glückliche Beziehung - verliebt in meinen besten Freund!?

Hi,
wenn es schon so verfahren ist, woraugf wartest Du eigentlich? Geh meinetwegen nackt in den Keller und fall über ihn her. Geh weiter zu seinen Konzerten, ist doch toll. Warum soll so was Eurer Planung entgegenstehen? Aber mach was!
Du bist gerade Statistin bei Deinem eigenen Leben. Wenn er Dich dann nackt wieder hoch schickt, versteh endlich, dass es vorbei ist. Aber still dazusitzen und augf ein Wunder zu hoffen bringt Dich nicht weiter....dann zieh Deine Konsequenzen.

Dein "Freund" ist eben angeknackst duch den Engländer. Ich denke mal, er braucht klare Statments. nicht "mal drüber reden". Zumal, wenn Du Dir wirklich klar bist, solltest Du das auch entsprechend kommunizieren können....


Grüße
 
... aber das bin ich mir ja nicht... wie gesagt, ich schwanke da täglich. :roll:
 
Hi,
na, dann verstehe Deinen Freund, wie soll er zu Euch stehen, mit Herz und Leidenschaft, wenn Du das nicht kannst? Deshalb habe ich Dir ja auch provokant unterstellt, Du hast das ein wenig hingeleitet mit Geständnis und so....

Grüße
 
Irgendwann ist genug gebabbelt.

Dann helfen nur noch Taten.
 
Was denn für Taten? Ich mag einfach auch nicht hingehen, und ihn "nackt aus dem Keller holen", nur um mir dann hinterher doch wieder unschlüssig zu sein. Das ist ja genau mein Problem... der Engländer ist für mich nicht abgehakt, auch wenn ich das wirklich versuche... auch eine Tatsache, die mich selbst extrem nervt, denn ich WILL nichts derartiges für ihn fühlen... ich bin mir einfach kein bisschen klar darüber, was und wen ich will... und wenn es so weitergeht, ende ich allein, weil keiner diesen Mist mehr lange mitmacht. Inklusive mir...
 
... dann freut sich vielleicht ein Dritter. :roll:


Wie kannst du Klarheit erwarten, wenn in dir nur Nebel ist? Das kommt doch an bei den Menschen.
 
Ich bin immer noch entsetzt darüber, dass sich an deiner Handlungsunfähigkeit seit Erstellen des Themas im letzten Jahr nichts geändert hat. :shock:
Du bist immer noch eine erwachsene Frau, die ihre Beziehung völlig passiv den Bach runtergehen lässt und in Gedanken vermutlich in England weilt.

Dein Freund hat dein Tagebuch gelesen und deine Gedanken als klar und strukturiert aufgefasst. Kein Nebel, keine Unsicherheit.

Ich hoffe, er findet seine Eier wieder und tut euch beiden den Gefallen, die Beziehung endlich zu beenden. Du bist dazu offenbar weiterhin nicht in der Lage. Schade.

Alles Gute.
 
Hast du Freundinnen / Freunde, mit denen du reden kannst?

Wenn nicht, nimm dir eine Auszeit, fahr ein paar Tage weg... das gibt Distanz (wie wenn du auf einem Berg stehst und das Menschenwerk ganz klein und unwichtig erscheint).

Frag dich: Was ist mir wirklich wichtig?


***


Kann es sein, dass die Beziehungen gerade deinen inneren Zustand spiegeln?

Sicherheit gegen Risiko, die Frage: "Kann ich alleine leben, bin ich alleine lebensfähig / glücklich?"


***


Auf Dauer kommst du nicht um diese Fragen herum.

Ist schmerzhaft, beinhaltet aber die Möglichkeit zu wachsen.


Ich hab mich nie mehr verändert als in den wenigen Zeiten, in denen ich ohne Beziehung war. Und: Ich mag mich so, wie ich jetzt bin.
 
