liebesdauer

A

afraid

Dabei
Nov. 2008
Beiträge
43
hallo, ich weiss dass es auf diese frage keine antwort gibt, denn es kommt immer auf den menschen und die situation an. dennoch beschäftigt sie mich. ich frage mich, wie lange liebe dauert. ist sie wirklich vergänglich? oder nicht? war es überhaupt liebe, wenn sie eines tages nicht mehr da ist? oder wurde sie nur zur gewohnheit? und was ist liebe überhaupt? bedeutet liebe, dem anderen zu geben, ohne etwas zu fordern? oder gehören abhängigkeitsgefühle, angst vor dem verlassenwerden usw. auch dazu? :?:
 
Liebe gibt es ich habe Geliebt und das sehr lange und Liebe wieder !!! wenn Du deinen Eltern Liebst für immer kannst Du auch deinen Partner für immer Lieben so einfach ist das !!!
 
klingt schön. nur wie weiss ich ob mich mein partner liebt und ob das für immer so sein wird? es gibt doch für nichts eine garantie. und mit dieser unsicherheit komme ich nicht zurecht
 
Ja, dumm gelaufen.
denn Leben ist Veränderung und immer ohne Garantie in allem was Du tust... damit muss man eben lernen zu leben.
Du kannst und wirst nie sicher wissen ob Dich der andere liebt und niemand (auch dein Partner) kann Dir die Granatie geben, dass irgendwas ewig hält... und idR ist es sogar im gegenteil so, dass etwas nicht für immer hält, wenn man nicht daran arbeitet es zu erhalten - und selbst dann kann es schief gehen.
 
Ich kenne Deine Gedanken ... Hatte das auch schon öfters. Selbst wenn ich frisch verliebt war überkam mich die Angst dass es irgendwann bestimmt eh vorbei ist, warum auch immer. Bisher kam es auch immer so. Und um so mehr schlechte Erfahrungen ich mache, um so schlimmer wird das wahrscheinlich werden.

Ich finde es schrecklich wie schnell manche Mensche ihre Liebe aufgeben. Ohne zu kämpfen und sich mal ein bisschen zusammenzureissen. Leider war ich in schwierigen Zeiten auch bisher immer die Einzige in der Beziehung, die gekämpft hat und alles retten wollte. Mein EX hat da leider nicht viel für getan und irgendwann geht es dann halt nicht mehr.

Aber daran, dass man sich immer lieben kann, ein Leben lang, das glaube ich auch !!! Aber eine Garantie wird es nie nie nie geben, selbst die grösste und stärkste Liebe kann vergehen ...

Wie oft hab ich das schon gehört : Ich werde Dich IMMER lieben ? :mrgreen: Und wo sind die jetzt ? Jedenfalls nicht bei mir...
 
Ich finde, das sind vollkommen falsche Gedanken für eine Beziehung. Mit der Angst, dass es irgendwann nicht mehr so sein wird, bereitet ihr unterbewusst das vor, was ihr nicht wollt. Alle Gedanken (egal ob positiv oder negativ) werden von eurem Unterbewusstsein umgesetzt! Verschwendet keine Zeit und Energie für eure Ängste! Denkt positiv!

Dass die Liebe ewig hält, kann dir leider niemand sagen! Man muss immer daran arbeiten!
 
ich weiss dass solche gedanken nicht gut sind. aber ich kann nicht anders, denn ich habe durch "positiv denken" schon viel mist durchgemacht. habe zu positiv gedacht, und das negative ignoriert, das schlechte nicht sehen wollen. und wozu führt das? man wird von vorn bis hinten verarscht. und das will ich nicht mehr. da sehe ich lieber ein vorprogrammiertes ende als dass ich es nicht sehe, und die anderen sich lächerlich machen. ach was weiss ich. ich habe vor einiger zeit meine beste freundin verloren, und das hätte ich mir NIE IM LEBEN gedacht. ich dachte diese freundschaft hält ewig. und jetzt? kann ich wieder von vorne beginnen. und müsste wieder menschen neu vertrauen. aber wofür? dafür, irgendwann fallengelassen zu werden von 100 auf 0? sowas pack ich psychisch nicht mehr. da kann ich mich doch gleich umbringen. (sorry, hab nichts dummes vor, schreibe nur mal meine gedanken nieder).
lg
 
da kann ich mich doch gleich umbringen. (sorry, hab nichts dummes vor, schreibe nur mal meine gedanken nieder).

