Freundin will keine Kinder mit Partner anderer Religion

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azone

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Aug. 2014
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Hallo,

wir sind beide in den 30ern und seit einem Jahr zusammen. Ich fühle mich seit einiger Zeit zum Buddhismus hingezogen und beschäftige mich zunehmend damit. Für meine Freundin geht das gar nicht. Sie ist evangelisch und sagt sie will keine Kinder mit einem Buddhisten. Was ist dann an den Feiertagen? Sie will niemanden der gegen Gott ist. Wenn ich für Buddhismus bin, bin ich gegen Gott sagt sie. Ich kann mich zwar damit beschäftigen und Übungen machen, aber wenn ich mich offiziell zum Buddhismus bekenne ist das etwas anderes. Dass ich bereits lange vor unserer Beziehung aus der Kriche ausgetreten war wußte sie von Anfang an. Religion hat bisher nie eine Rolle gespielt. Was haltet ihr davon? Wie ich sie kenne wird sie nicht weiter darüber reden wollen. Damit steh ich plötzlich vor einem ernsten Problem und in Ungewissheit was unsere Zukunft angeht.Den ihr Ton klingt als hängt sie davon ab.

lg
 
Hallo azone,

so wie du es schilderst, klingt das ganz so, als weiß sie gar nicht, was Buddhismus bedeutet und stellt es gleich mit anderen, zum Beispiel der muslimischen Religion....

wenn es für sie aber so ein großes tabu Thema ist, dann lebe doch deine Religion einfach für dich aus.....solange sie damit nicht konfrontiert wird, ist es doch okay....
 
@Nachtmensch
Stimmt, von Muslimen und religiösen Ritualen hat sie auch gesprochen. Ich denke auch, dass sie nicht viel darüber weiß. Sie will aber auch nicht viel darüber wissen. Am liebsten will sie gar nicht darüber reden. Sie hat sich ein paar Sachen angelesen, wie streng das doch wäre und das die alle Veganer sind etc. und scheint zu denken ich würde das alles befürworten und auch so werden oder was auch immer.

Es läßt sich nicht vermeiden, dass sie mich mal meditieren, oder ein Buch darüber lesen sieht, was dann immer wieder Zorn in ihr anschwillen läßt, was dann in ihr immer mehr wird, was ich natürlich merke, und irgendwann bricht es aus. Von daher ist für "für mich ausleben" nicht wirklich eine Option.
 
Naja, aber es ist doch deine freie Entscheidung und wenn sie dich dein Leben nicht so leben lässt wie du es willst und das auch akzeptiert, dann ist sie vielleicht nicht die Richtige....
 
Sehe ich auch so. Wenn sie den Religions-Unsinn über eure Beziehung stellt, kannst du sie eh in die Pfeife rauchen. Du kannst versuchen, es ihr nochmal in Ruhe zu erklären, aber wenn das nicht funktioniert, leg es halt drauf an.
 
Sie ist evangelisch und sagt sie will keine Kinder mit einem Buddhisten.
Dafür hat sie mein vollstes Verständnis!
:eusa_naughty:Nach /in welchem Glauben sollten dann die Kinder erzogen werden?
In ihrem, oder in deinem Glauben ?

Kinder die in einem,für die meisten Menschen unverständlichem Glauben,
leben..respektive leben müssen,bleiben immer Außenseiter!

Das Einzige was euere Beziehung diesbezüglich "noch retten kann",ist jetzt sofort ein deinerseitiges schriftliches Einverständnis beim Notar,
...das die Kinder,so sie denn da sind,evangelisch erzogen werden!
 
Dafür hat sie mein vollstes Verständnis!
:eusa_naughty:Nach /in welchem Glauben sollten dann die Kinder erzogen werden?
In ihrem, oder in deinem Glauben ?

Kinder die in einem,für die meisten Menschen unverständlichem Glauben,
leben..respektive leben müssen,bleiben immer Außenseiter!

