Engt er mich ein oder bin ich egoistisch?

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nasemrap

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Juni 2012
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Hallo zusammen. Ich habe folgendes Anliegen wozu ich mal ganz neutrale, außenstehende Meinungen hören möchte.
Ich bin mit meinem Freund knapp 3 Jahre zusammen.

Bis auf wenige Aunahmen (Urlaub etc.) Sehen wir uns eigentlich jeden Tag.
Er war von Anfang an sehr eifersüchtig ( Ich durfte anfangs nicht auf allein Hauspartys etc und feiern gehen ist ihm immer noch seeeehr unrecht) und ich habe es ihm gleich getan, war also genauso zu ihm (ich denke unbewusst. Eigentlich bin ich nicht so drauf)

Das ging relativ lange so, 2 Jahre schätze ich haben wir uns gegenseitig eingeengt. Am Anfang haben wir auch stark unsere Freunde vernachlässigt. Mit der Zeit wurde das bei ihm besser, weil er mit seinen Freunden abens was machen konnte oder wenn ich lernen musste (Wenn ich Zeit hatte, wollte er immer was mit mir machen). Da er das Abi grade hatte und Zivi machte, hatte er mehr Zeit als ich und somit immer Zeit, wenn ich auch Zeit hatte. Also haben wir uns dann jeden Tag gesehen sobald ich mit der Schule und evl anderen Verpflichtungen fertig war. Ich wollte das aber (glaub ich) auch und habe nie was dagegen gesagt. Das war irgendwie selbstverständlich so.

Wenn ich bei Freundninnen bin will er immer dass ich schreibe was wir machen und worüber wir reden. Schreibe ich mal kaum oder nicht gibt es Stress. Auch wenn ich ihm sage, ich kann ja alles erzählen wenn wir uns wiedersehen. Feiern gehen mit Freundinnen war letztens ein riesen Streitpunkt. Er sieht es immer als nötiges Übel an, wenn ich was mit Freundinnen machen will - möglichst bitte wenn er eh keine Zeit hat, ansonsten bitte nicht so lange und danach müssen wir uns dann bitte aber auch schnell wieder sehen. Ein gegönntes viel Spaß höre ich kaum. Richtig herzlich und liebevoll werde ich nur behandelt, wenn ich meine Aufmerksamkeit bei ihm hab. Wenn ich was mache wo jungs dabei sind, muss ich ganz viele sms schreiben und IMMER schreiben was ich mache sonst gibt es Stress. Ich habe mitlerweile meine Eifersucht komplett aufgegeben, er kann machen wie wo was wann er mag und ich gönne es ihm. Aber er macht wenig. Vorallem wenn ich auch Zeit hätte. Dann betont er oft dass er ja lieber was mit mir machen will, damit wir wenigsten ETWAS Zeit haben, dabei will ich das gar nicht , dass er das macht. Wenn ich irgendwas spontan machen will und er aber auch zeit hat , muss ich das immer mit ihm absprechen. Und sei es ein eis essen mit ner freundin. Er sagt dann da nichts gegen aber er meint, wenn ich nicht Frage sei das respektlos seinen Gefühlen gegenüber. Er hat sich beschwert, als ich ein Profilbild ohne ihn bei facebook gemacht habe. Er hat sich beschwert als ich meine Freundin auf die Wange geküsst habe. Er mag nicht wenn ich mit einer Freundin 3 Meter zum Spaß "Händchen halte" Er will nicht, dass ich mit einer Freundin in einem Bett penne (Nein, ich bin nicht bi
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) Er sagt oft, dass er sich alleine fühlt, wenn ich mal abens nicht da bin. Er sagt oft, dass er mir wohl unwichtig ist, wenn ich mal nicht schreibe oder dass mir seine Gefühle ja egal sind.

Er arbeitet aber an der Eifersucht und ein bisschen besser ist es auch geworden. Auf einen Geburtstag ohne ihn wäre früher nicht möglich gewesen... in die richtung hat es sich verbessert.

Trotzdem fühle ich mich extrem unwohl.

Ich habe mit ihm darüber geredet. Er meint immer ich soll respektieren was er schon geschafft hat(tu ich auch) und er braucht eben mehr zeit und ist nicht so schnell. Wenn wir diskutieren darüber, sagt er oft "deine scheiß neue Einstellung (Eifersucht abgelegt)" oder "Du machst doch was du willst" (habe 2 freitage was mit freundinen gemacht, haben uns aber samstag und sonntag lange gesehen und auch in der woche jeden tag) . Er wirft mir vor, dass ich nicht erwarten kann, dass er sich jetzt von heut auf morgen ändert, weil es vorher ja okay war, dass wir uns gegenseitig eingeengt haben. Er findet es egoistisch, dass ich jetzt alles ändern möchte ( "Alles" beinhaltet, dass ich auch mal mit freundinnen abens weggehe, oder mit einem freund nen kaffe trinke. Dass ich auch MAL sage, dass ich heut mal zuhause schlafe allein oder eben etwas öfter was mit freundinnen mache.) Rückblickend empfinde ich es einfach als krank wie wir unsere Beziehung geführt haben und kann das definitiv nicht mehr. Ich kann aber auch seinen Vorwurf über meinen Sinneswandel irgendwie verstehen. Aber ich kann das nicht mehr. 4 Freundinnen haben mir zum Geburtstag einen Abend geschenkt und er macht einen riesen Stress und findet es egoistisch dass ich den wahrnehmen will weil "mir seine Gefühle ja egal sind" . In die Richtung laufen unsere Diskussionen immer!

