Ich weiß nicht mehr weiter, komme mit Trennung nicht zurecht

H

Haselnuss

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Mai 2010
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Hallo,
ich habe mich gerade spontan hier angemeldet, nachdem ich den Thread Herzschmerz gelesen habe. Mir geht es ähnlich wie Dine, wenn auch die Umstände etwas anders sind. Ich bin so verwirrt und weiß gar nicht mehr weiter. Ich hoffe, jmd. kann mir einen Rat geben oder seine Meinung dazu sagen...
Mein Freund und ich waren 2,5 Jahre zusammen. Wir haben uns am Wochenende getrennt. Seit ca. 10 Monaten gab es Probleme, wir haben häufig gestritten, seit ca. 3 Monaten sehr extrem. Wir haben uns meist nur am Wochenende gesehen (Fr oder Sa bis So/ Mo Morgen), da wir in verschiedenen Städten studieren. Dies war von Anfang an so und gerade für mich oft schwer, da ich ihn öfter sehen wollte und es zeitlich nicht ging.

Ich habe in den letzten Wochen oft über eine Trennung nachgedacht, da ich nach den Streitereien und wegen seinem Verhalten oft sehr traurig, wütend und enttäuscht war. Ich hatte oft den EIndruck, ihm ist vieles egal und dass er mich nicht (mehr) so sehr liebt wie zuvor. Ich hatte oft den Eindruck, dass nur ich mich bemühe etwas zu ändern. Er hat sehr viel zu tun an der Uni und auf der Arbeit, ich ebenfalls mit Uni und meinen Pferden. Die Pferde sind für ihn ein riesen Störfaktor, in den letzten Monaten extremer als vorher. Er sagt, er möchte mich nicht teilen, seine Zeit nicht nach den Pferden planen... Änderungen sind schwer, ich möchte die Pferde nicht abgeben, aber er sieht keine Möglichkeit das Problem zu lösen.
Wir haben schon sehr oft und ausführlich über die Probleme geredet und versucht, etwas zu ändern. Leider erfolglos. Nun sind wir also getrennt. Das Problem ist, dass ich ihn über alles liebe und er liebt mich auch noch. Das hat er mehrmals gesagt und ich weiß, dass es auch stimmt. Er möchte gerne mit mir befreundet bleiben und auch weiterhin über alles reden etc. Er schließt nicht aus, dass wir wieder zusammenkommen, wenn sich die Dinge geändert hätten (Lösung Zeitproblem und Pferde), aber er weiß selbst nicht wie es werden wird.
Ich weiß einfahc nicht was ich jetzt machen soll. Ich vermisse ihn und ich liebe ihn so sehr. Wir hatten soviele Pläne, zusammenziehen, Urlaub, wollten immer zusammenbleiben...er war immer mein Mittelpunkt. Und jetzt ist alles vorbei, alle Pläne sind weg, alle Träume geplatzt. Jede Sicherheit ist weg. Ich habe das Gefühl ich drehe durch. Die Zeit geht nicht rum, ich kann mich nicht konzentrieren, muss immer heulen.
Was meint ihr? Wie schätzt ihr die Lage ein? Hoffnungslos? Nur eine Pause? Endgültig?
 
hey haselnuss,

ja aber er hat dich doch mit den pferden kennengelernt oder? warum is es denn jetzt auf einmal ein problem für ihn?
ich hab selbst auch zwei hunde und auch schon die ein oder andere diskussion wegen ihnen gehabt, damals mit meinem freund...und ich für meinen teil hab nie daran gedacht die hunde weg zu geben, die können nix dafür das sie da sind wo sie sind...und sie waren auch die einzigen die am ende noch da waren...weiß man das bei dem momentanen partner?? nein weiß man nich!

würdest du sie denn ihm zuliebe abgeben? frag dich jetzt lieber mal was in eurer beziehung bisher schief gelaufen is...es kann ja nich alles nur mit den pferden zu tun haben!
sollte er dich nich so lieben wie du bist? die pferde sind dein hobby und ich finde es zeimlich egoistisch von ihm das er von dir verlangt die pferde abzuschaffen (mehr oder weniger) weil er dich nich teilen will...was kommt als nächstes? deine freunde passen ihm nich mehr?
für mich klingt das wie ne ausrede...denn er hat dich ja mit den pferden kennengelernt!
und wenn ich jemanden liebe dann verlass ich ihn nich!
ich vermute das es nen anderen grund für seine entscheidung geben muss...kann mich aber auch täuschen!

tut mir leid wenn ich das so hart schreibe...is auch nur meine meinung dazu!

