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Troublemaker
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- Dez. 2008
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Hallo!
Ich habe mich hier angemeldet, weil ich Hilfe suche und selber keine Lösung finde. Freunde konnte mir nicht weiterhelfen, weil jeder sagt: "Das musst Du selber entscheiden, da kann Dir keiner helfen."
Aber der Reihe nach. Ist aber eine lange Geschichte. Nichtsdestotrotz ist es mir wichtig und ernst.
Vor fünf Jahren, da war ich 32, lernte ich eine wunderbare, hübsche, intelligente Frau kennen. Nicht die erste, klar, aber die besondere in meinem Leben. Wir lernten uns lieben und verstanden uns blendend, stritten nur sehr wenig, nahmen Entscheidungen locker und immer im Einvernehmen, konnten einander begeistern und erfreuen, gingen viel aus, machten viel miteinander usw. Was Paare so tun. Mit der Zeit wurden ihre Freunde auch meine und ihre Familie - da ich keine mehr habe - auch die meine. Wie hatten unserer Leben, unsere Rituale und viel Zeit miteinander. Ich habe einige ihrer Interessen geteilt und sie in dem unterstützt, was sie gerne macht und war wirklich und ehrlich begeistert. Sie akzeptierte meine Hobbys und zeigte ebenso Begeisterung. Ganz so alles, wie es der gute Partnerratgeber empfielt.
Sexmäßig hätte ich mir oft etwas mehr und auch etwas anderes, neues gewünscht (aber immer nur zu zweit), aber es war nie langweilig oder routiniert. Es war immer schön, manchmal wild, meist ruhig. Irgendwie normal halt. Am Anfang mehr, später weniger. Sex bedeutet mir viel im Leben und hat einen hohen Stellenwert für mich. Sicherlich nicht den höchsten, aber er ist ein guter Meßfühler für mein Glücksempfinden. Gerne oft und viel und abwechslungsreich auf der ganzen Palette.
Irgendwann nach zwei Jahren dachte ich mir, dass es schön wäre zu heiraten. Ich habe ihr einen vollmundigen, recht öffentlichen Antrag gemacht und sie hat - es war nicht anders zu erwarten - 'ja' gesagt.
Kurz nach diesem Ereignis und mit näher rückendem Hochzeitstermin bekam ich kalte Füße bzw. war ich mir aus irgendwelchen Gründen meines Gefühls nicht mehr sicher, fühlte mich eingeengt, auf dem sicheren Weg nach Ehe, Kinder, Haus und Hof, und irgendwie bekam ich immer mehr das Gefühl, es fehle noch etwas. Ich wurde unglücklich. Innerlich. Ganz für mich allein.
Obwohl wir immer offen und ehrlich miteinander waren, sagte ich meine Zukünftigen nichts und schwieg so in mich hinein. Ein Fehler, ich weiß. Aber bekommt nicht jeder Mann kalte Füße vor der Hochzeit? Alles beschleunigte sich noch, je näher der Termin kam. Die Freude und die Erwartungen wurden größer und größer.
Derweil bemerkte ich immer wieder, dass ich mich plötzlich für andere Frauen interessierte und ich mich glücklich fühlte, weil ich Erwiderung bekam - ein Gefühl, dass auch andere mich sehr attraktiv finden, hatte ich vorher nur selten. Und es machte mich glücklich. Ich bin eher so der Typ, der sich wohl erst "auf den zweiten Blick erschließt" hat mal eine Frau gesagt.
Derweil verstärkte sich das Gefühl, dass ich nicht glücklich war und etwas mir etwas fehlte so sehr, dass ich mich in eine andere Frau zu verlieben begann, die ich beim Sport kennengelernt hatte. Aber es blieb platonisch und oberflächlich - eigentlich besonders, weil sie das nicht wollte. Nicht einmal ein Kuss. Das ging soweit, dass ich selbst am Hochzeitstag noch mit ihr simste und überlegte 'nein' zu sagen.
Aber das konnte ich nicht. Und das wollte ich meiner Frau auch nicht antun. Zudem war ich an diesem Tag auch sehr glücklich. Für meine Fau war es der glücklichste in ihrem Leben.
Eine Zeit lang ging alles gut. Wir fuhren nach Amerika in den Urlaub, entdeckten das Land für uns, lebten unser Leben und planten für das darauf folgenden Jahr wieder einen Urlaub, diesmal an der anderen Küste Amerikas. Das war der Sommer im letzten Jahr.
Immer öfter wurde mir das Zusammensein mit meiner Frau "irgendwie zuviel" und ich suchte meine gelegentlichen Freiheiten darin, dass ich mit Freunden ausging und meine Wirkung auf andere Frauen testete und mich in dem Gefühl sonnte, begehrt zu sein. Meiner Frau sagte ich nichts und habe auch viel mit Ihr unternommen, war für sie da. Sie merkte nichts und war sehr glücklich, wie sie sagte. Ich habe sie mehrfach gefragt. Ich hingegen sehnte mich nach mehr Sex, irgendwie mehr Lockerheit im Umgang miteinander. Meine Frau ist eher so der melankolisch-nachdenkliche Typ, während ich sehr spontan und - sagen Freunde zumindest - lustig und sehr lebensfroh bin. Ich kann auch ernst sein und Dinge ernst nehmen, aber ich nehme es meist eher doch locker und pragmatisch.
