Kann nicht mehr ohne Sie

D

delude

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März 2009
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Hi,

wie ich erschreckend feststellen musste, wiederholt sich einiges im Leben wenn man (sich) nicht(s) ändert...

Wie in meiner letzten Beziehung fange ich in meiner jetzigen immer mehr an zu „klammern“.
Ich versuche mit ihr jede Sekunde verbringen, kann es selbst bei der Arbeit kaum ohne sie aushalten und denke nur daran am liebsten sofort zu ihr zu gehen.
Bin auch dementsprechend bei allen Dingen die ohne sie stattfinden unmotiviert.
Habe auch kein bisschen mehr Lust mich mit Freunden zu treffen, tue ich dies doch so kann ich die „Zeit“ mit ihnen kaum genießen und will einfach nur noch zu ihr.
Sie möchte zwar auch so viel Zeit wie möglich mit mir verbringen, nur kann sie auch Zeit alleine ohne solch „Zwänge“ wie ich sie habe verbringen.
Verständlicherweise möchte sie sich gerne mit Freundinnen und Freunde treffen, macht sie dies jedoch so geht für mich diese Zeit schleppend voran und ich überfordere sie mit Anrufen wenn ich mich nicht beherrschen kann.
Ihren Standpunkt kann ich zwar total verstehen aber es ist kaum möglich mich darauf einzustellen.
Dieser ist von ganz gewöhnlicher Natur, dass sie eben Abwechslung durch Freunde braucht und jetzt ohne diese immer unmotivierter und lustloser wird und unsere Beziehung schwer darunter leidet, da wenn wir versuchen Zeit miteinander zu verbringen sie meist total abblockt indem es ihr nicht gut geht oder, da es oft spät abends ist, zu müde dafür ist.
Ihrer Aussage zufolge ist es wirklich so und kein Vorwand, was ich ihr auch glaube.
Ich versuche es ihr weitgehend zu verheimlichen, aber ich werde immer mehr eifersüchtig und verliere langsam die Kontrolle darüber.
Es fällt mir wirklich schwer all diese blöden Gefühle einfach über Bord zu werfen oder wenigstens unter Griff zu bekommen und es wird auch immer schwerer.
Und außerdem merke ich immer mehr, dass ich mir selber fremd werde, eigene Interessen sowie Kontakte, selbst zu meiner Familie, fast bis zum Nullpunkt vernachlässige. :(

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht ? Und wenn ja, wie seid ihr da rausgekommen ?
Denkt ihr es wäre schon der Zeitpunkt fremde professionelle Hilfe anzunehmen ?

Vielen vielen Dank für eure Antworten ! :)
 
Dann kanns ja nicht mehr lang dauern, bis du wieder single bist !

Du hattest doch sicherlich vor der Beziehung ein funtionierendes Eigenleben ?
Du musst daran anknüpfen. Oder dir was suchen was dich interessiert und in der Zeit, wo Sie unterwegs ist ablenkt.
Dazu musst du deinen inneren Schweinehund überwinden, aber mit etwas was dir Spaß macht.
Bei mir ist es immer eher so gewesen, das ich überzeugt war, ich müsste heim kommen und meine Zeit, quasi dem Partner opfern/zur Verfügung sein. Ich lerne gerade auch einfach mal weg zugehn, nicht nach Hause zu hetzen, sondern zu erledigen und zu tun was ich eigentlich will.
Weil dieses ganze für den Partner opfern keinen Sinn macht.

Mach es am besten in kleinen Schritten, überleg dir was du wann tun willst und zieh das dann durch........auch gegen inneres sträuben. Und schalt dabei ab, freu dich auf danach,.....und Zeit mit dem Partner aber lass deine gedanken nicht dadurch beherrschen.

Das sind kleine Dinge, die erfordern ein wenig überwindung, und müssen dir auch spass machen....damit du längerfristig umdenkst.

