Immer nur Pech in der Liebe und ich weiss nicht warum

E

Eliza

Dabei
Feb. 2009
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Stimmt der Spruch "Glück im Spiel, Pech in der Liebe", müsste ich im Casino Milliarden gewinnen... Probiert habe ich das noch nicht, aber es wäre wohl langsam angebracht. Nun, ich möchte hier eigentlich keine Sprichwörter diskutieren, denn ich habe ein Problem, das ich mittlerweile als Riesenbelastung empfinde, v. a. weil ich das Gefühl habe, die einzige Person mit diesem Problem zu sein. Nun schreibe ich in die weite (deutschsprachige) Welt hinaus, in der Hoffnung vielleicht doch nicht so allein damit zu sein.
Ich werde bald 25 Jahre alt und hatte noch nie einen Freund. Dementsprechend, kann ich abgesehen von einem Kuss mit einem Weiberhelden, der mich nicht liebte und nur ins Bett kriegen wollte, keine sexuelle Erfahrung aufweisen.

Immer und immer wieder verliebte bzw. verliebe ich mich in die falschen Typen, sprich Männer, die nichts von mir wollen. Typen, die sich wiederum in mich verlieben, missfallen mir vom Äusseren meist so sehr, dass mich der blosse Gedanke sie zu küssen schüttelt und wenn das Äussere dann doch mal passabel war, konnte ich charakter- oder intelligenzmässig nichts mit ihm anfangen.
Wenn ich mich verliebe, bin ich nicht mehr in der Lage irgendwelche Worte, Gesten, Blicke, etc. des Objekts meiner Begierde richtig zu deuten. Alles wird überinterpretiert. So kommt es immer wieder vor, dass ich Sticheleien, Versuche mich zu Ärgern und dergleichen mit Flirten oder weitergehendem Interesse an meiner Person verwechsle. Ich konnte aber feststellen, dass mein Unterbewusstsein (vielleicht auch meine Instinkte) stets genau wusste, was Sache ist. Es war bei jedem Objekt meiner Begierde so: Ich wusste eigentlich immer, dass es nichts wird, doch war da immer irgendwo ein Funken Hoffnung, dass es doch klappt, der mich weiterdarben liess. Genau so erkennt mein Unterbewusstsein sofort, wenn sich ein Typ für mich interessiert. Es schaltet sich dann sofort mein automatisches Abwehrsystem ein, das jegliche Nettigkeiten und Flirtversuche abwürgt. Dieser „Schutzmechanismus“ hat sich bei mir irgendwie über die Jahre entwickelt. Ich weiss nämlich, dass ich den im Alter von 12 Jahren noch nicht hatte.

Seit etwas mehr als drei Jahren hasse ich es regelrecht mich zu verlieben, weil langsam für mich absehbar wurde, wie es immer enden wird: Ich heule mir während Wochen oder gar Monaten die Augen aus :cry:, weil ich letztendlich selbst feststellen muss, dass er nicht an mir interessiert ist oder er mir eine Abfuhr erteilt.
Damals vor etwa drei Jahren war ich ziemlich heftig in einen Mann verliebt, der eine Freundin hatte und Mitglied in einer Freikirche ist. Zu Anfang wusste ich weder von der Freundin noch von seiner Religiosität. Er schenkte mir sehr viel Aufmerksamkeit und stichelte hie und da ein wenig. All dies missdeutete ich als Interesse, dabei wollte er nur „spielen“, wie man bei Hunden so schön sagt. Da ich mir einige Reinfälle früher einmal vorgenommen hatte, in Sachen Liebe keinen ersten Schritt mehr zu unternehmen, spielte ich brav seine Spielchen mit, konnte ihn gar überzeugen mit gewissen Sticheleien aufzuhören und wartet darauf, dass er mich zu einem Drink bitten würde oder dergleichen. Irgendwann kam, dann das mit der Freundin raus, was kein Grund zur Aufgabe für mich war, da ich beschlossen hatte bereits vorhandene Freundinnen nicht mehr als Hindernisse sonder höchstens als Erschwernisse anzusehen. Als ich dann jedoch von seiner Mitgliedschaft in einer Freikirche erfuhr musste ich schliesslich einsehen, dass alles keinen Sinn hatte. Ich war am Boden zerstört, weil ich diesen Typen doch sehr geliebt habe. Ich bin auch heute noch nicht ganz über ihn hinweg, obwohl er besagte Freundin zwischenzeitlich gar geheiratet hat.

Ich habe daraufhin versucht die Sache „Liebe“ mit etwas mehr Verstand anzugehen. Als ich auf einer Party einen Typen traf der mir sehr gut gefiel, habe ich versucht mich nicht in ihn zu verlieben und ich fragte mich auch ob es vielleicht doch besser wäre wieder einmal den ersten Schritt zu gehen. Mit dem Theater, das ich deshalb veranstaltete, machte ich die meisten meiner Kolleginnen halb wahnsinnig. Ich hörte schliesslich auf deren Rat, einfach alles nicht so verbissen zu sehen, auf die nächste Party zu gehen und zu sehen, was sich ergibt. Tat ich dann auch; ich traf ihn sogar, verlor ihn aber recht schnell aus den Augen, weil er aufs Klo musste. Ich tat weiterhin nichts ausser zu versuchen mich nicht zu verlieben, was nicht so ganz klappte und beschloss auf die nächste Party zu gehen. Etwa eine Woche vor der Party erhielt ich von ihm aus heiterem Himmel eine E-Mail (meine E-Mail-Adresse war ihm bekannt, da wir dieselbe Universität besuchten), in der er sich nach Wohlbefinden und der Anzahl meiner Semesterprüfungen erkundigte. Ich schrieb ihm irgendwas Belangloses zurück und fragte ihn schliesslich in einer weiteren E-Mail, ob er zur Party käme. Er meinte, dass er dies spontan am Partyabend entscheiden würde. Ich schrieb noch zurück, dass ich mich über sein Kommen freuen würde. Er kam dann tatsächlich zur Party und ich fühlte mich das erste Mal überhaupt in Sachen „Liebe“ siegessicher. Nur ca. zehn Minuten später war ich wieder ein Häufchen Elend. Nach ein paar Höflichkeitsfloskeln holte er sich ein Getränk und als er von der Bar zurückkam und mir nicht entfliehen konnte, meinte, er gehe jetzt seine Kollegen suchen und verschwand so schnell in der Menge, dass ich nicht mehr reagieren konnte. Durch meine Weigerung mich ernsthaft zu verlieben, reduzierte sich meine üblicherweise länger anhaltende Liebeskummerphase auf nur etwa eine Woche, immerhin…

Nach jenem Vorfall hatte ich die Nase endgültig voll von der Liebe und ich beschloss mich nie wieder zu verlieben. Leider schnappte die Venusfalle nur wenige Monate nach dieser Entscheidung wieder zu. Ich war wieder verliebt und mein Unterbewusstsein wusste, dass er mich nicht will. Ich versuchte mir den Typen regelrecht aus dem Hirn zu prügeln, aber es ging nicht. Das einzig Gute was dieser Kampf gegen mich selbst zur Folge hatte, war dass der Schmerz und die Enttäuschung wieder nicht so gross wie früher waren, als bekannt wurde, dass er mit seiner Mitbewohnerin zusammengekommen war.