Bezüglich des Sex habe ich mal vorsichtig schon am Anfang der Beziehung angefragt, was sie sich wünsche und ich habe ihr liebevoll aufgeschrieben, was ich mir wünsche und sie gebeten es ebenso zu tun, was sie tat. Es kam eigentlich das zusammen, was schon lief und sie versicherte mir ehrlich, es sei gut und sehr schön so, wie es wäre.
Schon immer war meine Frau etwas "bäh" bzgl. Körperflüssigkeiten und es hat lange gedauert bis sie sich mal überwunden hatte Oralverkehr an mir auszuprobieren. Gezwungen und gedrängt habe ich sie dazu nicht. Ich merkte aber oft, dass sie es mir zuliebe tut, nicht weil sie es schön fand. Umgekehrt genoß sie es sehr. Gleichzeitig haben wir daran gearbeitet, dass sie kommen kann. Bis dato war ihr das noch nicht gelungen, aber zusammen haben wir es durch Streicheleien und langes Üben hinbekommen.
Aber irgenwie empfand ich mich bei ihr nicht wirklich als Mann, mehr so als Partner im Bett. (Versteht man das?) Der Wunsch nach Sex ging oft nur von mir aus, und ich hatte nie so richtig das Gefühl als mache es ihr Spaß und als gäbe es dabei bei Ihr viel Hemmnisse. Bei mir konnte ich eigentlich keine Hemmungen dieser Art feststellen, aber wolte sie auch nicht drängen. Ich habe es ein, zwei Mal versucht anzusprechen, aber konnte doch nicht so recht damit raus, dass ich mir Sex manchmal weniger geplant, etwas wilder, etwas hemmungsloser und experimenteller vorstellte. So behielt ich es als ständige Sehnsucht und Verlangen einfach für mich, um sie nicht zu kränken und auch weil ich nicht mehr Mut hatte.
Eines Tages sagte sie mir das, was jeden anderen Mann sicherlich unsagbar glücklich gemacht hätte: Ich möchte bald ein Kind von Dir. Und ich? Mich machte es nur noch panischer und ich fühlte mich in die Enge getrieben. Ich hatte das Gefühl, jetzt müsse was passieren.
Irgendwann Anfang des Jahres passierte dann, was zwangsläufig passieren musste. Eine Frau "verführte" mich. Und ich lies es zu. Es war einmalig, es war grauenhaft und es war unsagbar dumm. Darüber hinaus weit entfernt von befriedigend und gut. Ich versuchte das schnell zu verdrängen. Und sagte nichts, weil ich meine Frau nicht kränken wollte und auch weil es überhaupt nichts bedeutet hatte. Überlegte für mich, warum ich das getan hatte und fand für mich die Antwort in dem unterdrückten Verlangen. Nicht nur nach anderem Sex mit einer anderen, sondern auch nach mehr Unbeschwertheit, mehr Spontanität usw. und machte mir selber Vorwürfe und Kopfzerbrechen, gemahnte mich zur Ordnung und zur Treue und besonders zu meiner Verantwortung für Frau und Ehe. Ich wollte etwas Besonderes daraus machen und nicht beim ersten Krisengewitter den Rückzug antreten. Nicht aus religiösem oder moralischem Bekenntnis, sondern aus Liebe für sie wollte ich alles richtig machen.
Es half und hielt nur kurz.
Im Mai war eine Betriebsfeier. Ich wollte eigentlich gar nicht hin. Ein Kollege wollte aber nicht alleine gehen. Also ging ich. Ich wäre nicht gegangen, wenn ich gewußt hätte, was passieren würde:
Ich traf dort eine Frau, die ich schon früher gelegentlich mal gesehen hatte, aber die ich unter der Kategorie "nicht zu haben" verbucht hatte. Dann hatte ich sie drei Jahre lang nicht mehr gesehen und plötzlich stand sie vor mir. Wir unterhielten uns sehr gut den ganzen Abend. Aber wir beide waren eben inzwischen verheiratet. Dennoch war die Luft zwischen uns wie statisch aufgeladen. Wir "erkannten" einander irgendwie als wären wir schon immer zusammen gewesen oder zumindet füreinander bestimmt. Sie spürte es. Ich spürte es. Aber wir sagten beide nichts und taten beiläufig freundlich interessiert.
Ich ging nach Hause. Ich konnte sie leider nicht vergessen. Ich simste ihr am nächsten Tag und sie simste sofort zurück. Wir trafen uns irgendwo und redeten ein paar Stunden lang. Kein Kuss und nur die Berührung ihrer Hand in meiner.