Professionelle Hilfe kann auch nicht verkehrt sein. Mach dir vor allem bewusst, das dein Partner nicht dazu da ist, um Langeweile zu überwinden oder dich zu entertainen, du musst wieder Interessen entwickeln. Und den Partner als zusätzliches Highlight sehen.
 
Sehe ich genauso wie flyingapi.
Ich hatte auch mal so einen Freund. Der war eifersüchtig auf jeden und alles und hat mich hundertmal angerufen, wenn ich mit Freunden oder so unterwegs war. Und genau das hat schlussendlich auch die Beziehung zerstört. Du solltest dich ändern, wenn du sie nicht verlieren willst.

Liebe Grüsse
 
Du solltest wirklich aufpassen, denn so setzt du deine Beziehung wirklich massiv aufs Spiel. Es kommt mir nicht so vor, als ob du das alleine wieder hinkriegen könntest, deswegen empfehle ich dir mal einen Besuch beim Therapeuten.
 
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht ?
Ja ... ich war auch ein Klammeraffe -.- ... hab aber (denke ich) daraus gelernt (wäre ja schlimm wenn nicht)
Und wenn ja, wie seid ihr da rausgekommen ?
In dem sie mit mir Schluss gemacht hat. Sorry, aber es ist wirklich so, das Mädels das (warum auch immer) ankotzt wenn ein Junge dauernd bei ihr sein will.

da wenn wir versuchen Zeit miteinander zu verbringen sie meist total abblockt indem es ihr nicht gut geht oder, da es oft spät abends ist, zu müde dafür ist.
Ihrer Aussage zufolge ist es wirklich so und kein Vorwand, was ich ihr auch glaube.
Kommt mir seeeehr bekannt vor :roll: ... also meiner Meinung nach, sieht das schon nach'n Vorwand aus. Ich kann mich natürlich auch irren, nur hab ich die Erfahrung gemacht, dass bei solchen Anzeichen das Mädel nicht mehr allzu viel Interesse an einem hat.
 
das Mädels das (warum auch immer) ankotzt wenn ein Junge dauernd bei ihr sein will.

Das is aber nich nur n Mädel phänomen !! Andersrum passt der Schuh auch.
Man nimmt dem Partner mit der klammerei schlichtweg die Luft zu atmen,, und die Freude sich zu treffen.
Das ist als wenn ich tagein tagaus, die selbe Platte höre und immer das Gleiche spiele, da hat man kein Bock mehr drauf.
 
Hey,

oh wie gut ich das kenne...

Ich muss zugeben ich könnte mir so in den Arsch treten, was ich im meinen Leben gemacht habe. Naja meine Geschichte ist nur komplizierter. Mein Freund ist eher so mein Seelensorger, er hat mir geholfen über die Scheidung meiner Eltern wegzukommen. Ich bin ein sehr großer pesimist, sodass ich eine Schulter brauche die mir hilft wieder rauszukommen. Ich bin ein sehr komplizierter Mensch. Es fällt mir schwer ohne ihm klar zukommen und beisse mich fest an der Beziehung was ein totaler Fehler ist. Man muss sein Leben selber kontrollieren und nicht des Partners. Ich habe durch ihm meine Freunde verloren und ich leide noch immer drunter, dass ich keine mehr habe und ich mich nicht mehr mit jemandem treffen kann. Ich bin auch sehr sehr eifersüchtig, nur versuche es zu kontrollieren, was sehr schwer fällt, aber wenn du das nicht tust, verlierst du deinen Partner, denn der wird es nicht verstehen und wird sich Gedanken machen über die Beziehung.

Mach nicht den gleichen Fehler und vernachlässige nicht deine Freunde. Ich versuche Kontakt wieder zu dennen aufzunehmen nur man kann leider auch nichts mehr rückgängig machen. Das Leben ist lang und man kann nicht jemandem zwingen mit einem zusammen zusein, was man sich so sehr wünscht.

