Familie und Beziehung bricht auseinander

Dabei
26 Sep 2020
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#1
Hallo Leute,
hab lange hin und her überlegt ob ich mich in nem Forum anmelde aber hab es jetzt einfach gemacht.

Ich kann zwar mit meinen Freunden darüber reden aber keiner kann es so richtig nachvollziehen, denn keiner hat Kinder oder steckt in so einer Situation geschweige denn hat so eine durchgemacht. Deswegen der Schritt hierher in der Hoffnung das mir einer einen Ratschlag geben kann mit dem ich etwas anfangen kann. Ich werde mich versuchen so kurz wie möglich zu fassen aber das könnte schwer werden. Schon mal Vielen Dank im Voraus für das lesen des Textes.

Zu mir ich bin männlich und 27 Jahre. Seit nunmehr 1 1/2 Jahren bin ich in einer festen Beziehung. Meine Freundin hat einen Sohn aus vorheriger Beziehung der nun 8 Jahre alt ist. Am Anfang der Beziehung habe ich ihn nicht wirklich kennengelernt da sie ihn von mir ferngehalten hat um zu schauen ob es überhaupt Sinn macht und das is ja auch richtig so gewesen.

Ich wusste er ist da und habe mich auch damit angefreundet. Nach und nach habe ich ihn kennengelernt und schlussendlich sind wir dann auch zusammen gezogen bzw. ich zu ihr in ihre Stadt bzw. Dorf, da es eigentlich gut gepasst hat und ich mehr oder weniger gut mit ihm zurechtgekommen bin.

Er is sehr aufgedreht und man hat bei ihm ADS diagnostiziert. d.h. er ist eigentlich durchgehend Aufmerksamkeitsbedürftig und ist teilweise sehr laut, er redet immer wieder dazwischen und will immer im Mittelpunkt stehen, für Hausaufgaben die wirklich nicht schwer sind wie z.B. simples Abschreiben braucht er teilweise 2 Std und es muss immer einer mit am Tisch sitzen weil er nach spätestens 10 min anfängt rumzuzappeln. Sie war 6bzw. 7 Jahre alleine mit ihm da der Vater von ihm sich einen scheiß um ihn gekümmert hat und kurz nach der Geburt ihres Sohnes haben sie sich getrennt. Diese allein Erziehung merkt man ihm auch an da sie wie ein Helikopter immer um ihn herumschwirrt, er ist nun wie gesagt 8t er kann keine Uhr lesen, sich nichts selber zu essen machen bis vor kurzem konnte er nicht mal alleine Zähne putzen geschweige denn duschen, keine Schuhe binden und generell ist er einfach nicht auf dem stand wie ein 8t jähriger sein sollte von der Eigenverantwortung oder eben auch Selbstständigkeit man muss ihm immer alles hinterhertragen klar Mama macht ja immer alles für ihn.

Es ist so verdammt anstrengend wenn man irgendwo hingeht mit ihm, er will immer beschäftigt werden redet ununterbrochen deswegen will ich nirgendwo mit ihm hin. Ich beneide andere Eltern deren Kinder anständig sind sich benehmen und auch ruhig sind klar das ist auch nicht immer so aber gegen ihn ist es einfach ein Himmelweiter unterschied. Egal wo ich mit ihm war wenn Freunde ihn gesehen haben, sagte jeder boah der is echt anstrengend Respekt an dich. Wegen dem ADS werden verschiedene Dinge gemacht Ergo Therapie, Fußball, verschiedene Übungen Zuhause, Psychologen Gespräche aber nichts Hilft ich bin an dem Punkt das ich es mit Tabletten versuchen würde wie auch schon mehrere Ärzte sagten aber Sie will das nicht.

Naja aufjedenfall ist es so das wir vor 10 Monaten alle zusammen in meine Heimatstadt gezogen sind und vor 4 Monaten Eltern eines gemeinsamen Sohnes geworden sind und ich auch sehr glücklich darüber bin da ich ihn überalles liebe. Dies ist mein erstes eigenes Kind und ich bin sehr Stolz auf ihn. Ich habe aber schon vor der Schwangerschaft gemerkt das ich wieso auch immer eine Abneigung bzw. Hass gegenüber ihren Sohn entwickle und mittlerweile ist dieser Hass so groß gegen ihn das ich mir wünsche das er einfach weg wäre.

