Kid erklärt die Bibel...

Dabei
3 Feb 2013
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#1
Ich weiß noch nicht ob das eine Einmalige Sache ist oder ob ich hier immer mal wieder meine Ausufernden Thesen darstelle für jeden der sie Lesen will.


Ich wollte eh schon einen Thread aufmachen weil ich mir noch etwas Zeit vertreiben muss die Woche und da in dem Bild der Frau thread von idkat schon Ur-Instikte erwähnt wurden passt das sehr gut.
Denn die Bibel ist eines der ältesten Dokumente das die Menschheit besitzt und wenn man die Bibel einfach nur liest und den Religiösen Kontext ausblendet findet man ne Menge interessante Geschichten welche einem durchaus einige Zusammenhänge aufzeigen lässt.

Wir befinden uns bei Genesis 2

"And the lord God planted a garden eastward in Eden."

Eden heißt so viel wie Bewässerter Platz und Wasser spielt eine sehr wichtige Rolle für jedes Leben auf der Erde. Als die Menschheit Sesshaft wurde und mit Landwirtschafft anfing war die Hauptfrage oft "Kann ich genug Wasser in den Boden bekommen damit da was wächst" auch für uns Menschen ist Wasser unerlässlich zum Leben. Wasser hat aber auch etwas Chaotisches...wasser etwas unkontrollierbares. Auch in der Bibel (Genesis 1) die Idee dahinter ist einfach aber nicht unbedingt falsch (im Gegenteil) Ordnung braucht ein gewisses Maß an Chaos um Fruchtbar zu sein.

"And out of the ground made the Lord God to grow every tree that is pleasant to the sight, and good for food; the tree of life also in the midst of the garden, and the tree of knowledge of good and evil."

Ouuu Bäume...Essen...die zweite Unabdingbare Sache die der Mensch zum Leben braucht. Der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis von gut und böse sind natürlich Abstraktionen...

"And the Lord God formed man of the dust of the ground, and breathed into his nostrils the breath of life; and man became a living soul."

Und Adam ist auf der Bildfläche erschienen...und die dritte Sache die wir zum Leben brauchen...Luft, Atmung...

Und ganz neutral betrachtet mit dem Beschränkten wissen das die Leute damals hatten ist das nicht mal so blöd...Leben lässt sich ziemlich gut mit Atmen assoziieren...wenn wir noch Atmen leben wir noch wenn nicht dann nicht mehr...und die "Seele" der "Geist" der in uns fährt wenn wir geboren werden und aus uns wenn wir den Löffel abgeben war vielleicht genau das.
Was unterscheidet uns Menschen von anderen Tieren? Unsere Psyche, unsere Kreativität, unser Sozial verhalten.

Aber wie wir alle wissen war Adam alleine schnell Langweilig...

"But for Adam there was not found an help meet for him. And the Lord God caused a deep sleep to fall upon Adam, and he slept: and he took one of his ribs, and closed up the flesh instead thereof; And the rib, which the Lord God had taken from the man, made he a woman, and brought her unto the man. And Adam said, This is now bone of my bones, and flesh of my flesh: she shall be called Woman, because she was taken out of Man. Therefore shall a man leave his father and his mother, and shall cleave unto his wife: and they shall be one flesh."

Wir hatten es in einem anderen Thread schon mal davon das wir alle als Kinder und Junge Menschen auf unsere Eltern fixiert sind und in dem Moment in dem wir eine Ernsthafte Partnerschaft eingehen wir das Sekundär und falls nicht scheitern diese Beziehungen sehr, sehr oft.
Ich könnte an der Stelle jetzt 3-4 Absätze über Beziehungen schreiben aber ich will zu der Stelle kommen an der es für idkats thread interessant wird.

Zwei Sachen kurz zuvor...
Wir alle kennen die Adam und Eva Geschichte und wissen wie sie ausgeht oder?

Warum ist es eigentlich was zu essen? Sie Essen etwas und bada bing bada boom alles ist anders...
Wer hat schon mal so stark hunger gehabt das er richtig schlecht drauf war? Ja...und wenn du dann was gegessen hast ging es dir schlagartig besser oder?
Wenn wir essen vor allem dann wenn wir hungrig sind ändert sich schlagartig unser mindset und unsere Wahrnehmung.
Wir kennen alle die Snickers Werbung du bist nicht du wenn du hungrig bist? Ist was Wahres dran...der ein oder andere hat vielleicht nen Freund der immer manchmal etwas crazy wird wenn er hungrig ist (oder auch wenn er nicht hungrig ist)...man gibt ihm was zu essen und er beruhigt sich wieder.

Und warum ist das eigentlich ne Schlange an dem Baum?

Welche Schlange?
Die hier:

"And they were both naked, the man and his wife, and were not ashamed. Now the serpent was more subtil than any beast of the field which the Lord God had made. And he said unto the woman, Yea, hath God said, Ye shall not eat of every tree of the garden?"

Und hier sind wir im Grunde bei den Ur-Instinkten und das geht noch soooooo viel weiter als die Instinkte.
Warum Schlangen? Schlangen spielen in fast allen Religionen eine Rolle und Schlangen oder Reptilien werden in fast allen Kulturen in der folklore als bösartig und hinterlistig dargestellt...und der Grund warum das so ist, ist das da wo wir Menschen ursprünglich herkommen Reptilien unsere natürlichen Feinde waren und Schlangen sind im Grunde nur Reptilien ohne Beine.
Deswegen haben die meisten Menschen auch Angst vor schlangen oder anderen Reptilien...
Es geht sogar noch weiter jetzt wird es Wissenschaftlich...
Das Menschliche Blickfeld richtet sich zum Boden....in unserer natürlichen Kopfhaltung wenn wir geradeaus blicken schauen unsere Augen leicht nach unten. Unser Blickfeld nach oben ist 50° nach unten 70°.
Es geht noch weiter...wir Menschen haben noch etwas was uns von vielen Tieren (aber nicht von allen) unterscheidet. Wir haben Farbwahrnehmung, wir sehen Farben, Hunde und Katzen haben verglichen mit Menschen eine viel schlechtere Farbwahrnehmung, Kühe zum Beispiel sehen alles schwarz weiß, Affen und Vögel hingegen haben Farbwahrnehmung...warum? Weil Affen und Vögel Früchte Essen und sie diese Anhand der Farbe unterscheiden können.
Der Mensch hat seine Fahrwahrnehmung noch aus einem anderen Grund...die Farbe die wir am besten sehen und unterscheiden können ist Grün.
Warum? Das alles zur Früherkennung von Reptilien/Schlangen im Gras.

Und wir alle Wissen das Eva zu der Schlange hingegangen ist...

"And the woman said unto the serpent, We may eat of the fruit of the trees of the garden: But of the fruit of the tree which is in the midst of the garden, God hath said, Ye shall not eat of it, neither shall ye touch it, lest ye die. And the serpent said unto the woman, Ye shall not surely die: For God doth know that in the day ye eat thereof, then your eyes shall be opened, and ye shall be as Gods, knowing good and evil."

Und wenn man den Religiösen Kontext mal rausnimmt und das neu interpretiert...
Kann man sich fragen...kann man Gott Vertrauen?
Aber warum haben die das Gemacht? Sie haben es Gott Versprochen...
Haben sie nicht...Gott hat ihnen nur gesagt dass sie das nicht tun sollen...Wer hat Kinder? Wie Gehorsam sind die so?

Aber warum?