Im Dezember 2008 trat ich eine neue Arbeitsstelle an. Schon in der ersten Woche schrillten meine Alarmglocken: ein Arbeitskollege schien Gefallen an mir zu finden. Obwohl er mir eigentlich auch gefiel schaltete sich mein Abwehrmechanismus ein, der all seine Anstalten mir näher zu kommen abblockte. Ich verbrachte etwa sechs Wochen damit meinen Abwehrmechanismus mehr oder minder abzuschalten, um schliesslich seine Avancen zu erwidern (wenn es denn welche waren). Dadurch, dass eben mein Unterbewusstsein Interesse seinerseits an mir wahrgenommen hatte, hatte ich keine Hemmungen mich zu verlieben. Jedoch änderte sich sein Verhalten, nachdem ich angefangen hatte mit ihm zu flirten, von nett und charmant zu gemein. Er warf mir teils recht fiese Sachen an den Kopf, äffte mich am Telefon nach und ärgerte mich ab und zu. Das Ärgern verwechselte ich wohl mal wieder mit Flirten :(. Darauf, dass er neben der Arbeit etwas mit mir unternehmen wollte, wartete ich vergeblich. Wie auch immer heute habe ich herausgefunden, dass er sich höchstwahrscheinlich vor ein paar Wochen eine Freundin zugelegt hat, die jedenfalls nicht ich bin. Da ich ihn fünf Tage die Woche bei der Arbeit sehen werde, wird es wohl sehr schwierig über ihn hinwegzukommen.

Ich begreife einfach nicht warum mir das immer und immer wieder passiert. Was ist so falsch an mir? Ich bin zwar keine Schönheitskönigin, aber auch nicht hässlich. Ich habe schon ein paar äusserliche Mängel, aber welcher gewöhnliche Mensch, der nie beim Schönheitschirurg war, hat die nicht? Zudem habe ich eine etwas schrille Stimme, die manche Leute sehr nervt. Gut, ich bin auch ein etwas schwieriger Charakter mit der einen oder anderen Macke. Bin ich deswegen nicht liebenswert? Ich kenne Leute, die noch viel extremere Charaktere haben als ich, aber trotzdem einen Partner haben. Ich fange langsam an zu verzweifeln. Was mache ich falsch? Warum haben all meine Kollegen eine ganze Liste an Ex-Freunden bzw. Ex-Freundinnen und ich könnte, wenn dann höchsten die Nerds abbekommen, die sogar, die Kolleginnen, die mich mit ihnen verkuppeln wollen, selbst als hässlich bezeichnen? Ich komme mir bei diesen Kuppelversuchen immer wie der letzte Dreck vor. Für die, die keine will bin ich gerade recht. Muss ich meine Ansprüche nun ganz in den Keller schrauben?

Ich labere und labere, aber ich möchte eigentlich in der Hauptsache wissen, ob es jemanden gibt da draussen jemand, der diese Problematik auch durchlebt? Auch für irgendwelche Ratschläge, die mir helfen, dieses Problem zu meistern bin ich sehr dankbar.

Verzweifelter Gruss
Eliza
 
Sorry, das Problem kenn ich gar nicht. Ich bin auch nicht hübsch und etwas zu rund um die Hüfte, aber ich hab eigentlich nie gesucht, und auch nie viel Theater drum gemacht. Von daher bin ich mein Leben lang eher gefunden worden. Ich hab auch keine hohe Erwartungshaltung, wenn n Typ blaue Augen hat und ich mich über Ihn schlapp lachen kann, ----- tja dann is er schon in der engeren Auswahl. Und ich hab bis vor 3 Jahren nen guten Verschleiß gehabt :-)

Wenn ich dich so lese, hab ich das Gefühl du gehst viel zu verkrampft durchs Leben. Und du solltest deine eigenen Erwartungen nich so hoch ansetzen. Laß die Latte unten so das auch jemand drüberspringen kann.
Und mach dich nicht verrückt nur weil du 25 wirst und es noch nicht gefunzt hat. Das Leben is kein Wettrennen, und wer zuerst durchs Ziel kommt is nich Sieger, sondern tot.

Ein japanisches Sprichwort sagt: Wer zu wählerisch ist, bekommt nen Looser !
 
Tja, irgendwas läuft bei Dir schief. Ich vermute mal, die Gründe sind in Deiner Kindheit zu finden. Haben sich Deine Eltern scheiden lassen? Hast Du Dich ungeliebt gefühlt, oder zurückgesetzt, vielleicht Geschwistern gegenüber? Durch die vielen negativen Erlebnisse hast Du eine negative austrahlung bekommen, die den Richtigen daran hindert, an dich ranzukommen. Ich verliebe mich auch immer unsterblich in Frauen, die mich nicht wollen oder es fast unüberwindbare Hindernisse gibt. allerdings hatte ich wenigstens Beziehungen, auch längere. vielleicht solltest Du hier erstmal Deine Ansprüche runterschrauben und erstmal nehmen, was kommt. *lol* Der Appetit kommt bekanntlicher Weise beim Essen. Es muß nicht immer die große Liebe sein, ansonsten wäre die Menschheit längstens ausgestorben.

LG
Kalle
 
Stimmt, allerdings es kommt auch auf die Ausstrahlung an ! Negative Gednken strahlen nach aussen.........wenn du schon mit so Gedanken an die sache ran gehst. Wird es auch negativ enden. Ich bin zum Beispiel, sehr lustig, und immer gut gelaunt....und das macht meine Ausstrahlung wesentlich aus.
 