Ich würde gern mal eure Einschätzung hören! Bei Fragen bin ich gerne zu Verfügung
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Danke!
 
Bin übrigens aktuell 18 jahre alt.
 
Das Problem an eurer Situation ist im grunde nicht er sondern Du. Er lebt aus, was er darstellt (so erbärmlich das auch ist). Du hingegen lässt Dich auf die übelste Art verbiegen, ohne dass es auch nur IRGENDeinen Sinn hat.Typen wie ihn schickt man nach 2 Tagen Beziehung in die Wüste. Was er machen kann, ist das, was Du zulässt.

Zudem kommt noch, dass Du versuchst, seinen "Wandel" aufzuwerten. Worin hat er sich geändert? Von "so peinlich, das man vor Scham am liebsten im Boden versinken kann, wenn man ihm zuhört" zu "megapeinlich und absolut lächerlich"?

Menschen wie er ändern sich nie. Er wird nie verstehen, dass er auf dem Holzweg ist. Und Du wirst niemals frei sein, wenn Du Dich von diesem Typen herumkommandieren lässt. Eure Beziehung ist eine Psychokiste der allerschlimmsten Art. Eine, bei der es null Chancen auf Zukunft gibt.

Ergo: Typen wie ihn gibt es, weil es Opfer wie Dich gibt. Der Schlussstrich ist schon lang überfällig. Diskutiert habt ihr genug, und ändern wird sich nie etwas. Eine Beziehung muss erfüllen, muss von Vertrauen durchzogen sein. Man muss ein eigenständiges Leben neben der Beziehung haben. Er hingegen hat Minderwertigkeitskomplexe und lässt Dich dafür büßen. Und Du lässt Dir das auch noch gefallen, anstatt Dein Leben zu leben.

Du tust gut daran, Dich schleunigst von diesem Psycho zu trennen und Dir einen Partner zu suchen, der wirklich weiß, was eine erfüllende Beziehung ausmacht.
 
Hi Jesse Blue,

Vielen Dank für deine ehrliche und offene Antwort! Hm... ich nehm mir das sehr zu Herzen und ganz im Ernst, ich weiß selber, dass das so nichts auf Dauer ist! Was mich verunsichert ist, dass ich 2 Jahre selber so war. Ich war 15/16 als wir zusammen gekommen sind und es ist meine erste Beziehung. Ich vermute, dass ich mich einfach habe beeinflussen lassen. Ich habe nichts hinterfragt es war klar, dass ich nichts mache was er nicht will. Anersherum auch nicht. Oh Gott ich war selber genauso... Ich vermute, dass ich mich mittlerweile eben "von ihm los" gemacht habe und so auch meine eigene Perönlichkeit entwickelt habe, die mit Eifersucht nix mehr zu tun hat. Und er versuchts ja schon sich zu ändern... Ich weiß, das hört ihr in dem Forum wahrscheinlich 100 Mal am Tag... Ich bin echt ratlos. Mir liegt eigentlich sehr viel an der Beziehung. Ich liebe ihn. Ich dachte eigentlich er liebt mich auch... er zeigt es mir sehr oft und ist ansonsten ein sehr liebevoller Freund. Aber ist das Liebe?
 
Nein, Du liebst ihn nicht. Und er Dich auch nicht. Du bist abhängig von ihm. Du hast Dich aufs Ungesündeste verbiegen lassen und das hat Dich derart hörig und uneigenständig gemacht, dass Du jetzt glaubst, ohne diese "Leitung", egal wie daneben sie auch sein mag, nicht mehr existieren zu können. Ist wie ein wildes freiheitsliebendes Tier, das man in einen Käfig sperrt. Anfangs wehrt es sich. Später jedoch haut es selbst dann nicht mehr ab, wenn man die Käfigtür offenlässt.

Du definierst Dich bereits durch Dein Leid in dieser Beziehung. Du glaubst, weil Du so viel geopfert und investiert hast, müsse jetzt unweigerlich etwas dabei rauskommen. Dabei sabotierst Du Dich mental selbst, indem Du suggerierst, er habe sich geändert. Jemand wie er wird sich nie ändern. Und Du wirst immer ein Anhängsel bleiben, solang Du Dich nicht endlich von ihm losreißt.

Himmel, Mädchen! Du bist gerade mal 18 Jahre alt. Glaubst Du wirklich, dass dies eine Art ist, zu leben? Anstatt wie alle anderen in diesem Alter Erfahrungen zu sammeln und ihr Leben frei zu genießen, klammerst Du Dich an diese Farce, das Du "Beziehung" nennst, wie ein Affe an der Liane. Das ist die traurigste Story, die es gibt.


Ergo: Opfer suchen sich ihr Leid selbst aus. Niemand muss in solch einem Missstand sein. Aber um frei zu sein, braucht es Rückgrat. Du kannst Dich hängen lassen und auch weiterhin dem Wunschtraum unterliegen, er würde sich ändern oder hätte es bereits getan. Oder aber Du checkst, dass Du nur 1 Leben hast, eine kurze Zeitspanne, welche Du genießen musst und mit schönen Dingen füllen musst, anstatt Dich von irgendeinem Psycho anketten zu lassen.

