Die böse Ex Frau

Dabei
17 Nov 2021
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#1
Hallo zusammen,

ich habe mich heute bei euch angemeldet, in der Hoffnung, dass ich „Hilfe“ finde.
Nach einem passenden Thema hab ich gesucht jedoch nichts gefunden, oder halt blind.

nun zum Problem/Geschichte die ich versuche so kurz und genau es geht zu beschreiben. Bitte haltet durch beim lesen 🙏

ich bin seit Jahren geschieden und habe zwei Kinder J9 und M 8.
so blöd wie es sich anhören mag bin ich auch Glücklich mit der Scheidung. Seit 5 Jahren habe ich eine wirklich tolle Freundin. Liebevoll auch geschieden mit 2 Kindern. Nach einiger Zeit sind wir zusammen gezogen in meine eigentlich zu kleine Wohnung. Wir hatten beide immer den Wunsch in einem bestimmten Ort zu wohnen, den wir wegen unserer Scheidungen verlassen mussten.
Kompliziert zu beschreiben 🙈
Ich fand eine Wohnung dort die sogar in 200m Nähe meiner Kinder/ex waren. Wollte unbedingt da hin ziehen. Wohnung fanden meine Freundin und ich toll. Aber meine Freundin hatte Bauchschmerzen weil so nah an der Ex. Aber ich wollte unbedingt und so machten wir es uns schön hier.
Leider ist/war meine Ex omnipräsent. Schon Gründe vor mit den Kids was zu unternehmen etc. Immer war was. Ebenfalls ist sie leider von der Gattung die ihre Ex Männer finanziell ausziehen und auch das Umgansrecht der Kinder ins Unermessliche fordert. Dies machte meiner Freundin sehr zu schaffen, auch das Verhalten der Kinder ihr gegenüber. Sie wollte deswegen mehrfach ausziehen. Wieder eine eigene Wohnung. Aber irgendwie haben wir uns immer wieder zusammen gefunden. Doch durch die Ex Frau gab es keine Ruhe. Anwälte und Gerichte wegen Unterhalt waren Dauerthema. Nun gab es eine Verhandlung das ich mehr Unterhalt zahlen soll. Ich würde unter anderem in einer Lebensgemeinschaft leben und hätte daher hälftige Kosten. Darum bliebe mehr Geld übrig für UH. Für meine Freundin war dies nun der Finale Stoß sind nun nimmt sie sich eine eigene Wohnung um dem Theater zu entfliehen. Leider ist sie dafür psychisch nicht stark genug. Jedoch möchte sie mit mir zusammen bleiben. Nur halt getrennte Wohnungen. So wie zu Anfang unserer Beziehung. Ich kann sie natürlich verstehen aber bin natürlich total verzweifelt. Ich liebe sie unglaublich. Sie ist ein toller Mensch von dem ich viel gelernt habe. Aber ich weiß nicht weiter. Habe Angst das es auseinander geht aber auch Hoffnung das wir irgendwann wenn meine Kids groß sind wieder zusammen wohnen. Eigentlich wollten wir sogar Heiraten. Der Antrag ist grad 4 Wochen her. Da war eigentlich alles gut. Bis halt zu dem letzten Drama durch die Ex.
Wer hat einen Rat oder ähnliches erlebt? Ich fühle mich Hilflos und allein.
Danke euch für das Lesen meines bestimmt komplizierten Textes.
softail 🍻
 
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Dabei
6 Mrz 2013
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#2
Ich hab da noch Verständnisfragen: Wo leben denn die 2 Kinder deiner Freundin? Wie weit ist dieser Ort von eurer jetzigen Wohnung entfernt? Und bei deinen Kindern dachte ich erst, die leben bei dir und deiner Freundin wegen dem "Umgangsrecht", aber das stimmt nicht, oder?

Wie war das denn bei der Wohnungssuche? Du schreibst, dass DU unbedingt in der Nähe deiner Kinder wohnen wolltest. Hast du deine Freundin da überrumpelt? Was wollte sie denn eigentlich?