Also ich hatte auch schon einige Beziehungen, dennoch muss ich sagen, dass seit meiner letzten Beziehung (die jetzt über 3 Jahre zurückliegt) bei mir in der Liebe auch alles nur schiefläuft. Die, die ich will, wollen mich nicht, und die die ich kriegen könnte, wären absolut nix für mich. Und ich habe wirklich keine hohen Ansprüche, ganz im Gegenteil, bei den meisten typen die mir gefallen, heisst es von meinen freunden immer nur "der gefällt dir? was findest du bloß an ihm?" und ich muss zugeben, dass das objektiv betrachtet wirklich alles keine super-beauties waren, aber sie hatten halt etwas was mich fasziniert hat. deswegen glab ich nicht, dass es immer nur damit zusammenhängt dass man zu wählerisch ist, wenn man niemanden abbekommt. ich finde auch nicht, dass man sich mit jedem zufrieden geben sollte, so à la "nehmen was kommt". ich könnte niemals mit jemanden eine beziehung anfangen, der optisch oder auch charakterlich überhaupt nichts hat was mich reizt oder fasziniert, dann bleib ich lieber alleine. und wegen der ausstrahlung: ich bin auch immer supergelaunt und fröhlich, bekomme sogar öfters gesagt dass ich eine super ausstrahlung habe und dennoch klappt es nicht bei mir. ich bin gleich wie die TS auch sehr oft verweifelt und frustriert, da ich auch nicht verstehen kann, wie sogar die schrecklichsten frauen jemanden abbekommen und man selber immer noch alleine rumläuft. du bist also auf alle fälle nicht allein, eliza! nur leider kann ich dir nicht wirklich helfen, da ich wie gesagt so ungefähr am selben problem zu knabbern habe...
 
Das is auch n Problem, man müsste dich genauer kennen, um zu sagen ......änder dies, oder versuch mal das.
 
Na dann will ich mich mal Eliza und Sonja anschliessen.
Ich bin mittlerweile 34 und hatte bisher nur einen wirklichen Freund. Wenn ich daran denke, dass ich mit 16 davon ausgegangen bin, dass ich mit spätestens 24 eine eigene Familie haben will/werde, kann ich heute nur noch darüber lachen...
Gut, ich habe keine Modellmaße, aber ich sehe dennoch optisch ansprechend aus. Ich bin auch ein positiv denkender Mensch, wirke nach außen hin selbstbewusst, was vielleicht auch nicht immer gut bei den männlichen Wesen ankommt.... und die einzige Einschränkung, die ich habe, was den Typ angeht, ist, dass ich Musiker bevorzuge ;-)
Ich frage mich auch oft, warum ich mir stets unerreichbare (meist vergebene) Typen raussuche.
Vielleicht hat es ja damit zu tun, dass sie das ausstrahlen, was ich auch gerne hätte (nämlich eine Beziehung!). Oder aber ich suche die Herausforderung, so nach dem Motto: es muss doch auch mal für mich möglich sein, einen Mann zu bekommen, der mir gefällt....
Aber Mädels, lasst Euch nicht unterkriegen - unsere Stunde wird auch noch schlagen ;-)
 
Hm,

eigentlich ist doch alles ganz einfach... Ist jedenfalls mein Eindruck. Es gibt ganz viele einsame Männer da draußen und wenn ihr einen davon toll findet und ihm das Gefühl gebt, er kann mit euch über alles reden, dann habt ihr ihn in der Tasche...

Klar, das ist jetzt nur Provokation. Aber IM PRINZIP ist es so einfach. Wenn ihr es so nicht handhabt, gibt es irgendwelche Gründe dafür. Und die zu verstehen hilft deutlich weiter.

Ich für meinen Teil weiß, was bei mir abläuft. Einerseits habe ich das Gefühl, dass ich bei Männern - zumindest denen, die mir ähnlich sind (also z.B. ähnlicher Job, ähnliche Hobbies) - sehr leicht punkten kann, weil ich sie als Menschen sehe. Das mögen sie, ehrlich. Da ich in einem Männerberuf arbeite, bin ich auch gar nicht schüchtern Männern gegenüber. Das mögen sie auch. Und wenn eine Frau ihnen in die Augen sieht und lächelt sowieso.

Also, MEIN Hauptproblem liegt darin, dass ich schon oft verletzt worden bin und mir daher damit etwas schwer tue, über oberflächliches Geplänkel hinaus zu gehen und richtig zu vertrauen. Ich lasse kaum jemanden näher an mich heran und bin ganz super drin, Männer auf einem gewissen Abstand zu halten. Das weiß ich. Kann gerade auch nicht anders.

Eliza, Sonja, SexyHexy, vielleicht findet ihr ja auch noch heraus, was bei euch schief läuft und warum?

Mona
 
Ich frage mich auch oft, warum ich mir stets unerreichbare (meist vergebene) Typen raussuche.
Vielleicht hat es ja damit zu tun, dass sie das ausstrahlen, was ich auch gerne hätte (nämlich eine Beziehung!).

Richtig...meist aber noch viel mehr als das.
Manche Menschen neigen extrem dazu (je größer die eigenen Mängel desto stärker wohl angeblich) sich in menschen zu verlieben, die das ausstrahlen was Ihnen selber fehlt. Und sorgen damit dafür immer die falschen zu wollen, denn diese sehnen sich dann nach menschen die ebenfalls ihre Vorzüge haben und ihnen gleichen. Weil sie eben nicht so grosse innere Mankos haben, dass sie nach deren Ausgleich suchen müssten. Denn nur dann haben sie auch die nötige Ausstrahlung und Stärke Personen anzuziehen die eben genau das tun, beim partner suchen, was Ihnen selber fehlt.
(Das betrifft viele Gebieten, vor allem aber Selbstvertrauen, Stärke, Lebenserfolg auf allen Ebenen, Beliebtheit, Offenheit.....)
 
Ooje, oje. Was Strassenkatze da schreibt, könnte bei mir zum Teil zutreffen. Ich bin ein eher introvertierter Typ und das stört mich manchmal sehr. Daher suche ich mir schon Typen aus, die eher extrovertiert sind. Ansonsten fallen mir keine Defizite ein, die ich bewusst durch einen Partner auszugleichen versuche. Ich war in der Vergangenheit sehr oft Opfer von Mobbing und habe vermutlich gewisse psychische Schäden davongetragen. Dennoch oder gerade deswegen bin ich sehr selbstbewusst. Ich weiss was ich kann und will und ich lasse mir nichts gefallen. Zurzeit fühle ich mich wahnsinnig einsam und werde sehr unsicher, wenn nicht panisch, sobald es um Gefühle geht. Wie schon im ersten Post beschrieben schaltet sich dann mein Abwehrsystem ein. Die Einsamkeit strahlt möglicherweise nach aussen und mein Pessimismus und meine Verzweiflung vermutlich auch...
Meine Ansprüche sind nicht mehr so hoch, wie noch vor etwa fünf Jahren. Gerade der letzte Typ ist äusserlich keine Schönheit, aber er ist sehr charmant, wenn er es sein will und seine Intelligenz kann sich mit meiner messen. Ein Typ kommt für mich nur dann nicht in Frage, wenn ich sein Äusseres absolut unattraktiv finde. Was soll ich mit einem Freund, der zwar intelligent und witzig ist, es mich aber graust ihn zu küssen? Einfach den nächstbesten nehmen, der sich für mich interessiert, geht nicht. Das hatte ich mir vor etwa acht Jahren einmal vorgenommen. Der erste Typ der mich dann wollte, war so etwas von nicht mein Fall, dass ich sofort das Weite suchte. Die Ansprüche ganz auf Null herunterschrauben und nehmen, was mir als erste über den Weg läuft, wird nicht funktionieren.
Was meine Äusseren Mängel betrifft bin ich wohl etwas missinterpretiert worden. Ich habe eine schlanke, wohlproportionierte Figur. Mein Busen ist etwas klein (A-Cup), meine Nase nicht ganz so schön und dann habe ich noch eine Verhornungsstörung hauptsächlich an meinen Oberarmen, die jedoch unter einem langärmligen Pullover nicht ersichtlich ist und im Ausgang, wenn ich ärmellose Oberteile trage, von den meisten Männern nicht bemerkt wird. Ein stockbesoffener Arbeitskollege hat mir letzthin gesteckt, dass die meisten Kollegen mich durchaus hübsch finden. Also wird wohl nicht mein Äusseres sondern eher mein Inneres das Problem sein.

