Eine prinzipielle Frage

Dabei
6 Feb 2017
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#31
nic99 hat gesagt.:
Von deiner Schwester damals und erst recht heute nicht abhängig bist. Ihre Meinung und Haltung müsste dir eigentlich egal sein.
Wirklich? ... Ich verstehe das irgendwie nicht. Ist das allgemein anwendbar? Kann ich dann theoretisch bei jedem auf den ich verzichten könnte ohne dadurch zu sterben die Schultern zucken, wenn er mich verletzt?
 
Dabei
27 Feb 2013
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#32
Hab ich etwas verpasst? Nic hat Recht, dass es um deine Schwester geht? Das wäre natürlich interessant im Zusammenhang zu dieser Story!
Nicht nur meine Schwester, auch meine Mutter. Aber das ist echt zu kompliziert und verworren. Jetzt ist der Kontakt eh abgebrochen, ich muss das einfach verdauen und akzeptieren.


Ich will ja nichts gegen deine Familie sagen, aber so etwas geht natürlich nicht. Entweder dürfen alle Partner oder keiner. Da hat sich deine Schwester mit diesem Ego nicht weiterempfohlen... und auch nicht deine Eltern, die es scheinbar nicht schafften, ein Machtwort zu sprechen.
Ich weiß jedenfalls, dass so etwas bei meiner Mutter nicht geben würde, selbst wenn sie selber etwas gegen einen Partner hätte.
Ich war damals auch unglaublich enttäuscht. Du hast Glück, so eine Mutter zu haben.


Es ist zwar durch das Ende der Geschichte impliziert, aber auch hier frage ich mal: Wie hat er es denn gesagt? Scheinbar nicht mit einem Lächeln und neckenden Augenzwinkern...
Ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr so genau erinnern. Ich glaube, ich habe es einfach in all meiner Traurigkeit und Enttäuschtheit dann provozierend gefunden.

Irgendwie lieb, dass wir von ihm reden, weil er sporadischen Kontakt zu meinem Schwager hat und ihm anvertraut hat, dass ich die Liebe seines Lebens war und er es bitter bereut, so blöd gewesen zu sein, mich zu verlieren und fragte ihn sogar nach einem Foto von mir, was mein Schwager aber nicht hatte. Find ich süß und schmeichelt mir. Ja es war sehr intensiv, aber auch meine Mutter wetterte gegen ihn - wohl aufgehusst von meiner Schwester? Keine Ahnung. Aber ich beendete es letztendlich, weil er viel zu eifersüchtig war und mich zu sehr einengte.
 
Dabei
6 Feb 2017
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#34
Ich verstehe nicht wie du das aus nic's Satz herausliest.
Naja, dann könnte man ja erklären, wie er es gemeint hat.

Ich habe rausgelesen, dass eine Meinung oder Haltung der Schwester egal sein müsste, weil man nicht abhängig war oder ist. Wie soll das funktionieren? Und was bedeutet überhaupt nicht abhängig in dem Zusammenhang?
Und ich meine das auch wirklich ernst. Ich würde gerne wissen, wie die Einstellung genau funktioniert, denn für mich wäre es genauso, dass so ein Verhalten einen dauerhaften Schaden anrichten würde und ich das nicht einfach hinnehmen könnte. Ich finde Familie hat immer Einfluss, sonst hätte ich auch nicht meinen Thread und dann wäre Kontakt auch nicht so sehr belastend, sondern nur bisschen nervig aber machbar.
 

Papatom

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Dabei
12 Sep 2012
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#35
Offtopic:

Hi IDKAT,

wird "Dein" Thema, oder?

Ist halt einfach eine Erfahrungssache. nic ist ja auch ein bisschen älter als Du. Das sind eben Lernprozesse, wieviel Wert man einer Sache und/ oder einer Person zugesteht. Natürlich tun Verletzungen trotzdem weh. Natürlich ist es einem nicht egal und es mag zunächst schmerzhaft sein.
ABER die Frage ist eben, wie viel Raum gebe ich dem dann. Wie sehr lasse ich es zu, dass mich das auf Dauer belastet und mich runterzieht. Das hat ja auch was mit Selbstwert und Selbstbewußtsein zu tun. Lasse ich es zu, dass jemand mich beeinträchtigt, obwohl er mir nicht gut tut/ mir böses will etc. Zweifelt man generell an sich belastet das mehr, als wenn man stark und souverän ist.

Grüße
 
Dabei
5 Nov 2007
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#37
Wirklich? ... Ich verstehe das irgendwie nicht. Ist das allgemein anwendbar? Kann ich dann theoretisch bei jedem auf den ich verzichten könnte ohne dadurch zu sterben die Schultern zucken, wenn er mich verletzt?
Was ich da geschrieben habe, war ja an Peachy gerichtet, auch unter dem Hintergrund, dass sie ja damals in ihren Freund verliebt war. Und da bin ich der Meinung, dass es im Leben auch Situationen gibt, wo wir uns entscheiden müssen. Wem stehe ich im Zweifel näher, dem Freund oder der Familie?