Ich finde getrennte Wohnungen auf jeden Fall besser als Trennung. Wenn die Rechtsstreitigkeiten mit deiner Ex vorbei sind, könnt ihr ja vielleicht nochmal nachdenken. Evtl könnte sich deine Freundin eine Wohnung nehmen, in die dann du vielleicht mit einziehen könntest, wenn die Scheidung durch ist und etwas Ruhe eingekehrt ist?
 
Dabei
17 Nov 2021
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#3
Also ich versuche es nochmal etwas chronologischer zu schreiben

Geschieden bin ich schon lange meine jetzige Freundin auch.
trennungsbedingt mussten wir beide unseren Wohnort (zu dem wir immer zurück wollten) verlassen, da hier keine Wohnungen waren.
wir wurden ein Paar hatten beide unsere Wohnung.
sie mit ihren 2 Töchtern und ich alleine in meiner Wohnung. Ich war allerdings fast nur bei ihr. Irgendwann sind sie alle zu mir gezogen.
eines Tages fand ich unsere jetzige Wohnung.
die liegt ca 200 von dem Haus in der ich mit meiner Ex Frau gelebt habe.
da wollte ich unbedingt rein obwohl meine Freundin bedenken wegen meiner Ex Frau hatte. Denn meine Freundin hatte recht früh „Berührungspunkte“ zu meiner Ex die ihr nicht gefallen haben.
Beispiel: plötzlich geht das Telefon. DU, ich bin mit unserer Tochter los das sie Orlöcher bekommt. Hab ihr gesagt, Papa kommt bestimmt mit. Wir sind fast bei dir.
Was hatte ich nun für eine Wahl. Ich bin mit gefahren.

Beispiel 2
Es ist umgangswochenende. Abgemacht ist Freitags 18h abholen. Dann geht das Telefon, DU wir sind bei Mc Donalds hab den Kinder gesagt wir können mit Papa..... wieder stand ich wie der Depp da, der seine Kinder nicht enttäuschen will.
Pfiffigerweise hat sie zufällig schon alle Sachen der Kinder fürs Wochenende dabei.
„ nimmst Du sie schon mit? Ist ja erst 14h, oder muss ich sie nochmals mit nach Hause nehmen“?
Wieder stehe ich da.

ich hab immer gemacht und getan. Umgangsrecht mehr als Regelmäßig.
Doch meiner Ex waren alle 14 Tage, Ferien etwas, Feiertage nicht genug.
andere Väter machen aber mehr.......

dann musste das umgangsrecht in bestimmt 10 Sitzungen beim Jugendamt verhandelt werden. Wie auf dem Basar. War es nicht nach ihrer Nase wurde ich vor dem Sachbearbeiter als Arschloch beschimpft.
naja, irgendwann stand es geregelt auf dem Papier. Amtlich!! Doch selbst da gingen die Spielchen weiter. Die Kinder warten und sind angezogen wo bleibst du. Es ist dein Wochenende.
tja es stand im Papier anders vom Jugendamt. Doch wieder war ich der zwischen den Stühlen.

Zu diesem Umgangstheater wollte sie immer mehr Unterhalt und versuchte es erst über das Jugendamt dann über Anwälte und Gericht. Was nun letztendlich so entschieden hat, ich soll mehr zahlen bezüglich hälftiger Wohnksten.

man muss bedenken, meine Freundin hat das immer miterleben müssen. Ist aber selbst ein gutherziger Mensch der andere Leben lässt. Sie hat meine Ex Frau sogar persönlich gebeten dies alles zu lassen.
„ ihr habt euch getrennt“ wenn der Papa was mit den Kindern machen will außerhalb der Reihe meldet er sich. Aber steh nicht ewig plötzlich mit irgendwelchen Geschichten im Raum.

oft wollte meine Freundin schon ausziehen weil sie es nicht ausgehalten hat. Nun ist es endgültig.
ABER wir bleiben zusammen.
es ist mega traurig und schwer für mich.

Ich hoffe das man meine Geschichte nun besser verstehen kann.
 
Dabei
23 Nov 2016
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#4
Du vermischst emotionale Darstellungen mit rechtlichen.

