Sie zweifelt an sich und meiner Liebe zu ihr

Dabei
31 Okt 2017
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#1
Hallo zusammen... ich bin noch neu hier und fange mal mit meinem Thema an, da es mich bereits seit einiger Zeit beschäftigt und ich einfach keinen Rat mehr weiß

Meine Freundin denkt, ich liebe sie nicht. Sie zweifelt daran, wenn ich es ihr sage oder schreibe. Sie selbst schreibt es mir allerdings mehrfach am Tag oder sagt es mir, jedoch meint sie, mein Blick, mein Ton etc würden sie nicht immer überzeugen, wenn ich es zu ihr sage. Außerdem hält sie sich für nicht so intelligent wie ich es bin und meint, sie würde mir doch sowieso nur auf den Geist gehen. Hin und wieder kommen Sprüche wie "na, kannst ja mal schauen, welche Frau heute abend eventuell für Dich dabei ist". Dann aber wieder will sie mich am liebsten jeden Tag um sich haben, will nicht alleine sein (sie hat allerdings ein Kind) und hätte am liebsten, dass wir in absehbarer Zeit zusammen ziehen. Dazu muss man wissen, dass ihr Ex sie über mehrere Jahre betrogen hat und in ihrer Beziehung wohl auch recht dominant und kalt ihr und ihrem gemeinsamen Kind gegenüber gewesen ist.

Leider haben wir nicht immer den gleichen Humor... außerdem habe ich immer öfter den Eindruck, sie interessiert sich öfter nicht allzu viel für das, was ich ihr erzähle. Wirkliche Unterhaltungen über "Gott und die Welt" kommen auch nicht allzu oft zustande, vermutlich, weil wir da einfach nicht auf dem gleichen Level sind. Ich muss dazu sagen, dass wir noch nicht so lange zusammen sind, eine Art Fernbeziehung führen und ich selbst viel auf der Platte habe (jahrelanges Mobbing und depressive Phasen, die ich aber ziemlich gut hinter mich gebracht habe, daraus resultierend gesundheitliche Probleme, die aber auch im Begriff der Heilung sind).

So langsam weiß ich einfach nicht mehr weiter. Einerseits liebe ich sie, andererseits entfremdet mich das alles immer ein bisschen mehr von ihr. Manchmal ist es wie "gemeinsam einsam" sein, zumindest für mich. Ich würde mich sehr schäbig fühlen, wenn ich sie verlasse, aber andererseits weiß ich auch nicht, ob das alles auf Dauer zukunftsträchtig ist.
 
Dabei
30 Nov 2014
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#2
Hallo.

Die Sache scheint recht klar zu sein. Sie hat, u.a. sicherlich wegen der vorherigen Beziehung, Minderwertigkeitskomplexe. Um das zu erkennen muss man kein Psychologe sein.

Auch der Rest spricht für sich: Ihr seid noch relativ frisch zusammen, führt eine Fernbeziehung und du hast jetzt schon Zweifel, ob die Beziehung Zukunft hat. Und das aus guten Gründen, sie zieht dich runter, ihr habt nicht den selben Humor, sie interessiert sich nicht für dich und wenn ich dich richtig verstanden habe seid ihr intellektuell nicht auf dem selben Level. Insofern kann ich dir nur zustimmen, die Beziehung hat keine Zukunft.

Gewissensbisse sind bei Trennungen völlig normal. Aus Mitleid mit ihr zusammen zu bleiben wäre jedoch völlig falsch. Wenn du mich fragst beende die Beziehung, und zwar je früher desto besser. Nicht, dass sie sonst "plötzlich und unerwartet" schwanger wird. Gerade bei deiner Vorgeschichte bräuchtest du eine Partnerin auf Augenhöhe die dich nicht mit ihren eigenen psychischen Schwierigkeiten runterzieht.
 
Dabei
6 Feb 2017
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#3
Also für ihre Seite möchte ich mal argumentieren, dass du hier jetzt auch nicht so voller Liebe klingst ;)
Darf ich fragen, warum du mit ihr zusammen gekommen bist? Warum eine Beziehung eingehen, wenn so viele Aspekte gar nicht zu passen scheinen?
 
Dabei
31 Okt 2017
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#4
Na klar, denn ich bin derzeit ziemlich runter mit den Nerven und sehe natürlich alles nicht mehr so durch die rosarote Brille wie am Anfang, wo vieles anders war, man einiges noch nicht gesehen oder einfach darüber hinweg geblickt hat. Wir haben viel gemeinsam gelacht, veil unternommen etc. Sie ist auch oft für mich da, unterstützt mich so oft es geht, will mit mir zusammen sein... aber man merkt hin und wieder, dass es ihr an die Substanz geht, da sie ja selbst genug um die Ohren hat (Kind, stressender Ex, Probleme innerhalb der Familie...). Da komme ich dann mit meinem Koffer voller Altlasten und da wirds dann nicht unbedingt einfacher (und umgekehrt). Warum bin ich mit ihr zusammen gekommen? Zum einen ist sie "mein Typ" Frau, zum anderen war es locker und lustig, als wir uns kennen gelernt haben. Es wurde zusammen gescherzt und gelacht, es gibt gemeinsame Interessen und Ansichten, ich hatte das Gefühl, als Mensch ernst genommen und respektiert zu werden so, wie ich bin. Ohne mich in irgendeiner Art verstellen zu müssen (was sowieso nicht gut gehen würde).

Sie sagt, dass sie sich hin und wieder "klein" neben mir fühl, wenn es um die Persönlichkeit geht, das Allgemeinwissen und derartige Dinge. Dabei bin ich definitiv nicht der dominante Typ Mann, der alles bestimmen will und eine Partnerin sucht, die kuscht und macht. Ich mag eher eine Beziehung "auf Augenhöhe", in der beide gemeinsam in eine Richtung schauen. Und ich gebe ihr sicher nicht die Schuld an allem, es gehören stets zwei dazu, wenn es funktionieren soll oder wenn Dinge im Argen liegen. Ich bin eher der, der Probleme anspricht (vermutlich auch schonmal zuviel des Guten), sie macht vieles eher mit sich aus. Da komme ich mir manchmal ausgeschlossen vor, vor allem dann, wenn ich dann gesagt bekomme, ich interessiere mich nicht genug, wenn es ihr nicht gut geht. Aber ich frage jeden Tag, wie es ihr geht, ob alles ok ist und so weiter.
 
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