Das fünfte Rad am Wagen zu Dritt

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30 Okt 2019
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#1
Hallo beisammen,

meine Situation ist, für mich, zum Haare raufen und weiß da schlicht nicht weiter. Ich hoffe, hier finden sich neue Ansichten oder Ideen. Ich denke, ich schilder einfach mal die Lage:

Die ersten 13 Jahre mit meiner Frau waren voller Höhen und Tiefen die wir gemeinsam erfolgreich durchlebten. Wir standen bedingungslos hintereinander, egal um welche Entscheidungen es ging, und wuchsen zu einem Team zusammen, das zu einer tiefen Beziehung, Ehe und Freundschaft führte. Das wir in vielen Dingen verschiedener Meinung waren/sind und ebenso auch unsere Geschmäcker unterschiedlicher nicht sein können, war für uns immer ein Anreiz uns neu zu erfinden und stärkte unser Verständnis füreinander. So wie auch einen Sinn dafür zu entwickeln, wann man aufeinander zugehen musste, um einen gemeinsamen Weg zu schaffen, mit dem wir Beide zufrieden bis glücklich sind, ohne sich dabei selbst zu verlieren. Was alles nicht so leicht war, weil da zwei Sturköpfe aufeinander prallten, aber wir hatten es gemeistert und waren eigentlich mehr als glücklich miteinander.

Dann, vor über zwei Jahren, kam es zu einer Situation bei der raus kam, das ihre beste Freundin schon etwas länger Gefühle für meine Frau hatte und meine Frau war positiv überrascht. Zu Dritt bequatschten wir die Situation und ich überließ die Entscheidung den Frauen. Heraus kam eine Polyfidelity-Beziehung, also eine Dreier-Beziehung, wo jeder mit jedem fest zusammen war. Keine offene Option für weitere Teilnehmer oder lockerer Aktionen … nur wir Drei. Ich trat dem Ganzen erst recht skeptisch entgegen, wollte aber meiner Frau zuliebe es versuchen.

Darauf folgten zwei wilde Monate in denen man mich durchaus überzeugte, welch Potential dieses Beziehungsmodell haben könnte … also ließ ich mich fallen und wischte meine Bedenken beiseite. Ich ließ Gefühle für unsere Partnerin zu, versuchte möglichst niemanden zu bevorzugen oder zu vernachlässigen. Alles was es für meine Frau von meiner Seite aus gab, gab es auch für unsere Partnerin … und umgekehrt. Ich ließ auch den Frauen ihren Freiraum, so wie ich es mir auch für meine Frau und mich, oder unserer Partnerin und mich, erhoffte.

Das jedoch passierte nicht … ganz im Gegenteil. Schlagartig verebbte die wilde Zeit. Während die Frauen ihre Zeit voll durchzogen, passierte zwischen unserer Partnerin und mir überhaupt nichts mehr … und selbst die gemeinsame Zeit zwischen meiner Frau und mir schien immer etwas mehr weniger zu werden.

Also sprach ich diesen Umstand an und wurde damit belohnt, dass den Frauen das auch aufgefallen ist. Doch passierte den Wochen danach nichts, nichts änderte sich. Danach sprach ich das Thema einmal im Monat an … nichts … nach dem wer-weiß-wie-vielten-mal signalisierte man mir unmissverständlich dass das Thema die gute Stimmung ruinierte. Naja, das Thema sollte ja auch nie dazu dienen Spaß zu machen, sondern ein aufzeigen des Problems welches bestand. Gut, also versuchte ich es weiter damit, es den Frauen so leicht wie möglich zu machen, indem ich weiterhin auf sie einging, geduldig war und Verständnis für etwaige Gründe, weshalb es so schlecht für mich lief, zeigte.

Nach dem ersten Jahr, die Situation hatte sich eher verschlechtert als verbessert. Freundin und ich waren nach wie vor zusammen, aber von einer Partnerschaft war in keinster Weise etwas zu spüren. Und die Versuche Zeit mit meiner Frau zu verbringen endeten immer gleich: Zuerst musste ich Zugeständnisse der Zeit machen, heißt wenn Freundin einmal die Woche ihre Eltern besuchte … während dieses Zeitraums wäre es machbar. Haben wir versucht … insgesamt acht mal und immer das gleiche Ende … nach zwei, drei Wochen verlief sich das Ganze wieder im Sand.

