Wie weit geht ein Kompromiss?

S

scrat

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Nov. 2014
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Hallo Zusammen,
ich möchte Euch um Euren Rat bitten:

Kurz zu meiner Person: Ich bin eigentlich in einer glücklichen aber noch sehr jungen Beziehung. Ich habe zuvor viele Jahre im Ausland gelebt und bin seit ca. 4 Jahren wieder zuhause. Ich habe zwischenzeitlich ein Haus gebaut, was etwa drei Jahre dauerte. Hierfür habe ich sehr viel Aufwand betrieben um das zu realisieren. Ich war Jahrelang Handwerker bevor ich mich entschloss zu studieren um meinen heutigen Beruf als SAP Berater ausüben zu können. Mein Traum war immer in meinem Haus so viel wie möglich selber zu bauen. Ich habe all meine erdenkliche Leidenschaft in dieses Haus investiert.

In meiner Partnerin habe ich eine Person gefunden bei der alles toll ist. Ich bin eigentlich glücklich wenn da meine Ungewissheit nicht wäre die mich zunehmend auffrisst. Auf einen eigenen Erfahrungsschatz kann ich nicht wirklich zurückgreifen, da ich bisher nur in kurzen Beziehungen war. Jetzt aber spüre ich, dass sich mehr entwickeln kann und komme damit nicht wirklich klar.Diese ungewissheit entwickelte sich im Laufe der letzten Monate:

Der Anfang unserer Beziehung war wirklich schön und entwickelte sich bis zu einem gewissen Zeitpunkt in einer klassischen Art und Weise (ich empfand es jedenfalls so). An diesem speziellen Zeitpunkt meinte sie, das war nach ca. zwei Monaten der Fall, dass sie sich noch verlieben müsste und Angst davor habe sich endgültig zu binden. Von Ihr kam der Einwand, dass sie noch Zeit benötigen würde um in unserer Beziehung anzukommen.

Nach diesem Gespräch wurde die Beziehung schwieriger da sie sich immer wieder darauf berief und meiner Meinung nach, einfach unsicher war. Ich empfand dieses Thema immer so, als ob ich in Frage gestellt worden wäre was wohl auch meinen bisher nicht so positiven Erfahrungen zu begründen ist. Ich denke mir manchmal so, als ob der Grund für Ihre Ängste, in den negativen Erfahrungen vergangener Beziehungen zu finden ist. Das bestätigte sie mir auch.

Nach mehreren Wochen hin und her einigten wir uns, dass wir eine Beziehung erst einmal entstehen lassen müssten und wir dieses ohne ein ewiges hin und her auch zulassen sollten. Das klappte eigentlich recht gut. Ich bemerkte aber, dass durch Ihre Unsicherheiten, sie in mir ebenfalls Unsicherheiten auslöste.

Heute ist es so, dass sie mehr und mehr in der Beziehung anzukommen scheint. Ihre Unsicherheit kommt immer seltener zum Vorschein und die Themen "Familie" und "Zusammenziehen" sind ein Thema für sie. Das was ich anfangs sehr gerne und vielleicht auch sehr schnell gewollte hätte, hat sie durch Ihre Unsicherheit deutlich gebremst. Nun gut, in einer Beziehung gehe ich Kompromisse ein und versuche auf Ihre Bedürfnisse so gut einzugehen wie es eben geht.

Jetzt aber gibt es ein Thema was für mich an die Grenze geht. Es sind Ihre Katzen. Eigentlich recht niedliche Tiere mit dem ich prinzipiell gut auskomme. Sie sagt, dass sie das Zusammenziehen fokussieren möchte, dieses aber nur dann tun wird, wenn Ihre Katzen mitkommen können.

Es ist wie so oft, sie setzt mir die Pistole an den Kopf. Entweder sie kommen mit oder sie würde sich trennen. Sie würde in das anfangs erwähnte Haus mit einziehen und eigentlich freue ich sogar darüber aber die Katzen kann und möchte ich in der Wohnung nicht akzeptieren. Es handelt sich um einen Resthof, bei dem die Katzen durchaus auch unter Dach, aber nicht in der Wohnung, leben könnte. Das ist auch aber nicht in ihrem Sinne.

Was meint Ihr, wie sollte ich mit der aktuellen Situation umgehen? Ich weiß nicht ob die Frage falsch ist, aber kann ein Haustier über eine Beziehung gestellt werden?

