Wird das wohl noch was? Mal sehen!

Dabei
5 Mai 2023
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#1
Hallo! Ich bin neu hier.
Ich bin letztes Jahr 30 geworden und hatte bisher ein paar Beziehungen, von nur nicht alleine sein über zu große kulturelle Unterschiede bis beziehungsunfähiger Misogynist war alles dabei.
Irgendwie ist bisher noch nicht der richtige Mensch aufgetaucht und an vielen Tagen, wenn ich nach der Arbeit erschöpft zuhause sitze an diesem neuen Wohnort, wo ich kaum jemanden kenne, mitten in der Pampa, frage ich mich schon, was wird da gerade aus meinem Leben?

Beruflich geht es langsam aber stetig voran, habe einen stressigen aber sehr coolen Beruf und nach und nach kommt da Stabilität rein (Berufseinstieg nach dem Studium).

Privat dümpelt alles vor sich hin - wahrscheinlich möchte ich einfach nur ein bisschen jammern.
Inzwischen glaube ich nicht mehr wirklich daran, dass es auch für mich so etwas wie eine schöne Beziehung und eine eigene Familie geben kann.
Ich glaube, es ist bei mir eine etwas unglückliche Mischung aus: übergewichtig und wirklich nicht sehr attraktiv (und das als Frau...), ruhiges und unscheinbares Wesen (stille Wasser sind bekanntlich tief) und sehr guter Ausbildung/Beruf/Verdienstmöglichkeiten wenn ich möchte (wirkt oft abschreckend und die die es nicht abschreckt, möchten wie alle anderen eben auch eine hübsche Frau. (Ich arbeite dran, habe wieder mit Sport angefangen usw.)
Und Kraft, um neben der Arbeit groß auszugehen, jemanden kennenzulernen hab ich auch nicht.

Na ja, und dann gibt es noch einige Gemeinsam keiten, die für mich non negotiable sind und die Auswahl extrem einschränken. Für mich kommt nur jemand infrage, der genau wie ich Christ ist und das auch lebt. Ohne das wird es nicht gehen, ich hab das schon mal versucht - zu große Unterschiede in den grundlegenden Wertvorstellungen enden nun mal im Desaster. (Der Unterschied in den Werten ist oft viel größer als man das so erwarten würde.)

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, warum ich das alles schreibe und welche Antworten ich denn erwarte - mehr als „wird schon!“ oder „mach Kompromisse!“ kann man dazu wohl kaum sagen.
Ist es realistisch zu denken, dass sich das sehr verändern wird/leichter wird, wenn ich mein Ziel erreicht hab, mein Übergewicht loszuwerden und wirklich mal Idealgewicht zu haben (1 Jahr plane ich dafür ein, inklusive Umzug weg aus der Pampa, wo es kaum junge für mich interesssante Menschen gibt)? Idealgewicht hatte ich noch nie, ich war schon immer etwas kräftiger - aber ehrlich gesagt, ich persönlich hab damit kein Problem. Ich mag mich auch mit 20 kg mehr. :) Nur andere scheinbar leider nicht. Meine Erfahrung war bisher meistens so, dass ich für viele einfach unsichtbar bin, was privates/Beziehungen angeht - im Beruf ist das anders, aber das hängt ja mit der Funktion zusammen, die man ausfüllt. Aber für Männer bin ich einfach Luft, weil nicht attraktiv.

Mal sehen! Liebe Grüße!
 
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Dabei
24 Sep 2017
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#2
Hi @Genevia,
mehr als „wird schon!“ oder „mach Kompromisse!“ kann man dazu wohl kaum sagen.
Im Gegenteil: Es kann sein, dass es "nicht wird" und damit muss man dann leben. Und Kompromisse würde ich auch nur bedingt eingehen - ich finde es sehr gut, dass du zum Beispiel beim Thema "Christ" keinen eingehen möchtest.
Es ist gut, dass du Sport machst und dich aber gleichzeitig auch so liebst wie du jetzt bist. 😊
 
Dabei
5 Mai 2023
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#3
Danke für die Ehrlichkeit @Zufallsgenerator!
Stimmt, an diese Antwort hab ich gar nicht gedacht, obwohl sie ja recht naheliegend ist.
Grundsätzlich wäre es schon erträglich, allein zu bleiben. Wenn ich wollen würde, könnte ich meinen Beruf so leben, dass er fast alles an Zeit einnimmt (macht er sowieso schon fast) und es ist sehr gut möglich, damit auch alleinstehend ein Leben zu füllen und dabei ganz zufrieden zu sein, weil es so etwas sinnvolles und soziales ist.
Und mit der unerfüllten Sehnsucht nach einer Beziehung und Liebe ist es dann wie mit allen unerfüllten Wünschen - annehmen, akzeptieren, das beste draus machen.
Das ist natürlich gerade vom Kopf her gedacht, rational... - innerlich weint‘s bei dem Gedanken etwas.
Es ist anders als bei bspw. vielen Christen, die wirklich ganz bewusst aus freien Stücken alleine bleiben - nicht als nachträgliche Begründung, warum es nicht geklappt hat, sondern ganz ehrlich und aus Liebe zu Jesus. Ich hab einige solcher Menschen kennenlernen dürfen. Tolle Leute, die sicher keinen Mangel an möglichen Partnern hatten - das ist bei mir anders.
Aber am Ende gibt es wirklich schlimmeres als alleine zu sein. Keine Kinder - ok, das ist schade. Aber besser so, als in einer schlimmen Beziehung (hatte ich auch mal - so abgewertet und beleidigt hatte mich schon lange niemand mehr. Das war sogar jemand, der auch ein Christ war. Ist aber ja keine Garantie dafür, dass jemand ein guter Mensch ist oder dass man zusammenpasst.)
Wie gesagt, es gibt ganz genau betrachtet keinen Grund zur Klage... ich versuche nun, mit Sport und guter Ernährung mein Möglichstes, äußerlich attraktiver zu werden, damit auch andere sehen, dass sie da einen tollen, lieben Menschen vor sich haben, den es lohnt, näher kennenzulernen. (Das Äußere ist ja der erste Filter. Wenn das nicht passt, möchte keiner die inneren Werte kennenlernen. Fand ich mal oberflächlich, aber inzwischen sehe ich es ein. Das andere (Anziehung bei den inneren Werten aber keine körperliche Anziehung) hat ja auch schon einen Namen: Freundschaft.)
Und sonst, na ja, im Himmel wird man nicht mehr heiraten und geheiratet werden, sagt Jesus. Da ist man so innig mit Gott verbunden und vollkommen glücklich, spätestens dort wird diese unerfüllte Sehnsucht also ihr glückliches Ende finden. 😊
Jetzt bin ich wieder froh 😊.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#4
Wenn ich wollen würde, könnte ich meinen Beruf so leben, dass er fast alles an Zeit einnimmt
Zu sowas würde ich zwar niemals raten 😅, aber wenn es das ist, was du möchtest, klar! Bis zum Ruhestand musst du dir dann aber noch einen anderen Lebensinhalt suchen, sonst wird es dir nicht gutgehen.

