xymox
- Dabei
- Okt. 2010
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Hallo,
leider komme ich gerade allein nicht weiter und brauche dringend mal die Einschätzung oder Tips von Außenstehenden. Es geht um meine Mutter und die Beziehung zu ihr. Dazu gab es am 12.10.2014 schonmal ein Thema. Der erste Abschnitt hat sich nicht geändert: Thema von Damals
Thema ist jetzt, dass ich mittlerweile 400km entfernt mit meiner Freundin umgezogen bin und die ersten Monate rum sind. Zu damals hat sich noch einiges verändert:
- Probezeit ist rum bei mir
- Freundin hat unbefristete gut bezahlte Anstellung gefunden, auch aus Probezeit raus
- Wir haben erste Bekanntschaften gefunden (was im Schwabenland nicht leicht ist)
TL;DR Meine Entscheidung von damals war richtig und es geht uns richtig gut mit sehr guter Aussicht für die nächsten 3-5 Jahre.
Jetzt haben wir versucht, meine Mutter seitdem in das restliche Familienleben einzubinden, worauf sie sich auch eingelassen hat. Aufgrund ihres rüpelhaften Benehmens war das nicht leicht für mich zu ertragen, aber die Familie seitens meiner Freundin ist da echt ohne etwas zu sagen sehr nett gewesen und hat sich aufgenommen. Wir fahren trotz 700km bis Norddeutschland relativ häufig hin und nehmen meine Mutter bei Festen immer mit.
Letzte Woche waren wir dann mal ohne sie in Norddeutschland, haben uns aber ne Stunde Zeit genommen, weil wir an ihr vorbeifahren und gern mal reinschauen. Es ging darum, dass sie mir das Haus von ihr und meinem verstorbenen Vater aus steuerlichen Gründen geschenkt hatte und jetzt die obere Wohnung in der vorher ich und meine Freundin gewohnt hatten, leer steht. Und bei dem Gespräch über das Thema ob ich ihr erlaube, dort eine WG draus zu machen (sie und eine alte Schulfreundin von vor 40 Jahren), ist es dann eskaliert.
Ich habe das Haus damals nur unter der Bedingung angenommen, dass sich für mich und zwischen ihr nichts ändert und sie das weiterhin so bewirtschaftet, wie sie will. Darum war die Frage, ob ich ihr dies oder das erlaube aus meiner Sicht Quatsch. Wir sind eine Familie, sie kann damit tun oder lassen, was sie will, wenn es sie glücklich macht. Das hat sie nicht verstanden, weil sie eine Person ist, die sehr auf das achtet, was auf Papier steht und so recht keine Fühler für zwischenmenschliches hat.
Daraus wurde dann eine Debatte darüber, dass ich mich seit ich weggezogen bin, sehr zum schlechteren verändert hätte. Wieder und wieder brachte sie den Vorwurf vor, dass ich nicht promoviere. Wiederholt brauchte sie auch den Vorwurf vor, dass wir uns bis zu ihrem Tod nur noch 20 mal sehen würden. Allein dieses Jahr waren es bereits 5 mal mit Übernachtung. Das ganze gipfelte dann in einem Vorwurf, der recht bezeichnend war:
Als sie uns besuchte, war Spargelzeit und meine Freundin hatte für uns eine Suppe gekocht mit Fleischbällchen und mit Karotten. Eine einfache schnelle Suppe. Sie habe nur drei Fleischbällchen, meine Freudin sieben und ich elf erhalten. Dies sei eine beabsichtigte Beleidigung seitens meiner Freundin gegen sie gewesen. Am Folgetage (sie ist erst etwas später als geplant gefahren), habe meine Freundin ihr mit Absicht ein Fertiggericht aufwärmen wollen, als Beleidigung.
An dem Punkt im Gespräch ist auch mir (Informatiker), dann mal aufgefallen, dass da irgendwas im argen liegt, das ich nicht durch Argumente hinbiegen kann und irgendetwas hat bei mir Klick gemacht (was weiss ich noch nicht).