Es ist klar, dass du maximal zahlen musst, wenn die Kinder bei deiner Ex leben. Das ist rechtlich so geregelt und - entschuldige die deutlichen Worte - auch sinnvoll und nachvollziehbar. Denn das bedeutet, dass deine Ex eine entsprechend große Wohnung bezahlen muss, die Nebenkosten höher sind, sie vermutlich nicht Vollzeit arbeiten kann, Mobiliar, Lebensmittel, Kleidung, ein Auto usw. finanziell tragen muss.

Ehrlich gesagt verstehe ich da die Jammerei nicht. Ein Kind kostet schnell Minimum 1000 € im Monat.

Wenn dich das stört, gibt es einen einfachen Weg: die Kinder leben zur Hälfte bei dir. 2 Wochen im Monat bei deiner Ex, 2 Wochen bei dir. Das so genannte Wechselmodell. Das ist ja auch insofern einfach, weil ihr nur 200m voneinander entfernt wohnt. Dann würden sich automatisch auch die Kosten gleich aufteilen und du musst gar kein Unterhalt zahlen.

Aber das passt den meisten Männern dann auch nicht. Dann jammern sie lieber, dass die böse Ex sie ausnimmt.

Ich würde an der Stelle deiner Freundin dieses Theater auch nicht mitmachen.

Wenn du keine klaren Grenzen ziehen kannst und dich von deiner Ex einspannen und manipulieren lässt, dann steht die Beziehung unter einem schlechten Stern.

Weder das Geld noch deine Ex sind doch das Problem, sondern dass du dich nicht abgrenzen kannst. Wenn du nicht bereit bist, die halbe "Erziehungsarbeit" und die Verantwortung für deine Kinder zu übernehmen, wirst du zum Spielball deiner Ex. Weil es dich emotional erpressbar macht. Denn du gehst ja nur deshalb mit deiner Tochter mit, die Ohrlöcher stechen, weil du tatsächlich zu wenig mit ihnen unternimmst und ein schlechtes Gewissen hast. Würdest du die Hälfte übernehmen, könntest du zu solch einer Aktion auch locker nein sagen und deiner Ex sagen, dass sie nun dran sei.

Du hast 2 Kinder in die Welt gesetzt. Es ist viel Arbeit und es ist teuer, Kinder großzuziehen. Ob es dir gefällt oder nicht.

Die Spielchen deiner Ex musst du nicht mitmachen. Wenn alles klar geregelt ist, dann fordere die Einhaltung der Regeln ein. Du tust deinen Kindern keinen Gefallen damit, dass das Geschwurbel ewig weitergeht. Für sie sind klare Regeln einfacher zu verstehen. Es verunsichert sie, wenn du nicht klar bist in deinem Verhalten .

Beschwere dich nicht, dass deine Ex Spielchen spielt, wenn du sie mitspielst.
 
Dabei
17 Nov 2021
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#5
Du vermischst emotionale Darstellungen mit rechtlichen.

Es ist klar, dass du maximal zahlen musst, wenn die Kinder bei deiner Ex leben. Das ist rechtlich so geregelt und - entschuldige die deutlichen Worte - auch sinnvoll und nachvollziehbar. Denn das bedeutet, dass deine Ex eine entsprechend große Wohnung bezahlen muss, die Nebenkosten höher sind, sie vermutlich nicht Vollzeit arbeiten kann, Mobiliar, Lebensmittel, Kleidung, ein Auto usw. finanziell tragen muss.

Ehrlich gesagt verstehe ich da die Jammerei nicht. Ein Kind kostet schnell Minimum 1000 € im Monat.

Wenn dich das stört, gibt es einen einfachen Weg: die Kinder leben zur Hälfte bei dir. 2 Wochen im Monat bei deiner Ex, 2 Wochen bei dir. Das so genannte Wechselmodell. Das ist ja auch insofern einfach, weil ihr nur 200m voneinander entfernt wohnt. Dann würden sich automatisch auch die Kosten gleich aufteilen und du musst gar kein Unterhalt zahlen.