so abgewertet und beleidigt hatte mich schon lange niemand mehr. Das war sogar jemand, der auch ein Christ war. Ist aber ja keine Garantie dafür, dass jemand ein guter Mensch ist oder dass man zusammenpasst
Nein, am Ende sind wir ja alle nur Menschen und die können einen immer schlecht behandeln.. Aber es ist schön, wenn man jemanden hat, mit dem man die Rituale teilen kann und man nicht so viel erklären muss und der einen nicht verurteilt oder so...
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#5
an diesem neuen Wohnort, wo ich kaum jemanden kenne, mitten in der Pampa ...
Ich glaube, es ist bei mir eine etwas unglückliche Mischung aus: übergewichtig und wirklich nicht sehr attraktiv (und das als Frau...), ruhiges und unscheinbares Wesen (stille Wasser sind bekanntlich tief) und sehr guter Ausbildung/Beruf/Verdienstmöglichkeiten wenn ich möchte (wirkt oft abschreckend und die die es nicht abschreckt, möchten wie alle anderen eben auch eine hübsche Frau. (Ich arbeite dran, habe wieder mit Sport angefangen usw.) ...
Für mich kommt nur jemand infrage, der genau wie ich Christ ist und das auch lebt.
Je länger ich gelesen habe, desto mehr hab ich mir gedacht: Ah ja, sie geht ja genau die Dinge an, zu denen ich ihr jetzt auch geraten hätte:
Übergewicht zum Teil mal etwas abarbeiten, aus der Pampa in eine etwas belebtere Gegend ziehen.
"Nicht sehr attraktiv" ist etwas wischiwaschi, das kann nicht viel bedeuten, denn viele Menschen, die ich kenne, sind "nicht sehr attraktiv" - da würde es ja reichen, wenn die sich zusammenfinden würden :002:, wobei es da wirklich alle "Kombinationen" gibt. Und was heißt schon "attraktiv"? Dazu gehört mehr als das Aussehen.
Du schreibst, du seist unscheinbar, gleichzeitig befürchtest du, dass dein guter Beruf andere abschreckt. Für mich widerspricht sich das zum Teil.
Wenn du unscheinbar bist, fällt überhaupt nicht auf, was für einen tollen Job du hast. Das ist für mich auch eine Frage des Auftretens.
Und wenn du einen tollen Job hast, dann hast du doch auch Kollegen mit einem ähnlich tollen Job, oder? In meiner Welt schreckt es jedenfalls keinen Mann ab, dass eine Frau einen tollen Job hat.

Bleibt noch die Frage, was du unter "Christ sein leben" verstehst. Was soll man sich darunter vorstellen?
Ich kenne viele Leute, die Kirchensteuer zahlen, die nicht mal wissen, was "Christ sein" heißt. Und umgekehrt gibt es Menschen, die zB soziale Arbeit machen, aufrichtig sind, andere Menschen respektieren wie sie sind (uppsa, ob das nun "christlich" ist?), und die Kirchen nur bei Hochzeiten von Freunden von innen sehen.
Also was verstehst du denn darunter? Und lässt du das die Menschen, die du nur flüchtig kennst, schon wissen oder erfahren das erst die potenziellen Partner, wenn du checkst, ob das Gesamtpaket stimmt?
 
Dabei
22 Mrz 2021
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#6
Aber besser so, als in einer schlimmen Beziehung (hatte ich auch mal - so abgewertet und beleidigt hatte mich schon lange niemand mehr. Das war sogar jemand, der auch ein Christ war.
Dann überdenke mal dein Beuteschema und deine Prioritäten. Denn wie du siehst, ist das Christen-Ding schon mal keine Garantie für Lebensglück. Wäre es das, so wären andere Faktoren wie dein Aussehen und dein Beruf keine Überlegung wert.
Tu was für dein Äußeres - das machst du ja schon 👍 -, hab' Spaß an dem, was du tust - auch das kriegst du ja gut hin 👍 -, und lass das Christen-Ding sein.
 
Dabei
5 Mai 2023
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#7
Zu sowas würde ich zwar niemals raten 😅, aber wenn es das ist, was du möchtest, klar! Bis zum Ruhestand musst du dir dann aber noch einen anderen Lebensinhalt suchen, sonst wird es dir nicht gutgehen.


Nein, am Ende sind wir ja alle nur Menschen und die können einen immer schlecht behandeln.. Aber es ist schön, wenn man jemanden hat, mit dem man die Rituale teilen kann und man nicht so viel erklären muss und der einen nicht verurteilt oder so...
Nee, ich würde auch niemandem dazu raten, den Beruf zum Lebensinhalt zu machen. Aber auch eine Partnerschaft wäre für mich kein Lebensinhalt bzw. wer weiß, ob mein Partner den Ruhestand überhaupt erreicht? Im Alter leiden sehr viele Menschen unter Einsamkeit und sozialer Isolation, auch solche mit Kindern, leider.
Wenn ich körperlich und geistig fit genug bin, kann ich sicher auch länger als bis ins normale Rentenalter arbeiten. Das ist in meinem Beruf kein Problem.


