Ehealltag, Kriese und Angst das es nie mehr besser wird...

Dabei
23 Dez 2019
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#1
Meine Frau kommt aus Singapur und ich komme aus Deutschland. Wir sind seit 20 Jahren verheiratet.

Ihre Eltern gaben sie weg, als sie 1 Jahr alt war. Sie wuchs im Haus ihrer Großmutter auf, wurde aber von ihren Eltern ständig abgelehnt und konfrontiert da ihre 4 Geschwister normal bei den Eltern aufwuchsen . Die Erziehung bei ihrer Großmutter war eher funktionaler Art (Unterkunft, Essen usw.).
Ich hatte eine gute Kindheit, tendiere aber zum Peopler Pleaser, der viele Aufgaben übernimmt, mit einem eher ängstlichem Bindungsstil.

Seit Beginn der Beziehung verwendet sie Silent Treatment, Schmollen oder trotziges Verhalten für jede Art von Konflikt. Zu Beginn der Beziehung war sie das blühende Leben. Vor ungefähr 7 Jahren, als sie anfing (wieder) Vollzeit zu arbeiten, wurde sie distanzierter usw. Ich habe es registriert, aber es war nicht besorgniserregend. Ich habe es ihr gegenüber erwähnt, aber es ist nichts passiert.

Ich bin mir nicht sicher, aber ungefähr zu dieser Zeit hatten wir einen großen Streit. Sie wollte unbedingt ein zweites Haus kaufen. Ich war dagegen, habe jedoch das Ganze mal durchgerechnet und festgestellt, dass wir es uns nicht leisten können und dass es für uns finanziell nicht vorteilhaft ist. Das war im Grunde das erste Mal, dass ich mich hart durchgesetzt habe aber sie war noch wochenlang danach beleidigt.

Vor ungefähr 3 Jahren fing es an das nichts, was ich tat, richtig war und ihr Silent Treatment erreichte einen dramatischen Höhepunkt (Häufigkeit und Intensität). Ich begann zu recherchieren und las über Narzissmus. Nur ein Beispiel: Als ich meine Frustration über das 100ste Selfie kund tat ließ sie mich und meinen Sohn einfach in Hong Kong stehen, stellte die gesamte Beziehung in Frage und drohte, nach Hause zu fliegen. Eins der extremsten Beispiele.

Ich muss zugeben, dass ich danach ziemlich wertend und kritisch geworden bin.

Vor ungefähr 2 Jahren erfuhr sie von meinen Recherchen und war sehr enttäuscht, verletzt, wütend usw. und betrachtete es als großen Verrat. Fast wie Betrug (in diesem Fall würde sie die Beziehung beenden). Danach wurde sie mir gegenüber sehr kritisch, zynisch, zurückgezogen usw. Wir hatten ein paar Gespräche über diese Dinge, ich entschuldigte mich, aber sie ist immer noch ziemlich zurückgezogen, passiv-aggressiv, distanziert, leicht beleidigt und immer das Opfer.

Mir geht es heute viel besser und ich bin unabhängiger und weniger ängstlich. Sie hingegen ist immer noch sehr kritisch, zynisch, zurückgezogen, usw. Ich habe das Gefühl so unabhängiger, weniger ängstlich ich werde, desto mehr hat sie Probleme. Sie sieht sich überall als Opfer, oft interpretiert sie harmlose Sätze von mir als Angriff, usw.

Ich weiss das wir ein klärendes Gespräch benoetigen jedoch sind wir zur Zeit in einer Art finanziellem Umbruch und ich möchte nicht das es zur Zeit zum großen Knall kommt. In einem Jahr sollte der Umbruch jedoch vorbei sein.

Hat vielleicht einer von euch noch eine Idee um vielleicht das Ruder noch rumzureissen? Ich habe Angst das sich das grundlegend nicht mehr aendern wird.
 
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Dabei
24 Sep 2017
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#2
Hi @UglyKidJoe,
oh, das ist harter Tobak. Tut mir leid, dass du in so einer Situation bist und schon so lange durchhältst.
Viel kann ich dir nicht raten, außer irgendwie eine:n Mediator:in einzuschalten (vielleicht Paartherapie? Gemeinsame Freund:innen?).
Spricht sie über Stress? Kann sie vielleicht ihre Arbeitszeit reduzieren? Also, wenn es finanziell geht. Könnt ihr euch in eurem Haus Abstand voneinander geben? Ist das "nur" so episodenhaft und manchmal ist "alles gut"? Habt ihr außer eurem Sohn noch andere Kinder? Wenn du an Trennung denkst, hast du da dann schon Pläne, z. B. können die Kinder bei dir bleiben und sie geht raus oder kann sie bleiben und du gehst, etc?
Wollte sie damals aus eurem jetzigen Haus ausziehen und in das zweite ziehen, ist sie unglücklich in der Wohnsituation? Schaust du auch genug nach dir, dass du Zeit für dich hast um deine Batterien aufzuladen?
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#3
Nur ein Beispiel: Als ich meine Frustration über das 100ste Selfie kund tat ließ sie mich und meinen Sohn einfach in Hong Kong stehen, stellte die gesamte Beziehung in Frage und drohte, nach Hause zu fliegen.
Ich hab mich an so eine Urlaubsgeschichte von dir erinnert, aber da war es, wie ich dann nachgelesen habe, ein anderer Auslöser und ein anderer Urlaub.
Du machst jetzt schon solange mit dem Thema herum, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das nochmal was wird.

Wieso wollte sie denn ein 2. Haus haben?? Es war richtig, dass du dich nicht dadurch noch stärker an sie gebunden hast.
Ich weiss das wir ein klärendes Gespräch benoetigen jedoch sind wir zur Zeit in einer Art finanziellem Umbruch und ich möchte nicht das es zur Zeit zum großen Knall kommt. In einem Jahr sollte der Umbruch jedoch vorbei sein.
Dann halte noch solange aus, versuche dich emotional weiter zu distanzieren, und bereite deinen Ausstieg vor. Was wäre dann mit deinem Sohn, wenn ihr euch trennen würdet?
 
Dabei
23 Dez 2019
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#4
Bin gerade ins Buero gekommen und habe eure Beitraege gelesen ... Danke.

Gestern Abend hatte ich schon wieder eine "Begegnung der dritten Art". Unser Sohn hat heimlich Abends mit seinem Computer gespielt. Sie kam ins Bett und hat mir gesagt das er bis Ende der Woche, einschliesslich Sonntag nicht mehr spielen darf und sie wuesste das ich das als zu hart empfinde und ich nicht damit einverstanden waere... In dem Moment konnte ich einfach nicht erwiedern. Bis zur Bestrafung gehe ich ja sogar mit jdoch finde ich ihrer Aussage gruselig. Sie weiss das ich es nicht gut finde und kuemmert sich um diesen Umstand ueberhaupt nicht. Keine Disskussion, kein Abgleichen, nichts... Einfach gesprochen meine Meinung ist ihr egal.

OK nun will ich euch aber antworten.
Sie will keine Therapie, Mediator, Freundinen... Ich habe Paartherapie vorgeschlagen, will sie kategorisch nicht. Mit Freundinnen redet sie auch nicht. Ist nur Smalltalk und belangloses Zeug. Ich ware froh wenn sie das machen wuerde. Ich haette da ueberhaupt keine Angst vor.

