Bin ich von ihm abhängig?

GoldenGirlx21

GoldenGirlx21

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Apr. 2008
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Ich würd mal gern eure Meinung wissen wie ihr über folgende Situation denkt.

Ich mag meinen Freund. Lieben tu ich ihn nicht (oder doch? Keine Ahnung). Ihm geht's da ähnlich wie mir. Er hat mich auch lieb (sagt er. Sogar jetzt von alleine. Das hat ne Weile gedauert).
Was uns daran hindert einander zu lieben ist das fehlende Vertrauen in den Partner. Ich kann ihm wegen seiner Ausraster nicht vertrauen und er mir nicht, weil er denkt ich flirte mit allem was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. (Nur weil es ein blödes Partypic gibt bei dem mir ein Bekannter blöd an die Beine fasst).
Das führt oft zu Streitereien und wie in meinem letzten Thread beschrieben das letzte Mal sogar zu verletzenden Beleidigungen. (Für die er sich mittlerweile aber entschuldigt hat)
Sexuell sind wir uns treu. Vor seinen Freunden (wichtigen Geschäftskollegen) bin ich seine Freundin, die er seit 2 Jahren kennt (in Wirklichkeit sind's nur 1,5 höchstens) und die er real kennengelernt hat (tatsächlich aber im Internet).
Wenn wir uns gestritten haben, war meistens ein paar Wochen Funkstille, danach ist aber immer einer von uns wieder angekrochen gekommen.

Viele sagen, ich soll das beenden, ich sei abhängig von ihm, ich hätte ein verzerrtes Bild und würde für ihn nur noch einstecken, etc.

Dadurch dass er aber auch bei mir immer wieder vor der Matte steht und offensichtlich eifersüchtig ist (was er nie zugeben wird) glaub ich nicht, dass ich abhängig von ihm bin oder?

Würdet ihr mich als abhängig bezeichnen?:eusa_think:
 
ob du abhängig bist kann ich aus deiner beschreibung jetzt nicht schliessen, da bräuchte ich ein paar beispiele von denen deine freunde diese vermutung ableiten.

aber dass er bei dir auf der matte steht und eifersüchtig ist, ist keinesfalls ein gegenargument gegen abhängigkeit. genauso wenig wie es ein argument sein kann jemanden zu vertrauen.

so wie du es bis jetzt beschreibst klingt es wie eine beziehung die eine menge reibungspunkte hat, was aber relativ normal ist in meinen augen.

warum sollst du denn abhängig sein wenn du dafür kämpfst mit diesen mann eine beziehung aufzubauen?
 
Ich würde mich da eher fragen, wieso du eine Beziehung mit ihm führst, wenn du der Meinung bist ihn gar net zu lieben.
 
mhm beasty. gute frage. das weiß ich auch nicht.
wahrscheinlich der glaube daran, dass halt alles zeit braucht. mit ihm hat bisher alles überdurchschnittlich länger gedauert als in einer "normalen" "harmonischen" beziehung. natürlich war ich anfangs schwer verliebt in ihn. das hat sich wieder gelegt als ich ihn besser kennengelernt hab und momentan weiß ich nicht ob ich mit ihm, so wie er ist, umgehen kann.

als spontane idee kam mir grad ein paar wochen "auszeit" vorzuschlagen, damit ich sehen kann wie es mir ohne ihn geht. glaub das wäre ganz gut. das werd ich machen.
 
Ja das wäre eine Möglichkeit um heraus zu finden, was du noch an Gefühlen für ihn hast. Mach das, vielleicht kommst ja zu einem Ergebnis, dass dich glücklich macht und deren Konsequenzen dich wieder aufleben lassen.
 
die frage erinnert mich an meine situation vor kurzem.
liebe macht blind.

ich denke schon das du das was abhängig bist bzw. die sache anders siehst als sie wohl ist.
etwas abstand wäre doch nicht schlecht, nehmt euch mal eine auszeit und denkt in ruhe über alles nach.
ohne das der eine beim anderen vorbeikommt oder sich meldet.

zumindest mir hat das nun sehr geholfen.
man kann auch freunde bleiben und sehen was die zeit für einen bereit hält.
vieleicht verliebt ihr euch ja neu und baut vorher das vertrauen als freunde wieder auf.
 
