Zusammen bleiben, obwohl Zusammenziehen unmöglich erscheint?

Dabei
5 Apr 2016
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#1
Liebe Leute,
ich wünsche erstmal jedem ein glückliches neues Jahr.
Leider bin ich im Moment aufgelöst und wende mich an euch, wie ich es früher schon mal tat und Unterstützung bekam. Darauf hoffe ich nun auch.
Ich (23) bin seit über 3 Jahren mit meinem Freund (37) zusammen und fühle mich von ihm besonders geschätzt und geliebt. Ich habe selbst noch nie vorher einen Menschen in dieser Intensität lieben können. Mit meiner Familie habe ich vor Jahren gebrochen, weil aus religiösen Gründen kein freiheitliches Leben für mich innerhalb dieser Familie möglich wäre. In dieser schweren Zeit war er stets für mich da. Mittlerweile bin ich seiner Familie ans Herz gewachsen. Ich wollte mich nie so sehr fallen lassen, mich nicht aktiv als festen Teil seiner Familie fühlen, weil es keine Garantie für unser Zusammensein gibt und nochmal einen schweren Verlust ertragen, möchte ich nicht.
Jedenfalls bin ich bald mit meiner Ausbildung fertig und würde sehr gerne mit meinem Freund zusammenziehen, mit dem ich bisher nur in den Ferien und jedes Wochenende Zeit verbringe. Er hat dem zugesagt, mit mir zusammen schon nach passenden Arbeitsstellen, den besten, kürzesten, staufreien Arbeitsweg für mich geplant.
Er ist mit mir durch eines der Häuser seiner Familie gelaufen, welches unbedingt renoviert werden muss. Ich war sehr überrascht, weil er sich doch sehr schwer tat mit dem Thema Zusammenziehen, weil er ab und zu seinen Raum braucht. Wenn wir am Stück viel Zeit miteinander verbringen, braucht er mal 1 Tag, an dem er mehrere Stunden an seinen Hobbies verbringt, womit ich klar komme. Mich muss man nicht 24 Std entertainen, auch wenn ich bei ihm - evtl durch meine Lebensgeschichte - einen versteckten Beschützerinstinkt wecken mag.
Wie auch immer. Vor kurzem teilte er mir mit, dass er zu viel Angst davor habe, mit mir zusammenzuziehen, da er ja ab und an für sich sein müsse und wenn es mit mir doch nicht klappen sollte, dann würde er "alles verlieren". Das Haus zu renovieren, mache ihm in finanzieller Hinsicht sehr viel Druck. Die Idee mit dem Haus kam von ihm. Er möchte nicht weg von seinem aktuellen Wohnort und über eine Mietwohnung für den "Test", ob unser Zusammenwohnen klappt, denkt er ungern nach.
Ich bin völlig aufgelöst. Ich hatte mich leider sehr reingesteigert. Ich liebe ihn und war im Glauben, er wolle sich mit mir was aufbauen.
Für mich muss eine Beziehung mit ihm mal Fortschritte machen. Ich wünsche mir mehr als eine ewige Fernbeziehung.
Was soll ich nun tun? Ihn versuchen zu überzeugen? Soll ich ihn tatsächlich verlassen, weil er nicht ...noch (?) nicht zusammenziehen kann? Er könne es sich vorstellen, hätte sich auch innerlich darauf eingelassen gehabt, hatte sich auch Hoffnungen gemacht. Aber was fehlt? Kommt es irgendwann?
Ich habe Angst ins Leere zu laufen. Ich möchte ihn nicht verlieren und auf ihn eingehen, ihm das geben, was er sich wünscht. Aber ich möchte nicht mich selbst verlieren, nicht komplett auf meine Wünsche verzichten. Damit mache ich ihm wahrscheinlich wahnsinnig viel Druck.

Hat jm Erfahrungen diesbezüglich gemacht? Was kann ich besser machen?
Ich danke euch vom Herzen.
Alles Liebe,
Sherrymarry
 
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Dabei
6 Mrz 2013
Beiträge
5.587
#2
Irgendwie kann ich deinen Freund verstehen :002: Ich wohne auch nicht mit meinem Partner zusammen und mir gefällt das so. Für mich braucht es das auch nicht. Was spräche denn dagegen, wenn du erst mal in seine Nähe ziehst, aber nicht gleich mit ihm zusammen? Sozusagen eine schrittweise Veränderung der Situation?
 
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