Arbeit ist immer ein Thema bei ihr. Sie hat gerade die Stelle gewechselt. Vorher hatte sie eine Menge Stress aber auch Anerkennung und Einfluss. Einfluss wurde ihr im letzten halben Jahr jedoch weggenommen (Politik im Buero) und daher hatte sie noch mehr Stress. Nun arbeitet sie seit einer Woche in einem stressfreien Job wo sie jedoch nur einer unter vielen ist. Gestern hat sie eine Einladung von einer anderen Firma fuer ein Vorstellungsgespraech erhalten und (ver)zweifelt nun was sie tun soll. Sollte das Vorstellungsgespraech erfolgreich sein muss sie sich entscheiden.
a) stressfrei aber weniger Anerkennung, Einfluss, Entscheidungen, Verantwortung... einer unter vielen
b) stressiger mit Einfluss, Verantwortung, usw... alleinige Verantwortung fuer einen Bereich
Gehalt ist bei beiden gleich.
Ich bin mir fast sicher das sie b) nehmen wird denn sie zieht viel aus dem Einfluss, der Verantwortung, usw. Obwohl es vielleicht mal gut waere a) zu machen. Manchmal denke ich sie will sich ablenken...

Haus ist gross genug um sich aus dem Weg zu gehen. Leider sind das keine Episoden mehr, es ist ein anhaltender Zustand (seitdem sie weiss das ich Narzissmus bei ihr vermutet habe - seit ca. 2.5 Jahren). Es gibt mal ein paar Tage die neutral bis vielleicht gut sind aber zu 75% ist es eher schlecht (wie oben beschrieben - kritisch, zynisch, zurückgezogen, passiv-aggressiv, distanziert, leicht beleidigt und immer das Opfer).

Wir haben nur einen Sohn. Sollte ich mich trennen weiss ich schon recht genau wie und was. Kinder werden hier in Australien normalerweise 50/50 geteilt.

Damals wollte sie diese Haus nur als Finanzanlage. Hier in Australien verdoppelt sich der Wert eine Immobilie ca. alle 10-15 Jahre also ist das recht lukrativ. Jedoch hatte ich schon damals den leisen Verdacht das sie diese Haus auch als potentielles Rueckzugsdomizil betrachtet fuer den Fall der Faelle.

Wir sind heute genau in der gleichen Position wie damals und wir bauen gerade ein zweites Haus als Finanzanlage. Das ist dieser Umbruch. Diesmal habe ich zugestimmt da wir heute finaziell besser dastehen. Offizieller Plan ist das wir es vermieten, aber wer kann das schon alles so genau wissen....

Ich habe lange darueber nachgedacht ob ich nicht einfach mit ihr rede. Liebt sie mich noch, will sie ueberhaupt noch, usw. Aber... aus Gruenden von Religion (Muslim), Tradition (Malay), was werden die Leute denken, unser jetzigen Situation (Hausbau, finanziell), unserem Sohn und dem Umstand das sie nicht die Verantwortung uebernehmen will (sie will nicht der Buhmann sein) wird sie die Karten nicht auf den Tisch legen. Sie wuerde lieber so weitermachen und unserem Sohn eine heile Welt vorspielen, die es ja nicht gibt. Ich habe darueber eine total andere Meinung.


Ich weiss wirklich nicht mehr weiter.
Immer ist ihre Verletztheit (ich bin ja oft gemein - wenn ich sie jedoch frage kann sie selten ein konkretes Beispiel nennen oder es ist eher ein Missverstaendnis - trotzdem ist und bleibt sie sauer - selbst wenn wir das klaeren) immer Dreh- und Angelpunkt.

Danke nochmals
 
Dabei
24 Sep 2017
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#5
Hello again,
Ich habe lange darueber nachgedacht ob ich nicht einfach mit ihr rede. Liebt sie mich noch, will sie ueberhaupt noch, usw.
Also, äh... heißt das, ihr hattet solche Gespräche noch nie?
Aber... aus Gruenden von Religion (Muslim), Tradition (Malay), was werden die Leute denken, unser jetzigen Situation (Hausbau, finanziell), unserem Sohn und dem Umstand das sie nicht die Verantwortung uebernehmen will (sie will nicht der Buhmann sein) wird sie die Karten nicht auf den Tisch legen.
Ich persönlich habe ja keine:n Gött:in, keine:n Meister:in und keinen Fleischsalat, lege aber viel Wert auf Respekt und Rücksicht vor Religionen anderer und das schließt für mich mit ein, dass man sich selbst in gewissen Situationen einfach zurücknimmt und man sich selbst nicht für das Wichtigste hält. Allerdings geht *das* hier zu weit. Wenn du dich scheiden lassen willst, dann kannst du darauf keine Rücksicht nehmen; und zur Scheidung rate ich dir. Du musst da weg. Du kannst nicht bleiben. Lauf!! Mach dir keine Sorgen um Geld. Es wird uns immer eingetrichtert, dass das super wichtig sei und dass man keine Entscheidungen treffen sollte, die einen finanziell schlechter stellen könnte als vorher, aber diese Erziehung musst du hinterfragen. Es klingt für mich nicht so danach, als könntet ihr eine Trennung finanziell nicht stemmen, es ist nur ungemütlich/verlustig. Die Zeiten sind vorbei, in denen Geld einen an eine:n Partner:in gebunden hat. Sie ist doch auch längst keine Partnerin für dich mehr!
Keine Disskussion, kein Abgleichen, nichts... Einfach gesprochen meine Meinung ist ihr egal.
Ich sage ja immer, man dürfte sich nicht über die wichtigen Sachen streiten. Kindererziehung *ist* dir wichtig! Klar kann man bei so "Einzelheiten" mal uneinig sein und eine:r entscheidet einfach etwas und das andere Elternteil muss es akzeptieren (weil es nicht da war oder weil das "an einem Strang ziehen" bedeutet), aber das ist keine Augenhöhe und daran hat sie auch kein Interesse (mehr).
Mit Freundinnen redet sie auch nicht. Ist nur Smalltalk und belangloses Zeug.
Worüber unterhaltet ihr euch denn? Nur Kinder, Haus, Job? Zahnrad-Gedöns?
Gestern Abend hatte ich schon wieder eine "Begegnung der dritten Art".
Eigentlich klingt diese Ehe eher wie eine Begegnung der vierten Art.
Ich habe Paartherapie vorgeschlagen, will sie kategorisch nicht.
Was will sie denn dann, damit es besser werden könnte? Du hörst einfach auf, gemein zu ihr zu sein? Haha. Das könnte man in einer Paartherapie doch auch lernen!
a) stressfrei aber weniger Anerkennung, Einfluss, Entscheidungen, Verantwortung... einer unter vielen

