Chance verpasst!

S

sommer

Dabei
Feb. 2013
Beiträge
13
Hallo Zusammen,

Ich quäle/nerve mich gerade über eine Entscheidung im Berufsleben welche ich gemacht habe und wo ich ich nachhinein das Gefühl habe zu vorsichtig entschieden zu haben und dadurch eine Chance verpasst zu haben.

Vor 2 Monate kam die Frage ans Team wer vorübergehend eine neue Aufgabe übenehmen möchte. Ich sagte sofort zu und freute mich über das Neue. Es machte mir soviel Spass dass ich dachte ich könnte dann etwas vom bisherigen Pensum abgeben und das neue ganz übernehmen. Nach 2/3 Wochen stelle sich heraus das die Aufgabe (neuer und schwieriger Klient) viel aufwendiger und komplexer war als ich und die Leitung dachte. Da ich im September ein berufsbegleidendes Studium anfange wurde ich unsicher. Neue Herausforderung beim Studium sowie Herausforderung und viel Druck beim Job gleich zuviel auf einmal? oder durch die spannendere Aufgabe mehr Lernmöglichkeit zum die Theorie gleich anzuwenden? Zudem war ich zu diesem zeitpunkt recht unter Druck weil die Leitung in den Ferien war als die vielen unvorgesehenen Sachen kamen und ich viel Zeit und Energie dafür brauchte und auch recht gefordert dadurch war. Ich machte mir viele Gedanken wie ich entscheiden soll, die Aufgabe reizte mich sehr und der Klient und die Augabe wurde mir in den letzten Wochen immer vertrauter. Im Studium bin ich pro Monat 1 Woche abwesend und im September sogar 2. Ich machte mir viele Gedanken ob ich der Aufgabe gerecht werden kann und ob es fürs Team gut ist sprach auch mit anderen darüber. Die Leitung hatte ähnliche Gedanken wie ich. Ich würde viel lernen, aber sie sei unsicher ob ich dem Klient gerecht werde mit den vielen Abwesenheiten, und ich viel abgeben müsste/Unterstützung bräuchte und wir sollen es ins Team geben ob noch jemand anders interesse hätte der mehr kapazität hat. Mein Bauchgefühl sagte mir zu diesem Zeitpunkt irgendwie ich soll mir nicht zuviel aufladen. Wenn ich sofort ja gesagt hätte hätte ich ihn bestimmt bekommen, da die Leitung sehr zufrieden war wie ich in ihrer Abwesenheit reagierte hatte und alles aufgleiste hatte. Dann an der sitzung meldete sich ein Kollege. So wurde entschieden dass er die Aufgabe übernimmt. nun nach einer Woche sagte er dass er dies erst mitte Juli übernehmen kann und dass er dann noch Unterstützung von der Leitung braucht!! das wurde so akzeptiert.. sprich akzeptiert wenn er dann mal der Arbeit nicht gerecht wird und vielleicht mühsame arbeit abgibt um das spannende zu machen!! Ich nerve mich grausam dass ich nicht forscher war, schaute das es für die anderen stimmt, selber auf der Strecke bleibe und dass ich nicht mutiger war auch in der Unsicherheit für das spannendere, vielleicht schwieriger zu entscheiden. Habe das gefühl ich habe etwas verpasst. Es wird mir sehr schwer fallen den Klient wieder abzugeben. Ich merke dass mich das jetzige Pensum gar nicht mehr so viel spass macht. Weil das neue anspruchsvoll war, war auch der austausch mit anderen Stellen und Personen mehr da war mir nun so fehlt. Naja nun mussNaja nun muss ich aushalten und werde dann mit dem Studium sehen ob die freude wieder kommt weil so viel neues und spannendes auf mich zu kommt. Muss sagen dass ich schon ehrgeizig bin und dass ich daher wohl über die verpasste chance nachgrüble. oder denke dass ich etwas verpasst habe. wie geht ihr mit sowas um? habt ihr schon ähnliches erlebt? und ich muss sage dass ich schon vor einer Woche bei der ersten sitzung so ein hin und her hatte. zuerst dachte ich es sei zuviel, dann war ich aber wieder enttäuscht dass ich nein gesagt hatte und wollte doch. als zuerst plötzlich doch noch eine Änderung angetönt wurde wurde ich wieder unsicher obs geht und nun wos definitiv ist, bereue ich es...
 
Die Leitung wollte jemanden, der an sich glaubt und es delegieren kann. Der andere glaubte an sich, und seine angeforderte Unterstützung sah wie ein Teil seiner Organisation/Delegation aus. Bei Dir jedoch kam es wie fehlende Selbstsicherheit an, was die Leitung natürlich ebenfalls zweifeln ließ.

Du kannst nichts machen, als daraus zu lernen und es bei der nächsten Gelegenheit besser zu machen. Man bereut immer die Dinge, die man sich nicht getraut hat, weitaus mehr als irgendwelche fehler oder das Scheitern bei einem ernsthaften Versuch.
 