Nach ein paar Wochen wollten wir einander wiedersehen. Und wir trafen uns. Diesmal mit klarem Ziel. In einem Hotel. Und wir taten es miteinander. Es war so wie ich mir das immer vorgestellt hatte: wild, hemmungslos, dann wieder zärtlich, vorsichtig und wie immer wir wollten. Alles ging, nichts war unmöglich oder zuviel. Es war so als wußte sie, wo meine Knöpfe steckten und ich drückte ohne Worte die richtigen bei ihr. Sie wußte mich nicht nur beim Sex anzufassen, sondern auch wo und wie ich sonst berührt oder geküsst werden wollte. Ohne Worte. Wie konnte das sein? Wir kannten uns gar nicht.
Bis dahin war alles die gewohnte Physis. Doch an den Malen, die wir zusammen waren, kamen wir uns auch schnell emotional näher. Sie erzählte mir sehr viel von sich, öffnete sich und ich tat es ebenso, weil ich mich gut bei ihr aufgehoben fühlte. Und auch weil ich mit ihr viel freier sprechen konnte als mit meiner Frau. Warum nur? Vielleicht, weil wir noch ehrlicher sein konnte.
Wir trafen uns ca. drei Mal als ich es für Zeit und fair hielt meiner Frau zu sagen, was in mir vor ging. Und das ich ich mich zu allem Überfluss auch noch in eine andere Frau verliebt hatte. Vom Sex sagte ich nichts, denn das sollte eigentlich keine Rolle spielen. Ich sagte ihr, ich wolle die Trennung. Sie war wie betäubt und vor den Kopf gestoßen. Sie weinte tagelang und ich mit ihr. Wir hielten einander im Arm, konnten udn wollten es nicht glauben.
Dann zog sie für einige Zeit zu einer Freundin. Sie zeigte mir gegenüber aber keine Wut, wenn wir uns sahen, und ich konnte mich einfach nur schämen und ihr versuchen zu erklären, wie ich mich fühlte.
Mit der anderen Frau traf ich mich nun regelmäßig und die Leidenschaft nahm kein Ende und kannte kein Maß. Alles, was wir gerne tun wollten oder immer schon gerne gewollt hatten, war möglich. Wir wollten es beide und wir verstanden uns blind. Sie hatte an all dem genausoviel Freude und Spaß wie ich. Ich konnte es in ihren Augen sehen und durch ihre Hände fühlen. In der Wohnung ihrer Freundin, die im Urlaub war, wohnten wir drei Wochen miteinander und es war leicht, einfach und toll. Sie ist zehn Jahre jünger als ich, hat früh geheiratet, lebt nun in Scheidnung und kann ihre Freunde an einer Hand abzählen, sagt sie. Ist mir aber auch letztlich egal. Sprunghaft ist sie jedenfalls nicht. Wir sprachen viel und entdeckten gemeinsame Wellenlängen in Musik, Literatiur, politische und gesellschaftliche Themen und Meinungen und fühlten uns rundum wohl miteinander und vom anderen richtig verstanden. Mehr verstanden als von irgendjemand anderem zuvor.
Dann war da aber noch der geplante Urlaub mit meiner Frau.
Ich wollte alleine fahren, nachdem uns ein Eheberater zu dem wir mehrfach gegangen waren, davon abgeraten hatte zu zweit zu fahren. Doch meine Frau wollte mit mir fahren. Wir verabredeten dies fest vorab als "Abschiedsurlaub" mit morgentlichem Gespräch und viel Freiraum für den anderen. Ich schwor mir, würde irgendein Gefühl des Zweifels aufkommen, würde ich alles daran setzen, bei meiner Frau zu bleiben.
Wir fuhren wieder vier Wochen durch die Staaten und hatten eine tolle Zeit und wunderbare Erlebnisse. Zwischenzeitlich war es traurig, klar, sehr traurig. Aber wir wurden damit fertig. Wir waren letztlich froh, dass wir es gemacht hatten.
Zurück Zuhause hatte die andere tapfer drei Wochen auf mich und besonders auf meine Entscheidung gewartet. Wir hatten uns jeden Tag geschrieben. Tiefgründig, kein Geschwafel. Über uns und über unsere Gefühle und Erwartungen. Als wir uns wieder trafen, war ich mir sehr sicher: ich wollte nun mit ihr zusammen sein.
Dann rückte der Tag näher als meine Frau ausziehen wollte. Mir wurde das Herz schwer und ich konnte tagelang nur heulen. Über den Verlust. Über meine Unfähigkeit. Und über das, was ich ihr angetan habe. Ich hatte ihren Traum von einem Leben zerstört und ich habe mich dafür gehaßt.
Die andere Frau war geduldig, hielt meine Hand und tat alles um mich zu unterstützen. Gleichzeitig drängte sie mich zu nichts und war oft einfach nur für mich da. Sie setzte keine Limits, einzig Zeit wünschte sie sich mit mir - und irgendwann ein Leben mit mir zusammen. Sie sagte mir, ich solle gut überlegen, welches Leben mich glücklich machen würde und dann entscheiden.