Ist das nicht etwas einfach dahergesagt, MissMackie? Ich möchte mich selbst nicht als "beziehungsunfähig" einstufen, weil ich nach 8 Jahren, in denen ich mir doch immer 100%ig sicher war, auf einmal so aus der Bahn geworfen werde.
Aber mal ehrlich: woher weiß man denn, ab wann eine Beziehung zum gemütlichen, ausgetretenen Hausschuh wird? Ich hoffe ihr versteht das Bild... Ich will einerseits nicht um der Sache willen an etwas festhalten, das vielleicht gar nicht mehr wirklich funktioniert... andererseits bin ich niemand, der etwas leichtfertig hinschmeißt. Und ich glaube niemandem, der seit xy Jahren eine Beziehung führt und sagt es war immer alles klar... denn das kann nicht sein. Mein Freund ist jemand, für den es sich zu kämpfen lohnt. Falls wir den Karren aus dem Dreck bekommen, ist auch die Beziehung eine, für die es sich zu kämpfen lohnt. Daher will ich das tun.
Ist meine Unsicherheit wirklich so wenig nachvollziehbar?

Ich wünschte ich könnte mal einen Tag lang aus meiner Haut raus... dann würde ich mir selbst mein Tagebuch durchlesen und vielleicht wär mir dann auch alles genauso klar wie anscheinend allen anderen.
 
Und spitzwegerich... ja, ich spreche mit meinen Freunden darüber. Auf der einen Seite mit "meinen Mädels", also meinen besten Freundinnen seit mittlerweile 15 Jahren... die beide Männer kennen und mögen und Verständnis für die ganze Situation haben, daher kaum etwas raten können und meinen die Zeit müsse das zeigen und ich muss mir erstmal klar werden, was ich eigentlich will... auf der anderen Seite ein alter Freund von mir, der seit mittlerweile ca. 20 Jahren in einer Beziehung ist (verheiratet und zwei Kinder)... der mir gründlich den Kopf gewaschen hat und meinte ich sollte mir die Flausen aus dem Kopf schlagen und zusehen, dass ich "den Kerl" wieder aus dem Keller hole. Er sagt jeder kommt an diesen Punkt, er selbst habe seine Beziehung mehrfach angezweifelt im Laufe der Jahre und er gehe davon aus, dass das seiner Frau genauso ginge, aber es lohne sich, immer wieder neu zu arbeiten. Und mittlerweile haben sie zwei großartige, normal verrückte Kinder.
Mir geht es nicht um Sicherheit vs. Risiko... mir geht es darum, dass ich einfach nicht weiß, wo ich gefühlsmäßig stehe. In Bezug auf beide Männer. Alleine leben kann ich durchaus und ehrlich gesagt bin ich auch mit mir, so wie ich bin, ganz glücklich...
 
Anook... ich glaube, du willst beides. Die Vertrautheit und Sicherheit der alten Beziehung + das Kribbelnde, Lebendige der neuen... ein letzter (?) Test, was noch geht, bevor du dich abhakst, dich aufgibst? Was hat das Leben noch zu bieten? War's das schon?

So in etwa kommt es bei mir an.

Du wirst aber nicht beides haben können, das weisst du. Und wenn du so weiter machst, verlierst du beide.
 
Das möchte ich dir mitgeben:

Ein Krieger des Lichts schiebt seine Entscheidungen nicht auf.
Er überlegt genau, bevor er handelt: Er fragt sich, ob er ausreichend trainiert hat, welche Verantwortung er trägt und welche Verpflichtungen er gegenüber den Menschen hat, die er liebt. Er versucht, gelassen zu bleiben, und analysiert jeden Schritt, als wäre es der wichtigste.

Sobald der Krieger eine Entscheidung getroffen hat, setzt er seinen Weg fort: Er zweifelt seine Entscheidung nicht an undweicht nicht von seinem Weg ab, selbst wenn die Umstände nicht seinen Vorstellungen entsprechen.

War seine Entscheidung richtig, wird er siegreich aus dem Kampf hervorgehen, selbst wenn dieser länger dauert als erwartet. War seine Entscheidung falsch, wird er geschlagen werden und muß den Kampf von neuem aufnehmen - mit mehr Weisheit.