Ich danke euch für die zahlreichen Antworten, auch wenn sie mir vorerst nicht viel weiterhelfen. Denkt ihr, es würde etwas bringen, wenn ich mich mal bei einem Psychiater auf die Couch lege und mich analysieren lasse? Vielleicht findet der ja heraus, was bei mir verkehrt läuft. Oder ist das schade ums viele Geld?
 
Ein Psychiater wäre sicherlich nicht der richtige Ansprechpartner, der behandelt Krankheiten der Nerven und des Geistes.
Psychologen sind da eher die richtige Adresse. Und es könnte sich lohnen, wenn Du vielleicht aufgrund der Mobbingvorgeschichte zwar ein aufgesetztes Selbstbewusstseinn hast, aber tief in Deinem Inneren Angst hast Gefühle zuzulassen, weil Du eben doch in Dir die Überzeugung trägst, von anderen nicht akzeptiert oder gemocht zu werden.
Vielleicht würden Dir aber auch ein paar einfache Selbsthilfebücher schon helfen Dich wiederzuerkennen und an Deiner inneren Einstellung, insbesondere dem Pessimismus zu arbeiten - den der macht einen für andere Menschen sehr unattraktiv - ganz besonders als Partner/in. Ebenso wie das "sich einsam fühlen" andere Menschen geradezu abstossen kann.
 
Ein stockbesoffener Arbeitskollege hat mir letzthin gesteckt, dass die meisten Kollegen mich durchaus hübsch finden. Also wird wohl nicht mein Äusseres sondern eher mein Inneres das Problem sein.
nimms mir net übel, aber was macht schon die meinung eines anderen aus wenn man sich selber nicht mag?

es klingt als würdest du das abhängig von deren meinung machen...

ich halte mich für ne magere kröte, da kann keine meinung was dran ändern :mrgreen::lol:

du solltest auf jedenfall an deinem selbstbewusstsein arbeiten, scheinbar ziehst du diese menschen magisch an. :(


vielleicht ist die idee einer therapie nicht so schlecht, unter umständen wird da einiges zutage gefördert was dir helfen könnte.
 
@MonaLisa: na ja ich ziehe ja immer diejenigen an, die zwar single sind aber anscheinend keine freundin wollen. Ich bin anscheinend immer nur eine Art Sexobjekt, da ich wirklich extrem viele Männer kennengelernt habe in letzter Zeit und was wollten sie alle? Mich flachlegen. Nicht mehr und nicht weniger.

@Strassenkatze: wenn du sagst man "sucht" diejenigen die die eigenen persönlichen Defizite wieder wettmachen, dann würde das ja heissen dass mein Defizit meine Sexabstinenz ist, wenn ich gerade nur diese Männer anziehe die nur das eine wollen!?

@Eliza: hab mir auch schon mal überlegt zu einem psychologen zu gehen, aber in meinem fall wäre das glaub ich ziemlich unnütz. ich glaube kaum dass er einem wirklich den grund sagen kann warum es mit den männern einfach nicht klappt...
Frag doch mal deine Freunde wie du auf andere Leute wirkst.

Meine Freunde haben z.b. gesagt bei mir könnte es dran liegen, dass ich viel zu selbstbewusst auftrete und das dann manchmal unerreichbar ("bei der hab ich eh keine chance") oder auch dominant wirkt ("sie lässt sich bestimmt nichts sagen") --> was männer ja auch nicht wollen. laut meinen freunden hab ich eine extrem sexuelle ausstrahlung, sie haben gesagt ich solle mich nicht wundern wenn männer mich sehen und sofort nur an sex denken. dabei finde ich gar nicht dass ich aussehe wie eine sexbombe! und ich renn auch nicht mit kurzen miniröckchen oder so rum. Deswegen kann ich eigentlich mit den Aussagen meiner Freunde auch nicht wirklich was anfangen, obwohl ich mir schon mal gedacht habe es muss was dran liegen, wenn es mehrere personen unabhängig voneinander zu mir sagen. Auf alle Fälle denke ich, dass Menschen die mehr mit einem zu tun haben, einem eher sagen können wie man auf Mitmenschen wirkt, als ein Psychologe. Aber probieren kannst du es ja trotzdem mal. (Aber dann bitte auch berichten was dabei rausgekommen ist, würd mich nämlich interessieren) :)
 
@Spooky: Danke für die Idee mit den Selbsthilfebüchern. Die dürften mir dann helfen, wenn ich weiss was bei mir alles falsch läuft. Der Unterschied zwischen Psychologe und Psychiater ist meines Wissens nicht riesengross. Der Psychiater hat nebst dem Psychologiestudium noch ein Medizinstudium abgeschlossen und die Behandlungskosten eines Psychiaters übernimmt die Krankenkasse, die eines Psychologen muss man selbst berappen.