b) stressiger mit Einfluss, Verantwortung, usw... alleinige Verantwortung fuer einen Bereich
Ehrlich gesagt glaube ich inzwischen, dass es ziemlich belanglos ist, wie sie sich entscheidet. Eure Ehe ist miserabel, wenn sie ihren "Einfluss" nehmen kann und miserabel, wenn sie "stressfreier" arbeitet.
Leider sind das keine Episoden mehr, es ist ein anhaltender Zustand (seitdem sie weiss das ich Narzissmus bei ihr vermutet habe - seit ca. 2.5 Jahren). Es gibt mal ein paar Tage die neutral bis vielleicht gut sind aber zu 75% ist es eher schlecht (wie oben beschrieben - kritisch, zynisch, zurückgezogen, passiv-aggressiv, distanziert, leicht beleidigt und immer das Opfer).
Wie viel brauchst du noch, bis du endlich gehst? 100%? 112%? Sorry, zu viel Hollow Knight gespielt, heimlich im Bett. 😅
Wir haben nur einen Sohn. Sollte ich mich trennen weiss ich schon recht genau wie und was. Kinder werden hier in Australien normalerweise 50/50 geteilt.
Was? Das ist doch voll gut!! 😍
Hier in Australien verdoppelt sich der Wert eine Immobilie ca. alle 10-15 Jahre also ist das recht lukrativ.
Die Vorstellung des eeeewigen Wachstums ist keine Grundlage, auf ewig an etwas festzuhalten, das einen unglücklich macht.
Jedoch hatte ich schon damals den leisen Verdacht das sie diese Haus auch als potentielles Rueckzugsdomizil betrachtet fuer den Fall der Faelle.
Hast du sie mal gefragt, was sie hier hält? Warum ist sie nie wirklich gegangen?
Immer ist ihre Verletztheit (ich bin ja oft gemein - wenn ich sie jedoch frage kann sie selten ein konkretes Beispiel nennen oder es ist eher ein Missverstaendnis - trotzdem ist und bleibt sie sauer - selbst wenn wir das klaeren) immer Dreh- und Angelpunkt.
Ich verstehe ja, dass ihr das auch nicht gut tut und dass sie es ja auch nicht besser zeigen kann, dass sie nicht glücklich in der Ehe ist. Es ist ja auch nicht so, als sei nur sie allein "Schuld" an allem. Sie ist ja auch ein Mensch und Opfer ihres Unglücks und könnte sich besser verhalten, wenn es ihr besser ginge. Nur so wird es ihr nie besser gehen. Ich finde, du hast ihr gegenüber auch eine Art Verantwortung - und dir selbst gegenüber sowieso. Und ich persönlich sehe diese Verantwortung in einer Trennung, in einer Lösung der Situation, die euch beide stresst, an den Nerven zehrt und mit jedem Tag mehr festgefahren wird... und das tut mir leid und es wird nicht einfach, aber wenn wir immer nur tun, was einfach ist, kommen wir nicht von der Stelle, denn je länger wir unglücklich sind, desto weniger ist leicht.
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#6
Gestern Abend hatte ich schon wieder eine "Begegnung der dritten Art". Unser Sohn hat heimlich Abends mit seinem Computer gespielt. Sie kam ins Bett und hat mir gesagt das er bis Ende der Woche, einschliesslich Sonntag nicht mehr spielen darf und sie wuesste das ich das als zu hart empfinde und ich nicht damit einverstanden waere... In dem Moment konnte ich einfach nicht erwiedern. Bis zur Bestrafung gehe ich ja sogar mit jdoch finde ich ihrer Aussage gruselig. Sie weiss das ich es nicht gut finde und kuemmert sich um diesen Umstand ueberhaupt nicht. Keine Disskussion, kein Abgleichen, nichts... Einfach gesprochen meine Meinung ist ihr egal.
Ich finde, um dich und deine Frau geht es überhaupt nicht mehr. Eure Beziehung ist im Graben, da ist nichts mehr zu retten. Aber wenn ihr so weiter macht, zerstört ihr euer Kind. Offenbar verspürst du - anders als deine Frau - eine ehrliche, auch emotionale Verantwortung für deinen Sohn. Dann nimm deine Verantwortung wahr und schau dass dein Sohn nicht zwischen euch zerrieben wird.
Wir haben nur einen Sohn. Sollte ich mich trennen weiss ich schon recht genau wie und was. Kinder werden hier in Australien normalerweise 50/50 geteilt.
Ich hatte dich ja gefragt, was dann mit deinem Sohn ist. Bei wem von euch beiden soll er dann leben, wenn du dich scheiden lässt? Finanzielle Probleme hast du ja anscheinend nicht.
Wir sind heute genau in der gleichen Position wie damals und wir bauen gerade ein zweites Haus als Finanzanlage. Das ist dieser Umbruch. Diesmal habe ich zugestimmt da wir heute finaziell besser dastehen. Offizieller Plan ist das wir es vermieten, aber wer kann das schon alles so genau wissen....
Das ist ja nicht zu fassen - leidest so sehr in deiner Ehe und baust mit ihr dann noch ein Haus.
Ich habe lange darueber nachgedacht ob ich nicht einfach mit ihr rede. Liebt sie mich noch, will sie ueberhaupt noch, usw.
Ist doch piepegal, was sie will, zumal du sie sicher völlig richtig einschätzst:
wird sie die Karten nicht auf den Tisch legen. Sie wuerde lieber so weitermachen und unserem Sohn eine heile Welt vorspielen, die es ja nicht gibt.
Ich hab grad das Gefühl, dass du den Absprung nicht mehr schaffen wirst, nachdem all das Geschehene dafür noch nicht gereicht hat.
 
Dabei
23 Dez 2019
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#7
Hallo, Danke fuer eure Einschaetzungen...
Ich will jetzt gar nicht gross erklaeren warum wir immer noch zusammen sind. Ich habe daran ja auch meinen Anteil und heute weiss ich das bei mir auch nicht alles im gruenen Bereich ist. Ich war jahrelang konfliktvermeidend, People Pleasing, hatte ein sehr aengstliches Bindungsverhalten, habe die Fuehrung abgegeben und war oft nicht authentisch. Habe mich immer darum gekuemmert das es allen gut geht, Probleme geloest die gar nicht meine Probleme waren, usw. Ich denke wir wissen alle das das nicht gut ist und oft war ich manipulativ (zwar mit guter Absicht). Im Grunde sind diese Menschen auch nicht leicht. Aber seit ca. 2.5 Jahren arbeite ich wirklich an diesen Dingen. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Ja ich hatte auch mal eine Zeit in der ich ueberkompensiert habe und wahrscheinlich auch manchmal gemein war.
Jedoch fuehl ich mich heute viel besser und bin ich in einer Art Therapie (gibt hier eine Online Beratung).

Also, äh... heißt das, ihr hattet solche Gespräche noch nie?
Ja und Nein... teilweise ueber gerade anstehende Probleme. Aber so ein allumfassendes Gespraech nein. Wie ich schon erwaehnt habe, erwarte ich da aber auch keine wirkliche Ehrlichkeit von ihr. Oder sie wird sagen das sie mich noch liebt aber um ehrlich zu sein kommt da nicht viel von an.

Ich persönlich habe ja keine:n Gött:in, keine:n Meister:in und keinen Fleischsalat, lege aber viel Wert auf Respekt und Rücksicht vor Religionen anderer und das schließt für mich mit ein, dass man sich selbst in gewissen Situationen einfach zurücknimmt und man sich selbst nicht für das Wichtigste hält. Allerdings geht *das* hier zu weit. Wenn du dich scheiden lassen willst, dann kannst du darauf keine Rücksicht nehmen; und zur Scheidung rate ich dir. Du musst da weg. Du kannst nicht bleiben. Lauf!! Mach dir keine Sorgen um Geld. Es wird uns immer eingetrichtert, dass das super wichtig sei und dass man keine Entscheidungen treffen sollte, die einen finanziell schlechter stellen könnte als vorher, aber diese Erziehung musst du hinterfragen. Es klingt für mich nicht so danach, als könntet ihr eine Trennung finanziell nicht stemmen, es ist nur ungemütlich/verlustig. Die Zeiten sind vorbei, in denen Geld einen an eine:n Partner:in gebunden hat. Sie ist doch auch längst keine Partnerin für dich mehr!
Ich persoehnlich habe keine Probleme damit und ja ich tendiere auch mehr und mehr dazu das Haus und Geld keine Rolle spielen. Es gibt nur einen Punkt den ich beruecksichtigen moechte, die Schule fuer unseren Sohn. Er geht, wie hier oft ueblich, auf eine private Schule die eben nicht billig ist. Alles andere waere mir egal. Ehrlich? Ich habe damit angefangen das durchzurechnen und nach eventuellen Loesungen zu suchen. So weit war ich noch nie. Ich glaube fuer sie ist es genug wenn ich nicht schwierig bin und alles so dahin plaetschert.