Ist auch besser so, dass du das nicht in Betracht ziehst!! :roll:

Ich glaube, du hast das positiv denken etwas missverstanden. Ich meinte nicht, dass du die negativen Seiten nicht sehen sollst oder ignorierst! Deine Gedanken sollten sich nicht um Negatives drehen! Es gibt gute Bücher darüber.. Zumindest haben sie mir geholfen :eusa_whistle:

Leider wird man im Leben des öfteren fallengelassen, egal ob von Partnern oder Freunden. Dann muss man eben von vorne beginnen! Habe ich auch schon oft mitmachen müssen. Man darf sich einfach nicht unterkriegen lassen und wieder aufstehen! Life's a bitch (manchmal zumindest) :eusa_silenced:
 
Es gibt da eil Lied von den Onkelz Nichts ist für die Ewigkeit.
Ich bin auch oft vera***worden aber ich versuche positiv zu denken,selbst wenn es zu ende gehen sollte habe ich mir vorgenommen zu denken das es eine schöne zeit war.
Natürlich hofft jeder(ich auch) das man für immer zusammen bleibt aber eine garantie gibts nicht.Selbst nach 50Jahren Ehe kann man sich noch trennen.
Ich hoffe das jetzt durch meine Therapie ich mich gut ändern kann und ich denke das wir eine stabile Beziehung haben(nach allem was wir durch gemacht haben)
 
ich frage mich, wie lange liebe dauert. ist sie wirklich vergänglich? oder nicht? war es überhaupt liebe, wenn sie eines tages nicht mehr da ist?
-wenn es richtige (!) liebe ist dann ist sie niemals vergänglich. es kann sein das sich die liebe verändert, eine andere form annimmt (und damit meine ich nicht die platonische zwecksbeziehung die so unendlich viele menschen fühen). sie wächst von tag zu tag, daran kannst du sie erkennen. wenn sie also eines tages weg ist, war es keine richtige liebe, dann war es verknalltsein welches sich im laufe der zeit verloren hat.

oder wurde sie nur zur gewohnheit?
-liebe wird nicht zur gewohnheit, man gewöhnt sich höchstens an einen menschen in seinem leben.

und was ist liebe überhaupt? bedeutet liebe, dem anderen zu geben, ohne etwas zu fordern?
-liebe bedeutet nicht dem anderen zu geben ohne etwas zu fordern, liebe bedeutet, dem anderen geben zu können ohne etwas dafür zu fordern.

oder gehören abhängigkeitsgefühle, angst vor dem verlassenwerden usw. auch dazu?
-jemand der richtig liebt will natürlich nicht verlassen werden, abhängigkeit spielt doch in jeder beziehung eine rolle...aber ich denke du willst auf etwas anderes hinaus und da sag ich ganz klar nein. wer eine beziehung führt aus angst vor dem alleinsein, der liebt nicht richtig.

meine vorstellungen sind keinesfalls idealisiert oder naiv, ich denke es machen sich nur leider die wenigsten menschen noch wirklich auf die suche nach "dem" partner. ich glaube leider auch das viele menschen so eine liebe nie erfahren.
 
hallo, ich weiss dass es auf diese frage keine antwort gibt, denn es kommt immer auf den menschen und die situation an. dennoch beschäftigt sie mich. ich frage mich, wie lange liebe dauert. ist sie wirklich vergänglich? oder nicht? war es überhaupt liebe, wenn sie eines tages nicht mehr da ist? oder wurde sie nur zur gewohnheit? und was ist liebe überhaupt? bedeutet liebe, dem anderen zu geben, ohne etwas zu fordern? oder gehören abhängigkeitsgefühle, angst vor dem verlassenwerden usw. auch dazu? :?:

Ich hab jetzt mal deinen anderen Thread gelesen.

