Fernebeziehung, WE super, unter der Woche plötzlich kaum Kontakt

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LoveGirl1990

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Dez. 2013
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Hallo,

ich schreibe euch einmal meine Situation auf und hoffe auf ein paar Ratschläge/Interpretationen...

Ich (23) bin seit einem Jahr mit meinem Freund (25) zusammen und wir sehen uns alle 1-2 Wochen (Fernbeziehung). Bis vor 3 Wochen haben wir täglich Kontakt (sms, e-mail, alle paar Tage telefonieren) gehabt.
Vor etwa 5 Wochen hatten wir ein Gespräch, da wir uns einige Male wegen Kleinigkeiten angezickt (keine ernsthaften Streitereien) haben und beide sagten, dass dies in Zukunft ändern möchten und die Beziehung auf keinen Fall aufgeben möchten. Das Gespräch ging von meiner Seite aus. Daraufhin hatten wir 2 Wochen - von ihm ausgehend - sehr viel Kontakt. Die letzten Wochenenden verliefen super (!), keine Streitereien, super Sex, haben viel unternommen und er hat mir gesagt wie glücklich er ist und dass er mich liebt. Ich habe mich selbst in den 6 Wochen nach unserem Gespräch zum Positiven entwickelt, d. h. ich fange nicht mehr an wegen Kleinigkeiten zickig zu werden (das hat ihn gestört, wobei natürlich auch er seinen Teil dazu beigetragen hat).
So und nun weiß ich sein verhalten gar nicht zu deuten. Ich habe ihn zweimal angerufen, einmal hat er sich sehr gefreut und das andere mal hatte er Freunde da, sodass wir das Gespräch wieder beendet haben. (Hier hätte ich erwartet, dass er mich zurückruft oder zumindest eine sms schreibt, da er am mich regelrecht "abgewürgt" hat am Telefon. "Früher" hat er sich bei solchen Situationen immer via sms entschuldigt...
Nun habe ich ihm seit 2 Tagen nicht mehr geschrieben und es kam auch nichts von seiner Seite aus, am Wochenende fahr ich zu ihm. Ich weiß nicht ob ich das Thema ansprechen soll, da es sonst - wenn wir uns sehen - sehr gut läuft und ich befürchte, dass er es als Kritik an seiner Person auffassen könnte (tut er oft bei Kleinigkeite) bzw. sich unter Druck gesetzt fühlt, wenn ich den Wunsch äußere dass wir wieder wie früher öfter Kontakt haben. Ich möchte nicht erzwingen, dass wir täglich Kontakt (eine sms am Tag würde ja reichen) haben, ich verstehe nur nicht, warum das so plötzlich kommt, jetzt wo es so gut läuft. Ich mache mir ernsthaft Sorgen, dass er weniger für mich fühlen könnte...

Ich bin seine zweite längere Beziehung, zu der letzten sagte er einmal, dass er am Schluss nur noch mit ihr zusammen war, weil er es nicht übers Herz brachte Schluss zu machen. Ich habe zwei längere Beziehungen hinter mir, die je nach 1 Jahr bzw. 1 Jahr und 4 Monaten kaputt gingen, weil die Gefühle von meinen Ex-Freunden nicht ausgereicht haben. Daher bin ich umso mehr unsicher in der aktuellen Situation, da es wieder 1 Jahr ist, dass ich mit meinem Freund zusammen bin..

Bitte um ein paar Meinungen, sehr gerne von Männern oder Menschen, die in Fernbeziehungen leben.
Mache ich mir zuviele Gedanken?
Ist es normal, dass man sich nach 1 Jahr nicht mehr so oft meldet? (Warum so plötzlich?)
Würdet ihr euch bis zum WE nicht mehr melden?
Oder würdet ihr ihm schreiben?
Habt ihr schon ähnliche Erfahrungen gemacht?

LG Love Girl
 
Zuletzt bearbeitet:
2 Tage sind doch gar nichts. Der regelmäßige Kontakt ist wichtig, darf aber nicht zur Pflicht werden. Anstatt Dich auf ihn zu fixieren und nur noch ihn im Fokus zu haben, nutz doch die Zeit auch mal für Dich und Deine Freunde. Am Wochenende seht ihr euch, und Du wirst merken, ob es Grund zur Sorge gibt oder nicht. Aber es ist gar nicht verkehrt, sich ein paar Tage auch mal nicht zu hören oder zu schreiben. Auf diese Weise bleibt man nicht nur selbstständig, sondern der Kontakt verkommt auch nicht zur Banalität/Routine. Denn diese Routine ist bei einer Fernbeziehung vorprogrammiert, weil der schriftliche oder auch teleofnische Kontakt im Grunde nur Illusion ist. Du fühlst und erlebst ihn nicht. Deswegen kann man sich nach einiger Zeit schnell gegenseitig auf dem Senkel gehen, wenn man es zu intensiv betreibt (so wie es bei euch davor ja der Fall war).
 
Hallo,

zwei Tage sind bei einer Fernbeziehung nichts. Wirklich. Ich hab selbst eine fast vierjährige Fernbeziehung geführt.

Das einzige, was sich nach einem Jahr langsam einstellt, ist der Wunsch auf mehr Flexibilität. Das Wochenende ist nunmal die Zeit, in der man etwas mit Freunden unternimmt. Zusammen gut, aber auch manchmal alleine. Um ehrlich zu sein, denke ich nicht, dass Fernbeziehung bei den meisten Paaren auf Dauer gut funktionieren. Nach einem Jahr ist die erste Luft einfach raus und man fragt sich: Welche Perspektive gibt es, um zusammen zu ziehen und das ewige hin und her zu vermeiden. Typisch Mann, faul eben :)

Habt ihr eine solche Perspektive?