Ich erklärte des Damen, das ich es satt hatte immer gegen verschlossene Türen zu rennen und gegen Mauern zu schreien … wenn sie nichts mehr von mir wollen, dann sollen sie es einfach sagen und ich würde es akzeptieren, weil es immer noch besser wäre, als der Zustand der bis dahin herrschte. Jedoch beschworen mich Beide, das sie mich lieben und sie definitiv ebenso möchten, das unsere Dreiecksbeziehung richtig läuft. Also blieb ich … jedoch mit der Ankündigung, das es nun halt eher in ihren Händen läge, wie, und das, es läuft. Ich dachte das würde mir zumindest den ständigen Frust ersparen, wieder vertröstet zu werden, ständig Körbe zu kriegen … und das in allen beziehungstechnischen Angelegenheiten. Aber es passierte nach wie vor nichts.

Selbst Sex gab es an sich nur noch mit meiner Frau und das auch nur einmal im Quartal mal ein Quickie, damit es schnell ginge und unsere Freundin nichts merkt … denn sie hat ein leichtes Problem mit Eifersucht … haben Beide. Das kam dann mit der Zeit raus … und beide Frauen nahmen derart Rücksicht aufeinander, das für mich tatsächlich nichts mehr blieb.

Jetzt sind wir seit über zwei Jahren zu Dritt. Die Frauen schwören Stein und Bein unter Tränen das sie mich lieben … und das Einzige was ich davon habe … sind an zwei Tagen die Woche 30 Minuten Smalltalk über die Arbeit meiner Frau, schnell was zusammen Essen und nochmal 2-3 Minuten ankuscheln bevor sie sich zum schlafen umdreht. Unsere Freundin verbringt das Wochenende immer bei uns, bei dem ich mir mittlerweile vorkomme, als würde ich mit einem befreundeten Pärchen rumhängen … und ansonsten ist meine Frau bei unserer Freundin oder, wenn sie hier ist, dann beschäftigt sie sich online mit ihr (z. B. gemeinsam ein MMORPG zocken oder an ihrem Forenrollenspiel weiterschreiben,...). Gelegentlich bekommt man ein liebevolles „Ich liebe dich“ in den Rücken geworfen und dann war es das eigentlich. Und wenn ich es genauer nehme, selbst der letzte Quickie ist mittlerweile über neun Monat her.

Um das Ganze noch zu Perfektionieren, werden jetzt schon Pläne geschmiedet das wir alle Drei zusammen ziehen sollen. Natürlich erwähnte ich, das ich nur dann auch mitziehen würde, wenn alles soweit funktionieren würde … heißt meine Beziehung mit meiner Frau … und natürlich auch mit unserer Freundin … dann würde ich dem Zusammenziehen sicher nicht im Wege stehen. Und? Nach wie vor tut sich nichts … nur wird dennoch weiter geplant. Die Damen wissen Bescheid das ich auf keinen Fall mitziehen werde, wenn es nicht läuft und doch rechnen sie fest mit mir.

Ganz im ernst? Meine Latein ist am Ende … meine Energie ebenso. Ich glaube nicht mal mehr im Geringsten daran, das sich noch etwas tun wird … und selbst wenn doch, nach dieser langen Zeit? Das hat schon tiefe Narben hinterlassen und auch heftigst am Vertrauensbaum gerüttelt. Ich habe null Schimmer wie die Frauen das gerade biegen wollen … falls sie es überhaupt je tun werden.
 
Dabei
15 Jun 2019
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#2
Hallo Morgan Kincaid,

da ist wohl genau die Befürchtung eingetreten, die ich bei polyamoren Beziehungen immer habe; dass über Kurz oder Lang einer in der Beziehung zu kurz kommen könnte. Es ist schon in einer monogamen Beziehung unheimlich schwer, sich immer die nötige Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken, in einer Dreierbeziehung ist es bestimmt noch einmal viel schwieriger, weil man darauf achten muss, jedem der Partner die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken und gleichzeitig darauf zu achten, dass jeder auch gleich viel davon abbekommt.