Auch das ging einige Zeit gut. Wir fuhren viel weg, waren viel zusammen. Unternahmen Dinge zusammen zu denen meine Frau kaum Lust gehabt hätte oder es nur für mich gemacht hätte, was blöd gewesen wäre. Machten Tagesausflüge in andere Städte und Wochenendausflüge in andere Länder. Es war in jedem Moment wie ein Traum. Liebe und Sex ließen in ihrer Intensität nicht ein Deut nach. Es fühlte sich an wie ein richtiges Leben, und es war gut.
Aber meine Gedanken kamen immer wieder auf meine Frau zurück. Ich fragte mich, wie es ihr geht, was sie wohl macht und ob sie klar kommt. Wir schrieben uns und wir trafen uns, um zu reden. Meiner Freundin erzählte ich davon ganz offen und ehrlich, denn in einer neuen Beziehung - das hatte ich mir vorgenommen - wollte ich von Anfang an ganz ohne Geheimnisse und Lügen sein und alles von Anfang an sagen.
Sie lies mich gewähren und sagte nichts.
Als meine Frau mich brauchte, war ich auch für sie da, aber es war eine Freundschaft. Da ist kein Hass oder keine Bosheit zwischen uns.
Zwischenzeitlich aber dachte ich immer viel an sie und denke auch jetzt noch, dass ich sie liebe. Ich dachte immer, man könne keine zwei Menschen lieben. Schon gar nicht gleich viel. Doch, es geht. Aber es ist nicht mein Weg. Ich will das nicht. Ich möchte für einen Menschen da sein. Für einen wichtig sein.
Immer Zuhause und fast die ganze wache Zeit versuche ich mich nun zwischen den beiden Menschen, die ich von ehrlichem Herzen liebe, zu entscheiden, versuche Eigenschaften, Gefühle und Erinnerungen gegeneinander aufzuwägen, was nicht geht. Versuche meinem Herzen zu erklären, was der Verstand sagt und den Verstand zu sagen, was mein Herz fühlt. 1000 Mal am Tag finde ich einen Grund bei meiner Frau zu bleiben und 1000 Mal finde ich einen Grund zu der anderen zu gehen. Konnte ich mich früher wenigestens auf meinen Verstand verlassen, so weiß ich heute - mit 37 Jahren - gar nichts mehr.
In der letzten Woche habe ich - nach einem wunderbaren Abend mit meiner Freundin - sie nachts geweckt und ihr gesagt es sei Schluss. Ich kann nicht mehr. Ich will meine Ruhe in Kopf und Herz. Sie war unglaublich verletzt und traurig, aber sie hat es nach einem langen, langen Gespräch akzeptiert. Sie war nicht sauer, nur traurig. Sie wollte aber, dass ich glücklich sein. Sie liebe mich wirklich und aus ganzem Herzen und ganzer Seele. Und das glaube ich ihr auch, denn ich habe es gespürt.
Beide sind nun auf dem Stand, von mir verlassen worden zu sein. Das habe ich ganz klasse hinbekommen: Zwei Menschen, die ich sehr liebe und die mich lieben, vor den Kopf gestoßen!
...
Ich möchte diese Zeit ohne beide Frauen einfach nutzen um heraus zu finden, welches das entscheidende Gefühl für welche Frau ist. Aber ich weiß es nicht. Ich finde keine Lösung. Ich denke Tag und Nacht nach.
Wäre ein neues Leben mit meiner Frau nicht nur Lug und Trug? Würde ich auf Dauer nicht wiederden gleichen Weg laufen, wie ich ihn jetzt schon hinter mir habe? Ist nicht schon so viel Vertrauen und Ehrlichkeit verspielt? War nicht schon der Wurm drin, wenn es schon soweit gekommen ist? Sollte ich nicht besser nochmal von vorne ganz ehrlich anfangen? und eine Million Fragen mehr.
...
Wow, viel geschrieben.
Und ich frage Euch: Woran erkenne ich das entscheidene Gefühl? Was ist die richtige Entscheidung?
An moralischen und religiösen Vorstellungen klebe ich nicht. Wie andere Menschen mein Leben bewerten, schert mich eigentlich nicht. Es wäre gut, wenn dazu keine Kommentare kommen würden. Auch, dass ich ein Arschloch bin, alles versaut habe, "typisch Mann" bin und "nichts begriffen habe" und mir das mit der Ehe hätte besser mal überlegen sollen. Danke, weiß ich alles. Das hält mich nachts wach. Wer es gerne nochmal sagen will, bitte. Ich bin auch nicht der zu Bedauernde, ich weiß. Und ja, ich habe schon für mein zukünftiges Leben daraus gelernt.
Dennoch, bitte, wer das Gefühl vielleicht kennt, wer einen hilfreichen Tip hat, wer einen Indikator hat, woran ich die richtige Entscheidung erkennen kann, möge das schreiben.
