Kompliziert - Trennung?

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keyer

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Juni 2016
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Hallo zusammen,

ich hoffe jemand liest die Menge Text und evtl. hat der ein oder andere ja einen Tip für mich oder meine Situation.

Aktuell befinde ich mich (M34) seit 2 Jahren in einer Beziehung mit meiner Freundin (W28). Sie wohnt mit in meiner Wohnung. Wir haben einen sehr kleinen Freundeskreis was ich darauf zurückführe das ich recht introvertriert bin und sie neunen Bekantschaften grundsätzlich extrem skeptisch, fast feindlich gegenübersteht. Beruflich bin ich erfolgreicher als sie - verdiene ungefähr das doppelte - und habe trotzdem viel mehr Freizeit. Wenn sie von der Arbeit nach Hause kommt ist sie völlig platt, mehr als Abendessen und Couch ist dann für sie nicht drin.

Die Arbeitsteilung im Haushalt ist klar definiert, wobei sie mehr "Aufgaben" hat als ich, es ihr allerdings auch wichtiger ist das die Wohnung schön sauber & ordentlich ist.

Gemeinsame Hobbies haben wir keine, meins mag sie nicht und eigentlich hat sie gar keine Hobbies. Unsere Beziehung beschränkt sich eigentlich nur auf die Sonntage da sie Samstags immer arbeiten muss. Dann besucher wir in der Regel Familie, machen kleiner Ausflüge oder auch nix bzw. ich gehe meinem Hobby nach und sie langweilt sich alleine.

Der Sex ist seit ca. 1,5 Jahren - sehr viel weniger geworden, aktuell schlafen wir vielleicht noch alle 4-6 Wochen miteinander, dann auch nur kurz und leidenschaftslos. Sie weiß um meine sexuellen Vorlieben, sie kann oder will sie aber nicht erfüllen. Früher habe ich immer mit dem "Liebesspiel" begonnen und wurde immer wieder abgewiesen... habe wohl auch ab und zu zuviel Druck aufgebaut. Das habe ich dann geändert und es gar nicht mehr thematisiert, es hat sich aber nichts geändert.

Seit ca. einem Jahr streiten wir uns sehr viel - allerdings Schubweise. Meistens über den Haushalt, das Geldausgeben, ihr Verhalten Anderen gegenüber, mein Hobby, oder andere "Kleinigkeiten". Spätestens alle 2-3 Wochen eskaliert es wieder und es fliegen die Fetzen, allerdings eher von Ihrer Seite aus - ich bleibe dann (fast) immer ruhig und sachlich. Teilweise geht es soweit das sie sich einschließt, mit sich selbst über Suizid spricht. Wenn sie sich dann wieder beruhigt hat, kommt sie wieder an und entschuldigt sich.
Sie sagt mir täglich, meistens mehrfach das sie mich liebt - aber irgendwie glaube ich das sie sich das nur so selbst einreden will. Ich denke das ich sie noch liebe, allerdings nervt mich die Situation so sehr das ich es kaum zeigen kann.

Ihre Eltern sind vermögend und mögen mich sehr, finanziell hätte ich mit der Frau an meiner Seite langfristig ausgesorgt.

Mein Fazit an der Stelle:
Ich bin schon lange mehr in einer WG mit viel Ärger als in einer glücklichen Beziehung. Ich glaube Schluss gemacht habe ich noch nicht zum Einen aus Bequemlichkeit und zum Anderen ist die langfristige, finanziele Absicherung auch nicht zu verachten. Mittelfristig ist sie allerdings finanziell von mir abhängig.

Nun gab es vor ca. 7 Monaten eine Wendung. Ich habe eine Frau (W39) kennengelernt und seit ca. 6 Monaten eine Affähre mit ihr. Wir sehen uns ca. 1 mal die Woche und unsere Treffen sind sehr harmonisch. Sie hat zwei Kinder (12 & 5) und ist aktuell im Trennungsjahr von Ihrem Mann mit dem sie 13 Jahre verheiratet ist, will sich dann scheiden lassen. Wir liegen bei vielen Themen auf der selben Wellenlänge und sie kann sich absolut eine Beziehung mit mir vorstellen, ja drängt mich gerade zu meine aktuelle Beziehung zu beenden. Der Sex mit ihr ist der Wahnsinn... wir haben dort absolut identische Wünsche und Vorlieben und sie ist sehr experimentierfreudig. Sie arbeitet neben den Kindern noch zu 50%. Finanziell wäre sie vermutlich nach kurzer Zeit auch von mir abhängig was den gemeinsamen Lebensstandard angeht. Vom Alter her hatte ich noch nie ein Beziehung mit einer älteren Frau, bisher verstehen wir uns aber sehr gut.
Ich kann mir eine Beziehung mit ihr vorstellen, weiß aber auch das sich dann Themen wie eigene Kinder oder eigenens Haus erledigt haben.

Jetzt fühle ich mich wie in einer Zwickmühle:
- Affähre beenden, Freundin "behalten", mit den Problemen & wenigen Sex auskommen und versuchen es zu bessern, dafür langfristig finanziell ausgesorgt haben?

- Freundin verlassen und das Bekannte / Beständige und die langfristige finanzielle Sicherheit aufgeben? Dafür Beziehung mit der Affähre anfangen und Träume (eigene Kinder / eigenes Haus) vorraussichtlich aufgeben, dafür eine harmonische Beziehung und ein erfülltes Sexleben? Was ist wenn es nicht klappt? Sie zum Mann zurück geht? Vielleicht macht sie im Bett auch nur alles mit um sich und ihre Kinder finanziell abzusichern?

- Freundin verlassen, Affähre beenden und schauen was kommt?

Freunde und Familie würden den "Tausch" von krieselnder Beziehung mit langfristiger finanzieller Sicherheit gegen eine ältere, alleinerziehende Mutter vermutlich sehr skeptisch und mit einem Kopfschütteln sehen. Was denkt ihr? Vielleicht fällt auf das ich sehr viel über Geld nachdenke, ich weiß auch nicht wieso - ist mir wohl recht wichtig.

PS: Bitte keine Diskussion ob Affäre oder nicht, es ist wie es ist.

xxxxxxxx

Anmerkung nic99: Link und Mehrfach -Text gelöscht
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ja, das hab ich mir auch gleich gedacht, dass dir das Finanzielle extrem wichtig ist. Dabei verdienst du ja gut - wieso machst du dir Sorgen? Du musst halt wissen, was dir wichtiger ist - dein Seelenheil oder eine volle Brieftasche und ein Haus.

Deine aktuelle Beziehung ist wohl nicht das Richtige - wenns um dein Seelenheil geht. Finanziell bist du da auch nicht sicher - ihre Eltern können auch alles verlieren, was dann?

Die Affäre ist halt sozusagen ein Trostpflaster und Ausbrechen. Glaube nicht, dass das auch das Wahre ist.

Ich würde an deiner Stelle Option 3 wählen und einfach neu anfangen.
 
Für mich klingt es auch sinnvoller die 3. Option zu wählen. Du verdienst ja selbst auch nicht schlecht und mit Sicherheit wird sich eine Partnerin finden, die vom Alter, von den Wünschen, von den sexuellen Vorlieben, vom Gehalt, etc. passt. Ich würde in der Situation nichts wählen, was dich in irgendeiner Weise unglücklich macht oder eben zu viele Risiken beherbergt.
 
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