Aber das passt den meisten Männern dann auch nicht. Dann jammern sie lieber, dass die böse Ex sie ausnimmt.

Ich würde an der Stelle deiner Freundin dieses Theater auch nicht mitmachen.

Wenn du keine klaren Grenzen ziehen kannst und dich von deiner Ex einspannen und manipulieren lässt, dann steht die Beziehung unter einem schlechten Stern.

Weder das Geld noch deine Ex sind doch das Problem, sondern dass du dich nicht abgrenzen kannst. Wenn du nicht bereit bist, die halbe "Erziehungsarbeit" und die Verantwortung für deine Kinder zu übernehmen, wirst du zum Spielball deiner Ex. Weil es dich emotional erpressbar macht. Denn du gehst ja nur deshalb mit deiner Tochter mit, die Ohrlöcher stechen, weil du tatsächlich zu wenig mit ihnen unternimmst und ein schlechtes Gewissen hast. Würdest du die Hälfte übernehmen, könntest du zu solch einer Aktion auch locker nein sagen und deiner Ex sagen, dass sie nun dran sei.

Du hast 2 Kinder in die Welt gesetzt. Es ist viel Arbeit und es ist teuer, Kinder großzuziehen. Ob es dir gefällt oder nicht.

Die Spielchen deiner Ex musst du nicht mitmachen. Wenn alles klar geregelt ist, dann fordere die Einhaltung der Regeln ein. Du tust deinen Kindern keinen Gefallen damit, dass das Geschwurbel ewig weitergeht. Für sie sind klare Regeln einfacher zu verstehen. Es verunsichert sie, wenn du nicht klar bist in deinem Verhalten .

Beschwere dich nicht, dass deine Ex Spielchen spielt, wenn du sie mitspielst.
Das stimmt so nicht ganz. Ich habe zu den regulären Umgängen sehr wohl etwas übernommen.
den kompletten Hausstand der Ex habe ich bezahlt. Mich um ihr Auto gekümmert weil meine Kinder damit fahren.
also ganz ehrlich irgendwann hört es auch auf.
Den Schuh das ich mitspiele bzw hab den ziehe ich mir an. Aber mehr nicht.
sie hat ja Unterhalt bekommen für die Kinder. Unterm Strich den mindestzatz. Da wurde lediglich eine Kreditrate abgezogen die ich übernommen habe.
es ist leider schwer diese Geschichte transparent darzustellen.
 
Dabei
23 Nov 2016
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#6
Nein, es ist nicht schwer das darzustellen. Ehrlich gesagt hört es sich sogar ziemlich klassisch an. Du versuchst dich herauszureden und vermischst die Dinge.

Beispielsweise hier:
den kompletten Hausstand der Ex habe ich bezahlt. Mich um ihr Auto gekümmert weil meine Kinder damit fahren.
Das interessiert das Gericht nicht. Und zu Recht. Wenn du freuwillig einmal irgendwas bezahlst, hat das nichts mit den laufenden Unterhaltskosten zu tun. Ist auch toll, dass du dich ums Auto gekümmert hast. Aber das ist dein Privatvergnügen, dass du das gemacht hat.

Glaubst du, deine Ex müsste dir für eine Autoreparatur jetzt monatelang dankbar sein? Oder weil du das Geschirr und den TV im Haus zurückgelassen hast?

Es ist so: Kinder kosten immer etwas, die ganze Zeit, 20 Jahre lang. Und sie kosten auch Erziehungsarbeit. Kraft, Energie, Geld. Immer.

Dem Gericht geht es darum, dass dauerhaft der Unterhalt der Kinder gesichert ist. Du musst ihn zahlen. Aber ums Auto kümmern musst du dich nicht. Das Auto deiner Ex ist Sache deiner Ex. Du kannst nicht sagen "ich reparieren es, weil meine Kinder damit fahren". So funktioniert das nicht.
 
Dabei
23 Nov 2016
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#7
Soll sich deine Ex dann das nächste Mal an dich wenden, wenn der Mixer seinen Geist aufgibt, womit sie Kuchen für die Kinder backt? Und dafür zahlst du dann weniger?

