P
Priscilla
- Dabei
- Juli 2013
- Beiträge
- 1
Guten Abend.
Ich bin ganz neu hier und würde mich über eure Meinungen freuen.
Seit Monaten bin ich unglücklich verliebt und weiß einfach nicht ob sich dieser Zustand ändern lässt.
Ich bin 28, weiblich und er 26. Für mich war es die sprichwörtliche Liebe auf den ersten Blick und ich habe versucht Kontakt aufzubauen. Er kam derzeitig frisch aus einer Beziehung. Deswegen hielt ich mich zurück, auch wenn es mir schwer fiel. Wir trafen uns dennoch öfter, wobei immer ich die Initiative dazu ergriffen habe. Nach dem ersten Beschnuppern hatten wir viele intensive Gespräche und es stellte sich heraus dass er nicht nur optisch, sondern auch charakterlich mein absoluter Traum ist. Männer waren mir bisher nie wirklich wichtig. Ich hatte bis dato auch nur eine einzige Beziehung und die liegt bereits Jahre zurück. Aber nun hat es mich wirklich erwischt. Anfangs hatte ich Bedenken weil 2 Menschen kaum unterschiedlicher sein können, wenn man es oberflächlich sieht.
Ich habe in meinem Beruf eine leitende Position, verdiene gut bis sehr gut, bin organisiert, ordentlich, ernähre mich gesund, treibe Sport. Man könnte also sagen dass ich mit beiden Beinen fest im Leben stehe.
Er spielt in einer Punkband, ist teilweise absolut chaotisch, hat keinen Job und keine Tagesstruktur. Seine Musik ist ihm das wichtigste, was ich auch sofort gemerkt habe. Dementsprechend spielt er den halben Tag Gitarre und lebt abgesehen davon in den Tag hinein.
Zufällig sind wir bei einem Stadtbummel zwei meiner Kollegen begegnet. Man hat ihnen den kleinen Schock angesehen als sie uns sahen. Ich trage auch in meiner Freizeit meist Anzüge und achte sehr auf meine Erscheinung. Er hatte knallgrün und blau gefärbte Haare bis zum Hintern, enge durchlöcherte Hosen, Motorradlederjacke. Dazu schminkt er sich auch. Ich dachte ehrlich gesagt dass ich vor einer Frau stehe, als ich ihn das erste mal sah. Mir gefällt dieser Stil allerdings.
Nach dem anfänglichen Bedenken fielen uns aber die viel präsenteren Gemeinsamkeiten auf.
Wir beide sind eher stille Persönlichkeiten, gehen nicht gerne aus, lesen dieselben Bücher, hören teilweise sogar ähnliche Musik, sind nicht gern von Leuten umgeben.
Im Gegenteil, es ist so dass wir beide sehr nachdenklich und keine großen Freunde von der Gesellschaft an sich sind. Wie ich auch, ist er schnell von oberflächlichen Gesprächen und Handeln genervt. Aufgrund meiner Arbeit bin ich aber gezwungen meine Wohnung zu verlassen und mir den Tratsch der Kollegen anzuhören. Er hingegen bleibt Tag und Nacht zuhause. Ausnahmen sind Bandproben und seltene Besuche bei seinen Freunden. Unser Stadtbummel war da schon das höchste der Gefühle.
Deswegen hat er mich auch erst einmal besucht.