Na ja, diese schlimme Beziehung, von der ich sprach, hat alle Kriterien von einer Missbrauchsbeziehung erfüllt, das war nicht einfach nur ein schlechter Tag oder sowas und die Person, die da beteiligt war, hat mir auch genug über ihre Vergangenheit und Probleme erzählt, dass ich da ein Muster erkenne. Es hatte auch nichts mit dem Glauben der Person zu tun. Sie hat am Ende eingesehen, dass es nur zwei Wege für sie gibt: Therapie machen und das aufarbeiten (nein) oder alleine bleiben (das ist jetzt der Plan).
Für mich war das trotz allem traurig, aber es ist das beste.
 
Dabei
5 Mai 2023
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#8
Je länger ich gelesen habe, desto mehr hab ich mir gedacht: Ah ja, sie geht ja genau die Dinge an, zu denen ich ihr jetzt auch geraten hätte:
Übergewicht zum Teil mal etwas abarbeiten, aus der Pampa in eine etwas belebtere Gegend ziehen.
"Nicht sehr attraktiv" ist etwas wischiwaschi, das kann nicht viel bedeuten, denn viele Menschen, die ich kenne, sind "nicht sehr attraktiv" - da würde es ja reichen, wenn die sich zusammenfinden würden :002:, wobei es da wirklich alle "Kombinationen" gibt. Und was heißt schon "attraktiv"? Dazu gehört mehr als das Aussehen.
Du schreibst, du seist unscheinbar, gleichzeitig befürchtest du, dass dein guter Beruf andere abschreckt. Für mich widerspricht sich das zum Teil.
Wenn du unscheinbar bist, fällt überhaupt nicht auf, was für einen tollen Job du hast. Das ist für mich auch eine Frage des Auftretens.
Und wenn du einen tollen Job hast, dann hast du doch auch Kollegen mit einem ähnlich tollen Job, oder? In meiner Welt schreckt es jedenfalls keinen Mann ab, dass eine Frau einen tollen Job hat.

Bleibt noch die Frage, was du unter "Christ sein leben" verstehst. Was soll man sich darunter vorstellen?
Ich kenne viele Leute, die Kirchensteuer zahlen, die nicht mal wissen, was "Christ sein" heißt. Und umgekehrt gibt es Menschen, die zB soziale Arbeit machen, aufrichtig sind, andere Menschen respektieren wie sie sind (uppsa, ob das nun "christlich" ist?), und die Kirchen nur bei Hochzeiten von Freunden von innen sehen.
Also was verstehst du denn darunter? Und lässt du das die Menschen, die du nur flüchtig kennst, schon wissen oder erfahren das erst die potenziellen Partner, wenn du checkst, ob das Gesamtpaket stimmt?
Mit unscheinbar meine ich: ich bin eher eine ruhige Person, lenke nicht viel Aufmerksamkeit auf mich, zurückhaltend. Mit meinem Beruf hat das nicht so viel zu tun, denn da gibt es einfach sachliche Dinge, die entschieden und in die Wege geleitet werden müssen (ich bin Ärztin). Es ist egal, ob man privat ein ruhiger Typ ist, sobald man einen weißen Kittel an hat, ist man eben Arzt und trifft die Entscheidungen und die Patienten müssen mit einem vorlieb nehmen, egal ob man aufsehenerregend oder eher ein Mauerblümchen ist. Es ist etwas sehr sachliches. Die Leute sind krank und wollen Hilfe und ich bin in der Situation nun mal die, die sich auskennt und die Entscheidungen trifft. Das ist eine ganz andere Situation als in der Wirtschaft mit Kunden oder im sonstigen Leben, wo man ständig für sich Werbung machen muss. Muss ich nicht. Wir haben Ärztemangel und eine Pandemie/Endemie, die Leute rennen uns die Bude ein und für die Gehaltssteigerungen sorgt nicht mein Verhandlungsgeschick sondern der Tarifvertrag.

Mir ist es aber schon ganz oft passiert, dass viele Leute erst mal etwas eingeschüchtert sind, wenn ich erzähle, was ich beruflich mache. Es wird ja irgendwann von selbst Thema. Es gibt da immer noch diese falschen Vorstellungen vom Arztberuf, auch medial bedingt. Dass man ganz oft einfach der Depp ist, der im seinem Kabuff den halben Tag Arztbriefe schreibt, mit einem Bein im Knast steht und nicht ständig Leben rettet, sehen viele nicht.
Und ehrlich gesagt, es gibt schon so einige Männer, die in einer Beziehung der mit der höheren Bildung und dem besseren Einkommen sein wollen - oder zumindest gleich soll es sein.
Und noch einige, denen man dann zu wenig Zeit hat. (Stimmt ja auch irgendwie).
Es muss nicht so sein, es geht auch anders - aber vorkommen tut es.

Zu den Arbeitskollegen: Meine momentanen Arbeitskollegen sind alle verheiratet mit Kindern/in langjährigen Beziehungen.