Ein Krieger des Lichts geht den eingeschlagenen Weg bis ans Ende.


(Paulo Coelho, "Handbuch des Kriegers des Lichts")

 
Ich ziehe mich aus diesem Thread zurück. Klingt dramatisch, meine ich aber nicht so. :)

Alles Gute auf deinem Weg.
 
Ist meine Unsicherheit wirklich so wenig nachvollziehbar?

Die Unsicherheit an sich nicht, aber dein Unvermögen in 6(!) Monaten endlich Fakten zu schaffen, um die Unsicherheit aufzulösen. Wobei mir schon klar ist, was du machst - einfach alle Optionen offen halten wollen, solange wie alle Beteiligten mitspielen. Und dann musst du schlussendlich das nehmen, was übrig bleibt (nichts).

Naja..letzten Endes ist die Situation halt genau so wie du sie (unbewusst?) die ganze Zeit provoziert hast. Deine Konsequenzlosigkeit über mehrere Monate hat dazu geführt, dass nun andere die Konsequenzen ziehen. Du wolltest dich nicht klar zu deiner Beziehung bekennen und das dafür Notwendige tun, nämlich den Kontakt zum Engländer abbrechen, und jetzt steht deshalb alles kurz vorm Abgrund. Die faire Quittung sozusagen.

Aber ich glaube auch, dass dich das gar nicht so sehr kümmert, du wolltest halt nur nicht der Arsch sein, der Schluss macht, sondern hoffst heimlich darauf, dass dein Noch-Freund das für dich übernimmt, damit du dich nicht ganz so fies fühlen musst. Ich denke, bald wird es soweit sein und dann kannst du munter die British sausage verschlingen, die du schon so lange begehrst. Und dann wird die Ernüchterung folgen, weil sie dir nicht schmeckt.

Übrigens, was dein Freund gerade macht, ist sich mental auf das Singleleben vorzubereiten. Und dazu gehören halt in seinem Fall in Anlehnung an die good old days Kippen, Alk und Band. Bald dann noch die Groupies im Hinterzimmer, sobald das mit euch final geklärt ist, und alles ist wie früher.
 
Die Unsicherheit an sich nicht, aber dein Unvermögen in 6(!) Monaten endlich Fakten zu schaffen, um die Unsicherheit aufzulösen. Wobei mir schon klar ist, was du machst - einfach alle Optionen offen halten wollen, solange wie alle Beteiligten mitspielen. Und dann musst du schlussendlich das nehmen, was übrig bleibt (nichts).

Naja..letzten Endes ist die Situation halt genau so wie du sie (unbewusst?) die ganze Zeit provoziert hast. Deine Konsequenzlosigkeit über mehrere Monate hat dazu geführt, dass nun andere die Konsequenzen ziehen. Du wolltest dich nicht klar zu deiner Beziehung bekennen und das dafür Notwendige tun, nämlich den Kontakt zum Engländer abbrechen, und jetzt steht deshalb alles kurz vorm Abgrund. Die faire Quittung sozusagen.

Aber ich glaube auch, dass dich das gar nicht so sehr kümmert, du wolltest halt nur nicht der Arsch sein, der Schluss macht, sondern hoffst heimlich darauf, dass dein Noch-Freund das für dich übernimmt, damit du dich nicht ganz so fies fühlen musst. Ich denke, bald wird es soweit sein und dann kannst du munter die British sausage verschlingen, die du schon so lange begehrst. Und dann wird die Ernüchterung folgen, weil sie dir nicht schmeckt.

Übrigens, was dein Freund gerade macht, ist sich mental auf das Singleleben vorzubereiten. Und dazu gehören halt in seinem Fall in Anlehnung an die good old days Kippen, Alk und Band. Bald dann noch die Groupies im Hinterzimmer, sobald das mit euch final geklärt ist, und alles ist wie früher.
Fantastischer Beitrag, dem nichts mehr hinzuzufügen ist. Danke!
 
