Liebe Sonnenschein, das mit dem gekränkten Ego ist ein harter, aber wahrscheinlich sehr treffender Punkt. Er hat dich erst massiv "angefüttert", hat die Eroberung gesucht und dir das Gefühl gegeben, wahnsinnig toll zu sein. Dass er genau in dem Moment, in dem du eine vernünftige Grenze ziehst, das Visier runterklappt und auf "nur Freunde" macht, fühlt sich wie eine Abwertung an.
Dein Wunsch, dass er es bereut, ist eigentlich der Wunsch nach Bestätigung: Du möchtest spüren, dass du ihm das Risiko doch wert bist. Aber schau dir die Dynamik mal nüchtern an: Er war extrem offensiv, fast schon drängend, und bei der ersten kleinen Hürde ist die Energie weg. Das spricht leider oft dafür, dass es ihm mehr um den schnellen Kick der Eroberung ging als um eine echte, belastbare Verbindung. Jemand, der echtes Interesse hat, hätte vermutlich gesagt: „Lass uns das langsam angehen, ich will dich nicht verlieren.“
Dass du ihn jetzt im Kopf zum „Arsch“ machst, ist eine gesunde Strategie zur Distanzierung. Wenn du dich darauf konzentrierst, wie leichtfertig er das Ganze beendet hat, verliert der Zauber des Abends ganz schnell seinen Glanz. Du hast nicht nur deine Professionalität im Job geschützt, sondern dir wahrscheinlich auch eine Menge emotionales Drama erspart.
Meinst du, du kannst diesen Wunsch nach seiner Reue langsam loslassen, wenn du dir klarmachst, dass sein Rückzug mehr über sein mangelndes Durchhaltevermögen aussagt als über deinen Wert?