Zum Thema Christsein:
Ja, für mich ist das nicht nur kirchensteuerzahlen. Tägliches Gebet (morgens, abends, die hl. Schrift lesen, Tischgebet und Gottesdienst usw. gehören ganz selbstverständlich zu meinem Leben und sind die Luft, von der ich lebe ❣ . Spätestens beim Tischgebet fällt es dann auf, das halte ich zwar sehr kurz und unauffällig in Gesellschaft, aber ich lasse es nie weg (außer wenn ich feige bin und Angst vor den Reaktionen hab. Aber das passiert inzwischen nicht mehr so oft.)
Hmm, was gehört noch dazu? Jeden Tag mit Jesus zu leben und versuchen, so wie er zu leben. Seine Feinde zu lieben, niemals Rache zu üben, die Armen und geringen und kranken ganz besonders zu lieben, allen Menschen gut zu sein... die extra Meile gehen, niemanden abweisen der bittet (wenn es geht), Versöhnung zu suchen, nicht hochmütig zu sein. Das klingt jetzt abstrakt und es fehlt eine Menge, aber das wirkt ins konkrete Leben hinein.
Ich weiß, man kann das lesen und denken: na ja, kann man alles auch ohne Christ zu sein. Vielleicht, wahrscheinlich. Aber mit Jesus geht es besser, denn er hilft einem dabei.
Eigentlich ist es noch viel viel mehr.
Es ist eine ganz andere Sicht auf die Welt. Ich war mal Atheist vorher. Es ist etwas ganz anderes. Die Antworten auf: was ist der Mensch und was ist das Gute? Weichen da ganz massiv ab.
Leihmutterschaft, künstliche Befruchtung, Abtreibung, Verhütung, Pille danach, Scheidung und wiederheirat (in den meisten Fällen), lügen (auch Notlügen!), lästern, die Fehler anderer weitersagen ohne guten Grund, sonntags nicht zum Gottesdienst gehen (ohne guten Grund), Euthanasie/aktive sterbehilfe/assistierter Suizid, sex vor der Ehe, pornographie, Selbstbefriedigung und vieles mehr was mir nicht auf Anhieb einfällt: nein, laut christlichen Menschenbild nicht mit seiner würde vereinbar, kommt für mich nicht in frage und mache ich auch nicht. (Bei Interesse schick ich gerne einen Link wo die Sachen erklärt werden.)
Wie man sich denken kann, kracht es da schnell, wenn man mit jemandem spricht, der nicht gläubig ist/andere Vorstellungen hat. (Hier gleich sicher auch.) Bei fremden im Internet und bekannten und tws. Auch bei Freunden ist das relativ egal, dann klammert man das eben aus und spricht es nicht an, aber bei einem Lebenspartner geht das nicht, dafür ist man zu nah und direkt betroffen. Gibt nur Streit.
Das klingt wieder wie eine lange Liste an verboten. Der glaube ist viel mehr als das - aber auch nicht weniger. Mit jemandem, der eine der o.g. Sachen gut findet/praktiziert und das nicht zumindest ändern will (ob man es schafft, ist etwas anderes), kann ich keine Beziehung führen. Das ist aber bei den meisten Atheisten der Fall, weil auch einfach unsere Kultur hier so ist.
Bitte nicht steinigen. :)
 
Dabei
5 Mai 2023
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#9
Dann überdenke mal dein Beuteschema und deine Prioritäten. Denn wie du siehst, ist das Christen-Ding schon mal keine Garantie für Lebensglück. Wäre es das, so wären andere Faktoren wie dein Aussehen und dein Beruf keine Überlegung wert.
Tu was für dein Äußeres - das machst du ja schon 👍 -, hab' Spaß an dem, was du tust - auch das kriegst du ja gut hin 👍 -, und lass das Christen-Ding sein.
Danke für deine Antwort und den lieb gemeinten Rat :)
Ich hab vorhin in der anderen Antwort schon ein bisschen erklärt, warum eine Beziehung ohne gemeinsamen Glauben nicht funktioniert.
Na ja. Und auch bei Christen ist es ja so, dass sie sich schon eher jemanden wünschen, der hübsch ist und eine vernünftige Arbeit und eine ausgeglichene Persönlichkeit usw. hat.
Die Wertvorstellungen klaffen viel zu sehr auseinander, wenn ich mit jemandem zusammen bin, der meinen Glauben nicht teilt.
Vielleicht ist das „Christen-Ding“ keine Garantie für mein Lebensglück, aber auf jeden Fall für eine glückliche Ewigkeit. :) (und eigentlich auch für das Lebensglück, siehe „Pascals Wette“. :) aber ich hätte mir davon auch nicht angenommen, ehe ich Jesus kennengelernt habe :)
 
Dabei
22 Aug 2011
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#10
Mit jemandem, der eine der o.g. Sachen gut findet/praktiziert und das nicht zumindest ändern will (ob man es schafft, ist etwas anderes), kann ich keine Beziehung führen.
Die Liste ist tatsächlich sehr restriktiv. Insbesondere da Du ja möchtest, dass der Mann Deine Ansichten komplett teilt. Nur akzeptieren/tolerieren reicht nicht. Kannst Du eigentlich vergangene Verfehlungen verzeihen - also käme ein Mann, der schon mal Pornos geschaut hat, jetzt aber aufgehört hat, in Frage?

Ich bin eigentlich kein Fan von Singlebörsen, aber in Deinem Fall sehe ich wenig Chancen, dass Dir ein akzeptabler Kandidat einfach zufällig in der Bahn begegnet. Selbst beim Gottesdienst könnte es schwer werden. Also wäre mein Tipp: such Dir eine christliche Partnerbörse, schreib alles, was Dir wichtig ist, in Dein Profil, und warte ab, ob etwas kommt. Wenn nicht, hast Du m.E. alles Menschenmögliche versucht und kannst Deine Gedanken anderen Themen zuwenden.
 
Dabei
5 Mai 2023
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#11
Hallo :) Danke für die Antwort. Ja, vergangene Dinge sind kein Problem, solange es jetzt zumindest ein bemühen gibt, damlt aufhören zu wollen.
Es gibt ein paar Dinge, die für mich aber auch no gos sind, wenn sie bei jemandem ein mal vorgekommen sind. Aber das geht den meisten Menschen sicher nicht anders, nämlich möchte ich keine Beziehung mit jemandem, der schon mal gewalttätig war oder jemanden vergewaltigt hat usw. Aber nicht weil ich es nicht verzeihe (da ich ja auch nicht das Opfer war), sondern weil ich Angst habe, dass der irgendwann auch mit mir so umgeht.

