langjährige Beziehung zu Ende? - bin etwas Ratlos

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Hallo Leute!
Vorweg: eigentlich bin ich recht selbstständig und habe Freunde mit denen ich das be reden kann, aber in diesem Fall fühle ich mich etwas ratlos... Gut dass es eine solche anlaufstelle gibt.
Zu mir: ich 22, studiere. Es läuft nicht super, aber ich komme damit klar. in den letzten 2 Jahren hat sich ein gewisser Frust eingeschlichen. Ich bin jetzt seit 6 Jahren mit meiner Freundin zusammen. In der Schulzeit (erste 4 Jahre) war alles bestens. Mit dem Beginn des Studiums hat sich dann schrittweise etwas verändert: wir haben uns nicht mehr so oft sehen können (früher gab es einen festen Tag und das Wochenende plus weitere).
Zuerst haben wir uns nicht mehr so oft in der Mensa zum essen verabredet. Später wurde der gemeinsame Tag "aufgeweicht". Ich wurde etwas unzufrieden mit dem Studium, es lief nicht wie geplant.Ein Semester später zog ich zuhause aus, in ein Einzel Appartement in uninähe. Während der nun folgenden Zeit haben wir uns von meiner Seite aus gefühlt auseinander gelebt: wir treffen uns noch ca 2 mal die Woche. Es fehlt das kribbeln im Bauch, die Vorfreude. Aber OK. Leider stelle ich immer mehr fest, was für andere Frauen auf dem campus so herumlaufen. Nichts ernstes, aber ein gewisses schwärmen.
Sprung auf heute: vor ein paar Monaten habe ich ihr gesagt, dass ich eigentlich hauptsächlich nur noch freundschaftliche Gefühle für sie habe. Wir hatten dann eine Woche Pause und ich habe mich entschlossen es nochmal zu versuchen. Seither waren meine Gefühle ein auf und ab... Mal denke ich es wird schon und bin zufrieden, und dann wieder bin ich bei einem bloßen Anruf von ihr genervt, und will meine ruhe.
Ich will etwas ändern in meinem leben: Dinge anders angehen und mich selbst verbessern. Fühle mich aber gehemmt.
Hatte die letzten Tage oft das Gefühl Schluss machen zu müssen, wurde dann aber durch sex mit ihr (der ist immer noch bestens) umgestimmt oder habe gekniffen. Das ist unsere erste Beziehung, ich habe also keine Ahnung wie es ist Schluss zu machen....
Ich habe Angst vor einer Zukunft ohne sie, weiß nicht ob es wirklich ein sinnvoller schritt ist, oder nur eine lange down-Phase. Außerdem will ich sie nicht verletzen (was wohl unmöglich wird).

So, ich denke das war alles. Danke
 
Hallo,

für mich macht es den Eindruck, als wärst du nur noch aus Gewohnheit und Angst vor der ungewissen Zukunft mit ihr zusammen. Du lässt dich maximal auf ein bischen Liebeskummer ein, fühlt sich in etwa so an, wie das mit dem Rauchen aufhören. Liebe ist halt auch hauptsächlich eine psychische Abhängigkeit.

Denk aber auch mal darüber nach, warum du glaubst, sie nicht mehr zu lieben. Beziehungen verändern sich mit der Zeit und an die Stelle des verliebt seins tritt eine tiefe Verbundenheit, zumindest wenn man dafür arbeitet. Diese Verbundenheit ist schwerer zu fassen/zu bewerten als das direkte zwingende Gefühl der Verliebtheit, aber nicht minder schön.

Grüße
 
Du würdest nicht so oft mit dem Gedanken spielen Schluss zu machen, wenn du zufrieden und glücklich wärst.
Wenn man einen neuen Lebensabschnitt betritt dann verändert sich oft noch vieles mehr. Ich hab allgemein das Gefühl, dass keine Beziehung der Uni stand hält. Man entwickelt sich weiter, lernt neue Menschen kennen, die genau die selben Interessen haben etc. Ich denke deshalb, dass es sich nicht nur um eine Down-Phase handelt, sondern genauso bleiben wird. Du hast lediglich Angst vor einer ungewissen Zukunft und vielleicht auch Angst davor, was passiert wenn sie aus deinem Leben verschwindet. So hast du immer jemanden, der für dich da ist und der dir Nahe steht.

Überlege dir mal ganz genau, was du möchtest und dann steh zu dieser Entscheidung und setze sie um.
 
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