wie lernt man aufzugeben?

Dabei
4 Okt 2004
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#1
Eigentlich bin ich dafür, dass man um den, den man liebt, kämpft. Doch es muss auch irgendeinen Zeitpunkt geben, an dem man aufgibt, oder? Ich habe seit fünf Monaten den übelsten Liebeskummer meines bisherigen Lebens. Habe alles mir mögliche getan, um meinem Ex zu zeigen, was er mir bedeutet. Alles umsonst. Er hat immer wieder alles falsch verstanden und es teilweise sogar völlig idiotisch gefunden. Mittlerweile haben wir keinen Kontakt mehr. Aber die Gefühle für ihn sind leider weiterhin da. Vor allem ist diese Hoffnung/ Überzeugung, dass alles wieder gut wird, stets präsent. Wie kann das sein? Eigentlich ist das doch glatter Selbstbetrug. Alle Fakten sprechen dagegen - nur mein Bauch hält an dieser Utopie fest. Wie begreife ich endlich, dass es wirklich und endgültig vorbei ist? :(

Habt ihr da eine Idee? Ging/ geht es euch ähnlich?
 
Dabei
9 Aug 2005
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#2
hmmm ... ja dumme situation ... aber 5 monate ... hmmm ja hab das mal knapp 2 jahre aushalten müssen .... naja egal 5 monate is auch scho genug ...

jedenfalls hab ich gemerkt dass entwerder der bauch recht hat ... oder wenn nicht .... dann is es so dass der bauch das eben erst einige zeit später checkt als der kopf ....
und bis dahin wirst du dich gedulden müssen weil dein bauch ja vielleich doch recht haben könnte .....

wenns dir mit dem liebeskummer zuviel wird, versuch dich abzulenken ... mit partys, weggehen, irgendwas ... lass nur keine langeweile aufkommen, das is das schlimmste für liebeskummer
 
M

MLCK

Gast
#3
ich werde erst aufhören zu kämpfen wenn ich tot im Staub liege...
aufgeben würde ich nie von alleine - erst recht nicht in Herz-Schmerz-Sachen ^^

vielleicht ein bisschen blöd aber im Reich der Liebe wäre ich einer der fanatischsten Patrioten überhaupt ^^
 
Dabei
9 Aug 2005
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#4
hab auch mal geglaubt so zu sein ...
aber wenn rein gar nix zurückkommt, is es bei mir so spätestens nach 2 jahren aufzugeben ...
is vielleicht auch besser so ...
 
Dabei
4 Okt 2004
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#5
Manchmal ist kämpfen einfacher als aufzugeben. Weil man dann die Ausweglosigkeit nicht akzeptieren muss. Man glaubt, dem Ganzen dann nicht so macht- und hilflos ausgeliefert zu sein. Aber irgendwann hat man einfach alles gesagt und getan, was möglich war. Wie gesagt/geschrieben, eigentlich bin auch ich dafür, um das zu kämpfen, was man will. Doch was tun, wenn der andere das nicht will? Man verrennt sich doch in einer fixen Idee und opfert sich selbst. Und man hofft und hofft; man glaubt und glaubt; man leidet und leidet ... Bis zu welchem Punkt soll das gehen? Bekommt man so das, was man will? :?: :?: :?: Das Problem ist doch einfach, dass der Kopf (Verstand) einem etwas anderes sagt als der Bauch (das Herz). Wem vertraut man da mehr? Ist wohl eine "Glaubenssache" - i.S.v. ist man eher rational oder emotional "veranlagt".
 