Grüße
 
Moin,
mir scheint, Du brauchst die Texterei mal wieder, wie so viele, als "Absicherung". Einerseits als Kontrolle, andererseits als Versicherung, dass Deine "Sorgen" aus Deinen Altlasten hier nicht zutreffen. Deshalb wohl auch Deine Zickereien. Wahrscheinlich um Themen wie "Warum hast Du nicht/ zu spät/ zu knapp geantwortet" oder "Du warst "on", mit wem?" usw. Du darfst da nicht Deine Probleme mit "Euren" oder gar "Seinem" verwechseln.

Wenn Du Sorgen wegen Altlasten hast, dann ist das Dein Problem. Er kan nichts dafür. Vertrauen ist Grundlage jeder Beziehung. Wenn Du ihn nun bombardierst und kontrollierst fühlt er sich zu recht eingeengt. Das will keiner. Weiterhin merkt er, dass er Dir nie genügen kann, da es nun mal Dein Problem und nicht seins ist. Er kann das gar nicht lösen für Dich und wenn er 500 Texte pro tag an Dich schreibt.....

Das musst Du erkennen, damit im Alltag wieder mehr Lockerheit und Entspannung eintritt. Denn sonst belastet es unnötig die Wochenenden, wie Du schon richtig erkennst.

Letztlich könntest Du es eh nicht verhindern, wenn ihm eine Fernbeziehung nicht mehr reicht. Auch mit 1000 Texten nicht. Im gegenteil, er würde sogar schneller flüchten...

Grüße
 
Danke für eure Antworten.

In 2 Jahren beende ich mein Studium und habe dann vor zu meinem Freund zu ziehen. Wir haben schon darüber gesprochen, dass wir eventuell in eine neue Stadt ziehen. Das hängt davon ab, ob wir beide einen Job bekommen, da mein Freund dann auch einen neuen Job suchen müsste. Er arbeitet schon, ich studiere noch.

Es sind keine 1000 Texte, die ich schreibe. Es ist so, dass sich mein Freund nur noch alle paar Tage von sich aus meldet. Das Wochenende war wieder super, nur habe ich noch keine Antwort auf meine sms von gestern Abend (eine einzige!), in der auch eine Frage stand. "Früher" hätte er mir innerhalb von einem Tag geantwortet, meistens war er recht schnell, innerhalb von wenigen Minuten oder einer Stunde. Er hat sein Handy immer bei sich, (zumindest wenn wir uns sehen).

Ich glaube er ist einfach "faul" geworden, was das sich melden betrifft. Das werde ich wohl nach und nach akzeptieren müssen.

Es hat jemand in den Antworten geschrieben, dass ich mich versichern möchte, dass alles o.k. ist. Das stimmt schon, ich habe das Gefühl, dass sich andere öfter, zum Beispiel täglich, bei ihrem Partner melden und habe mich gefragt, warum das bei uns plötzlich nicht mehr so ist.

Ich kenne ein anderes Paar, das seit einem Jahr und ein paar Monaten in einer Wochenendbeziehung lebt und da hängt sie dauernd am Handy und schreibt mit ihm, auch wenn wir mal einen Mädelsabend machen oder abends was trinken gehen. Sonst kenne ich keine Fernbeziehungs-Paare so gut, dass ich wüsste wie oft sie miteinander Kontakt haben.
Daher wollte ich hier im Forum fragen, wie das bei euch ist, wie häufig ihr euch bei eurem Partner meldet?
 
Meine Partnerin ist derzeit im Ausland. Ich fände es absolut nervtötend, müsste ich mich jeden Tag bei ihr melden oder sie sich täglich bei mir. Diese Pflicht macht alles kaputt. Man hat sich nichts zu sagen, sondern telefoniert nur um des Telefonierens willen. Schreiben ist noch um einiges schlimmer. Ich z.B. kann SMS und Whatsapp nicht ausstehen, antworte oft nicht drauf (oder ganz selten mal mit 2 Worten) und verwende es ausschließlich, wenn das Telefonieren gerade unmöglich ist und die Nachricht nicht auf später verschoben werden kann. Wenn es ewas Wichtiges gibt, will ich generell angerufen werden bzw. selbst anrufen und nicht auf irgendeiner umständlichen Minitastatur herumklimpern. In 1 Minute Telefonat packt man das 10-fache an Informationen rein.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Dein Partner von diesem Kram ebenfalls genervt ist.
 
Hallo,

Daher wollte ich hier im Forum fragen, wie das bei euch ist, wie häufig ihr euch bei eurem Partner meldet?

einmal täglich, Statusupdate und das Übliche. Das war dann aber auch teilweise sehr kurz, wenn es einfach nichts zu sagen gab, außer dem Offensichtlichen. Mir war in den 1.5 Jahren wichtig, dass wir nicht miteinander reden müssen, um des Redens wegen. WhatsApp, SMS oder andere Dinge, die mich bei der Arbeit völlig aus dem Konzept bringen, benutze ich nicht. E-Mail und Jabber (HD-Videochat) hatten wir.

Bei der Fernbeziehung davor (immerhin 3.8 Jahre) musste ich dauernd auch ohne Sinn am Telefon hängen, das hat mich abgestoßen.

Ich bin jemand, der ein im Vergleich zu anderen Männern die ich kenne, viel zu sagen hat. So als Richtwert für dich.

Grüße
 
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