Das Einzige was euere Beziehung diesbezüglich "noch retten kann",ist jetzt sofort ein deinerseitiges schriftliches Einverständnis beim Notar,
...das die Kinder,so sie denn da sind,evangelisch erzogen werden!
:shock:


............................

Denkst du, dass eine Beziehung mit einer Partnerin dauerhaft funktonieren kann, die nicht tolerant und noch weniger bereit ist über ihren Tellerrand hinauszuschauen und zudem das mögliche "Morgen" über das einzig wichtige "Jetzt" stellt? Ist das die Mutter, die du dir für deine Kinder wünschst?
 
:shock:.......................... Denkst du, dass eine Beziehung mit einer Partnerin dauerhaft funktonieren kann, die nicht tolerant und noch weniger bereit ist über ihren Tellerrand hinauszuschauen und zudem das mögliche "Morgen" über das einzig wichtige "Jetzt" stellt? Ist das die Mutter, die du dir für deine Kinder wünschst?
Mit Verlaub
habe selten solch weltfernes Gebabbel gelesen,die Partnerin "denkt an die späteren Kinder",nicht an sich!
Was hat dann dies mit Toleranz zu tun? :eusa_doh:
Setze du mal erst eigene Kinder in die Welt,damit wir hier eine Gesprächsgrundlage haben!

Ich muss mir keine Mutter für Kinder wünschen
,habe 3 Kinder,5 Enkelkinder + 2 Urenkel!
 
Don Diro, die gepunktete Linie bedeutet, dass das was darunter geschrieben ist, sich nicht auf das Obere bezieht. Vielleicht hätte ich das noch deutlicher kennzeichnen sollen. Der untere Abschnitt war aber direkt an den Threadersteller gerichtet und nicht an dich. ;)

Ach und.. ich denke ich bin ziemlich nah dran an dieser Welt und gar nicht so fern, wie du vielleicht denkst. Dafür brauche ich nicht zwingend Kinder in die Welt zu setzen.
 
Mal abgesehen von der ganzen Kinderproblematik.
Unterschiedliche religiöse Auffassungen sind keine gute Voraussetzung für eine dauerhafte positive Partnerschaft. Genauso wie es keine gute Basis ist dem Partner seine Religiostät zu beschränken. Um die Beziehung am Laufen zu halten gehört sehr viel Toleranz dazu, die die meißten nicht aufbringen können.
Kenne dies aus eigener Erfahrung. Sowohl bei meiner Frau und auch mir (beide nicht religiös) war das mit ein wesentlicher Grund für das Scheitern der ersten Ehe.
 
Ich denke, spätestens wenn man Kinder hat muss man sich gegenüber Behörden entscheiden ob und welche Religion man angeben will. Spontan kann ich mir nicht vorstellen dann ausgerechnet die Religion anzugeben, die in der Gesellschaft wenig angekommen ist. Mal davon ab, das Buddhismus wenig religiöses an sich hat und in Deutschland nicht als Religion anerkannt ist. Dann bleibt die Wahl zwischen evangelisch und keine Religion. Wenn die getroffen ist, ist das formale erledigt. So oder so, was bedeutet das schon. Bspw. Weihnachten. Das ist eine schöne Zeit, egal ob man nun keine Religion hat oder eine in der es das Fest nicht gibt. Ich würde es trotzdem genießen meine Familie zu sehen, sich zu beschenken und eine ruhige Zeit miteinander zu verbringen. Nur weil ich für etwas bin bin ich ja nicht automatisch gegen das andere.
Im Alltag spielt Religion ohnehin bei uns beiden keine Rolle. Ich glaub auch nicht, dass sich daran etwas ändern wird, wenn wir Kinder haben. Daher hoffe ich, dass sich die Wogen etwas glätten, und das ganze nur eine unbedachte, erste Reaktion war.
Nur mal so als Gedankenspiel: Mal angenommen ich wär plötzlich wieder evangelisch, zücke bei jeder Gelegenheit das Neue Testament raus und wähle Jesus am Kreuz als mein neues Facebook Titelbild. Das wär ihr dann sicher auch zu viel.
 