Ich bin dieses Jahr ein bisschen in eine ähnliche Situation gerutscht. Anfang des Jahres habe ich mich von meinem Ex getrennt und kurz darauf ergab es sich, dass ich mit einer guten Freundin im Bett gelandet bin. Daraus entwickelte sich dann eine Freundschaft plus. Dann lernte ich im Sommer einen Jungen kennen und wir verliebten uns ineinander. Ich erzählte ihm von meiner Bisexualität und wir beschlossen, dass wir eine offene Beziehung führen möchten. Bei uns klappt es bislang ganz gut, ich bin mit meinem Freund sehr glücklich und wir lieben uns sehr, gelegentlich schlafe ich mit meiner Freundin und wir sprechen auch darüber, es mal mit einem Dreier zu versuchen.
Allerdings ist es so, dass wir trotzdem auf Beziehungsebene monogam sind. Ich liebe nur meinen Freund, bin nur mit ihm zusammen und er wird daher immer an erster Stelle kommen, das weiß meine Freundin auch und für sie ist klar, dass wir beide nur gute Freundinnen sind, die gelegentlich miteinander lesbischen Sex haben. Wir finden beide Frauen zwar attraktiv, verlieben könnten wir uns aber nicht in eine.

Normalerweise würde ich dir empfehlen, mit allen über dein Problem zu reden. Das hat bei mir immer etwas gebracht. Aber das hast du ja schon mehrfach getan und so wie ich es gelesen habe, deine beiden Partnerinnen haben dieses Problem auch bemerkt, haben aber trotzdem nichts unternommen, etwas dagegen zu unternehmen. Für mich klingt es daher so als wären beide mit der aktuellen Situation ganz zufrieden und wollten gar nichts daran ändern.
Darf ich denn fragen, wie euer Alltagsleben aussieht? Wer ist denn wann wo bei wem? Wie sieht es aus, wenn ihr mal gemeinsame Zeit zu dritt verbringt, ist es dann auch so, dass die beiden Frauen mehr zusammenhängen als mit dir? Macht ihr immer nur etwas nur zu zweit in wechselnden Konstellationen oder auch mal wirklich zu dritt?
 
Dabei
27 Feb 2013
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#3
Hi Morgan,

also ich habe da ehrlich gesagt keinen Lösungsvorschlag.

Ich kann dir nur schreiben, was ich heraus gelesen habe und ich mir dabei gedacht habe.

Die beste Freundin war also verliebt in deine Frau. Aber im Prinzip nicht in dich. Ich dachte, es wäre dann so gedacht, dass du deiner Frau zugestehst, auch mit dieser Frau intim zu werden und war überrascht, dass du auch was mit ihr hattest.

Also hattet ihr Dreier, aber keiner durfte solo mit dem jeweils anderen? Weil du schreibst, dass diese Freundin eifersüchtig auf dich ist und nicht will, dass deine Frau alleine mit dir intim ist. Das geht ja schon mal gar nicht, das finde ich merkwürdig, dass sich das diese Freundin herausnehmen kann und darf. Weil in erster Linie seid du und deine Frau ein Ehepaar und sie ist dazugekommen und wurde von dir respektiert.

Also ich sehe, dass deine Frau die einzige ist, die von dieser Situation profitiert, sie wird von zwei Seiten geliebt und widmet sich nur der einen oder zumindest vermehrt. Ich würde nicht mit beiden Frauen reden, sondern mit deiner Frau Klartext sprechen, dass sie mit ihrem Verhalten gerade ihre Ehe aufs Spiel setzt.

Du bist viel zu gutmütig über die Jahre hindurch, hast zwar aufgezeigt, dass du unglücklich bist, aber keine Konsequenzen gezogen. Du spielst in dieser Geschichte gar keine Rolle mehr oder nur eine Nebenrolle, weil wenn du quängelst bist du Spielverderber und machst schlechte Stimmung.

Das ist keine Liebe.

Liebe ist, wenn es einem wichtig ist, wie der andere fühlt und man darauf Rücksicht nimmt.

Du bist mit deinem Latein am Ende, weil diese Beziehung am Ende ist. Wenn diese Freundin auch noch einzieht, wirds meiner Meinung nach nicht besser.
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#4
Ich dachte beim Lesen in eine ähnliche Richtung wie Peachy.

