Hausfrau und Mutter?!

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Gast
#1
Hallo liebe Foris,
ich bin 30 und habe ein Problem mit meinen Wünschen. Ich habe mehrfach studiert und einen gutbezahlten Job. Ich habe habe auch schon davor einen guten Job gehabt, bin gut in den Dingen, die ich tue und werde als Mitarbeiterin geschätzt. Mein Problem ist, dass ich mir wünsche Hausfrau und Mutter zu sein. Ich weiß, es gibt viele Frauen, die beides managen, aber ich möchte mich vollends einem solchen Leben widmen, wünsche mir schon lange ein Kind und empfinde die Vorstellung als überaus erfüllend. Mein Partner sieht das leider überhaupt nicht so. Er möchte, dass ich genauso arbeite wie er. Ich verstehe das natürlich auch, mit zwei Gehältern ist es selbstverständlich leichter und es ist auch nicht gut für ein Kind, wenn es 24/7 mit seiner Mutter verbringt. Aber wenn ich an meine Kindheit denke, möchte ich meinen Kindern dasselbe geben. Ich bin bei meinen Großeltern aufgewachsen, meine Oma hat den Vormittag mit Kochen und Haushalt verbracht und wenn ich aus der Schule kam, haben wir zusammen gegessen, dann Hausaufgaben gemacht und sie war einfach immer für mich da, hatte immer Zeit für mich und hat mir die Möglichkeit gegeben, mich völlig zu entfalten. Die Nachmittage verbrachten wir damit gemeinsam zu musizieren, zu spielen, zu lernen. Als ich älter war, hat meine Oma noch kleinere Kinder betreut. Es war immer eine herzliche und warme Atmosphäre... Das würde ich gern für meine Kinder schaffen. Ich arbeite derzeit Vollzeit, Teilzeit ist bei uns nicht gestattet und ich mache häufig Überstunden... Ich bin nicht faul, ich gebe immer alles bei der Arbeit, ich denke nur die Erfüllung wäre etwas anderes... Als Hausfrau verdient man ja auch nichts... Hat jmd einen Rat für mich?
 
Dabei
30 Nov 2014
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#2
Hallo.

Besteht das eigentliche Problem nicht in dem Kinderwunsch, der vom Partner nicht geteilt wird? Solange das nicht geklärt ist braucht man sich um die Umsetzung noch keine Gedanken machen.

Insofern solltest du ein klärendes Gespräch mit deinem Mann/Freund führen.
 
Dabei
17 Jan 2016
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#3
Ich denke nicht dass du faul bist, du bist einfach nur bequem.

Ich würde es auch als ungerecht empfinden, wenn meine Partnerin sich ein schönes, erfülltes Leben mit den Kindern macht, welches ich dann finanzieren muss... Früher, als es noch nicht all die Annehmlichkeiten wie, Waschmaschine, Spülmaschine und rund um die Uhr geöffnete Supermärkte mit einem Überangebot an mehr oder weniger fertigen Gerichten gab, und die Frauen zudem noch 3 bis 6 Kinder hatten, hat die Bezeichnung Hausfrau ihren Namen auch verdient. Meine Urgroßmutter hatte keine Zeit um mit ihren Kindern die Hausaufgaben zu machen, oder mit ihnen zu musizieren. Sie war eine Frau, die im Haushalt gearbeitet hat - mein Urgroßvater dann ein Mann, er außerhalb des Hauses gearbeitet hat. Alles nach der traditionellen Rollenverteilung, und irgendwie auch gerecht.

Heute bezeichnet der Begriff Hausfrau vielmehr eine Frau, die zu hause ist weil sie es will, und nicht weil sie es muss. Und so wie du es beschreibst wäre es für dich dann ein Vollzeithobby.

Wenn du es jedoch unbedingt willst könntest du deinen Partner mit Gerechtigkeit locken, indem du die alleinige Verantwortung für den Haushalt und die Kindererziehung übernimmst. Wenn du ihm anbieten würdest, dass er sich im Haushalt um nichts zu kümmern braucht (inklusive Einkaufen) und du auch all die Lästigen Pflichten mit den Kindern übernimmst (wie z.B. Arztbesuche und Friseurtermine), würde er vielleicht einwilligen - dann hätte er nämlich auch was davon.

Bei mir müsstest du noch auf deien Anspruch meiner Rente verzichten - dann würde ich eventuell mit mir reden lassen...
 
Dabei
22 Aug 2011
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#4
Ich fürchte, Du idealisierst das Leben als Hausfrau und Mutter genauso, wie Sepp es sich ein bisschen zu rosig vorstellt. Mutter sein ist in den ersten Jahren ein 24/7 Job. Ohne Urlaub, ohne Krankschreibung, ohne Anerkennung und ohne Bezahlung. Mit einem Kind geht es noch, mehrere sind ein Kraftakt - insbesondere wenn Du keinen Partner hast, oder einen, der nach ach so anstrengenden 8h im Büro den Rest des Tages die Füße hochlegen will.

