Familiengründung

Dabei
18 Okt 2012
Beiträge
1.125
#31
Na siehst du also geht doch noch etwa 1-2 Jahre ins Land bis ihr nachwuchs habt und alles wird gut.

Denke in dieser zeit kann man dann eine Beziehung auch als "gefestigt" betrachten und für so einen bedeutenden Schritt auch reif.
 
Anzeige:
Dabei
25 Okt 2015
Beiträge
31
#32
Hallo,
ich brauche wieder einmal einen Rat. Unser Sohn ist mittlerweile fast 1 Jahr alt und wir sind überglücklich ihn zu haben.
Leider war die Geburt sehr lang und nicht ohne Komplikationen und er musste sofort mitgenommen werden und 1 Tag auf der ITS beatmet werden, da er mit der Atmung Probleme hatte. Das ganze Geburtserlebnis und die ersten Wochen danach haben mich sehr traumatisiert. Erst nach ungefähr 6 Monaten ging es mir psychisch wieder besser und ich konnte mich bewusst über das Baby freuen. Ich habe sozusagen Frieden damit geschlossen. Ich möchte keine schlimme Geburt mehr erleben. Momentan fühle ich mich komplett mit 1 Kind und Partner. Ich habe alles was ich mir früher erträumt habe. Und kann mein Glück manchmal garnicht glauben.
Jetzt zu meinem Problem. Mein Partner hat vor einigen Wochen angesprochen, dass er wieder einen Kinderwunsch hat. Das hat mich sehr überrumpelt. Ich habe den Kopf überhaupt noch nicht frei mich mit dem Thema zu befassen, da unser Sohn mich komplett im Alltag auslastet und ich manchmal schon sehr erschöpft bin. Er ist sonst ein sehr pflegeleichtes Baby, aber irgendwann ist eben der „Akku“ auch leer.
Generell kann ich mir schon ein 2. Kind vorstellen, aber im Moment spricht leider zu vieles dagegen. Die Angst vor der Geburt, die Angst vor Überforderung mit 2 Kindern, alles unter einen Hut zu bekommen mit dem Job usw. Von der Familie ist Unterstützung leider nicht möglich, da sie weiter entfernt wohnen.
Es ist schwierig für mich, da ich schon Mitte 30 bin. Also momentan tut es mir auch leid, dass ich diesen Kinderwunsch noch nicht habe. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Wahrscheinlich sollte erstmal noch ein Jahr vergehen und dann das Thema erneut besprochen werden. Dann bin ich aber schon 36. Ich denke es sollte gut überlegt sein ein 2. Kind zu bekommen. Es ist keine leichte Entscheidung.
Über eure Ratschläge würde ich mich freuen.
 
Dabei
6 Mrz 2013
Beiträge
5.950
#33
Tja, das ist schon irgendwie skurril - erst hast du einen Kinderwunsch und würdest deinen Partner gern "mitziehen" und jetzt ist es genau umgekehrt.

Ich kann deinen Gefühlszustand total gut verstehen. Was sagt denn dein Freund dazu? Er hat doch mitbekommen, wie schwer das mit dem 1. Kind war. Kann er sich nicht vorstellen, dass es für die Frau, die das Kind austrägt und in der ersten Zeit versorgen muss, viel schwerer ist als für ihn? Immerhin warst du durch die Umstände traumatisiert, das steckt man ja nicht einfach so weg.- Und hat er einen Plan für das Organisatorische, also wie du das mit dem Job unter einen Hut bringen sollst, und wie ihr beide (!!) das ohne familiäre Unterstützung schaffen könntet? Was wäre sein Beitrag dazu?

An deiner Stelle würde ich mich auf ein 2. Kind nur einlassen, wenn und wann ich das wirklich selber will und mich gut bei dem Gedanken fühle. Du kannst bei ihm ja um Verständnis dafür werben - er soll es einfach so machen wie du es in Bezug auf das 1. Kind gemacht hast :002:
 
Dabei
25 Okt 2015
Beiträge
31
#34
Hallo zusammen,

mittlerweile ist ein halbes Jahr vergangen und ich kann mich immer noch nicht für ein 2. Kind entscheiden. Komplett dagegen bin ich jetzt nicht mehr, aber ich habe große Angst. Mein Freund hat nun mehrere Male das Thema angesprochen und wünscht es sich sehr stark. Ich glaube, er würde sofort loslegen. Ich bin sehr traurig, weil ich mir vorstelle, wie es umgekehrt wäre, wenn er nicht wollen würde. Andererseits ist es so schön, zu wissen, dass er sich mit mir ein weiteres Kind wünscht. Geht es jemandem ähnlich? Was kann ich nur tun? Ich bin jetzt 35. Unser 1. Kind steckt mitten in der Eingewöhnung, was auch ein großer Schritt und Veränderung momentan bedeutet.