Freiheit oder Käfig, Löwin...Du hast die Wahl.
 
Okay das war deutlich. Danke :) Sei mir nicht böse, wenn ich noch weiter nachhake und nachfrage. Ich schätze mich als nicht auf den Kopf gefallen ein und will das gerne selber noch besser verstehen. Okay die Abhängigkeit. Ja ich war definitiv abhängig, deswegen hab ich ja auch immer ja und Amen gesagt. Ich glaube nicht, dass ich das noch bin. Ich mache ja jetzt mein eigenes Ding - sonst hätten wir keinen Stress. Ich kann mir gut vorstellen ohne ihn zu leben - logisch dass sich in der Situation das Szenario schon in meinem Kopf abgespielt hat. Ich dachte/denke trotzdem, dass ich ihn liebe. Meine Hoffnung basiert darauf, dass er sich weiterhin ändert - das ist jetzt die Frage. Du sagst das ist unmöglich. Wenn ich DAVON überzeugt wäre würde ich jetzt hier aufstehen, zu meinem Freund laufen und das ganze auf der Stelle beenden. Da hakts bei mir irgendwie. Er hat sich tatsächlich schon geändert das ist Fakt. Aber dass das im Moment immer noch kein Zustand ist, ist ebenso Fakt. Tatsache ist auch, dass sein Verhalten meine Gefühle sowieso abtötet. Und ich rede eh nur um den heißen Brei herum hab ich das Gefühl. Verdammt ist das scheiße.
 
Das mit dem heißen Brei stimmt sogar. Und abhängig bist Du noch. Der Alkoholiker ist nicht weniger Alkoholiker, nur weil er sich kleinere Drinks gönnt.

Du solltest Dich eher fragen, inwiefern es Sinn macht, eine Beziehung aufrecht zu erhalten, bei der der Partner sich um 180° drehen muss. Das entbehrt doch jeglichem Sinn für den Erhalt einer Beziehung. Ihr seid so verschieden, wie ihr nur sein könnt. Ok, Du hast ihn früher imitiert, weil Du dachtest, dass gleiches Recht/Einschränkung für alle gelten solle. Ausgeglichenheit sozusagen. Doch dann hast Du richtig bemerkt, dass dies kein Weg ist, sondern einfach nur doppelt Psycho.

Eine Beziehung ist eine Interaktion mit Einschränkungen. Man schränkt sich ein, z.B. sexuell, weil man im Gegenzug Erfüllung und eine tolle Zeit genießt. Man bekommt mehr als man gibt. So sollte es sein. Du hingegen bist mit einem Mann zusammen, der so wenig Selbstwertgefühl hat, dass er immer dann an sich zweifelt, wenn Du ihn mal für 2 Sekunden allein lässt und ihm keine Aufmerksamkeit schenkst. Er zweifelt so sehr an seinem Wert, dass er sich einfach mit jedem in Konkurrenz sieht, der Dir über dem Weg läuft...selbst wenn es nur Deine beste Freundin ist.

Diese Komplexe, die er hat, vergehen nicht einfach. Wenn man das Ausmaß liest, dann hilft nur eine Therapie. Aber auf keinen fall ändert er sich. Er reißt sich zusammen und brodelt innerlich. Und explodiert irgendwann. Und Du solltest Dich fragen, weswegen Du in jüngstem Alter an eine Beziehung festhältst, wenn Du merkst, dass ihr vom Denken her null zusammenpasst und sich euer Alltag durch Zwänge, Leid und Streit definiert. Du erzwingst eine Beziehung, die aus 2 zueinander inkompatiblen Personen besteht, anstatt Dir jemanden zu suchen, den Du gar nicht verändern musst.

Ergo: Meine Partnerin und ich lieben uns sehr. Sie hat freunde (m und w) und ich habe welche. sie kann ausgehen, mit wem sie will, ins Kino oder was auch immer. Den einzigen Anspruch, den ich an sie habe, ist, dass sie die Beziehung mit Priorität behandelt. Aber weißt Du was? Das musste ich noch nie erwähnen. Denn es ist für sie selbstverständlich. Wir sind beide eigenständig und das macht uns zu umso interessaanteren Partnern, weil wir stark sind und eine Stütze füreinander sein können. Wir wissen zu wem wir gehören, darum sind Freiheiten selbstverständlich.

Vergleich mal Deine Beziehung damit.
 
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Das heißt, du meinst, dass er sich niemals wirklich ändern kann selbst wenn ER das will? Es ist niemals in meinem Sinne jemanden für mich ändern zu wollen, aber ich sehe, dass ich das eigentlich ja schon mache. Es wird mir verdammt schwer fallen das zu beenden. Ich weiß er wird zusammenbrechen und mir sonstwas versprechen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das schaffen soll. Ich habe eine verdammte Angst und bin da wohl ziemlich feige. Danke für deine Antworten, die haben das, was ich vielleicht eh schon wusste nochmal deutlich gemacht. So wie du deine Beziehung beschreibst, das wäre sozusagen meine Idealvorstellung.
 