Weil Frauen mehr auf ihre Umgebung achten, mehr auf die Menschen in ihrer Umgebung und weil sie Unsicherer sind als Männer und mehr zu Neurotischem Verhalten neigen und das ist in allen Kulturen gleich und entwickelt sich ab der Pubertät. Aber warum? Frauen sind kleiner als Männer und vor allem sexuell sehr, sehr verwundbar. Frauen sind in körperlichen Auseinander Setzungen generell im Nachteil deswegen müssen sie mehr darauf achten dass sie diese vermeiden.
Frauen leiden auch öfter an Depressionen und an Angststörungen und das ist ebenfalls in allen Kulturen gleich und entwickelt sich auch in der Pubertät.
Dazu kommt noch das Frauen eher auf ihr Wohlergehen achten als Männer...das ändert sich aber wenn Frauen Mütter werden dann wechselt das zum Kind...Frauen achten auf das Wohlergehen des Kindes und das eigene Wohlergehen rückt in den Hintergrund. Das ist ein dritter Punkt wieso Frauen unsicherer und neurotischer sind als Männer denn Frauen passen auf die Kinder auf und Menschen Kinder sind verdammt lange verdammt Fragil.
Männer hingegen sind stärker, Männer haben mehr Muskelmaße Männer zwischen 20 und 40 haben im Schnitt 40-54% Muskelmasse Frauen im gleichen Alter 31-39%. außerdem ist aufgrund des leicht unterschiedlichen Körperbaus das Last-Kraft Verhältnis bei Männern günstiger ausgeprägt als bei Frauen. Frauen haben im Schnitt 60-80% der Körperkraft im Oberkörper die ein Mann hat (das ist auch der Grund warum Männer keine Frauen sollen duh...)

Und damit sind wir bei Idkats Punkt und warum Ich glaube dass das bei Frauen so ist...weil eben Frauen unsicherer sind und eher zu neurotischem Verhalten sein...denn er will sich schon unsicher fühlen? Das ist ein sehr unangenehmes Gefühl. Und ich glaube das Frauen sich deshalb mehr miteinander vergleichen denn nichts hilft der eigenen selbst Sicherheit mehr als wenn man jemand anderen anschauen und sagen kann "Dem da geht es viel schlechter als mir"

Und da kommen wir nämlich zu dem Interessanten Punkt...wieso das bei Männern anders ist.
Wann fühlen sich Männer unsicher? In dem Moment in dem sie von einer Frau zurückgewiesen werden. Aber warum?
Weil die Evolutionäre Botschaft von der Frau an den Mann ist "Ich denke nicht das man deinen Samen weiter verteilen sollte"
Und dann in dem Moment richten Männer sich nicht selten auch mal gegen den Mann den die Frau dann ausgewählt hat. Aber meist nur kurz und dann werden sie in ihrer Gruppe wieder aufgefangen und die Frau ist dann Schuld das sie den Mann zurück gewiesen hat (die Frau ist nämlich immer Schuld)...aber warum wird der Mann von seiner Gruppe aufgefangen oder lässt sich auffangen? Weil er Männer sich in Gruppen am stärksten fühlen und Ja auch Frauen fühlen sich in Gruppen stärker als alleine aber Männer fühlen sich so viel stärker in Gruppen das lässt sich fast nicht vergleichen. Einfach mal Samstagabend sich ne Frauen Gruppe und ne Männer Gruppe "on the move" angucken.
Und Ich glaube das in diesem Verhalten auch die Kiste Begraben liegt warum nicht wenige Männer nachdem sie mal schlechte Erfahrung gemacht haben einen latenten Frauenhass entwickeln.

Jetzt komm ich noch zu der Kiste warum Frauen immer Schuld sind...denn Frauen sind immer Schuld in den Augen von Männern zumindest...springen wir in der Geschichte ans Ende.

"She took of the fruit thereof, and did eat, and gave also unto her husband with her; and he did eat. And the eyes of both of them were opened—" implying that before that they were closed "—and they knew that they were naked; and they sewed fig leaves together, and made themselves aprons."

Kennt ja jeder...aber warum?
Weil Frauen Essen teilen...Menschen teilen Essen...aber Frauen oder Weibchen in der Tierwelt teilen Essen mit ihrem Nachwuchs und das ist jetzt kein gewaltiger Evolutionärer Sprung dahin Essen auch mit anderen zu teilen und Frauen sind es die uns als Gesellschaft zusammen halten weil Frauen sozialer und einfühlsamer sind.

"And the Lord God called unto Adam, and said unto him, Where art thou? And Adam said, I heard thy voice in the garden, and I was afraid, because I was naked." (Lustig finde ich ja immer das die Nacktheit so hervorgehoben wird) "And God said, Who told thee that thou wast naked? Did you eat of the tree, whereof I commanded thee that you should not eat?"

Und das ist der Moment in dem Adam sein ganze Menschlichkeit und Heldenhaftigkeit unter Beweiss stellt denn was sagt er?

"And the man said, The woman whom thou gavest to be with me, she gave me of the tree, and I did eat."

Ja genau! Die Frau wars!!! Die ist Schuld! Nicht Ich!

Ich finde ja super ironisch dass vor allem unter Feministen die Adam und Eva Geschichte so interpretiert wird das Eva als "Ur Schurke" der Menschheit dargestellt wird und deshalb die Geschichte so sexistisch ist aber meine Interpretation der Geschichte ist eher das Adam voll der Depp ist.

So damit bin ich am Ende von Teil 1.
 
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Dabei
24 Sep 2017
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#2
Voll toll, dass du so viel geschrieben hast! :)
Die Sache mit Frauen haben öfter Depressionen ist aber ein kleines bisschen ungeschickt formuliert. Das ist etwas umstritten und die Erklärung wird auch eher in der Gesellschaft gesucht als in der Veranlagung. Überhaupt wundert mich es, dass heute im Forum so einen Fick auf die Genetik gegeben und das so bedeutungsvoll empfunden wird. :)
 
Dabei
3 Feb 2013
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#3
Die Sache mit Frauen haben öfter Depressionen ist aber ein kleines bisschen ungeschickt formuliert. Das ist etwas umstritten und die Erklärung wird auch eher in der Gesellschaft gesucht als in der Veranlagung.
Danke dir!

Ich hätte vielleicht besser schreiben sollen neigen eher zu Depressionen oder Depressionen werden öfter bei Frauen diagnostiziert.

Aber ich persönlich glaube dass da schon etwas dran ist denn Depressionen werden bei Frauen doppelt so oft diagnostiziert wie bei Männern! Der Unterschied ist einfach zu groß um ihn komplett mit andere Faktoren erklären zu können.
Das Haupt Argument der Seite die das gerne anzweifelt ist meist „Ja aber Männer begehen häufiger Suizid als Frauen“
Was richtig ist was aber zu einem falschen Schluss führt denn die Anzahl von Suizid versuchen ist bei Männern und Frauen gleich. Männer sind bei ihren Suizid versuchen erfolgreicher. Was daran liegt das Männer aggressiver sind (auch gegen sich selbst) und zu impulsiverem verhalten neigen. Die gewählten Mittel zum selbstmord sind oft auch rabiater…während Frauen eher dazu neigen Tabletten zu nehmen oder sich in der Badewanne die Pulsadern aufzuschneiden neigen Männer eher dazu sich zu erhängen, zu erschießen, vom Hochhaus oder vor einen Zug zu springen.

Man könnte Anführern das aber die Anzahl an versuchen gleich ist aber das würde ich auch mit dem impulsiverem und aggressiverem verhalten von Männern begründen.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#4
Aber ich persönlich glaube dass da schon etwas dran ist denn Depressionen werden bei Frauen doppelt so oft diagnostiziert wie bei Männern! Der Unterschied ist einfach zu groß um ihn komplett mit andere Faktoren erklären zu können.
Mit anderen Faktoren als was? Andere Lebensumstände? Da gebe ich dir recht, allerdings wird das nie besser, wenn im Kopf mancher Menschen noch "Frauen sind so, weil Biologie/Gene/bla" steckt - und sorry, so könnte mn deinen Beitrag auch verstehen. :)
 
Dabei
5 Nov 2007
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#5
Hallo TCK,
mit Interesse nehme ich zur Kenntnis, dass du dich jetzt unter die Theologen mischt. Zu gefühlten 100 Interpretationen der Schöpfungsgeschichte kommt jetzt deine noch hinzu.