Dabei
9 Aug 2005
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#6
ich glaube man sollte eher dem Bauch vertrauen, weil der manchmal was weiss was der verstand nicht weiss und deswegen mach ich des jedenfalls immer so ...
falls sich dann der bauch mal geirrt haben sollte merkt man das auch nach einiger verzögerung ...
naja

also irgendwann sollte man sich halt mal mit dem gedanken anfreunden dass nix draus wird , ... wenn man sich dessen sicher is ... aber trotzdem aufn bauch hörn ...

so genau kann ich dir da auch nich weiter helfen ... aber so mach ich s jedenfalls immer ... erst ma aufn bauch hörn ... und irgendwann dann wenns wirklich aussichtslos ohne jeglichen hoffnungszipfel is, dann mach ich meinem bauch klar dass es halt mal falsch war ....

und vielleicht wirds dann irgendwann doch was, grade dann wenn man s eigentlich schon nicht mehr für möglich hält ... is oft so ... grad wenn ma sich mit dem gedanken angefreundet hat dass mit jemandem nix wird, dann kommt derjenige dochauf einen zu und s wird doch was draus ...
und dann sagt der bauch: siehste ich habs dir doch gleich gsacht ;)
 
M

MLCK

Gast
#7
ich finde, dass du das sehr schön formuliert hast ^^

aber trotzdem werde ich nicht aufgeben :p

wenn ich nicht so darauf verbissen wäre, etwas bei ihr zu erreichen, wenn ich mich damals damit abgefunden hätte, dass sie mich zwar sehr mag, aber nichts von mir will hätte ich vermutlich jetzt schon länger ne Freundin - genug Mädels kenne ich, habe ich in letzter Zeit kennen gelernt und ich denke, dass ich nicht das schlechteste bin was da draußen rumläuft...
aber ich habe erneut meinen Kampf um sie begonnen und bin fest entschlossen, zu siegen, da es mir bis dahin sowohl körperlich als auch geistig mies geht. Nicht weil ich sie nicht bekommen kann (nein, ich bin kein aufreißer-Typ) sondern, weil ich sie wirklich liebe und diesen Kampf wohl erst nach einer neuen absoluten Niederlage aufgeben werde - also erst wenn ich erneut einen Korb bekommen sollte.
Vielleicht werde ich dann so fertig sein, dass ich keine Kraft mehr habe, um sie zu kämpfen, aber bis dahin werde ich tun, was ich kann...
 
Dabei
9 Aug 2005
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#8
wenn ich jemanden wirklich liebe, dann is es mir am wichtigsten dass diejenige oder derjenige die ich liebe glücklich ist / wird ...

und wenns nun mal sicher ist, dass er/ sie mit mir nicht glücklich werden kann als partner, dann versuch ich nicht krampfhaft ihn an mich zu binden, nur damit ich vielleicht mein glück finden werde ...

weil wenn ich weiss dass sie/er mit mir als partner nicht glücklich ist oder sein kann, kann ich selbst auch nicht glücklich sein .... und dann hat die beziehung doch keinen zweck ?? auch wenn man sich noch so gut versteht auf freundschaflicher basis ...

und wenn man auch noch so verliebt is ... aber die "richtige" Liebe erkennt man meiner meinung nach an dem merkmal, dass einem das glück vom anderen wichtiger ist als das eigene ....
und deshalb denke ich auch dass es liebe auf den ersten blick nicht geben kann .... weil naja ... weil einem der andere nicht von anfang an so wichtig sein kann ... des wächst erst mit der zeit .....
 
Dabei
4 Okt 2004
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#9
Hm, alles schön und gut. Doch wie wird man dann seine eigenen Gefühle wieder los? Immerhin muss es für einen selbst doch auch weitergehen, oder? Wie kapiert man es?
 
Dabei
4 Okt 2004
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#11
Hallo,
ich dachte das passiert mir nie, und doch ist es passiert! Ich bin jetzt 14 Jahre verheiratet und habe 2 Kinder. Einen Mann, der wirklich alles für mich tut, er ist zwar manchmal etwas stoffelig aber eben nur manchmal.
Doch plötzlich habe ich mich Hals über Kopf in einen anderen Mann verliebt. Wir schrieben uns mails und telefonierten, es war Nervenkitzel pur.. Weiter war nichts ! Jetzt hat der andere Mann eine Freundin, klar, er wusste ja dass ich verheiratet bin und er wohnt weit entfernt von mir. Die mails bleiben aus, die Anrufe natürlich auch. Obwohl ich total geborgen bin bei meinem Mann, fehlt mir der andere. Ich kann mir das selbst nicht erklären, aber da werde ich wohl auch noch eine ganze Zeit mit kämpfen!
 