Troublemaker
Ich habe mich hier angemeldet, weil ich Hilfe suche und selber keine Lösung finde. Freunde konnte mir nicht weiterhelfen, weil jeder sagt: "Das musst Du selber entscheiden, da kann Dir keiner helfen."
Aber der Reihe nach. Ist aber eine lange Geschichte. Nichtsdestotrotz ist es mir wichtig und ernst.
Vor fünf Jahren, da war ich 32, lernte ich eine wunderbare, hübsche, intelligente Frau kennen. Nicht die erste, klar, aber die besondere in meinem Leben. Wir lernten uns lieben und verstanden uns blendend, stritten nur sehr wenig, nahmen Entscheidungen locker und immer im Einvernehmen, konnten einander begeistern und erfreuen, gingen viel aus, machten viel miteinander usw. Was Paare so tun. Mit der Zeit wurden ihre Freunde auch meine und ihre Familie - da ich keine mehr habe - auch die meine. Wie hatten unserer Leben, unsere Rituale und viel Zeit miteinander. Ich habe einige ihrer Interessen geteilt und sie in dem unterstützt, was sie gerne macht und war wirklich und ehrlich begeistert. Sie akzeptierte meine Hobbys und zeigte ebenso Begeisterung. Ganz so alles, wie es der gute Partnerratgeber empfielt.
Sexmäßig hätte ich mir oft etwas mehr und auch etwas anderes, neues gewünscht (aber immer nur zu zweit), aber es war nie langweilig oder routiniert. Es war immer schön, manchmal wild, meist ruhig. Irgendwie normal halt. Am Anfang mehr, später weniger. Sex bedeutet mir viel im Leben und hat einen hohen Stellenwert für mich. Sicherlich nicht den höchsten, aber er ist ein guter Meßfühler für mein Glücksempfinden. Gerne oft und viel und abwechslungsreich auf der ganzen Palette.
Irgendwann nach zwei Jahren dachte ich mir, dass es schön wäre zu heiraten. Ich habe ihr einen vollmundigen, recht öffentlichen Antrag gemacht und sie hat - es war nicht anders zu erwarten - 'ja' gesagt.
Kurz nach diesem Ereignis und mit näher rückendem Hochzeitstermin bekam ich kalte Füße bzw. war ich mir aus irgendwelchen Gründen meines Gefühls nicht mehr sicher, fühlte mich eingeengt, auf dem sicheren Weg nach Ehe, Kinder, Haus und Hof, und irgendwie bekam ich immer mehr das Gefühl, es fehle noch etwas. Ich wurde unglücklich. Innerlich. Ganz für mich allein.
Obwohl wir immer offen und ehrlich miteinander waren, sagte ich meine Zukünftigen nichts und schwieg so in mich hinein. Ein Fehler, ich weiß. Aber bekommt nicht jeder Mann kalte Füße vor der Hochzeit? Alles beschleunigte sich noch, je näher der Termin kam. Die Freude und die Erwartungen wurden größer und größer.
Derweil bemerkte ich immer wieder, dass ich mich plötzlich für andere Frauen interessierte und ich mich glücklich fühlte, weil ich Erwiderung bekam - ein Gefühl, dass auch andere mich sehr attraktiv finden, hatte ich vorher nur selten. Und es machte mich glücklich. Ich bin eher so der Typ, der sich wohl erst "auf den zweiten Blick erschließt" hat mal eine Frau gesagt.
Derweil verstärkte sich das Gefühl, dass ich nicht glücklich war und etwas mir etwas fehlte so sehr, dass ich mich in eine andere Frau zu verlieben begann, die ich beim Sport kennengelernt hatte. Aber es blieb platonisch und oberflächlich - eigentlich besonders, weil sie das nicht wollte. Nicht einmal ein Kuss. Das ging soweit, dass ich selbst am Hochzeitstag noch mit ihr simste und überlegte 'nein' zu sagen.
Aber das konnte ich nicht. Und das wollte ich meiner Frau auch nicht antun. Zudem war ich an diesem Tag auch sehr glücklich. Für meine Fau war es der glücklichste in ihrem Leben.
Eine Zeit lang ging alles gut. Wir fuhren nach Amerika in den Urlaub, entdeckten das Land für uns, lebten unser Leben und planten für das darauf folgenden Jahr wieder einen Urlaub, diesmal an der anderen Küste Amerikas. Das war der Sommer im letzten Jahr.
Immer öfter wurde mir das Zusammensein mit meiner Frau "irgendwie zuviel" und ich suchte meine gelegentlichen Freiheiten darin, dass ich mit Freunden ausging und meine Wirkung auf andere Frauen testete und mich in dem Gefühl sonnte, begehrt zu sein. Meiner Frau sagte ich nichts und habe auch viel mit Ihr unternommen, war für sie da. Sie merkte nichts und war sehr glücklich, wie sie sagte. Ich habe sie mehrfach gefragt. Ich hingegen sehnte mich nach mehr Sex, irgendwie mehr Lockerheit im Umgang miteinander. Meine Frau ist eher so der melankolisch-nachdenkliche Typ, während ich sehr spontan und - sagen Freunde zumindest - lustig und sehr lebensfroh bin. Ich kann auch ernst sein und Dinge ernst nehmen, aber ich nehme es meist eher doch locker und pragmatisch.