Ja, das mit der christlichen Partnerbörse ist eine gute Idee, das mache ich bestimmt mal, wenn ich mein Übergewicht los bin und an dem Ort lebe, wo ich mich wohl fühle (das ist nicht meine aktuelle Pampa, auch wenn die auch was für sich hat.) ich war auch schon mal kurz auf so einer partnerbörse, hab aber gemerkt, das ist zu kurz nach der letzten Trennung gewesen. Am Ende stimmt es auch... ich muss mir, wenn ich so weit bin, Einfach die Zeit nehmen, zu christlichen Events zu gehen, an Orte wo es auch viele junge Christen gibt (die gibt es) usw. Und dann mal sehen :)

Edit: zum Punkt „tolerieren vs. vollständig teilen“: ich glaube, in einer Beziehung die dauerhaft ist, kommt man bei zentralen Dingen die man längere Zeit nur toleriert hat, irgendwann sowieso an den Punkt, wo es mit der Toleranz vorbei ist. Spätestens wenn es um die Erziehung der Kinder geht.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#12
Es ist halt schwierig, denn damit:
Leihmutterschaft, künstliche Befruchtung, Abtreibung, Verhütung, Pille danach, Scheidung und wiederheirat (in den meisten Fällen), lügen (auch Notlügen!), lästern, die Fehler anderer weitersagen ohne guten Grund, sonntags nicht zum Gottesdienst gehen (ohne guten Grund), Euthanasie/aktive sterbehilfe/assistierter Suizid, sex vor der Ehe, pornographie, Selbstbefriedigung und vieles mehr was mir nicht auf Anhieb einfällt: nein, laut christlichen Menschenbild nicht mit seiner würde vereinbar, kommt für mich nicht in frage und mache ich auch nicht.
lockst du halt genau die Sorte Mann an (und "Schlimmeres"):
Und ehrlich gesagt, es gibt schon so einige Männer, die in einer Beziehung der mit der höheren Bildung und dem besseren Einkommen sein wollen
.. weshalb ich echt fast sagen würde, ein Leben ohne Beziehung und leibliche Kinder, das aber trotzdem erfüllt ist, wäre zumindest für mich an deiner Stelle eher das Ziel.
 
Dabei
5 Mai 2023
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#13
Es ist halt schwierig, denn damit:

lockst du halt genau die Sorte Mann an (und "Schlimmeres"):


.. weshalb ich echt fast sagen würde, ein Leben ohne Beziehung und leibliche Kinder, das aber trotzdem erfüllt ist, wäre zumindest für mich an deiner Stelle eher das Ziel.
Hmmm, warum Locke ich deiner Meinung nach dadurch genau diese Sorte Mann an? Und was ist das „schlimmere“?
Es gibt auch Gläubige Leute, die locker, aufgeschlossen und nicht im sagen wir mal bürgerlichen Sinn konservativ sind und denken, eine Frau gehört an den Herd usw., der Mann muss zwingend der Ernährer sein oder was es da für Ideen gibt. Aber vielleicht meinst du auch etwas anderes?
 
Dabei
24 Sep 2017
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#14
Jo, das reicht doch. Wie heißt es doch so schön.. Wenn man die gesichtsessenden Leoparden wählt, dann muss man sich darauf einstellen, dass irgendwann das eigene Gesicht gegessen wird.
Wie sieht es denn aus mit (freien) Gemeinden? Nach allem, was ich so davon höre, ist das auch eine gute Partnerbörse!
 
Dabei
5 Mai 2023
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#15
Ja, dann verstehe ich, was du meinst - aber wie kommst du darauf, dass das so ist (dass Leute mit den o.g. Wertvorstellungen (Liste) sich daran stören, wenn die Frau mehr verdient usw.? Da gibt es doch keinen Zusammenhang.
Zumindest konnte ich keinen beobachten.
Ich kenne eine ganze Hand voll Leute, die diese Wertvorstellungen haben und die Frau hat den besseren Beruf/man teilt sich die Kinderbetreuung usw. und es ist gar kein Problem. Hast du das anders erlebt? Es hat mehr was damit zu tun, worüber sich Menschen definieren. Christen (richtige, nicht nur Taufscheinchristen) definieren sich darüber, geliebte Kinder Gottes zu sein, nicht übers Gehalt (viele Spenden sehr großzügig, da bleibt dann eh nicht viel übrig).
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#17
Leihmutterschaft, künstliche Befruchtung, Abtreibung, Verhütung, Pille danach, Scheidung und wiederheirat (in den meisten Fällen), lügen (auch Notlügen!), lästern, die Fehler anderer weitersagen ohne guten Grund, sonntags nicht zum Gottesdienst gehen (ohne guten Grund), Euthanasie/aktive sterbehilfe/assistierter Suizid, sex vor der Ehe, pornographie, Selbstbefriedigung
Ich dachte mir schon, dass das der Knackpunkt bei dir ist. In dieser Aufzählung ist schon sehr viel dabei, was zu "verbieten" heutzutage weitgehend als exotisch gelten dürfte.
Jetzt würde mich ja interessieren, was dich von dem einen Extrem (Atheistin) ins andere Extrem "getrieben" (?) hat, aber darum geht es ja nicht.
Jedenfalls kann man daraus entnehmen, dass dir das sehr ernst ist, und daher sehe ich für dich eigentlich auch nur so eine Möglichkeit:

such Dir eine christliche Partnerbörse,
zu christlichen Events zu gehen, an Orte wo es auch viele junge Christen gibt (die gibt es)
Was mich noch wundert: Du schreibst gar nichts von einer kirchlichen Gemeinde (oder ich habe es überlesen). Da würden sich doch am ehesten Gleichgesinnte finden lassen.
 
Dabei
22 Aug 2011
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#18
zum Punkt „tolerieren vs. vollständig teilen“: ich glaube, in einer Beziehung die dauerhaft ist, kommt man bei zentralen Dingen die man längere Zeit nur toleriert hat, irgendwann sowieso an den Punkt, wo es mit der Toleranz vorbei ist. Spätestens wenn es um die Erziehung der Kinder geht.
Komisch, ich hatte vorhin beim Schreiben den gegenteiligen Gedanken - nämlich "spätestens wenn die Kinder ein zweistelliges Alter erreichen, kann man Toleranz wirklich gut gebrauchen." Denn die Wahrscheinlichkeit, dass ein/e Jugendliche/r gegen mindestens eins Deiner Prinzipien verstoßen wird, ist doch ziemlich hoch. Und was machst Du dann?
 