Ich hab aus deiner Schilderung nur herausgelesen, dass deine Frau 2 Menschen liebt. Als du von der anderen Frau als deiner Freundin geschrieben hast war ich irritiert. Zwischen ihr und dir habe ich beim Lesen kein besonderes Band gespürt. Deswegen liest sich das für mich wie eine ganz normale Dreiecksbeziehung (so gesehen stimmt dieses Bild gar nicht, fällt mir gerade auf), bei der deine Frau einen Mann und eine Geliebte hat.

Deswegen denke auch ich: Wenn es etwas zu klären gibt, was noch geklärt werden kann, dann zwischen deiner Frau und dir. Zusammenziehen zu dritt würde ich keinesfalls.
 
Dabei
15 Jun 2019
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#5
Ja, das ist auch mir aufgefallen. Ist es denn wirklich eine Dreiecksbeziehung oder ist es nicht einfach nur deine Frau, die dich und diese andere Frau miteinander verbindet? Du hast nur geschrieben, dass beide Frauen dir versichert haben, dass sie dich lieben würden. Von dieser Liebe sehe ich aber nicht viel, insbesondere zwischen dir und dieser anderen Partnerin nicht. Wie sieht es denn mit deinen Gefühlen aus? Liebst du denn beide Frauen? Und wenn ja: gleichermaßen oder hegst du nicht, wenn du ehrlich zu dir selbst bist, für deine Frau mehr Gefühle als für die andere?

Unter den aktuellen Gegebenheiten halte ich ein Zusammenziehen jedenfalls auch nicht gerade für förderlich. Sowas kann nur klappen, wenn es sonst zwischen allen wirklich hervorragend harmoniert. Stell dir nur mal vor, es geht so weiter und ihr lebt unter einem Dach. Könntest du es wirklich ertragen, dass deien Frau und ihre Freundin immerzu was miteinander machen und du nur der stille Zuschauer bist?
 
Dabei
30 Okt 2019
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#6
Ein großes Danke an alle Kommentatoren, ich hätte nicht so viel Resonanz erwartet, wenn ich ehrlich sein soll.^^

@JuliaA: Eine richtige zeitliche Aufteilung sollte es mal geben, jedoch kam diese nie wirklich zustande. Aktuell ist es so das meine Frau zwei Tage die Woche bei unserer Partnerin ist, dann zwei Tage hier daheim, wo sie jedoch ihre gesamte Freizeit online mit ihr verbringt. Das Wochenende sind wir zu Dritt hier bei uns ... jedoch bin ich da, gefühlt, auch nur das fünfte Rad am Wagen.

@Peachy: Habe mit Beiden zusammen gesprochen, wie aber vereinzelt mit jedem. Das Ergebnis war immer das selbe. Die einzige bisher angedrohte Konsequenz meinerseits, ist das ich halt eben nicht mit den Damen zusammenziehen werde. Auch wenn die Frauen diesen Umstand bisher nicht ernst zu nehmen scheinen, werde ich das auf jeden Fall durchziehen, wenn sich da nichts ändert ... was Anderes wird mir, wohl oder übel, auch nicht übrig bleiben.
Was die Sache mit der Liebe angeht, nun, meine Frau hatte immer schon eine leicht egoistische Ader mit der ich doch ganz gut umgehen konnte. In dem Fall jedoch ist es mehr als schwierig. Das sie unsere Ehe aufs Spiel setzt warf ich ihr auch schon mehrfach vor ... daraufhin startete sie ja die Versuche wieder Zeit mit mir zu verbringen, was ja dann auch nur zwei, drei Wochen ansatzweise gelang. Das Problem ist, das ich ihr schon glaube das sie mich liebt ... aber auch das sie mit der Situation überfordert ist und wie immer irgendwie versucht ihren sturen Kopf durchzusetzen. Denn sie sieht es tatsächlich nur so, das da zwei Menschen sind, die sie lieben ... alles Andere interessiert sie nicht, weil es das Problem unserer Partnerin und mir ist. Ich denke, unsere Partnerin und meine Frau müssten sich mit dem Thema mal allein auseinandersetzen, was aber aus Bequemlichkeit nie passieren wird.