..........Mir geht es nicht um Sicherheit vs. Risiko... mir geht es darum, dass ich einfach nicht weiß, wo ich gefühlsmäßig stehe. In Bezug auf beide Männer. Alleine leben kann ich durchaus und ehrlich gesagt bin ich auch mit mir, so wie ich bin, ganz glücklich...


Ich hab deine ganze Geschichte jetzt auch mal gelesen. Und man kann sich ja mal im Rückblick gedanken machen. Ich versuche es mal kürzer:

Dein Fehler war, das du dich mit dem Engländer auf keine Affäre eingelassen hast. Denn wenn du so etwas machst, geschied immer was. Mit höchster Wahrscheinlichkeit wäre folgendes geschehen:

Du merkst, dass das mit dem Engländer gar nicht so ist, wie du dir das in deiner Phantasie vorgestellt hast. Und dein Freund hätte es über kurz oder lang auch bemerkt und wäre in der Lage gewesen, eine Entscheidung zu treffen, nämlich nicht in den Keller, sondern auszuziehen.

Und das wäre für euch alle, den Engländer, für dich und deinen Freund besser. Denn dann würdet ihr endlich nicht mehr rumeiern sondern euch der Wirklichkeit stellen.

Und nebenbei: Für dich wäre es ein Lernprozess. Dass du dich selber besser kennenlernst: Dass du gar nicht so moralisch bist wie du tust. Dass eine wirkliche Affäre ehrlicher und moralischer ist, wie wenn sie nur in deiner Phantasie statt findet und du nur in der Phantasie untreu bist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe gestern viel über eure Beiträge nachgegrübelt.
Vielleicht stimmt das... ich glaube aber, dass die Betrachtungsweise zu einseitig ist. Vielleicht sieht es nach dem, was ich bisher alles geschrieben habe, genau danach aus.
Aber damit sagt ihr ja, dass sämtliche Probleme komplett von mir selbst verschuldet sind. Rumeiern, Inkonsequenz, was auch immer. Aber was ist denn mit der Tatsache, dass wir seit 8 Jahren zusammen wohnen und das die letzte Weiterentwicklung war, die unsere Beziehung hatte? Seit einigen Jahren schon mache ich mir Gedanken, wieso das so ist... denn er weiß, wie mir die Punkte Heiraten und Kinder am Herzen liegen. Wir hatten das Thema im Laufe der Jahre immer wieder... und es war eigentlich immer klar, dass das "mal" passiert. Aber warum passiert es dann nicht? Ich habe angefangen, bitter zu werden, wenn wir von Freunden Einladungen zu deren Hochzeiten bekamen. Ich hasse es, so zu sein. Seine Begründung, wenn wir darüber gesprochen haben (egal ob Heirat oder Kinder kriegen) war immer unsere finanzielle Situation. Schließlich würden wir nur einmal heiraten, und er möchte, dass das vernünftig ist, dass ich mich da gerne dran zurück erinnere. Er möchte, dass wir unseren Kindern etwas bieten können. Mir ging es nie um die Hochzeitsfeier, das habe ich ihm auch immer gesagt. Ich brauche keine tolle Party und kein teures Kleid. Und, Entschuldigung, aber wenn ich mit dem Familie gründen warten muss, bis ich irgendwann mal finanziell besser dastehe als jetzt... dann kann ich das gleich knicken. Wir sind Musiker und leben, ohne Übertreibung, von der Hand im Mund. Aber wir leben, wir können die Miete für unser Häuschen zahlen, wir zahlen die Raten fürs Auto ab, und dass uns zuletzt der Strom abgestellt wurde weil wir die Rechnung nicht bezahlen konnten, ist 7 Jahre her. Wir kommen zurecht. Ich sehe nicht ein, dass ich auf Kinder verzichten muss, obwohl wir beide arbeiten gehen und finanziell zurecht kommen, während jeder Hartz IV Empfänger Kinder haben kann und das auch hinbekommt.
Und verdammt nochmal, ich bin nicht für alle Probleme, die zu diesem Punkt geführt haben, allein verantwortlich. Ich liebe diesen Mann, aber ich will diesen Stillstand nicht mehr.
Ich glaube, dass das für mich eine ganz große Rolle dabei gespielt hat, dass ich mich von dem Engländer so angezogen fühlte. Und am alleranziehendsten fand ich ihn, als ich in England war und sein Neffe und seine Nichte waren da und hatten ihre Kinder mitgebracht... 5 kleine Kinder, die da rumwuselten, im Alter von wenigen Wochen bis 3 Jahren... und er war so großartig mit den Kindern. Ich konnte die Augen nicht von ihm abwenden, wie er dastand, ein Kind auf dem Arm und das andere an der Hand, während er sich unterhalten hat... als wäre es das natürlichste der Welt. Er ist einer dieser "Secondhand-Typen", er ist 36 und geschieden und als der jüngste von 3 Kindern hat er die Kinder seiner Geschwister aufwachsen sehen und jetzt halt schon deren Kinder. Er ist Familienmensch pur... und mein Freund scheint in der Richtung einfach mal kaum Ambitionen zu haben.
Ihr stellt mich echt als völlig unverantwortlich und inkonsequent dar... ok, inkonsequent war ich... aber sowas ist leider auch nicht immer so klar und offensichtlich, wie es für Außenstehende scheint.
 