Und wichtig ist viel miteinander reden, nicht die Sachen in sich hinein fressen.
 
Hey delude,

hab zwar nur mein grundstudium der psychologie abgeschlossen(bevor ich mich doch für was anderes entschieden hab) aber ich denke auch das du mal zu nem therapeuten gehen solltest. das wird oft so verteufelt als ob jeder der zum psychodoc geht direkt nicht mehr alle tassen im schrank hat oder sowas. völliger quatsch, es hilft oft mal mit ner neutralen person über gewisse dinge zu sprechen und sich ne neutrale und natürlich auch professionelle meinung zu holen.

dein verhalten erinnert mich jedenfalls stark an muster die man aufgrund von kindheitserlebnissen annimmt. du projezierst möglicherweise etwas auf deine freundin und zerstörst nacher noch deine beziehung.
 
Danke für eure zahlreichen und sehr interessanten Antworten.

Das ganze hatte ich übrigens mit meiner Exfreundin auch, jedoch
zog sich das eher langsam steigernd über die Jahre hinweg.
Morgen bin ich mit meiner jetztigen Freundin jedoch erst 4 Monate zusammen.

Heute habe ich ein Treffen mit ihrer besten Freundin arrangiert - als Überraschung für sie.
Sie hat sich total gefreut und obwohl ich dabei war (weil ihre Freundin es sogar begrüßte) konnte ich mich im Hintergrund halten und hatte auch kein Bedürfnis groß mich aufzudrängen.
Ganz so drastisch ist es schließlich auch (noch) nicht. Wird es aber sicher, wenn ich nichts an meinen suchtartigen Gefühlen ändere.

Interessanterweise wurde jetzt in zwei Antworten jeweils Scheidung und Kindheitserlebnisse erwähnt.
Ich selber bin ein Scheidungskind und musste mich seit ich 13 bin mehr oder weniger selbst durchs Leben schlagen, hatte ständig einen besten Freund oder eben eine Freundin, mit welcher ich ausschließlich die gesamte Zeit verbrachte welche diese Beziehungen auch liefen.

Außerdem bin ich ein übler Pessimist, was oft nicht von Vorteil ist.
Heute habe ich versucht mir ein wenig in den Hintern zu treten,
da ich ja auch ihre Situation dabei voll und ganz verstehen kann und natürlich weis, dass so etwas kein Spaß macht und schließlich zur Trennung führt, welche meist beide Partner entlastet.
Jedoch würde sich meiner Erfahrung zufolge sich bei der "Nächsten" alles wiederholen bis ich es endlich einmal "gelernt" habe.


Das mit ihren "Beschwerden", dass sie sehr oft total übermüdet ist und es ihr auch schlecht geht - da vertraue ich ihr nicht nur - das merkt jeder wirklich.
Natürlich agiert sie vor anderen als fröhlicher und einigermaßen fitter Mensch, jedoch fällt es trotzdem anderen auf.
Sie sprach mich heute auch noch einmal darauf an und sagte mir es wäre kein Vorwand.
Ich meine bei Tränen in den Augen und dauernde Einnahme von Schmerztabletten kann das auch nur stimmen.
Muss mit ihr mal zum Arzt - vielleicht liegt ihrem Empfinden etwas psychologisches zu Grunde, jedoch ist es schon längst in körperliche immer wiederkehrende Symptome übergegangen ...

Fest steht, ich muss an mir arbeiten ... und das nicht zu knapp.

Danke nochmals und über Erfahrungsberichte, wie ihr solch eine "Sucht" oder "Abhängigkeit" überwinden konntet würde ich mich freuen.
Werde demnächst einmal wirklich einen Therapeuten aufsuchen - denke die Ursprünge für mein Verhalten bzw. den Gefühlen die mich dazu verleiten, liegt wirklich ein familiäres (Kindheits-)Erlebnis zugrunde.

Schönen Abend noch :-)
 
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