Also // mein senf dazu//

@TE
Also Mich würde das ganze erher anspornen die Frau aus der Ecke zu locken um zu erfahren, was sie über Ihre Religion eigentlich weis - oder auch nicht. -> dazu gehört aber, dass du dich mit ihrer gut auskennst...
Natürlich sollt sie auch dafür bereit sein.... UND bissl weltoffen, was deinen erzählungen nach sie nicht ist...
Und den Kindern das Beste aus beiden Welten anbieten/ zu Teil werden lassen....Denn strickt an eine Religion zu Halten kann man sich Heut nicht -wenn es jemand doch versucht - ergebnisse sind in den Nachrichten zu sehen....

@DonDiro
Bei deiner Antwort stellen sich bei mir alle Haarezu Berge....
1. Überhaupt auf die Idee zu kommen Erziehung von Religion abhängig zu machen und seine Kinder auf eine zu beschränken ist in der heutigen welt der Globalisierung weltfremd. Kinder Brauchen Zuneigung und Liebe
2. Sich das von seinem Partner notariell beglaubigen zu lassen? Dann kann ich ja auch gleich ein Terminkalender für geminsame Unternehmungen,Sex, Denkweisen und Verhaltensregeln für die nächsten 10 Jahre erstellen und es gleich mit beglaubigen lassen.
3. Schließt an Punkt2. Genauso sollte man es machen und die Entwicklung eines freien Geistes und des gesunden Menschenverstandes ist dahin. Genauso wie die Idee eines (Geistig)mündigen Bürgers.
4. Ja, ich begegnete/begegne genug Beispiele der selbst - auferlegten Selbstrestriktion, welche in Unsicherheit und Behinderung der eigenen Entwicklung mündet, nur weil man nach irgendwelchen Prinzipien erzogen wurde. UND die einen selbst erst viel später bewusst werden.
5. Die Eltern sollten sich zwar gemeinsam auf einen Weg einigen, jedoch wenn sie meinen Sie selbst würden ach so viel beitragen: da irren Sie - Eltern sollten den Weg nur etwas leiten(mehr können sie eh nicht tun, denn effektiv sind sie nur zum geringen Teil an der Persönlichkeits-formung beteiligt) und unterstützen.
6. Erstmal jemand von oben herab zu behandeln und zu behaupten, dass du - der ja Kinder in die Welt gesetzt hast etwas besonderes hast ,dass Kinderlose keine Ahnung haben wovon du redest.... echt schwach!
a) Natürlich wirst du behaupten , du hast ja alles richtig gemacht und dies auch wehement verteidigen...
b) Es gibt auch Menschen, die aus Fehlern anderer Lernen und eine Eigene Meinung Haben.
c) Wenn es dir gelüstet könne wir entweder ein Tread aufmachen oder auch per PN über Erziehung weiterdiskutieren. Nur ob es dir schmecken wird weiß ich nicht.
d) Meistens muss man nicht die Kinder, sondern die Eltern in einigen Punkten erziehen damit sie in der Lage sind Kinder zu erziehen, denn die Kinder sind meistens viel weiter als Ihre Eltern.....

//mein senf dazu aus//

@ azone

Budhissmus hat wenig religiöses an sich???? sag mal.... hast du grad über das bissl nachgedacht????? Es mag ja sein, dass sie laut Gesetzt keine Religion ist, aber weist du wieviele Menschen dieser Religion und derren "Ausläufer" angehören???An was da geglaubt wird ?An welche Regeln sich da gehalten wird und welche nicht? An was und wen da geglaubt wird?Welche "Rituale" da existieren und welche nicht?
Nur weil wir ein Halbwissen über die uns nicht gängigen Religionen haben, wird hier unbedacht und wild durchenander behauptet....
Und was heißt "angekommen"? Muss eine bestimmte religion "IN" sein? Oder ist es grad so Mode?
Also echt jetzt.....
 