Dabei
4 Okt 2004
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#12
He ihr ich habe da gerade auch ein, mehr oder weniger Problem, Ich war vor einem Jahr mit dem echt hammermäßigsten mädchen zusammen!
Nach 4 Wochen hat sie dan ohne ersichtlichen grund schlußgemacht, ich bin ihr ein 'Jahr wie ein bekloppter hinterhergerant und jetzt vor 20 Tagen sind wir auf skurilste weiße wieder zusammengekommen sie hat aber heute wieder mmit mir schluß gemacht ich bin am boden und würde sie so gerne hassen aber ich liebe sie trotzdem noch über alles!

Könnt ihr mir helfen?
 
Dabei
4 Okt 2004
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#13
Tut mir Leid, Dir das sagen zu müssen, aber das beste wird sein, sie "abzuhaken". Du sagtest ja schon, dass sie bereits letztes Mal ohne ersichtlichen Grund Schuss machte. Jetzt schon wieder. Frag Dich doch einfach mal was das soll. Egal wie sehr Du sie liebst, aber das ist doch echt daneben von ihr. So behandelt man keinen, und erst Recht nicht, wenn man so vertraut miteinander war.
 
Dabei
4 Okt 2004
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#14
Danke für den doch gut gemeinten Ratschlag doch das Problem ist es geht nicht! :cry: LEIDER!

Ja es ist super daneben!

Inzwischen weis ich das es ihr vor einem Jahr zuviel war!
Und jetzt kommt sie an und sagt das sie bei Freundschaft steht und nicht mit mir zusammen sein kann ohne liebe! Ok das vertehe ich noch!
ABER: Warum war sie dann erst mit mir zusammen?

Könnte sich ein weibliches geschöpf dazu bewegen uns edlich mal die Gefühle und Gedanken ihrerseitz zu erklären? Wohl eher nicht!

Am Ende bleibt nur eins die Trauer und der Wunsch es beim nächsten mal besser zu machen!
 
Dabei
4 Okt 2004
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#15
Ich habe Dir bereits am 21.09. geantwortet. Und obwohl ich ein weibliches Wesen bin, kann ich Dir sagen, dass mit Sicherheit nicht viele Frauen so einen Film fahren würden. Oder doch ? Keine Ahnung, das würde Dir jetzt eh nicht weiterhelfen. Wenn Du möchtest nimm Ihre Freundschaft an, obwohl ich denke, dass es für Dich dann nur noch schwieriger wird. Am besten wäre es, wenn Du Sie eine Weile erst mal nicht mehr hörst oder siehst, das ist natürlich ziemlich schwer. Ich bin gerade selber in so einer Scheiß-Lage und kann nur zu gut verstehen, wie beschissen Du Dich im Augenblick fühlst! Aber: Kopf hoch, und immer schön nach vorne gucken!!!
 
Dabei
4 Okt 2004
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#17
Tja, das ist wohl das Los derer die zurückbleiben. Liebe ist ein Segen und irgendwie auch ein Fluch. Aber wenn die Liebe eins kann dann - manchmal leider auch sinnlos - Hoffnung und Kraft geben. Ich glaube, man erträgt vieles - vielleicht zu vieles -, wenn man jemanden wirklich liebt, aber irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem es klick macht; an dem man erkennt, dass man sich komplett verrannt hat ... und man gibt auf. Das dauert und dauert. Und erst ganz langsam hört es auf weh zu tun. Man denkt, man überlebt es nicht. Man fühlt sich leer, verlassen und scheint einfach nur zu funktionieren. (Aber wem erzähl ich das - wir sind wohl alle aus dem selben Grund hier). Doch irgendwann wird es besser. Man darf sich nicht selbst aufgeben - irgendwann lacht man wieder (-ohne im nächsten Moment an die person zu denken, mit der man diesen Augenblick gerne geteilt hätte).

Kopf hoch! :D
 
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