Dazu kam es weil ich ihm nach viel Überlegung und Sehnsucht meine Gefühle gestanden habe. 2 Minuten lang herrschte Stille. Das kam mir wie eine Ewigkeit vor. Er erklärte mir dass er nicht bereit für eine neue Beziehung sei und auch daran denkt überhaupt keine Beziehung mehr einzugehen. Das tat mir sehr weh. Für 4 Tage haben wir uns nicht gesehen und ich heulte mehr als einmal mein Kissen voll. Als ich es gar nicht mehr aushielt schrieb' ich ihm eine lange Nachricht. Wie es mir geht, wie sehr er mir fehlt. Darauf kam keine Antwort und ich nahm mir für die nächsten Tage frei um es zu verarbeiten. Einen Tag später stand er überraschend vor meiner Tür. Ich war etwas peinlich berührt weil ich nur mein Nachthemd trug und verheult aussah. Er hatte mir einen Kuchen mitgebracht. Das fand ich schon sehr niedlich. Dieses mal fing er das Gespräch an. Er sagte dass auch er etwas für mich fühlen würde. Mein Herz schlug bis zum Hals. Doch erklärte er mir seine Bedenken. Er müsse auf jeden Fall seine letzte Beziehung verarbeiten. Außerdem wisse er nicht ob er mir seine ganze Art und Weise zumuten könnte. Ich muss dazu sagen dass er ganz stark depressiv ist. Beide Arme von sind oben bis unten aufgeschnitten und zugenäht. Mir ist bewusst dass es schwer ist mit dieser Art Erkrankung umzugehen. Aber ich sagte ihm auch dass ich eine erwachsene Frau bin, die weiß worauf sie sich einlässt. Kurz gesagt kamen wir auf keinen gemeinsamen Nenner was eine Beziehung angeht. Wären von ihm aus keine Gefühle im Spiel könnte ich es ja verstehen. Aber er sagt selber dass es der Fall ist.
Ich sprach danach mit einem Freund um mir Rat zu suchen. Das ging aber nach hinten los, wie ich finde. Mir wurde nur geraten die Finger von ihm zu lassen. Er sei ein asozialer, tuntiger Verlierer der nicht weiß was er will. Ich wusste gar nicht was ich sagen sollte. Ich sehe ein das ich ihn vielleicht ein wenig idealisiere und die rosarote Brille aufhabe. Aber sowas oberflächliches über ihn zu hören war mir nur zuwider. Ich weiß nicht wie ich weiter mit der Situation umgehen soll. Im Moment tut es einfach nur noch weh. Aber ich kann die Hoffnung auch nicht einfach aufgeben.
Hoffnung hat er mir damit gemacht dass er sagt das auch er etwas für mich fühle. Er hat mich sogar zurückgewiesen als ich ihm einmal näher kommen wollte. Der einzige körperliche Kontakt bisher war eine Umarmung.
Hat jemand Erfahrung mit depressiven Partnern? Wie wirkt sein Handeln auf euch? Sind wir trotz der gemeinsamen Gedanken und Ansichten doch zu verschieden?
Ich würde mich über etwas Hilfe freuen.
Ich bin ganz neu hier und würde mich über eure Meinungen freuen.
Seit Monaten bin ich unglücklich verliebt und weiß einfach nicht ob sich dieser Zustand ändern lässt.
Ich bin 28, weiblich und er 26. Für mich war es die sprichwörtliche Liebe auf den ersten Blick und ich habe versucht Kontakt aufzubauen. Er kam derzeitig frisch aus einer Beziehung. Deswegen hielt ich mich zurück, auch wenn es mir schwer fiel. Wir trafen uns dennoch öfter, wobei immer ich die Initiative dazu ergriffen habe. Nach dem ersten Beschnuppern hatten wir viele intensive Gespräche und es stellte sich heraus dass er nicht nur optisch, sondern auch charakterlich mein absoluter Traum ist. Männer waren mir bisher nie wirklich wichtig. Ich hatte bis dato auch nur eine einzige Beziehung und die liegt bereits Jahre zurück. Aber nun hat es mich wirklich erwischt. Anfangs hatte ich Bedenken weil 2 Menschen kaum unterschiedlicher sein können, wenn man es oberflächlich sieht.
Ich habe in meinem Beruf eine leitende Position, verdiene gut bis sehr gut, bin organisiert, ordentlich, ernähre mich gesund, treibe Sport. Man könnte also sagen dass ich mit beiden Beinen fest im Leben stehe.
Er spielt in einer Punkband, ist teilweise absolut chaotisch, hat keinen Job und keine Tagesstruktur. Seine Musik ist ihm das wichtigste, was ich auch sofort gemerkt habe. Dementsprechend spielt er den halben Tag Gitarre und lebt abgesehen davon in den Tag hinein.
Zufällig sind wir bei einem Stadtbummel zwei meiner Kollegen begegnet. Man hat ihnen den kleinen Schock angesehen als sie uns sahen. Ich trage auch in meiner Freizeit meist Anzüge und achte sehr auf meine Erscheinung. Er hatte knallgrün und blau gefärbte Haare bis zum Hintern, enge durchlöcherte Hosen, Motorradlederjacke. Dazu schminkt er sich auch. Ich dachte ehrlich gesagt dass ich vor einer Frau stehe, als ich ihn das erste mal sah. Mir gefällt dieser Stil allerdings.