@Twi-n-light und JuliaA:: Die Gefühlsverbindungen sind schwer zu beschreiben, aber ich versuchs. Unsere Partnerin und ich lieben beide meine Frau. Meine Frau liebt unsere Partnerin und mich. Ich liebe auch unsere Partnerin, was natürlich nicht sofort kam, erst als ich mir am Anfang etwas sicherer mit dieser Dreieckskonstellation war. Ebene genau dann brach alles plötzlich weg ... was es doppelt schwer macht. Unsere Partnerin hat starke Gefühle für meine Frau, aber auch welche für mich ... nur halt nicht so ausgeprägt wie meiner Frau gegenüber. Damit das Ganze eben nicht einseitig laufen sollte, trafen wir Drei am Anfang Absprachen ... wo noch von gleichen Zeiten zu Zweit und zu Dritt gesprochen wurde, so wie eben auch über niemanden zu bevorzugen oder zu vernachlässigen. Jedoch war ich bisher der Einzige der sich daran gehalten hatte.

Nein, zusammenziehen in einer solchen Situation werde ich sicher nicht. Ich sehe ja schon an den Wochenenden wie es zu Dritt hier abläuft und die Vorstellung mir das dann sieben Tage die Woche, rund um die Uhr, geben zu müssen ... ich glaube, da würde es nach zwei Monaten einen ordentlichen Knall geben, der mit meinem Auszug enden würde.
 
Dabei
15 Jun 2019
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#7
Du bist in dieser Situation nicht glücklich, das ist doch der springende Punkt. Nur weil ihr zu dritt seid, heißt das nicht, dass immer nur du zurückstecken musst, denn du hast genauso ein Recht darauf glücklich zu sein wie deine Frau auch.

Wenn ich das so zwischen den Zeilen herauslese, dann hast du immer Rücksicht auf deine Frau nehmen müssen, bist ihr entgegen gekommen und sie hat nie zurückstecken müssen. Da ist es kein Wunder, dass sie denkt, dass es immer nur um sie gehen muss. Du solltest ihr dringend mal klarmachen, dass es so aber einfach nicht geht und dass auch du Gefühle hast, die wichtig sind und du nicht immer der Dumme sein willst.
Ich sehe das so: wenn du mit deiner Frau allein bist, wenn ihr die zwei Tage für euch habt, dann hat die Partnerin eben mal diese zwei Tage lang zurückzustecken. Mach deiner Frau klar, dass du die Zeit mit ihr exklusiv mit ihr verbringen willst und dass es einfach nicht in Ordnung ist, wenn sie dann zwar körperlich bei dir ist, den ganzen Tag aber damit verbringt, emotional bei eurer Freundin zu sein.

Ansonsten sehe ich wirklich nur den Ausweg, dass du wohl die Notbremse ziehen musst und den beiden klar machen musst, dass sie etwas ändern müssen, denn ansonsten wird aus dem Throuple ganz schnell wieder ein Couple, weil die beiden dann ohne dich auskommen müssen. Es wird langsam mal Zeit, dass du auch mal deinen Willen durchsetzt.
 
Dabei
27 Feb 2013
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#8
alles Andere interessiert sie nicht,
Das, Morgan Kincaid, ist keine Liebe.

Warum sollte deine Frau was ändern, hat sie doch gar keinen Bedarf.

Zuerst wollte ich JuliaA beipflichten, doch je länger ich ihren Kommentar gelesen habe, umso mehr war ich mir sicher, dass bei dir und deiner Ehefrau schon lange keine Liebe mehr im Spiel ist. Sie ist der Egoist und genießt die Liebe von zwei Seiten, alles andere ist ihr egal.

Deine Ehe ist am Ende. Sie fühlt sich viel mehr zu ihrer Freundin hingezogen. Du wirst toleriert und bist dabei, solange du mitmachst. Ich bin mir sicher, dass wenn du sagst, du machst da nicht mit, wird dir die Tür geöffnet, damit du gehen kannst.

Hier hast du verloren.

Ich glaube nicht, dass es da noch was zum Hinbiegen gibt Und wenn es erst so weit kommt, dass man darüber reden muss, dass man wahrgenommen werden will und auch Bedürfnisse hat, ist das Thema eigentlich schon gegessen.

Ich habe Reportagen über Polyamorie gesehen und das kann super gut gehen. Die Liebeskonstellation oder wie man Liebe leben will ist hier bei dir auch nicht das Thema. Ich bin sicher, dass das wirklich funktionieren kann.

