Es interessiert ihn nicht mehr

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Zur Definition "Vergewaltigung": http://dejure.org/gesetze/StGB/177.html

Und sicher kann das einem Mann auch passieren, jedoch glaube ich, dass ein Kerl dies tendenziell etwas anders rationaler verarbeitet als eine Frau. Bei mir zumindest stell ich mir das so vor. Deswegen sprach ich nur vom üblichen Fall der Frau als attackierte (was ja hier auch das Thema ist).

Ich weiß auch gar nicht, worauf Du jetzt hinauswillst. Ich habe angemerkt, dass es leichter ist, etwas zu verarbeiten, wenn man sich auf sachliche Fakten reduziert, anstatt dieses psychische Konstrukt noch weiter anzufachen. Und dass es nichts bringt, wenn man so einer Person vermittelt, die Welt ginge unter. Denn genau das zieht einen zusätzlich runter. Man braucht also kein Horrorszenario zu "celebrieren". Denn die Vergewaltigung an sich ist nicht schlimm (mal abgesehen von etwaigen physischen Verletzungen). Schlimm wird sie erst im Kopf des jeweiligen Menschen. Und darauf hat man mit einer richtigen Einstellung (die durchaus auch von außen beeinflusst werden kann), eben einen größeren Einfluss als viele sich das klarmachen.

Du redest einen Schwachsinn dass mir die Galle hochkommt.Demnach wäre also eine 18jährige die noch Jungfrau ist selbst daran Schuld, dass sie mehr darunter leidet, weil sie nicht einfach früher Sex hatte?

Von Schuld habe ich nie geredet. Aber sicher wäre es ein relevanter Faktor.
 
Doch, es handelt sich um eine Verletzung. Eine Verletzung muss nicht zwangsläufig physischer Natur sein. Was hier gemeint ist, ist die psychische und emotionale Verletzung durch Vergewaltigung. Egal ob ihr sagt sie "ist" oder sie "war" einOpfer, sie hat immernoch mit den Folgen zu kämpfen. Und ich denke hier sind sich alle einig: Sie kann etwas an ihrem Zustand ändern, aber dafür sollte sie sich professionelle Hilfe suchen. Es geht hier um ihr eigenes Wohl und dieses ist nun am wichtigsten. Das muss sie nun einsehen und ob ihr Freund das mit ihr durchzieht oder schlicht und ergreifend keine Lust mehr hat, wird sie erst nach einem Gespräch wissen.
 
Die Frau erlebt durch den Machtentzug eine derartige Ohnmacht und Erniedrigung dass der Sex da zur absoluten Nebensache wird. Sex ist in diesem Fall ein Werkzeug aber lang nicht das Ende der Fahnenstange.
Es geht um die Macht über Leben und Tod den ihr Peiniger über sie hat und den totalen Kontrollverlust den sie erlebt. Sie ist dem Vergewaltiger absolut ausgeliefert.

Du sprichst jetzt den extremen Fall an, dass sie um mehr als die Vergewaltigung bangen muss, sondern um ihren Lebensverlust. Dahingehend gebe ich Dir recht, dass das einen erschrecken kann. Aber auch in diesem Fall ist der springende Punkt ja der, dass sie nicht drauf vorbereitet ist. Nehmen wir einen Fassadenkletterer, Bergsteiger, Feuerwehrmann oder Stuntman, der mit diesem Umstand vertraut ist: Der kann einen knapp entgangenen Tod vergleichsweise gut wegstecken. Weil er eben darauf vorbereitet ist. Und allesamt stehen sie in dem Moment entmachtet einer Situation gegenüber, wenn es denn passiert. Erniedigung und Scham sind hingegen Stolzsache, hart gesprochen. Auch hier geht es darum, was man gewohnt ist.