Was ist aus der Beziehung und deinen Gefühlen zu diesem Arbeitskollegen geworden? Haben deine jetzigen Gefühle und Gedanken etwas damit zu tun?
 
hm ... ich bin davon überzeugt, das es ewige Liebe gibt.
Die zwei Menschen, die ich am meisten liebe, sind mein kleiner Bruder und mein Freund.
Die Liebe zu meinem Freund ist besonders. Wir haben bedingungsloses Vertrauen zu einander (er darf mit anderen Mädels weggehen, ich mit anderen Jungs), wir können über- und miteinander lachen, er ist mein bester Freund, wir schließen viele Kompromisse, ohne beleidigt zu sein, da wir komplett unterschiedliche Meinungen und Interessen haben.
Wenn wir nicht zusammen sind, telefonieren wir 2 stunden am Tag ...
Trotzdem sind wir nicht abhängig von einander... wir wohnen nicht zusammen, da wir das noch nicht wollen und ich kann auch mal 2-3 Wochen ohne ihn ;)
Angst hab ich auch nicht, vielmehr genieße ich die schöne Zeit mit ihm.
Da ich aus einer christlichen Familie stamme und auch selbst an Gott glaube ... hier meine Lieblingsverse aus der Bibel ... zufälligerweise auch über Liebe :)


3 Selbst wenn ich all meinen Besitz an die Armen verschenke und für meinen Glauben das Leben opfere, aber ich habe keine Liebe, dann nützt es mir gar nichts.
4 Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht verbissen, sie prahlt nicht und schaut nicht auf andere herab. 5 Liebe verletzt nicht den Anstand und sucht nicht den eigenen Vorteil, sie lässt sich nicht reizen und ist nicht nachtragend. 6 Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt. 7 Liebe ist immer bereit zu verzeihen, stets vertraut sie, sie verliert nie die Hoffnung und hält durch bis zum Ende.
8 Die Liebe wird niemals vergehen. 13 Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Die Liebe aber ist das Größte.


sorry wegen der Länge ...

Liebe Grüße,
dili

edit: das steht übrigens in 1. Korinther 13, wer was damit anfangen kann oder will :)
 
......Da ich aus einer christlichen Familie stamme und auch selbst an Gott glaube ... hier meine Lieblingsverse aus der Bibel ... zufälligerweise auch über Liebe........

....edit: das steht übrigens in 1. Korinther 13, wer was damit anfangen kann oder will :)

Hallo dili,
ich kann was damit anfangen, auch deshalb, weil ich auch aus einer christlichen Familie stamme, diese Paulus-Worte aus dem Korintherbrief gehören zu dein meist zitierten Worten zur Liebe, meines Wissens auf der ganzen Welt....

aber dieser Brief zur Liebe ist auch umstritten. Es ist bezeichnent, dass du 13.7 ausgelassen hast...........

Und ich habe mich im Verlauf meines Lebens vom Christentum entfernt. Aber das ist ein langes und anderes Thema........
 
Es ist bezeichnent, dass du 13.7 ausgelassen hast...........

Hallo lieber Nic,

ich versteh den Satz leider nicht ... denn Vers 7 ist doch dabei :(

Also ich fahr ziemlich gut damit, denn ich war bis jetzt in meinem ganzen Leben noch nie wirklich unglücklich. Vielleicht hat das wirklich damit zu tun, das man glaubt und auch von Menschen umgeben ist, die glauben?
Aber das ist - wie du schon sagst- ein anderes Thema (über das es sicher auch lohnt, zu diskutieren!) :)

Liebe Grüße,
dili
 
.....ich versteh den Satz leider nicht ... denn Vers 7 ist doch dabei :(

Also ich fahr ziemlich gut damit, denn ich war bis jetzt in meinem ganzen Leben noch nie wirklich unglücklich. Vielleicht hat das wirklich damit zu tun, das man glaubt und auch von Menschen umgeben ist, die glauben?
Aber das ist - wie du schon sagst- ein anderes Thema (über das es sicher auch lohnt, zu diskutieren!)....... :)

Hallo liebe dili,

ich sehe erst jetzt, dass du auch 13.7 zitiert hast. Und ich sehe, dass du offensichtlich eine andere (heute übliche?) Übersetzung hast.