Dabei
5 Mai 2023
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#19
Ich dachte mir schon, dass das der Knackpunkt bei dir ist. In dieser Aufzählung ist schon sehr viel dabei, was zu "verbieten" heutzutage weitgehend als exotisch gelten dürfte.
Jetzt würde mich ja interessieren, was dich von dem einen Extrem (Atheistin) ins andere Extrem "getrieben" (?) hat, aber darum geht es ja nicht.
Jedenfalls kann man daraus entnehmen, dass dir das sehr ernst ist, und daher sehe ich für dich eigentlich auch nur so eine Möglichkeit:




Was mich noch wundert: Du schreibst gar nichts von einer kirchlichen Gemeinde (oder ich habe es überlesen). Da würden sich doch am ehesten Gleichgesinnte finden lassen.
Es geht nicht um verbieten im Sinne von mehr oder weniger willkürlich ablehnen, weil meine Religion sagen würde, das darf man nicht. Ganz allgemein geht es nicht um dürfen/verbieten. Es ist mehr wie mit, sagen wir mal, starkem rauchen, starkem Alkoholkonsum, gesundheitsschädlicher Ernährung. Das sind alles Dinge, die dem Menschen nachweislich schweren Schaden zufügen (ich sehe das jeden einzelnen Tag an der Arbeit. Lungenkrebs, COPD, leberzirrhose, die ganzen Folgen der über- und Fehlernährung (von kaputten Gelenken über Herzinfarkten bis zu Schlaganfällen usw usf.)
Wenn ich sagen würde, mir ist es wichtig, dass ein Partner meine Ansicht teilt, dass diese Lebensweise die dazu führt, schwere Schäden anrichtet und wir uns bemühen wollen, uns gesund zu erhalten, dann würde man wahrscheinlich nicht von einem verbot sprechen (wohl aber davon, dass das echt schwer ist!)

Das ist mit den Sachen die ich weiter genannt habe auch so. Es gibt ein paar Ausnahmen (Gottesdienst besuchen zb), aber ansonsten sind das mehr oder weniger alles Sachen, von denen aus gutem Grund abgeraten wird und das hat gar nichts mit dem Glauben zu tun. Wenn man es sachlich genau betrachtet und dich damit beschäftigt, findet man bei diesen Dingen heraus, dass sie einem selbst oder anderen wirklich teilweise schwer schaden oder einen tief Unglückich machen.
Diese Dinge nicht zu tun kann zwar schwer sein (da sind ja auch an sich schöne/praktische Sachen dabei und außerdem will man ja nicht ständig countercultural leben, das kann anstrengend sein), aber es gibt wirklich viele gute Gründe, sie wirklich zu lassen.

Wie gesagt das ist nicht bei allen Punkten sofort offensichtlich Bzw. einen Atheisten juckt manches eben auch wirklich nicht, weil es bei diesen Sachen eher darum geht danach zu fragen wie Gott das sieht und was er sich wünscht, was in der Beziehung zu ihm wichtig ist. Das ist einem dann ja egal wenn man keine Beziehung zu Gott möchte weil man fälschlicherweise glaubt dass es ihn nicht gibt.
Aber einige Sachen hängen wie gesagt auch einfach damit zusammen, wie der Mensch beschaffen ist. So wie beim Alkohol und der Leberzirrhose und dem Übergewicht und den Herzinfarkt. Der Mensch ist körperlich einfach do beschaffen, dass aus jenen Verhaltensweisen diese Krankheiten folgen.
Das gleiche ist es aber auch mit der psychischen, geistigen, sozialen usw. Beschaffenheit des Menschen. Viele der weiter oben genannten Dinge schaden Menschen auf einer oder mehrerer dieser Ebenen, auch wenn das oft ignoriert oder gar nicht wahrgenommen wird. Daher geht es gar nicht ums verbieten, sondern viel mehr darum, in der Wahrheit zu leben und offen zu sagen, was dem Menschen schadet.

Kurz zu: warum ich gläubig geworden bin: 1. Jemand (ein guter Freund von mir) hat sich die Zeit genommen meine kritischen Fragen sachlich und klar zu beantworten und ich hab gesehen, dass es da antworten gibt, die dem Menschsein zutiefst entsprechen. (Der Punkt ist: es gibt diese Antworten auf all die kritischen Fragen die man so hat. Es geht nie darum irgendwas blind zu glauben) 2. Das tiefe innere Glück das ich bei einem Menschen gesehen habe, der so lebt, mit Gott und so mit seinen Mitmenschen umgeht 3) ich bin mehr oder weniger zufällig in einer Kirche Gott begegnet, das hat den Ausschlag gegeben. Wenn man jemandem begegnet kann man nicht mehr sagen dass es ihn nicht gibt und wenn es Gott ist und er einem sagt dass er mit einem eine tiefe gute Freundschaft haben möchte, sagt man nicht nein. Ich meine, lies mal das Leben von Jesus: wer möchte nicht mit so jemandem befreundet sein? :)
(Längere Geschichte).

Seitdem ist mein Leben wirklich toll. (Außer wenn ich in der Pampa sitze und mir sorgen mache, dass ich nicht hübsch und schlank genug für eine Beziehung bin, weil ich mich schlecht ernährt und nicht um meinen körper gekümmert habe. (Das müsste auch auf der Liste weiter oben stehen aber ich habe bewusst nur Sachen aufgezählt die allgemein umstritten sind).

Ja, ich habe auch eine Kirchengemeinde Bzw. Mehrere wo ich gerne bin weil ich schon häufiger umgezogen bin. Aktuell wohne ich in einer Gegend mit extrem wenigen Christen. Und die die es gibt sind fast alle 60+
Sonst in großen Städten gibt es auch jüngere. In einem Jahr ziehe ich wieder dahin wo ich vorübergehend gewohnt habe, da gibts viele junge. Aber auch da muss es ja passen :) ich hab einige Freunde in meinem Alter die auch gläubig sind, manche inzwischen verheiratet und bei keinem von denen würde es mit einer Beziehung klappen.
 