Sorry, aber deine letzte Aussage lässt dich auch nicht besser dastehen.

Denn das bedeutet letzten Endes, dass du nicht nur deine jetzige Beziehung nicht nur wegen dem Engländer sabotierst, sondern auch, weil du über 8 Jahre lang nicht in der Lage warst, deine Familienwünsche mit deinem Partner umzusetzen, das also quasi in dich hineingefressen hast anstatt konstruktiv und mit Bestimmtheit daran zu arbeiten, und dass du jetzt insgeheim den bequemen Umweg (den des vermeintlich leichtesten Widerstandes) mit einer anderen Person zu dieser Zielerreichung gehen willst.

Du gaukelst dir selber die perfekte Beziehung vor (siehe auch Thread-Überschrift) und willst es eigentlich doch ganz anders, eierst jahrelang nur rum, anstatt entweder mit deinem Freund die Familie aufzubauen, die du angeblich so sehr haben willst, oder aber zu sagen "wenn du nicht willst, geh ich halt" und jetzt eierst du wieder ewig lange mit dieser "neuen" Situation rum, weil du dich zu nichts wirklich entgültig bekennen kannst / willst. Letzten Endes kann man sagen, dass du fast ein ganzes Jahrzehnt der Inkonsequenz und Passivität gelebt hast, jetzt mit Anfang 30 in Panik bekommst, dass dir alles entgleitet, und dennoch fährst du weiter diesen Kurs.

So oder so, ob mit deinem Freund, dem Engländer oder einfach mal allein für dich, TU ENDLICH MAL WAS, MÄDEL. Wirklich, krieg den Arsch hoch und warte nicht mehr darauf, dass andere ihn dir hinterher tragen. Sonst wirst du auch noch das nächste Jahrzehnt auf der Stelle treten und dann hat sich dein Familienwunsch sowieso von selbst erledigt und dir wird eine weitere Entscheidung einfach so abgenommen, weil du selber keine treffen wolltest und dafür die Verantwortung übernimmst.
 
Sorry, aber deine letzte Aussage lässt dich auch nicht besser dastehen.

Glaubst du, dass es mir darum geht? Tut es nicht.

