Die Höhen und Tiefen einer Beziehung und der Umgang damit...

Dabei
18 Mai 2016
Beiträge
1
#1
Hallo,
ich habe mich hier angemeldet, da ich an einigen Punkten in der Beziehung nicht zu einer klaren Linie komme. Vielleicht hat jemand von Euch ähnliches erlebt oder aber einen Tipp...
Ich, w/42, lebe mit einem Mann zusammen, der ein par Takte älter ist als ich, das war jedoch und ist bis heute kein Hinderungsgrund.
Wir leben im gleichen Haus und haben eine Verbindungstür zwischen unseren beiden Wohnungen, manchmal sind wir mehr bei ihm, manchmal mehr bei mir.
Er ist ein rechter Narziss, was sicherlich auch berufsbedingt ist, d.h. idealerweise passt man sich seinen Vorstellungen an, wenn es gut laufen soll. Das ist in vielerlei Hinsicht sicherlich auch kein Problem, aber gänzlich kann, will und sollte man die eigene Individualität nicht aufgeben, sei es ein eigenes Hobby oder unterschiedliche sonstige Interessen etc.
Bei seiner Wohnung redet er immer von seiner Wohnung aber einem gemeinsamen Haushalt, d.h. ich soll eigentlich beide Haushalte in Schuss halten...irgendwie nicht ganz einzusehen von meiner Seite, denn er hat knapp 200qm und ich in meiner Wohnung nur 70qm. Also mein Haushalt meiner und seine Wohnung gemeinsamer Haushalt? Wie seht ihr das? Gerecht?
Ich koche, ich kümmere mich alleine um den Hund, ich unterstütze ihn an vielen Ecken, da er es alleine nicht auf die Kette bekommt (Computerinkompatibel,...), ich kümmere mich um meinen Haushalt, kaufe ein, erledige alle möglichen Dinge, also meine Tage sind neben der Arbeit gut gefüllt.
Wenn ich dann abends etwas Ruhe bei meinem Hobby (Stricken, Häkeln,...) finden will, dann geht das nicht, weil wir ja gemeinsame Zeit nach seinem gusto verbringen sollten, also meist in der Wohnküche sitzen und über ihn reden... Ich erwähnte schon Narziss, oder?
Ist er dann, einige Lenze älter als ich, müde und will ins Bett, ergreife ich die Gelegenheit und gehe stricken, weil ich eh eine Nachteule bin.
Das findet er wiederum so blöde, dass er gar die ganze Beziehung in Frage stellt, weil ich ja nie etwas für ihn tue usw usw....
Wer diese Situationen kennt, kennt auch die Argumente, die dann auf den Tisch gepackt werden...

Wie soll und kann man denn damit umgehen? Die Liebe ist groß, die Zukunftspläne sind geschmiedet und werden auch jeweils umgesetzt, das Vertrauen ineinander ist unerschütterlich.
Ich weiß, das mein Hobby zeitintensiv ist und kündige z.B. auch schon 3 Monate vor dem Sommerurlaub an, dass ich vielleicht noch ein Stück dafür stricken will, wäre er nicht da, dann bräuchte ich für sowas 2 Wochen und nicht 12 Wochen und zwar immer noch so, dass das Leben um mich herum wichtiger ist als meine Handarbeit mit Wolle und Nadeln.

Wie bringt man einem Narziss bei, dass das Individuum neben ihm auch ein Leben hat, das ganz autark ist und nicht von und durch ihn bestimmt werden kann?

Über Eure Anregungen/Tipps/Gedanken hierzu freue ich mich sehr!!!

Danke vorab!
 
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Papatom

Gast
#2
Moin,
Du schreibst noch relativ wenig darüber, warum Du auf Narzissmus schließt, sollte es aber so sein......lass es. Das ist eine der Störungen, die nicht wirklich änderbar sind. nicht möglich. Wir haben das in der Familie und ich habe haufenweise drüber gelesen....da hilft nur Kontaktabbruch.

Ansonsten liest es sich eher so, sollte es nicht Narzissmus sein, als ob er eben mit seinem Stremel durch kommt, da Du es Dir ja offensichtlich letztendlich gefallen lässt. Setze Grenzen! Denn so lange er mit etwas durch kommt, warum das ändern?

Warum erträgst Du das von jemandem, dem Du offensichtlich mit Deinen Wünschen und Hobbies als Mensch egal bist? Was reizt Dich an ihm denn? Magst Du dominiert werden?

Grüße
 
Dabei
30 Nov 2014
Beiträge
1.540
#3
Wie hat er denn vor der Beziehung sein Alltagsleben geregelt? Ich schliesse mich an - du hast offensichtlich es von Anfang an mit dir machen lassen und jetzt, nachdem er dich erzogen hat, fängt es an dich zu stören.

Deine Frage, wie man es ihm beibringt dass du auch ein Leben hast, geht in die falsche Richtung. Du musst es ihm nicht beibringen sondern könntest auch einfach mal "nein" dazu sagen. Wenn das Vertrauen wirklich so unerschütterlich ist wird er in den sauren Apfel beissen und sich um seinen "Scheiss" (Hund, Haushalt etc.) selber kümmern. Vorher hat es ja wie gesagt auch funktioniert.
 
Dabei
6 Mrz 2013
Beiträge
5.495
#4
Mir ist jetzt irgendwie nicht klar, was du von uns hören möchtest. Du passt dich einem Menschen an weil es andernfalls nicht "gut laufen" würde, du spielst das Hausmädchen in einer fremden Wohnung, du hörst dir Stories an die dich langweilen, du lässt dir mit blödsinnigen Behauptungen mit Trennung drohen, du schraubst dein Hobby zurück - das machst du doch alles freiwilig und ebenso freiwillig könntest du damit aufhören. Aber einen alten Mann umerziehen kannst du nicht.
 
Dabei
4 Jun 2013
Beiträge
3.105
#5
Ich koche, ich kümmere mich alleine um den Hund, ich unterstütze ihn an vielen Ecken,
da er es alleine nicht auf die Kette bekommt
Sind beide Partner berufstätig, gehört dazu auch eine gewisse "Ämterteilung"
Für einen Mann sollte Waschmaschine/Bügeleisen/Putzlappen/ Staubsauger und E-Herd kene Fremdwörter sein!

Ergo muss/sollte auch der Mann gewisse Arbeiten im täglichem Haushalt übernehmen,
....um nicht a la Pascha alles bei der Frau abzuladen!

Das haben wir(altes Ehepaar) stets so gehalten,und sind dabei immer gut gefahren!
So gesehen und getan haben dann beide Partner am Abend in etwas den gleichen zeitlichen Freiraum,was für eine "gute"Partnerschaft sich nur förderlich auswirken kann...
 
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