Dabei
5 Mai 2023
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#20
Komisch, ich hatte vorhin beim Schreiben den gegenteiligen Gedanken - nämlich "spätestens wenn die Kinder ein zweistelliges Alter erreichen, kann man Toleranz wirklich gut gebrauchen." Denn die Wahrscheinlichkeit, dass ein/e Jugendliche/r gegen mindestens eins Deiner Prinzipien verstoßen wird, ist doch ziemlich hoch. Und was machst Du dann?

Es geht wie in der anderen Antwort (einen Beitrag drüber) nicht um „Prinzipien, gegen die verstoßen wird“, das klingt so schnell nach willkürlichen Festlegungen. Es geht mehr darum, deutlich zu sehen, wie der Mensch beschaffen ist und was ihm schadet oder guttut, Ganzheitlich. (Ich hab es oben genauer erklärt.) da es also antworten auf diese Fragen gibt, die man gut nachvollziehen kann, würde ich es meinem Kind ganz in Ruhe erklären. Und wenn es diese Sachen dann immer noch machen möchte - dann gilt das gleiche wie. BEi allen Kindern die Sachen machen wo die Eltern wissen dass das schlecht für die Kinder ist... man liebt die Kinder trotzdem, auch wenn sie sich pubertär und doof verhalten :)
Und auch, wenn sie vom Umfeld usw. einfach mitgerissen werden, diese ganzen Dinge tun, die wirklich nicht gut für sie sind, ja auch wenn sie Gott verlieren sollten... der Mensch hat die Freiheit geschenkt bekommen sich frei zu entscheiden - das darf ihm niemand nehmen.
Ich kann sie dann nur immer und immer weiter lieben und für sie da sein. Früher oder später kommt dann der Punkt wo sie genau wie ich auf einmal (wieder) vor der Liebe Gottes stehen, wo sie Jesus neu begegnen und er sie wahrscheinlich dann erst mal herausholen muss aus dem Chaos, in das sie geraten sind, weil sie so gern ihre eigenen Wege gehen wollten. :) aber das macht nichts, Jesus liebt sie ja no matter what und ich auch. Ich würde also das gleiche tun wie der barmherzige Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn. (Lukasrvangelium, Kapitel 15, Vers 11 usw.)
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#21
Danke dass du erläutert hast, wie du zum Glauben gekommen bist, für mich ist das gut nachvollziehbar.
Allerdings muss das nicht zu derartigen umfänglichen und einschneidenden Verboten führen. Denn natürlich sind das Verbote, auch wenn man es mit "Tipps, die nur zu deinem Besten sind" umschreibt.

Es ist mehr wie mit, sagen wir mal, starkem rauchen, starkem Alkoholkonsum, gesundheitsschädlicher Ernährung. Das sind alles Dinge, die dem Menschen nachweislich schweren Schaden zufügen (...)

Das ist mit den Sachen die ich weiter genannt habe auch so. Es gibt ein paar Ausnahmen (Gottesdienst besuchen zb), aber ansonsten sind das mehr oder weniger alles Sachen, von denen aus gutem Grund abgeraten wird und das hat gar nichts mit dem Glauben zu tun. Wenn man es sachlich genau betrachtet und dich damit beschäftigt, findet man bei diesen Dingen heraus, dass sie einem selbst oder anderen wirklich teilweise schwer schaden oder einen tief Unglückich machen.
Ich finde es reichlich abwegig, anzunehmen, dass die Dinge, die du aufgezählt hast, "dem Menschen nachweislich schweren Schaden zufügen", zB
"Verhütung, ... Scheidung und wiederheirat (in den meisten Fällen), ... sex vor der Ehe, ... Selbstbefriedigung"
Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren, denn weder du noch ich werden hierzu ihre Meinung ändern, aber ich denke, dass es heutzutage schon sehr schwierig sein wird, einen Mann zu finden, der sich (nicht nur zum Schein) auf jemanden einlässt, der so tickt. Für mich klingt das nach Sekte, und ich könnte mir vorstellen, dass es den meisten potenziellen Partnern ebenso geht.
 
Dabei
5 Mai 2023
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#22
Darüber, ob diese Dinge den Menschen nachweislich schaden oder nicht, kann man sehr wohl diskutieren, findest du nicht? Da geht es ja einfach erst mal um Fakten. Ich bin Ärztin, habe also einen naturwissenschaftlichen Hintergrund und glaube solche Sachen nicht einfach so ohne Begründung, da würde ich mich komisch fühlen, wo ich doch 6 Jahre Lang evidenzbasierte Medizin gelernt habe. :)
Wenn du mir nachweisen kannst, dass diese Dinge gut/neutral für den Menschen sind, dann ändere ich selbstverständlich auch meine meinung. Alles andere Hieße ja, die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen und das möchte ich nicht, ich liebe die Wahrheit und bin immer bereit, meine Ansichten zu hinterfragen und zu ändern, wenn ich im Irrtum war. Das schätze ich auch an anderen Menschen sehr.

Wie gesagt, die genannten Dinge lassen sich allerdings grob in 2 Bereiche teilen: Dinge, die nachweislich schädlich sind, egal ob man an Gott glaubt oder nicht und Dinge, wo man es als Atheist nicht sieht, weil die Schädlichkeit in einem Bereich auftritt, der in seinem Leben keine Rolle spielt (Beziehung zu Gott). Oft ist es auch eine Mischung. Es geht aber auch bei den Dingen, die ich genannt habe, nicht nur um körperliche, sondern auch um emotionale/psychische/Psychosoziale und sogar gesellschaftliche Schäden.