Wünsche allen einen schönen 2. Advent!
 
Dabei
6 Mrz 2013
Beiträge
5.950
#35
Wie wärs, wenn du erst mal meine Fragen an dich vom Juni beantworten würdest? Die passen ja immer noch.
Und mein Tip gilt auch nach wie vor.
 
Dabei
25 Okt 2015
Beiträge
31
#36
Ja, er sagt, dass er alle meine Bedenken versteht und mir bei einigen helfen kann, für mich da sein kann, bei anderen aber nicht. Natürlich verstehe ich das, da er ja z.B. bei der Geburt nichts „abnehmen“kann und ich da allein durch muss. Zum Thema familiäre Unterstützung gibt es keine Lösung. Es ist einfach niemand in der Nähe. Wenn ich länger krank wäre, müsste er trotzdem arbeiten und ich weiß nicht, wie das zu bewerkstelligen wäre. Er könnte zwar in Ausnahmen homeoffice machen, aber mal 1 Tag und nicht 2 Wochen.
 
Dabei
6 Mrz 2013
Beiträge
5.950
#37
Zum Thema familiäre Unterstützung gibt es keine Lösung. Es ist einfach niemand in der Nähe. Wenn ich länger krank wäre, müsste er trotzdem arbeiten und ich weiß nicht, wie das zu bewerkstelligen wäre.
Und was für einen Plan habt ihr da, wenn das jetzt passiert, also mit dem einen Kind?

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass du nur dann nochmal schwanger werden solltest, wenn sich das für dich wirklich gut anfühlt.
 
Dabei
25 Okt 2015
Beiträge
31
#38
Es gibt leider keinen richtigen Plan. Ich war mehrere Wochen krank mit Lungenentzündung als er 3 Monate alt war. Das war keine schöne Zeit, da ich die Ruhe zum Genesen nicht hatte. Ich musste alles allein hinkriegen, Termine beim Kinderarzt zum Impfen und U-Untersuchungen, ich musste selbst zu verschiedenen Arztterminen mit Kind. Seither war ich nicht mehr so oft krank, habe aber bei zuviel Stress sofort mit Rückenschmerzen zu kämpfen. Nun ist das Kind aller 3 Wochen krank, da erwischt es einen ab und zu auch mal und es muss trotzdem weitergehen. Meine Mutter würde im schlimmsten Fall herkommen, sie hätte aber über 1 h Zugfahrt und müsste dann mehrere Tage bei uns verbringen, wobei wir den Platz nicht haben. Ich glaube, ich sehe alles viel zu schwarz, aber allzu naiv kann ich die Sache auch nicht angehen und hoffen alles würde sich schon fügen. Zum Thema Platz ist auch noch die Situation, dass wir erst in eine größere Wohnung umziehen müssten. Umzug mit 2 Kindern ist für mich unvorstellbar! Ich kenne aber auch Leute, die das geschafft haben.
Ich würde mir wünschen, dass ich nicht so panisch wäre und mich auf ein 2. Kind freuen würde. Aber der Kopf sagt etwas anderes...
 
Dabei
6 Mrz 2013
Beiträge
5.950
#39
Ich glaube, ich sehe alles viel zu schwarz, aber allzu naiv kann ich die Sache auch nicht angehen und hoffen alles würde sich schon fügen.
Ich finde nicht dass du das zu schwarz siehst, auf mich wirkt das realistisch. Man muss nicht nur einen Wunsche haben, sondern auch die Kraft, ihn umzusetzen. Und du hast aktuell beides nicht.
Ich würde mir wünschen, dass ich nicht so panisch wäre und mich auf ein 2. Kind freuen würde. Aber der Kopf sagt etwas anderes...
Kopf UND Bauch sagen bei dir was anderes. Und solange das so ist, wäre für mich die Sache klar.
 
Dabei
23 Nov 2016
Beiträge
467
#40
Ich finde den Kinderwunsch deines Partners legitim, genauso wie ich deine Ängste legitim finde. Dein erstes Kind braucht ja noch viel Zeit und deine Aufmerksamkeit, weil es so klein ist und dementsprechend unselbstständig ist. Da kann ich sehr gut nachvollziehen, dass du dir Sorgen machst, dass dich ein zweites jetzt eventuell überfordern würde. Diese Gefühle solltest du auch ernst nehmen.
Ich würde an deiner Stelle tatsächlich einfach noch etwas warten und das auch so meinem Partner kommunizieren. Du bist ja gar nicht komplett gegen ein zweites Kind. Wenn man nochmal ein oder zwei Jahre abwarten, ohne sich ständig Gedanken und Druck zu machen, würde die Situation ja eventuell wieder anders aussehen. Dann wäre dein erstes Kind schon weiter. Ich verstehe nicht, warum ihr euch so unter Druck setzt und jetzt eine Entscheidung her muss? Man kann auch noch mit 38 oder 40 Jahren ein Kind bekommen, zumal es bei euch ja bereits geklappt hat.
 