Zuletzt bearbeitet:
1. Überhaupt auf die Idee zu kommen Erziehung von Religion abhängig zu machen und seine Kinder auf eine zu beschränken ist in der heutigen welt der Globalisierung weltfremd. ....
:eusa_naughty:Mal wieder etwas komplett falsch verstanden!
Gemeint war die Erziehung im Sinne des Glaubens
Beispiel:
Ehepaar mit 2 Töchtern/Glaubensrichtung "Zeugen Jehovas"
Es gibt keine Geburtstagfeier,kein Ostern, kein Weihnachten

Will heißen, diese Töchter konnten zu keinem dieser Tage,zumal in einem katholisch geprägtem Dorf,andere Kinder,zwecks Kindergeburtstag, zu sich nach Hause einladen,auch nicht mit anderen Kindern an kirchlichen Feiertagen teilnehmen,ja nicht mal(läst der Glauben nicht zu)auf andere Kindergeburtstage gehen!

Das stempelt sie so zu Aussenseitern!
Habe die Töchter ab ihrem 8. Lebensjahr bis zu ihrem ~ 22. Lebensjahr hier im Hause aufwachsen gesehen.
Die 2 waren immer alleine,
sie hatten niemals Freunde,weder im Kindergarten,noch in der Schule,noch in ihrer Teenagerzeit!

Als sie dann 20 + 22 Jahre alt waren
erst dann kamen ihre "Herzensfreunde hier zu Beuch ins Haus,wiederum Zeugen Jehovas,denn mit Burschen,die nicht dieser Glaubengemeinschaft angehören,dürfen sie keine Beziehung eingehen...
...und dies, um deine Worte aufzunehmen.."in einer globalisierten Welt"!
 
Und wieder eine endlos Diskussion....!!!!

Ich finde, dass solange es seine späteren Kinder nicht in irgendeiner Art und Weise in der Lebensqualität einschränkt, egal, was für eine Religion er wie auslebt...!!!!!!
 
:eusa_naughty:Mal wieder etwas komplett falsch verstanden!
Gemeint war die Erziehung im Sinne des Glaubens
Beispiel:
Ehepaar mit 2 Töchtern/Glaubensrichtung "Zeugen Jehovas"
Es gibt keine Geburtstagfeier,kein Ostern, kein Weihnachten

Will heißen, diese Töchter konnten zu keinem dieser Tage,zumal in einem katholisch geprägtem Dorf,andere Kinder,zwecks Kindergeburtstag, zu sich nach Hause einladen,auch nicht mit anderen Kindern an kirchlichen Feiertagen teilnehmen,ja nicht mal(läst der Glauben nicht zu)auf andere Kindergeburtstage gehen!

Das stempelt sie so zu Aussenseitern!
Habe die Töchter ab ihrem 8. Lebensjahr bis zu ihrem ~ 22. Lebensjahr hier im Hause aufwachsen gesehen.
Die 2 waren immer alleine,
sie hatten niemals Freunde,weder im Kindergarten,noch in der Schule,noch in ihrer Teenagerzeit!

Als sie dann 20 + 22 Jahre alt waren
erst dann kamen ihre "Herzensfreunde hier zu Beuch ins Haus,wiederum Zeugen Jehovas,denn mit Burschen,die nicht dieser Glaubengemeinschaft angehören,dürfen sie keine Beziehung eingehen...
...und dies, um deine Worte aufzunehmen.."in einer globalisierten Welt"!

Die Zeugen Jehovas haben ja auch gewaltig einen an der Waffel. Eignet sich wohl kaum zum Vergleich mit einer der liberalsten Religionen auf diesem Planeten.
 
Ich verstehe nicht warum man seine Kinder nicht selber entscheiden lässt welcher Religion sie angehören wollen.

Ich bin Evangelisch mein Ex Katholisch
Ich hab aber nix mit der Kirche am Hut,mein Ex schon mehr aber jetzt auch nicht übertrieben.

Ich würde aber nie sagen das mein Kind jetzt unbedingt dieser oder jenige Konfession angehören muss.
Wenn Sie alt genug sind solllen sie doch selbst entscheiden welcher Religion sie angehören wollen/nicht wollen.
 
