wieso wird man mobber?

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Gast
ich wurde in der schule mal sehr schlimm fertiggemacht.ich bin neu in eine klasse gekommen und ein mädchen wollte damals das ich mich neben sie setzte.was ich dann auch getan habe.die ;;cliquenanführerin"hat mich daraufhin die ganze zeit schief von der seite angeschaut.in den pausen bin ich mit ihnen unterwegs gewesen und dann habe ich immer mitbekommen wie sie über die anderen herziehen.mir war das dann irgendwann zu blöd.und wollte nichts mehr mit ihnen zu tun haben.wollte mich mit anderen in der klasse anfreunden aber ich hatte keine chance.die anführerin der einen clique hat mich bei allen so schlecht gemacht das keiner mehr was mit mir zu tun haben wollte.ich gehe heute davon aus das sie mich viell.runtergezogen hat weil ich neu war und sie mich als konkurrenz gesehen hat.das die anderen sich mit mir anfreunden wollen und sie dann ausgeschlossen wirs.ist ja oft so das wenn man neu ist ausgegränzt wird.sie hat alle auf ihre seite gezogen und gerüchte über mich verbreitet...ich war so fertig das ich mir das leben nehmen wollte.ich hatte keine freunde und sonst niemanden mit dem ich reden konnte.habe alles in mich reingefressen.das ist jetzt schon 4 jahre her aber ich kann nicht mehr so leben wie früher.sie haben mein leben zerstört.heute habe ich einen freund.aber mit ihm läuft es auch nicht mehr so.weil ich mich jedesmal zurückziehe wenn wir was machen wollen mit anderen.ihm reicht es langsam.mir doch auch.ich weiß das ich mehr aus mir herauskommen muss aber es ist verdammt schwer.vorallem weil ich angst davor habe mich wieder auf leute einzulassen die einen auf nett machen und dann anfangen einen runterzuziehen wie es in der schule war.was soll oder kann ich denn machen um wieder glücklich zu leben.und was treibt mobber dazu anderern menschen das leben zu zerstören?ich verstehe es nicht.ich meine man kann ja mal jemanden aus spaß verarschen aber man sollte auch wissen wo die grenzen liegen.meine meinung
 
Hast Du Deinem Freund gesagt, warum Du so bist?
Klar, Du wurdest enttäuscht, aber es gibt auch nette Leute. Versuch es doch einfach mal... DU musst ja nicht gleich in die Mega Disco gehen, wo lauter Leute sind, sondern einfach mit ein paar Leuten von deinem Freund treffen, dass ihr eine größere Gruppe seit von so 5 Leuten oder so. Du musst ja auch nicht viel sagen, sondern einfach erstmal mit dran teilnehmen. Irgendwann kannst Du sicherlich auch wieder vertrauen in Leute fassen :)
 
Erstmal solltest Du verstehen, dass diese Mitschüler damals nicht Dein Leben zerstört haben!
Das klingt gemein ist aber die Realität.
Du selber hast es!
Und Du hättest auch ausserhalb Deiner Klasse Freunde finden können....in einen Verein gehen, spziale Arbeit machen oder sonmstwas immer, dass nichts mit den Klassenkameraden zu tun hatte.

Und wenn du Dich von der Meinung von unwichtigen fiesen Idioten abhängig machst, dann ist es klar, dass Du Dich nicht mehr "raus" traust. Denn es gibt immer Menschen die einen nicht mögen (auch ohen Grund) und andere mit denen man gut auskommt.
Zur Not suche Dir professionelle Hilfe, denn es liegt in Dir ob Du irgendwelchen unbedeutenden Menschen in Deiner Umgebung die Macht gibst, Dich so runterzuziehen und schlecht zu machen. Und wenn Dich diese Erfahrung derart hemmt, dann solltest Du das Problem mit Deinem Selbstwertgefühl wirklich mal dringend in Angriff nehmen (dass ziemlich mies sein muss, wenn Du schon so lange wegen dieser Sache Angst vor dem Kontakt zu anderen Menschen hast).