Was? Das ist doch voll gut!!
Die Vorstellung des eeeewigen Wachstums ist keine Grundlage, auf ewig an etwas festzuhalten, das einen unglücklich macht.
Hast du sie mal gefragt, was sie hier hält? Warum ist sie nie wirklich gegangen?
Ja das ist hier zum Glueck super geregelt.
Mit dem Geld, usw. bin ich auf deiner Seite
Nein, nicht wirklich. Sie wollte schon ein paar mal gehen. Das letzte mal kam Covid dazwischen. Aber um ehrlich zu sein es ist mehr ein Druckmittel, ihrerseits.

Ich verstehe ja, dass ihr das auch nicht gut tut und dass sie es ja auch nicht besser zeigen kann, dass sie nicht glücklich in der Ehe ist. Es ist ja auch nicht so, als sei nur sie allein "Schuld" an allem. Sie ist ja auch ein Mensch und Opfer ihres Unglücks und könnte sich besser verhalten, wenn es ihr besser ginge. Nur so wird es ihr nie besser gehen. Ich finde, du hast ihr gegenüber auch eine Art Verantwortung - und dir selbst gegenüber sowieso. Und ich persönlich sehe diese Verantwortung in einer Trennung, in einer Lösung der Situation, die euch beide stresst, an den Nerven zehrt und mit jedem Tag mehr festgefahren wird... und das tut mir leid und es wird nicht einfach, aber wenn wir immer nur tun, was einfach ist, kommen wir nicht von der Stelle, denn je länger wir unglücklich sind, desto weniger ist leicht.
Verstaendlich, nein ich trage auch meine Schuld an dem jetzigen Zustand. Ob es meine Passivitaet ist, ob es dies oder jenes ist. Keine Frage und ich sehe ja auch das es ihr nicht gut geht. Zum Beispiel hat sie seit dem indirekten Narzissmus Vorwurf meinerseits ueberhaupt kein Vertrauen mehr. Wir haben darueber geredet und fuer sie war es der ultimative Vertrauensbruch. Sie hat mich gefragt wie ich mich fuehlen wuerde und ich habe ihr gesagt das ich vielleicht nicht begeistert gewesen waere aber sie gefragt haette wie sie auf diese Idee kommen wuerde.

Ich finde, um dich und deine Frau geht es überhaupt nicht mehr. Eure Beziehung ist im Graben, da ist nichts mehr zu retten. Aber wenn ihr so weiter macht, zerstört ihr euer Kind. Offenbar verspürst du - anders als deine Frau - eine ehrliche, auch emotionale Verantwortung für deinen Sohn. Dann nimm deine Verantwortung wahr und schau dass dein Sohn nicht zwischen euch zerrieben wird.
Ja ich sehe das auch. Ich versuche das alles schon abzufedern aber er sieht ja auch wie es bei uns (nicht) laeuft.

Ich hatte dich ja gefragt, was dann mit deinem Sohn ist. Bei wem von euch beiden soll er dann leben, wenn du dich scheiden lässt? Finanzielle Probleme hast du ja anscheinend nicht.
Wenn es dazu kommt, wuerde ich auch 50/50 bestehen. Eine Woche bei mir, eine Woche bei ihr oder 4 Tage bei ihr, 3 Tage bei mir oder... Nun ja, finanziell wird es enger.... und sollten alle Stricke reissen wird ein Haus halt verkauft.

Das ist ja nicht zu fassen - leidest so sehr in deiner Ehe und baust mit ihr dann noch ein Haus.
Das ist eine laengere Geschichte. Mein Sohn hatte drei Schulen zur Auswahl und hat sich fuer eine entschieden. Fuer jede Schule musste er den Bus nehmen. Ungluecklicherweise hat die Schule seinen Busservice eingestellt da nicht genug Kinder diese Route nehmen. Es gab zum Glueck eine Alternative die jedoch 75min dauert, eine Fahrt. So haben wir uns entschlossen naeher an die Schule zu ziehen. Ich wollte mieten, sie wollte bauen. Diesmal habe ich ja gesagt da es eigentlich kein Risiko gibt. Wie gesagt, wenn finaziell noetig verkaufen wir das alte Haus eben.
Ich denke dogar das es Hintergedanken gibt. Falls ja, dann gehen wir halt getrennte Wege nachdem das Haus fertig ist.

Ich hab grad das Gefühl, dass du den Absprung nicht mehr schaffen wirst, nachdem all das Geschehene dafür noch nicht gereicht hat.
Um ehrlich zu sein setze ich mich gerade mit diesen Gedanken auseinander und erwaege auch den ersten Schritt zu tun. Denn gluecklich bin ich zur Zeit nicht. Ich emfinde deine Aussage nicht richtig, so laenger ich mich mit dem Gedanken beschaftige desto emotional distanzierter werde ich. Jedenfalls empfinde ich das so....
 
Dabei
22 Aug 2011
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#8
Wenn mich das Leben eins gelehrt hat, dann dies: es ist ziemlich unmöglich, eine Beziehung im Alleingang zu retten.

Deine Frau weigert sich, irgendetwas zu tun, um die Situation zu ändern. Ob sie verdrängt, dass es Dir damit nicht gut geht, ob sie es gar nicht bemerkt, oder ob es ihr schlichtweg egal ist, weiß ich nicht. Dass sie es nicht bemerkt, kannst Du ändern, indem Du es ihr nachdrücklich sagst. Aber wenn sie nichts ändern will, obwohl sie weiß, dass Du leidest, dann wirst Du Dir selbst helfen müssen. Nicht zwingend allein... man darf auch als Einzelperson Trennungsberatung in Anspruch nehmen. Und vielleicht stellt sich dabei heraus, dass die offizielle Trennung nur die zweitbeste Option ist - dass es vielleicht besser wäre, die Ehe in eine Zweckgemeinschaft zu transformieren, also sich emotional zu trennen, aber auf dem Papier verheiratet zu bleiben....
 
Dabei
23 Dez 2019
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#9
Danke fuer deine Worte...

Ja das ist wirklich schwierig.... da ich an mir arbeite geht es mir ja sogar recht gut.
Fuer viele ihrer frueheren Taktiken... Silent Treatment, Trotzreaktionen, Schmollen, usw. habe ich jetzt Antworten. Frueher hatte ich wirklich Angst vor diesen Ausbruechen und habe auch entsprechend reagiert. Oft war ich einfach super getriggert, sprachlos, aengstlich und wollte das es so schnell wie moeglich aufhoert. Will auch nicht so tief werden hier aber ich glaube ich was Codependent.

Heute seh ich mich nicht mehr als handlungsloses Opfer. Ich versuche nicht mehr be/ver-urteilend zu sein und ich weiss das ich sie nicht aendern kann, das kann nur sie selber. Und ich versuche es heute auch nicht mehr und akzeptiere sie wie sie ist. Heute ermutige ich sie mit mir zu sprechen wenn sie etwas stoert, mehr kann ich aber auch nicht tun. Ansatzweise klappt das sogar aber meist nur bei Kleinigkeiten und mit Zeitverzoegerugen (siehe unten - Leihwagen. Das hat fast zwei Tage gedauert bis sie gesagt hat das sie das gestoert hat).

