Aus Angst verurteilt zu werden habe ich gelogen

Dabei
11 Okt 2020
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#1
Hallo :)
Wie würdet ihr damit umgehen, wenn ihr wisst, dass ihr etwas in eurer Vergangenheit gemacht habt, was euer Freund aber verurteilt?
Mich hat das leider dazu gebracht zu Lügen, weil ich am Anfang nicht wusste wie sehr er das verurteilt und ich nicht wollte, dass er mich direkt damit abstempelt und mir keine Chance gibt. Jetzt belastet es mich aber, weil ich schlechtes Gewissen habe. Ich weiß, dass die Beziehung vorbei wäre, wenn ich es erzählen würde und meiner Meinung nach gehört dieses Thema zu meiner Privatsphäre, die ich nicht ihm teilen möchte, trotzdem belastet es mich so sehr, dass ich dauernd das Gefühl hab etwas zu verheimlichen und verhalte mich deshalb zeitweise sehr komisch, was meinen Freund wiederum sehr misstrauisch macht.
Wie würdet ihr mit so einer Situation ungehen?
 
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Dabei
6 Mrz 2013
Beiträge
5.520
#2
Hm, also ich würde grds nur dann lügen, wenn ich danach auch bei der Lüge bleiben will :002: Nachträglich zum 2. Mal an der eigenen Feigheit zu scheitern (erst zu feige, von Anfang an die Wahrheit zu sagen, dann zu feige zu der erfundenen History zu stehen) finde ich schlecht. Wenn ich eine eigene Lüge später aufdecke, dann nicht weil ich selber mit meiner Lüge nicht mehr klarkomme - das sollte ich schon mit mir selber ausmachen, finde ich - sondern weil ich feststelle, dass es sich um etwas handelt, was dem Belogenen für mich nachvollziehbar sehr wesentlich ist.

ZB: Wenn ich jetzt 35 und gesettled wäre und mit 20 ein paar ONS gehabt hätte, mit dem Thema mittlerweile aber durch bin, und mein Partner sich (auch bei Singles) an ONS stoßen würde, würde ich ihm das nachträglich nicht gestehen, weil ich davon ausgehen würde, dass dieser Punkt objektiv betrachtet nicht mehr relevant ist.
 
Dabei
11 Okt 2020
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#3
Hm, also ich würde grds nur dann lügen, wenn ich danach auch bei der Lüge bleiben will :002: Nachträglich zum 2. Mal an der eigenen Feigheit zu scheitern (erst zu feige, von Anfang an die Wahrheit zu sagen, dann zu feige zu der erfundenen History zu stehen) finde ich schlecht. Wenn ich eine eigene Lüge später aufdecke, dann nicht weil ich selber mit meiner Lüge nicht mehr klarkomme - das sollte ich schon mit mir selber ausmachen, finde ich - sondern weil ich feststelle, dass es sich um etwas handelt, was dem Belogenen für mich nachvollziehbar sehr wesentlich ist.

ZB: Wenn ich jetzt 35 und gesettled wäre und mit 20 ein paar ONS gehabt hätte, mit dem Thema mittlerweile aber durch bin, und mein Partner sich (auch bei Singles) an ONS stoßen würde, würde ich ihm das nachträglich nicht gestehen, weil ich davon ausgehen würde, dass dieser Punkt objektiv betrachtet nicht mehr relevant ist.
Vielen Dank für deine Antwort!
Es tut gut zu hören, dass ich mit dieser Meinung nicht allein bin. :)
 
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