bin mal gespannt. bei meiner entscheidung vor 2 Std gings mir eigentlich richtig gut. aber jetzt kommen schon erste zweifel...........
ich lenk mich zwar durch die Arbeit so gut es geht ab aber irgendwie könnt ich heulen :(
 
das kenne ich nur zu gut...
hab die ersten tage so 200x ihr profil aufgerufen, wenn sie online war verkrampfte sich mein herz und ich war am zittern.
war zu nix anderem in der lage und gedanklich nur bei ihr.

das legt sich, glaub mir.
bin zwar auch gerade im web, aber hab seit dem 5ten ihr profil nicht mehr aufgerufen.
denke zwar noch an sie, was sie so macht, wie es ihr geht...

aber bin auch dabei mein leben wieder in den griff zu bekommen.
hab viele freunde vernachlässigt weil ich niemand sehen wollte, die stehen hinter mir und sind es wert das ich mich melde.

auch dachte ich mir, hier im forum hab ich hilfe bekommen...also bin ich nun hier und versuche anderen was zurück zu geben.
schon traurig was man hier alles liest...das leben wäre so einfach.

mach dir schöne musik an, koch dir was leckeres, geh mal ne runde spazieren, meld dich bei deinen freunden und mach etwas das du schon lange tun wolltest.
in meinem fall: meine whg renovieren :)
 
Ja. Leider habe ich meine Freunde für ihn ziemlich vernachlässigt. Mal sehen, was sich da machen lässt.

Es erstaunt mich, dass es auch Männern offensichtlich so gehen kann. Hab immer gedacht die Abhängigkeit sei ein typisches Frauenproblem.
Gerade google ich mich durch verschiedene Informationen von Abhängigkeit durch und hab mir spontan 20 Gründe aufgeschrieben warum es besser ist die Sache zu beenden. Vielleicht hilfts mir, wenn ich die mehrmals täglich durchlese.

Ich erkenne mich in vielen Punkten wieder, was abhängige Leute ausmacht. Und trotzdem will ich es nicht wahrhaben.

Aber ich denke auch, wenn ich erst mal 4 Wochen geschafft hab, wird's besser werden. Toi Toi Toi....
 
naja was das mit den männern betrifft...hast ja in meinem beitrag gesehen, so der alltägliche bin ich nicht und hat gedauert bis ich das so für mich akzeptiert habe.
den das hab ich ständig zu hören bekommen...dachte mir halt, ich bin wie ihr ein mensch mit gefühlen.
nur weil andere die nicht so ausleben, bin ich nix besonderes.

und was ist abhängig...?
man hängt an einem anderem menschen, verzeiht viel zu schnell fehler, denkt dabei zu wenig an sich oder wil nit bei den 1 besten problemen aufgeben.
manche machen das bis zu ihrem eigenen ende mit...andere gehen vorher.

weiß nicht ob das nun so gut ist das du in google danach schaust.
befreit dich nicht wirklich und lenkt dich auch nicht ab.
wobei da jeder mensch anders ist und ich finde es gut das du dir gründe aufschreibst und da drüber nachdenkst was nicht passt.

bin ja waage von geburt und leg eigentlich alles in die schaalen...das gute und schlechte und schätze dann ab.
aber auch ich verlier mal die übersicht und höre dann auf niemand.

fand es gut hier was zu schreiben, mir die meinung anderer anzuhören und denke hab einiges gelernt.
wunder mich wenn ich das heute lese, was ich da zum teil geschrieben habe.
mich da gut reingesteigert und selbst fertig gemacht ohne ende...vieleicht auch gerade das was uns auch getrennt hat.

ich drück dir die daumen und bin sicher, spätestens am we wirst du hier ganz anders darüber schreiben :)
 