Heute bin ich aber auch selbststaendiger, weniger abhaengig, ... usw. Ich weiss das ich mich veraendert habe kann aber gar nicht genau sagen was es ist. Vielleicht ist es das ich kritischer bin und die Erkenntniss das die Beziehung total auf Sparflamme ist und ich das einfach nicht mehr will. Ich verstehe ja das nach 20 Jahren es kein Feuerwerk mehr ist.

Ich habe das Gefuehl das sie sich in unserer Beziehung als alleiniges Opfer sieht. Mir geht es gut (siehe oben) und sie ist die leidende. Es gibt immer mal Momente wo man eine gewisse "Me, Myself and I" Tendenz sieht (siehe oben - mit der Bestrafung unseres Sohnes). Es gibt da ein paar Beispiele und eigentlich bin ich immer der Boese.

Ich kann gar nicht genau sagen was ihr fehlt.

- Ist es dieser Vertrauensbruch (Narzissmus)? Den sie nicht vergessen/vergeben kann. Ich werde immer mal wieder gern daran von ihr erinnert. Diese Erinnerungen passieren gern auch bei anderen Dingen...
- Ist es das sie spuehrt das ich mich veraendert habe (siehe oben)? Kam auch schon, natuerlich zum negativen.
- Ist es das sie spuehrt das sie weniger Macht ueber mich hat (ja frueher habe ich das so gesehen)?
- Ist es der Umstand das ich auch schon mal oefters das Steuer selber in die Hand nehme (mein Auto ist zur Zeit in der Werkstatt und ich habe einen Leihwagen fuer Samstag bestellt obwohl wir fuers Wochende nur ein Fahrzeug (ihr Auto) brauchen - sie war nicht gluecklich das ich dies gemacht habe und somit Samstag und Sonntag berechnet werden - habe ihr jedoch erklaert das ich den Leihwagen nicht erst am Montag abholen will, da ich sonst spaet im Buero aufschlagen werde - bin noch in der Probezeit...)

Ich habe mich bisher noch nicht einmal ueber die Beziehung an sich beschwert, um keinen Druck auszueben.

LG
 
Dabei
23 Dez 2019
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#10
Ach eine Sache die ich noch erwaehnen wollte... ich habe sie auch schon ein paar mal gefragt was lost ist, ob sie reden will, etc.
Ich gebe zu das ich heute vielleicht nicht mehr so "verzweifelt" frage wie das mal war.

Nein alles OK...

Manchmal habe ich den Eindruck sie versucht mich nicht zu belasten... sagt sie auch oefters in anderen Zusamenhaengen. Ich habe mich in dem Zusammenhang noch nie wirklich beschwert.
 
Dabei
23 Dez 2019
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#11
Und dann gibt es Tage an denen ist alles total normal, wir lachen, haben Spass, usw. Aber wir finden keinen Rythmus zurueck... am naechsten Tag ist es ploetzlich wieder weg und so vergehen teilweise Wochen bis wieder ein, zwei positive Tage kommen. Wenn ich ein Muster erkennen wuerde, wuerde ich diese Muster sogar forcieren...
 
Dabei
22 Aug 2011
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3.479
#12
Vielleicht liege ich ja total falsch, aber ich erkenne in Deinen Beschreibungen ein Muster:
- Du analysierst Dich selbst
- Du versuchst, ihr Verhalten zu ergründen
- Du tust all das überwiegend schweigend - zumindest ihr gegenüber schweigend.

Warum Du Dich nicht (oder kaum) ihr gegenüber beschwerst, verstehe ich irgendwie. Beim letzten Mal mit dem Narzissmus war ihre Reaktion ja auch nicht sehr ermutigend. Naja ... ich hätte auf so eine unerbetene Diagnose eines Hobbypsychologen wohl auch mit einem "Geht's noch? Komm mal runter von Deinem Psychotrip" statt mit einem "Danke für Deine konstruktive Kritik" reagiert. Das ist so "jahrelang kommt gar nix, und dann plötzlich die volle Breitseite". Aber auch wenn es ziemlich hart war - jahrelanges Beleidigtsein rechtfertigt das auch wieder nicht.

Auf jeden Fall ist klar, warum Du weitere Kritik möglichst vermeidest. Einmal ausgesprochene Worte lassen sich nicht zurücknehmen und könnten alles nur noch schlimmer machen. Anderseits - geht es wirklich noch schlimmer als Trennung? Und darauf läuft es hinaus, wenn Du nichts sagst.

Du hast im Wesentlichen zwei Optionen. Entweder Du trennst Dich ohne weitere Diskussionen und konzentrierst Dich auf Schadensminimierung. Oder Du versuchst, die Lage zu verbessern - wozu Du ihr allerdings wohl sagen müsstest, wie Du Dich fühlst. Die dritte Variante - einfach Zähne zusammen beißen und weiter machen - wirst Du vermutlich nicht bis ans Lebensende durchhalten, zählt also nicht als Lösung, sondern nur als "Zeit schinden".

Aber was auch immer Du tust - lies vorher paar Seiten zum Thema "gewaltfreie Kommunikation". Und konzentriere Dich auf Dich - wie Du Dich fühlst, was Du Dir wünscht (die berühmten Ich-Botschaften), und spar Dir alle Vorwürfe an sie und alle Spekulationen über ihre Intentionen und mentalen Defizite. Stell offene Fragen (keine Suggestivfragen - also nicht "Findest Du dieses Verhalten nicht narzisstisch?" sondern "Warum hast Du unserem Sohn den Computer so lange verboten?" ). Ob sie darauf besser reagiert, ist natürlich nicht sicher - ihr seid einfach schon sehr lange zusammen, da reagiert man oft wie gewohnt statt situationsangemessen. Aber vielleicht ist es einen Versuch wert. Wenn Du das denn überhaupt willst ... es klingt ein bisschen so, als hättest Du schon innerlich "gekündigt" und protokollierst nur noch alle Ereignisse, um Deine Entscheidung zu untermauern.
 
Dabei
23 Dez 2019
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#13
Erstmal vielen Dank.. es ist schon mal ab und zu gut auch eine andere Meinung zu hören.

Also das mit dem Beschweren ist so eine Sache. Ich hab halt recht schnell gelernt das das nach hinter losgehen kann. Zum Beispiel ihr Silent Treatments. Ich möchte es nochmal nach 1-2 Wochen ansprechen und es triggert sie wieder und das Ganze geht von vorne los. Vielleicht nicht so intensiv wie beim ersten Mal aber der Tag ist versaut. Da überlegt man sich was man sagt. Heute würde ich natürlich anders machen. Wenn sie Silent Treatments anwenden würde, würde ich zu ihr gehen. Ihr sagen das ich sie liebe und sie jederzeit zu mir kommen kann wenn sie reden möchte. Dann würde ich jedoch aber mein Ding machen...

Jedenfalls geht es so nicht weiter. Das ist klar und ich werde mehr sagen müssen. Lerne gerade darüber wie man so etwas sagt, mitteilt, usw. ohne es aggressiv rüberzubringen und eben als Team anzusprechen. Werde auch versuchen es klarer zu machen. Wenn man Kritik anbringen möchte soll man ja den Sachverhalt ansprechen und nicht die Person angreifen. Es ist halt anders wenn man sagt du hast gelogen als wenn man sagt du bist ein Lügner. Eins beschreibt den Sachverhalt. Das andere ein direkter Angriff auf die Person.
 