Bezüglich des Sex habe ich mal vorsichtig schon am Anfang der Beziehung angefragt, was sie sich wünsche und ich habe ihr liebevoll aufgeschrieben, was ich mir wünsche und sie gebeten es ebenso zu tun, was sie tat. Es kam eigentlich das zusammen, was schon lief und sie versicherte mir ehrlich, es sei gut und sehr schön so, wie es wäre.
Schon immer war meine Frau etwas "bäh" bzgl. Körperflüssigkeiten und es hat lange gedauert bis sie sich mal überwunden hatte Oralverkehr an mir auszuprobieren. Gezwungen und gedrängt habe ich sie dazu nicht. Ich merkte aber oft, dass sie es mir zuliebe tut, nicht weil sie es schön fand. Umgekehrt genoß sie es sehr. Gleichzeitig haben wir daran gearbeitet, dass sie kommen kann. Bis dato war ihr das noch nicht gelungen, aber zusammen haben wir es durch Streicheleien und langes Üben hinbekommen.
Aber irgenwie empfand ich mich bei ihr nicht wirklich als Mann, mehr so als Partner im Bett. (Versteht man das?) Der Wunsch nach Sex ging oft nur von mir aus, und ich hatte nie so richtig das Gefühl als mache es ihr Spaß und als gäbe es dabei bei Ihr viel Hemmnisse. Bei mir konnte ich eigentlich keine Hemmungen dieser Art feststellen, aber wolte sie auch nicht drängen. Ich habe es ein, zwei Mal versucht anzusprechen, aber konnte doch nicht so recht damit raus, dass ich mir Sex manchmal weniger geplant, etwas wilder, etwas hemmungsloser und experimenteller vorstellte. So behielt ich es als ständige Sehnsucht und Verlangen einfach für mich, um sie nicht zu kränken und auch weil ich nicht mehr Mut hatte.
Eines Tages sagte sie mir das, was jeden anderen Mann sicherlich unsagbar glücklich gemacht hätte: Ich möchte bald ein Kind von Dir. Und ich? Mich machte es nur noch panischer und ich fühlte mich in die Enge getrieben. Ich hatte das Gefühl, jetzt müsse was passieren.
Irgendwann Anfang des Jahres passierte dann, was zwangsläufig passieren musste. Eine Frau "verführte" mich. Und ich lies es zu. Es war einmalig, es war grauenhaft und es war unsagbar dumm. Darüber hinaus weit entfernt von befriedigend und gut. Ich versuchte das schnell zu verdrängen. Und sagte nichts, weil ich meine Frau nicht kränken wollte und auch weil es überhaupt nichts bedeutet hatte. Überlegte für mich, warum ich das getan hatte und fand für mich die Antwort in dem unterdrückten Verlangen. Nicht nur nach anderem Sex mit einer anderen, sondern auch nach mehr Unbeschwertheit, mehr Spontanität usw. und machte mir selber Vorwürfe und Kopfzerbrechen, gemahnte mich zur Ordnung und zur Treue und besonders zu meiner Verantwortung für Frau und Ehe. Ich wollte etwas Besonderes daraus machen und nicht beim ersten Krisengewitter den Rückzug antreten. Nicht aus religiösem oder moralischem Bekenntnis, sondern aus Liebe für sie wollte ich alles richtig machen.
Es half und hielt nur kurz.
Im Mai war eine Betriebsfeier. Ich wollte eigentlich gar nicht hin. Ein Kollege wollte aber nicht alleine gehen. Also ging ich. Ich wäre nicht gegangen, wenn ich gewußt hätte, was passieren würde:
Ich traf dort eine Frau, die ich schon früher gelegentlich mal gesehen hatte, aber die ich unter der Kategorie "nicht zu haben" verbucht hatte. Dann hatte ich sie drei Jahre lang nicht mehr gesehen und plötzlich stand sie vor mir. Wir unterhielten uns sehr gut den ganzen Abend. Aber wir beide waren eben inzwischen verheiratet. Dennoch war die Luft zwischen uns wie statisch aufgeladen. Wir "erkannten" einander irgendwie als wären wir schon immer zusammen gewesen oder zumindet füreinander bestimmt. Sie spürte es. Ich spürte es. Aber wir sagten beide nichts und taten beiläufig freundlich interessiert.
Ich ging nach Hause. Ich konnte sie leider nicht vergessen. Ich simste ihr am nächsten Tag und sie simste sofort zurück. Wir trafen uns irgendwo und redeten ein paar Stunden lang. Kein Kuss und nur die Berührung ihrer Hand in meiner.