DAS funktioniert aber nur, wenn sie als Kinder/Jugendliche Religion kennenlernen.
Da hast du recht,es ist bei uns schon so das zu bestimmten Anlässen in die Kirche gegangen wird .
In der Schule wird sich auch mit unterschiedlichen Religionen befasst usw.

Also von daher.....
 
Konfessionslose Schüler/Schülerinen sind jedoch nicht zum Besuch des Religionsunterrichts verpflichtet.

Von daher ......
Stimmt so nicht
Man kann beantragen das sie vom Unterricht freigestellt werden.
Müssen jedoch diese Stunde wohlmöglich in die Paralell Klasse.
 
Ich würde aber nie sagen das mein Kind jetzt unbedingt dieser oder jenige Konfession angehören muss.
Hi meli
was machst du, wenn nach der Geburt des Kindes für die staatliche Geburtsurkunde die Konfession erforderlich ist?
Läst du dann konfessionslos vermerken?
 
Stimmt so nicht
Man kann beantragen das sie vom Unterricht freigestellt werden.
Müssen jedoch diese Stunde wohlmöglich in die Paralell Klasse.

Pardon, da widerspreche ich dir.
Mein Sohn hatte eine Muslimin in der Klasse, die hatte Freistunde.

Auch zu meiner Schulzeit war es so, dass Schüler/Schülerinen ohne Konfession bzw. "ausgetretene" Schüler/inen Freistunde hatten.
 
Ich habe auch einen Sohn und der muss nicht am Unterricht teilnehmen


Alle Eltern, egal welcher Religion oder Weltanschauung sie angehören, haben die Möglichkeit, ohne Angabe von Gründen ihre Kinder von der Teilnahme am Religionsunterricht freizustellen. Die verfassungsrechtliche Grundlage ist Art. 7 Abs. 2 Grundgesetz: (2) Die Erziehungsberechtigten haben das Recht, über die Teilnahme des Kindes am Religionsunterricht zu bestimmen. Im nordrhein-westfälischen Schulgesetz heißt es in § 31 Abs. 6: (6) Eine Schülerin oder ein Schüler ist von der Teilnahme am Religionsunterricht auf Grund der Erklärung der Eltern oder – bei Religionsmündigkeit der Schülerin oder des Schülers – auf Grund eigener Erklärung befreit. Die Erklärung ist der Schulleiterin oder dem Schulleiter schriftlich zu übermitteln. Die Eltern sind über die Befreiung zu informieren. 3. Die Befreiung vom Religionsunterricht aufgrund des Grundrechtes auf Religionsfreiheit kann nicht an bestimmte Termine gebunden werden. Bei Widerruf der Erklärung besteht die Pflicht zum Besuch des Religionsunterrichtes. Die Aufsichtspflicht der Schule erstreckt sich auch auf vom Religionsunterricht abgemeldete Schülerinnen und Schüler und auf Freistunden (vgl. Nr. 1 VV zu § 57 Abs. 1 SchulG – BASS 12 – 08 Nr. 1)....“
 
Läst du dann konfessionslos vermerken?
Ich war übrigens auch konfessionslos und das bewusst, obwohl meine Eltern beide evangelisch getauft sind. Sie wollten mir keinen Glauben aufzwingen.
In der Grundschule wurde ich vor die Wahl gestellt, welchen Unterricht ich besuchen möchte (Niedersachsen). Ich habe den evangelischen Religionsunterricht gewählt und mich parallel mit anderen Glaubensrichtungen befasst. Getauft wurde ich erst mit 10, dann auch evangelisch, weil ich nach verschiedenen Kirchenbesuchen dieser Richtung am meisten abgewinnen konnte. Das war für mich definitiv sehr gut so.