Dabei
25 Okt 2015
Beiträge
31
#41
Ja, ich denke mittlerweile auch, dass wir noch etwas warten sollten. Plötzlich sehe ich die Sache etwas entspannter. Vielleicht wäre ein Umzug erstmal der nächste Schritt, um auch auf andere Gedanken zu kommen!? Das Kuriose ist ja, dass ich denke, dass ich es später mit Sicherheit bereuen würde, es nicht versucht zu haben. Und dann geht es nicht mehr rückgängig zu machen.
 
Dabei
6 Mrz 2013
Beiträge
5.950
#42
Vielleicht wäre ein Umzug erstmal der nächste Schritt, um auch auf andere Gedanken zu kommen!?
Inwiefern auf andere Gedanken? Ein Umzug wäre ja nur nötig wenn ihr zu viert wärt, und ein Umzug würde evtl seine Hoffnung darauf schüren.
Aber wenn ihr sowieso in eine größere Wohnung wollt und euch das leisten könnt, warum nicht.
 
Dabei
25 Okt 2015
Beiträge
31
#43
Den Umzug hatte ich eher als Ablenkung vom Kinderthema gedacht, aber natürlich mache ich ihm dadurch Hoffnung. Die Zeit mit unseren ersten Kind würde ich auch noch gern genießen.
 
Dabei
22 Mai 2010
Beiträge
1.080
#45
Ich habe zwar keine Kinder, aber ist es nicht so, dass ein weiteres Kind nicht so viel Mehrarbeit bedeutet? Zumindest meine ich das irgendwo mal gelesen zu haben. Würde ich eine Familie gründen, hätte ich keine Bedenken ein zweites Kind zu bekommen. Allerdings bin ich ein Mann und hatte nicht einmal ein Kind, so für mich ist (noch) gut reden ;-)
Les doch im Internet Erfahrungen von anderen Müttern, was ein weiteres Kind bedeutet. Ich denke du stehst mit deiner Angst nicht alleine da.
 
Dabei
5 Nov 2007
Beiträge
6.289
Alter
79
#46
Mir würde es vielleicht helfen zu hören, was ihr so für Erfahrungen gemacht habt mit 2 Kindern.
Ich hatte mal 3 kleine Kinder. Aber das ist 50 Jahre her und nicht so einfach auf heutige Zeiten zu übertragen. Vieles war damals anders, aber wichtiges bleibt auch unverändert: Dass ihr beide ein zweites Kind bejaht, sonst lieber lassen. Und dass ihr zusammenbleiben wollt, zumindest, bis die Kinder größer sind.

Denn das Alleienerziehen ist eine viel größere Belastung und meist für die Alleinerziehende, denn darauf läuft es in der Regel hinaus, mit einem finanziellen Abstieg verbunden.

Wenn du es willst, kannst du es auch. Es kommt drauf an, was du dir zutraust.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei
23 Nov 2016
Beiträge
467
#47
Mh, also ich fand es superschön das erste Kind zu bekommen. Aber auch super anstrengend. Mein Ex hat sich allerdings auch sehr herausgehalten. Er hat damals in Nachtschicht gearbeitet und das war dann der Grund, dass ich quasi zu 95% zuständig war. Das zweite Kind kam dann genau 3 Jahre später. Das fand ich persönlich vom Altersabstand gut, weil das erste Kind dann schon gut in die Kita ging, durchgeschlafen hat, auf Toilette ging usw.
Ehrlich gesagt fand ich nicht, dass ein zweites Kind weniger Arbeit machte. Der Unterschied war nur, dass man beim 2. natürlich schon etwas Erfahrung hat und ich persönlich war beim 2. etwas gelassener und nicht mehr so "perfektionistisch". Da bringt einen nicht mehr jeder Pups so aus der Ruhe, weil man weiß, dass viele Problemchen von selbst wieder verschwinden und nur eine Phase sind. Meistens schlafen die 2. auch eher und besser durch.
Ich wollte übrigens immer mindestens 3 Kinder haben. Aber dann zerbrach meine Ehe und ich war ein paar Jahre mit den Kindern allein. Einen großen Unterschied hat das allerdings auch nicht ausgemacht, weil die hauptsächliche Erziehungsarbeit ohnehin bei mir gelegen war.
Ich muss aber fairerweise dazu sagen, dass bei mir die Großeltern eine große Stütze waren und ich mich mit meiner Schwester gut abwechseln konnte, weil sie Kinder im gleichen Alter hatte und mal ihre Kinder bei mir und mal meine bei ihr waren. Ganz allein war ich also nicht.
Aber wie ich schon geschrieben hatte, würde ich mir an deiner Stelle einfach mehr Zeit einräumen.
Wenn mein jetziger Lebensgefährte gesundheitlich nicht so eingeschränkt wäre, hätten wir sicherlich noch ein gemeinsames Kind. Das kam in den letzten 1-2 Jahren bei uns beiden so durch. Aber es ist leider nicht mehr machbar.
Je größer meine Kinder werden und je älter ich werde, desto mehr merke ich, wie wichtig sie für mich sind und wie viel ich zurückbekomme. Ich bin sehr stolz auf sie. Im Rückblick vergeht die Zeit so schnell. Jetzt sind sie schon sehr selbstständig und im Teen-Alter.
 