nimms mir net übel, aber was macht schon die meinung eines anderen aus wenn man sich selber nicht mag?
Ich stehe nicht vor dem Spiegel und denke: "Was für eine hässliche Fratze schaut mich denn da an!" Abgesehen davon dass ich meinen Busen etwas zu klein finde - eine Brustvergrösserung brauche ich dennoch nicht - hatte ich bis vor drei Jahren keine Probleme mit meinem Aussehen. Es fing alles damit an, dass männliche Studienkollegen mein Äusseres massiv kritisierten. Einer fand eine Schönheitsoperation wäre bei mir definitiv keine Fehlinvestition. Ein anderer fand: "Geh zum Arzt und lass dir diesen grässlichen Ausschlag entfernen!" Die Krux ist, dass ich den Ausschlag von klein an habe und er nicht weggeht. Ich habe in meiner Kindheit und Jugend so einiges ausprobiert und mich schliesslich damit abgefunden. Danach wagte derselbe Typ auch noch mir ins Gesicht zu sagen: "Du bist zwar nicht gerade hässlich, aber absolut unattraktiv." Wieder ein anderer verglich mich einmal die Woche im Englisch-Kurs mit einem Model, so nach dem Motto "Hach, ist die schön und du halt nicht." Tja, und gegen Schluss meines Studium musste ich im studiengangsinternen Forum im Thread "Woran man merkt, dass man zu lange auf der Universität X ist..." lesen, "...wenn man denkt Eliza ist eine geile Frau." Das alles hat mich schon tief getroffen und ich bin unsicher geworden, was mein Aussehen angeht und habe mich mit der Zeit auch richtig hässlich gefühlt. Aber gut, jetzt bin ich aus diesem Umfeld raus und es ist auch langsam dabei sich wieder einzurenken, sodass ich mich bald wieder richtig wohl in meiner Haut fühlen werde.

@Sonja22: Ich werde erstmal meine Kollegen befragen, bevor ich zum Psychiater oder Psychologen gehe. Die Kollegen sind ja schliesslich um einiges günstiger als der Fachmann. ;)
 
@Spooky: Danke für die Idee mit den Selbsthilfebüchern. Die dürften mir dann helfen, wenn ich weiss was bei mir alles falsch läuft. Der Unterschied zwischen Psychologe und Psychiater ist meines Wissens nicht riesengross. Der Psychiater hat nebst dem Psychologiestudium noch ein Medizinstudium abgeschlossen und die Behandlungskosten eines Psychiaters übernimmt die Krankenkasse, die eines Psychologen muss man selbst berappen.


Ich stehe nicht vor dem Spiegel und denke: "Was für eine hässliche Fratze schaut mich denn da an!" Abgesehen davon dass ich meinen Busen etwas zu klein finde - eine Brustvergrösserung brauche ich dennoch nicht - hatte ich bis vor drei Jahren keine Probleme mit meinem Aussehen. Es fing alles damit an, dass männliche Studienkollegen mein Äusseres massiv kritisierten. Einer fand eine Schönheitsoperation wäre bei mir definitiv keine Fehlinvestition. Ein anderer fand: "Geh zum Arzt und lass dir diesen grässlichen Ausschlag entfernen!" Die Krux ist, dass ich den Ausschlag von klein an habe und er nicht weggeht. Ich habe in meiner Kindheit und Jugend so einiges ausprobiert und mich schliesslich damit abgefunden. Danach wagte derselbe Typ auch noch mir ins Gesicht zu sagen: "Du bist zwar nicht gerade hässlich, aber absolut unattraktiv." Wieder ein anderer verglich mich einmal die Woche im Englisch-Kurs mit einem Model, so nach dem Motto "Hach, ist die schön und du halt nicht." Tja, und gegen Schluss meines Studium musste ich im studiengangsinternen Forum im Thread "Woran man merkt, dass man zu lange auf der Universität X ist..." lesen, "...wenn man denkt Eliza ist eine geile Frau." Das alles hat mich schon tief getroffen und ich bin unsicher geworden, was mein Aussehen angeht und habe mich mit der Zeit auch richtig hässlich gefühlt. Aber gut, jetzt bin ich aus diesem Umfeld raus und es ist auch langsam dabei sich wieder einzurenken, sodass ich mich bald wieder richtig wohl in meiner Haut fühlen werde.

@Sonja22: Ich werde erstmal meine Kollegen befragen, bevor ich zum Psychiater oder Psychologen gehe. Die Kollegen sind ja schliesslich um einiges günstiger als der Fachmann. ;)


Hallo Eliza,

ich sag immer: Was die anderen über einen reden verrät mehr über sie als über mich.

Diese Typen haben gemerkt, dass sie Dich mit ihren blöden Äußerungen ärgern können und haben das dann kindlich-sadistisch auch gerne gemacht. Ganz schlechter Stil, blöde Bande! *grummel* Möge sie ihre gerechte Strafe ereilen.

Aber zum Thema zurück: Für den Mann, der in Dich verliebt ist, bist Du natürlich die allerschönste Frau der Welt, ohne Wenn und Aber!

Mona
 
Hallo Sonja

@MonaLisa: na ja ich ziehe ja immer diejenigen an, die zwar single sind aber anscheinend keine freundin wollen. Ich bin anscheinend immer nur eine Art Sexobjekt, da ich wirklich extrem viele Männer kennengelernt habe in letzter Zeit und was wollten sie alle? Mich flachlegen. Nicht mehr und nicht weniger.
[...]
laut meinen freunden hab ich eine extrem sexuelle ausstrahlung, sie haben gesagt ich solle mich nicht wundern wenn männer mich sehen und sofort nur an sex denken. dabei finde ich gar nicht dass ich aussehe wie eine sexbombe! und ich renn auch nicht mit kurzen miniröckchen oder so rum. Deswegen kann ich eigentlich mit den Aussagen meiner Freunde auch nicht wirklich was anfangen, obwohl ich mir schon mal gedacht habe es muss was dran liegen, wenn es mehrere personen unabhängig voneinander zu mir sagen.

*schmunzel* So geht´s mir gerade auch, offensichtlich. Ich ziehe gerade Männer an wie das Honigbrot die Fliegen. Und alle wollen sie nur das Eine. Ich sehe das aber mit zunehmendem Alter lockerer. Das ist ja keine Beleidigung, sondern sie sind halt auf eine bestimmte Art einsam. Dass ich diese Ausstrahlung habe, weiß ich, und ich fühle mich auch entsprechend. Ähm, seitdem ich die Pille abgesetzt habe, glaube ich. Ich kann nix dafür und fühle mich auch gut so.

Da ich momentan nicht unbedingt eine Beziehung suche, ist das schon OK. Ansonsten wäre es natürlich hinderlich. Es könnte sogar sein, dass es mit eine Rolle gespielt hat, warum meine letzte Liebesgeschichte so dramatisch schief gelaufen ist. Ich glaube, da spielt einerseits Eifersucht mit rein (à la "Die flirtet doch eh mit allen" - stimmt) und "Die manipuliert mich auf die weibliche Art" (na, weniger, nicht mit Absicht jedenfalls). Das hat ihm beides nicht gefallen. Blödmann! Er ist nämlich auch nicht besser, er hat dieselbe Ausstrahlung und ist dauernd von Frauen umschwärmt. Aber bei ihm ist das was anderes, eh klar!

