiben, nur sagen:

such die jemand liebes, gesundes, der dich respektiert, jemand, der dir Kraft gibt, dich unterstützt! Das Leben ist hart genug, da sollte wenigstens ein funktionierendes zu Hause wichtig sein und man da nicht noch so arge Dinge zu bewältigen haben, auch wenn man an Heranwachsende Kinder denkt!

Vielleicht brauchst auch du ein paar Jahre, um deine MUSTER, von denen Jesse Blue schreibt, zu ändern, aber bitte, tu das, du lebst du einmal.

Nimm abstand, zieh aus, lerne zumindest einmal einen anderen Typ Mann kennen, jemand, der nicht deine Schwäche braucht um selbst stark zu sein und du wirst NIE wieder zurück wollen!!

Das Leben ist da, um sich gegenseitig glücklich zu machen, wenn das aus irgendwelchen Gründen nicht funktioniert, probier was anderes aus!

Ich wünsche es dir sehr, neue Wege, Sicherheit, Wärme, Rückhalt!!

UND: Du musst dich nicht verteidigen, auch ihn nicht, lies dir nochmal deine Treats durch, ist es das, was womit du dich im Leben befassen willst?
 
Hey Leute,

gute Neuigkeiten.

Die Wohnung gestern hat mir extrem gut gefallen, passt in mein Budget und beinhaltet auch schon einiges an schönen Möbeln, die ich günstig abkaufen kann.
Heute Morgen kam dann auch die Zusage, sodass ich in spätestens zwei Wochen einziehen kann. :041:
Ich freu mich wirklich total. Gestern habe ich auch das Telefonat mit meinen Eltern hinter mich gebracht, was nicht leicht für mich war. Sie waren natürlich total geschockt und traurig, finden es aber sehr gut, dass mein Freund sich jetzt helfen lassen will und unterstützen mich vorallem auch finanziell bei dem Auszug.
Vorhin habe ich ihn zu seiner ersten Therapiestunde begleitet. Der Psychologe soll sehr nett sein und mein Freund fühlt sich wohl dort. Außerdem hat der Therapeut meine Entscheidung auszuziehen befürwortet, unter Anderem damit jeder von uns weniger Verantwortung und Stress mit sich rumschleppt und sich auf sich selbst konzentrieren und Spaß am Leben haben und einfach mal sein Ding machen kann. Das nimmt viel Druck von seinen Schultern, was für die Therapie nur förderlich ist, und für mich ist es natürlich eh erstmal besser nach Allem was passiert ist. Sich hin und wieder sehen und ab und zu gemeinsam was schönes unternehmen kann man ja immernoch, aber eben nur, wenn einem auch danach ist. ;) Mein Freund sieht das jetzt gottseidank auch so und sieht dem Ganzen selbst jetzt positiv entgegen und sieht nicht länger nur die Negativpunkte am Auszug, was mich total freut. Die Therapie soll fürs erste etwa 25 Stunden betragen, kann aber bei Bedarf auch deutlich verlängert werden.
Außerdem bietet der Therapeut sogenannte Notfalltermine an, die sehr kurzfristig wahrgenommen werden können, wenn es kritisch wird, da die Wartezeit für normale Termine immer um die drei Wochen beträgt. (Wobei wir da noch Glück haben, in manchen Gegenden liegen dazwischen auch mal mehrere Monate...)

Ich bin jedenfalls richtig happy gerade, weil jetzt Familie und Freunde bescheid wissen und mich verstehen und unterstützen, wegen meiner neuen Wohnung, und weil mein Freund da offenbar in richtig guten Händen ist.
 
Super Pogona,

erstmal herzlichen Glückwunsch zur Wohnung! Wie du siehst, tut es gut, wenn Familie und Freunde informiert sind. Ich halte es auch für ein gutes Zeichen, dass dein Partner selbst mit seinen Eltern gesprochen hat.

Ihr seid auf einem guten Weg!

Hab ich das richtig verstanden, dein Partner kann nur alle 3 Wochen zu seinem Therapeuten? Das halte ich für ungünstig, normal findet eine VT einmal pro Woche statt.
 
Super Pogona,

erstmal herzlichen Glückwunsch zur Wohnung! Wie du siehst, tut es gut, wenn Familie und Freunde informiert sind. Ich halte es auch für ein gutes Zeichen, dass dein Partner selbst mit seinen Eltern gesprochen hat.