Viele Grüße und vielen Dank im Voraus,
Scrat
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
. Es sind Ihre Katzen. Eigentlich recht niedliche Tiere mit dem ich prinzipiell gut auskomme.
Sie sagt, dass sie das Zusammenziehen fokussieren möchte, dieses aber nur dann tun wird, wenn Ihre Katzen mitkommen können. Es ist wie so oft, sie setzt mir die Pistole an den Kopf. Entweder sie kommen mit oder sie würde sich trennen.
Ich weiß nicht ob die Frage falsch ist, aber kann ein Haustier über eine Beziehung gestellt werden?
Das ist doch nun mehr als deutlich,das die Katzen einen weitaus höheren Stellenwert einnehmen!
Du bleibst,..so sie bei dir einzieht,...doch nur noch das praktische Anhängsel!
Dein Kompromiss(für mich durchaus verständlich)die Katzen außerhalb der Wohnung zu halten,
lehnt sie rundweg ab!:eusa_doh:
Du kannst vergewissert sein,das die Katzen nicht nur in der Wohnung,
....sondern auch in eurem gemeinsamen Bett ihren Platz haben werden!
Da kommt richtig "Freude auf"..
so du mit deiner Freundin Sex haben willst ,du erstmal die Katzen aus dem Bett expedieren must!
Einfach "schön"..Bett und Wohnung täglich voller Katzenhaare,,brrr:eusa_whistle:

Wenn du das so die nächsten 30/40 Jahre ertragen möchtest,dann bleibe mit ihr zusammen!
 
Hallo Scrat,
ich nehme an, sie hat die Katzen schon vor Dir gehabt? Haustiere sind wie Familienmitglieder für solche Menschen, die Haustiere haben. Du wusstest also die ganze Zeit, dass die Haustiere hat, und hast Dich trotzdem auf die Beziehung eingelassen. Wenn Du also nicht gerade eine Katzenallergie hast, solltest Du Dich damit abfinden.

Du schreibst, sie "setzt Dir die Pistole an den Kopf". Siehe es mal aus ihrer Sicht. Da bist Du genauso wenig kompromissfähig, wenn Du sagst, einziehen ja, Katzen nein.

Viele Grüße
Paul
 
Das ist doch nun mehr als deutlich,das die Katzen einen weitaus höheren Stellenwert einnehmen!
Du bleibst,..so sie bei dir einzieht,...doch nur noch das praktische Anhängsel!
Dein Kompromiss(für mich durchaus verständlich)die Katzen außerhalb der Wohnung zu halten,
lehnt sie rundweg ab!:eusa_doh:
Du kannst vergewissert sein,das die Katzen nicht nur in der Wohnung,
....sondern auch in eurem gemeinsamen Bett ihren Platz haben werden!
Da kommt richtig "Freude auf"..
so du mit deiner Freundin Sex haben willst ,du erstmal die Katzen aus dem Bett expedieren must!
Einfach "schön"..Bett und Wohnung täglich voller Katzenhaare,,brrr:eusa_whistle:

Wenn du das so die nächsten 30/40 Jahre ertragen möchtest,dann bleibe mit ihr zusammen!

Sprichst Du aus persönlicher Erfahrung Don Diro oder sind das Mutmaßungen?
Meine letzte Freundin hatte zwei Katzen, meine jetzige Freundin hat auch eine Katze.
Daher kann ich aus Erfahrung jedem Deiner Punkte widersprechen:
Es kann sein, dass Katzen tagsüber auch mal auf dem Bett zu finden sind. Das kann man aber dadurch verhindern, in dem einfach die Türe zum Schlafzimmer zu bleibt. Katzenfreie Zone.
Wer Katzen besitzt, sollte reinlich sein und regelmäßig staubsaugen bzw. putzen.
Es kommt darauf an, WIE man mit Katzen umgeht.
In meiner jetzigen Beziehung steht die Katze eindeutig an unterster Stelle in der Hierarchie.

Viele Grüße
Paul
 
In meiner jetzigen Beziehung steht die Katze eindeutig an unterster Stelle in der Hierarchie.
Moin Paul
das liest sich aber für meine Begriffe aus den Zeilen des TE gänzlich anders!

Ich kannte aus meiner Single-Zeit eine ganze Reihe von Frauen,
bei denen die Katze(n) grundsätzlich ihren Platz im Schlafgemach hatten!
Mein Ding war das nicht,zumal gerade die Kater einen stets penetranten Geruch ausströmen!:eusa_think:
 
Also Scrat ;-)
meines Erachtens solltest Du die Katzen akzeptieren. Sie kommen aber nur in Dein Haus unter bestimmten Voraussetzungen, wie zum Beispiel:
  • Schlafzimmer ist tabu
  • Esstisch ist tabu (kann man ihnen beibringen)
  • Deine Freundin will sie behalten, aber dann muss sie sich auch vermehrt um den Hausputz kümmern (wenn sie es bei sich nicht eh schon tut)
  • Katzenklo säubern ist ebenfalls ihr Thema (mindestens alle zwei Tage, bei zwei Katzen und einem Katzenklo täglich)
  • falls Du eine empfindliche Couch hast, besorge eine kleine Fussbank (jüngere Exemplate haben schärfere Krallen, ältere nicht mehr soviel Kraft) und bringt ihnen bei, diese zu nutzen, um aufs Sofa zu kommen
 
