Ich bin weiblich und in eine gute Freundin verliebt, Geständnis ja oder nein?

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Gast
Hallo miteinander,
Auch wenn man schnell in der Masse des Internets untertauchen kann, so kostet es mich trotzdem sehr viel an Überwindung mich hier mitzuteilen.
Ich w(17 bald 18 ) bin in eine meiner engsten Freundinnen verliebt.
Und das auch schon ziemlich lange, ich schätze es jetzt auf drei Jahre und Jahr um Jahr hat es sich gesteigert, von Verliebtheit zu Liebe.
Das Problem dabei ist, dass ich es niemandem mitteilen kann und will, denn das würde mein komplettes Leben auf den Kopf stellen und ich hoffe hier Rat zu finden.
Das bedeutet nämlich auch dass niemand weiß dass ich in ein Mädchen verliebt bin, ich selber stand auch mal auf Jungs, würde mich also als bi. einschätzen.
Doch sie ist wahrscheinlich stockhetero, denn sie war zb mal heftig in einen Jungen verliebt und hat auch jetzt einen Freund.
Deswegen ist mir eigentlich auch vollkommen klar dass ich keinerlei Hoffnung haben kann, was dämlicherweise nach drei Jahren auch klar sein sollte, doch verstehen es Herz und Kopf nicht.
Natürlich habe ich schon oft versucht sie zu vergessen, aber es hat mich immer wieder alles eingeholt, auch wenn ich sie über längeren Zeitraum nicht gesehen habe.
Wir sind gerade in der Abiphase und es kann sein dass sie danach für ein Jahr weiter entfernt ein fsj macht. Ich habe aber Angst dass ich sie trotz der Entfernung nicht vergessen kann, denn auch wenn wir nur halbwegs Kontakt halten, so wird sie und meine Sehnsucht immer wieder auftauchen und ich habe schon sooft erfolglos versucht sie zu vergessen.

Deswegen spiele ich mit dem Gedanken ihr meine Liebe zu gestehen, wobei mir natürlich klar ist dass nichts von ihr kommen kann und ich nichts zu erwarten habe. Natürlich wäre es schade um die Freundschaft, weil ich sie als Freundin mega gern habe, aber ich ertrage es nicht sie immer mit ihrem Freund zu sehen und habe auch das Gefühl sie so nicht vergessen zu können.
Vielleicht muss ich einfach das deutliche Nein aus ihrem Mund hören, damit es Herz und Kopf endlich verstehen.
Denn ich sehe sie morgens, kriege nachmittags eine Nachricht von ihr, weine abends, habe sie nachts überwunden, doch wenn ich sie am nächsten Tag wieder sehe, nur ein Blick von ihr, so verliebe ich mich immer wieder aufs Neue in sie.
Das ist mein Teufelskreislauf.

Ich hoffe ihr sagt mir, was ihr an meiner Stelle machen würdet, danke dafür schonmal
 
Moin,
das tut mir leid für Dich. Ich würde es aber nicht gestehen, es sei denn, Du nutzt es als Begründung für einen Kontaktabbruch.

Wenn man verliebt ist, dann hat man ja oft das Dilemma, dass der/ die Gegenüber nicht wie erhofft die Gefühle erwiedert und entsprechend zeigt. Warum dann das Geständnis, wenn doch gar nichts kommt? Das ist eine verschrobenen Hoffnung, der Schwarm könne einem dann die Verantwortung abnehmen, selber Aktiv zu werden.

Zu 99% ein Trugschluss. Aus verschiedensten Gründen.

Nähe schafft Beziehung. Nicht Reden. Diese Nähe muss man aber körperlich herstellen. Flirten, sich annähern. Das ganze Programm. Das ist so und unumgägnlich. Denn "gestehst" Du, zeigst Du ja nur, dass Du es nicht gebacken bekommen hast auf dem üblichen Weg und nun dem anderen alles aufbürdest. Das ist nicht attraktiv da man den Anderen unter Druck setzt.

Weiterhin ist der Schwarm oft komplett überfahren und wundert sich nur, warum schon oben beschriebenes nicht stattgefunden hat.

Wenn Du es allerdings im Zusammenhang mit einem Kontaktabbruch tun möchtest halte ich es dann für sinnvoll, wenn Du denkst, sie kann damit vernünftig umgehen. Es würde helfen, wenn sie Dich dann versteht und Deine Handlung respektiert und den Kontakt meidet. Schlecht wäre es, wenn sie unreif ist und es erst mal der ganzen Klasse ungter die Nase reibt. Das kannst nur Du einschätzen.

Viel Glück

Grüße
 
Ich fände ein Geständnis in der Situation völlig überflüssig. Sie ist hetero und gebunden. Was brauchst du noch, um Klarheit zu haben dass da nichts geht?? Willst du sie in eine peinliche Lage bringen oder ihr ein schlechtes Gewissen machen?
Wenn es zu schlimm für dich ist geh auf Abstand. Das sollte nach dem Abi ja kein Problem sein.
 
Ich schließe mich hier zu 100 % Tom an. Du sagst zwar, du brauchst das klare "Nein" aus ihrem Mund, in Wahrheit hoffst du aber bei einem Geständnis auf das im Grunde absurde Szenario, dass sie eine 360°-Wende einlegt, ihren Freund fallenlässt und dich mit heißen Küssen befeuert. Wird aber nicht passieren. Deshalb macht ein Geständnis nur dann Sinn, wenn es die Einleitung ist, um den Kontakt zu ihr anschließend abzubrechen und zwar dauerhaft. Und eben unter der Voraussetzung, dass das Geständnis nicht nachher noch gegen dich verwendet wird. Und ich glaube auch, dass ein Kontaktende der richtige Weg ist, du musst sie andauernd meiden. Ja, um die Freundschaft ist es zwar schade, aber solange Gefühle im Spiel sind, ist die eh nicht mehr zu retten. Deine bisherigen "Entzugsversuche" sind daran gescheitert, dass sie immer nur halbherzig waren mit der Option auf ein Wiederanknüpfen. Wenn du mal einen richtigen Schlussstrich ziehst, sieht die Sache ganz anders aus.
 
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