Wenn du nicht bereit bist, die Kinder zur Hälfte zu betreuen, mit allem drum und dran, ist es das Mindeste, dass du das Geld beisteuerst. Blöd genug, dass deine Ex darum so kämpfen musste. Denn es ist ja das Geld deiner Kinder, nicht etwa Geld für die Ex.
 
Dabei
17 Nov 2021
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#8
Nein, es ist nicht schwer das darzustellen. Ehrlich gesagt hört es sich sogar ziemlich klassisch an. Du versuchst dich herauszureden und vermischst die Dinge.

Beispielsweise hier:

Das interessiert das Gericht nicht. Und zu Recht. Wenn du freuwillig einmal irgendwas bezahlst, hat das nichts mit den laufenden Unterhaltskosten zu tun. Ist auch toll, dass du dich ums Auto gekümmert hast. Aber das ist dein Privatvergnügen, dass du das gemacht hat.

Glaubst du, deine Ex müsste dir für eine Autoreparatur jetzt monatelang dankbar sein? Oder weil du das Geschirr und den TV im Haus zurückgelassen hast?

Es ist so: Kinder kosten immer etwas, die ganze Zeit, 20 Jahre lang. Und sie kosten auch Erziehungsarbeit. Kraft, Energie, Geld. Immer.

Dem Gericht geht es darum, dass dauerhaft der Unterhalt der Kinder gesichert ist. Du musst ihn zahlen. Aber ums Auto kümmern musst du dich nicht. Das Auto deiner Ex ist Sache deiner Ex. Du kannst nicht sagen "ich reparieren es, weil meine Kinder damit fahren". So funktioniert das nicht.
Ich verlange wenn Menschlichkeit.
das der UH gedeckt sein muss ist logisch.
aber mindest UH bekommen und dann noch sich kreditraten zusätzlich zahlen lassen?
Da ist es unter aller Sau zum Gericht zu rennen, halloooo der wohnt in Lebensgemeinschaft, bitte selbsbehalt anpassen.
Jugendämter prüfen das alles schon vorher genau, glaube mir.
das sehe ich echt nicht ein was du sagst.

bei Kindern muss jeder grade stehen.
aber im Konsumverhalten auch. So müsste sie für ihr Verhalten gerade stehen und nicht ich. Aber zum Wohl der Kinder zahle ich auch das??
 
Dabei
24 Sep 2017
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#9
Hallo @Softail,
es klingt erstmal hart, dass sie auszieht, aber ich kann sie sehr gut verstehen. Zum einen wegen der finanziellen Situation, zum anderen nicht wegen der "bösen Ex", sondern deines Umgangs mit ihr und den Kindern.
Ich finde es auch keineswegs ungerecht, dass deine Ex sich gerichtlich holt was ihr zusteht. Warum sollte sie das denn nicht? Jetzt gehst du vor Gericht und beweist, dass du nicht mehr in einer Lebensgemeinschaft wohnst.
Und es tut mir leid, du musst den Unterhalt zahlen, das ist einfach so. Es kostet Geld, sich um die Kinder zu kümmern - nur weil es sich für dich vorher so angefühlt hat, es sei umsonst gewesen, als ihr verheiratet wart - das war es halt nie.
Und wenn du glaubst, dass deine Ex zuviel Geld für sich selbst ausgibt und nicht für die Kinder, würde ich das mal mit deinem Anwalt besprechen.
Was spricht denn gegen dieses halbe Modell, das @Badesalz Vorschlug? Also, mir persönlich wäre es zuwider, mich um Kinder zu kümmern und die ständig um mich herum zu haben, aber es sind ja deine Kinder und du hast Gefühle für sie...
 
Dabei
23 Nov 2016
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#10
Das Jugendamt prüft nicht die Finanzgeschichten eines Paares. Das Jugendamt ist allein für die Überprüfung des Kindeswohls zuständig.