Du gaukelst dir selber die perfekte Beziehung vor (siehe auch Thread-Überschrift) und willst es eigentlich doch ganz anders, eierst jahrelang nur rum, anstatt entweder mit deinem Freund die Familie aufzubauen, die du angeblich so sehr haben willst, oder aber zu sagen "wenn du nicht willst, geh ich halt"

Frage: wie tut man das deiner Meinung nach auf eigene Faust? Pille absetzen und los geht's?
Wir haben oft darüber gesprochen. Er hat nie gesagt, dass er nicht will. Wie vorher bereits gesagt haben wir auch gemeinsam vor ca. anderthalb Jahren beschlossen, da aktiv zu werden... Pille abgesetzt etc. Er hat immer vermittelt, dass er das auch will, dass er nur gerne einen etwas stabileren Unterbau gehabt hätte, finanziell gesehen. In der Hinsicht habe ich mich ja bereits durchgesetzt. Diesen Vorwurf kann ich also echt nicht nachvollziehen.
 
Und verdammt nochmal, ich bin nicht für alle Probleme, die zu diesem Punkt geführt haben, allein verantwortlich. .

Naja, man kann schon sagen, dass Menschen, die in einer für sie schlechten Situation bleiben zumindest daran schuld sind, nicht zu gehen. Weißt Du, Dein Partner muss gar nicht 100% Deiner Vorstellungen teilen, nur weil er Dein Partner ist. Er kann sogar 100% andere Vorstellungen haben. Muskierleben ohne Kinder und Heirat. Das wäre dann gar nicht "böse" von ihm.....

Es wäre dann Deine Aufgabe, für Dich die richtigen Schlüsse zu ziehen und zu gehen. Dir jemanden suchen, der besser zu Dir passt. Da hilft doch auch "die Liebe" nicht mehr....

Du dagegen entscheidest halt nicht gerne. Das müssen Andere machen. Habe ich ja schon ganz zu Anfang gesagt, aber Du gehst (absichtlich?) leider nie drauf ein. Auch bei YKMN nicht....

Wenn er Dich eben immer hinhält, wollte er nicht. Dieses "irgendwan" heißt ja auch "so mit Dir jetzt nicht".

Es verlangt ja keiner von Dir, dass es für Dich so locker flockig ist, wie wir das von hier aus sehen können, aber Du verteidigst Dein Hilfskonstrukt ja geradezu, nur um Dich nicht bewegen zu müssen....so macht das auch keinen Sinn, weil Du immer wieder von vorne anfängst und kein Entwicklungsprozess stattfindet.

Schade eigentlich

Grüße
 
Das war keine Absicht, dass ich da nicht drauf eingegangen bin. Mir ist bewusst, dass mein großes Problem meine Entscheidungsunfähigkeit ist. Aber ich bin einfach nicht so überzeugt davon, wie ihr anscheinend, dass meine Beziehung so am Ende ist. :(

Was für Möglichkeiten hätte ich denn, mich "zu bewegen"? Die Beziehung beenden?
 
Hi,
na, wenn Du nicht über Dein Leben entscheidest, wer dann? Zumal Du nichts über Dich lernst, wenn Du die Verantwortung abgibst. Deshalb bist Du ja in dem Dilemma. Fehlende Entscheidungswilligkeit beinhaltet ja auch fehlende positive Lernprozesse...

Grüße
 
Was für Möglichkeiten hätte ich denn, mich "zu bewegen"? Die Beziehung beenden?

Darauf müsstest du eigentlich von selber kommen....

Es hängt davon ab, was du willst:

Wenn dir die Beziehung das wichtigste ist und du auch bereit bist, für diese ggf. auch einen Teil deiner Träume aufzugeben (Hochzeit, Kinder), dann bleib bei ihm und gib da richtig Gas. Und das beinhaltet auch, dem Engländer für immer Lebwohl zu sagen. Gefahr ist hier halt, dass das Kind schon in den Brullen gefallen sein könnte und dein Freund keine Lust mehr hat.

Wenn du den Engländer willst, zieh einen sauberen Schlusstrich mit deinem Freund und wage den Versuch. Sei dir aber bewusst, dass die Chancen hier nicht besonders gut stehen, da a) anderes Land und b) zuviel Negatives vorgefallen zwischen euch, als es dass es klappen könnte und c) es gut möglich ist, dass er ebenfalls vorstellungsmäßig nicht mit dir auf einer Wellenlänge ist deine Familienaussichten entsprechend schlecht aussehen.