Niemand weiß so genau, wann das ganze entstanden ist und wer dahintersteckt, aber sicher ist, dass es sehr lange her ist. Und erstaunlich, welche beträchtlichen Kenntnisse und Vorstellungen die Menschen schon damals vom Ablauf der Natur hatten.

Ob die Frau als Verführerin des Mannes wirklich das Problem ist? Ich habe Zweifel, neige eher zu einer typischen Eingebung des Patriarchats.

Und ich hatte mal eine Phase, wo ich auf dem Religionstrip war. Da hab ich mich auch an der Schöpfungsgeschichte versucht. Und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass das Essen vom Baume der Erkenntnis der eigentliche Sündenfall der Menschheit war.

Jedenfalls hatten die Chefideologen der späteren Christlichen Kirche diesen Gedanken. Und haben jeden, der es anders sah, (solange sie die Macht dazu hatten) brutal bekämpft. Aber das ist eine andere Geschichte.
 
Dabei
27 Feb 2013
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#6
Depressionen werden bei Frauen doppelt so oft diagnostiziert wie bei Männern!
Weil sie zum Arzt gehen und Hilfe suchen. Männer dagegen gehen seltener zum Arzt und holen sich professionelle Hilfe.

Weil wie kommts, dass es viel mehr Bettler und obdachlose Männer gibt als Frauen? Frauen lassen sich nicht so leicht unterkriegen und holen sich schneller aus dem Loch.

Wenn man einen Obdachlosen fragt, wie es dazu kam, ist oft die Antwort: "Meine Frau hat sich von mir scheiden lassen, dann hab ich angefangen zu trinken, hab den Arbeitsplatz verloren und letztlich auch die Wohnung."

Du hast recht - Depressionen werden bei Frauen öfter diagnostiziert. Was aber nicht heißt, dass Frauen öfter an Depressionen leiden als Männer.
 
Dabei
3 Feb 2013
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#7
Mit anderen Faktoren als was? Andere Lebensumstände? Da gebe ich dir recht, allerdings wird das nie besser, wenn im Kopf mancher Menschen noch "Frauen sind so, weil Biologie/Gene/bla" steckt - und sorry, so könnte mn deinen Beitrag auch verstehen. :)
Diagnosekriterien durch welche Depressionen bei Männern schlechter erkannt werden als bei Frauen, das Frauen offener über ihre Ängste und Stimmungsschwankungen reden, das Männer dazu neigen ihre Depressionen mit Aggressionen und Suchtverhalten zu kompensieren.

Weil sie zum Arzt gehen und Hilfe suchen. Männer dagegen gehen seltener zum Arzt und holen sich professionelle Hilfe.

Weil wie kommts, dass es viel mehr Bettler und obdachlose Männer gibt als Frauen? Frauen lassen sich nicht so leicht unterkriegen und holen sich schneller aus dem Loch.

Wenn man einen Obdachlosen fragt, wie es dazu kam, ist oft die Antwort: "Meine Frau hat sich von mir scheiden lassen, dann hab ich angefangen zu trinken, hab den Arbeitsplatz verloren und letztlich auch die Wohnung."

Du hast recht - Depressionen werden bei Frauen öfter diagnostiziert. Was aber nicht heißt, dass Frauen öfter an Depressionen leiden als Männer.
Ja aber die Diskrepanz ist zu groß als das man das allein damit erklären könnte das Frauen einfach öfter zum Arzt gehen und sich eher professionelle Hilfe holen...

Weil wie kommts, dass es viel mehr Bettler und obdachlose Männer gibt als Frauen? Frauen lassen sich nicht so leicht unterkriegen und holen sich schneller aus dem Loch.
Frauen haben ein anderes Verhältnis zu Geld als Männer, sie sind sehr viel Sparsamer und vorsichtiger mit riskanten Investitionen.

60% aller Frauen die über 100K$ im Jahr verdienen haben angst das sie als "Bag Ladies" enden.
80% aller Männer die über 60K$ im Jahr verdienen denken sie sind "PLAYA"

Damit ist schon der größte Grund für Obdachlosigkeit Schulden/Mietschulden und draus resultierende Zwangsräumung abgedeckt.
Wenn ich mir jetzt weitere Gründe für Obdachlosigkeit anschaue.

Arbeitslosigkeit
Die Arbeitslosenquote ist bei Männern höher als bei Frauen
Männer haben auch statistisch eine höhere Wahrscheinlichkeit ihren Arbeitsplatz zu verlieren

Geringe Schulbildung
Frauen haben im Schnitt eine höhere Schulbildung als Männer und bringen im Schnitt in der Schule bessere Leistungen

Sucht Erkrankung
Frauen sind generell weniger Suchtgefährdet als Männer

Gefängnisaufenthalt
Es sitzen deutlich mehr Männer als Frauen in Gefängnissen der überwiegende Großteil an Gewaltverbrechen wird von Männern die zwischen 19 und 39 sind begangen.

Auch werden oft Menschen Obdachlos die an einer psychischen Störung leiden vor allem einer Schizophrenie oder Persönlichkeitsstörung beides wird bei Männern und Frauen etwa gleich oft diagnostiziert. Deinem Punkt folgend leiden Männer also häufiger an Schizophrenie und Persönlichkeits-Störungen denn die Frauen gehen ja öfter zum Arzt und werden diagnostiziert und die Männer bleiben unerkannt.

Das Ergibt schon eine sehr klare Tendenz.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#9
Aber es gibt doch einen Unterschied zwischen Kausalität und Korrelation. :)

Also vermutest du hier einen großen Unterschied zwischen biologischen Männern und Frauen? Das ist schade.
 
Dabei
3 Feb 2013
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#10
Aus einer Studie der University of Pennsylvania

Es gibt aber unzählige weitere quellen die alle relativ klar darlegen das Frauen mit Geld Sparsamer umgehen während Männer Draufgängerischer sind. Das liegt vor allem daran das Männer Geld eher mit Macht und Kontrolle und Frauen Geld eher mit Sicherheit und Autonomie verbringen.

Dr. Kathleen Gurney zum Beispiel.

Wo hast du deine Zahlen her?

Was ist mit den Dunkelziffern?
Was soll damit sein?

Aber es gibt doch einen Unterschied zwischen Kausalität und Korrelation. :)

Also vermutest du hier einen großen Unterschied zwischen biologischen Männern und Frauen? Das ist schade.
Den gibt es, aber es gibt auch das Gesetz der Wahrscheinlichkeit und doppelt so viele ist eine sehr große Diskrepanz.

Ich vermute generell einen Unterschied zwischen biologischen Männer und Frauen, wieso findest du dass denn Schade?

Männer und Frauen sind biologisch und hormonell unterschiedlich niemand würde das bestreiten was ist daran so schlimm das sie auch psychologisch unterschiedlich sind. Natürlich ist das nicht bei allen gleich aber man kann nicht die Ausnahme nehmen um die Regel zu wiederlegen.