Ich will nicht bestreiten, dass intesivere Eindrücke unterschiedlich lang brauchen, um verarbeitet - begriffen - zu werden. Ist ja bei positiven Dingen nicht anders. Aber das passiert eben am leichtesten, wenn man den Gefühlskram zumindest vom Gedankengang her mal außen vor lassen kann und sich auf die nackten Tatsachen beschränkt.

Ist nicht einfach, aber sehr effektiv, wenn man es lernt.
 
Nehmen wir einen Fassadenkletterer, Bergsteiger, Feuerwehrmann oder Stuntman, der mit diesem Umstand vertraut ist: Der kann einen knapp entgangenen Tod vergleichsweise gut wegstecken. Weil er eben darauf vorbereitet ist. Und allesamt stehen sie in dem Moment entmachtet einer Situation gegenüber, wenn es denn passiert. Erniedigung und Scham sind hingegen Stolzsache, hart gesprochen. Auch hier geht es darum, was man gewohnt ist.

Ein Attentäter z.B. kann Menschen umbringen, weil er es gewohnt ist, weil sein Verstand dies entsprechend interpretieren kann: Ein Leben weniger - wen juckt das bei 7 Milliarden Menschen und einer guter Bezahlung? Die Moral mal weglassend, ist dies ein Gedankengang, der ihm sein Job locker handhabbar macht. Tante Emma aus der Nachbarschaft hingegen erschießt jemanden in Notwehr oder überfährt ein Kind und kommt psychisch vielleicht Jahre oder Jahrzehnte nicht damit klar. Weil sie nicht darauf vorbereitet war.

Ich habe mal einen Film gesehen - der Name lautet "Trust". Da geht es um ein Teenager, der von einem erwachsenen aus dem internet missbraucht wird. Sie sagt sich, es ist eben passiert, ist doch bloß Sex, was soll der Stress?


Ich habe mal von einer Frau gehört, die ihren Vergewaltiger vor der Tat bat, ihr eine Minute Zeit zu geben. Sie hat die Zeit dazu genutzt, um sich selbst zu suggerieren, dass sie Lust hat, mit ihm zu schlafen. Eine bemerkenswerte Fähigkeit, die ihr sehr viel Leid erspart hat. Sicher ein Extremfall, aber dieses pauschale Opfergerede bringt einfach nicht weiter. Wem so etwas passiert ist, soll nicht suggeriert werden, sie soll das vergessen. Aber es bringt auch nichts, ihr stets zu suggerieren, welch unglaublicher Weltuntergang ihr passiert ist. Physisch gesehen hat sich lediglich eine Haut an der anderen gerieben. Was sie psychisch daraus macht, kann sie durchaus auch selbst lenken.

Wer so gebetsmühlenartig versucht den Aspekt einer Vergewaltigung zu verharmlosen hat sein eigenes Trauma noch nicht verarbeitet.Ich klinge mich hier aus, und werde mich bis auf weiteres hier verabschieden.Wenn das die Qualität von so ernsten Themen sein soll, bin ich in meinen Realleben besser aufgehoben als solchen Stuss zu lesen.Nur im Interesse eines einzelnen der offensichtlich keinen Bezug mehr hat zur Realität hat sondern für sich nur noch die Welt in Gleichnissen und Verleumdungen erklären kann.Jedenfalls lässt es sehr tief blicken wie Du Vergewaltigung interpretierst.Sehr tief...
 
So spricht ein Mensch, der schön artig seine Scheuklappen aufbehält. Weswegen neue Sichtweisen in Betracht ziehen, wenn diese gesellschaftlich nicht dem 08/15-Gusto entsprechen, stimmt's?
 
Völlig falsche Richtung. Lassen wir den Quatsch.
 