Seit diesem Tag (letzter Sonntag) kamen drei Mails in denen sie ihren Standpunkt durch Text verdeutlichthat (mit ihren Argumenten, obwohl ich das nur ungern so nennen will). Letzte Mail war heute morgen, als sie ankündigte ich solle mit meiner Freundin glücklich werden, sie habe bereits ihr neues Leben begonnen. Dort klang auch an, dass sie es gern hätte, wenn sie älter wird, gepflegt zu werden, wie sie ihre Mutter 10 Jahre tot gepflegt hat. Damals hatte ich 58.000 Euro aus meiner Firma entnommen und ihr aufgefdrängt, damit sie ihre Mutter endlich ins Heim steckt damit sie selbst wieder leben kann. Die verstarb dann 2 Monate vor der Einweisung ins Heim.
Ich weiss jetzt ehrlich gesagt nicht mehr, was ich machen soll oder kann. Bisher habe ich immer weil ich finanziell abhängig war (und sie von mir), das Gespräch gesucht und versucht zu erklären oder zu schlichten oder oder oder (siehe mein Post vom 12.10). Aber jetzt wohne ich 400km weit weg und komme mit dieser grundsätzlichen Kritik an mir und meiner Lebensweise nicht weiter. Ich finde mein Leben soviel besser als während der Studienzeit. Auch mit meiner Freundin läuft es so gut, dass ich mir gut vorstellen kann, bald zu heiraten.
Wenn das nicht meine Mutter wäre, wäre das Maß jetzt voll und ich würde wie folgt handeln:
- 1-2 Jahre Funkstille, dann Gespräch suchen
- Wenn Gespräch negativ, dann mein Eigentum am alten Standort komplett veräußern und Frau vergessen
Aber es handelt sich um meine Mutter, der ich mich auf eine mir unverständliche Art und Weise tief verbunden fühle, auch wenn es mir hier jetzt besser geht.
Was kann ich bloß tun? Reden oder Abstand oder was ganz anderes? Ich bin komplett verzweifelt und komme nicht weiter zu einer Lösung.
Grüße
leider komme ich gerade allein nicht weiter und brauche dringend mal die Einschätzung oder Tips von Außenstehenden. Es geht um meine Mutter und die Beziehung zu ihr. Dazu gab es am 12.10.2014 schonmal ein Thema. Der erste Abschnitt hat sich nicht geändert: Thema von Damals
Thema ist jetzt, dass ich mittlerweile 400km entfernt mit meiner Freundin umgezogen bin und die ersten Monate rum sind. Zu damals hat sich noch einiges verändert:
- Probezeit ist rum bei mir
- Freundin hat unbefristete gut bezahlte Anstellung gefunden, auch aus Probezeit raus
- Wir haben erste Bekanntschaften gefunden (was im Schwabenland nicht leicht ist)
TL;DR Meine Entscheidung von damals war richtig und es geht uns richtig gut mit sehr guter Aussicht für die nächsten 3-5 Jahre.
Jetzt haben wir versucht, meine Mutter seitdem in das restliche Familienleben einzubinden, worauf sie sich auch eingelassen hat. Aufgrund ihres rüpelhaften Benehmens war das nicht leicht für mich zu ertragen, aber die Familie seitens meiner Freundin ist da echt ohne etwas zu sagen sehr nett gewesen und hat sich aufgenommen. Wir fahren trotz 700km bis Norddeutschland relativ häufig hin und nehmen meine Mutter bei Festen immer mit.
Letzte Woche waren wir dann mal ohne sie in Norddeutschland, haben uns aber ne Stunde Zeit genommen, weil wir an ihr vorbeifahren und gern mal reinschauen. Es ging darum, dass sie mir das Haus von ihr und meinem verstorbenen Vater aus steuerlichen Gründen geschenkt hatte und jetzt die obere Wohnung in der vorher ich und meine Freundin gewohnt hatten, leer steht. Und bei dem Gespräch über das Thema ob ich ihr erlaube, dort eine WG draus zu machen (sie und eine alte Schulfreundin von vor 40 Jahren), ist es dann eskaliert.