Das hat ja nichts damit zu tun das Männer und Frauen nicht vor dem Gesetz gleich behandelt werden sollen.
Oder generell Gleichberechtigt sein sollen. Aber ich finde anstatt diese Unterschiede zur Spaltung zu benutzen sollten wir sie annehmen und nutzen. Es ist immer besser wenn Männer und Frauen zusammen arbeiten als wenn es nur Männer oder nur Frauen gibt.
Das ist natürlich noch ein weiter Weg bis es Perfekt ist, der für Männer auch leider deutlich schwieriger als für Frauen ist denn wenn eine Frau sich emanzipiert geht der Weg für sie nur nach oben während wenn ein Mann sich emanzipiert die Gesellschaft ihm einreden will das der Weg für ihn nach unten geht was ja aber nicht stimmt.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#12
Männer und Frauen sind biologisch und hormonell unterschiedlich niemand würde das bestreiten was ist daran so schlimm das sie auch psychologisch unterschiedlich sind.
Ja, es mag Unterschiede geben, die gibt es ja immer. Ich weiß nur nicht, warum du das so ernst siehst. Hormone, ja nicht einmal Gene, sind nicht unverändert durch Umwelteinflüsse.

Ich vermute generell einen Unterschied zwischen biologischen Männer und Frauen, wieso findest du dass denn Schade?
Schade finde ich, dass du das so krass siehst und es als Begründung hernimmst, in meinen Augen seltsame Dinge zu behaupten.
Das finde ich insofern schade für dich als Individuum, weil ich nicht glaube, dass das eine gesunde Überzeugung ist, die irgendwem etwas bringt. Das ist in meinen Augen nicht so weit von Rassismus und Spezizismus entfernt; aber was weiß ich, ich bin ja nur ein Zufallsgenerator.
Für uns als Gesellschaft ist das okay, denn diese Denkweise stirbt irgendwann aus:)
 
G

Gelöschtes Mitglied 26705

Gast
#13
Es sind ja nur Tendenzen, die natürlich jedem Individuum Raum geben, von diesen abzuweichen.

Es ist auch mitnichten rassistisch festzustellen, dass Menschen mit dunklerer Hautfarbe in der Regel unempfindlicher gegen Sonneneinstrahlung sind und im Gegenzug Menschen mit hellerer Haut besser mit geringerer Sonneneinstrahlung zurechtkommen. Die hellere Haut bewirkt, dass u.a. mehr Vitamin D produziert wird und ihre Träger deshalb in Regionen, die nicht so sonnig sind, seltener dadurch bedingt an Depressionen erkranken.

Im Gegenteil sind diese Erkenntnisse wichtig für Prävention und Diagnose und damit hilfreich.

Und wenn statistisch belegt ist, dass Männer, die depressiv erkranken, ein signifikant höheres Suizidrisiko aufweisen als erkrankte Frauen, kann auch das, wenn diese Erkenntnis sinnvoll berücksichtigt wird, hilfreich bei der Behandlung sein.

Da Körper, Geist und Seele eine miteinander verbundene Einheit darstellen, wäre es recht irrational - von intra- und interindividuellen Unterschieden, die natürlich nicht zu bestreiten sind - ernsthaft anzunehmen, dass körperliche Unterschiede z.B. aufgrund des Geschlechts, nicht auch Unterschiede in Körper und Geist bewirken.

Manche Unterschiede sind jedoch tatsächlich ohne körperliche bzw. biologische Grundlage, entstehen also durch Sozialisation. Z. B. gibt es keine biologische Grundlage dafür, dass Frauen schlechtere mathematische Fähigkeiten ausbilden. Trotzdem ist die klare Tendenz erkennbar, dass Männer diese stärker ausbilden.

Dass dies von der Sozialisation abhängt, kann man auch u.a. Dadurch feststellen, dass bei Frauen, die in Ostdeutschland sozialisiert wurden, diese stärker ausgebildet waren als bei in der BRD sozialisierten Frauen.
 
Dabei
5 Jun 2015
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#15
Ich fand zu dem Thema Unterschiedlichkeit von den Verhalten und Entwicklung der Geschlechter
die Vorträge des Hirnforschers Gerald Hüter sehr erhellend und bereichernd.
zB "Männer das schwache Geschlecht", oder "Mädchen und Jungens, wie unterschiedlich sind die?"
Jahre sind solche Unterschiede weg diskutiert worden.
Gerald Hüter zeigt auf,das schon im Mutterleib Weichen gestellt werden.
mir gefalllen vor allem Gerald Hüters Schlussfolgerungen zum Thema Lernen, Erziehung und Geselschaftsstrukturen sehr.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#16
Jahre sind solche Unterschiede weg diskutiert worden.
Sagt er da denn etwas anderes als
"Typische Verhaltensunterschiede zwischen Männern und Frauen sind nicht genetisch determiniert. Diese gängige Vorstellung müssen wir aufgeben."
"Unser Hirn wird so, wie wir es benutzen, besonders, wenn wir dabei begeistert sind."
"Die genetischen Anlagen für die Ausbildung des Gehirns sind bei beiden Geschlechtern gleich. Bis auf das Y-Chromosom besitzen Männer und Frauen dieselben Chromosomen. Und auf dem Y steht nichts, was für den Hirnaufbau entscheidend wäre, es sorgt nur dafür, dass dem Embryo Hoden wachsen. Die allerdings produzieren das Hormon Testosteron. Deshalb findet die Hirnentwicklung unter anderen Rahmenbedingungen statt."?
https://www.google.com/amp/s/m.faz....aere-ein-richtig-guter-vater-1867114.amp.html
 
Dabei
5 Jun 2015
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#17
Nicht genetisch, aber das Testosteron wirkt schon im Mutterleib und kleine jungens orientieren sich anders im Raum und in Interaktionen als Mädchen, auf Grund eines größeren Bewegungsbedarfess usw.
Und das ist noch vor der gesellschaftlichen Prägung so.
Und zieht ab da seine Kreise.
( wie ich es verstanden habe)
Ich habe Jungens und Mädchen aufwachsen sehen und ich habe nie " einen Plan"
für meine Kinder in der Tasche gehabt.
Ich habe immer schauen wollen, wer sie sind und was sie entwickeln wollen
Und aus meiner Perspektive haben sie geschlechterbedingt sehr unterschiedliche Srategien entwickelt.
Ich hatte natürlich keinen Einfluß auf Einflüsse im Kindergarten und Schule.
Aber der Papa der Kinder war natürlich auch mitendscheidnd, auch wenn er sich weitgehend rausgehalten hat,
Aber Kinder lernen auch und vor allem im Abgucken ich weiß,
Doch schon ganz früh, vor all der Zeit von Außen, gab es für mich Unterschiede, die ich beobachten durfte..
 
Dabei
5 Jun 2015
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#19
Ja, ein spannender Vortrag, danke dafür.
Ich habe vor zwei Wochen einer Ethnologin bei einem Vortrag zuhören dürfen,
der sich damit beschäftigte, wie verschiedene Kulturen ihren Nachwuchs erziehen.
Auch das war sehr erhellend für das jeweilige Verhalten von Kindern beiderlei Geschlechts.
Aus dem Blickwinkel anderen Kulturen wirken unser deutschen Männer und Frauen schon recht androgyn
Und wenig unterschiedlich, in ihren Aufgabenstellungen, Auftreten und Verhalten.

Unsere Welt ist im Wandel, spätestens, wenn wir alle mit einem Chip im Kopf herumlaufen,
der unser Verhalten rationaliesirt und noch wirtschaftskomformer macht, haben wir andere Probleme
als geschlechtsspezifische, glaube ich.
 
Dabei
3 Feb 2013
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#20
Ja, es mag Unterschiede geben, die gibt es ja immer. Ich weiß nur nicht, warum du das so ernst siehst. Hormone, ja nicht einmal Gene, sind nicht unverändert durch Umwelteinflüsse.
Ich finde nicht dass ich dass so super Ernst sehe...


Ich weiß jetzt nicht was genau du damit meinst...
Sachen wie die Körperkraft zum Beispiel das hat was mit Genetik und Hormonen zu tun.
Frauen und Männer sind gleich stark was die relative Kraft angeht aber was die Maximalkraft angeht sind Männer stärker und das wird sich auch nicht ändern.