Er wird sich nicht ändern. Weder für Dich noch für sich. Menschen ändern vielleicht Nuancen an sich. Aber Du kannst keinen Komplex an ihm wegdiskutieren. Er kann sich dann vormachen, dass er cooler ist. Das ändert aber an seiner inneren Haltung nichts und belastet ihn umso mehr. Das wäre, als würdest Du aus einem Mamasöhnchen einen Aufreißer machen wollen. Du kannst ihm die Theorie verklickern oder schicke Kleidung kaufen. Aber das ändert nichts an dem, was er ist. Solche Veränderungen brauchen Monate...Jahre....weil sie über eine ebenso lange Zeit aufgebaut wurden.

Den Absprung schaffst Du, indem Du es ihm an einem Ort sagst, an dem er keine Szene machen kann. Und an einem Ort, an dem DU danach gehen kannst (nicht er). Lass Dich nicht erweichen, auch später nicht. Er wird viel versprechen. Der Punkt ist aber, dass er lang Zeit brauchen wird, um sich zu ändern. Und das kann er nur, wenn er nicht stets auf Dauerprobe gestellt ist. Das alles kann und sollte Dir aber egal sein. Dein Leben ist wichtig. Und es ist wichtig, nicht deine Zeit an Hoffnunglosem zu verschwenden. Die Trennung wird nicht leicht, aber Du wirst sehen, wieviel besser es Dir danach gehen wird.

Es gibt Freiheit da draußen...Unbeschwertheit....und den richtigen Partner. Jemand, mit dem Du eine Beziehung führst, das durch Vertrauen und Freiheit und Harmonie gekennzeichnet ist. Erkunde das Leben und sammele Erfahrungen, und Du wirst schnell merken, wieviel mehr eine Interaktion mit einem Menschen es gibt als das, was Du gerade hast.

P.S.: Die Beziehung, die ich führe, ist gerade wirklich ideal. Aber um sie kennenzulernen, musste ich ebenfalls nicht selten von Frauen ablassen, die mich nicht weiterbrachten. Leicht war es nicht immer, aber letzten Endes hat gerade das Loslassen von anderen bewirkt, dass ich jetzt erfüllt bin.
 
Danke Jesse Blue.
Ich hab den ersten Schritt jetzt mal so gestartet, dass ich mit Freunden über die Situation geschrieben habe/reden werde. Das habe ich vorher auch nie gemacht weil er es nicht wollte dass ich über ihn rede. Ich denke mir fällt es leichter, wenn ich weiß, dass mich Leute unterstützen. Ich werde mal berichten wie es weiter geht/gegangen ist.
 
Ich weiß einfach nicht ob ich dumm, bescheuert oder blind bin.
Ich hab mit Freunden geredet. Die allgemeine Meinung: Mir das NATÜRLICH nichts mehr gefallen/verbieten lassen. Das habe ich gestern meinem Freund auch gesagt. Genau an dem Punkt, als ich deutlich gemacht habe, dass ich letzendlich meine eigene Entscheidungen treffe auch wenn er ein Problen damit hat, ist er mehr oder weniger zusammen gebrochen hat geheult hat sich selbst krass als Opfer dartgestellt, das sich von jetzt auf gleich ändern muss, weil es sonst vorbei ist. Richtig heftig. Ich hab da aber keinen Rückzieher gemacht. Bin bei meiner Aussage geblieben.
Er hat dann mit seiner Mutter und nem Freund geredet.

Ich habe mich heute mit seiner Mutter getroffen und geredet. Bin bei meiner Aussage geblieben. Beide, also Mutter und Freund kritisieren im Prinzip, dass ich eine sofortige Änderung erwarte und habe ich klar gemacht, dass ich persönlich glaube, dass das ohne Therapie nicht geht. Ich hab ihr gesagt, dass mein Ziel nicht ist, dass er seine Probleme unterdrückt, sondern dass eine Beziehung nur mit Vertrauen funktioniert. Ich habe beiden gesagt, dass wenn sich das nicht gezielt ändert (in meinen Augen gibts da nur psychologische beratung) die Beziehung kaputt geht. Hat mein Freund natürlich als Drohung aufgefasst, ist aber einfach die Wahrheit. Naja... keine Ahnung. Wieder der beschissene heiße Brei.
 
Ist doch ok. Du bist hart geblieben und hast Dich durch seine Heulbojen-Masche nicht unterkriegen lassen. Das einzige ist jetzt noch, Konsequenz zu zeigen. Denn solang Du nicht schlussmachst, kannst Du zwar machen, was Du willst. Es kommt aber nun ein neues Problem auf Dich zu: Dein Freund. Kein Mensch weiß, wie ein krankhaft eifersüchtiger Mensch wie er darauf reagiert, dass er von einem Tag auf dem anderen alles hinnehmen muss, was seiner Partnerin einfällt, sie aber dennoch zusammenbleiben. Vielleicht macht er "nur" riesen Szenen vor Deinen Freunden. Er könnte aber auch depressiv werden. Er könnte durchdrehen und gewalttätig werden. Oder sich etwas antun. Dass er es ohne jegliche Reaktion einfach so hinnimmt, entspricht nicht seiner bisherigen Natur. So oder so würde ist er für Dein Recht auf Freiheit nicht gewappnet. Zu 90% wird irgendein Mist passieren, der eure Beziehung sowieso kaputtgehen lässt. Das solltest Du bedenken.

Ergo: Das Abstellen solch einer Eifersucht braucht nicht ohne Grund ein längere Zeit. Indem er gezwungen ist, dies sofort umzustellen/hinzunehmen, wird er unberechenbar.
 