Aber jedes Kind und jede Familie ist anders. Deswegen wäre mein Rat: plane nicht zu langfristig. Bleib erstmal die üblichen 1-3 Jahre zu Hause, und dann schau, welche Bedürfnisse Du hast, welche Dein Mann und welche Dein Kind. Manche blühen in der Kita richtig auf, und manche Mütter sind dankbar, wenn sie auch mal wieder in ganzen Sätzen mit Kollegen kommunizieren dürfen.
 
Dabei
12 Dez 2010
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#5
Ich denke nicht dass du faul bist, du bist einfach nur bequem.

Ich würde es auch als ungerecht empfinden, wenn meine Partnerin sich ein schönes, erfülltes Leben mit den Kindern macht, welches ich dann finanzieren muss... Früher, als es noch nicht all die Annehmlichkeiten wie, Waschmaschine, Spülmaschine und rund um die Uhr geöffnete Supermärkte mit einem Überangebot an mehr oder weniger fertigen Gerichten gab, und die Frauen zudem noch 3 bis 6 Kinder hatten, hat die Bezeichnung Hausfrau ihren Namen auch verdient. Meine Urgroßmutter hatte keine Zeit um mit ihren Kindern die Hausaufgaben zu machen, oder mit ihnen zu musizieren. Sie war eine Frau, die im Haushalt gearbeitet hat - mein Urgroßvater dann ein Mann, er außerhalb des Hauses gearbeitet hat. Alles nach der traditionellen Rollenverteilung, und irgendwie auch gerecht.

Heute bezeichnet der Begriff Hausfrau vielmehr eine Frau, die zu hause ist weil sie es will, und nicht weil sie es muss. Und so wie du es beschreibst wäre es für dich dann ein Vollzeithobby.

Wenn du es jedoch unbedingt willst könntest du deinen Partner mit Gerechtigkeit locken, indem du die alleinige Verantwortung für den Haushalt und die Kindererziehung übernimmst. Wenn du ihm anbieten würdest, dass er sich im Haushalt um nichts zu kümmern braucht (inklusive Einkaufen) und du auch all die Lästigen Pflichten mit den Kindern übernimmst (wie z.B. Arztbesuche und Friseurtermine), würde er vielleicht einwilligen - dann hätte er nämlich auch was davon.

Bei mir müsstest du noch auf deien Anspruch meiner Rente verzichten - dann würde ich eventuell mit mir reden lassen...
Das nennt man den "modernen Mann" - Gruber - oder ?

Ich habe selten so einen Blödsinn gelesen . Jemanden als "bequem" zu titulieren, weil er ein kinderfreundliches Modell vorzieht, das den Kindern zu Gute kommt - ist unglaublich . Der Egoismus des Mannes mit derartigen Aussagen - bei mir müsstest du auf deinen Anspruch meiner Rente verzichten - lässt mir die Haare zu Berge stehen .

Kinder haben ein Recht auf ihre Eltern, trotz Geschirrspüler, Waschmaschine und arbeitserleichternden Hausfrauentätigkeiten . Wer möchte schon, dass seine Kinder in der Kita aufgezogen werden, am Besten noch im Säuglingsalter ?
Diese Jahre (wenn die Frau zu Hause bleibt) sind gut angelegt bei einem Kind, die ohne Stress der Eltern in einer liebevollen Umgebung aufwachsen und das "Urvertrauen" wachsen lassen .

Ungerecht ist mehr - Ihre Einstellung Gruber - es lässt das Bild - die Frau darf nix kosten, sich um das Lästige kümmern und der arbeitende Mann für den hört der tägliche Aufwand mit werfen des Bleistiftes auf - das Bild habe ich vor Augen, wo Frauen, sich heute nicht nur um die Kinder kümmern müssen, den Haushalt werfen und dann noch einen Vollzeitjob hinlegen, damit der Mann sich zurücklegen kann und ausruhen, nach getaner Arbeit und ja nicht mit etwas Lästigem konfrontiert wird - weil dafür hat er ja eine Frau !

Im Prinzip ist es ganz einfach - die Frauen sind für den Haushalt, die Kindererziehung, das Anfallen im täglichen Leben und ihres Jobs (damit die Kassa) klingelt zuständig . Abschneiden wird immer die Frau schlechter bei derartigen Männern, der den Haushalt und Kindererziehung und Anfallendes abtut mit - das ist keine Arbeit . Erst wenn es im "ausgebeuteten" Mann ankommt, dass diese Frau seine Kinder großzieht und man mit Geld leider nicht alles kaufen kann - wird ein Umdenken stattfinden . Aber viele lassen sich ja vom Staat suggerieren, die Wertigkeit der Frau und der Wirtschaftsfaktor Frau machen sie erst komplett, wenn die Kinder in staatliche Einrichtungen abgegeben werden .