Nein, ich bin in keiner Sekte. Ich bin ganz normal römisch katholisch, wie die große Mehrheit der Christen weltweit. Das (Dinge die schädlich sind und die man lieber lassen sollte) steht alles so im Katechismus (Zusammenfassung von der kirchlichen Lehre) und darüber haben schon so viele kluge Köpfe über so viele Jahrhunderte nachgedacht. Teilweise stehen da auch sehr tiefe Begründungen dabei (dafür gibt es aber eigentlich auch andere Bücher), wenn man sich damit ernsthaft beschäftigt, intellektuell und unvoreingenommen und aufrichtig, fällt es mir schwer zu glauben, dass man die widerlegt bekommt. Ich habe einige Freunde, die ihr Leben radikal geändert haben, als sie Gott gefunden haben.. kluge Leute, die alles versucht haben, um irgendwelche Gründe dagegen zu finden, aber am Ende eingesehen haben, dass sie .. vor der Wahrheit stehen. :)
Und jetzt leben sie mit Gott, lassen diese ganzen o.g. Sachen sein und sind glücklich, erfüllt, heile, voll mit dem Frieden, nach dem sich jeder sehnt. :)
Aber ich würde sicher nicht diesem Glauben angehören, wenn er nicht wahr wäre! :)
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#23
Darüber, ob diese Dinge den Menschen nachweislich schaden oder nicht, kann man sehr wohl diskutieren, findest du nicht?
Ich diskutiere darüber jedenfalls nicht mit dir. In deinem Thread ging es, bisher jedenfalls, um deine Partnersuche. In einem Thread über die "Wahrheit" eines "Glaubens" schreibe ich nicht.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#24
Darüber, ob diese Dinge den Menschen nachweislich schaden oder nicht, kann man sehr wohl diskutieren, findest du nicht? Da geht es ja einfach erst mal um Fakten. Ich bin Ärztin, habe also einen naturwissenschaftlichen Hintergrund und glaube solche Sachen nicht einfach so ohne Begründung, da würde ich mich komisch fühlen, wo ich doch 6 Jahre Lang evidenzbasierte Medizin gelernt habe. :)
Äh ja, die gute alte Gefahr, die von Kondomen ausgeht! Ich hab's doch immer gesagt!
Jedenfalls, wie gesagt, ich würde es wie ein Wicked halten: and if I'm flying solo, at least I'm flying free! Und du wärst ja nie allein, du hast ja Jesus.
 
Dabei
5 Mai 2023
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#25
Ich diskutiere darüber jedenfalls nicht mit dir. In deinem Thread ging es, bisher jedenfalls, um deine Partnersuche. In einem Thread über die "Wahrheit" eines "Glaubens" schreibe ich nicht.
Kann ich verstehen - ich wollte damit nur zum Andruck bringen, dass ich sehr wohl auch bei dem Thema fûr eine sachliche Diskussion offen bin - da ich ja nicht in einer Sekte bin und gute Gründe habe für meine Wertvorstellungen. :)
Danke für deine Antworten!
 
Dabei
5 Mai 2023
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#26
Äh ja, die gute alte Gefahr, die von Kondomen ausgeht! Ich hab's doch immer gesagt!
Jedenfalls, wie gesagt, ich würde es wie ein Wicked halten: and if I'm flying solo, at least I'm flying free! Und du wärst ja nie allein, du hast ja Jesus.
Wie gesagt, es geht dabei um anthropologische Grundannahmen über das Wesen des Menschen. Mit Einzelpunkten ist es nicht getan. Schade dass du so ins sarkastische abdriftest. Ich bin immer für sachliche Diskussionen offen. :)
So, morgen geht’s wieder an die Arbeit, ich gehe mal wieder etwas sinnvolleres mit meiner Zeit anfangen. :) Danke für den Austausch, alles Gute für dich!
 
Dabei
22 Aug 2011
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#28
Und auch, wenn sie vom Umfeld usw. einfach mitgerissen werden, diese ganzen Dinge tun, die wirklich nicht gut für sie sind, ja auch wenn sie Gott verlieren sollten... der Mensch hat die Freiheit geschenkt bekommen sich frei zu entscheiden - das darf ihm niemand nehmen.
Ich kann sie dann nur immer und immer weiter lieben und für sie da sein. ...
Gut, bei Deinen Kindern könntest Du also Irrwege tolerieren. Du würdest es nicht gut finden, ihnen Deinen Standpunkt erklären, aber wenn sie ihn trotzdem nicht teilen, würdest Du sie dennoch lieben und für sie da sein. Und wahrscheinlich hoffst Du, dass sie das umgekehrt auch für Dich tun, selbst wenn sie Deine Überzeugungen nicht teilen.

Warum kannst Du über einen Partner nicht dasselbe denken?

Und noch ein Gedanke: ein Leben ist lang. Und wie Du selbst erlebt hast, kann ein Mensch seine Überzeugungen ändern - zum Guten oder zum Schlechten oder einfach zum Anderen. Also wenn Du heute Deinen perfekten Partner finden solltest, ihn heiratest und in 10 Jahren passiert irgendwas, das ihn seine Überzeugungen auf irgendeine Art ändern lässt - was dann? Und wenn Deine Antwort ist "Ich liebe ihn trotzdem und stehe zu ihm?" - warum kannst Du dann nicht einen lieben, der heute schon so unperfekt ist, wie Dein Partner es vielleicht in 10 Jahren sein wird?

Ich glaube, die Wahrscheinlichkeit für lebenslange Perfektion ist sehr gering. Wenn Du Perfektion suchst, wirst Du höchstwahrscheinlich nicht fündig werden (zumindest nicht auf dieser Welt). Aber wenn Du bereit bist, Unperfektion irgendwann zu tolerieren - warum nicht schon heute?
 
Dabei
24 Sep 2017
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#30
Wie gesagt, es ist finde ich immer schade, wenn in einer Diskussion die sachliche Ebene verlassen und die Gegenposition ins lächerliche gezogen wird.
Hey, ich versuche dich den ganzen Thread über zu ermutigen und bestätigen und natürlich kann ich als Satanistin in einer homosexuellen Ehe gar nicht mit dir über solche Dinge diskutieren, die du für Fakten hältst. Natürlich kommt da ein Gag, sonst könnte ich ja nicht mit dir reden und vielleicht sollte ich das auch nicht, weil es dir ja auch unangenehm ist, wenn man Witze macht.
 
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