Kein Optimismus mehr seit Trennung

Dabei
8 Feb 2015
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#1
Hallo.

Ich hoffe, ich bin hier hier im richtigen Forum gelandet. Es geht sich darum, dass ich (24/m) seit der Trennung meiner Noch-Ehefrau (27), mit der ich einen dreijährigen Sohn zusammen habe, im Mai letzten Jahres in ein tiefes Loch gefallen bin, aus dem ich irgendwie nicht mehr herauskomme. Es fing alles mit der Trennung an (Grund ihrerseits = die Kommunikation zwischen uns funktioniere nicht), bin direkt ausgezogen, habe mir eine eigene Wohnung gesucht, wollte immer für meinen Sohn da sein und mit ihm Zeit verbringen. Habe in der Zeit zwei Beziehungsversuche mit anderen Frauen hinter mir, jedoch feststellen müssen, dass ich a) einfach keine stärkeren Gefühle mehr aufbauen kann und b) meine Ex immer noch liebe.

Diese hat seit ein paar Wochen (Monaten?) einen neuen Freund, weiss jedoch, dass ich für sie immer noch etwas empfinde, da ich ihr dies einmal gesagt habe, als ich noch nichts von ihrem Neuen wusste. Nun steht auch noch im Laufe des Jahres unsere Scheidung bevor, ich bin kurz vor Abschluss meiner Ausbildung und habe noch etliche Prüfungen zu absolvieren, kann mich aber aufgrund des ganzen psychischen Drucks nicht zum Lernen motivieren. Ich merke, dass ich mich immer mehr zurückziehe und es mir grundsätzlich schlecht geht, aber sobald ich in Gesellschaft meiner Freunde oder Familie bin, dies überspielen oder mich ablenken kann.

Nun muss ich vielleicht dazu sagen, dass ich an sich ein Mensch bin, der an und für sich gern zuviel nachdenkt und gern die Welt und meine Person negativer sieht als sie ist. Bin oft sehr unsicher, voller Selbstzweifel und mangelndem Selbstbewusstsein. Habe mich auch mehrmals dabei erwischt, wie ich mir irgendwelche bescheuerten Situationen mit meiner Ex und mir ausgemalt habe, wenn ich zum Beispiel kurz davor war, meinen Sohn zurück zu bringen. Ich fühle mich einfach einsam und habe das Gefühl, als wäre ich von ihrem eben jenem neuen Freund ersetzt worden.

Ich habe mittlerweile Gedanken, wie ich dem Ganzen endlich ein Ende setzen kann (auf mich bezogen).
Ist das noch "normal"? Klar, eine etwas pauschalisierte Frage in der Hinsicht. Aber wo trennen sich die Wege zwischen Liebeskummer, Verzweiflung und beginnender Depression?
 
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Dabei
21 Nov 2014
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29
#2
Bzgl dem Ende setzen und keinerlei Motivation würde ich dir empfehlen mal professionelle Hilfe oder eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen. Dort zieht man sich bei sowas durchaus gegenseitig hoch.

Was deine Ex betrifft: Leider Gottes musst du sie abhaken. Der Käse scheint gegessen, schade, dass du in dem Alter schon ein Kind mit ihr zusammen hast, aber da musst du jetzt durch.
Du hast zwei Beziehungsversuche gestartet, warum aber nur Beziehungsversuche? Du bist 24, hast noch dein ganzes Leben vor dir, leb dich aus, hab Spaß, du hast dein Kind nich mal rund um die Uhr, genieß es!
Geh feiern, geh flirten - und such dir ein gutes Hobby was dein Selbstbewusstsein stärkt! Andernfalls wirst du in diesem Selbstzweifel ertrinken.

Momentan drückst du dich selbst runter "Sie ersetzt mich mit ihm" "ich finde keine neue" "ich empfinde noch was für sie, deshalb werde ich keine neue finden" und "wenn ich ihr jetzt den kleinen bringe lädt sie mich bestimmt noch auf nen Kaffee ein!"

Ich denke das trifft die Punkte ziemlich gut, und wenn du sie dir nochmal genau vor Augen führst... Sind sie schwachsinnig, oder? Sex mit der Ex, hm, jedem das seine, aber in deiner Situation nahezu tödlich für dich.
Ersteres: Du bist einzigartig und unersetzbar. Mach dir das klar, du bist dir selbst am meisten wert, solange du das nicht anerkennst wirst du niemals am Markt ankommen.
Du hast bestimmt viele gute Seiten, nur eine davon, und so lächerlich sie auch klingen mag, du bist der deutschen Sprache mächtig und beherrschst Groß- und Kleinschreibung sowie Zeichensetzung. DAS tut nicht jeder :D (mal nen Lacher nebenher)
Aber ich kenn dich halt nicht, jedoch hat jeder seine guten SEiten. Und solange du wie ein Schluck Wasser in der Kurve hängst und "rumheulst" wirst du jeden Menschen damit abschrecken anstatt mit deinen positiven Seiten zu glänzen.

Blick nach vorne, weiter gehts. :)
 
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