Ich will ihn nicht mehr hier haben, ich hasse seine Stimme, Sein Gesicht wenn sie mir Baby Fotos von ihm zeigt schau ich einfach weg weil ich ihn nicht sehen will und es mich auch null interessiert allgemein habe ich keinerlei Interesse mehr an ihm weil er mich einfach nur noch nervt. Es ist nicht so das ich ihn irgendwie als Rivalen sehe, denn er hat mich voll und ganz akzeptiert und sagt auch Papa zu mir. Aber mittlerweile will ich das gar nicht mehr ich will nicht das er Papa zu mir sagt ich will einfach nur meine Ruhe .

Man braucht auch nicht zu mir zu sagen das hättest du dir früher Denken können bevor du dich darauf einlässt, nein den damals war es nicht so, ich hatte ihm bei allem geholfen und hatte auch keinen Hass. der ist seit paar Monaten erst so extrem. Das kann ich meiner Freundin natürlich nicht sagen aber sie merkt das etwas nicht stimmt und hat auch schon eine Vermutung mittlerweile, hat es sich auch schon auf unsere Beziehung übertragen. Ich hab keine Lust auf Sex mehr mit ihr ich finde sie nicht mehr anziehen und habe auch jetzt wo ich 1ne Woche geschäftlich unterwegs ,war gemerkt, dass ich nur meinen Sohn vermisse sonst niemanden die anderen beiden nicht.

Meine Laune ist auch immer schlechter geworden als ich dem Zuhause immer näher gekommen bin. Mittlerweile bin ich schon depressiv habe ich das Gefühl, ich will einfach nur noch meine Ruhe und mit meinen Sohn sein. Wobei mich die Vorstellung nur Sie mein Sohn und ich immer wieder lächeln lässt. Ohne eben den anderen. Das wird aber nicht passieren den er gehört zu ihr.

Ich weiß selber es ist gemein und fies und scheiße denn es ist eben nur bzw. noch ein Kind aber für meine Gefühle kann ich eben nichts auch wenn ich es wollen würde. Gegen die eigenen persönlichen Gefühle kann man eben nichts ausrichten auch wenn der Kopf einem sagt es ist falsch.

Meine Frage an euch was soll ich machen ? Über eine Trennung denk ich die ganze Zeit nach aber dann sag ich mir es wäre ihr gegenüber falsch und auch meinem Sohn gegenüber, er soll behütet aufwachsen eine Intakte Familie haben mit Mama und Papa. Sie ist extra wegen mir in meine Heimatstadt gezogen und hat ihr Leben aufgegeben dann hätte sie 2 Kinder von 2 verschiedenen Vätern das wäre auch heftig. Auf der anderen Seite kann ich so nicht weitermachen denn es macht mich kaputt.

Ich bin eigentlich ein wirklich sehr Lebensfroher Mensch war immer am Lachen und verstehe mich auf anhieb mit anderen Menschen aber das ist alles nicht mehr so ich bin sehr in mich gekehrt und verspüre sowas wie Freude nicht mehr wirklich.

Ich danke euch fürs lesen. Und entschuldigt für die Rechtschreibfehler unter Emotionen beachtet man die nur schwer
 
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Dabei
15 Jun 2019
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#2
Wie war denn das Verhältnis zu ihrem Sohn, bevor dein leiblicher Sohn zur Welt gekommen ist? Hast du ihn da einfach nur akzeptiert, weil er halt schon da war oder hast du ihn geliebt als wäre er dein eigenes Kind? Wenn er dich Papa nennt, dann muss ja zumindest er dich schon sehr lieb haben.