Jesse, bisher habe ich Dich als eher harmlosen Spinner betrachtet. Als jemanden, der hier die Aufmerksamkeit sucht (und findet), die er im realen Leben nicht bekommt. Der vielleicht auch mal allein aus dem Grund diskutiert, weil es Spaß macht zu diskutieren. Dessen pragmatische Herangehensweise in einigen Fällen sogar hilfreich ist. Aber was Du hier schreibst, ist so unterirdisch, dass ich mich weigere, jede schwachsinnige Stelle zu zitieren. Nehmen wir exemplarisch nur mal den Kerngedanken Deiner Aussagen

Jesse Blue schrieb:
Denn die Vergewaltigung an sich ist nicht schlimm


Ich lasse diesen Satz einfach mal unkommentiert stehen. Jeder einigermaßen vernunftbegabte Mensch wird seine eigenen Schlüsse daraus ziehen können.

Ja, ich könnte Dir jetzt im Detail schildern, wie eine Vergewaltigung sich für das Opfer anfühlt. Könnte die ach so unlogischen Verhaltensweisen der Frauen in so einem Fall darlegen. Könnte Dir erklären, wo der Unterschied zwischen einer Vergewaltigung und einer Körperverletzung liegt (nicht der juristische, sondern der psychologische). Ich könnte Dir sogar den Unterschied zwischen normalem Sex und einer Vergewaltigung ausführlich erläutern. Aber ich tue es nicht. Nicht, weil Du sowieso nur das verstehst, was Du verstehen willst (in punkto Beratungsresistenz liegst Du noch Längen vor Caro), sondern weil ich die betroffenen Frauen, die das hier - jetzt und in Zukunft - lesen, einfach nicht noch einmal mit diesem ganzen Kram konfrontieren will. Wer eine dieser Erklärungen braucht, kann sich gern per PN an mich wenden.

Vielleicht ein einziger Punkt: Du argumentierst hier dauernd mit Logik. Es ist sicher äußerst unlogisch, für den Gegenwert von ca. 80 EUR einen mehrjährigen Gefängnisaufenthalt sowie weitreichende soziale Ächtung zu riskieren. Trotzdem tun Täter immer wieder genau das, statt sich bei einer Prostituierten zu erleichtern. Könnte das vielleicht ein Zeichen dafür sein, dass im Fokus einer solchen Tat nicht der Sex, sondern die Gewalt steht?
 
Nixe, meine Äußerungen sind an Leute gerichtet, die offen für Denkweisen sind, die sich abseits der Norm und der Wohlfühlzone befinden. Dafür braucht es Mumm und Freidenken und ist somit nicht an Emotionssklaven wie Dich gerichtet, die nicht mal ums Verrecken über ihren Tellerrand hinausschauen könnten. Also spar Dir das Gesalber, wenn Du dem nicht fogen kannst bzw. willst. Sollte ich hingegen jemals Taschentücher für meine Tränchen brauchen, dann werde ich mich als erstes an Dich wenden.

Es ist sicher äußerst unlogisch, für den Gegenwert von ca. 80 EUR einen mehrjährigen Gefängnisaufenthalt sowie weitreichende soziale Ächtung zu riskieren. Trotzdem tun Täter immer wieder genau das, statt sich bei einer Prostituierten zu erleichtern. Könnte das vielleicht ein Zeichen dafür sein, dass im Fokus einer solchen Tat nicht der Sex, sondern die Gewalt steht?

Nö. Eine Prostituierte ist für die Mehrheit der Menschen nicht begehrenswert. Ich habe zudem nie behauptet, dass Macht als mögliches (wenn auch nicht einziges) Motiv für den Täter nicht infrage käme. Aber die Motive des Täters standen hier für mich auch nie zur Diskussion, sondern die Sichtweise der vergewaltigten Person. Und da die Motive des Täters mit der "Priorität" der Leidpunkte des Opfers in keinem Zusammenhang stehen müssen, ist Deine Anführung sinnfrei.
 