Mein Einwand bezog sich auf die Luther-Übersetzung:

13.7 sie (die Liebe) verträgt alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles.

Aber Übersetzungen sind nicht so entscheident. Theologen können im Zweifel im Original nachlesen (und müssen deshalb altgriechisch und hebräisch lernen).

Wichtiger finde ich die Frage, wie zum Beispiel Vertrauen entsteht (und das Gegenteil), oder auch, dass die Liebe ein leben lang in einer Beziehung besteht, oder erlischt, oder erst gar nicht entsteht. Und was das mit religiösem Glauben zu tun hat. Ob es da nicht auch andere Erklärungen gibt.

Aber das ist, wie gesagt, ein anderes und langes Thema........
 
Liebe
Das Leben besteht doch nur aus der Suche nach Liebe !!
Liebe desPartners
Liebe des Kindes
Liebe der Eltern
Liebe der besten Freunde
Liebe die Arbeit wenn sie gut ist
Liebe meinen Garten
Und so weiter so sind wir Menschen eben !!
Liebe umgibt uns auch wenn wir es nicht sehen können und wollen .

Und wenn man uns die Liebe nimmt ist es wie sterben .
 
Aber ich dachte die Liebe tut nicht weh aber warum tut sie es trotzdem?
Ich kenne da ein altes Lied da heisst es:Liebe kann auch weh tun aber sie gibt auch viel...Stimmt das?
 
Liebe tut nicht weh, vielmehr sind es wir Menschen, die sie misbrauchen.
 
Nja im moment habe ich das Gefühl das sie weht tut
 
Hallo lieber Nic,

ich versteh den Satz leider nicht ... denn Vers 7 ist doch dabei :(

Also ich fahr ziemlich gut damit, denn ich war bis jetzt in meinem ganzen Leben noch nie wirklich unglücklich. Vielleicht hat das wirklich damit zu tun, das man glaubt und auch von Menschen umgeben ist, die glauben?
Aber das ist - wie du schon sagst- ein anderes Thema (über das es sicher auch lohnt, zu diskutieren!) :)

Liebe Grüße,
dili

Hallo liebe dili,
ich möchte nochmal darauf zurück kommen. Ja, es fällt mir auf, dass du hier (fast) immer eine optimistische, glückliche und positive Lebenshaltung verkörperst. Relativ unabhängig vom jeweiligen Thema.

Woran das liegt? Ob das was mit dem religiösen Glauben zu tun hat?

Die Frage beschäftigt mich deshalb, weil ich auch aus einem christlichen Elternhaus komme, ich diese Prägung aber in schlimmer Erinnerung habe.

Mein Bruder hat sich mit 16 das Leben genommen. Und meine Mutter, eine sehr fromme Frau, ist an Schwermut gestorben.

Ich hatte das Bedürfnis, mich von dieser christlichen Prägung zu befreien, sehe mich heute nicht mehr als gläubigen Christen.

Aber ich fühle mich in manchem christlicher Ethik durchaus verbunden. Zum Beispiel in dem, was du über die Liebe, jedenfalls in dieser Übersetzung, zitiert hast (hab in dem anderen Beitrag was dazu geschrieben, weil ich das zunächst überlesen hatte). Aber auch in anderen Fragen. Zum Beispiel, was das Neue Testament zu Armut und Reichtum sagt, zu unseren Fehlern, oder wie wir damit umgehen, wenn andere uns ein Leid zufügen.

Aber das ist, wie gesagt, ein weites Thema.........
 
Hallo an alle, hab nicht gedacht dass jetzt so viele antworten da sind, danke :)
@nic99 diese gedanken haben im allgemeinen mit vertrauen zu menschen zu tun, und auch mit der beziehung zu meinem arbeitskollegen. die gefühle für ihn werden immer stärker, doch ich versuche sie oft zu unterdrücken, aus angst, etwas zu sagen oder zu tun, was ich danach bereuen könnte ... oder aus angst mich zum deppen zu machen oder mich blöd zu benehmen. :eusa_doh: wobei das umgekehrt genauso ist, denke ich mal, denn er macht sich auch oft zum deppen :lol: aber ich finde das süss :oops:
wenn der kontakt mal nicht so intensiv ist, vermisse ich ihn, und frage mich, ob er mich schon vergessen hat. oder ob er mich vielleicht doch nicht mag. dann fühle ich mich gleich so leer.
ich habe angst vor abhängigkeit und vor verletzungen.