Dabei
23 Dez 2019
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#14
Ich denke ich werde es noch dieses Jahr besuchen. Geht sowieso nicht wirklich anders. Sie ist zur Zeit wesentlich besser drauf was mich vermuten lässt das vieles mit Arbeit zusammenhing.
Wie du sagst werde ich mich auf mich konzentrieren und auf konfliktfreie Sprache achten. Jedoch gibt es Dinge die ich ansprechen muss. Zum Beispiel kann es nicht angehen das sie mich immer wieder mit spitzen Kommentaren an Dinge erinnert die 1-2 Jahre zurückliegen. Das bringt die Beziehung so überhaupt nicht weiter.

Ja es gibt Tage da zweifele ich sehr stark. Speziell wenn ich sehe wie viel Energie sie in die Beziehung steckt (das was jetzt ironisch). Wie sie mich behandelt, sie frustriert sie ist, usw.
Und dann gibt es Tage an denen fühle ich mich voll mit Energie um es weiter zu versuchen.

Danke nochmals für deine / eure Antworten...
 
Dabei
6 Mrz 2013
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6.144
#15
Ich finde, für komplizierte Gesprächstrategien ist es zu spät. Eure Beziehung ist aus meiner Sicht nicht mehr zu retten.
An deiner Stelle würde ich konkret den Abgang planen - insoweit machen Strategien sehr wohl Sinn - und ansonsten bis dahin eine erträgliche Koexistenz fahren.

Probier es doch mal mit dem Prinzip Gummiwand: Einfach nicht provozieren lassen, kühl bleiben, gar nicht oder distanziert reagieren.
Wenn sie dir zB mit einem "spitzen Kommentar" zu etwas Vergangenem kommt, reagier entweder gar nicht drauf. Oder sag ihr ganz ruhig "Ich befass mich nicht mit alten Dingen."

Ich hatte auch mal eine schwierige Beziehung mit einem Mann, der dazu geneigt hat, immer wieder dieselben Sachen aufs Tapet zu bringen, und wenn ich das dann beim x. Mal abgelehnt habe (heute würde ich da schon schneller reagieren), hat er sich schmollend zurückgezogen. Ich fand das lächerlich, sowas raubt einem noch den letzten Respekt. Ich hab da - da war die Beziehung in der Endphase - zB zu ihm gesagt: "Ich hatte heute einen super Tag und hab prima Laune, die lass ich mir von dir jetzt nicht verderben." Oder: "Mit dieser Strategie kommst du bei mir nicht weiter, das kenn ich aus meiner Kindheit - wirkt bei mir nicht."
 
Dabei
22 Aug 2011
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#16
Wenn man Kritik anbringen möchte soll man ja den Sachverhalt ansprechen und nicht die Person angreifen. Es ist halt anders wenn man sagt du hast gelogen als wenn man sagt du bist ein Lügner. Eins beschreibt den Sachverhalt. Das andere ein direkter Angriff auf die Person.
Nein, beides ist ein direkter Angriff auf die Person. Neutral wäre z.B. "Okay, für Dich ist das Gras blau. Ich nehme es aber als pink wahr. Wir sollten vielleicht mal mit einem neutralen Berater reden, wenn wir herausfinden wollen, welche Farbe es wirklich hat. Oder wollen wir einfach akzeptieren, dass wir in dieser Frage unterschiedlicher Meinung sind?"
 
Dabei
23 Dez 2019
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#17
Sorry vielleicht nicht das beste Beispiel...
Habe gelesen man kann schlechtes Verhalten ansprechen. aber man sollte die Person iChat direkt angreifen.


Ja ich werde es so einfach und positiv halten wie es geht. Ich reagier auf diese Kommentare schon nicht mehr. Sie sind jedoch verletzend. Leider ist sie extrem nachtragend. Das mit dem Narzissmus Vorwurf war November/Dezember 2019.

Zur gleichen Zeit werde ich jedoch auch den Fall der Fälle berücksichtigen müssen. Selbst wenn ich diese Dinge hinter mir lasse und die Konfliktpunkte verschwinden würden. Ich finde es fehlt so viel in der Beziehung. Wenn sie das Haus verlässt, ich muss mich um einen Kuss und/oder Umarmung kümmern. Wenn sie wiederkommt das Gleiche. SMS, ich bin eigentlich immer derjenige der starten muss. Wir haben auf unserem Sofa innerhalb von 5 Jahren vielleicht 10 mal als Paar kuschelnd gesessen/gelegen. Sie geht lieber ins Schlafzimmer und guckt dort Fernsehen. Wenn wir irgendwo hinfahren, ich fahre, sie macht am Handy rum oder schläft. Wenn wir einen Roadtrip machen auch. Nicht wirklich toll wenn man 6 Stunden am Steuer sitzt. Wenn wir im Hotel übernachten nehmen wir meist zwei Zimmer da ich fürchterlich schnarche. Unser Sohn schläft dann bei ihr und ich schlafe alleine. Es ist in 5 Jahren nicht einmal vorgekommen das sie nachts zu mir rüberkommt. Lieber spielt sie am Handy rum. Ach ja, auch zu Hause haben wir getrennte Schlafzimmer.
Wir waren vor gar nicht so langer Zeit mal am Strand. Da waren zwei Mädels mit Motorradklamotten, lagen im Sand und haben sich unterhalten, geflirtet, geküsst, hatten einfach nur Spaß und haben die Welt einfach um sich rum vergessen. Offensichtlich waren sie lesbisch. Meine Frau meinte nur guck mal und machte eine abfällige Bemerkung weil sie einfach im Sand lagen. Ich hab nichts gesagt und musste fast meine Tränen zurückhalten denn mir wurde plötzlich klar das wir solch einen Moment das letzte mal vor vielleicht 15 Jahren hatten.
Als unser Sohn noch kleiner war wollte ich immer mal einen Babysitter so dass wir mal was als Paar machen können. Wollte sie nie, zu teuer, sie kennt diese Person nicht, sie könnte ja durch unsere Sachen wühlen (sorry wir haben nichts was man verstecken müsste), usw, usw.
Gestern noch so einen Moment gehabt. Sie arbeitet zur Zeit als COVID Compliance Officer und sie hat das unserer Nachbarin erzählt mit dem Zusatz das sie nicht diejenige mit dem Putzlappen ist und alles desinfiziert... Warum ist das wichtig zu erwähnen und selbst wenn, das ist ein ehrenwerter Job. Es ist ihr sehr wichtig was andere über sie denken..
Als unser Sohn noch kleiner war bin ich mit ihm zum Spielplatz gegangen. Sie ist ein paar mal mitgekommen aber nach einer halben Stunde wollte sie wieder nach Hause. Irgendwann bin ich dann nur noch mit ihm alleine gegangen und sie hat geschlafen. Zuerst fand ich das völlig ok, sie arbeitet und soll sich ein Schläfchen gönnen. Irgendwann habe ich aber realisiert das ich immer der einzige Kerl da war. Entweder kam die ganze Familie oder eben Mütter mit ihren Kindern.
Wir essen was... mein Sohn nimmt seine benutzte Gabel und nimmt sich was aus dem Kochtopf. Sie wird sauer und schimpf mit ihm weil es unhygienisch ist. Wir sind nur zu dritt und Familie. Sowas kann ich nicht verstehen. Das sie vielleicht unglücklich ist ja, aber sich aufregen? Sorry das geht mir nicht in den kopf.
Wir sind am Flughafen, hüpfen bei LV rein und sie kauft für insgesamt 4500 zwei Taschen. 30 Minuten später, wir sind auf dem Weg zum Gate will sie etwas spezielles zu essen kaufen. Dafür mussten wir durch den halben Flughafen. Ich habe nur gesagt das wir so langsam zum Gate müssen. Flippt sie aus, immer würde ich sie drängeln und rauscht ab mit den Worten wenn sie spät wäre sollte ich doch ohne sie fliegen. Ich bin zum Gate gegangen und sie kam 30 Minuten später an. Kein Wort mit mir geredet bis wir in der Luft waren...