Nach ein paar Wochen wollten wir einander wiedersehen. Und wir trafen uns. Diesmal mit klarem Ziel. In einem Hotel. Und wir taten es miteinander. Es war so wie ich mir das immer vorgestellt hatte: wild, hemmungslos, dann wieder zärtlich, vorsichtig und wie immer wir wollten. Alles ging, nichts war unmöglich oder zuviel. Es war so als wußte sie, wo meine Knöpfe steckten und ich drückte ohne Worte die richtigen bei ihr. Sie wußte mich nicht nur beim Sex anzufassen, sondern auch wo und wie ich sonst berührt oder geküsst werden wollte. Ohne Worte. Wie konnte das sein? Wir kannten uns gar nicht.
Bis dahin war alles die gewohnte Physis. Doch an den Malen, die wir zusammen waren, kamen wir uns auch schnell emotional näher. Sie erzählte mir sehr viel von sich, öffnete sich und ich tat es ebenso, weil ich mich gut bei ihr aufgehoben fühlte. Und auch weil ich mit ihr viel freier sprechen konnte als mit meiner Frau. Warum nur? Vielleicht, weil wir noch ehrlicher sein konnte.
Wir trafen uns ca. drei Mal als ich es für Zeit und fair hielt meiner Frau zu sagen, was in mir vor ging. Und das ich ich mich zu allem Überfluss auch noch in eine andere Frau verliebt hatte. Vom Sex sagte ich nichts, denn das sollte eigentlich keine Rolle spielen. Ich sagte ihr, ich wolle die Trennung. Sie war wie betäubt und vor den Kopf gestoßen. Sie weinte tagelang und ich mit ihr. Wir hielten einander im Arm, konnten udn wollten es nicht glauben.
Dann zog sie für einige Zeit zu einer Freundin. Sie zeigte mir gegenüber aber keine Wut, wenn wir uns sahen, und ich konnte mich einfach nur schämen und ihr versuchen zu erklären, wie ich mich fühlte.
Mit der anderen Frau traf ich mich nun regelmäßig und die Leidenschaft nahm kein Ende und kannte kein Maß. Alles, was wir gerne tun wollten oder immer schon gerne gewollt hatten, war möglich. Wir wollten es beide und wir verstanden uns blind. Sie hatte an all dem genausoviel Freude und Spaß wie ich. Ich konnte es in ihren Augen sehen und durch ihre Hände fühlen. In der Wohnung ihrer Freundin, die im Urlaub war, wohnten wir drei Wochen miteinander und es war leicht, einfach und toll. Sie ist zehn Jahre jünger als ich, hat früh geheiratet, lebt nun in Scheidnung und kann ihre Freunde an einer Hand abzählen, sagt sie. Ist mir aber auch letztlich egal. Sprunghaft ist sie jedenfalls nicht. Wir sprachen viel und entdeckten gemeinsame Wellenlängen in Musik, Literatiur, politische und gesellschaftliche Themen und Meinungen und fühlten uns rundum wohl miteinander und vom anderen richtig verstanden. Mehr verstanden als von irgendjemand anderem zuvor.
Dann war da aber noch der geplante Urlaub mit meiner Frau.
Ich wollte alleine fahren, nachdem uns ein Eheberater zu dem wir mehrfach gegangen waren, davon abgeraten hatte zu zweit zu fahren. Doch meine Frau wollte mit mir fahren. Wir verabredeten dies fest vorab als "Abschiedsurlaub" mit morgentlichem Gespräch und viel Freiraum für den anderen. Ich schwor mir, würde irgendein Gefühl des Zweifels aufkommen, würde ich alles daran setzen, bei meiner Frau zu bleiben.
Wir fuhren wieder vier Wochen durch die Staaten und hatten eine tolle Zeit und wunderbare Erlebnisse. Zwischenzeitlich war es traurig, klar, sehr traurig. Aber wir wurden damit fertig. Wir waren letztlich froh, dass wir es gemacht hatten.
Zurück Zuhause hatte die andere tapfer drei Wochen auf mich und besonders auf meine Entscheidung gewartet. Wir hatten uns jeden Tag geschrieben. Tiefgründig, kein Geschwafel. Über uns und über unsere Gefühle und Erwartungen. Als wir uns wieder trafen, war ich mir sehr sicher: ich wollte nun mit ihr zusammen sein.
Dann rückte der Tag näher als meine Frau ausziehen wollte. Mir wurde das Herz schwer und ich konnte tagelang nur heulen. Über den Verlust. Über meine Unfähigkeit. Und über das, was ich ihr angetan habe. Ich hatte ihren Traum von einem Leben zerstört und ich habe mich dafür gehaßt.
Die andere Frau war geduldig, hielt meine Hand und tat alles um mich zu unterstützen. Gleichzeitig drängte sie mich zu nichts und war oft einfach nur für mich da. Sie setzte keine Limits, einzig Zeit wünschte sie sich mit mir - und irgendwann ein Leben mit mir zusammen. Sie sagte mir, ich solle gut überlegen, welches Leben mich glücklich machen würde und dann entscheiden.