Ich habe das Haus damals nur unter der Bedingung angenommen, dass sich für mich und zwischen ihr nichts ändert und sie das weiterhin so bewirtschaftet, wie sie will. Darum war die Frage, ob ich ihr dies oder das erlaube aus meiner Sicht Quatsch. Wir sind eine Familie, sie kann damit tun oder lassen, was sie will, wenn es sie glücklich macht. Das hat sie nicht verstanden, weil sie eine Person ist, die sehr auf das achtet, was auf Papier steht und so recht keine Fühler für zwischenmenschliches hat.
Daraus wurde dann eine Debatte darüber, dass ich mich seit ich weggezogen bin, sehr zum schlechteren verändert hätte. Wieder und wieder brachte sie den Vorwurf vor, dass ich nicht promoviere. Wiederholt brauchte sie auch den Vorwurf vor, dass wir uns bis zu ihrem Tod nur noch 20 mal sehen würden. Allein dieses Jahr waren es bereits 5 mal mit Übernachtung. Das ganze gipfelte dann in einem Vorwurf, der recht bezeichnend war:
Als sie uns besuchte, war Spargelzeit und meine Freundin hatte für uns eine Suppe gekocht mit Fleischbällchen und mit Karotten. Eine einfache schnelle Suppe. Sie habe nur drei Fleischbällchen, meine Freudin sieben und ich elf erhalten. Dies sei eine beabsichtigte Beleidigung seitens meiner Freundin gegen sie gewesen. Am Folgetage (sie ist erst etwas später als geplant gefahren), habe meine Freundin ihr mit Absicht ein Fertiggericht aufwärmen wollen, als Beleidigung.
An dem Punkt im Gespräch ist auch mir (Informatiker), dann mal aufgefallen, dass da irgendwas im argen liegt, das ich nicht durch Argumente hinbiegen kann und irgendetwas hat bei mir Klick gemacht (was weiss ich noch nicht).
Seit diesem Tag (letzter Sonntag) kamen drei Mails in denen sie ihren Standpunkt durch Text verdeutlichthat (mit ihren Argumenten, obwohl ich das nur ungern so nennen will). Letzte Mail war heute morgen, als sie ankündigte ich solle mit meiner Freundin glücklich werden, sie habe bereits ihr neues Leben begonnen. Dort klang auch an, dass sie es gern hätte, wenn sie älter wird, gepflegt zu werden, wie sie ihre Mutter 10 Jahre tot gepflegt hat. Damals hatte ich 58.000 Euro aus meiner Firma entnommen und ihr aufgefdrängt, damit sie ihre Mutter endlich ins Heim steckt damit sie selbst wieder leben kann. Die verstarb dann 2 Monate vor der Einweisung ins Heim.
Ich weiss jetzt ehrlich gesagt nicht mehr, was ich machen soll oder kann. Bisher habe ich immer weil ich finanziell abhängig war (und sie von mir), das Gespräch gesucht und versucht zu erklären oder zu schlichten oder oder oder (siehe mein Post vom 12.10). Aber jetzt wohne ich 400km weit weg und komme mit dieser grundsätzlichen Kritik an mir und meiner Lebensweise nicht weiter. Ich finde mein Leben soviel besser als während der Studienzeit. Auch mit meiner Freundin läuft es so gut, dass ich mir gut vorstellen kann, bald zu heiraten.
Wenn das nicht meine Mutter wäre, wäre das Maß jetzt voll und ich würde wie folgt handeln:
- 1-2 Jahre Funkstille, dann Gespräch suchen
- Wenn Gespräch negativ, dann mein Eigentum am alten Standort komplett veräußern und Frau vergessen
Aber es handelt sich um meine Mutter, der ich mich auf eine mir unverständliche Art und Weise tief verbunden fühle, auch wenn es mir hier jetzt besser geht.
Was kann ich bloß tun? Reden oder Abstand oder was ganz anderes? Ich bin komplett verzweifelt und komme nicht weiter zu einer Lösung.
Grüße