lg die ratls
 
Zu Beginn der Beziehung hatte ich nur ein Pferd, nach ca. einem Jahr haben meine Eltern und ich ein zweites Pferd angeschafft. Er war dagegen, aber ich habe ihm gesagt, es seie meine Entscheidung. Vielleicht hätte ich mehr Rücksicht nehmen sollen. Aber er ist zeitlich auch so sehr eingespannt mit Uni und Arbeit, ist jeden Tag ca. 10-12 Stunden arbeiten. Ich muss das ja auch so akzeptieren. Die Tiere abschaffen kommt für mich nicht in Frage, denn 1. habe ich die Verantwortung für sie und sie sind mir wichtig und 2. würde es nichts bringen sie wegzugeben. Denn dann würde ich ihn bestimmt dafür verantwortlich machen und er hätte ein schlechtes Gewissen (?). Ich möchte seine Denkweise gerne verstehen, aber ich kann es einfach nicht begreifen, wie die Pferde ihn sooo extrem stören können. Es ist definitiv keine Ausrede von ihm. Er sagt eben, er möchte mich nicht teilen, sein Wochenende/ Urlaub etc. nicht nach den Pferden planen und es stört ihn, dass die Pferde (sowie auch mein Hund) ständig "dabei" sind. Der Hund läuft in der Wohnung hin und her, muss raus etc. Das stört ihn sehr. Ich kann es nicht nachvollziehen, ich kenne es aber auch gar nicht ohne Tiere :(

Wir hatten häufig Streit und das schon eine ganze Zeit lang. Wegen den Tieren, weil er so wenig Zeit hat und weil ich oft Probleme mit seinem Verhalten hatte. Am Anfang war er lieb, lustig, wollte viel unternehmen...seit ca. einem Jahr ist er nur noch gestresst von der Arbeit, schlecht gelaunt, meist musste ich etwas vorschlagen. Ich wusste oft nicht, ob er überhaupt etwas mit mir machen will oder ob ich ihm überhaupt wichtig bin.

Ich denke schon, dass man sich trennen kann obwohl man sich liebt. Liebe allein reichtmanchmal leider nicht. Aber ich frage mich, warum er nicht dazu bereit ist zu kämpfen. Sich richtig anzustrengen...wenn es ihm doch wichtig ist. Aber er sagt er hat keine Kraft dazu im Moment. Er schreibt zur Zeit seine Masterarbeit und hat demnetsprechend viel zu tun. Außerdem weiß er nicht, wie es danach weitergehen soll (Promotion- Wo?).
Ich kann meine Gedanken nicht ordnen, mir geht es wirklich schrecklich. Ich habe das Gefühl, ohne ihn hat alles keinen Sinn mehr :(
Würde mich freuen, wenn noch jemand etwas dazu schreibt.
 
Naja wenn sich die beiden eh so selten sehen, dann ist es verständlich das er ein Problem mit den Pferden hat. Die kosten ja auch ihre Zeit. Wie viel Zeit wendest du denn für die Pferde auf?

Ihr könnt schon noch zusammenkommen nur ihr müsst lernen aufeinander zuzugehen. Nicht nur der andere ist immer Schuld. Man muss bereit sein sich zu ändern und Probleme gemeinsam aus dem Weg zu schaffen.
 
Außerdem ist das studieren ja auch noch der ziemliche Zeitfaktor, aber da kann er eigentlich nichts gegen sagen da er ja auch selbst studiert wie ich das gerade in deinem Beitrag gelesen habe.
Es ist unsinn sich für seinen Partner zu enden bzw. etwas aufzugeben (deine pferde/freunde etc.) sowas nennt man auch Erpressung. Wer weiß wie lang das noch mit der Beziehung gut gegangen wäre. Es ist zwar schade und traurig aber was soll man machen..
Ich gebe Klingel recht, er muss auch mal sehen das du immer zurücksteckst und er alles bekommt was er will, / er seinen Willen durchsetzt
 
genau klingel und fully...da muss ich euch recht geben...und genau das meinte ich mit egoismus...so kann eine beziehung nicht funktionieren!
er selbst würde sein studium doch auch nich aufgeben wenn du es verlangen würdest (was ja auch totaler quatsch is) anstatt die zeit zu genießen die ihr beide habt, nörgelt er rum wegen der tiere -.-
 
Danke für eure Antworten. Er würde nicht verlangen, dass ich die Tiere abgebe, weil er weiß, dass sie mir wichtig sind. Aber er kann sich sein Leben nicht mit Tieren vorstellen. Deshalb ja auch die Trennung. Natürlich nicht nur. Weitere Probleme waren eben die Streiterein und das wir uns wenig gesehen haben, bzw. immer soviel zu tun hatten und nicht genügend Zeit füreinander hatten...
Ich möchte ihn nicht als Egoist hinstellen und mich als Opfer, auf keinen Fall! Ich verstehe nur nicht, warum Tiere so sehr stören können :( Die anderen Probleme wären zu lösen, wenn sich beide anstrengen. Aber ich bin auch nicht bereit, alles für ihn zu opfern und er bestimmt nur, ob es ihm denn recht ist oder nicht.
 