Für die Zukunft überlege ich noch, was ich mache.

@Strassenkatze: wenn du sagst man "sucht" diejenigen die die eigenen persönlichen Defizite wieder wettmachen, dann würde das ja heissen dass mein Defizit meine Sexabstinenz ist, wenn ich gerade nur diese Männer anziehe die nur das eine wollen!?

Hm, die Regel muss nicht immer stimmen.

Ich bin auch nicht sicher, ob "Defizit" und "Mangel" da so unbedingt passen, weil sie so stark werten. Ich habe mir früher immer Partner gesucht, die mich auf gewisse Weise ergänzen. Und umgekehrt ich sie auch. Aber inzwischen habe ich die Strategie geändert und suche jemanden, der mir ähnlicher ist. Auch wenn mir klar ist, dass es dann noch schwieriger wird, weil es dauernd kracht und blitzt und knallt. Die ruhigen Typen haben mich zwar in den Wahnsinn getrieben mit ihrem Phlegma, aber immerhin konnte die Situation nie eskalieren.

@Eliza: hab mir auch schon mal überlegt zu einem psychologen zu gehen, aber in meinem fall wäre das glaub ich ziemlich unnütz. ich glaube kaum dass er einem wirklich den grund sagen kann warum es mit den männern einfach nicht klappt...

Er kann einen aber so weit bringen, es selbst zu erkennen.
Natürlich gibt es auch andere Wege. Ich glaube nicht, dass ich zu einem
Therapeuten so ehrlich wäre wie wenn ich selbst ganz allein für mich
nachdenke. Das was ich über mich weiß, würde ich niemals
irgendjemandem erzählen. Niemals.

Frag doch mal deine Freunde wie du auf andere Leute wirkst.

Oh, die können das auch nicht richtig gut beurteilen, weil sie einen zu gut kennen. Schlechte Erfahrungen habe ich auch damit gemacht, Leute nach einem ersten Blind Date zu fragen. Da kommt doch nur Scheiß dabei heraus, den man besser nicht gehört haben wollte. Man sollte nicht zu viel darüber nachdenken, wie man wirkt, sonst wird man ganz steif und unsicher. Ich lauf in letzter Zeit mit einer "Ihr könnt mich alle mal, denkt doch, was ihr wollt" Einstellung herum. Tut mir ganz gut, so habe ich am meisten Spaß. Und Mr. Böser Blick soll von mir aus explodieren.

Meine Freunde haben z.b. gesagt bei mir könnte es dran liegen, dass ich viel zu selbstbewusst auftrete und das dann manchmal unerreichbar ("bei der hab ich eh keine chance") oder auch dominant wirkt ("sie lässt sich bestimmt nichts sagen") --> was männer ja auch nicht wollen. :)

Nur die Harten kommen in den Garten. Ich suche den Mann, den vor gar nichts graut. Manchmal denke ich aber, ich sollte etwas nachsichtiger mit dem schwachen Geschlecht sein. ;-)

Mona
 
Nun, man kann natürlich alles übertreiben... aber sozialwissenschaftlich-psychologische Untersuchungen ergaben, dass es zwei kategorien von Menschen gibt die und ansprechen - je nach indivuellem Persönlichkeitsstand meist aber nur eine von beiden - die die uns sehr änhlich sind und die Menschen die anders sind in der Art dass sie unsere Schwächen ausgleichen. Es geht dabei leider nicht um sich "ergänzen" in positivem Sinne, dass pasiert nur in Ausnahmefällen (gibt es aber auch) und solche Menschen haben nicht das Problem keinen passenden partner zu finden....
Aber die die sich damit schwer tun "leiden" meistens unter entweder dem Phänomen ihre Schwächen gut zu kennen und gleiches zu suchen aber meistens auf menschen zu treffen die eben den Ausgleich dieser Schwäche suchen oder sie selber suchen Ausgleich zu ihren Schwächen....
Aber diese Stärken die der andere hat sorgen idR dafür dass diese menschen wiederum Gleiches suchen - also ein Mensch mit sehr viel Selbstbewusstsein sucht aber niemals einen Partner mit sehr geringem sondern eben auch mit hohem Selbstbewusstsein. Extrovertierte selten introvertierte (eben nur wenn es reine erlernte Show ist und nicht ihrem Wesen entspricht), erfolgreiche und ehrgeizige menschen können mit unmotivierten oder erfolglosen nichts anfangen, der unmotivierte oder erfolglose neigt aber dazu sich besonders von ehrgeizigen und erfolgreichen angezogen zu fühlen. Das verklemmte Mauerblümchen kann natürlich auch auf lockere Sexprotze abfahren, die wiederum (wenn es ehrlich und keine Fassade ist) nicht mit dem verklemmten Part klarkommen...

Nur bei Menschen ohne ausgeprägte "Schwächen" (hinsichtlich überlebensfördernder Eigenschaften) ist die Neigung stark ausgeprägt sich in passende Partner zu verlieben.

Und oft genug kommt es daher zu Beziehungen bei denen beide ausgeprägte "Schwächen" haben, die eben garnicht passen oder eben in denen einer leidet, weil eben die Schwächen auf die Stärken des anderen treffen ...
 
@Strassenkatze: Ich befürchte, du hast sehr recht mit dem was du schreibst, was für mich weniger Gutes zu bedeuten hat…
Im Moment bin ich recht erfolglos und entsprechend unmotiviert, in dem was ich beruflich tue. Ich habe in einer Studienrichtung studiert, die nicht meinen Talenten entspricht. Komischerweise gelang es mir das Studium ohne allzu grosse Schwierigkeiten abzuschliessen. Dass ich nicht das kann, was von einem Absolventen meines Studiengangs erwartet wird, stellte ich erst bei der Stellensuche fest. Es kam auch heraus, dass bei mir gewisse kognitive Fähigkeiten zu wenig stark ausgeprägt sind, um das was ich können will (mittlerweile eher wollte), jemals gut können werde. Da ich mir finanziell kein weiteres Studium leisten kann, muss ich nun das Beste aus dem machen, was ich gelernt habe. Ich habe nun einen Job auf der untersten Ebene in jener Branche, in dem ich die Möglichkeit habe herauszufinden, wo mein Potential steckt. Bis jetzt habe ich noch nicht herausgefunden, wo mein Platz ist und habe darum gewisse Zukunftsängste. Ich habe auch schon öffentlich die Studieneinrichtung in Frage gestellt, weil ich dieses Studium, meiner Ansicht nach, eigentlich nicht hätte bestehen dürfen.
Der Typ, den ich mir im Dezember angelacht habe, hat in dem was er tut (zur Zeit dasselbe, das ich auch versuche zu tun) grossen Erfolg und ist entsprechend hochmotiviert und die Arbeit macht ihm auch viel Spass, im Gegensatz zu mir. Ich bin mir sehr sicher, dass er sich zu Anfang für mich interessiert hat. Vermutlich ist genau meine momentane Unsicherheit und dass ich das was er besonders gut kann, nicht so gut kann, der springende Punkt, warum er sich von mir abgewandt hat. Was wahrscheinlich auch noch eine Rolle spielte, ist die Tatsache, dass wir nur wenige gemeinsame Interessen haben, was für mich nicht unbedingt ein grosses Problem darstellt, für ihn vielleicht schon...
 