Moin Zusammen,
vielen Dank für Eure Antworten. Wie ich herauslese gibt es über dieses Thema durchaus verschiedene Meinungen. ;)
Ich komme vom Lande und kenne es so, dass Katzen nicht in die Wohnung gehören. Ich verstehe allerderings auch Paul583's seine Meinung, dass Haustiere zu Familienmitglieder zählen.
Ich habe aber das Glück im Unglück, dass Sie Ihre Katzen schon heute nicht mit ins Schlafzimmer lässt. :D
Das mit dem putzen halte ich für einen guten Vorschlag. Ich muss mich wohl oder überl damit abfinden, dass die beiden Katzen sich mit in die Wohnung gesellen.
Ich finde es dennoch krass, dass sie die Forderung so bedingungslos stellt. Ich finde es nicht selbverständlich die Katzen mit einziehen zu lassen.
Das muss sie auch verstehen.....! Ich finde die Idee mit Stall immer noch die beste und würde mich freuen wenn sie es genauso sehen könnte. Der Stall ist direkt an die Wohnung angebunden und gibt den Katzen jeglichen Freilauf.
 
Hi Scrat,
scheinbar ist es auf dem Land unüblich, Katzen zu Hause zu halten. Hier handelt es sich aber wohl nicht um Wald-und-Wiesen-Streuner sondern um Hauskatzen ggf. Freigänger.
Nur für Deine Freundin kommt das nicht so rüber. Eigene Katzen sind wie eigene Kinder für Stadtmenschen. Vor allem für solche ohne eigene Kinder. Und Kinder würdest Du auch nicht in den Stall ausquartieren ;-) Sie wird es nicht so sehen wie Du ;-)
 
Da bist Du genauso wenig kompromissfähig, wenn Du sagst, einziehen ja, Katzen nein.

Falsch. Er hat einen Kompromiss angeboten, der sogar vernünftig ist. Sie ist diejenige, die sagt "eat or die".

Eigene Katzen sind wie eigene Kinder für manche

Das macht die Einstellung seiner Freundin nicht weniger bescheuert. Im Gegenteil, verleiht höchstens noch einen Hauch von "crazy".

Haustiere sind wie Familienmitglieder für solche Menschen, die Haustiere haben.

Familienmitglieder ja, aber nicht gleichwertig zu Menschen.

Und da ist der Fehler bei seiner Freundin. Sie hebt die Katzen sogar über ihn, wie ihre ultimative Aussage belegt. Im Zweifelsfall bevorzugt sie die. Sogar ein vernünftiger Kompromiss reicht ihr nicht. Anstatt die Tiere auf dem Grundstück überdacht außerhalb der Wohnbereiche für Menschen leben zu lassen und mit ihrem Freund dafür zusammenzuziehen, macht sie lieber Schluss und hat die Katzen dafür im eigenen Wohnzimmer. Letzteres Szenario ist ihr mehr wert. Das sagt doch schon alles über ihre Einstellung zur Beziehung.

Wenn man das noch kombiniert mit der allgemeinen Unsicherheit, die sie bzgl. der Beziehung schon immer hatte und vermutlich auch (zumindest in Teilen) weiterhin hat, erkennt man sogar als Einäugiger, dass mit dieser Frau keine Zukunft möglich ist. Sie will Bestimmer sein, das Geschehen diktieren. Andere Menschen haben nur solange einen Teil in ihrem Leben, wie sie sich ihrem Willen beugen. Widerstand führt zur direkten Abstoßung. Partnerschaftliche Lösungen liegen nicht in ihrem Interesse, da sie sich dann auch mal von ihrem Standpunkt weg bewegen müsste.

Ganz ehrlich Scrat, was willst du mit der noch? Schieß sie ab. Du bist ihr nicht mehr wert als das Streu fürs Katzenklo.

Und fürs Protokoll: Ich bin mit Katzen (und Hunden) aufgewachsen und liebe Tiere. Aber irgendwo muss das Ganze auch mal eine Grenze haben...
 
YNMN hat das eigentliche Problem am Ende seines beitrags angesprochen. Ich würde mir weit aus mehr Sorgen um ihre "Unsicherheit" machen als zusätzlichen Ärger wegen den Katzen herbeizurufen.

Ich kenne es eigentlich auch nur so, dass die Katzen in den meisten Haushalten mitleben und dementsprechend sind überall Katzenhaare, denn wenn man nicht zu Hause ist, dann hat man kein Einfluss wo die Katzen nun überall hingehen. Ein Kumpel von mir ist auch mit seiner Freundin zusammen gezogen, die eine Katze mitbrachte, welche nun auch nachts einfach ins Bett kommt und dort schläft. Ihr stört es zwar nicht, mir wäre das ein Dorn im Auge mit einer Katzenallergie :D

Wie gesagt, ich würde mir sowieso überlegen ob es Sinn macht zusammen zu ziehen, wenn es so in eurer Beziehung kriselt.

Sorry für diese Aussage, aber vllt finden die Katzen irgendwann nicht mehr den Heimweg durch die neue Umgebung nach dem Umzug, auch alles schon gehört ;)
 
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