Dabei
6 Mrz 2013
Beiträge
5.950
#48
Ich habe keine Kinder und wollte nie welche. Aber ich habe eine Devise und die lautet: Wenn ich bei einem derart wichtigen Thema kein gutes Gefühl habe, dann lasse ich es.
Das habe ich nie bereut.
 
Dabei
25 Okt 2015
Beiträge
31
#49
Hallo,
ich benötige wieder einmal einen Rat zum Thema 2. Kind. Leider kann ich mich immer noch nicht komplett dafür entscheiden. Mein Freund wünscht sich ein 2. Kind, aber ich habe noch so viele Ängste und Zweifel. Am meisten setze ich mich momentan selber unter Druck, da ich bald 36 Jahre alt werde. Je länger ich vielleicht noch warte, desto schwieriger wird es am Ende schwanger zu werden. Unser Sohn ist jetzt etwas über 1,5 Jahre und momentan strengt es mich sehr an mit ihm. Aber auch diese Phase geht vorbei.
Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Auch die ganze Corona-Pandemie macht mir auch sehr zu schaffen. Aber so geht es vermutlich vielen.
 
Dabei
3 Jan 2019
Beiträge
854
#50
Hallo,
da würde ich mich Twi-n-light vom 15.12.20 anschließen:
Aber ich habe eine Devise und die lautet: Wenn ich bei einem derart wichtigen Thema kein gutes Gefühl habe, dann lasse ich es.
Nebenbei, meine Frau war bei unserem ersten Kind 36 und beim zweiten 40. Es wird also nicht unbedingt schwieriger. Setze Dich nicht selbst unter Druck, sondern lass' es einfach auf Dich zukommen.
 
Dabei
24 Sep 2017
Beiträge
1.108
#51
Hallo,
Ich glaube, ich sehe alles viel zu schwarz, aber allzu naiv kann ich die Sache auch nicht angehen und hoffen alles würde sich schon fügen.
Das glaube ich nicht. Denn sehe ich es richtig, dass das Kind zum Großteil in deiner Verantwortung ist und du die meiste Zeit mit ihm verbringst und du ein zweites Kind jetzt momentan einfach nicht brauchen kannst? Wenn du es irgendwann später haben möchtest, warum interessiert es dann jetzt? Und nein, deine Fruchtbarkeit wird nicht am Abend deines 36. Geburtstages ausgeknipst.

Momentan fühle ich mich komplett mit 1 Kind und Partner.

Das muss dein Mann akzeptieren. Es gibt keine Alternative und auch keinen Kompromiss.
[...] unser Sohn mich komplett im Alltag auslastet und ich manchmal schon sehr erschöpft bin.
[...] , die Angst vor Überforderung mit 2 Kindern, alles unter einen Hut zu bekommen mit dem Job usw. Von der Familie ist Unterstützung leider nicht möglich,
Ich musste alles allein hinkriegen, Termine beim Kinderarzt zum Impfen und U-Untersuchungen, ich musste selbst zu verschiedenen Arztterminen mit Kind. .
Wenn sich dein Mann ein zweites Kind wünscht, dann erinnere ihn doch bitte daran, dass er schon ein erstes hat.
Und wenn er meint, dass er keine Zeit freimachen kann, da er arbeiten müsse, dann könnte er auch kein zweites Kind 'finanzieren'.
 
Anzeige:
Oben