Leidiges nicht-wirklich-verliebt-sein

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Gast
Hallo zusammen,
mir ist in den letzten Tagen etwas klargeworden, was sich wichtig anfühlt.
Aber eine kleine Einleitung: Ich verliebe mich nicht, verknalle mich aber so gut wie jede Woche. Das ist mir schon länger klar. Manchmal merke ich es früher, manchmal später. Aber nie ist ein dauerhaftes Gefühl da. Zum Beispiel vermisse ich nie jemanden, wenn dann doch wieder mal eine Beziehung scheitert und habe keinen Liebeskummer (jedenfalls keinen richtigen, sondern lassen einmal die Tränen fließen und dann ist die Sache vergessen). Falls ich am Anfang einer Beziehung bin, ist es auch nicht so, dass ich andere Männer nicht doch auch noch extrem attraktiv finde... usw.
Wie auch immer. Mir ist jedenfalls aufgrund einer "Erleuchtung" aufgefallen woran das liegt: Ich verliebe mich nicht in Personen, sondern in Vorstellungen. Ich hatte auch eher selten Beziehungen mit deutschen Männern, denn in meinem Hinterkopf ist immer der Gedanke: "Er [jemand aus einem anderen Land] nimmt mich dann mit in seine Welt und wir leben dort glücklich bis ans Ende"
Ist das alles Einbildung? Rede ich mir etwas schön, damit ich nicht verletzt werde? Oder kann ich einfach keine tieferen Gefühle entwickeln?
Kennt jemand dieses Problem?
Liebe Grüße
Lena
 
Hallo Lena,

es wäre ganz gut, wenn du dich registrieren würdest, damit du auf Fragen antworten kannst. Ich habe nämlich welche: Wie alt bist du? Hattest du schon einen Freund?
 
Wenn du bei einer Trennung keinen echten Liebeskummer hast, dann warst du auch nicht wirklich verliebt. Ich vermute mal: Eine Bindungsangst, die dich hindert, dich wirklich auf eine Beziehung einzulassen.

Vor was hast du Angst bei der Vorstellung, in einer Beziehung zu sein?
 
Ich verliebe mich nicht, verknalle mich aber so gut wie jede Woche.
Verknallen ist nicht dasselbe wie verlieben. Und verlieben ist nichts dasselbe wie lieben.

Ich persönlich verknalle oder verliebe mich äußerst selten. Dann aber nicht in Vorstellungen, sondern in das was die Menschen (trotzdem - ohne Wischiwaschi) wirklich sind, da sie das auch mir gegenüber zeigen (sollten/müssen/dürfen). Da gibt es auch kein herankommen von anderer Seite. Wenn es aber nicht nur in Verliebtsein sondern in Liebe gipfelt, dann weiß ich das auch.
Kann sein, dass du einen Schutz entwickelt hast. Sei es begründet in Jugendzeiten oder im generellen Mißtrauen (aus was auch immer entwickelt). Man schützt sich und lässt nichts zu.
Trotzdem bleiben viele Fragen offen, die du als Gast nicht beantworten kannst. Siehe oben auf die anderen bezogen.
 
Eigentlich wollte ich mich ja nicht registrieren, aber ich glaube ich habe es sehr unklar formuliert.

@FrauStern: Ich gehe mit riesigen Schritten auf die 30 zu, noch bin ich aber 29. ... Naja, definiere "Freund", bitte. Nicht, dass ich nicht schon sehr oft vor der Frage stand, ob wir - er (wobei das durch zahlreiche Namen ersetzt werden könnte) und ich - eine Beziehung führen wollten. Bislang hab ich immer einen Rückzieher gemacht, weil ich alles möglichst locker halten wollte und es noch andere interessante Personen in meinem Leben gab.

@nic99: Ja, ich weiß, dass ich noch nie verliebt war. Und ja, ich habe definitiv Bindungsängste. (Ich habe aus verschiedensten Gründen sehr lange eine Therapie gemacht.) Ich glaube die wirklich größten Ängste habe ich einerseits davor, dass ich die Fehler wiederhole, die meine Eltern gemacht haben, die übrigens noch immer unglücklich verheiratet sind, aber viel entscheidender ist der Punkt, dass ich Angst davor habe, etwas zu verpassen.

@Schneemond: Jap, ich weiß, dass je zwischen verknallen, verlieben und lieben Welten liegen. Vielleicht eine komische Frage: Woran liegt es generell, dass du dich in Menschen verlieben kannst? Bist du jemand, der keine große Vorstellungen vom Leben hat, oder eher jemand, der sich denkt, was sein könnte? Ich gehöre nämlich zur zweiten "Kategorie" (ich mag das Wort nicht, weil man Gefühle ja schlecht einkategorisieren kann)

So, die Fragen beantwortet 8-)
Und noch einmal: Ich glaube ich habe mich falsch ausgedrückt. Nichts desto trotz vielen Dank für die netten, persönlichen Beiträge, aber eigentlich wollte ich es ganz generell halten und fragen, ob jemand die Problematik kennt, sich in Lebenswege, die man mit jemandem gehen KÖNNTE, verliebt.
 
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