Das mit der Abhängigkeit kenn ich auch nur zu gut. Ich war 7 Jahre mit meinem Ex zusammen. Die letzten 2 Jahre unserer Beziehung habe ich immer mehr von mir und meinem Leben für ihn aufgegeben. Mich immer mehr auf ihn verlassen. Ihm blind vertraut. Und dann musste ich dieses Jahr im August erfahren, dass er seit 3-4 Monaten ne Neue hatte und mich einfach nur verarscht hat. Es hat einfach nur weh getan. Obwohl wir jetzt seit dem 10.08. getrennt sind, wünsche ich mir nur die Zeit zurück drehen zu können und ihn wieder zu kriegen. Man kann nicht mal eben 7 Jahre Beziehung mit 3 Jahren verlobt sein und 4 Jahre zusammen wohnen auslöschen. Auch wenn er das momentan wohl kann, sonst hätte er mich nicht einfach so ersetzt. Ich leide immer noch darunter. Es gibt gute und schlechte Tage. Aber es wird besser werden. Ich kann inzwischen auch wieder alleine in unserem Bett schlafen (das ich für uns gekauft hatte). Solange man Familie und Freunde hat die hinter einem stehen, kann es nur besser werden.
 
Oh, as kommt mir das mit dem Vertrauen bekannt vor. Und mit der Party - Frauen sind immer die "Schlampen", egal wie es tatsächlich war. Aber gut...

Hm, man sollte nicht immer von Abhängigkeit reden. Und ich finde, erst recht nicht in deinem Fall. Du kommst ja scheinbar ohne ihn zurecht, auch wenn du ihn sehr gerne hast.
Du solltest dir aber mal überlegen, ob es dir ohne ihn besser ginge als mit ihm...
 
ob du abhängig bist kann ich aus deiner beschreibung jetzt nicht schliessen, da bräuchte ich ein paar beispiele von denen deine freunde diese vermutung ableiten.

hm ok ein paar Bsp. :eusa_think:

1. von Anfang an war ich mehr in ihn verliebt wie er in mich. ich wollt gleich alles auf einmal und hab mir so in der anfangszeit gleich 2 körbe von ihm geholt.
im Nachhinein würd ich sagen, es spricht für ihn, dass er nicht gleich sagt, dass er verliebt ist, wenn er es nicht ist.

2. viele kleine Streits deren Auslöser Unverständnis bei meinen Freunden hervorgerufen hat...

3. Oft Hin und Her, weil ich mir nicht sicher war ihm gegenüber. Unklarheit über unseren "Beziehungsstatus".... etc.

Es gibt Anzeichen dafür, dass ich ihm zu viel hinterherrenne und ihm das gefällt. Es gibt aber auch Gründe für sein Verhalten mir gegenüber.
Ich hab ihm oft unterstellt etwas mit Frauen zu haben. Darüber haben wir ausführlich gesprochen und dadurch, dass ich sein Umfeld kenne, weiß ich mit welchen Frauen er Kontakt hat und wie dieser Kontakt aussieht. Außerdem arbeitet er 6 Tage die Woche und ich kann mir zu 99,9 % sicher sein, dass er entweder bei der Arbeit oder daheim am schlafen od TV schauen ist. (Hat er mir auch gesagt). Trotzdem hab ich weiter gestichelt :eusa_silenced: Es war mir nicht bewusst, dass ich es eigentlich bin, die vertrauensunwürdig ist. Das hatten mir Freunde auch gesagt. Durch diverse Partybilder musste er davon ausgehen, dass ich flirte oder sogar weiter gehe. (war natürlich NICHT der Fall war!)

Also ich kann ihn auch verstehen, wenn er nicht sofort auf mich anspringt und oft auch auf Distanz geht. Ich kann mir vorstellen, dass er nicht weiß woran er bei mir ist (hat er mir auch gesagt).

Gestern hab ich gesagt, ich geb ihm nochmal ne Chance. Aber sobald nochmal solche Beleidigungen kommen, verliert er ein ganz tolles Mädel. Und heute komm ich mit ner Auszeit... :086: Ich weiß ich bin sprunghaft und nicht einfach. Aber er auch nicht. Es gehören 2 dazu und manchmal treibt er mich zu solchen Sprüngen.

Ich weiß einfach nicht wo die Grenzen sind. Was sind Reibereien einer normalen Beziehung und wo sollte man sagen "Stop! So geht's nicht weiter" ?
Ich hab Fehler gemacht und er auch. :(
 
Hm, man sollte nicht immer von Abhängigkeit reden.

