Will die Ex-Freundin meines Freundes das gemeinsame Kind von mir fernhalten?

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girl9019

Gast
#1
Hallo ihr Lieben,

ich muss mir mal ein bisschen was von der Seele schreiben. So richtig weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich bin weiblich 29 und seit einem halben Jahr mit meinem Partner (33) zusammen. Er hat mit seiner Ex-Freundin ein 4-jähriges Kind. Soweit läuft alles ganz gut. Er ist ein toller Mann und ich liebe ihn sehr. Seine Tochter ist mega süß, auch anstrengend, aber das sind eher die Ausnahmen, dass mal etwas nicht gut läuft. Mein Freund hat noch seine eigene Wohnung, ist jedoch immer bei mir, mittlerweile auch wenn wir die Kleine haben (Seit ca. 6 Wochen). Wir haben sie jede Woche von Donnerstag nachmittags bis samstags 17 Uhr. Jeder, der bis hierher gelesen hat, kann sich wahrscheinlich denken, was jetzt kommt. Die Ex-Freundin bereitet Probleme. Also sie macht gute Miene zum bösen Spiel. Mein Freund sieht das nicht so. Wir leben nach der Philosophie "Lieber die Klappe halten und nichts sagen, dann kann uns nichts passieren." Ich bin so gar nicht, finde es aber gut, dass er jemand ist, der ruhig bleiben kann. Ich würde jedes mal nur ausflippen. Sie unterstellt uns Dinge, die so gar nicht stattgefunden haben. Beispiel: Es gab anfangs ein Treffen zwischen meinem Freund, mir und ihr, weil sie wissen wollte, wer mit ihrem Kind zu tun hat, wer ich bin und da es ihr wichtig war, dass ich mich aus allem raushalte, also Unterhaltszahlungen, Gesundheit des Kindes und Kindergarten bzw. später Schule. Sie meint, dass wir uns nur getroffen hatten, um die Geburtstagsfeier für das Kind zu besprechen. Sie macht das auf eine sehr arrogante Art und Weise. Wird laut, wenn man ihr sagen will, dass es anders war. Fühlt sich immer im Recht und ist sowieso der Meinung, immer alles richtig zu machen und in allem das letzte Wort zu haben.
Nun hat uns seine Ex erzählt, wie anders sich die Kleine bei ihr auf einmal verhält (wir haben ihr gesagt, dass bei uns alles normal ist und wie immer). Eine Woche später hieß es, dass das Kind immer bei ihr weint, weil sie bei Ihrem Papa in der Wohnung schlafen will. Bei den Großeltern soll sie das auch geäußert haben. Wir haben die Kleine gefragt, ob dem so ist und sie hat es bejaht. Ist ja auch völlig legitim. Dass sie dieses Gefühl hat, ist für uns kein Problem. Ich denke nur, dass die Mutter die Tochter dahingehend bewusst oder unbewusst beeinflusst hat. Als wir es bei der Kleinen direkt angesprochen haben, hat sie nicht geweint und nur von einer Übernachtungsparty geredet und meinte, dass es bei mir schön ist und bei Papa auch. Es sei nur anders und bei mir ist ihr alles immer noch noch zu neu.

Die Ex trifft auch Aussagen wie: "Wie ihr habt mir einen Gefallen getan, weil ihr sie länger genommen habt, als ich krank war? ICH habe dir (dem Vater) ermöglicht, mehr Zeit mit deinem Kind verbringen zu können"

Nächstes Wochenende nehmen wir die Kleine nicht nur bis Samstag sondern bis Montag. Danach das Wochenende habe ich Geburtstag. Eigentlich hatten wir geplant, mit meiner Familie und natürlich auch mit der Tochter meines Partners Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen. Jetzt heißt es, dass die Ex mit dem Kind gleich morgens früh losfährt zu einer weiterwegwohnenden Freundin. Tut ihr zwar sehr leid, aber das war von Mai bis September das einzige Wochenende, wo das klappt. Also bekommen wir sie nicht, obwohl es unsere reguläre Zeit wäre. Mein Freund sagt dazu nichts, außer, dass er es schade findet.

Er ist auch grad nicht hier, weil er aufgrund von den Aussagen mit seiner Tochter den Nachmittag und die Nacht bei sich verbringt, also hat man nur per SMS kommuniziert. Nachher wollen wir noch telefonieren.

Ach ja: Die Mutter ist Pädagogin und Soziologin und hat davon auch irgendetwas studiert und arbeitet mit Familien und Kindern zusammen. Betreuung, Problemlösung von Situationen sind dabei zum Beispiel Thema, was auch sehr paradox ist. Denn mit ihrer Art macht sie es uns unnötig schwer. Jede Woche ist irgend etwas. Mein Freund steht da komplett drüber und hat dazu keine Emotionen und kann trotz allem mit ihr auch mal ein nettes Wort wechseln. Mir dagegen hängt sie so zum Hals raus, da ich denke, dass sie ein falsches Spiel spielt. Ich bin nicht der Grund für die Trennung, bin allerdings die erste Frau seit der Trennung, die er seiner Tochter vorgestellt hat. Er hat sie verlassen.

Und jetzt sitze ich hier, wie ein Häufchen Elend und weine und weiß nicht, was ich machen soll bzw. fühle ich mich wie betäubt, weil ich die beiden so vermisse, mich so an die ganze Situation gewöhnt habe und kann an allem irgendwie nichts ändern.