Wenn ich zu deinem Thema (mit deinem Daddy) etwas gesagt hätte, hätte ich sicher anders geschrieben. Zum Beispiel, dass das Verhälnis zwischen Vätern und Töchtern immer etwas spezielles ist und dass es da immer auch um "loslassen" geht. Aber das ist ein anderes und weites Thema.
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#38
Wir haben halt ganz unterschiedliche Voraussetzungen, daher fand und finde ich nics Aussage nicht weiter erklärungsbedürftig.
Ich habe rausgelesen, dass eine Meinung oder Haltung der Schwester egal sein müsste, weil man nicht abhängig war oder ist. Wie soll das funktionieren? Und was bedeutet überhaupt nicht abhängig in dem Zusammenhang?
Ich frag da umgekehrt: Warum sollte mich die Meinung meiner Schwester, mit der ich nicht gut auskomme, zu etwas wie ich bin/ was ich tue etc interessieren?

Ich tu was ich für richtig halte, unabhängig (!) davon, was Leute, die mich nur runterziehen, darüber denken.

Und meine Familie hat auf mich genauso viel Einfluss wie ich ihr zugestehe (hab ich hier ja schon beschrieben).
 
Dabei
5 Nov 2007
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#39
Lieber nic,

zunächst fühle ich mich sehr geehrt, dass du dich meinem Problem annimmst und mir schreibst. :052:
Ich antworte dir gerne. Auch wenn ich in letzter Zeit durch meine eigenen Probleme nur noch selten hier aktiv war. Aber es geht mir wieder etwas besser.

Was ich geschrieben habe, ist auch unter dem Hintergrund zu sehen, das du damals noch sehr jung warst, erst dabei, erwachsen zu werden. Und es ist oft ein langer Prozess, sich von Eltern und Familie zu lösen. Und du hast auch geschrieben, dass du ihn (deinen Freund) sehr geliebt hast. Da gehört es auch zu deiner Entwicklung, dass du lernst, Entscheidungen zu treffen. Dass dein Freund ein Bestand deines Lebens ist oder wird, im Tweifel Vorrang vor der Familie hat.

Und ein Satz wie "was würdest du nur ohne mich machen" sage ich oft zu meiner Frau. Und mache immer wieder die Erfahrung, dass es bei ihr ganz anders ankommt, wie das, was ich damit sagen will. Dass es meine Art von Ironie ist und niemal ihr sagen will, dass sie von mir abhängig ist. Und sie auch noch nach 20 Jahren manchmal immer noch in Panik kommen kann, dass sie niemals einem Mann auf der Tasche liegen will.

Und dass das lange gedauert hat, bis ich das begriffen habe. Sie kommt aus ganz einfachen materiellen Verhältnissen. Ist in einem sehr schlechten Waisenhaus (wie das damals hieß) ohne Eltern aufgewachsen.

Ob du damals auf deinen Freund richtig reagiert hast?
 
Dabei
27 Feb 2013
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#40
Lieber nic,

es freut mich sehr, dass du mir einerseits gerne antwortest und andererseits noch viel mehr, dass es dir wieder etwas besser geht! Das sind wirklich schöne Neuigkeiten!

Ich verarbeite sehr viel in letzter Zeit und hab neulich alte Fotos hervorgeholt... darunter waren auch die dieses Freundes, damals gab es ja noch keine digitalen Fotos, er hat diese bestimmt auch nicht, da sieht man auf einigen, wie sehr wir verliebt waren, da strahlen wir wie Glühwürmchen. Ich glaube, mit niemand anderem habe ich solche Bilder. Allerdings sieht man dann auch auf späteren Bildern, dass das Ende vorprogrammiert war. Schon lustig, wie sehr man sich an frühere Empfindungen erinnern kann...

Wir haben uns nicht getrennt wegen dieses Satzes. Ich bin mir sicher, dass wir uns damals ausgeprochen haben und ich bestimmt überreagiert habe, was ja auch verständlich ist. Immerhin hab ich mich gegen Familie und für ihn entschieden, da braucht er mir sowas nicht sagen, ich hatte es schon schwer genug. Auch wenn er es nicht so gemeint hat...

Hätte nie gedacht, dass dieser Vorfall oder dieser Ex mal ein Forumsthema wird. :)
 
Dabei
5 Nov 2007
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#41
Liebe Peachy,
ich sehe es als Teil deiner Entwicklung, wie du dich jetzt mit den Dingen auseinander setzt.

Und wa mich betrifft, traue ich dem Frieden noch nicht so richtig. Ich habe zu oft Rückschritte erlebt.
 
Dabei
27 Feb 2013
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#42
Lieber nic,

wenn du Rückschritte erwartest, treten sie auch ein.

Dieses Mal ist es anders :)

Es ist nunmal bei der Genesung (vor allem der seelischen) ein Auf und Ab - wichtig ist nur, dass die Kurve stehts nach oben geht.

Ich setze mich aktuell außerhalb dieses Threads mit sehr viel wichtigeren Dingen auseinander, mein Leben steht derzeit etwas Kopf. Aber einen kleinen Teil wollte ich mit euch besprechen.

Ich bin neugierig, wohin mich diese Entwicklung führt...
 
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