Nein. Hier ist jedoch keine Praxiserfahrung erforderlich, hier geht es um ein einfaches Prinzip.
Ich wollte damit lediglich zum Ausdruck bringen, dass man emotional eher vorbelastet ist, wenn man diesen Fall erlebt hat, und deshalb eher eine ablehnende Haltung einnimmt.
Also entwickelt sich Liebe bei dir ganz schnell zu Hass und Wut. Das ist bedenklich und schade. Ein sehr wackeliges Konstrukt.
Im Präsens dürfen wir ohnehin nicht reden, die Geschichte liegt über fünf Jahre zurück. Und das "Ermorden" war gewiss nicht wörtlich zu nehmen. Ich habe sie zur Rede gestellt, und sie hat sich furchtbar dazu geäußert.
Und wäre ohnehin in die Brüche gegangen oder aber, man kann sagen, das Einmischen deiner Freundin war die letzte Probe nach dem Sinn eurer Beziehung. Zum Fremdgehen gehören immer zwei. Dann hätte er sich eben vielleicht eine andere und nicht deine beste Freundin genommen.
Er hatte immer mal wieder eine andere, das war gar nicht das Thema. Und ich habe die Beziehung ja letzten Endes auch beendet. Natürlich war die Beziehung empfänglich für ihre Einmischung, aber dieses verlogene, hinterhältige Intigrieren von IHR war das, was mein Vertrauen so maßlos erschüttert hat. Sie hat alles getan um der Beziehung weiter zu schaden, damit sie zerbricht und sie freie Fahrt hat. Und das bei ihrer besten Freundin? Ich weiß nicht. Hätte sie offen gesagt, dass sie an ihm interessiert ist, hätte das der Freundschaft vermutlich auch erheblich geschadet, allerdings nicht auf Kosten meines Vertrauens, denn ja: man kann nichts dafür, in wen man sich verliebt. Das passiert. Wir verfügen aber über den Verstand und die Vernunft, unsere Entscheidungen abzuwägen.
U.U. belastest du einen Mann mit solch großen Verlustängsten doch sehr.
Ich weiß nicht, welche Verlustängste du meinst, ich habe nämlich keine. Ich hatte Vertrauensprobleme FRAUEN gegenüber, nicht Männern gegenüber wegen bspw. Untreue. Für Treue gibt es keine Garantie. Ich habe jedem meiner Freunde nach meinem untreuen Freund wieder vertraut, nur Frauen waren ein Thema für sich. Und die meisten meiner Freunde konnten mich verstehen.
Bewusst eine Beziehung zu zerstören ist einfach ein Unding, da spielt es nicht einmal eine Rolle, ob die Leute befreundet sind oder nicht. Unter Freunden ist es nur zumeist gravierender.
Ich rede nicht davon, dass man sich unglücklicher Weise in die Freundin des besten Freundes verliebt, das ist - wie gesagt - nicht kontrollierbar. Dass in einer soliden, stabilen Beziehung das auch nichts an der Paar-Konstellation ändern wird, ist auch offensichtlich. Aber wenn man bewusst versucht, die Freundin des besten Freundes zu erobern, riskiert man einen Menschen nachhaltig zu verletzten, der einem eigentlich nahesteht. Das ist für mich ein unlogisches, irrationales Verhalten, von dem ich daher dringend abrate.