Überraschen tut mich nicht was du schreibst, aber es ist mies (aber gut) das nochmal schwarz auf weiß zu sehen. Ich seh das genauso wie du. Meine Hoffnung bezieht sich auf eine Therapie. Ich bin auch bereit, ihn DANN zu unterstützen und auch mit der dann doch hoffentlich kompetenten Person zu sprechen und mein Verhalten über DIESE Zeit so zu richten wie es ihm hilft.
Aber eben nicht wie er das will sondern höchstens wie ein Psychologe mir das rät und nur wenn er sich wirklich Hilfe holt. Ich bin jedenfalls darauf vorbereitet, dass es schwer wird und schätze mich als konsequent genug ein nicht auf die du bist schuld, dass es mir scheiße geht Masche anzuspringen. Ich weiß, dass da einiges auf mich zukommen könnte. Die 10 Prozent Chance sind es mir wert.
 
Du machst einen Fehler. Die Theorie, die Du Dir ausmalst, hört sich nach einer Chance an. De facto jedoch bedeutet das nichts anderes, als dass Du für die Dauer seiner Behandlung (sofern er je gewillt ist sie durchzuführen, und vor allem zeitnah) wieder in Deine alte Rolle schlüpfst. Du bist wieder gefangen, und er hat durch seine Behandlung ein Druckmittel gegen Dich in der Hand. Er wird sagen: "Schau her, ich mache eine Bahndlung und versuche mich für Dich/uns zu ändern, und Du kommst mir kein Stück entgegen, sondern willst wieder dies und jenes machen." Das wird er voraussichtlich jedes Mal bringen, wenn Du etwas außerhalb seines Radiusses unternehmen willst. Ein Universalargument.

Es kann Monate vergehen, bis er es rafft, vielleicht länger. Vielleicht packt er's gar nicht. Für diese Zeit bist Du wieder gefangen, weil Du ihn ja "unterstützen" möchtest. Dieses Szenario ist weitaus realistischer, als dass ihr einen für beide sinnvollen Kompromiss findet.

Ergo: Du musst Deine Entscheidung natürlich selbst treffen. Aber Deine mangelnde Fähigkeit, Hoffnungsloses loszulassen, wird Dir meines Erachtens nur Probleme bereiten.
 
Hmm stimmt. Darauf hatte ich gar nicht vor einzugehen. Meine Vorstellung war eher, dass ich selber mit dem Therapeuten rede (ich kenn mich da nicht aus vielleicht ist das naiv) und Dieser mir sagt, welche Verhaltensweisen meinerseits unterstützend sind. Was mein Freund dazu sagt wäre mir mal egal. Wäre natürlich blöd, wenn von mir erwartet wird, dass ich mich an die Wünsche meines Freundes halte.
Ne. Das geht nicht, seh ich ein. Das kann ich auch nicht. DAS ist der Punkt - wenn ich in dieser Form weiter Rücksicht nehemen WÜRDE, wäre es eh vorbei. Das zerstört jegliches Gefühl und jegliche Fähigkeit und Willen, diese Beziehung zu führen. Das habe ich auch schon gesagt.
Das klingt blöd, aber ich hab da eben diese Hoffnung, und wahrscheinlich kritisierst du das zurecht. Falls das ganze wirklich nach hinten los geht (was ja anscheinend ziemlich wahrscheinlich ist) werde ich das sowieso beenden.

Und ich rede Anfang nächster Woche mit meinen Eltern. Ich vermute, dass sie Deine Position ziemlich teilen werden. Das wird mir nochmal helfen.

Das ist bescheuert. Ich weiß es eigentlich alles selber und brauche doch die Bestätigung um daran zu glauben. Das ist, als vertraut man sich selber nicht.
 
Es ist Deine erste Beziehung. Deine erste Erfahrung, wie schwer (aber auch wichtig) es ist, loszulassen. Und nicht unnötig Zeit zu verschwenden, nicht hörig zu werden, sich nicht in seinen Rechten einengen zu lassen. Klar, dass Du da noch nicht die Sicehrheit in der Handhabe solcher Dinge hast. Aber gerade in diesem Alter stellt sich für jemanden die Weiche, wer er/sie sein möchte: Ein Mensch, der ebenso emotional wie rational denken und handeln kann und weiß, wann es an der Zeit ist, zu kämpfen und wann, zu gehen. Oder ein Opfer, das sich stets einengen lassen wird und stets in Wunschträumen lebt, weil er/sie zu emotional handelt und an der Realität vorbeilebt. Die eine Person wird zur Persönlichkeit mit Verstand und Herz. Die andere zum Opfer, das durch solche Erfahrungen immer mehr an Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl verliert.

Rede mit Deinen Eltern. Sie werden bestimmt in Deinem Interesse sprechen.
 
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Das triffts ziemlich. Danke für deine tolle Hilfe, ich werde hier auf jeden Fall mal regelmäßig aktualisieren, ganz egal in was für eine Richtung das läuft.

Und ja! Werde ich!
 