Ich will sie gar nicht schlecht machen, bashing, oder sonstiges. Und wahrscheinlich wird jetzt jeder sagen das das alles nur Kleinigkeiten sind aber es ist die Summe. Ich finde irgendetwas fehlt... in der Beziehung, als Familie.
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#19
Leider ist sie extrem nachtragend. Das mit dem Narzissmus Vorwurf war November/Dezember 2019.
Viel bezeichnender finde ich, dass sie das nicht die Bohne zu jucken scheint, wie du zu so einem Vorwurf kommst, ob da vielleicht was dran sein könnte, ob sie vielleicht irgendwas falsch machen könnte usw.
Ich will sie gar nicht schlecht machen, bashing, oder sonstiges.
Machst du aber, und ich kann das nachvollziehen, dass dich all das stört.
Wenn sie das Haus verlässt, ich muss mich um einen Kuss und/oder Umarmung kümmern. Wenn sie wiederkommt das Gleiche.
Deswegen frage ich mich, warum du von einer Frau, die dich dermaßen nervt, noch Aufmerksamkeiten und "erotische Handlungen" erbettelst.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#20
Oh Mann, ich will niemandem zu nahe treten, aber keine:r verhält sich in dieser Beziehung wie in einer Beziehung. Niemand ist offen, niemand ist wertschätzend, niemand ist liebevoll, niemand spricht über Bedürfnisse, niemand ist für den anderen/die andere da, niemand versteht den/die Partner:in, niemand hat Bock auf Sex... der Sohn tut mir hier ein bisschen leid - was hat er denn für ein Vorbild?
 
Dabei
23 Dez 2019
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#21
Vielen Dank nochmals fuer eure Antworten, Meinungen und Sichtweisen.

Ich hatte am Wochenende Zeit (sie war arbeiten) mir das alles nochmal durch den Kopf gehen zu lassen. Ich bin mir sicher in welche Richtung es gehen wird. Ich denke es ist einfach zu viel schon kaputtgegeangen. Ich will auch gar nicht mehr darueber nachdenken wer oder was verbockt wurde.
Danke nochmals
 
Dabei
23 Dez 2019
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#22
Sie sitzt eigentlich nur noch selbstherrlich dort, ohne Fehler, passiv, distanziert, Haende im Schoss und schaut zu wie ich immer noch versuche mich abzustrampeln. Ihren einzigen groesseren Konfliktmachanismus (Silent Treatment) wendet sie ja auch nicht mehr an und somit gibt es ja gar nichts was Reibung verursachen koennte. Waehrend ich mich abstrample und noch den eine oder anderen Fettnapf mitnehme gibt sie mir noch Ratschlaege was ich besser machen koennte. Natuerlich auch mit Fehlern garniert, die 3 Jahre zurueckliegen.

Danke nochmals an alle...
Man (ver)zweifelt an sich selber und an seiner Warnehmung.
Will und/oder erwarte ich zu viel?
 
Dabei
22 Aug 2011
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#23
Will und/oder erwarte ich zu viel?
Was ist "zu viel"? Wenn der Käufer eines 100.000 $ - Autos erwartet, dass dieses vollgetankt geliefert wird, erwartet er nicht zu viel. Erwartet der Käufer eines 150$-Gebrauchtwagens dasselbe, ist es definitiv zu viel ....

Du könntest Dich vielleicht mal fragen, ob und warum Du überhaupt mit genau DIESER Frau zusammen sein willst. Danach wird es leichter zu entscheiden, ob Du sie "durch ein besseres Modell ersetzen" kannst, wie die Chancen stehen, dass Du ein solches findest, und was wäre, wenn Du keins findest.

Ich beende eine Beziehung z.B. nur, wenn ich relativ sicher bin, dass es mir allein besser gehen würde. Und wenn Kinder involviert sind, dann nur, wenn das Plus für mich das Minus für die Kinder mehr als aufwiegt. Genaugenommen erfolgte meine Scheidung damals auf ärztlichen Rat ... "Wenn Sie weiter versuchen, die Familie zusammenzuhalten, brechen Sie in Kürze wieder zusammen .... und dann haben Ihre Kinder gar keinen funktionsfähigen Elternteil mehr ..."

Ganz so weit würde ich es an Deiner Stelle nicht kommen lassen. Wenn Du das Wohl Deines Sohns bedenkst, dann denk bitte auch daran, welches Beziehungsmodell Du ihm vorleben möchtest....
 
Dabei
23 Dez 2019
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#24
Danke Nixe, ich glaube ich habe/hatte immer noch die Hoffnung das das nochmal was wird. Jedoch sehe ich das heute einfach nicht mehr.

Wir haben das "Schlachtfeld" laengst verlassen, versuchen nur ein Bild aufrecht zu halten was jenseits einer gesunden, ausgewogenen Beziehung ist um den Supergau zu verhindern. Wobei ich denke das dies mehr die Strategie meiner Frau ist.

"Rueckzug so stark wie moeglich, Naehe soviel wie gerade noetig." Ich glaube besser kann man es nicht beschreiben.

Sie hat mal gesagt das wenn es zu Trennung kommen sollte sie keinen Typen mehr will. Ich sehe das anders, denn so eine Beziehung ist wie lumliegendes Plutonium. Es vergiftet mit der der Zeit alle Beteiligten.

Selbst wenn ich wieder in das urspruengliche, aengstliche Beziehungsmuster zurueckfallen wuerde, alle meine Beduerfnisse zurueckstellen wuerde, usw. Trotzdem wuerde die Beziehung doch nicht ploetzlich gut.

Ich bin zur Zeit in der Phase das ich mir genau darueber Gedanken mache. Wie wuerde es mir alleine gehen? Wie saehe so eine Moeglichkeit aus? Wie saehe meine Zukunft und die meines Sohnes aus?

Danke nochmals fuer deine Worte.
 
Dabei
22 Aug 2011
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#25
Ich bin zur Zeit in der Phase das ich mir genau darueber Gedanken mache. Wie wuerde es mir alleine gehen? Wie saehe so eine Moeglichkeit aus? Wie saehe meine Zukunft und die meines Sohnes aus?
Ich denke, damit ist klar, dass Du die Beziehung eigentlich schon abgeschrieben hast und jetzt nur den Schaden möglichst gering halten willst.

Wie es Dir allein gehen wird, kann ich Dir mit recht hoher Sicherheit verraten - Du wirst Dich ungefähr so einsam und ungeliebt fühlen wie jetzt. Du scheinst nicht zu den Menschen zu gehören, auf die die Bezeichnung "zufriedener Single" zutreffen könnte. Was anders sein wird: nach einer Phase massiven Unfriedens und Streits werden sich nach der Scheidung die Streitereien auf die Gelegenheiten beschränken, bei denen ihr wegen eures Kindes Kontakt habt, und irgendwann ganz entfallen. Und Du tauscht die aktuelle Hoffnungslosigkeit gegen die Hoffnung, doch noch jemanden zu finden, der Dich so liebt, wie Du es brauchst und verdienst. Das ist es eigentlich schon wert ... Und vielleicht hast Du ja Glück und es klappt wirklich mit der neuen Liebe.