Du solltest dir aber mal überlegen, ob es dir ohne ihn besser ginge als mit ihm...

Ja da hast du wahrscheinlich recht. Ich hab einfach sehr große Angst davor seelisch abhängig zu werden.....

Mit dem zweiten Satz, bin ich grad dabei mit der Auszeit... :)
 
Mir wurde schon oft gesagt, dass man sich oft nur einbildet von jemandem abhängig zu sein, es aber in Wirklichkeit nicht ist... Ist für mich auch unvorstellbar...
 
Doch sowas gibt es. Wir hatten letztes Jahr schon einmal ne Krise (deshalb bin ich hierher gekommen) und ich konnte einfach nicht den Schlußstrich ziehen. Ich war sowohl Gefühlsmäßig als auch Finanziell von ihm abhängig, da ich nicht so gut verdiene wie er. Er hat das schon öfter ausgenutzt.
 
Das alles klingt nicht nach Abhaengigkeit sondern eher danach, dass in eurer beziehung was grundlegendes nicht stimmt.
Du weisst nicht ob du ihn liebst. Das klingt schonmal ziemlich merkwuerdig. Das solltest du vielleicht als allererstes herausfinden. Und dann solltet ihr mal ganz dringend an eurem Vertrauen zueinander arbeiten.

"Durch diverse Partybilder musste er davon ausgehen, dass ich flirte oder sogar weiter gehe. (war natürlich NICHT der Fall war!)" Das schreibst du. Wieso musste er davon ausgehen? Sollte es nicht eher der Fall sein, dass er vielleicht kurz irritiert ist, aber weiss, dass du ihm treu bist? Sowas sollte mit einem Gespraech relativ schnell geklaert sein.
Also das waere wirklich was, woran man arbeiten sollte.
 
Sowas sollte mit einem Gespraech relativ schnell geklaert sein.
Also das waere wirklich was, woran man arbeiten sollte.

Ja das haben wir. Das war der Grund warum er letzte Woche so böse ausgerastet ist und Wörter gefallen sind, die ich so leicht nicht vergessen kann.

Ich wollte gestern nochmal über diese Ausdrücke reden und hab ihm gesagt, dass ich für die eine Entschuldigung erwarte. Was er dann auch gemacht hat. Ansonsten wollte er "das Thema nicht mehr anschneiden".
Mit dem Ergebnis, dass es in 2 Wochen zu 85 % schon wieder Thema eines Streits ist. :eusa_hand:

Ich hab das Gefühl, dass ich immer diejenige bin, die etwas klären will und die hinter ihm herrennt und sich den Allerwertesten für ihn aufreisst. Mit dem Ergebnis, dass er dann praktisch von oben herab Gnade über mich ergehen lässt. (Bildhaft ausgedrückt) :x
 
Ob du als abhängig zu bezeichnen bist? Wie andere schon sagten, das läßt sich in dieser allgemeinen Form so nicht beantworten.

Ich glaube, auf natürliche Weise sind wir zunächst als Menschen alle abhängig: Von der Liebe, der Zuneigung, der Wertschätzung anderer. Insbesondere von den Menschen, die für und wichtig sind. Deshalb sollten wir erst gar nicht versuchen, diese "Abhängigkeit" zu ändern.

Die Frage ist schon eher, wie wir abhängig sind. Und indem du die Frage so aufwirfst, dich so auseinander setzt, bist du schon auf einem guten Weg.

Für mich ist der Maßstab: Bin ich so abhängig, dass ich mich verletzen lasse, mich beleidigen lasse, mich nicht wehren kann, mich ohnmächtig anderen ausgeliefert fühle? Oder fühle ich mich so stark, dass ich mich wehren kann, mich vertreten kann? Kann ich auch dann wieder Vertrauen zu Menschen fassen, wenn ich immer wieder auch enttäuscht werde?

Ich bin ja schon etwas länger dabei im Spiel des Lebens. Es gibt keine Sicherheit, im Leben nicht immer wieder von Menschen enttäuscht zu werden. Menschen sind fehlbar.

Meine (volläufige) Antwort ist: Die beste "Versicherung" vor Abhängigkeit ist, zu lernen, sich auf sich selber zu velassen.
 
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