Hallo zusammen,
Ich schreiben nochmals auf meinen ersten Beitrag. Wie abgemacht werde ich nun nächste Woche den neuen Klienten an meinen Arbeitskollegen abgeben. Es fällt mir nicht einfach.. Es hat mir sehr viel Spass gemacht und ich würde ihn gerne behalten und einer meiner bisherigen abgeben auch wenn der neue aufwendiger ist. Nur geht es leider nicht mehr...habe die Chance vor ein paar Wochen eben verpasst. Naja in der Zwischenzeit merke ich, dass es sehr wohl möglich gewesen wäre und darum fällt es mir noch schwerer. Die Arbeit mit dem neuen Klienten ist einfach interessanter als mit den bisherigen. Er ist viel schwieriger aber eben auch viel spannender. Im Gespräch mit der Leitung gestern ergab es sich dass wir darüber sprachen und ich erwähnte, dass es mir nun schwer fällt und dass ich lieber einen bisherige Kliente abgeben möchte und dafür den neuen Klienten behalten möchte. Sie meinte dass sie es gerne machen würde nur könne sie es nun nicht mehr ändern da sie es dem Kollegen ja schon versprochen habe und es im Team Unstimmigkeiten geben könnte. Sie fände allerdings dass ich mehr die Kompetenz hätte und mein Kollege noch viel grundsätzliches lernen müsse obwohl er von der Ausbildung schon mehr mitbringt. Das hat meinem Ego zwar gut getan nur hilft es mir nicht weiter. Durch den neuen Klienten hatte ich auch viel mehr spannende, externe kontakte und es fühlt sich so langweilig und eintönig an wieder nur das altbewährte zu machen. Ich freue mich zwar aufs Studium und denke ich werde dort viel neues lernen. So hoffe ich das sich das dann wieder ausgleicht und nicht mehr so viel dieser Situation nachtrauere. Fühle mich momentan gefrustet.. Wie geht ihr mit Frustsituationen um?
 
Sex, Sport oder feucht-fröhliche Ausgehabende. Letztendlich wird dies aber nur dann gänzlich vergehen, wenn die nächste Chance kommt und Du sie dann wahrnimmst.
 
Bis sich wieder Veränderungen gibt bei der Aufteilung der Klienten wird es einige Zeit dauern. und absehbar ist es momentan nicht. habe auch die Befürchtung dass es so lange geht bis es wirklich vorbei geht und ich nicht mehr der Chance nachtrauere. Ablenkung fällt mir eher schwer. in der Vergangenheit habe ich mir meist zuviel aufgeladen und habe die Chancen wahrgenommen und habe gar nîcht daran gedacht es könnte nicht gehen. Wenns dann schwierig war, ich zb überfordert war fand ichs auch nicht gerade lustig nur wars weit aus weniger schlimm als jetzt wo ich das Gefühl habe ich habe wirklich etwas verpasst wo mir Freude macht, mich weiter bringt und mir mehr spass macht. Es war einfach so doof, dass ich in der Entscheidungsphase überlastet war, als wir zusätzliche Krankheitsausfälle hatten und ich unsicher war wegen dem Studium. Ich dachte es ist besser ich bin nun mal vernünftig und dachte es ist besser das ich nein sage.
 
Tja sommer, das ist nun mal einfach dumm gelaufen. Dafür hast du aber wieder was gelernt, was dich in der Zukunft weiter bringt. Und so dramatsich scheint es ja nicht mal zu sein, denn deine Chefin hat ja dennoch dein Talent erkannt und gewürdigt, wie du im Gespräch mit ihr festgestellt hast, und das ist es ja, worauf du im Endeffekt hinauswillst. Das heißt also, man wird dir früher oder später auch wieder anspruchsvollere Aufgaben übertragen, weil man weiß, dass du die fachliche Kompetenz mitbringst. Ist also doch alles im grünen Bereich.
 
ja ich werde meine Lehren daraus ziehen und es als Lernfeld betrachten. Sich darüber ärgern bringt wenig. Werde mich aufs Studium, welches im September beginnt und auf schöne Sachen in der Freizeit konzentrieren und dann hoffentlich die nächste Chance im Berufsalltag wieder wahrnehmen. Was mir halt so schwer fällt ist die Tatsache dass ich während den 2 1/2 Monaten wo ich den schwierigeren Klienten betreut hatte, merkte wie spannend die Arbeit auch sein kann und wie viel mehr spass die tägliche Arbeit machen kann! Dachte davor schon seit einiger zeit, dass mir etwas fehlte wusste nur nicht recht was. Nun weiss ich es und es fühlt sich an wie ein Rückschritt. Aber eben "dumm gelaufen" und hoffentlich das nächste mal besser machen. Herzlichen Dank für die Antworten!
 
die Tatsache dass ich während den 2 1/2 Monaten wo ich den schwierigeren Klienten betreut hatte, merkte wie spannend die Arbeit auch sein kann und wie viel mehr spass die tägliche Arbeit machen kann!

Besser als festzustellen, dass einem die Arbeit keinen Spaß macht oder dass man nicht in der Lage ist, sie zu bewältigen ;) und du weißt ja, der Mensch wächst mit seinen Aufgaben
 
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