und ich versuche mir ständig einzureden, dass er nicht der richtige ist, wenn er sich mal nicht mehr an mir interessieren sollte. liege ich da richtig? ist an dem satz was wahres dran? fragen über fragen, ich weiss, aber bin in diesem bereich nun mal nicht recht schlau ;)
 
Hallo lieber nic,
Danke für deine pn :) Ich musste den Thread erstmal wiederfinden ...

Hallo liebe dili,
ich möchte nochmal darauf zurück kommen. Ja, es fällt mir auf, dass du hier (fast) immer eine optimistische, glückliche und positive Lebenshaltung verkörperst. Relativ unabhängig vom jeweiligen Thema.

Danke nic,
es ist wirklich so, dass ich ein sehr positiver Mensch bin. Meine Mitmenschen sagen auch ständig, dass ich eine sehr positive, kraftvolle und anziehende Ausstrahlung habe. Aber vielleicht ändert sich das, wenn ein absoluter Tiefpunkt kommt?!

Woran das liegt? Ob das was mit dem religiösen Glauben zu tun hat?

Ich denke schon. Irgendwo muss ja meine Kraft, meine Energie herkommen. Und ich habe auch schon viel erlebt - die Trennung meiner Mami von meinem leiblichen Vater, das Wegziehen meiner Familie nach Amerika, Tod lieber Verwandten... Ich sehe mich nicht anders als andere Menschen, aber wie oben geschrieben, sehen viele in mir etwas besonderes. Und ich glaube schon, das der da oben auf mich aufpasst und mich beschützt :)

Die Frage beschäftigt mich deshalb, weil ich auch aus einem christlichen Elternhaus komme, ich diese Prägung aber in schlimmer Erinnerung habe.

Das ist sehr schade, und etwas das ich an meinen Eltern sehr geschätzt habe. Mein Papa als Prediger und meine Mama haben mich nie zu etwas gezwungen - weder dazu, ständig in die Gemeinde zu gehen noch zu sonst irgendetwas. Deswegen wurde ich auch als Kind nicht getauft, weil sie wollten, das ich diese Entscheidung selbst treffe.
Trotzdem ist meine gesamte Familie, inklusive Oma, Opa, Tante , Onkel in unserer Gemeinde und da herrscht ein ganz anderer Umgangston als in anderen Familien. Da gibt es kein Alkohol, da wird nicht gesoffen, nicht geraucht, nicht gestritten, nicht geschlagen.

Mein Bruder hat sich mit 16 das Leben genommen. Und meine Mutter, eine sehr fromme Frau, ist an Schwermut gestorben.

Ich verstehe durchaus, das man durch Leid, Sorge, Enttäuschung, Wut durchaus seinen Glauben verlieren kann...

Ich hatte das Bedürfnis, mich von dieser christlichen Prägung zu befreien, sehe mich heute nicht mehr als gläubigen Christen.

Aber ich fühle mich in manchem christlicher Ethik durchaus verbunden. Zum Beispiel in dem, was du über die Liebe, jedenfalls in dieser Übersetzung, zitiert hast (hab in dem anderen Beitrag was dazu geschrieben, weil ich das zunächst überlesen hatte). Aber auch in anderen Fragen. Zum Beispiel, was das Neue Testament zu Armut und Reichtum sagt, zu unseren Fehlern, oder wie wir damit umgehen, wenn andere uns ein Leid zufügen.

:) Und im Endeffekt ist es doch so: Wenn es doch keinen Gott geben sollte, und ich lebe trotzdem nach der Bibel, geht es mir trotzdem gut. Das ist ja keine schlechte Philosophie ... würden alle danach leben, dann würde es uns gut gehen. Aber der Mensch ist egoistisch und misbraucht seine Macht immer und immer wieder ... womit wir wieder beim Thema (unglückliche) Liebe sind :)

Aber das ist, wie gesagt, ein weites Thema.........