Aber genau das ist dein Problem: du trennst nicht deine Konflikte mit deiner Ex von deiner Verantwortlichkeit deinen Kindern gegenüber. Solange du das nicht schaffst, stehst du dir selbst und einer neuen glücklichen Partnerschaft im Weg.

Ich weiß natürlich nicht, welche Art von Konsumkredit ihr da habt. Das ist auch wurscht. Mal angenommen, du zahlst die Raten für ein Sofa ab, das sich deine Ex angeschafft hat. Dann hast du beispielsweise den Kreditvertrag unterschrieben und musst entsprechend die Raten zahlen. Klar ärgert es dich, dass du das bezahlst, während deine Ex auf dem Sofa sitzt.

Das ist aber ein Problem zwischen dir und deiner Ex und hat NICHTS mit deinen Kindern zu tun! Du kannst nicht das eine gegen das andere verrechnen. Du kannst nicht sagen ich zahle das Sofa, auf dem meine Ex sitzt, also zahle ich dafür weniger Unterhalt für die Kinder.

Das war eben Pech, dass du den Kreditvertrag unterschrieben hast.

So ist die Rechtslage und das wirst du akzeptieren müssen. Es ist Lehrgeld, das du zahlst. Sowas passiert uns allen. Glaub mir, ich habe auch schon Geld verloren aus Unwissenheit. Geil ist das nicht. Aber man lernt aus seinen Fehlern.

Anstatt dich daran hochzuziehen und deine Ex als "böse" abzustempeln, gehe doch lieber konstruktiv damit um. Du schadest doch nur dir selbst.

Es geht doch darum, dass du deinen Frust in den Griff bekommst, klar trennen kannst und dir eine zufriedene Zukunft mit deiner Partnerin aufbauen kannst, in der deine Kinder auch ihren Platz haben.

Was also kannst du tun?

Ich würde an deiner Stelle Folgendes machen:

- Das Geld, das du - in welcher Form auch immer - an deine Ex verloren hast oder noch verlierst (Kredit Rate?) als Lehrgeld des Lebens ansehen. Das ist dumm gelaufen, aber daraus lernst du und du wirst nicht mehr so schnell irgendwas für irgendjemand anderes unterschreiben.

- den Unterhalt als das ansehen, was es ist: als Sicherung des Lebens deiner Kinder. Als Geld für deine Kinder! Wenn du so willst, ist dieses Geld eine Investition in deine eigene Zukunft. Denn deine Kinder sind deine Zukunft. Sie werden da sein, wenn du alt und grau bist und dich dann unterstützen. Materiell oder emotional. Unterschätze das nicht. Sei froh, dass du die beiden hast. Sie sind mehr wert als alles Geld.

- Trenne ganz klar zwischen Interaktionen mit deiner Ex und den Aktivitäten mit deinen Kindern. Kümmere dich um deine Kinder, aber treffe klare Absprachen. Außerhalb dieser Absprachen lass dich nicht von deiner Ex vor den Karren spannen.

Du kannst dein Leben selbst ordnen. Hör auf, die Schuld am Chaos deiner Ex zu geben. Man kann nur das eigene Verhalten ändern, nicht das anderer Menschen. Dann klappt es auch mit der neuen Beziehung.
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#11
Ich hatte dich eigentlich erst gar nicht so verstanden, dass dich hauptsächlich der Unterhalt stört, den du für deine Kinder zahlen musst.
Eher die Übergriffigkeit deiner Frau - dass ihr bestimmte Dinge vereinbart und sie dann auf diese manipulative Art unter Benutzung der Kinder mehr (nicht hauptsächlich Geld, sondern Zeit, Aufwand) von dir rauspresst und du dann nicht Nein sagen kannst, weil die Kinder dann meinen könnten, dass du sie nicht (mehr) liebst.

Das stell ich mir (als Nicht-Mutter) tatsächlich schwierig vor.
Aber dass der Partner, bei dem die Kinder leben, diese instrumentalisiert, ist leider keine Seltenheit, und das kannst du nicht verhindern. Das tut sie offensichtlich soundso, auch wenn du dann spontan bei McDonalds antanzt., nur dass du dann zusätzlich auch noch deine neue Beziehung ruinierst.