Wir hatten erneut ein Gespräch, indem ich nochmals deutlich gemacht habe, dass sich die oben beschriebenen Dinge ändern MÜSSEN, damit eine Beziehung von meiner Seite aus noch Sinn macht. Im Gegensatz zum Gespräch davor, hat er sehr verständnisvoll reagiert und mir auch das Zugeständnis gemacht, mich nicht mehr zu kontrollieren. Eigentlich sollte mich das ja total freuen, aber ich kann da noch nicht wirklich dran glauben. Er meint es so und er sieht auch wirklich, was er für ne scheiße baut, aber ich bezweifel, wie du ja auch sagtest, dass er sich mal eben so ändern kann.
Ich habe mich dazu entschieden, ihm diese Chance zu geben.
Das Problem ist nur, dass ich mich durch diese ganzen beschissenen Sachen von ihm distanziert habe. Ich habe ihm auch ehrlich gesagt, dass es momentan um meine Gefühle nicht so gut steht. Ich kenn mich damit nicht aus. Kann man sowas überhaupt reparieren, diese negativ - Einstellung ihm gegenüber?
Abgesehen davon, dass er sich dafür ja echt erfolgreich ändern müsste.
 
Kann man sowas überhaupt reparieren, diese negativ - Einstellung ihm gegenüber?

Nicht wirklich. Nur durch eine (zumindest temporäre) Trennung. Dein Vertrauen in ihm ist dahin. Er verspricht es Dir, weil er Dich nicht verlieren möchte. Was ich nur nicht ganz verstehe, ist, weswegen Du Deinerseits noch zu ihm hältst, jetzt, wo die Gefühle auch nicht mehr wirklich da sind.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Mensch, der derart gravierend eifersüchtig ist wie er, das einfach abstellt. Denn falls er es schafft, würde das heißen, dass er nie wirklich eifersüchtig war, alles nur gespielt war und er Dich verarscht hätte. Sein Wille, sich zu ändern entsteht aus einer Not heraus. Sobald Gras über die Sache gewachsen ist und er sich ein wenig sicher fühlt (die Not also weg ist), wird er wieder der alte.

Zudem weißt Du nicht, ob er Dich heimlich kontrolliert etc. Die Frage ist nämlich: Kannst Du ihm vertrauen? Und vor allem: Wie kannst Du ihm vertrauen, nach all den vorgefallenen Dingen?

Ergo: Dein Optimismus spricht im Normalfall für Dich. Doch Du musst Dich fragen, ob und inwiefern diese Sache angesichts Deiner reduzierten Gefühle noch Sinn ergibt. Meines Erachtens sagt er nur, was Du gern hören willst. Und so wie es sich liest, hat er sich mit dieser Masche auch erfolgreich um eine Therapie herumgemogelt. Und falls ich recht habe, dauert es nicht mehr lang, bis seine alte Art wieder hochkommt - vielleicht noch gravierender, um das Angestaute rauszulassen.
 
Nicht wirklich. Nur durch eine (zumindest temporäre) Trennung. Dein Vertrauen in ihm ist dahin. Er verspricht es Dir, weil er Dich nicht verlieren möchte. Was ich nur nicht ganz verstehe, ist, weswegen Du Deinerseits noch zu ihm hältst, jetzt, wo die Gefühle auch nicht mehr wirklich da sind.

Ist ne gute Frage. Muss ich mal drüber nachdenken. Ist immerhin ziemlich entscheidend.

Ehrlich, ich kann es mir auch nicht vorstellen! Seine Eifersucht/Kontrollsucht waren mit ziemlicher Sicherheit nicht gespielt, das kann echt nicht sein. Ich vertraue ihm auch jetzt, dass er meint wie er das alles sagt - jedoch halte ich es auch für wahrscheinlicher, dass er es nicht schafft. Die Theapie habe ich nochmals angesprochen nachdem die "Fronten" sozusagen geklärt waren. Er hat mir (überzeugend ruhig und scheinbar sehr souverän) erklärt, dass ich mit meinen Forderungen auf jeden Fall Recht habe und er das absolut einsieht und ich in der Zukunft ab jetzt merken werde, dass er es ernst meint.

Hm wie kann ich ihm vertrauen? Joa ich hätte allen Grund das nicht mehr zu tun denke ich. Wenn ich es jetzt nicht mehr täte, dann hätte das ganze eh keinen Sinn mehr. Für mich ist das eine bewusste Entscheidung, dass ich ihm diese Chance gebe. Falls ich das tun werde. Das mit dem heimlich kontrollieren hab ich noch nicht bedacht. Da hat er aber glaub ich kaum Möglichkeiten, außer er verfolgt mich. Oh man an sowas will ich gar nicht denken. Sollte ich aber lieber wahrscheinlich.

Also um das für mich noch mal zu ordnen:

Möglichkeit 1 ) Ich beende das ganze umgehend aufgrund der wirklich nur winzigen fast nicht vorhandenen Chance, dass er sich von jetzt auf gleich ändern kann UND dass was bei mir schon kaputt gemacht wurde wieder reparierbar ist.

Möglichkeit 2 ) Ich gebe ihm diesen Hauch von Chance was bedeutet, dass ich ein viell letztes mal in seine Worrte vertrauen werde. Entweder es geht wie du es ja vermutest früher oder später in die Hose, dann wäre kompromisslos Schluss. Oder es würde wirklich funktionieren und man könnte auf dieser Tatsache eine erstmals gesunde Beziehung aufbauen. Vorraussetzung: Es muss bei ihm klappen UND er muss es gut ertragen, dass ich zusätzlich Abstand brauche. Jau. Ich sehs schon. 1 zu 100000 ...
 