@TS: Deine Partnerin ist scheinbar unwissend und sollte sich erst einmal mit verschiedenen Glaubensrichtungen befassen. Gemischte Partnerschaften sind kein Problem, auch nicht bei der Trauung oder bei der Geburt von Kindern. Die Eltern müssen sich nur einigen. Mein Partner ist orthodox, aber nicht gläubig (ein agnostischer Atheist, das trifft es am besten), wir werden evangelisch heiraten (das ist problemlos möglich). Die Kinder werden nicht getauft. Wenn sie Fragen stellen, werden wir sie beantworten. Ob sie dann an Gott glauben (oder an wie viele), müssen sie selbst herausfinden. Erziehung geht auch ganz ohne Dogmen und Indoktrination. Das müsst ihr in einen ruhigen Gespräch erörtern. Sollte sie weiter auf ihren Standpunkt beharren, musst du entscheiden, wie es für dich und euch weitergeht.
 
Bei uns müssen Kinder, die nicht am christlichen Religionsunterricht teilnehmen, den Ethikunterricht besuchen.

Zu sagen, man müsse Kindern aber unbedingt eine Religion überstülpen, ist heute nicht mehr so notwendig, wie das vor einiger Zeit sicher noch gewesen ist. Heute wird niemand aufgrund seiner Religion beiseite geschoben, zumindest nicht unter Kindern und Jugendlichen.
Die Barrieren die es da immer noch gibt, die bestehen zum allergrößten Teil in den Köpfen der älteren Erwachsenen. Je jünger, desto toleranter, gerade auch wenn es um Glaubensfragen geht.
Das mag in einigen Regionen dieses Landes noch anders sein, aber hier ist das schon länger kein Problem mehr. Selbst hier auf dem Dorf ist die Toleranz schon angekommen. :)

Außerdem finde ich den Gedanken, ein Kind nur deswegen zu taufen, weil "man das so macht", ziemlich gruselig. Und jedem Erwachsenen die Fähigkeit abzusprechen, sich mit Religion zu beschäftigen, wenn er das für sein Leben für notwendig hält und dementsprechende Konsequenzen für sich selbst zu ziehen, auch wenn er von seinen Eltern nicht zu einer Religion gedrängt wurde, ebenso.
Hier in Deutschland ist es quasi unmöglich nicht mit christlicher Religion in Kontakt zu kommen und wer das Weihnachtsfest als DAS christliche Ereignis angibt, hat von Religion ohnehin wohl recht wenig Ahnung. Gerade wenn in dem Zusammenhang dann die Geschenke genannt werden.

Amen
 
Ich bin als Jugendliche aus der Kirche ausgetreten, weil ich schon immer Agnostikerin war. Ich finde es interessant, mich mit Menschen zu unterhalten, die aus sozusagen selbstbestimmten Gründen religiös sind, aber Menschen, die einfach katholisch sind, weil ihre Eltern katholisch sind und sie so getauft haben, kann ich da nicht ernst nehmen. Von mir aus kann jeder sagen, "Religion ist mir nicht wichtig, daher trete ich nicht aus und zahle weiterhin Kirchensteuer, obwohl ich mit Kirche nichts am Hut habe", das ist halt das normale Mitläufertum, und es ist ja auch nicht mein Geld, wird vielleicht sogar für einen guten Zweck eingesetzt, also was solls.. Aber wenn jemand, so wie offenbar deine Freundin, von dem Thema keine Ahnung hat, dann aber Regeln in Bezug auf etwaige Kinder aufstellen will, hätte ich ein ziemlich massives Problem.

In meiner Schulzeit waren übrigens Schüler, die weder katholisch noch evangelisch waren, anfangs vom Religionsunterricht ersatzlos befreit. Später mussten die dann in Ethik gehen - wo man über alle Religionen etwas gelernt hat.
 
Ich finde es ist deine Sache was für einer Religion du angehören möchtest und es sollte für deine Freundin eine Selbstverständlichkeit sein es zu akzeptieren! Ich finde sie diskriminiert dich und das solltest du ihr auch ganz ehrlich sagen wie du dich dabei fühlst...das ist ganz allein deine Entscheidung und wie die Kinder erzogen werden sollen später ist ne ganz andere Sachebene! Darüber kann man ja immer noch reden!
 
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