Deine Frau ist aber ein Egoschwein (sorry, dass ich das so ausdrücke) und nimmt sich das, was ihr guttut, ohne Rücksicht. Du spielst ja schon drei Jahre mit und sie ist sich deiner sicher.

Wie wäre es, wenn du das ganze ausweitest und dir auch eine andere Frau als Gespielin nimmst? Wäre sie dann auch damit einverstanden? Weil jetzt spielst du ja nur nach ihren Regeln und sie hat eine Frau ins Spiel gebracht.

Gleiches Recht für alle. Du fühlst dich ja ohnehin benachteiligt also wäre es dein gutes Recht, dir auch eine Freundin zu suchen (oder Freund, je nach dem).
 
Dabei
15 Jun 2019
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#9
Ich habe Reportagen über Polyamorie gesehen und das kann super gut gehen. Die Liebeskonstellation oder wie man Liebe leben will ist hier bei dir auch nicht das Thema. Ich bin sicher, dass das wirklich funktionieren kann.
Offtopic:

Hast du zufällig vielleicht noch ein paar Links zu den Reportagen, weil mich das Thema schon sehr interessiert, auch wenn es für mich jetzt nicht unbedingt was ist, wo ich sage, dass ich das führen könnte oder möchte?
 
Dabei
27 Feb 2013
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#10
Offtopic:

Nein, leider nicht, ich hab die immer nur zufällig so "mitgenommen", wenn sie im Fernsehen liefen. Ich habe nur österreichische Sender, also lief es bestimmt auch auf einem. Ich hab aber jetzt "Polyamorie" als Begriff gegoogelt und da kommen auch einige Youtube-Videos als Resultat. Vielleicht ist da ja was dabei, was du gebrauchen könntest.
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#13
Aber wenn alle drei (oder wie viele es auch seien mögen) ähnlich ticken, kann es genauso gut oder schlecht gehen wie in jeder anderen Beziehung auch.
Ich denke aber, dass die Wahrscheinlichkeit, dass drei Leute in diesem Punkt ähnlich ticken, sehr gering ist. Manchmal meint man das auch, aber wenn man es dann ausprobiert, stellt man fest, dass es doch nicht so easy ist. Und Beziehungen zwischen 2 Menschen können schon kompliziert genug sein - je kompexer, desto komplizierter.
 
Dabei
27 Feb 2013
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#14
Bei solchen Themen fällt mir immer das Lied von Marque ein:

and she found
one to make her happy
one to make her sad
one to give her true love
that she never had
Daisy and her boyfriends
living in a house
sharing just a good life

Ich habe vor Jahren selber mal mit dem Gedanken gespielt, mir einen kleinen Harem zuzulegen :lol: Eh eher spaßhalber.

Und habe Männer, die mir Avancen gemacht habe, sogar direkt darauf angesprochen und gefragt, ob sie Teil davon werden wollen würden (in der Hoffnung, sie abzuschrecken). Und zu meiner Überraschung: nach kurzem Nachdenken haben alle ja gesagt. :082:

Es scheiterte aber daran, dass sich nicht einer fand, den ich körperlich ansprechend fand - geschweige denn gleich mehrere, die einen ganzen Harem bilden könnten.

Ich weiß auch nicht, ob mir das letztlich dann wirklich gefallen hätte. Der Gedanke an sich war reizvoll, aber ob ich dann wirklich mit mehreren verschiedenen ins Bett wollen würde, glaube ich eher nicht. Ich stell mich da lieber auf einen einzigen ein, bei dem ich weiß, welche Knöpfe ich drücken muss. Mir von allen die Knöpfe zu merken, wäre dann doch zu anstrengend :eusa_drool:

Also wie gesagt, wenn alle polyamor sind und es sie nicht stört, sie nicht besitzergreifend sind und extremst freiheitsliebend, warum sollte es nicht funktionieren.

Wie du sagst, es kann zu zweit schon kompliziert sein - muss es aber nicht.
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#15
Also wie gesagt, wenn alle polyamor sind und es sie nicht stört, sie nicht besitzergreifend sind und extremst freiheitsliebend, warum sollte es nicht funktionieren.
Ja klar, wenn alles passt dann kann es funktionieren. Aber ich glaube halt, dass so eine Konstellation noch viel komplizierter ist als ein Paarleben und daher die Wahrscheinlichkeit auch sehr viel größer dass es nicht (länger) funktioniert. Ich kenne jedenfalls kein einziges Dreierpaar, weder real noch im Internet, wo sowas funktioniert (hat).
 