Danke fürs Lesen. Vielleicht hat ja jemand ein paar Tipps, die mir helfen könnten, dass ich mit der Situation irgendwie besser umgehen kann.

Liebe Grüße
 
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Dabei
6 Mrz 2013
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#2
Jeder, der bis hierher gelesen hat, kann sich wahrscheinlich denken, was jetzt kommt.
Ich dachte ehrlich gesagt dass was anderes kommt :002: Nämlich eine Ex, die eine Furie ist und ständig einen Keil zwischen euch treiben will, ihn womöglich wieder zurückhaben will und das Kind nur benutzt. Aber gelesen hab ich dann was anderes:

Sie unterstellt uns Dinge, die so gar nicht stattgefunden haben. Beispiel: Es gab anfangs ein Treffen zwischen meinem Freund, mir und ihr, weil sie wissen wollte, wer mit ihrem Kind zu tun hat, wer ich bin und da es ihr wichtig war, dass ich mich aus allem raushalte, also Unterhaltszahlungen, Gesundheit des Kindes und Kindergarten bzw. später Schule. Sie meint, dass wir uns nur getroffen hatten, um die Geburtstagsfeier für das Kind zu besprechen. Sie macht das auf eine sehr arrogante Art und Weise. Wird laut, wenn man ihr sagen will, dass es anders war. Fühlt sich immer im Recht und ist sowieso der Meinung, immer alles richtig zu machen und in allem das letzte Wort zu haben.
Für einen Außenstehenden klingt das wie Pipifax und auch nicht so als würde nicht nur sie Recht haben wollen sondern auch du. Es spielt doch überhaupt keine Rolle, warum dieses TReffen stattgefunden hat. Ihr habt anscheinend über was gesprochen was euch allen wichtig war, diese Erkenntnis reicht doch.
Was den Inhalt angeht: Es ist doch völlig in Ordnung, wenn du dich aus den Unterhaltszahlungen, der Gesundheit des Kindes und der Ausbildung raushältst. Du bist ja nicht die Mutter. Sei doch froh wenn du zB nicht in einen Unterhaltskrieg reingezogen wirst.

Wir haben die Kleine gefragt, ob dem so ist und sie hat es bejaht. Ist ja auch völlig legitim. Dass sie dieses Gefühl hat, ist für uns kein Problem. Ich denke nur, dass die Mutter die Tochter dahingehend bewusst oder unbewusst beeinflusst hat. Als wir es bei der Kleinen direkt angesprochen haben, hat sie nicht geweint und nur von einer Übernachtungsparty geredet und meinte, dass es bei mir schön ist und bei Papa auch. Es sei nur anders und bei mir ist ihr alles immer noch noch zu neu.
Also das Kind hat die Aussage der Mutter bestätigt, dann klappt das ja nicht so ganz mit dem Vorwurf an die Ex. Dass sie die Tochter beeinflusst hat ist eine Unterstellung die du nicht beweisen kannst. Und wenn das Kind dir selber sagt, dass es auch bei dir schön ist aber halt anders und neu, dann ist das vollkommen verständlich, dem braucht keine Beeinflussung zugrundezuliegen.
Mir tut hier das Kind leid, wenn es von euch peinlich befragt wird und zu Ungunsten seiner Mutter aussagen soll. Ich habe den Eindruck dass du hier einen Machtkampf gegen die Ex auf dem Rücken des Kindes führst.
Die Ex trifft auch Aussagen wie: "Wie ihr habt mir einen Gefallen getan, weil ihr sie länger genommen habt, als ich krank war? ICH habe dir (dem Vater) ermöglicht, mehr Zeit mit deinem Kind verbringen zu können"
Wenn es für beide Seiten ok war, dass ihr das Kind länger nehmt, warum streitet man sich dann über die Interpretation?


Also bekommen wir sie nicht, obwohl es unsere reguläre Zeit wäre. Mein Freund sagt dazu nichts, außer, dass er es schade findet.
Auch hier lese ich wieder ein Gezerre an dem armen Kind heraus. Die Reaktion deines Freundes finde ich genau richtig: Es ist schade, mehr nicht.

Er ist auch grad nicht hier, weil er aufgrund von den Aussagen mit seiner Tochter den Nachmittag und die Nacht bei sich verbringt, also hat man nur per SMS kommuniziert.
Das finde ich auch richtig so.

Vielleicht hat ja jemand ein paar Tipps, die mir helfen könnten, dass ich mit der Situation irgendwie besser umgehen kann.
Mein Tip wäre: Versuch es doch mal mit so einer Strategie:
Mein Freund steht da komplett drüber und hat dazu keine Emotionen und kann trotz allem mit ihr auch mal ein nettes Wort wechseln.
Es gibt die Ex nun mal, das musst du hinnehmen. Also versuch mit mehr Gelassenheit da ranzugehen und deinen Frieden zu machen.
Im Grunde läuft es doch ganz gut bei euch: Das Kind scheint dich zu mögen und gern bei dir zu sein. Es mag aber natürlich auch seine beiden Eltern. Beide Eltern möchten das Kind gerne bei sich haben. Die Frau versucht offenbar nicht, ihren Ex zurückzukriegen und hat anscheinend auch nichts gegen dich. Sie möchte einfach nur die Rollen klarstellen: Die Mutter ist sie, und du bist die aktuelle Partnerin ihres Ex. Stimmt ja auch so.
 
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