Aber wenn Du einfach nur mit deinem Freund weggehst, dann werden seine Freunde ganz sicher nicht versuchen Dich zu mobben, denn dann wären es kein Freunde. Und wenn ihr alleine weggeht, dann musst Du Dich schon ziemlich komisch benehmen, damit irgendwelche Fremde versuchen Dich runterzuziehen oder sie sich gereizt fühlen über irgendwen den sie nicht kennen schlecht zu reden ..... :roll:
 
Mobber sind sehr unsichere Menschen, die ihr Selbstbewusstsein damit aufmöbeln, dass sie andere fertig machen. Das ist nicht einfach so dahergeschrieben; es ist tatsächlich so.
Ich war Opfer sowie Mobberin. Als Mobberin fühlte ich mich stark und unantastbar. ich bin jetzt einfach mal verdammt ehrlich. Ich wollte mich hervorstellen und hatte anderen nicht viel gegönnt. Da das nahezu 18 Jahre zurückliegt, kann ich das auch schreiben.
Heute weiß ich, dass es falsch war und ist. Wer ein gesundes Selbstbewusstsein hat, braucht niemanden zu mobben und nimmt erst mal jeden so an, wie er ist.
Ich kann das jetzt sehr gut und empfinde es als Bereicherung, Menschen erst mal vorurteilsfrei entgegen treten zu können.

Da ich auch Opfer war (und danach selbst Täterin wurde, um mich aufzuwerten), kann ich dir nur mitteilen, was ich gemacht hatte. Ich hatte die erst die Schwächste der Clique, die mich tyrannisiert hatte, angesprochen, warum die Clique mich fertig macht. Sie hatte darauf keine Antwort und wurde nachdenklich. Ich ging in die Offensive und habe alle Beteiligten nach und nach einfach angesprochen. Ein Opfer, das offen auf die Täter zugeht, war überraschend und das nutzte ich.
Irgendwann war der Knoten geplatzt und ich hatte eine Aussprache mit der "Anführerin". Sie nahmen mich als "Zufallsopfer" und nach dem Gespräch hatte ich endlich meine Ruhe.
 
Ich würd mir nicht Gedanken machen was die dazu treibt. Sondern warum sie mich als Opfer wählen? Meistens werden Leute gemobbt, die auch dem "Opfer"-Schema entsprechen (sich das wortlos anhören, zurückziehen, ständig in die Defensive gehen, Mund halten ...).

Ansonsten sehe ich das wie Spooky ... ist ne Ausrede, zu sagen, sie hätten dein Leben komplett zerstört.
 
Gegen das soziale Wissen von Frau Stern kann ich natürlich nicht anstinken. Hier aber meine Theorie: Ich glaube noch nichtmal, dass die Mobber unbedingt ein niedriges Selbstwertgefühl haben. Die Mobber die ich kenne, waren in der Schule schon immer die beliebten, gut aussehenden Anführer. Ich würde ihr Verhalten eher darin begründen, dass sie sich durch das mobben (noch) mehr Respekt verschaffen wollen, dass man ihrer Führungsrolle akzeptiert und man auch über sie lacht, wenn sie andere fertig machen. Ich würde das aber nur auf die Mobber in der Schule beziehen. Bei älteren Persönlichkeiten, denke ich, stimmt das, was FrauStern sagt, schon eher.
 
Meine Behauptungen beruhen eher darauf, dass Anführer nach außen sicher sehr selbstbewusst wirken. Sie sind es oftmals aber gar nicht. Das beobachte ich täglich. Selbstbewusste Menschen sind sehr selten in Führungspositionen und wenn, sind sie eher bescheiden und erfreulich kollegial. Das zieht sich durch alle Altersstufen und erlebe ich momentan ganz hautnah.
Ich bin in einer Führungsposition und übe keinen Druck aus, unterdrücke keinen Mitarbeiter und vertraue auf ihre Fähigkeiten. Ganz ehrlich: Unser Team ist fantastisch! Ein selbstbewusster Mensch braucht es nicht, sich in Szene zu setzen und anderen Menschen das Gefühl zu vermitteln, dass sie "unter einem stehen". Das erreicht man durch Respekt anderen gegenüber, Toleranz und mit einer sachlich basierten Delegation sowie Kritik, wenn sie angebracht ist und nicht persönlich wird. Only my two cents.
 
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