Ganz liebe Grüße,
dili
 
@nic99 diese gedanken haben im allgemeinen mit vertrauen zu menschen zu tun, und auch mit der beziehung zu meinem arbeitskollegen.... oder aus angst mich zum deppen zu machen oder mich blöd zu benehmen. :eusa_doh: wobei das umgekehrt genauso ist, denke ich mal, denn er macht sich auch oft zum deppen :lol: aber ich finde das süss :oops:
........ich habe angst vor abhängigkeit und vor verletzungen.

......und ich versuche mir ständig einzureden, dass er nicht der richtige ist, liege ich da richtig? ist an dem satz was wahres dran? fragen über fragen, ..............;)

Hallo afraid, du machst dir viele Gedanken......

Ich glaube, in der Liebe gibt es keine Garantie. Es ist immer auch ein Wagnis. Und Liebe ist immer auch Abhängigkeit..........

Die Schlüsselfrage ist Vertrauen. Ich kenne Menschen, die sehr schlimme Dinge, Leid, Elend und Demütigungen erlebt haben. Und trotzdem Hoffnung leben und verkörpern. Auch immer wieder Vertrauen zu Menschen fassen.

Und umgekehrt. Menschen, denen es eigentlich "gut" geht, zum Beispiel keine materiellen Sorgen haben und von vergleichsweise lieben und netten Menschen umgeben sind, die ihnen nichts wirklich böses antun. Und trotzdem unzufrieden, unglücklich und voller Misstrauen zu Menschen sind.

Ich glaube, dass Vertrauen vor allem dadurch entsteht, wie wir von Menschen geprägt werden. Wenn wir als Kinder und Heranwachsende von Menschen, vor allem den engsten Bezugspersonen , gestärkt, geliebt, bejaht, ermuntert (du kannst das), gefördert und gefordert werden, dann werden wir starke, mutige und glückliche Menschen. Die lernen, auch mit Problemen und Enttäuschungen fertig zu werden.

Und umgekehrt. Wenn wir vor allem Aggression, Lieblosigkeit und Ablehnung erleben (du kannst nicht du bist nichts), dann wird aus und ein mutloser, verängstigter, misstrauischer komischer Kauz.

Und es ist eine Frage der Wertevermittlung. Für mich ist Liebe die Fähigkeit, mehr zu geben, als zu erwarten.

Liebe afraid, ich wünsch dir, dass du mehr Vertrauen und Zutrauen zu Männern findest, Männer sind oft harmloser, als es erscheint.....
 
lieber nic, ich danke dir für deine antwort. ich arbeite daran, den männern zu vertrauen. mein kollege z.b. ist sehr nett und achtet mich, und er hat mich noch nie verletzt, trotzdem bin ich misstrauisch.
das hat aber wahrscheinlich damit zu tun, dass ich als kind mb wurde, und das von einem menschen, der mir nahe stand. daher kann ich mich nicht mehr so fallen lassen, ohne angst, dass etwas schlimmes passieren könnte. vor allem von jenen menschen, denen ich es nie zutrauen würde. als kind habe ich den engsten mitmenschen auch vertraut, und dieses vertrauen wurde schamlos ausgenutzt. vielleicht kannst du nun ein bisschen verstehen, wie mir zumute ist. fühle mich eben überall bedroht. mein kollege hat mich schon oft gefragt ob ich mit ihm was unternehmen will, aber habe momentan totale angst mit einem mann allein zu sein, egal mit welchem. doch ich will ihn auch nicht verletzen, würde gern was mit ihm unternehmen, aber da kommt panik auf. das macht mich richtig traurig, denn es geht mir dabei selbst nicht gut.
vielleicht sollte ich mir wirklich nicht so viele gedanken machen und auf meine gefühle hören? die spielen aber verrückt :(
 
übrigens, ich wurde auch christlich erzogen und diese zitate find ich toll
 
und wie soll ich jetzt mit diesen gefühlen umgehen? immer die selben gedanken, kann nicht abschalten und mich nicht konzentrieren. ist doch bescheuert :evil: gibts dagegen ein rezept? zum verdrängen oder so?
 
Zurück
Oben