Gemeinsame Interessen bilden in der Regel aber die Basis für Freundschaft und Partnerschaft.
 
Nun, man kann natürlich alles übertreiben... aber sozialwissenschaftlich-psychologische Untersuchungen ergaben, dass es zwei kategorien von Menschen gibt die und ansprechen - je nach indivuellem Persönlichkeitsstand meist aber nur eine von beiden - die die uns sehr änhlich sind und die Menschen die anders sind in der Art dass sie unsere Schwächen ausgleichen. Es geht dabei leider nicht um sich "ergänzen" in positivem Sinne, dass pasiert nur in Ausnahmefällen (gibt es aber auch) und solche Menschen haben nicht das Problem keinen passenden partner zu finden....

Das musste ich mehrmals lesen. War spontan zu hoch für mich. *gg*
Wobei ich das Ergänzen im positiven Sinne aber schon erlebt habe. Sowieso finde ich es schwierig zu unterscheiden zwischen positiver Ergänzung und Ausgleichen von Schwächen. Es kommt immer darauf an, wie tolerant man ist und ob man bereit ist, vom Partner etwas zu lernen. Je nachdem reibt es sich, wenn man unterschiedlich ist, oder man entwickelt sich daran weiter.

Ich habe für mich aber nach dem Ende meiner letzten Beziehung beschlossen es aufzugeben, mich mit jemandem zusammen zu tun, der mir in wesentlichen Punkten unähnlich ist, und dann auf Toleranz in der Beziehung zu hoffen. In einer Affäre fände ich aber einen Unterschied immer noch spannend und lehrreich, so wie in Freundschaften ja auch.

Aber die die sich damit schwer tun "leiden" meistens unter entweder dem Phänomen ihre Schwächen gut zu kennen und gleiches zu suchen aber meistens auf menschen zu treffen die eben den Ausgleich dieser Schwäche suchen oder sie selber suchen Ausgleich zu ihren Schwächen....

*Knoten im Hirn* Aha, OK.
Das erklärt, warum sich erschreckend oft Typen für mich interessieren, wo ich mich frage: "Warum??? Er findet alles seltsam und befremdlich, was ich tue und denke, und will sich trotzdem an mich dran hängen???" Vermutlich will er dann doch trotz seines Genörgels und Unverständnisses etwas von mir lernen.

Ein Problem hast Du aber noch nicht angesprochen. Es gibt Menschen, die auf den ersten Blick anders wirken als sie sind. Z.B. selbstbewusste Menschen, die schüchtern wirken, oder umgekehrt. Interessante Menschen, die langweilig wirken, interessant wirkende Menschen, die jeden Tag der Woche dieselben drei Anekdoten erzählen. Menschen, die auf Anhieb nach "weniger" aussehen als sie sind, haben es schwer. Die anderen natürlich auch, weil ihr Bluff irgendwann auffliegt. *feix*
Wobei ich persönlich Understatement schon in Ordnung finde. Ein erwachsener Mensch weiß, dass interessante Menschen nicht unbedingt ihren Lebenslauf aufs T-Shirt drucken.

Aber diese Stärken die der andere hat sorgen idR dafür dass diese menschen wiederum Gleiches suchen - also ein Mensch mit sehr viel Selbstbewusstsein sucht aber niemals einen Partner mit sehr geringem sondern eben auch mit hohem Selbstbewusstsein.

Ach, doch, doch. Man könnte natürlich diskutieren, ob Arroganz und Machtstreben ein Anzeichen für hohes oder niedriges Selbstwertgefühl sind, aber es gibt durchaus Menschen, die gezielt nach solchen suchen, die sie leicht manipulieren und beherrschen können.

Extrovertierte selten introvertierte (eben nur wenn es reine erlernte Show ist und nicht ihrem Wesen entspricht), erfolgreiche und ehrgeizige menschen können mit unmotivierten oder erfolglosen nichts anfangen, der unmotivierte oder erfolglose neigt aber dazu sich besonders von ehrgeizigen und erfolgreichen angezogen zu fühlen. Das verklemmte Mauerblümchen kann natürlich auch auf lockere Sexprotze abfahren, die wiederum (wenn es ehrlich und keine Fassade ist) nicht mit dem verklemmten Part klarkommen...

Ja, aber es gibt im Leben ja nicht nur Extreme. Beispielsweise stellt sich auch die Frage, wie wichtig jemandem sein eigener Erfolg ist. Ich z.B. brauche nicht unbedingt jemanden, der genauso erfolgreich ist wie ich. Aber auf jeden Fall jemanden, der genauso engagiert ist wie ich. (Man kann sich auch in Bereichen engagieren, wo es keine großen Auszeichnungen zu erringen gibt.)

Nur bei Menschen ohne ausgeprägte "Schwächen" (hinsichtlich überlebensfördernder Eigenschaften) ist die Neigung stark ausgeprägt sich in passende Partner zu verlieben.

Ooops, das klingt jetzt nach Unterscheidung in "wertvolle" und weniger wertvolle Menschen. :-(

Mir fehlt auch noch, dass sich oft Menschen mit ähnlichen Schwächen zusammen tun, im Bewusstsein ihrer Schwäche.
Das ist doch eher gut. Nicht jeder, der sich seiner Schwäche bewusst ist, sucht deswegen jemanden, der ihm
in diesem Bereich voraus ist.

Und oft genug kommt es daher zu Beziehungen bei denen beide ausgeprägte "Schwächen" haben, die eben garnicht passen oder eben in denen einer leidet, weil eben die Schwächen auf die Stärken des anderen treffen ...

Ich würde sagen, es gibt nichts, das es nicht gibt.

Beispielsweise kann es auch sein, dass jemand in einem bestimmten Bereich 1+ ist und der Partner nur 2 (in Schulnoten). Das kann den Partner sehr frustrieren, so dass er seine Stärke gar nicht auszuspielen wagt, weil der andere ja doch besser ist. Obwohl eine 2 ja auch noch eine Stärke wäre. Und so weiter... Man könnte hier noch beliebig weiterspinnen.