Naja ich sage es mal so, er braucht sich ja nicht um die Tiere kümmern zwar hast du dann weniger Zeit aber er muss es einfach einsehen,
wie schon gesagt wurde, er hat dich mit den Pferden kennengelernt.
Vielleicht solltet ihr euch mal in dem Sinne eine Auszeit gönnen, nicht in dem Sinne das ihr auseinander geht, sondern das ihr einfach mal in den Urlaub fahrt und über alles redet vielleicht geht es dann besser.
Ne du sollst dich in einer Beziehung auch nicht verändern, nicht wirklich. Wenn er damit nicht klar kommt ist es sein Pech.
 
Ähm alle die meinen sie soll sich nicht in der Beziehung verändern. Er aber anscheinend schon? So funktioniert keine Beziehung auf lange Sicht.
Mal von der Sache abgesehen, dass sich jeder Mensch mit der Zeit verändert, so ist es wichtig das Partner während einer Beziehung auf einander zugehen. Man hört oft das sich Paare aussernander leben. Wieso gehts also nicht das sie sich anpassen? Auf lange Sicht muss man Kompromisse machen, wenn man dazu nicht bereit ist, wird keine Beziehung ewig halten.

Klar der Mann muss auch auf sie zugehen, aber sie natürlich auch auf ihn. Das darf man nicht vergessen. Das hat nichts mit Verboten oder Befehlen zu tun. Jeder sollte von sich aus solche Schritte eingehen wollen.
Du musst für dich entscheinden, wer ist dir wichtiger die Pferde oder dein Partner fürs Leben? Natürlich kann ne Beziehung nur schwer funktionieren, wenn man sich niemals sieht. Dein Freund hat das bemerkt, weshalb ihr nun getrennt seit.

Man muss leider oft Hobbys aufgeben oder zumindest auf Eis legen (besonders während dem Studium, da ist das die Regel) um andere Dinge machen zu können. Eben zu studieren oder um Zeit zum ausspannen zu haben. Oder eben für den Partner.

Wie machte es denn dein Freund? Hatte er auch schon auf Dinge verzichtet um dich zu sehen? Wer von euch hat seltener Zeit, er oder du?

Natürlch man muss aufpassen, dass man selbst nicht zu kurz kommt. Aber wenn jeder der beiden Partner nicht nur an sich denkt, sondern auch öfter an den anderen und gerne Kompromisse eingeht, dann steht einer glücklichen Partnerschaft sogut wie nichts mehr im weg.
 
Also in einer Beziehung sollten schon beide etwas bekommen bzw. auf den anderen zugehen und mal seine Meinung akzeptieren,
genauso andersrum. Sonst kann eine normale Beziehung ja eigentlich nicht so richtig funktionieren.
Kompromisse sind wie im normalen Leben wichtig, stellt euch mal vor einer muss immer auf alles verzichten und der andere bekommt alles was er will,
also gerade schön wäre das sicherlich nicht.
 
Ihr habt ja recht. Ich weiß selbst nicht so richtig was ich jetzt will. Auf der einen Seite liebe ich ihn über alles und es stand für mich immer fest, dass es etwas sehr ernstes ist. Andererseits war ich oft traurig oder wütend über die Streitereien und sein Verhalten. Ich denke, ich werde erstmal abwarten. Mal sehen wie er sich in der nächsten Zeit verhält, ich möchte nicht den Eindruck haben, ihn irgendwozu zu zwingen oder zu drängen. Es tut nur so weh und ich kann mir gar nicht vorstellen, jemals wieder einen anderen Mann so lieben zu können. Und noch schlimmer wäre, wenn er plötzlich eine Neue hätte. Ohje.
 
Das glaube ich dir gerne.. :-( ob man dann so einen Mann wiederfindet ist eine andere Frage.
Genau schau jetzt erst mal und warte ab, vielleicht verändert er sich wenn du ihm sagst das du ihn über alles liebst, ihn aber nicht wegen solchen streitereien etc. verlieren willst.
Ich hoffe natürlich und drück dir ganz fest die Daumen das er sich ändert und du glücklich mit deinem Partner wirst.
 
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