Das Problem ist: das Ganze gibt es nicht kostenlos. Selbst wenn ihr es schafft, euch einvernehmlich zu einigen und sich nicht die Anwälte euer Vermögen teilen - nach 20 Jahren denkt man "unser Geld". Also wenn ihr jetzt z.B. 100.000 $ auf dem gemeinsamen Konto habt, dann hat jeder von euch das Gefühl "Ich besitze 100.000 $" Sich dann nach der Trennung mit dem Gedanken "Ich besitze 50.000 $" anzufreunden, ist schwer, und wahrscheinlich werdet ihr euch beide übers Ohr gehauen fühlen. Versucht es trotzdem friedlich. Und sei im Zweifel lieber etwas großzügiger - Dein Seelenfrieden wird es Dir danken. Wenn ich Deine Geschichte von "sie hat mal eben spontan 4.500 für Taschen ausgegeben" richtig interpretiere, wird wahrscheinlich keiner von euch verhungern oder obdachlos werden.

Alles Gute für euch drei :) Ich hoffe, ihr kommt gut aus dieser Situation raus und vergesst nicht, wer in dieser Lage a) das Wichtigste und b) völlig unschuldig daran und trotzdem hauptbetroffen ist. Seht zu, dass ihr es schafft, gute Eltern zu bleiben ...
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#26
Ich bin zur Zeit in der Phase das ich mir genau darueber Gedanken mache. Wie wuerde es mir alleine gehen? Wie saehe so eine Moeglichkeit aus? Wie saehe meine Zukunft und die meines Sohnes aus?
Finde ich gut, dass du dir diese Gedanken machst.
Wie es Dir allein gehen wird, kann ich Dir mit recht hoher Sicherheit verraten - Du wirst Dich ungefähr so einsam und ungeliebt fühlen wie jetzt. Du scheinst nicht zu den Menschen zu gehören, auf die die Bezeichnung "zufriedener Single" zutreffen könnte. Was anders sein wird: nach einer Phase massiven Unfriedens und Streits werden sich nach der Scheidung die Streitereien auf die Gelegenheiten beschränken, bei denen ihr wegen eures Kindes Kontakt habt, und irgendwann ganz entfallen. Und Du tauscht die aktuelle Hoffnungslosigkeit gegen die Hoffnung, doch noch jemanden zu finden, der Dich so liebt, wie Du es brauchst und verdienst. Das ist es eigentlich schon wert ... Und vielleicht hast Du ja Glück und es klappt wirklich mit der neuen Liebe.
UND wenn er allein ist, wird er vielleicht doch auch irgendwann eine Entspannung bemerken, die das Einsamkeitsgefühl überdeckt. Es wird vielleicht erkennen, dass es immerhin angenehmer ist, seine Ruhe zu haben, als diesen ständigen negativen Stress - auch wenn nicht gleich die nächste Partnerin um die Ecke kommt.
 
Dabei
23 Dez 2019
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#27
Danke nochmals fuer euere Kommentare...

Ich habe jetzt fast 3 Jahre rumgedocktert, gelesen, nachgedacht, dies oder jenes versucht und ich komme immer mehr zu dem Schluss das sie schon abgeschlossen hat und nur noch versucht zivil miteinander umzugehen, usw.
Ich werde versuchen den Schaden so gering wie moeglich zu halten. Mein Ziel ist es das wir wenigstens ein Haus bis zur Rente abbezahlt haben und wir das mal vererben koennen. Dann kann ich sagen das unser Sohn egal was er macht recht abgesichert ist. Fuers Studium gibt es hier Bafoeg und wenn er eine Immobilie hat ist das alles kein Problem.

Ich werde nur noch bis zur Fertigstellung des Hauses warten und dann hab ich genug. Ich hab auch schon keine Lust mehr zu lesen, durch das Forum zu stoebern, oder sonstiges... Ich muss auch mal zu einem Entschluss/Plan kommen denn gesund ist das alles nicht. Ich schlafe schon recht schlecht.

Danke nochmals und auch euch alles Gute. Hoffe es laeuft wenigstens bei euch rund. Gruesse
 
Dabei
23 Dez 2019
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#29
OK.. es gibt ja doch noch Wunder... aber alles der Reihe nach.
Ich habe lange überlegt wie es weitergehen soll und hatte den Plan bis zur Fertigstellung unseres Hauses mit einer endgültigen Entscheidung zu warten. Ich war letztes Wochenende alleine zu Hause und hatte nicht viel zu tun. Meine Gedanken kreisten um unsere Krise und irgendwann kam ich zu dem Entschluss das ich nicht so lange warten kann. Wovor hatte ich eigentlich Angst? Geld kann man wieder verdienen. Ja es wird unbequem aber ich lebe lieber in einem Mietshaus mit minimaler Einrichtung, aber ich kann lassen und tun was ich will. Ich fing schon an darüber nachzudenken was ich sagen werde, usw.

Und was passiert?

Meine Frau hat mit mir gesprochen und warum sie die ganze Zeit so abweisend war.

Nun ja, Hauptgrund ist immer noch das ich sie des Narzissmus bezichtigte. Was jetzt so nicht stimmt da sie meiner Meinung nur leicht Züge zeigt aber egal erstmal zuhören.
Dann immer meine recht schelle Opposition z.B.
Wir haben ein Punk Mädchen gesehen und sie hat unseren Sohn (12) gesagt bitte bring nicht so ein Mädchen später nach Hause. Ich fand das anmaßend und habe darauf gesagt das er mitbringen kann wen er will 💥
Dann waren wir bei der Bank. Beratungsgespräch und sie konnte irgendein email mit wichtigen Dokumenten nicht finden. Angeblich hätte ich sie dumm aussehen lassen💥
Ähnliches beim Autokauf 💥
Wahrscheinlich gibt es mehr aber das waren ihre Beispiele in unserem Gespräch. Ich habe versucht nur sie reden zu lassen was ich zu 75% auch geschafft habe.

All diese Dinge sind in den letzten 3 Monaten bis 3 Jahren geschehen. Gut man kann denken was man will ... erstmal ein Gespräch was stattgefunden hat was toll war. Man hat auch gemerkt das es ihr gut getan hat..

Sie hat auch erwähnt das ich sie manipuliere da sie ja nicht sauer sein darf. Sie meint damit ihr Silent Treatment. Ich habe ihr versichert das sie das machen kann und ich sie nicht mehr davon abhalten werde.
Auch meinte sie das ich auch mehr über Dinge reden solle. Speziell Dinge die mich beschäftigen und nicht immer außerhalb nach Antworten suchen sollte.

Ich habe das erste mal seit langem einen Hoffnungsschimmer. Wir werden sehen was die Zukunft bringt. Jedenfalls sehe ich das sie sich geöffnet hat als sehr positiv. Jedoch finde ich den Umstand das ich keine Angst mehr haben brauche echt super .... es befreit einen ungemein... LG
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#30
Meine Frau hat mit mir gesprochen und warum sie die ganze Zeit so abweisend war.
Hast du eine Idee, warum gerade jetzt? Hat sie von sich aus angefangen, und wie hat sie das Gespräch begonnen?

Hat sie denn zT Recht mit ihrer Kritik an dir, was meinst du?

Vielleicht hat sie ja gemerkt, dass du dich von ihr distanziert hast und cooler auf sie reagierst als früher, und nun hat sie Schiss dass du dich von ihr trennst. Aber auf jeden Fall gut, dass ihr mal richtig miteinander geredet habt, und das sogar auf ihre Initiative.
 
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