Wenn ich sehe, wie mein Ex und ich uns seit unserer Trennung weiterentwickelt haben, glaube ich, dass wir uns nach diesem Schema gegenseitig blockiert haben, in jeweils unterschiedlichen Bereichen, in denen wir beide stark sind, aber jeweils im Schatten des anderen standen. :-((

Mona
 
@Strassenkatze: Ich befürchte, du hast sehr recht mit dem was du schreibst, was für mich weniger Gutes zu bedeuten hat…
Im Moment bin ich recht erfolglos und entsprechend unmotiviert, in dem was ich beruflich tue. Ich habe in einer Studienrichtung studiert, die nicht meinen Talenten entspricht. Komischerweise gelang es mir das Studium ohne allzu grosse Schwierigkeiten abzuschliessen. Dass ich nicht das kann, was von einem Absolventen meines Studiengangs erwartet wird, stellte ich erst bei der Stellensuche fest. Es kam auch heraus, dass bei mir gewisse kognitive Fähigkeiten zu wenig stark ausgeprägt sind, um das was ich können will (mittlerweile eher wollte), jemals gut können werde. Da ich mir finanziell kein weiteres Studium leisten kann, muss ich nun das Beste aus dem machen, was ich gelernt habe. Ich habe nun einen Job auf der untersten Ebene in jener Branche, in dem ich die Möglichkeit habe herauszufinden, wo mein Potential steckt. Bis jetzt habe ich noch nicht herausgefunden, wo mein Platz ist und habe darum gewisse Zukunftsängste. Ich habe auch schon öffentlich die Studieneinrichtung in Frage gestellt, weil ich dieses Studium, meiner Ansicht nach, eigentlich nicht hätte bestehen dürfen.
Der Typ, den ich mir im Dezember angelacht habe, hat in dem was er tut (zur Zeit dasselbe, das ich auch versuche zu tun) grossen Erfolg und ist entsprechend hochmotiviert und die Arbeit macht ihm auch viel Spass, im Gegensatz zu mir. Ich bin mir sehr sicher, dass er sich zu Anfang für mich interessiert hat. Vermutlich ist genau meine momentane Unsicherheit und dass ich das was er besonders gut kann, nicht so gut kann, der springende Punkt, warum er sich von mir abgewandt hat. Was wahrscheinlich auch noch eine Rolle spielte, ist die Tatsache, dass wir nur wenige gemeinsame Interessen haben, was für mich nicht unbedingt ein grosses Problem darstellt, für ihn vielleicht schon...

Jetzt muss ich doch nochmal die Emanze raushängen: Für Männer ist es oft kein Problem, wenn ihre Partnerin beruflich weniger erfolgreich ist als sie. Eher der umgekehrte Fall ist irritierend.

Fehlende gemeinsame Interessen halte ich eher für ein Problem.

Mona
 
Es geht nicht nur um den sichtbaren ERFOLG - es geht um den Ehrgeiz und die Zufriedenheit im Job und mit den eigenen Leistungen! Nich um den Verdienst oder die Position! Es geht um den Ehrgeiz und die Zufriedenheit mit sich die dahinter stecken. Wenn jemand im beruf keinen Ehrgeiz hat, ausser eben wenig zu arbeiten und Geld zu verdienen ist das nciht schlimm, solange der mensch sich dabei als erfolgreich in seiner Strategie empfindet und zufrieden ist und den Ehrgeiz in anderer hinsicht aufweist. Nicht aber jemand der erfolglos versucht etwas zu tun, unzufrieden damit ist und womöglich sogar insgesamt motivationslos. Denn das ist eine Frage der Einstellung und des Charakters wie man sein Leben und Probleme angeht ....
Und ehrlich ich kenne einige solche Menschen, die selber erfolgreich ind und genau das sagen - es ist ihnen egal was der andere macht, solange er es gerne tut und erfolgreich seine Ziele erreicht - egal welche das sind - aber einen (auch wohlhabenden) "unehrgeizigen" der keine echten eigenen Leistungs-Erfolge und Ziele, geschweige Zielstrebigkeit hat mit dem können sie so garnichst anfangen....
 
Es geht nicht nur um den sichtbaren ERFOLG - es geht um den Ehrgeiz und die Zufriedenheit im Job und mit den eigenen Leistungen! Nich um den Verdienst oder die Position! Es geht um den Ehrgeiz und die Zufriedenheit mit sich die dahinter stecken. Wenn jemand im beruf keinen Ehrgeiz hat, ausser eben wenig zu arbeiten und Geld zu verdienen ist das nciht schlimm, solange der mensch sich dabei als erfolgreich in seiner Strategie empfindet und zufrieden ist und den Ehrgeiz in anderer hinsicht aufweist. Nicht aber jemand der erfolglos versucht etwas zu tun, unzufrieden damit ist und womöglich sogar insgesamt motivationslos. Denn das ist eine Frage der Einstellung und des Charakters wie man sein Leben und Probleme angeht ....
Und ehrlich ich kenne einige solche Menschen, die selber erfolgreich ind und genau das sagen - es ist ihnen egal was der andere macht, solange er es gerne tut und erfolgreich seine Ziele erreicht - egal welche das sind - aber einen (auch wohlhabenden) "unehrgeizigen" der keine echten eigenen Leistungs-Erfolge und Ziele, geschweige Zielstrebigkeit hat mit dem können sie so garnichst anfangen....


Ja, denke ich auch! Wobei es ja nicht unbedingt so ist, dass die engagierten Leute besser sind als diejenigen, die versuchen, sich mit möglichst wenig Arbeit durch den Job zu schummeln. Sie sind einfach anders.

Wenn ich mich spätabends noch ran setze und arbeite, weil es mir wichtig ist, zum gegebenen Termin etwas abzugeben, was richtig gut ist, dann brauche ich einen Partner, der dasselbe tun würde. Falls nicht, dann versteht er mich komplett gar nicht und unterstellt womöglich, ich würde vor ihm in die Arbeit fliehen oder Ähnliches. Weil er meine Prioritäten nicht verstehen kann.

Über solche grundsätzlichen Prioritäten sollte man in einer Beziehung, denke ich, nicht diskutieren müssen. Und auch in einer Freundschaft finde ich es angenehmer, wenn solche Unterschiede nicht bestehen.

Ich bin definitiv auf der Suche nach dem, der mir ähnlich ist. Ich fürchte aber, dass es mehr Menschen gibt, die es nicht sind. *seufz* Das Leben ist hart, brutal und gemein! Aber wir haben halt nur das eine.

Mona
 
Die Huna-Schamanen sagen dazu:
Die Welt ist das, wofür Du sie hälst!
Also wenn du daran glaubst dass Leben ist so, wird es auch so für dich sein.... ;)
 
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