1 zu 100000 gespickt mit "wenns". Vergiss nie, wozu eine Beziehung da ist. Eine Beziehung wird nicht um ihrer selbst aufrechterhalten. Sie muss erfüllen. Und zwar richtig. Denn ansonsten ist eine Beziehung nichts weiter als eine von Schranken, sexueller Eingrenzung und Opfern durchzogene Dauerqual, für die das Leben einfach zu wertvoll ist.
 
Ähnliches Problem

Hallo,
mit Interesse habe ich diesen Thread verfolgt, weil ich ein ähnliches Problem habe und viele der angesprochenen Themen der TE genauso erlebe. Nur mit dem Unterschied, dass ich Mitte 30 bin und meine Partnerin Anfang 40.
Seit Anfang letzten Jahres bin ich getrennt lebend und habe bald meine Scheidung durch nach rund zehn Jahren. Während ich am Anfang meiner Trennungsphase rumgetingelt bin, habe ich nach vier Monaten wieder eine eigene Wohnung gehabt und bin in der gleichen Zeit mit meiner jetzigen Partnerin zusammen gekommen. Sie ist alleinerziehend und wohnt rund 20 km von mir entfernt. Mein Job ist 35 km in die andere Richtung. Ich wohne also quasi in der Mitte, wobei täglich 70 Fahrt schon nicht ohne sind, wenn ich von ihr aus fahre sind es ca. 105 km Wegstrecke pro Tag.
Als ich endlich meine Wohnung hatte, wollte ich mit ihr absprechen, dass wir irgendeine Lösung bzw. Kompromiss finden müssen, wer wann bei wem ist. Das sah dann die ersten vier Monate so aus, dass ich jeden Tag bei ihr war und alle zwei Wochen einmal bei mir nach dem Rechten gesehen habe. So hatte ich mir meine neue Freiheit nach meiner Ehe nicht vorgestellt. Sie hat von Anfang an gesagt, dass sie keine Wochenendbeziehung will und dass sie wegen ihrer Tochter (7. Klasse) und ihren Haustieren zu Hause nicht abkömmlich wäre. Ich habe immer wieder versucht zu erklären, dass ich auch eigene Interessen hätte, auch gerne mal zu Hause in meinen vier Wänden wäre und einfach mal die Wohnung auch bewohnen möchte, für die ich jeden Monat ganz schön viel Geld ausgebe. Darüber hinaus ist mir die Wgstrecke von ihr aus zur Arbeit eigentlich zu viel, mal ganz abgesehen davon, dass ich jeden Tag zwei Stunden nur unterwegs bin, weil man aus ihrer Richtung ständig im Stau steht.
Nach vier Monaten habe ich mich dann durchgesetzt, auch weil von ihr null Ideen kamen, und bin nun die ersten drei Tage der Woche bei mir und von Do abend bis Mo morgen bei ihr. Das wurde dann von ihr mit der Aussage quittiert, dass ich immer die Regeln machen würde und sie zu allem ja nur Amen sagen könnte.
Während dieser drei Abende zu Hause habe ich auch selten Lust, jeden Abend mit ihr zu telefonieren und schon gar nicht eine Stunde oder länger. Fakt ist aber genau das Gegenteil. Wenn wir uns tagsüber ein paar mal Nachrichten getickert haben und/oder mal kurz (das sind dann auch mindestens 15 Minuten) telefoniert haben, genügt mir das, weil wir uns ein paar Tage später ja eh sehen und dann alles genau bequatschen können. Sie fühlt sich dann aber zurück gesetzt.
Sie kann mir auch immer ganz genau sagen, wann ich bei WhatsApp als online gezeigt wurde - und dann muss ich ihrer Meinung nach irgend jemand anderem und wahrscheinlich einer Frau - geschrieben habe, während ich für sie keine Zeit hätte oder sie "immer nur" zweite Wahl wäre, wenn es mir denn gerade mal passt.

Ich muss zugeben, dass sie mitunter auch Grund hat, sich verletzt zu fühlen: Ich bin von Natur aus ein gut gelaunter Mensch und gehe gewöhnlich mit einem Lächeln durch die Welt. Wenn wir dann Hand-in-Hand durch die Stadt gehen und mich jemand anlächelt, lächele ich zurück ohne dabei Flirtabsichten zu hegen. Ich finde mein Verhalten eher natürlich denn befremdlich. Es passiert natürlich äusserst selten, dass ich von einem anderen Mann angelächelt werde. Es ist nicht so, dass das ständig passiert und eigentlich auch nur, wenn wir zusammen unterwegs sind. Sonst ist man wohl zu geschäftig unterwegs. Unterm Strich einmal im Monat... Danach, spätestens abends kann ich mir dann stundenlang diese Verfehlung und die des letzten Jahres anhören. Wir hatten schon mal "Gespräche" von zehn Uhr abends bis morgens um sechs - und das mitten in der Woche. Sie lässt nicht ab, sie lässt nicht locker. Eiinwände meinerseits, das Gespräch zu vertagen, werden ignoriert.