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meine Äußerungen sind an Leute gerichtet, die offen für Denkweisen sind, die sich abseits der Norm und der Wohlfühlzone befinden

Gut, das endlich mal schwarz auf weiss zu haben. Aber wenn Dein Äusserungen sowieso nicht für den TE bestimmt sind, warum müllst Du dann so viele Threads damit zu? Mach doch einfach wie beziehungsWEISE einen eigenen Thread auf, in dem Du Deine abstrusen Ansichten propagieren kannst. Und verschone normale Menschen mit dem Quatsch.

Moderationsteam, was genau muss ein Mensch noch tun, um als OT eingestuft zu werden? Mehr als fast wortwörtlich zu schreiben "der TE interessiert mich kein Stück, ich schreibe nur für meine Cronies" geht ja wohl kaum.
 
Es ist ein Unterschied, ob Emotionen für einen Mensch Relevanz besitzen oder, ob eine Person sich ihren Emotionen derart verklavt, dass sie gänzlich außerstande ist, aufgrund dessen auch nur irgendetwas aufzugreifen. Hör also auf, Dich mit den Fragestellern auf eine Stufe zu stellen. Dich haben seit jeher Probleme geritten, die nur deswegen bestehen, gerade weil Du unwillens bist, abseits Deines überschaubaren Horizonts zu denken und zu handeln. Deswegen ziehst Du Dinge auch lieber feigerweise in die Länge, anstatt sie kurz und bündig zu lösen. Aber nicht, weil Du es nicht besser weißt, sondern, weil Du es nicht besser willst. Im Gegenzug dazu gehe ich bei den Fragestellern davon aus, dass sie hier reinkommen, um etwas zu verändern.

Ergo: Wenn Du unwillens bist, um abseits der breiten Masse zu denken, ist das Deine Sache. Aber dann lass die Fragestellerin selbst entscheiden, ob sie mit neuen Ansatzpunkten etwas anfangen kann oder nicht. Denn - und das kannst Du mir getrost glauben - Du stellst sicher alles andere als die Referenz im Punkto Weitblick und Eigenreflexion dar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jesse, wenn Du mir was zu sagen hast, gibt es den Weg der PN. Ich werde diesen Thread nicht fur eine Privatdiskussion missbrauchen.
 
Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, habe ich mich nicht weiter dieser Diskussion angeschlossen. Weils mir schlichtweg zu blöd ist. Jeder kann seine Meinungen haben, wie er für richtig hält und das dieses Thema immer sehr für Diskussionsstoff sorgt, ist auch klar, aber nachdem mein Freund und ich uns ausgeredet haben und ich weiter an mir arbeite, ist die Diskussion für mich damit beendet. Ich danke euch für eure Meinungen und Äusserungen.
 
.....Moderationsteam, was genau muss ein Mensch noch tun, um als OT eingestuft zu werden? .....

Ich bin erst jetzt auf diesen Thread aufmerksam geworden. Und werde das hier schließen. Zumal die TE ja sagt, dass sie kein Interesse mehr an einer weiteren Diskussion hat. Wenn die TE es wieder offen haben will, bitte eine PN an mich. Dann wird sich eine Lösung finden. Und was hier im einzelnen als OT einzustufen war, will ich jetzt mal nicht mehr erörtern.

Aber es geht nicht nur darum. Wieder mal ein trauriges Beispiel dafür, wie das Maß des erträglichen überschritten wurde. Ich meine, wie hier, in einer ansonsten guten und offenen Diskussion in der Sache, teilweise verharmlosend über Vergewaltigung gesprochen wurde. Ich möchte daran erinnern, dass das strafrechtlich ein Gewaltverbrechen ist und dass das in einem offenen freien Forum so nicht akzeptabel ist.

Aber ich will eine eventuelle Diskussion nicht abwürgen. Und darauf hinweisen, soweit es allgemein um den Umgang miteinander im Forum geht, dass das Thema weiter diskutiert werden kann. Wir haben dafür diesen Thread: http://www.lovehelp.de/zum-umgang-miteinander-im-forum-t28376.html

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