Dabei
27 Feb 2013
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#16
Hmmm.... vielleicht ist es aber unkomplizierter, weil man nicht all seine Erwartungen und Wünsche auf einen einzigen Menschen setzt.

Ich kenne auch niemanden persönlich. Aber sowas ist auch nicht so häufig, denke ich.

Im Falle des TE funktioniert es nicht, weil sich das nicht alle von Anfang an so gewünscht haben, also alle die gleiche Einstellung hatten und sich somit gefunden haben, sondern es hat sich unbeabsichtigt entwickelt, ohne zu wissen, wie das funktioniert und wohin das führen kann. Also quasi blind.

Es gibt Menschen, die nicht nur auf einen Menschen fixiert sind, nur einen Menschen lieben können. Und wenn man von Anfang an die Karten auf den Tisch legt und bewusst so eine Mehrfachbeziehung eingeht, gibt es lediglich die normalen Alltagsprobleme wie in jeder anderen Beziehung auch.

Aber im Falle des TE ist er da mit reingeschlittert - in erster Linie seiner Frau zuliebe.
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#17
Hmmm.... vielleicht ist es aber unkomplizierter, weil man nicht all seine Erwartungen und Wünsche auf einen einzigen Menschen setzt.
Ja "wenn". Das ist doch das Problem. Schon offene Beziehungen sind doch schwierig (oder kennst du da ein paar offene Beziehungen, bei denen du das Gefühl hast, die laufen sozusagen nachhaltig wirklich richtig rund?). Da besteht meist die Vereinbarung, dass man sich nicht verlieben darf (ist mir sowieso rätselhaft, wie man sowas unter Kontrolle kriegen soll), aber andererseits haben die meisten dann doch lieber Sex mit Menschen die ihnen sympathisch sind, und schon ist der schmale Grat beschritten.

Aber ich sehe es auch so, dass das beim TE ein ganz anderer Fall ist, weswegen es bei ihm aus meiner Sicht sowieso nicht funktioniert.
 
Dabei
15 Jun 2019
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#18
Ich stell mir das ehrlich gesagt sauschwierig vor.
Ich ehrlich gesagt auch, aber nur weil ich nicht der Typ für so eine Beziehung wäre, muss es ja nicht heißen, dass es für andere nicht genau das richtige Beziehungsmodell wäre. Vielleicht sind wir da auch ein bisschen durch unsere WEIRD-Mentalität (Western, Educated, Industrialized, Rich and Democratic) vernebelt, weil bei uns Monogamie nun mal das Standardbeziehungsmodell ist.
Weltweit gesehen ist Monogamie aber eine große Ausnahme. Nur 16 % der menschlichen Kulturen leben monogam, polyamore Beziehungen sind viel häufiger, wobei die meisten polyamoren Beziehungen polygyn sind (83 %). Es gibt aber auch ein paar polyandrische Kulturen, z. B. in Tibet, wo eine Frau mit mehreren Männern verheiratet ist. Dort sind es die Lebensumstände, die zu diesem Beziehungsmodell geführt haben. Die Bedingungen für die Landwirtschaft sind dort so karg, dass es gar nicht anders geht und mehrere Männer zum Unterhalt der Familie beitragen müssen.

Schon offene Beziehungen sind doch schwierig (oder kennst du da ein paar offene Beziehungen, bei denen du das Gefühl hast, die laufen sozusagen nachhaltig wirklich richtig rund?
Ja, ähm, hust, meine. :) Bei uns läuft es wirklich super, ganz ohne Eifersucht. Zugegeben, wir sind noch am Anfang unserer Beziehung. Ich habe aber eine Freundin, die lebt seit Jahren in einer ähnlichen offenen Beziehung wie ich. Sie ist sogar mit ihrer allerersten Jugendliebe zusammen und seit zwei Jahren sind die beiden sehr glücklich verheiratet.
 