Ich mich alleine mit einem Freund treffen? Warum? Wieso wollen wir uns abends treffen? Wollen wir auf Brautschau gehen? Wir könnten uns ja auch sonntag nachmittags auf einen Kaffee treffen und quatschen. Und da wir uns ja eh nur noch an den WEs sehen würden, würde dieses Treffen dann ja auch noch von ihrer Zeit mit mir abgehen.
Darüber hinaus findet sie genug Gründe, welchen Fehler meine Freundschaften mit weiblichen Personen haben. Ich musste bei jedem Facebook-Kontakt erklären können, woher ich die Dame kenne und wieso ich an dem Kontakt festhalten will. Uralte Schulkontakte mitziehen, vor allem, wenn man kaum echten Kontakt hat? Vielleicht will ich ja noch etwas von ihr...

Wir waren einmal bei meinen Eltern für zwei Tage. Meine Mutter war etwas zwischen neutral und reserviert, nein, sie war natürlich unfreundlich... Mein Bruder war auch da mit seiner Freundin. Wir haben abends alle gequatscht und gespielt. Meine Freundin hatte dann was am Magen und ist schlafen gegangen. Ich komme zwei, drei Stunden später nach: Ich hätte mich nicht um sie gekümmert und am besten ist, ich hätte mit der Freundin meines Bruders geflirtet. Sie hat bis morgens Stress gemacht. Nächste Nacht das Gleiche. Wir saßen mit der Familie alle an einem Tisch. Aber nee, is klar... ich habe mit der Freundin meines Bruders geflirtet. Mein Bruder hätte mich gelyncht - zu Recht.
Wie gesagt in der zweiten Nacht dann wieder stundenlang Theater gehabt, meine Familie ist gegen sie (ok, meine Family war nicht erbaut, dass sie den ganzen Abend lang immer wieder irgendwelche Sprüche gegen mich bringt. Am Ende waren es nur "lustige" Sprüche, aber so verhält man sich nicht, wenn man die Family des Partners zum ersten mal sieht, oder?). An diesem Sonntagmorgen war ich dann das erste mal soweit, die Beziehung zu beenden. Wir waren aber 250 km entfernt von unserem zu Hause, ihre Tochter war mit dabei, der Hund in einer Pension untergebracht. Letztendlich sind wir dann doch zusammen nach Hause gefahren (mein Auto) und mir fiel es sehr schwer, bei meiner morgendlichen Entscheidung im Affekt zu bleiben.

Letztens war mein Kumpel nebst Partnerin zum Grillen da. Stein des Anstoßes: Seine Freundin hat mich umarmt bei der Begrüßung (die beiden sind auch schon seit über zwei Jahren zusammen) als meine Freundin noch drinnen was zu erledigen hatte, während mir bei der Verabschiedung nur die hand gegeben wurde als sie dann dabei war. Komisch mag das sein, aber ich hätte ja beim zusammen sitzen mit der Freundin meines Freundes geflirtet. Abends/nachts wieder stundenlang Theater gehabt deswegen. Es war einfach nicht war!

Vor drei Wochen habe ich dann endgültig meine Sachen gepackt, weil mir diese ständigen Tiraden und diese Eifersucht massiv auf die Nerven gehen. Mal ganz abgesehen davon, dass ich mich ständig überwacht und kontrolliert fühle, weil ich ständig berichten muss, was ich mache bzw. gemacht habe. Wenn ich erstmal nichts erzähle, sondern ein paar Tage später, steckt sicher was dahinter. Wenn ich was erzähle, steckt auch immer was dahinter. Ganz sicher eine andere Frau. Mindestens eine. Wahrscheinlich habe ich etwas mit meinen Arbeitskolleginnen, weil ich häufiger erzählt habe, dass ich bestimmte Geschäftsfälle mit A oder B besprechen musste. Wenn ich das abends nicht erzähle und das - sagen wir mal zwei Wochen später - bei einem anderen Gespräch "heraus kommt", habe ich sicher etwas zu verbergen.

Sie meint mittlerweile, dass man letztendlich zusammen ziehen muss, wenn man eine vollkommene Beziehung führen will. Ich fühle mich so schon eigeengt. Dazu kommt, dass sie ja in ihrem Ortsumfeld wohnen bleiben muss wegen ihrer Tochter. Der würde es nicht gut bekommen, wenn sie schon wieder weiter weg ziehen würde und dann wohl ihren Freundeskreis verliert oder wenn man etwas um die Ecke zieht und die Tochter dann zur Schule eine Stunde mit umsteigen bräuchte. Das geht nicht! Von mir wird erwartet, dass ich in ihren Ort ziehe mit den eingangs erklärten längeren Wegstrecken zum Job nebst erhöhtem zeitlichen Aufwand.

In einem anderen Beitrag von Jesse Blue lese ich, dass er noch Fotos von seiner Ex auf seinem Rechner hat. Ich habe Fotografie als Hobbie und habe etliche Bilder von meiner Ex-Frau auf meinem PC plus Urlaubsbilder etc. Meine Freundin erwartet von mir, dass ich diese Bilder alle lösche, vor allem, wenn wir zusammen ziehen, dass sie dann keine "Dateireste" mehr von meiner alten Familie auf MEINEM PC findet. Ich schwelge nicht in alten Erinnerungen, allerdings bin ich eigentlich auch nicht bereit, mein altes Leben einfach mal so eben zu löschen. Das ist gefühlsmäßig Vergangenheit.

Was meint Ihr?
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch wenn es schon länger her ist... falls irgendjemand jemals nochmal hier liest..
Es hat NICHT funktioniert und ich habe die Beziehung beendet.
 
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