Wo sage ich denn dass das unveränderbar in Stein gemeißelt ist? Sage ich doch nirgendwo...ich sage lediglich dass das Sachen sind die noch tief in uns Schlummern wie eine Programmierung. Das ist für mich weniger Genetik und Hormone sondern eher Instinkt.
Kognitive, affektive und motivationale Teilprozesse die zu einem Teil unsere Wahrnehmung unsere Emotionen und unser Handeln bestimmen.

Natürlich lässt sich das dieses Verhalten ändern, aber wenn man nicht versteht wo diese Verhaltensmuster herkommen wird man bei dem Versuch diese zu ändern scheitern weil man dann in Stress Situationen in diese alten Muster wieder zurückfällt.

Schade finde ich, dass du das so krass siehst und es als Begründung hernimmst, in meinen Augen seltsame Dinge zu behaupten.
Das finde ich insofern schade für dich als Individuum, weil ich nicht glaube, dass das eine gesunde Überzeugung ist, die irgendwem etwas bringt. Das ist in meinen Augen nicht so weit von Rassismus und Spezizismus entfernt; aber was weiß ich, ich bin ja nur ein Zufallsgenerator.
Für uns als Gesellschaft ist das okay, denn diese Denkweise stirbt irgendwann aus:)
Ganz Konkret gefragt

Was sehe ich krass?
Und was für seltsame Dinge behaupte ich?

Mir geht es als Individuum sehr gut eigentlich.
Welche Überzeugung habe ich denn genau die nicht gesund ist?

Das ich kein besonders hohes Bild von Männern muss ich leider sagen...
Das heißt aber nicht dass ich alle Männer per se Verurteile (ich bin ja auch ein Mann) und es gibt viele Männer die ich sehr, sehr Schätze...aber es gibt leider auch sehr viele Männer die das recht negative Bild das ich von meinem eigenem Geschlecht habe leider immer wieder Bestätigen.

@Prithivi hat es eigentlich sehr gut erklärt in seinem Post es geht Erkenntnisse die wichtig für Prävention und Diagnose sind.

Hallo TCK,
mit Interesse nehme ich zur Kenntnis, dass du dich jetzt unter die Theologen mischt. Zu gefühlten 100 Interpretationen der Schöpfungsgeschichte kommt jetzt deine noch hinzu.
Ich dachte auf eine mehr oder weniger kommt es auch nicht an und ich hatte gerade die Zeit und hab die Bibel mal vor Jahren aus reinem Interesse gelesen (Ich muss ja schon wissen was ich da kritisiere)

Ob die Frau als Verführerin des Mannes wirklich das Problem ist? Ich habe Zweifel, neige eher zu einer typischen Eingebung des Patriarchats.
Das denke ich ja auch nicht, kam das hier anders rüber?

Und ich hatte mal eine Phase, wo ich auf dem Religionstrip war. Da hab ich mich auch an der Schöpfungsgeschichte versucht. Und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass das Essen vom Baume der Erkenntnis der eigentliche Sündenfall der Menschheit war.
Ich führe das vielleicht irgendwann nochmal weiter aber das wird hoffentlich erst in ein paar Monaten sein das ich wieder so viel Zeit habe.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#21
Ach. Vielleicht kam es mir auch nur so vor. Ich finde ein weil's Frauen/Männer sind immer dämlich. Aber alles gut, wir schaffen das schon. :D
 
Dabei
3 Feb 2013
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#22
Naja vielleicht zur Erklärung wie dieser Thread entstanden ist...

Aus Langeweile meine Freundin war 6 Wochen im Beruflich Unterwegs (seit diesem WE ist sie zum Glück wieder da) und ich hatte irgendwann mal nachts aus Langeweile zuerst erstaunt festgestellt das ich Tatsächlich eine Bibel in meinem Haus rumstehen habe und habe dann mal rein gelesen...ich habe die Bibel irgendwann vor Jahren mal aus Neugierde gelesen aber dachte ich schau mal wieder rein.
Das war dann Zufall dass ich mir genau um die Schöpfungsgeschichte Gedanken gemacht hatte und Idkats thread dazu etwas gepasst hat.

Nun ist es nun mal so das man auf allgemeine Fragen nun mal nur allgemeine Antworten geben kann.

Frauen sind nun mal Frauen und Männer sind Männer.
Ein Großteil der unterschiede ist natürlich Soziokulturell geprägt und das kann man natürlich ändern, sogar recht leicht.
Andere Unterschiede sind zum Beispiel Hormonell bedingt...die lassen sich teilweise nur ändern wenn man Nachhilft.
Das ist natürlich nicht so dass das alles 0 und 1 ist. Es gibt natürlich Männer die sehr wenig Testosteron haben und Frauen die wenig Östrogen haben. Es gibt auch Männer die vergleichsweise viel Östrogen haben und Frauen die vergleichsweise viel Testosteron haben. Aber ohne Nachzuhelfen haben Frauen immer mehr Östrogen und Männer mehr Testosteron.
Und dann gibt es Unterschiede die Biologisch sind und da lässt sich nur mit viel Aufwand was dran ändern.

Natürlich muss man aufpassen da man bei solchen Themen auch schnell mit antiquierten Stereotypen in Berührung kommt.

Aber ich habe nun mal das Thema schon allein aus Gründen der Übersicht ganz bewusst allgemein gehalten und abgesehen von der Aussage das ich glaube das es dabei vielleicht diese Tendenz gibt auch keine Konkrete Aussage in die Richtung getroffen.
Und natürlich können wir unsere Evolutionäre Programmierung ändern. Manchen fällt das halt einfacher als anderen.
Es ist imo aber so das man sich dem schon bewusst sein sollte woher das kommt damit man seine Erfolgschancen da erhöht.

Um ein Anderes Beispiel zu nennen...
Es gibt immer wieder Leute welche der Meinung sind das Mörder die Todesstrafe bekommen sollte oder das man Kinderschänder in aller Öffentlichkeit mit Stumpfen Messer kastrieren sollte (jetzt mal bewusst überspitzt formuliert.
Der Kriminaltechnische Nutzen solcher Praktiken ist mittlerweile wissenschaftlich längst wiederlegt. Wir wissen heute das die meisten Morde im Affekt geschehen und das Pädophile Triebtäter sind die nun mal diesem Trieb folgen.
Das heißt weder Mörder zu töten noch Pädophile zu Kastrieren wird dafür sorgen das weniger Menschen ermordet wird oder das es weniger Pädophile gibt (abgesehen von dem einem Kastrierten der dann natürlich eine geringere Gefahr da steht aber dafür kann man ihn auch chemisch kastrieren und selbst das ist hoch umstritten)...der Grund wieso es aber immer wieder Leute gibt die solche Maßnahmen fordern ist ganz einfach...weil man selber sich dann besser fühlt.
Das sind niedere Instinkte die in dem Moment in uns befriedigt werden...das ist der Höhlenmensch der immer noch in jedem von uns hockt.
Und manche haben den besser im Griff als andere.
Vielleicht ist damit mein Post etwas verständlicher.
 
Dabei
3 Feb 2013
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627
#23
@Zufallsgenerator
Ich hätte gerne eine Antwort auf die Frage was für „seltsame Dinge“ ich im Bibel Thread denn behaupte. Ich lasse mir sowas nämlich ungern Dinge vorwerfen wenn die andere Person dann trotz, mehrfacher, Nachfrage keine Erklärung liefert.

Du hattest damals im Thread geschrieben das Thema sei für dich erledigt. Daher dachte ich fair enough dann brauch ich auch keine Antwort.
Aber offenbar beschäftigt es dich ja doch noch…

Also, abgesehen davon, keine Depression zu bekommen, weil Hormone? :D
Ach, war n Insider. Und ich halte beide Extreme für verkehrt. Aber ich lasse das. :D
Dann hätte ich doch gerne eine Antwort…
 
Dabei
24 Sep 2017
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990
#24
Nee, wenn man drüber lachen kann, ist's schon vorbei. Keine Sorge. :)
Aber dann zeige ich mal, was ich in der letzten Antwort noch seltsam fand, dann erklärt sich der Rest vielleicht?
 