Es ist, wie du schon sagtest: du hättest vorher wissen müssen, worauf du dich einlässt. Ich glaube, dass dae ADHS deines Stiefsohns damit rein gar nichts zu tun hat. Selbst wenn es so wäre, er kann da gar nichts dafür. Er hat nun mal diese Krankheit und auch wenn es mit Medikamenten wie Ritalin besser werden könnte, kann ich durchaus verstehen, dass seine Mutter erst alle andren Möglichkeiten ausprobieren will. Viele berichten, dass sie mit Medikamenten zwar "richtig" funktionieren, sich aber auch wie ruhiggestellt fühlen. Wie auch immer, ich glaube, dass dein Problem ein anderes ist. Du hast nun einen leiblichen Sohn, der deine eigenen Gene trägt und damit ist dein Stiefsohn für dich zu einem Sohn zweiter Klasse geworden, weil dir plötzlich bewusst geworden ist, dass er ja nicht dein leibliches Kind ist, was ziemlich viel über deinen Charakter aussagt.

Aus meiner Sicht gibts nur zwei Optionen: entweder du benimmst dich nicht mehr wie ein Arsch und reißt dich zusammen, übernimmst Verantwortung und wirst für beide Kinder ein gleich guter Vater oder du trennst dich von deiner Freundin, deiner Familie und wirst dann damit leben müssen, deinen leiblichen Sohn alle paar Tage mal zu sehen zu bekommen.
 
Dabei
2 Apr 2020
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#3
Tu deiner Familie den Gefallen und geh, ich finde was du schreibst extrem befremdlich und gestört („ Wobei mich die Vorstellung nur Sie mein Sohn und ich immer wieder lächeln lässt. Ohne eben den anderen“)
Deine Zeilen wecken in mir alle Alarmglocken und ich hoffe wirklich, dass du dem Kleinen kein Haar krümmen wirst.

DER ANDERE ist das Kind deiner Freundin. Kind. Der es scheinbar auch nicht ganz leicht hatte - wenn er schwierig ist wird das seine Gründe haben, auf jeden Fall KEINE Lösung kann es mM nach sein, ihn mit Drogen vollzupumpen - und Ritalin ist nichts anderes als das, eine Droge.
Ich hoffe, deine Freundin lässt sich von dir weder erweichen noch einschüchtern und bleibt bei ihrer top-Einstellung.


Ich seh das wie JuliaA. Reiß dich zusammen und verbann diese gestörten Scheissgedanken aus deinem Hirn und kümmere dich anständig und liebevoll um beide Kinder oder zieh deine Konsequenzen und gib deiner Freundin die Möglichkeit, glücklich zu werden. Heutzutage ist es übrigens kein Ding der Unmöglichkeit mit mehreren Kindern von wie vielen Vätern auch immer einen Partner zu finden, dein geheucheltes Mitleid hat deine Freundin sicher nicht nötig.
 
Dabei
5 Jun 2015
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2.084
#4
Wie war denn das Verhältnis zu ihrem Sohn, bevor dein leiblicher Sohn zur Welt gekommen ist? Hast du ihn da einfach nur akzeptiert, weil er halt schon da war oder hast du ihn geliebt als wäre er dein eigenes Kind? Wenn er dich Papa nennt, dann muss ja zumindest er dich schon sehr lieb haben.

Es ist, wie du schon sagtest: du hättest vorher wissen müssen, worauf du dich einlässt. Ich glaube, dass dae ADHS deines Stiefsohns damit rein gar nichts zu tun hat. Selbst wenn es so wäre, er kann da gar nichts dafür. Er hat nun mal diese Krankheit und auch wenn es mit Medikamenten wie Ritalin besser werden könnte, kann ich durchaus verstehen, dass seine Mutter erst alle andren Möglichkeiten ausprobieren will. Viele berichten, dass sie mit Medikamenten zwar "richtig" funktionieren, sich aber auch wie ruhiggestellt fühlen. Wie auch immer, ich glaube, dass dein Problem ein anderes ist. Du hast nun einen leiblichen Sohn, der deine eigenen Gene trägt und damit ist dein Stiefsohn für dich zu einem Sohn zweiter Klasse geworden, weil dir plötzlich bewusst geworden ist, dass er ja nicht dein leibliches Kind ist, was ziemlich viel über deinen Charakter aussagt.