Ihr seid auf einem guten Weg!

Hab ich das richtig verstanden, dein Partner kann nur alle 3 Wochen zu seinem Therapeuten? Das halte ich für ungünstig, normal findet eine VT einmal pro Woche statt.

Hey, vielen Dank. :)
Naja, es liegen nicht immer mindestens drei Wochen dazwischen, aber viel häufiger wird es wohl nicht sein. Aber wie gesagt, im Vergleich ist das hier in der Umgebung noch extrem gut und es gibt wenigstens die Möglichkeit, in kritischen Momenten einen Notfalltermin wahrzunehmen.
 
Der Typ ist sekundär, Du bist nicht seine Mami, er muss sein Leben selbstständig auf die Reihe bringen. Das wichtigste ist, dass Du Dich mit der Wohnung nun selbst aus der Schusslinie bringst.
 
Hey Leute,

mittlerweile hab ich die Schlüssel für meine neue Wohnung und mein Bett wird auch Ende nächster Woche geliefert. :) Alles andere was man unbedingt braucht wie zB. Kleiderschrank steht ja vom Vormieter noch drin bzw. wird mitvermietet (Küche, Dusche, usw...).
Das mit der Therapie hab ich wohl falsch verstanden,wir haben gestern nochmal drüber gesprochen und die Therapie beginnt offiziell erst in etwa mittlerweile 2 Monaten, dafür finden die Termine aber dann sehr regelmäßig statt. Und bis dahin kann er eben diese Notfalltermine wahrnehmen. Im Moment läuft es so naja... Richtig schlimm eskaliert ist es nicht mehr, aber in Situationen wo er sehr frustriert war (wozu es m.M. nach nicht viel gebraucht hat) fielen immer Mal wieder solche Sachen wie "Menschen die nicht so bescheuert sind wie du..." und "Jaaa, wenn du morgen dann wieder aufgehört hast mich mit so ner Scheiße voll zu menstruieren tuts dir wieder soo Leid", wenn ich mich seiner Meinung nach für Pillepalle nicht ordnungsgemäß entschuldigt hab. Und hinterher ist er todtraurig, dass er wieder so schlecht reagiert hat. Naja... Der Gedanke auszuziehen machts erträglicher.
Im Moment bin ich aber eh ab und an etwas geknickt, weil ich die alte große Wohnung sehr gern mochte und es gab ja auch viele schöne Momente, blabla, ihr kennt das Gelaber.:mrgreen:
Mein Freund ist außerdem in letzter Zeit auch öfter Mal traurig und glaubt dann nicht an sich, was es nicht leichter macht, optimistisch zu bleiben.
Naja, wir werden sehn, das mit dem Auszug war jedenfalls sicher die richtige Entscheidung und ich freu mich dass ich mit meiner neuen Wohnung so viel Glück hatte, ich werd mich sicher auch da schnell einleben. :)
 
Erinnere Dich, was auch der Therapeut sagte: Konzentriere Dich auf Dich und mach dein eigenes Ding. Zerbrich Dir nicht seinen Kopf, denn er muss auch eigenständig funktionieren (er ist ja keine 6 mehr).
 
Hmja du hast schon Recht damit, ich sollte weniger darüber nachdenken und mich auf meinen eigenen Kram konzentrieren, alles Andere wird eh die Zeit zeigen.
 
Hey Leute, ich hab euch ja versprochen Bescheid zu sagen, wie die Sache ausgegangen ist.
Und ja, es ist nichts geworden... Die Ausraster kamen zwar nur noch ziemlich selten vor, aber es war wohl einfach zu spät für uns. Wäre man das Problem von Anfang an angegangen, hätte es vielleicht nochmal werden können, aber drei Jahre Tortur lassen sich nicht wieder gutmachen. Ich mag ihn als Mensch zwar wahnsinnig gern, aber nicht mehr als Mann/Partner und deswegen habe ich das Ganze gestern beendet. :|
 
Moin,
oh, danke. Feedback ist immer total nett, aber leider selten. Tut mir leid, wenn es nicht geklappt hat, aber manchmal ist es einfach besse, eine neue und unbelastete Sache starten zu können. Gerade vor Deinem extremeren Fall und Hintergrund.

Alles Gute

Grüße
 
Herzlichen Glückwunsch zu dieser weisen Entscheidung.
 
Zurück
Oben