Alles wichtige in meinem Leben verloren. Wie soll's nur weitergehen???

S

Seelenlos19

Dabei
Okt. 2013
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Hallo. Wie fange ich am besten an...

Weiß nichtmal ob das hier rein passt..

Ich bin komplett verzweifelt und merke wie alles auseinander bricht. Also erstmal zu mir ich bin 27 arbeite seit 3jahren in der gleichen Firma und hatte einen sehr engen Freundeskreis. Als Jugendliche haben wir alle zusammen das kiffen für uns entdeckt womit das übel wohl schon begann. Nach 10 Jahren kiffen gab es in meinem leben nur noch einen wirklichen freund für mich der Rest waren unnütze bekannschaften, auch wenn es teilweise Freunde waren haben uns die Drogen auseinander gebracht.

Nun mit 27 bin ich absolut unerfahren in sexueller Hinsicht und auch in Hinsicht auf die Liebe, ich würde nie geliebt und dürfte such nie die Erfahrung machen jemandem meine liebe zu schenken. Da ich auf einem Dorf wohne und mein einziger freund einige km entfernt fühlte ich mich oft alleine. Ich begann wieder Kontakt zu einer fast vergessenen Freundin aufzubauen und merkte schnell das ich sie nicht nur als eine Freundin ansehen kann. Ich habe mich unsterblich in sie verliebt. Irgendwann nahm ich meinen Mut und sagte ihr das wir uns ewig kennen aber ich nicht glaube das wir uns richtig kennen, wenn ich in ihrer nähe bin hab ich eine Art Blockade da ich sehr schüchtern bin, deswegen sagte ich das ich sie besser kennenlernen möchte Mit ihr etwas unternehmen. Sie meinte sie kann mit niemandem was anfangen den sie solange kennt. Das hätte ich evtl irgendwie verstehen können aber sie meinte auch das sie zur Zeit keine beziehung haben könnte warum weiß sie selber nicht aber es wäre besser für sie. Nachdem ich das hörte brach in mir etwas zusammen. Mein bester und einzigster Freund half mir es zu verarbeiten und ich glaubte darüber hinweg zu kommen, ich vergaß sie schon fast.

Das war der stand vor ca 4 Wochen. Mein Kumpel und ich hatten uns einen Plan für die nächste Zeit gemacht. Zusammen wollten wir den Drogen den Rücken kehren, am leben teilnehmen und Menschen kennenlernen gucken was die Welt noch so zu bieten hat. Nachdem wir die erste Woche unseres "neuen" Lebens genossen, und auch keinerlei verlangen nach Drogen hatten, hatte mein Kumpel auf einen Samstag abend eine firmenfeier, vorher war ich noch bei ihm und er beschwerte sich das er kein Geld fürs Taxi nach hause hat und die 12km zur Not zu Fuß läuft..... Er lief... Direkt an den Gleisen sturzbetrunken.. Dann wurde er nachts um 3 Uhr von einem Güterzug erfasst..... Laut Polizei litt er nicht und war sofort tot. Oh Gott ich kann jetzt schon nicht weiter w schreiben in meinem Kopf herrscht Chaos...

Nunja es gäbe keinen schlimmeren Verlust in meinem leben. Aber es ist passiert, ich habe mich seitdem mit niemanden richtig darüber aussprechen und ausheulen können, ich habe niemanden bei dem ich es könnte. Ich hab es kein Stück verarbeitet ich verdränge es jeden Tag neu mit Drogen und Alkohol.

Nun habe ich vor 2 Wochen meine große "Liebe" wieder getroffen sie fragte mich ob wir zusammen sein Grab besuchen wollen. Seitdem Tag komm ich nicht mehr klar. Ich denke nur noch an sie ungelegen. Wenn ich morgens wach werde ist sie mein erster Gedanke und abends wenn ich schlafen gehe ist sie mein letzter Gedanke. Ich habe meinen Lebenslust verloren sehe keinen Sinn in allem. Mittlerweile stalke ich sie schon fast, jede Stunde schaue ich ob sie online war denke drüber nach was sie wohl macht und denkt. Man muss dazu sagen das ich etwas paranoid bin. Bedeutet das ich meine warum jemand z. B. Mir nicht antwortet. Ich denke so oft das sie absolut genervt von mir ist. Das sie keine Lust auf so einen emotionalen Idioten hat, glaube zu wissen das sie eher auf den harten ausländischen macho steht. Ich würde ihr so gerne morgens einen guten morgen wünschen und abends eine gute Nacht möchte einfach ein teil ihres Lebens sein, aber möchte sie auch nicht bedrängen. (denke glaube ich oft zu wenig an mich, möchte niemanden etwas aufzwingen, denke auch tierisch viel Drüber nach was andere von mir denken. Meiner Meinung nach muss ich ihr morgen sagen das es für uns beide besser ist wenn wir keinen Kontakt mehr haben. Das ist aber nicht das was ich will, ich will sie nicht vergessen allein schon weil ich dann wirklich niemanden mehr habe. Ich will sie so sehr und nach meinen schon verzweifelten Nachrichten weiß sie das genau. Ich kann einfach nicht mehr.... Vorallem nicht ohne sie

Falls es jemand bis hierhin geschafft haben sollte bedanke ich mich fürs lesen. Bin nicht so der Schreiber hab viele Details ausgelassen. Für Rechtschreibfehler entschuldige ich mich. Wenn fragen offen sind, fragt.
 