Die dritte Option wäre, sich von allem loszusagen und einen richtigen Neuanfang zu machen. D.h. beiden Männern entsagen und einfach mal ein wenig abschalten, das Leben genießen, in sich kehren und reflektieren. Und irgendwann, wenn du bereit bist und wirklich weißt, was dir im Leben wichtig ist, dich auf jemand Neues einlassen, der die Dinge so sieht wie du.

Zuletzt kannst du auch versuchen, beide zu haben mit Beziehung und Affäre. Eine Affäre könnte dir Klarheit verschaffen, aber auch Türen verbauen. Deinem ultimativem Lebenstraum bringt dich das aber auch nur bedingt bis gar nicht näher.

Alle Optionen haben ihr Für und Wider. Doch wenn du dich nicht entscheidest, wird wieder für dich entschieden und du musst Vorlieb nehmen, mit dem was übrig bleibt. Und das Szenario solltest du um jeden Preis verhindern wollen. Aber das beinhaltet, wie gesagt - Arsch hochkriegen!
 
Danke euch. Genau das muss ich für mich klarkriegen...
Ich habe z.Zt. keinen Kontakt mit dem Engländer. Ich habe ihm gesagt, dass ich eine Auszeit brauche, um mir für mich über einiges klarzuwerden.
Mein Freund wohnt ja, wie bereits gesagt, seit bald 3 Wochen im Keller... das ist das meiste, was ich an "Abstand nehmen" hinbekommen habe und hoffe, dass es mich zu der Selbsterkenntnis führt.
Ja, die Gefahr ist da, dass mein Freund eh keine Lust mehr hat... zwischendurch wirkt es so.
Hochzeit ist eine Sache, aber auf Kinder verzichten... das könnte ich nicht freiwillig. Vielleicht muss ich das mal endgültig abklären, wie er dazu steht...

Mit dem Engländer würde es, wie ich glaube, nicht funktionieren. Anderes Land wäre dabei das geringste Problem. Auch das mit den Familienaussichten ist kein Problem, denn er wünscht sich eigentlich nichts mehr. Was alles Negatives zwischen uns vorgefallen ist... was denn?
Nein, das größte Hindernis wären seine eigenen Probleme, die er dringend in den Griff kriegen muss. Er kämpft (gerade durch die aktuelle Situation wieder brandaktuell) mit Depressionen, ist deshalb auch in Behandlung und ist arbeitslos und hat quasi kein Leben... das eine ist ursprünglich durch das andere bedingt. Er hat durch Depressionen seinen Job verloren und ist einer der Menschen, die ihr Glück von anderen abhängig machen. Als ich ihn kennenlernte, kämpfte er sich gerade aus einer gescheiterten Beziehung heraus... ich habe ihm dabei geholfen und bin so einige Male ziemlich erschrocken. Er hat eine Menge zu geben, ist sehr liebevoll, großherzig und aufopferungsvoll, aber von sich selbst hält er kaum etwas. Ich möchte nicht mit jemandem zusammen sein, der in dieser Hinsicht so "bedürftig" ist, dass er für sein Glück jemand anderen benötigt, der nicht in sich selbst ruht. Das klingt irgendwie übel, wenn ich das so formuliere... aber er hat so einige Baustellen, die ich mir nicht aufhalsen möchte. Was leider nichts daran ändert, dass ich ihn als Person großartig finde.

Und die dritte Option... käme in Frage, wenn die erste nicht klappt. Denn ich würde nicht meine Beziehung für den Engländer beenden, sondern ich würde meine Beziehung dann beenden, wenn ich der Überzeugung wäre, dass sie nicht funktioniert... oder für mich nicht funktioniert... und was danach kommt, kommt danach. Ich war noch nie ein Fan davon, sich direkt in etwas Neues zu stürzen...

Aber wie gesagt, das muss ich für mich erstmal klarkriegen.
Danke für eure Tipps und Hilfen... und entschuldigt, wenn ich mich auf meinem Selbstfindungsweg dämlich anstelle.
 
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