Dabei
27 Feb 2013
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#19
oder kennst du da ein paar offene Beziehungen, bei denen du das Gefühl hast, die laufen sozusagen nachhaltig wirklich richtig rund?
Nein, kenne ich nicht, aber ich kenne auch so gut wie keine normale oder wie JuliaA schreibt Standardbeziehung, die nachhaltig wirklich richtig rund läuft. Wenn ich angestrengt nachdenke, dann eine.

Kompliziert ist es nur, wenn man es kompliziert macht.

ist mir sowieso rätselhaft, wie man sowas unter Kontrolle kriegen soll
Mir auch :lol:
 
Dabei
24 Sep 2017
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#20
Hallo,
ich persönlich würde mir wünschen, ich würde mehr längere Beziehungen mit solchem Modell kennen/sehen, die schön sind. Damit ist es ja immer so eine Sache. 'Ich kenne niemanden, bei dem das funktioniert hat' vs. 'Nur weil es bei irgendwem irgendwo funktioniert, heißt das nicht dass es funktioniert'. Am Ende ergibt es sich einfach.
Ich würde jedenfalls mal alleine in den Urlaub fahren und mir aufschreiben, wie ich leben möchte; Zeit lassen und die Gedanken reifen lassen. Mach dir klar, dass du jederzeit da raus kannst.
 
Dabei
30 Okt 2019
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#21
Ich verstehe durchaus, dass die Situation mehr als ausweglos zu sein scheint und der Egoismus meiner Frau, so wie die Unklarheit meiner Partnerin, ein großes Problem darstellen. Jedoch bin ich niemand der so schnell das Handtuch wirft. Ich meine, ich bin keiner der unter Verlustängste leidet oder ein Problem mit dem Alleinsein hat ... ich liebe Beide wirklich sehr und ich denke das sie mich auch lieben ... nur halt das da eine gewisse Bequemlichkeit/Faulheit in einer schlechten Kombination mit mangelnder Einsicht dahinter steckt.
Die Option des "Die Situation verlassen" wurde mir auch von der Schwester meiner Frau geraten. Mehr aus dem Hintergrund, das sie klar sagt, dass das sicherlich mir nichts bringen wird, jedoch würde meine Frau es anders nicht lernen.
Irgendwo habe ich immer noch die Hoffnung, das meine Weigerung zusammen zu ziehen etwas bewirken könnte, so als Konsequenz. Jedoch befürchte ich, das es dann heißt, das sie und ich weiterhin zusammen wohnen und unsere Partnerin nach wie vor allein wohnen wird ... sich aber doch nichts ändert, weil es so für sie ja auch klappt.
 
Dabei
24 Sep 2017
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601
#22
Wie genau meint deine Schwägerin das, dass es dir nichts bringen wird, eine Situation zu verlassen, die dich unglücklich macht und von der du selbst nicht glaubst, dass sie sich ändert?
 
Dabei
15 Jun 2019
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#24
Jedoch bin ich niemand der so schnell das Handtuch wirft.
Nach zwei Jahren, wo du dieses Spektakel nun schon mitmachst, glaub ich nicht, dass man dir vorwerfen könnte, du würdest einfach das Handtuch werfen.

Ist vielleicht blöd formuliert, aber es scheint mir so zu sein als würden deine beiden Frauen dir auf der Nase herumtanzen und du lässt dir bislang einfach alles gefallen, was sie mit dir machen. Eine Beziehung lebt davon, dass man nicht immer nur nimmt, sondern dass man auch gibt. Wenn du an dieser Beziehung überhaupt noch etwas retten kannst, dann wird es jetzt Zeit, dass du ganz klar formulierst, was du willst. Du musst ihnen unmissverständlich beibringen, was du dir von einer Dreierbeziehung erwartest, was du vermisst und was sie zu ändern haben, wenn das mit euch was werden soll. Andernfalls, und das muss den zweien wohl auch mal in aller Deutlichkeit so gesagt werden, hat es keinen Sinn und du bist weg - so einfach ist das. Entweder sie entscheiden sich für eine Beziehung mit dir und nicht neben dir oder sie müssen komplett auf dich verzichten. Vertrösten lassen würde ich mich an deinr Stelle nicht mehr. Es reicht einfach nicht, ständig nur den guten Willen zu beteuern. Der Worte sind genug gewechselt ...
 
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