Dieses Modell habe ich nie gelebt . Mir war mit meinen Kindern NIE langweilig - weil ich mich gerne um sie und ihre Bedürfnisse gekümmert habe und dafür einige Jahre ohne eigenes Einkommen klar kam - es war auch finanziell möglich .
Ich wurde damals schon von Müttern als "faul" tituliert - weil ich meine Kinder nicht gegen einen Vollzeitjob getauscht habe und davon profitieren heute meine Kinder immens . Mir hätte es das Herz gebrochen mein Fleisch und Blut irgendwelchen Institutionen die heute die Familie ersetzen sollen, abzugeben . Das kann niemals ein Ansporn sein und niemals konform mit einem intakten Umfeld vonstatten gehen . Die Pflichten für die Kinder kommen noch früh genug .

Der Staat inklusive dieses Denken zerstört Familien und die Einstellung vieler - Frauen die sich unter Druck fühlen, weil sie "wertlos" sind in unserer Gesellschaft, wenn sie sich gegen das Staatsmodell Familie entscheiden - der Mann der wahrscheinlich Kinder haben möchte, dafür leider nicht "verzichten" kann und dafür der Frau unter dem Decknamen der Emanzipation noch den Vollzeitjob aufbürdet zu den anderen "lästigen" Gegebenheiten wie Haushalt und Kinder, Anfallendes.

Ich bedauere keine Sekunde die ich mit meinen Kindern verbracht habe - keinen Tag, wo ich keine Pension einbezahlt habe und heute profitiere ich von den paar Jahren die ich als sinnvoll erachtet habe, meinen Kindern nicht nur ein zu Hause zu geben, sondern für sie da zu sein .

Die ersten 3 Jahre sind prägend für jedes Kind in der Gesamtwicklung und so ist auch bewiesen, dass eine Institution niemals einem Kind vermitteln kann, das NUR eine Familie imstande ist .

An die TE - jeder Mensch, vor allem wir Frauen müssen für uns einen Weg finden, wie es am Besten ist . Es gibt auch Kompromisse, dass man sich die ersten Jahre ansieht, wie es sich entwickelt und irgendwann möchte man dann auch wieder arbeiten gehen, weil einem selbst die Sozialkontakte fehlen und man für die Arbeit die man macht entsprechend entlohnt wird - auch in finanzieller Hinsicht . Es bedeutet auch in dieser schweren Zeit - unabhängig zu bleiben und das ist heutzutage auf Grund der Einstellung von vielen und dem Resultat, dass viele Ehen geschieden werden, unabdingbar .
 
Dabei
6 Feb 2017
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#7
Hat jmd einen Rat für mich?
Ich hab das Kernproblem noch nicht ganz verstanden. Stellt er sich Kindererziehung anders vor und will nicht dass seine Kinder so sehr betüddelt werden, oder geht es darum, dass er arbeiten geht und aus dem Argument der Gleichbehandlung heraus möchte, dass du deshalb auch arbeiten gehst?

Ersteres sehe ich als zu diskutierendes Problem an, bei dem dann idealer Weise Kompromisse gefunden werden. Letzteres sehe ich als allein deine Sache an. Wenn dich deine Arbeit nicht ausfüllt und du dir etwas anderes als erfüllender vorstellst, sollte ein guter Partner dich meiner Ansicht nach darin unterstützen den für dich erfüllenden Weg zu finden. Arbeiten wird er ja primär auch für sich selbst. Das ist ja auch nichts was er "muss".

Ich kann mir aber gut vorstellen, dass du nach einiger Zeit doch in deinen Beruf zurückwollen wirst. Allein schon, weil du diese Art von Wertschätzung die du da bekommst so gewohnt bist. Wird dir bestimmt irgendwann fehlen ;) Ich würde dir aber vermutlich raten da jetzt nicht nachzugeben, sondern deinen Punkt weiterhin zu vertreten. Arbeiten zu gehen nur weil der Partner darauf besteht und obwohl du nicht wirklich willst, und dafür dann Dinge zu verpassen, die du eigentlich so sehr ausleben wolltest, halte ich für ziemlich schlecht. Auch schlecht für eure Beziehung.
 
Dabei
27 Aug 2012
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#8
Das was du zitierst hat Sepp geschrieben und nicht Gruber :002:
Hey, ich bin also nicht der Einzige, der die zwei nicht auseinander halten kann! :mrgreen:

Bei mir müsstest du noch auf deien Anspruch meiner Rente verzichten - dann würde ich eventuell mit mir reden lassen...
Wow..ok. Keine Bange, Sepp - mit der Einstellung wirst du eh keine Bewerberinnen finden. Insofern nur ein fiktives Szenario ;)

@TE: Mir sind auch noch einige Dinge unklar und in welche Richtung du überhaupt Rat wünschst? Wie du deinen Partner überzeugst, dass deine Vision die bessere Wahl ist? Dein Umfeld? Außerdem, wie ist denn eigentlich allgemein der Stand bei euch und der Kinderfrage - will er auch welche? Probiert ihr gerade schwanger zu werden? Wann soll das alles stattfinden, du hast ja auch zeitliche 'Constraints'...
 

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