Auch das ging einige Zeit gut. Wir fuhren viel weg, waren viel zusammen. Unternahmen Dinge zusammen zu denen meine Frau kaum Lust gehabt hätte oder es nur für mich gemacht hätte, was blöd gewesen wäre. Machten Tagesausflüge in andere Städte und Wochenendausflüge in andere Länder. Es war in jedem Moment wie ein Traum. Liebe und Sex ließen in ihrer Intensität nicht ein Deut nach. Es fühlte sich an wie ein richtiges Leben, und es war gut.
Aber meine Gedanken kamen immer wieder auf meine Frau zurück. Ich fragte mich, wie es ihr geht, was sie wohl macht und ob sie klar kommt. Wir schrieben uns und wir trafen uns, um zu reden. Meiner Freundin erzählte ich davon ganz offen und ehrlich, denn in einer neuen Beziehung - das hatte ich mir vorgenommen - wollte ich von Anfang an ganz ohne Geheimnisse und Lügen sein und alles von Anfang an sagen.
Sie lies mich gewähren und sagte nichts.
Als meine Frau mich brauchte, war ich auch für sie da, aber es war eine Freundschaft. Da ist kein Hass oder keine Bosheit zwischen uns.
Zwischenzeitlich aber dachte ich immer viel an sie und denke auch jetzt noch, dass ich sie liebe. Ich dachte immer, man könne keine zwei Menschen lieben. Schon gar nicht gleich viel. Doch, es geht. Aber es ist nicht mein Weg. Ich will das nicht. Ich möchte für einen Menschen da sein. Für einen wichtig sein.
Immer Zuhause und fast die ganze wache Zeit versuche ich mich nun zwischen den beiden Menschen, die ich von ehrlichem Herzen liebe, zu entscheiden, versuche Eigenschaften, Gefühle und Erinnerungen gegeneinander aufzuwägen, was nicht geht. Versuche meinem Herzen zu erklären, was der Verstand sagt und den Verstand zu sagen, was mein Herz fühlt. 1000 Mal am Tag finde ich einen Grund bei meiner Frau zu bleiben und 1000 Mal finde ich einen Grund zu der anderen zu gehen. Konnte ich mich früher wenigestens auf meinen Verstand verlassen, so weiß ich heute - mit 37 Jahren - gar nichts mehr.
In der letzten Woche habe ich - nach einem wunderbaren Abend mit meiner Freundin - sie nachts geweckt und ihr gesagt es sei Schluss. Ich kann nicht mehr. Ich will meine Ruhe in Kopf und Herz. Sie war unglaublich verletzt und traurig, aber sie hat es nach einem langen, langen Gespräch akzeptiert. Sie war nicht sauer, nur traurig. Sie wollte aber, dass ich glücklich sein. Sie liebe mich wirklich und aus ganzem Herzen und ganzer Seele. Und das glaube ich ihr auch, denn ich habe es gespürt.
Beide sind nun auf dem Stand, von mir verlassen worden zu sein. Das habe ich ganz klasse hinbekommen: Zwei Menschen, die ich sehr liebe und die mich lieben, vor den Kopf gestoßen!
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Ich möchte diese Zeit ohne beide Frauen einfach nutzen um heraus zu finden, welches das entscheidende Gefühl für welche Frau ist. Aber ich weiß es nicht. Ich finde keine Lösung. Ich denke Tag und Nacht nach.
Wäre ein neues Leben mit meiner Frau nicht nur Lug und Trug? Würde ich auf Dauer nicht wiederden gleichen Weg laufen, wie ich ihn jetzt schon hinter mir habe? Ist nicht schon so viel Vertrauen und Ehrlichkeit verspielt? War nicht schon der Wurm drin, wenn es schon soweit gekommen ist? Sollte ich nicht besser nochmal von vorne ganz ehrlich anfangen? und eine Million Fragen mehr.
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Wow, viel geschrieben.
Und ich frage Euch: Woran erkenne ich das entscheidene Gefühl? Was ist die richtige Entscheidung?
An moralischen und religiösen Vorstellungen klebe ich nicht. Wie andere Menschen mein Leben bewerten, schert mich eigentlich nicht. Es wäre gut, wenn dazu keine Kommentare kommen würden. Auch, dass ich ein Arschloch bin, alles versaut habe, "typisch Mann" bin und "nichts begriffen habe" und mir das mit der Ehe hätte besser mal überlegen sollen. Danke, weiß ich alles. Das hält mich nachts wach. Wer es gerne nochmal sagen will, bitte. Ich bin auch nicht der zu Bedauernde, ich weiß. Und ja, ich habe schon für mein zukünftiges Leben daraus gelernt.
Dennoch, bitte, wer das Gefühl vielleicht kennt, wer einen hilfreichen Tip hat, wer einen Indikator hat, woran ich die richtige Entscheidung erkennen kann, möge das schreiben.
Troublemaker