Dabei
24 Sep 2017
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#25
Frauen sind nun mal Frauen und Männer sind Männer.
Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose.

Ein Großteil der unterschiede ist natürlich Soziokulturell geprägt und das kann man natürlich ändern, sogar recht leicht.
'Recht leicht'?
Andere Unterschiede sind zum Beispiel Hormonell bedingt...die lassen sich teilweise nur ändern wenn man Nachhilft.
Das ist natürlich nicht so dass das alles 0 und 1 ist. Es gibt natürlich Männer die sehr wenig Testosteron haben und Frauen die wenig Östrogen haben. Es gibt auch Männer die vergleichsweise viel Östrogen haben und Frauen die vergleichsweise viel Testosteron haben. Aber ohne Nachzuhelfen haben Frauen immer mehr Östrogen und Männer mehr Testosteron.
Hä, na und? N Eierstock macht ja auch was anderes? Es gibt über 30 Sexualhormone, daa geht wirklich über 1 und 0 hinaus. Ein Mensch ist mehr als Sexualität.
Und dann gibt es Unterschiede die Biologisch sind und da lässt sich nur mit viel Aufwand was dran ändern.
Also, meinen Damenbart abzuschmiergeln ist jetzt nicht der mega Aufwand. :D
Natürlich muss man aufpassen da man bei solchen Themen auch schnell mit antiquierten Stereotypen in Berührung kommt.
Welche zum Beispiel?

Und natürlich können wir unsere Evolutionäre Programmierung ändern. Manchen fällt das halt einfacher als anderen.
Wow, ersetze 'unsere Evolutionäre [sic!] Programmierung' durch 'Schicksal' und es wird voll deep.
Um ein Anderes Beispiel zu nennen...
Es gibt immer wieder Leute welche der Meinung sind das Mörder die Todesstrafe bekommen sollte oder das man Kinderschänder in aller Öffentlichkeit mit Stumpfen Messer kastrieren sollte (jetzt mal bewusst überspitzt formuliert.
Ja, der Mob.
Der Kriminaltechnische Nutzen solcher Praktiken ist mittlerweile wissenschaftlich längst wiederlegt.
Lynchmord? Wann wurde das bewiesen, im Mittelalter?
Wir wissen heute das die meisten Morde im Affekt geschehen
Das Wort, das du suchst, heißt Totschlag.
(abgesehen von dem einem Kastrierten der dann natürlich eine geringere Gefahr da steht aber dafür kann man ihn auch chemisch kastrieren und selbst das ist hoch umstritten)...
Wenn Hormone aber so viel entscheiden, müsstest du dann nicht krass davon überzeugt sein?
Das sind niedere Instinkte die in dem Moment in uns befriedigt werden...das ist der Höhlenmensch der immer noch in jedem von uns hockt.
Ob das mit Höhlenmensch zu tun hat, der in uns sitzt, wenn wir uns gut fühlen wollen, weiß ich nicht. Klar geht's denen gut, denen es gut geht, klar vermehren die sich, aber ob 'sich am Leben erhalten' reicht für 'da schau, das sind unsere Instinkte und darum sind Männer so!', daran zweifle ich. Und darum finde ich es so seltsam, weil's so einfach ist... aber ist nur meine Meinung, 'seltsam' ist jetzt auch nicht so der krasse Vorwurf (oder?), sorry wenn du dich angegriffen/angeprangert gefühlt hast.
 
Dabei
5 Jun 2015
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#26
Ich dachte eigentlich die meiste Zeit, ich sei ein ganz gescheites Mädchen.
Aber wenn ich euch beide lese, verstehe ich nur Bahnhof.
Worum geht es denn eigentlich?
wenn es um mehr, als ums Rechthaben geht,
dann bitte ich um eine Kurzzusammenfassung für ältere Damen.
Vielleich kann ich ja noch was dazulernen ;)
 
Dabei
24 Sep 2017
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#28
Ach, wann geht's im Internet mal nicht darum, wer recht hat? :D Nein Cybele, es geht nur um Meinungsaustausch. Mein 'Sorry' war übrigens völlig unironisch gemeint. :) Ich bin jetzt aber wirklich raus. Das passt schon. Witze dürfen trotzdem sein, nimm's nicht als Seitenhieb. :)
 
Dabei
5 Jun 2015
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#29
Das es um Meinung und Austausch geht, habe auch ich mitbekommen,
Aber wer warum welche Meinung hat und wieso überhaupt,
Das wird mir dann wohl auch in Zukunft verborgen bleiben.
Aber auch nicht wirklich schlimm.
Dann lasse ich mich halt von Bodo drücken, das hilft vielleicht ;)
 
Dabei
15 Jun 2019
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#30
Interessanter Thread. Natürlich habe ich mir auch schon mal meine Gedanken zur Bibel gemacht. Aber ich komme immer wieder zu dem gleichen Schluss: die Bibel ist eine Sammlung netter Geschichten, nicht mehr und nicht weniger. Ein interessantes Stück Zeitgeschichte wie sich die Menschen vor zweitausend Jahren die Welt vorgestellt haben, aber man kann und sollte sie heute nicht mehr wörtlich auslegen und alles glauben, was drin steht.

Hallo TCK,
Niemand weiß so genau, wann das ganze entstanden ist und wer dahintersteckt, aber sicher ist, dass es sehr lange her ist. Und erstaunlich, welche beträchtlichen Kenntnisse und Vorstellungen die Menschen schon damals vom Ablauf der Natur hatten.
Doch, wir wissen das sogar ziemlich genau. Die Erde ist etwa 4.5 Mrd. Jahre alt. Fast genauso lange gibt es Leben auf unserem Planeten. Man nimmt heute an, dass das Leben vor etwa 4.2 bis 3.8 Mrd. Jahren entstand. Die ältesten Spuren von Lebewesen, so genannte Stromatolithen, kann man recht genau auf ein Alter von etwa 3.5 Mrd. Jahren datieren. Die ersten sauerstoff-produzierenden Lebewesen sind sicher nachweisbar seit etwa 2.5 bis 3 Mrd. Jahren, wobei geochemische Untersuchungen darauf hindeuten, dass erste Sauerstoffproduzenten schon wesentlich früher existiert haben müssen. Ohne diese Sauerstoffrevolution wäre jedenfalls das Leben, so wie wir es heute kennen, nicht möglich gewesen. Denn es waren ausschließlich photosynthetisch aktive Lebewesen, die sämtlichen heute verfügbaren Sauerstoff auf der Erde, also immerhin gut 21 % in unserer Atmosphäre, geschaffen haben.