Nun hast du hier ja schon ein paar Vorschläge bekommen - zB Wechselmodell. Wäre das für dich machbar oder bist du beruflich so viel stärker eingespannt als deine Ex, dass das nicht geht?
 
Dabei
17 Nov 2021
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#12
Guten Morgen zusammen,

Erstmal danke für alle Rückmeldungen.

Es geht mir nicht um den Unterhalt explizit. Was den Angeht finde ich es nicht fair wie schon erwähnt das ich einen Kredit aus unserer Ehe den wir beide unterschrieben haben, ALLEINE bediene !
Sie bekommt ja den Mindestsatz an Unterhalt. Wollte aber immer noch mehr. Ich hatte vor vielen Jahren einen Unfall und bin 30% Erwerbsgemindert. Den Job den in ich der Ehe hatte, konnte ich daher nicht mehr ausführen. Ich war immer wieder krank deswegen, durch Überlastung. Dann stand die Betriebsschließung im Raum und ich entschied mich mit der Ex einen Auflösungsvertrag zu machen incl Abfindung.
Die mit ihr vereinbarten neuen Beruflichen Wege haben dann leider nicht geklappt. Somit hatte ich nicht mehr den Verdienst wie früher, sondern viel weniger und konnte dem entsprechend auch nur zahlen.
Und da fängt es wieder an. Ihr war das zu wenig und prozessierte. Man nahm keine Rücksicht auf meine Einschränkungen. Wollte mir unterstellen ich hätte den Job damals leichtfertig aufgegeben. Obwohl das nicht stimmt, da gibt es ja Dokumente mit dem Betrieb drüber, wo sogar steht das eine Kündigung in jedem Fall erfolgt wäre zum gegebenen Zeitpunkt.

Dadurch hat man nun erstens mein Einkommen fiktiv angepasst und eben den Selbstbehalt gekürzt um mehr zu erzielen.

Das ich zahlen muss stört mich nicht und ist auch ok.

Der Hauptpunkt ist und bleibt, dass sie sich immer und immer in unsere Beziehung eingemischt hat. Das nun der der letzte Beschluss zu dem gekürzten Selbstbehalt gekommen ist, war dann leider für meine Freundin der letzte fehlende Tropfen.
 
Dabei
23 Nov 2016
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#13
Wenn ihr beide (!) den Kredit aus der Ehe unterschrieben habt, dann verstehe ich nicht, warum du ihn alleine bedienst. Bist du dazu rechtlich verpflichtet worden?

Normalerweise werden nach einer Scheidung sowohl Rechte als auch Lasten erst einmal zu gleichen Teilen aufgeteilt. Es sei denn, man vereinbart etwas anderes.

Dass man ein Einkommen bei Gericht fiktiv anpasst, kann doch nur dann geschehen, wenn du keine Einkommensnachweise darlegst. Normalerweise wird vom Ist-Zustand ausgegangen und der UH-Zahkende muss sein aktuelles Einkommen belegen. Ansonsten wird doch so etwas nicht fiktiv angesetzt?

Ganz verstehe ich auch nicht, warum für deine Freundin die Sache mit dem Selbstbehalt offenbar dann Anlass für den Rückzug ist. Dass es sie stört, dass sich deine Ex einmischt, kann ich nachvollziehen. Aber wenn ihr zusammenwohnt, ist es doch tatsächlich so, dass ihr euch die Wohnkosten teilen könnt und ihr insgesamt weniger zahlen müsst, als wenn jeder seine eigene Wohnung hat?

Oder hat sie sich darauf verlassen, dass du mehr zahlen kannst und ist jetzt enttäuscht?

Hast du deine Ex schon mal klar in ihre Schranken gewiesen?

Warum gehst du nicht auf die Sache mit dem Wechselmodell ein?
 
Dabei
23 Nov 2016
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#14
Es kommt oft vor, dass Ex-Partner die Kinder instrumentalisieren. Und es kommt oft vor, dass sich UH-Pflichtige kleinrechnen. Beides schadet letztlich den Kindern.
 
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