Hey,

das hört sich wirklich schlimm an und es tut mir wahnsinnig leid für dich. Der Verlust deines freundes wird auch keine frau und kein anderer mensch wieder auffangen können.

aber du solltest versuchen nach vorne zu sehen. das hört sich verdammt herzlos an, aber ihr hattet ein ziel und du musst versuchen -auch für ihn- dieses ziel zu erreichen. und das wirst du auch.

ich habe in meinem bekanntenkreis viele personen, die aufgrund von drogen etc etwas neben ihrem leben stehen. Aber die eigene initiative, da selbst herauskommen zu wollen, die ist schonmal bewundernswert und der richtige schritt!

versuche deine freundin dazu zu bewegen dir auf diesem weg zu helfen. du wirst sehen, dass es viele andere mädchen gibt die dir gefallen. und ob du es glaubst oder nicht: sobald du das erkennst, machst du dich für sie erst interessant. :-)

ich wünsche dir alles erdenkliche glück!!!
 
Hi,
ich mach es mal unorthodox, da es auch ein "help" Forum ist.

Du machst Dein Leben von Anderen Abhängig. Du suchst Bestätigung und Hilfe lediglich von Aussen. Wird Dir diese verwehrt, haderst Du mit dem Schicksal und da Du ja nichts dafür kannst (redest Du Dir ja ein) flüchtest Du Dich in Drogen und Passivität.

Letztlich ist das aber nur Deine Entschuldigung dafür, selber nicht den Hintern hoch zu bekommen.

- Zieh weg
- Such Dir woanders nen job
- Hör mit den scheiß Drogen auf
- Lern da neue Leute kennen, die Deine Vergangenheit nicht kennen
- Hör mit den scheiß Drogen auf
- Dass Deine Eltern Dich nicht liebten ist tragisch aber mach da z.B. ne Therapie, Du bist kein Einzelfall
- Hör auf, die Schuld bei Anderen zu suchen
- Fang endlich an, Verantwortung für Dein Leben zu übernehmen
- Hör mit den Scheiß Drogen auf

Dann sollte es eigentlich klappen.

Bereich Freunde/ Frauen: Menschen wie Du, die Ihr Lebensglück in anderen suchen, wirken auch so auf Andere. Das macht Dich extrem unattraktiv. Einerseits weil Du so "needy" rüberkommst, andererseits, weil Du den Leuten das Gefühl gibst, nich wegen ihnen interessiert zu sein, sondern nur zu Deinem eigenen Wohl...kommt nicht so gut.

Grüße
 
Hi,

da kommst du alleine nicht raus!
Ich kann dir von ganzen Herzen nur empfehlen, dass du entweder zum Hausarzt gehst und ihm erzählst, was ehrlich los ist, um dich in eine Klinik einweisen zu lassen bzw. eine Reha zu beantragen, oder du dich selbst in eine Klinik einweisen lässt.
In deiner Situation brauchst du diese Auszeit, die Einschätzung von Fachleuten, inwiefern du bereits abhängig bist und vor allem psychologische Hilfe.

Bitte hilf dir jetzt selbst und lass dir dann helfen, gönn es dir, dass man sich um dich kümmert. Klinik klingt immer schrecklich, psychologische Hilfe auch, aber es sind echte Hilfen in solchen Situationen. Dann kannst du weitere Schritte gehen, wenn du die Kraft wieder dafür hast. Wegziehen, anderer Job u.a.
Erst mal musst du zu dir kommen und vor allem ohne Drogen leben können, was schwer sein kann, in solchen Krisensituationen.
Ambulante Hilfe erscheint mir da zu wenig und die Wartelisten sind ewig lang (1 Jahr +).
 
In deinem Text immer wieder dasselbe Muster zu erkennen:
Du übernimmst keine Verantwortung für dein Leben, lässt es vor sich hintreiben und beschwerst dich ab und zu. Um dich nicht mit deinen Problemen, dir selbst und eben den Fakten, so wie diese eben sind, auseinanderzusetzen, flüchtest du dich in die Drogen.

Den Tod deines Freundes machst du für deinen Drogenrückfall verantwortlich, anstatt dass er dir einen zusätzlichen Motivationsschub gibt. Die Freundin willst du so sehr, weil es keinen anderen gibt und du dir von ihr eine Veränderung in deinem Leben erhoffst. So läuft das aber nicht.

DU musst etwas tun. DU musst dein Leben selbst verändern. DU musst handeln.

Ich war erst erstaunt über manche der Stichpunkte von Papatom, aber ich geb ihm selbst bei dem Umzug Recht: Es ist Zeit für Veränderungen. Die brauchst du um dir ein neues Leben aufzubauen.


=> Du hast JETZT die Chance etwas zu verändern. Ergreife sie oder bleibe das wehleidige Opfer des Lebens.
 
Hallo und danke für eure Antworten. Habe bereits einige Psychologen in der nähe kontaktiert Wartezeit ~6-12 Monate
Werde wohl in sehr naher Zukunft auf eine stationäre Therapie zugreifen.
 
Das find ich gut, dass du dir Hilfe suchst. Manchmal schafft man eine Veränderung einfach nicht alleine, vor allem nicht, wenn die Kraft dafür fehlt und Drogen mit im Spiel sind.
 
Hi,
hab auch mal ne Therapie gemacht. Die Wartezeiten sind oft auch Tests um zu sehen, wie ernst es Dir ist. So nach dem Motto, Wartezeit 6 Monate, aber rufen Sie mal regelmäßig dann und dann an und fragen nach. Das ist ein Test....wenn man das macht, kann man auch schon früher einen Termin bekommen....

Stationär ist auch gut, wenn man eine gute Einrichtung findet, die einen nicht nur "verwaltet".

Grüße
 
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