Was unterscheidet uns Menschen von anderen Tieren? Unsere Psyche, unsere Kreativität, unser Sozial verhalten.
Der Mensch ist - wie jedes andere Lebewesen auch - ein Ergebnis der Evolution. Das gilt nicht nur für unsere Anatomie, auch das Verhalten hat seinen evolutionären Ursprung in Vorfahren, die wir mit anderen Tieren teilen. Folglich wird es kaum überraschen, dass Menschen und Tiere sich gar nicht so sehr voneinander unterscheiden wie wir das manchmal gern glauben. Für jede menschliche Verhaltensweise findet man im Tierreich eine Entsprechung, die sich auf ein gleiches evolutionäres Erbe zurückführen lässt. Natürlich finden wir die größten Übereinstimmungen bei den Lebewesen, mit denen wir am nächsten und direktesten verwandt sind.
So weiß man zum Beispiel, dass Schimpansen Werkzeuge benutzen und sogar selbst herstellen können. Sie verfügen über die Fähigkeit der Empathie, können sich also in andere Individuen hineinversetzen. Sie können Handlungen vorausplanen und mögliche Reaktionen voraussehen, sind also in der Lage, Zukunftspläne zu schmieden. Schimpansen verfügen über eine enorm große Bandbreite an akustischen, mimischen und gestischen Kommunikationsmöglichkeiten. Und Schimpansen führen auch gegeneinander heftige Kriege miteinander und kennen sogar Vergewaltigung. Wir wissen außerdem heute, dass Menschenaffen einen Orgasmus erleben können und dass beispielsweise Bonobos Sex nicht nur zur Fortpflanzung praktizieren, sondern dass Sex in Bonobogruppen auch dazu dient, Spannungen abzubauen. Auch homosexuelle Handlungen sind bei Bonobos praktisch Gang und Gäbe und völlig normal. Und vielleicht praktizieren Menschenaffen Sex sogar auch, weil es ihnen einfach Spaß macht. Man hat weibliche Schimpansen beobachtet, die Holzstöcke als "Dildo" benutzten und sich damit selbstbefriedigten - spätestens da kann man nicht mehr unterstellen, Sexualität diene ausschließlich der Fortpflanzung und nur der Mensch praktiziere es "einfach so". Sowohl das Positive als auch das Negative verbindet uns mit unseren "haarigen Vettern", wie der Verhaltensforscher Frans de Waal sie einstmals so treffend nannte.

Wir wissen heute, dass Tiere sogar in der Lage sind, Kultur zu entwickeln und Traditionen von Generation zu Generation weitergeben. Auf der japanischen Insel Koshima entwickelten die dort lebenden Rotgesichtmakaken die Kultur des Waschens von Süßkartoffeln im Meer. Begonnen hat das Ganze in den 1940er/50er Jahren mit einem einzigen Weibchen. Heute wird diese Tradition immer noch fortgeführt, obwohl die Makaken nur noch selten mit Bataten gefüttert werden.
Nun könnte man als Gegenargument anführen, die Praktik habe sich als Notwendigkeit entwickelt, um die Kartoffeln von Schmutz zu befreien. Doch die Tiere wurden mit Süßkartoffeln mit Supermarktqualität gefüttert, waren also frei von Erde. Anfangs wuschen die Affen die Kartoffeln noch in Flüssen, erst später wuschen sie die Wurzelknollen im Meerwasser - vielleicht "schmecken" gesalzene Kartoffeln auch besser?

Warum Schlangen? Schlangen spielen in fast allen Religionen eine Rolle und Schlangen oder Reptilien werden in fast allen Kulturen in der folklore als bösartig und hinterlistig dargestellt...und der Grund warum das so ist, ist das da wo wir Menschen ursprünglich herkommen Reptilien unsere natürlichen Feinde waren und Schlangen sind im Grunde nur Reptilien ohne Beine.
Reptilien gibt es nicht. Das wollte ich nur mal so angemerkt haben. Jedenfalls sind Reptilien keine natürliche Verwandtschaftsgruppe und der Begriff taucht in modernen zoologischen Büchern heute nicht mehr auf.

Ansonsten würde ich vermuten, dass aufgrund der Tatsache, dass der Mensch in Afrika entstanden ist, unsere Entwicklungslinie trennte sich von denen der Schimpansen vor etwa 3 Mio. Jahren, wohl eher Löwen, Hyänen und andere Großraubtiere weit gefährlicher als eher harmlose Schlangen und Echsen waren.

Es geht noch weiter...wir Menschen haben noch etwas was uns von vielen Tieren (aber nicht von allen) unterscheidet. Wir haben Farbwahrnehmung, wir sehen Farben, Hunde und Katzen haben verglichen mit Menschen eine viel schlechtere Farbwahrnehmung, Kühe zum Beispiel sehen alles schwarz weiß, Affen und Vögel hingegen haben Farbwahrnehmung...warum? Weil Affen und Vögel Früchte Essen und sie diese Anhand der Farbe unterscheiden können.
Der Mensch hat seine Fahrwahrnehmung noch aus einem anderen Grund...die Farbe die wir am besten sehen und unterscheiden können ist Grün.
Warum? Das alles zur Früherkennung von Reptilien/Schlangen im Gras.
Nur die wenigsten Schlangen sind grün. Die meisten sind eher braun und gemustert, damit sie gut getarnt sind und nicht gesehen werden. Und wie willst du bitte eine grüne Schlange im grünen Gras erkennen? Dass wir die Farbe grün so gut sehen können, liegt eher daran, dass die Natur generell grün ist. Geh doch mal raus und überzeuge dich selbst: das Gras ist grün, Bäume sind grün, praktisch unsere gesamte Umwelt ist von Natur aus grün. Außerdem hat das noch einen pragmatischeren Grund, den du schon selbst genannt hast: reife Früchte sind meist rot, unreife Früchte sind aber grün.

Weil Frauen mehr auf ihre Umgebung achten, mehr auf die Menschen in ihrer Umgebung und weil sie Unsicherer sind als Männer und mehr zu Neurotischem Verhalten neigen und das ist in allen Kulturen gleich und entwickelt sich ab der Pubertät. Aber warum? Frauen sind kleiner als Männer und vor allem sexuell sehr, sehr verwundbar. Frauen sind in körperlichen Auseinander Setzungen generell im Nachteil deswegen müssen sie mehr darauf achten dass sie diese vermeiden.
[...]
Dazu kommt noch das Frauen eher auf ihr Wohlergehen achten als Männer...das ändert sich aber wenn Frauen Mütter werden dann wechselt das zum Kind...Frauen achten auf das Wohlergehen des Kindes und das eigene Wohlergehen rückt in den Hintergrund. Das ist ein dritter Punkt wieso Frauen unsicherer und neurotischer sind als Männer denn Frauen passen auf die Kinder auf und Menschen Kinder sind verdammt lange verdammt Fragil.
[...]
Wann fühlen sich Männer unsicher? In dem Moment in dem sie von einer Frau zurückgewiesen werden. Aber warum?
Weil die Evolutionäre Botschaft von der Frau an den Mann ist "Ich denke nicht das man deinen Samen weiter verteilen sollte"
Und dann in dem Moment richten Männer sich nicht selten auch mal gegen den Mann den die Frau dann ausgewählt hat.
Hast du schon mal was von der Anisogamie der Geschlechter gehört? Frauen investieren in den Nachwuchs wesentlich mehr als Männer und tragen das höhere Risiko. Die Frau ist es, die den Nachwuchs bekommt, die zuvor über Monate hinweg schwanger ist und die nach der Geburt ihr Neugeborenes über lange Zeit hinweg stillt. Hinzu kommt, dass Frauen nur eine begrenzte Zahl an Nachkommen hervorbringen können und das auch nur über einen begrenzten Zeitrahmen hinweg. Männer dagegen investieren in den Nachwuchs weit weniger und können - zumindest rein theoretisch- nahezu unbegrenzt viele Nachkommen zeugen. Daraus ergeben sich dann auch ganz unterschiedliche Fortpflanzungsstrategien. Während die des Mannes eher der Devise entspricht: "Seid fruchtbar und mehret euch", zeuge also so viel Nachkommen wie nur möglich, sind Frauen gut beraten, dass sie, die sie ja das größere Risiko tragen, wenigstens dafür sorgen, dass sie sich mit dem Mann paaren, der wenigstens die besten Gene mit sich bringt und damit dem Nachwuchs die größtmögliche biologische Fitness beschert. Es dürfte aus Sicht der Soziobiologie also gar nicht überraschen, dass in der Regel die Frauen die Partnerwahl treffen.
Und es dürfte auch nicht überraschen, dass Frauen auf ihr Wohlergehen eher achten als ein Mann. Denn der Überlebenserfolg des Nachwuchses hängt vor allem in der Anfangszeit maßgeblich vom Überleben der Frau ab. Wenn die Mutter stirbt, bedeutet das auch für den Nachwuchs das Ende.