Nach dem anfänglichen Bedenken fielen uns aber die viel präsenteren Gemeinsamkeiten auf.
Wir beide sind eher stille Persönlichkeiten, gehen nicht gerne aus, lesen dieselben Bücher, hören teilweise sogar ähnliche Musik, sind nicht gern von Leuten umgeben.
Im Gegenteil, es ist so dass wir beide sehr nachdenklich und keine großen Freunde von der Gesellschaft an sich sind. Wie ich auch, ist er schnell von oberflächlichen Gesprächen und Handeln genervt. Aufgrund meiner Arbeit bin ich aber gezwungen meine Wohnung zu verlassen und mir den Tratsch der Kollegen anzuhören. Er hingegen bleibt Tag und Nacht zuhause. Ausnahmen sind Bandproben und seltene Besuche bei seinen Freunden. Unser Stadtbummel war da schon das höchste der Gefühle.
Deswegen hat er mich auch erst einmal besucht.
Dazu kam es weil ich ihm nach viel Überlegung und Sehnsucht meine Gefühle gestanden habe. 2 Minuten lang herrschte Stille. Das kam mir wie eine Ewigkeit vor. Er erklärte mir dass er nicht bereit für eine neue Beziehung sei und auch daran denkt überhaupt keine Beziehung mehr einzugehen. Das tat mir sehr weh. Für 4 Tage haben wir uns nicht gesehen und ich heulte mehr als einmal mein Kissen voll. Als ich es gar nicht mehr aushielt schrieb' ich ihm eine lange Nachricht. Wie es mir geht, wie sehr er mir fehlt. Darauf kam keine Antwort und ich nahm mir für die nächsten Tage frei um es zu verarbeiten. Einen Tag später stand er überraschend vor meiner Tür. Ich war etwas peinlich berührt weil ich nur mein Nachthemd trug und verheult aussah. Er hatte mir einen Kuchen mitgebracht. Das fand ich schon sehr niedlich. Dieses mal fing er das Gespräch an. Er sagte dass auch er etwas für mich fühlen würde. Mein Herz schlug bis zum Hals. Doch erklärte er mir seine Bedenken. Er müsse auf jeden Fall seine letzte Beziehung verarbeiten. Außerdem wisse er nicht ob er mir seine ganze Art und Weise zumuten könnte. Ich muss dazu sagen dass er ganz stark depressiv ist. Beide Arme von sind oben bis unten aufgeschnitten und zugenäht. Mir ist bewusst dass es schwer ist mit dieser Art Erkrankung umzugehen. Aber ich sagte ihm auch dass ich eine erwachsene Frau bin, die weiß worauf sie sich einlässt. Kurz gesagt kamen wir auf keinen gemeinsamen Nenner was eine Beziehung angeht. Wären von ihm aus keine Gefühle im Spiel könnte ich es ja verstehen. Aber er sagt selber dass es der Fall ist.
Ich sprach danach mit einem Freund um mir Rat zu suchen. Das ging aber nach hinten los, wie ich finde. Mir wurde nur geraten die Finger von ihm zu lassen. Er sei ein asozialer, tuntiger Verlierer der nicht weiß was er will. Ich wusste gar nicht was ich sagen sollte. Ich sehe ein das ich ihn vielleicht ein wenig idealisiere und die rosarote Brille aufhabe. Aber sowas oberflächliches über ihn zu hören war mir nur zuwider. Ich weiß nicht wie ich weiter mit der Situation umgehen soll. Im Moment tut es einfach nur noch weh. Aber ich kann die Hoffnung auch nicht einfach aufgeben.
Hoffnung hat er mir damit gemacht dass er sagt das auch er etwas für mich fühle. Er hat mich sogar zurückgewiesen als ich ihm einmal näher kommen wollte. Der einzige körperliche Kontakt bisher war eine Umarmung.
Hat jemand Erfahrung mit depressiven Partnern? Wie wirkt sein Handeln auf euch? Sind wir trotz der gemeinsamen Gedanken und Ansichten doch zu verschieden?
Ich würde mich über etwas Hilfe freuen.