Aus meiner Sicht gibts nur zwei Optionen: entweder du benimmst dich nicht mehr wie ein Arsch und reißt dich zusammen, übernimmst Verantwortung und wirst für beide Kinder ein gleich guter Vater oder du trennst dich von deiner Freundin, deiner Familie und wirst dann damit leben müssen, deinen leiblichen Sohn alle paar Tage mal zu sehen zu bekommen.
Ich hätte das nicht so hart formuliert, wäre aber im Kontext zum gleichen Schluß gekommen.
Wir sprechen Hier von einem Kind.
Wie k“nn man ein Kind hassen weil es anstrengend ist.
Der Mann meiner Tochter hat den Beruf gewechselt, als sein mehrfach behindertes Kind zur Welt kam.
Da sind deine Berichte noch matt gegen diese Handycaps, mit denen die Eltern leben müssen.
Der Papa war ambitionierter Künstler und macht nun eine Ausbildung zum Kinder und Jugendpsychologen, Weil ihn das Elend berührt. Du bist nicht berührt, du überträgst deine Abneigung dem Kind gegenüber nun auch auf die Mutter.
Du hast ja einen gesunden Sohn, welch ein Glück.
Nun st3ll dir mal vor, dein Sohn bekommt auch ein Problem? Wie wirst du damit umgehen?
Warum hadt du dich damal auf die Sache eingelassen?
Irgend einen Grund hattest du doch?
 
Dabei
6 Mrz 2013
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5.485
#5
Vorneweg: Ich habe selbst keine Kinder, kenne aber einige ADS bzw ADHS-Kinder näher.
Ich habe aber schon vor der Schwangerschaft gemerkt das ich wieso auch immer eine Abneigung bzw. Hass gegenüber ihren Sohn entwickle und mittlerweile ist dieser Hass so groß gegen ihn das ich mir wünsche das er einfach weg wäre.
Nachdem du diesen Hass schon vor der Schwangerschaft entwickelt hast, glaube ich nicht, dass die Geburt deines Sohnes da der wesentliche Einschnitt war. Ich kann echt gut nachvollziehen, wie sich bei dir sowas aufbaut, was du schließlich als Hass empfindest. Ich würde auch niemanden deswegen verurteilen. Das ist zunächst mal eine Empfindung, für die man nichts kann, und ich kann diese Empfindung angesichts deiner Schilderungen durchaus nachvollziehen. Nachdem es nicht dein Kind ist, kommt nämlich noch eine gute Portion Hilflosigkeit deinerseits hinzu, siehe zB:
Diese allein Erziehung merkt man ihm auch an da sie wie ein Helikopter immer um ihn herumschwirrt
ich bin an dem Punkt das ich es mit Tabletten versuchen würde wie auch schon mehrere Ärzte sagten aber Sie will das nicht.
Ich kenne Fälle, in denen Konsequenz bei der Erziehung und Medikamente durchaus Positives bewirkt haben, aber nachdem du nicht der Vater bist, kannst du da nicht mitentscheiden und musst es so hinnehmen, wie deine Freundin damit umgeht. Das setzt nochmal eins oben drauf.

Auch wenn ich es nicht so krass ausdrücken würde wie die anderen, finde ich, dass du mit dem Zeugen deines Sohnes eine Verantwortung übernommen hast, der du dich jetzt nicht so ohne Weiteres entziehen kannst. Hättest du das nicht gemacht, hätte ich gesagt: Zieh aus und treff dich mit deiner Freundin ohne ihren Sohn und schau, ob das für euch beide so noch Sinn macht. Jetzt hast du durch deine eigene Entscheidung und dein eigenes Tun aber eine Situation perpetuiert, die du in diesem Moment schon scheiße fandest. Da fände ich es nicht fair, wenn du nun einfach wegrennen würdest. Vielleicht versuchst du erst mal, dir dabei Hilfe zu holen, um mit dem Sohn deiner Freundin besser klarzukommen? Es gibt ja noch andere Eltern mit ADS-Kindern, und bestimmt gibts dafür auch Beratungsstellen, oder du kümmerst dich um therapeutische Hilfe - ein Kind, das eine Krankheit hat, zu "hassen", ist schon eine Nummer, mit der man umgehen muss, das sollte man nicht einfach so stehenlassen.
 
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