Und warum sind wohl Männer körperlich überlegener als Frauen? Auch das ist ja nicht nur beim Menschen so, sondern bei vielen (wenn auch nicht allen) Tierarten der Fall. Der Grund dafür ist, dass es nicht nur eine sexuelle Selektion zwischen den Geschlechtern gibt (wo, wie wir soeben gehört haben, meist die Frau ihren Partner wählt), sondern es kommt auch zur Konkurrenz zwischen den Männern. Irgendwie muss man ja die Damen der Welt davon überzeugen, der tauglichste Partner zu sein und sich die lästigen Konkurrenten vom Hals schaffen. Unter diesem Selektionsdruck stehen Frauen meist nicht, es besteht also für Frauen gar keine Veranlassung, körperlich stärker zu werden. Wenn Frauen miteinander konkurrieren, dann allenfalls um Nahrung.

Weil Frauen Essen teilen...Menschen teilen Essen...aber Frauen oder Weibchen in der Tierwelt teilen Essen mit ihrem Nachwuchs und das ist jetzt kein gewaltiger Evolutionärer Sprung dahin Essen auch mit anderen zu teilen und Frauen sind es die uns als Gesellschaft zusammen halten weil Frauen sozialer und einfühlsamer sind.
Das nennt sich reziproker Altruismus. Man teilt Nahrung mit anderen in der Gruppe (wobei diese nicht mal mit einem verwandt sein müssen) und geht damit gewissermaßen in "Vorleistung", um zu einem späteren Zeitpunkt selbst einen Vorteil aus seiner altruistischen Handlung zu ziehen. Als Paradebeispiel wird immer die Vampirfledermaus genannt, die Blutmahlzeiten mit Artgenossen teilt, die selbst leer ausgingen. Sie tun das umso öfter mit einer Feldermaus, je eher sie ihrerseits von dieser Fledermaus in einer umgekehrten Situation eine ähnliche Leistung erwarten können. Allerdings sind Vampirfledermäuse in einer Kolonie meist auch miteinander verwandt, weshalb man nicht ausschließen kann, dass nicht doch eher Verwandtenselektion hinter dem Futterteilen steckt.

Es ist auch mitnichten rassistisch festzustellen, dass Menschen mit dunklerer Hautfarbe in der Regel unempfindlicher gegen Sonneneinstrahlung sind und im Gegenzug Menschen mit hellerer Haut besser mit geringerer Sonneneinstrahlung zurechtkommen. Die hellere Haut bewirkt, dass u.a. mehr Vitamin D produziert wird und ihre Träger deshalb in Regionen, die nicht so sonnig sind, seltener dadurch bedingt an Depressionen erkranken.
Das ist nur bedingt richtig. Korrekt ist, dass Menschen mit heller Hautfarbe in Afrika, wo der Mensch entstand (folglich dürften ursprünglich alle Menschen schwarz gewesen sein) im evolutionären Nachteil sind und daher von der natürlichen Selektion aussortiert wurden. Am Äquator ist die UV-Strahlung wesentlich intensiver, dadurch kommt es schnell zum Sonnenbrand und was noch viel schlimmer ist: UV-Strahlung löst Mutationen in der DNA aus und fördert somit das Risiko von Krebserkrankungen. Dunkle Haut schützt besser vor intensiver mutagener UV-Strahlung, sie bietet also einen echten Selektionsvorteil. Helle Haut dagegen kann sich dagegen kaum zur Wehr setzen und ihre Träger scheiden vorzeitig aus dem Leben. Bevor sie ihre Gene für helle Hautfarbe vererben können. Und Sonnencreme und Co. waren von der natürlichen Selektion nun mal nicht vorgesehen.

Es ist zwar richtig, dass die UV-Strahlung in Europa geringer ist und dass wir eine bestimmte Menge UV-Strahlung benötigen, um in unserer Haut das für den Calciumstoffwechsel wichtige Vitamin D zu produzieren. Aber wir können die helle Hautfarbe heute nicht so verstehen, dass es eine Anpassung an diese geringere UV-Strahlung wäre. Warum? Ganz einfach: heute leben nicht wenige dunkelhäutige Menschen in Mitteleuropa und diese leiden keineswegs an einem ausgeprägten Mangel an Vitamin D. Selbst mit dunkler Haut ist die Menge an produziertem Vitamin D ausreichend. Heute erklärt man sich die Entstehung der hellen Hautfarbe in Mitteleuropa deshalb so: da die Strahlungsbelastung hier nicht so stark ist, ist helle Haut kein direkter Evolutionsnachteil und wird von der Selektion nicht aussortiert, diese sortiert nur schädliche Mutationen aus, nicht aber solche, die sich auf den Überlebensvorteil neutral auswirken. Den Rest hat dann womöglich wieder sexuelle Selektion erledigt. Man geht davon aus, dass die Menschen in Europa hellhäutige Menschen bei der Fortpflanzung bevorzugt haben. Es hat sich zum hier am weitesten verbreiteten Schönheitsideal entwickelt so wie sich andernorts andere Schönheitsideale entwickelt haben, von denen nicht wenige auf unsere Gesellschaft ziemlich befremdlich wirken. Aber umgekehrt haben wir auf diese Kulturen wahrscheinlich die gleiche Wirkung.

Im Gegenteil sind diese Erkenntnisse wichtig für Prävention und Diagnose und damit hilfreich.
Dem kann ich allerdings zustimmen. Es gibt tatsächlich einige Unterschiede und die sind auch von klinischer Relevanz. Man weiß zum Beispiel, dass typische Herzinfarktsymptome wie ein stechendes Gefühl in der Brust und Schmerzen im linken Arm eigentlich nur für Männer typisch sind. Tatsächlich werden Herzinfarkte bei Frauen oft später diagnostiziert als bei Männern, weil die typischen Symptome fehlen.
Und man weiß, dass Wirkstoffe vom weiblichen Körper anders aufgenommen und verarbeitet werden als von Männern. Man wäre also gut beraten, wenn man Medikamente in Zukunft individuell auf den Patienten zuschneiden könnte.

Nicht genetisch, aber das Testosteron wirkt schon im Mutterleib und kleine jungens orientieren sich anders im Raum und in Interaktionen als Mädchen, auf Grund eines größeren Bewegungsbedarfess usw.
Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist weit geringer als bislang angenommen. Gerade, was die Fähigkeit zur Orientierung betrifft, sind die Unterschiede nicht signifikant.
Eine Studie aus dem Jahr 2017 hat die Gehirnscans von rund 1400 Patienten ausgewertet und konnte keinen signifikanten Unterschied in der Struktur des Gehirns von Männern und Frauen feststellen. Im Gegenteil, die Unterschiede sind innerhalb der Geschlechter sogar größer als zwischen den Geschlechtern.
Viele gängige Klischees, darin sind viele Forscher sich heute einig, sind daher wohl das Ergebnis der Erziehung. Klischees treffen zu, weil wir sie fördern. Mädchen spielen mit Puppen und Jungs mit Autos. Aber nicht, weil Mädchen eher dazu neigen, mit Puppen als mit Autos zu spielen. Sondern weil in unserer Gesellschaft Mädchen nun mal mit Puppen zu spielen haben und das gezielt gefördert wird.

Das ZDF hat hierzu vor einigen Monaten eine interessante populärwissenschaftliche Sendung in der Reihe "Leschs Kosmos" gebracht:
Leschs Kosmos: Mythos Geschlecht - Was Männer und Frauen wirklich voneinander unterscheidet
 
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